Beiträge von Zodiak

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    Reden wir vom Aufwärmen im Training oder vor dem Spiel?


    Vor dem Spiel machen wir auch eine kurze Lauf- und Bewegungsschule, außerdem das von SirAlex angesprochene Spielchen mit Intensität.
    Aber Trainingszeit habe ich chon wenig genug, da sehe ich Minuten ohne Ball irgendwie als Verschwendung an.



    Leistungsbereich ist für mich eine Mannschaft die 4x die Woche trainiert während der Wettkampfphase, da sind 5-6 Minuten Lauf ABC pro Training eher die Regel als die Ausnahme.
    Im Breitensport oder bei 3 und weniger Einheiten gebe ich dir Recht, bei jedem Training wäre das zu viel. Aber 1x die Woche kann man das sicher auch dort machen.


    Grüße
    Björn

    Doofe Fragen meinerseits vielleicht, aber:


    Nur laufen? Ohne Ball? Als Aufwärmübung?
    Im Jahr 2015 noch irgendwo durchgeführt, wo's zumindest ein bisschen um Leistung geht?
    Echt jetzt?


    Das Lauf ABC 5-6 Minuten ist absoluter Standard!
    Hast du schon einmal ein Spiel in der (Junioren)Bundesliga gesehen und warst vor dem Anpfiff am Ort? Falls ja wirst du sehen das mindestens 9 von 10 Teams ein koordinatives Lauf ABC machen.
    Im Jugendbereich alles unterhalb den zweithöchsten Spielklassen ist aus meiner Sicht maximal "entschärfter" Leistungsbereich und da haben Kinder und Jugendliche häufig katastrophale koordinative Fähigkeiten, weshalb gezieltes Koordinationstraining in kurzen Blöcken mit Sicherheit noch nicht antiquiert ist und seine Berechtigung als festen Bestandteil vor dem Aufwärmen hat.


    Grüße
    Björn

    Versteh ich nicht. Wird...sollte doch nicht anders aussehen als woanders auch. ?(


    Völlig Off-Topic, aber ist das wirklich dein Ernst?
    Zwischen Aufwärmen im Leistungsbereich bei Sportlern die 4-5 Einheiten pro Woche haben läuft im Körper doch was ganz anderes ab, als bei einem Thekenfußballer aus der Kreisliga B - von den technischen, koordinativen und konditionellen Differenzen ganz zu schweigen.


    Thomekz
    Eine B-Lizenz hat nichts mit Leistungsfußball zu tun, ich kann dir nur dazu raten, dich nicht von Lizenzen blenden/leiten zu lassen.


    Um mal Weg vom "Schwätzen" und zu konkreten Inhalten zu kommen in der Anlage ein Aufwärmprogramm einer Herrenmannschaft aus der Regionalliga Bayern (4. Liga).


    Grüße
    Björn

    Bei uns verteidigen geschätzt 70 bis 80% der Mannschaften so. Die letzte Reihe steht enorm hoch und vorne wird oft kein richtiger Druck auf den Ball gemacht. Ist also nicht so realitätsfern aus meiner Sicht, zumindest hier in der Fußballprovinz.


    Ich habe quer durch alle Leistungsklassen im Großfeld dieses Prinzip schon sehr oft gesehen. Je weiter runter du kommst desto größer werden die Abstände der einzelnen Mannschaftsteile und so weniger stark wird gepresst bzw. der Pass attackiert - worin aus meiner Sicht der Fehler liegt.
    Bei einem Angriffspressing stelle ich den Gegner auch nicht komplett zu so das er den lange Ball schlägt, sondern ich attackiere den Pass vom Torwart auf den Innenverteidiger um ihn bei der Annahme unter Druck zu setzen. Damit dieser Pass kommt biete ich ihn doch an.


