Beiträge von Zodiak

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    Wenn ich solche Übungen mit meinen 2008ern (eigentlich Bambini) spielen aber als F-Jugend machen würde, wären die maximal unterfordert, gelangweilt und der Spaßfaktor ist auch um ein vielfaches geringer.
    Mir fehlt da die Bewegung, die Demonstration finde ich nur bedingt gut und das was sie vorschreiben ist für mich "zu wenig" intensiv, den die Kids können und wollen mehr Gas geben.


    Die Übungen die ich in diesem Alter mache sind weit komplexer, aber einfach genug für die Kinder. Dabei sind Dribbling, Technik, Torschuss und Koordination in jeder Übung kombiniert.


    Das dann aber von "taktischen Korrekturen" gesprochen wird finde ich wiederum lustig, denn ich dachte der DFB fängt damit erst weit später an - so erliest es sich zumindest aus dem antiquierten Konzept das im Forum häufiger als Referenz angefügt wird.


    Ich kläre mal ab ob ich eine Übung mit meinen Jungs filmen kann und hier als Beispiel posten darf :)


    Grüße
    Björn

    Erstmal nochmal vielen Dank für die Zusendung des Videos Deiner G-Jugend. Mich würde schon interessieren, welche Übungen Du damit meinst. War da nicht mal etwas mit einem Buch für F-Jugendliche rausbringen.ne.


    Das sind einfache Aufbauten bei denen der Fokus auf vielen Wiederholungen einzelner Techniken mit Torabschluss liegen. Das ganze ist meist so aufgebaut das die Kinder eine Technik machen - zum Beispiel 5x Ziehen-Vorlegen durch eine Hüttchenreihe dann ein Wende- oder Frontaltrick und eine zweite Hüttchenreihe für eine weitere Technik und abschließend vor dem Abschluss noch einen Frontaltrick.


    Das ganze beidseitig aufbauen für Abschlüsse mit rechts und links und du hast Vier Startpositionen am Beginn der Hüttchenreihe. Mit bis zu 16 Spielern hat jeder alle 25-30 Sekunden einen Torschuss. Das zwei-drei Mal die Woche für 45-60 Minuten mit unterschiedlichen Übungen führt zu beidfüßigen, technisch versierten Spielern mit Torriecher.


    Melde dich doch per PN, wenn du mehr wissen willst - ich möchte ungern all meine Geheimnisse ausplaudern ;)


    Edit: Habe schnell eine Grafik gebastelt ;)


    Grüße
    Björn

    Ist natürlich richtig, das es unterschiede gibt und einige auch eher zurückhaltend sind - dies hat aber in der Regel nicht etwas mit der Tatsache zu tun das sie keinen Bock auf Fußball haben sondern eher von dem forschen Verhalten ihrer Mitspieler abgeschreckt werden denke ich.
    Und klar gibt es auch Kinder die auf dem Platz stehen und Blumen pflücken - das sind oft die Kinder, bei denen der Vater/die Mutter das Kind dazu bewegt Fußball zu spielen, der Spross aber oft gar kein Intresse daran hat zu kicken.


    Grüße
    Björn

    Ich fordere diese "Aggressivität" nicht bewusst ein, aber eine Gewisse Mentalität und Einsatzwillen haben die kleinsten doch in der Regel immer?!
    Also wenn man bei uns einen Ball in die Mitte wirft fliegen die Fetzen - alle wollen den Ball jeder geht voll drauf usw.


    soccerbook
    Zu deinem Anhang - da steht dann Technik Elementar ist unnötig - hier würde dir/dem Verfasse rigoros widersprechen, denn diese Kinder sind sowas von empfänglich für Finten, Tricks und Täuschungen.
    Sie erlernen dort elementare Dinge des Fußballs, leben ihren Bewegungsdrang gänzlich aus und erhalten eine sensationelle koordinative Ausbildung mit Ball wenn die Übungen richtig gewählt und umgesetzt sind.


    Mein Training bei 4-10 jährigen ist ausschließlich auf die individuelle technische Ausbildung ausgelegt.


    Grüße
    Björn

    Als Bayern Fan sage ich - das Ergebnis ist gerechtfertigt. Das der Schiedsrichter mal nen Elfer pfeift oder ein Zweikampf eben nicht abpfeift (Martinez gegen Alonso) ist alles kein Thema und kann auch mal in kritischen Situationen passieren. Man ärgert sich und gut ist es.


    Grundlegend ist es aber schwer, wenn der Schiedsrichter hüben wie drüben keine klare Linie hat und so pfeift wie es ihm gerade recht ist. Die Zweikampfbewertung und Verteilung von Karten war mir gestern nicht ganz schlüssig und den Spielern wohl auch nicht.


    Wenngleich der Schiri der schwächste Mann auf dem Platz war, die Bayern waren nur wenig besser. Klar hat Porto phasenweise Druck aufgebaut, das aber gestandene Profis solch katastrophale Fehler machen wird auf diesem Niveau gnadenlos bestraft. Porto war und ist kein Karnevalsverein der per Wildcard im Viertelfinale steht.


    Die personelle Situation bei Bayern spielt hier auch keine große Rolle, der Kader bzw. die Elf die auf dem Platz stand hat absolutes Top Niveau auf allen 11 Positionen.


    Von Porto bin ich trotz allem etwas enttäuscht den stark fand ich sie nicht - nur abgeklärt und eiskalt, sonst ging aus meiner Sicht nur wenig zusammen.


