Sobald man sich beim DFB über eine gewisse Hürde gearbeitet hat, was die Lizenzen angeht und man das mit dem Konzept des DFB vergleicht kommt man ins Grübeln.
Als Referenz die C-Jugend
Dort gibt der DFB vor:
20% Ergänzende fußballspezifische Fitnessschulung
20% Technik-Intensivtraining
20% Individual und Gruppentaktisch Grundlagen
40% Fußballspiele mit Schwerpunkten und Freies Spielen
Ferner gibt der DFB Empfehlungen mit einer C-Jugend schon Viererkette zu spielen - mir als Trainer aus der Praxis stellt sich die Frage - wie, wenn ich nicht vorher die Grundlagen lege?
Der Schwerpunkt bei der DFB-Elite Jugend Lizenz liegt auf der C-Jugend und älter. In den beiden Ausbildungswochen geht es zu 90% um gruppentaktisch komplexes Training, hergeleitet aus dem 11 gegen 11. Die restlichen 10% geht es um Trainingslehre, Athletik- und Torwarttraining.
Okay - bisher habe ich mir immer die Frage gestellt warum die B-Lizenz bei gleich bleibenden Inhalten jetzt eine "Elite-Jugend Lizenz" wird wenn sie so Garnichts mit dem Jugendtraining der eigenen Ausbildungskonzeption zu tun hat.
Weiterhin ist interessant wie sich die 20% individualtaktische Grundladen - von denen es noch 20% während der D-Jugend gab damit vereinbaren, dass die "Hauszeitung" des DFB in der Ausgabe 09/2014 darauf hinweist, dass das 1 gegen 1 immer noch den Ausschlag gibt und in Zukunft eine noch höhere Bedeutung haben wird und in Ausgabe 11/2014 beim Thema Ausspielbewegungen in die gleiche Kerbe schlägt.
Und dann steht da so ein Quatsch wie 20% ergänzende fußballspezifische Fitnessschulung - das ist der größte Käse, den die 20% würde ich direkt streichen und anders vergeben, denn das heißt für den Trainer vom TUS Hirtenflöte in der Kreisliga D das er mit Ball Runden schrubben lässt. Ein Technik-Intensivtraining ist für mich übrigens auch nichts anderes als Individualtaktische Grundlagen zu legen, ist also eine Worthülse die sich nett liest, aber wenig mit Inhalten zu tun hat.
Ich behaupte nicht das alles falsch ist, aber gewisse Widersprüche sind nicht von der Hand zu weisen und zeigen ebenfalls auf, dass es keine optimale Lösung gibt. Eine nette Anekdote zur Aktualität des Konzepts - auf Seite 3 ist der DFB Sportdirektor noch Matthias Sammer - der schon seit 2012 nicht mehr dieses Amt bekleidet.
In einem Sport der so arg im Wandel ist, hat sich also seitens DFB in den vergangen (mindestens) 3 Jahren weder inhaltlich noch sportwissenschaftlich etwas geändert.
Darauf würde ich mich auch immer in jeder Argumentation wieder berufen.
PS: Mehr werde ich zu dieser Diskussion um die DFB Konzeption nicht beitragen, da es eine stetig wiederkehrende Endlosschleife ist.
Grüße
Björn