    Grüße
    Björn

    Auch bei uns immer wieder ein Thema.
    Wir probieren generell auch mit einem Pass zu eröffnen. Leider kam es dabei gerade zum Beginn der Saison zu einigen Gegentreffern, weil eben solche Sachen wie offene Spielstellung nicht beachtet wurden.
    Gerade jetzt zum Beginn der Rückrunde und nach der Hallensaison sieht es schon wesentlich besser aus. Klar gibt es noch immer Spiele wo wir deswegen Gegentreffer bekommen, zum Teil auch entscheidende, aber mittlerweile gibt es eben auch schon Lob für die Spieleröffnung bzw. dafür dass es bei uns nach Fußball aussieht.


    Die meisten Probleme entstehen eben wenn sich der Gegner darauf eingestellt hat und uns "pressen". Gerade wenn die IV zugestellt sind und dann seitlich vom Strafraum auf Höhe des 5-Meter-Raums stehen und noch immer vom Stürmer zugestellt werden. Dann kommt einfach zu wenig Bewegung im Zentrum bzw. fordern diese den Ball zu spät.


    Wenn nur die Stürmer aufrücken ergeben sich selbst ohne Bewegung Räume - der Torwart muss nur über 30 Meter einen Pass auf den Außenverteidiger spielen ;)7


    Grüße
    Björn

    Top Thema!
    Ich halte es so, dass es bei mir von den Bambinis an keine langen Bälle vom Torwart gibt.
    Bei den kleinen aus dem einfachen Grund, dass ich es gut finde, wenn der Spieler von hinten heraus mit einem Pass eröffnet oder (in dem Alter) auch als letzter Mann in ein 1vs1 geht.
    Auch beim gestrigen Bambini Turnier wie so oft die einzige Mannschaft die jeden Ball flach zur Seite gespielt hat, dafür aber in 8 von 10 Fällen kontrollierter Ballbesitz.


    Kick and Rush hat für mich mit Fußball wenig bis nichts zu tun.


    Bei steigendem Alter kann man den Kindern dann auch erklären wie man gegen das "Halbgaspressing" in der Kreisliga locker von hinten raus spielen kann. Wie du sagst Andre sind lange Bälle nur ein "Mittel" für mich aber das mit dem höchsten Risiko auf Ballverlust bzw. am wenigsten planbar, daher versuche ich es in der Regel zu vermeiden.


    Grüße
    Björn

    Ähnliche Übungen wie die von Zodiak, die ich auch gerne mache, kommen zB in der DVD der Münchner Fußballschule: Bambini Training, der Fußballkindergarten vor. Ich würde ja eine freie Übung aus youtube verlinken, bin da aber ziemlich unsicher ob das hiert erwünscht oder erlaubt ist.


    Die Übungen die ich gepostet habe - werden von der Münchner Fussballschule verwendet. Woher ich das weiß? Ich arbeite hauptberuflich für sie ;)


    Grüße
    Björn


    Die Frage ist doch, was sie vor den Abschlüssen tun. In den Übungen sieht man, das es Sprünge sind, bei denen der Ball in der Hand ist - sie den Ball hochwerfen und dann aufs Tor schießen - der Toschuss bzw. die Technik ist der geringere Anteil. Ich baue das Training so auf, dass ich 3 Übungen habe 2 eher koordinative 1 technische (zum Beispiel Ziehen-Vorlegen am Hüttchen) und jede Aufgabe circa 8-10 Minuten und die letzten 20 Minuten freies Spiel.


    Und nur weil der DFB und/oder auch andere Fachleute (wie Horst Wein) einen anderen Weg favorisieren, heißt es nicht das mein/unser Weg gänzlich falsch ist. Ich denke die Kinder kommen zu 100% auf ihre Kosten und werden auch altersgerecht gefördert. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass meine Philosophie kein Anspruch auf Perfektion erhebt.


    Grüße
    Björn

    Ich persönlich halte mich an die Maxime "kein Techniktraining bei den Bambinis".
    Dem Pikeschützen im Team schlage ich regelmäßig vor mal den spann zu probieren und lobe ihn bei jedem Spannstoß überschwänglich. Genauso lobe ich jeden Schuss überschwänglich mit dem "schwachen" Fuß, wenn der Ball entsprechend liegt. Mit dem schwachen Fuß drehen bei mir auch mehrere den Fuß nach innen, aber auch denen schlage ich nur immermal vor es anders zu probieren


    Was machst du den dann im Training?


    Zum Thema:
    Schusstechnik kommt durch Training mit hohen Wiederholungszahlen und entsprechender Korrektur!
    Meine Bambinis haben pro Training zwischen 60-100 Torabschlüsse pro Spieler. Das Training ist so organisiert, das sie beide Füße nutzen.


    Feile am besten an deinem Aufbau und ermögliche ihnen hohe Wiederholungszahlen.


    Auch hier in der Anlage Übungen mit denen ich das oben erwähnte realisieren kann.


    Grüße
    Björn

    Zodiak: Als Trainer einer 2008 Mannschaft würde mich das schon interessieren.


    Was sind denn für Dich Technikübungen? Und was sind für Dich Spielformen? Horst Wein? Wenn möglich, würde ich mich über ein/zwei mehr Details freuen. Danke.


    Schroppke0815


    Technikübungen in Form von Tricks/Wenden mit Torabschluss - Spielformen in dem Alter ist einfach - zwei Tore ein Ball, kleine Teams und ab dafür :)
    Tore nach bestimmten Tricks zählen 3-Punkte normale Tore 1 Punkt.


    Die Übungen in der Anlage sind eine Auswahl dessen was ich mit 4-6 Jährigen mache - die Übungen für 7 und älter sind schon komplexer aber auch sehr leicht verständlich.

    da hat der August die selben Fragen, die bei mir auch spontan entstehen.


    Ich finde Zodiaks Beiträge immer sehr wertvoll, zweifle auch nicht den Wahrheitsgehalt dieser Aussage an, aber das ist mir jetzt zu weit vom KiFu-Gedanken entfernt.


    Danke für die Blumen! Wo ist dir meine Art zu weit vom KiFu entfernt?


    Zodiak: Wenn Ihr mit den 2008ern bereits 2 Jahre intensives Techniktraining betrieben habt, waren die Kids zu Beginn überwiegend 4 Jahre alt, richtig? Habt Ihr mit den Kleinen direkt 90 Minuten trainiert? Sind sie in der Lage sich über die komplette Trainingseinheit zu konzentrieren?


    Ich habe selber mal die gleiche Altersstufe ein Jahr lang betreut. Hier haben wir außer Bewegungsspiele und kleine Fußballspiele (wobei auch hier gefühlt jede Minute irgendjemand den Ball in die Hand genommen hat) kaum etwas gemacht. Die Einheit dauerte 60 Minuten und höchstens 1/3 war von Anfang bis Ende "voll" dabei.


    Hat bei Euren 2008ern schon eine gewisse Selektion stattgefunden, bzw. habt Ihr mehrere Mannschaften in dieser Altersstufe?



    Zu deinen Fragen - ich arbeite aktuell auch in einem etwas größeren Dorfverein. Die 2008er haben mit 4 Jahren im Vereinseigenen Fußballkindergarten - für 4-6 Jährige 2x die Woche 60 Minuten trainiert. In diesen Trainings werden immer 3 Stationen aufgebaut, eine koordinative mit Torschuss zwei technische mit Torschuss und pro Gruppe maximal 4 Spieler, nach jeweils 8-10 Minuten kurze Trinkpause und Aufgabenwechsel. Im Anschluss wird 20 Minuten frei gespielt. Dadurch, das sich dieser Jahrgang aber als äußerst willig und talentiert erwiesen hat wurde der komplette Jahrgang - ohne Selektion - vor der Saison für den F-Jugend Spielbetrieb gemeldet. Wir haben eine F1 (Jahrgang 2006) eine F2 (Jahrgang 2007) und eine F3 (Jahrgang 2008 ) und eben einen Fußballkindergarten (2009 und jünger). Ausnahmslos alle Spieler kommen aus dem Ort (15.000 Einwohner)


    Vielleicht filme ich die Jungs morgen beim Hallenturnier und stelle mal ein Spiel als Link zur Verfügung - keine Ahnung ob das in der Halle geht wo wir morgen sind.


    Grüße
    Björn


    Und eben diese Differenz kann man durch optimiertes Training verringern. Klar ist, wer mehr spielt/trainiert ist klar im Vorteil - die Erfahrung zeigt aber, durch das erlernte und die ersten kleinen Bewegunserfolge steigt auch die Motivation oft an. Nicht immer - es gibt schließlich im Fußball kein Patentrezept.


    Ein passabler Spieler ist der, der die Basics im Fußball beherrscht und am Wochenende Spaß auf dem Platz hat. Die Ligazugehörigkeit spielt dabei keine Rolle, den die hängt oft auch von der späteren beruflichen/schulischen Entwicklung ab. Im Grunde soll der Spieler dem Ball die Richtung vorgeben und nicht umgekehrt ;)


    Grüße
    Björn

    Die Aussage ist meiner Erfahrung nach falsch. Je nachdem, welche Spieler man hat, verliert man auch in der C-Jugend Staffel noch egelmäßig, egal wie gut man ausbildet. Ich bin mir recht sicher, dass wir wesentlich besser ausbilden als alle Vereine im näheren Umkreis. Die erste C-Jugend ist ganz gut, aber irgendwo sind dem, was Ausbildung leisten kann, auch Grenzen gesetzt. Wenig talentierte Spieler, die auch außerhalb des Trainings wenig Fußball spielen, bekommt man zwar innerhalb von Jahren dahin, dass sie Dinge können, die man in Bambini und F-Jugend sich nicht mal erträumt hätte, aber wenn man nicht auch ein paar talentiertere dabei hat, die auch oft außerhalb des Trainings kicken, dann wird es selbst in einer Staffel in einer schwachen Fußballregion schwierig, Spiele zu gewinnen.


    Ich würde dir hier widersprechen.
    Gelernt wird durch hohe Wiederholungszahlen - und optimiere ich diese im Techniktraining, mache ich auch aus einem untalentierten einen passablen (bestimmt keinen guten) Kicker - und es gibt eben noch genug Trainer die Kinder Runden laufen lassen etc. oder im 10 gegen 10 bei den Bambinis mit einem Ball spielen. Das ist exakt der Punkt an dem man aus meiner Sicht ansetzen muss.


    Mit willigen talentierteren sieht das bei optimaler Förderung natürlich dann noch besser aus.


    An dieser Stelle möchte ich meinen 2008er Jahrgang als Beispiel anführen, mit dem seit bald 2 Jahren intensives Techniktraining auf dem Plan steht, deren Entwicklung ist sensationell - die ersten 1,5 Jahre wurde damit keinen Blumentopf gewonnen und es gab regelmäßig deftige Klatschen. Wir haben 2x die Woche 90 Minuten Training und dabei ist das Training so aufgebaut, das wir 50 Minuten Techniktraining machen und 40 Minuten Spielformen/Freies Spiel. Seit gut 6 Monaten dreht sich das Blatt - gleichaltrigen sind sie sowohl koordinativ, als auch technisch sehr weit voraus. Im Spielbetrieb (ohne Ligatabelle etc.) spielen sie schon gegen 1-2 Jahre ältere und halten dort entsprechend mit. Im Spiel / Turnier - bei den Spielformen wird ausschließlich gelobt und nach missglückten Aktionen Handlungsvorschläge gegeben wie eine Situation gelöst werden könnte. Dabei haben die Kinder immer die Entscheidungsgewalt.


    Bitte Andre erkläre mir was ich mit dieser Truppe falsch gemacht habe, oder wo hier der Ausbildungsgedanke fehlt?


    Grüße
    Björn