    Wenn es aber eine Mannschaft der ich da noch was zutraue dann den Bayern in der heimischen Arena - auch mit dem gleichen Kader - vielleicht mit Badstuber statt Boatend und mit etwas Glück Schweinsteifer für Alonso (der seit Beginn der Rückrunde nicht mehr auf der Höhe zu sein scheint und eine kreative Pause brauchen würde).


    Grüße
    Björn

    @Björn


    In jedem Falle ist deine Arbeit wertvoll. Spätestens, wenn du dir überlegst die A-Lizenz zu machen, solltest du in der Lage sein konzeptionell zu arbeiten und dieses auch nachvollziehbar und überschaubar dokumentieren zu können.


    Dazu muss ich im November bei der Eignungsprüfung zur A-Lizenz nachlegen. Paul Schomann und Dirk Reihmöller haben mir die Zulassung bei der B-Lizenz verdienterweise ohne Eignungsprüfung verwehrt. Für mich ist sie aber nicht zwingend notwendig um konzeptionell arbeiten zu können. An einem "normalen" Tag sollte das aber bei der Eignungsprüfung kein Thema sein - nochmal einen schlechten Tag in der Lehrprobe und die A-Lizenz hat sich eh endgültig erledigt :)


    Aber zum Inhalt deines Beitrages - für mich ist ein Konzept nur dann wertvoll, wenn es schwerpunktmäßig für den Trainer erarbeitet wird und ihm einen Rahmen bietet. Gerade im Breitensport wo oft Väter und Quereinsteiger als Trainer tätig sind, sind Bilder und mögliche Fehlerquellen bei einzelnen Techniken aus meiner Sicht sehr sinnvoll. Betrachtet man dann was vom gesamten Werk für den einzelnen von Bedeutung ist, ist dies nicht mehr so ein großer Batzen.


    Was ganz wichtig ist - wie von dir erwähnt, eine stetige Kontrolle der Einhaltung der selbst definierten Aufgaben und Ziele und die dauerhafte Unterstützung der Trainer bei der Umsetzung in Form von internen Schulungen und oder Trainersitzungen bei denen es um Trainingsinhalte geht und nicht um organisatorische Themen.


    Grüße
    Björn

    raicoon
    Bilder sind geklaut und ja ist ne Menge Arbeit.


    @Oli
    Man kann Links zu Youtube sicher sinnvoll einbauen. Sie ersetzen es meiner Meinung aber nicht.
    Und ja - ein Konzept so wie ich es verstehe hat mehrere hundert Seiten.
    Da ein bekannter von mir im Rahmen der NLZ Zertifizierungen bei einer Hand voll Profivereinen mitgewirkt hat, habe ich unter anderem von einem aktuellen Bundesligisten das "heilige" Dokument vorliegen. Dieses umfasst mehr als 350 Seite. Klar braucht es diesen Umfang für einen Breitensportverein bei weitem nicht, aber gegen 70-120 Seiten spricht nichts, wenn sie sinnvoll mit Inhalten gefüllt sind.


    petr
    Technische Leitbilder sollten eben keinen Schwankungen unterliegen. Wenn ein Kind in der D-Jugend ankommt sollte es möglichst die richtigen Lernziele verfolgt haben und diese sollten entsprechend richtig gecoacht worden sein. Die Handschrift und Schwankungen kommen von alleine durch die Übungsgestaltung der Trainer die auch auf keinen Fall gestört werden soll. Vielmehr sollten aber gewisse Grundsätze vorgeschrieben sein.


    Grüße
    Björn

    Sehe ich anders, wäre das so wie Zodiak sagt, wäre es bereits entfernt.


    Zudem meine Einschätzung, das "Gesetzmäßigkeiten" halt nicht veränderbar sind. Übersetzen tue ich "Gesetzmäßigkeiten" damit, dass Machbarkeiten für Kinder...die wissenschaftlich belegt sind...sich niemals ändern werdne. Das erfaßt das im Link erfassende Konzept des Dfb.


    Bevor man ein Konzept erstellt, das fehlerhaft ist...kann man es besser übernehmen...finde ich.


    Hat sich der Fußball in Deutschland in den vergangen 4-5 Jahren aus deiner Sicht nicht verändert? Dann hast du recht.
    Wie würde der DFB dastehen wenn er sein Konzept entfernt und kein neues bzw. überarbeitetes nachlegt?


    Das was der DFB Konzept nennt ist ein Denkanstoß mit viel Raum für Kreativität. Dort stehen Phrasen wie "Individualtaktik fördern", "Bewegungsspiele" etc.
    Auf keiner Seite ist mit nur einem Wort zu lesen, wie ein Pass mit der Innenseite auszusehen hat, oder woran mögliche Fehlerquellen zu erkennen sind und wie und unter welchen Bedingungen und Übungsvorschlägen trainiert werden kann.


    Man kann auf Basis dieser Dokumentes aufsetzen und ein mit Inhalten gefülltes Konzept erstellen.


    Den um ehrlich zu sein, von den 39 Seiten sind die Häfte wertlos, den was interessiert meine Jugendabteilung der Hochleistungsbereich ab U20 aufwärts?! Gebe ich das in einem Verein als Konzept aus nach dem gearbeitet werden soll, macht jeder so weiter wie bisher, denn klare Vorgaben, methodische Grundsätze und konkrete Anweisungen sind nicht oder nur unzureichend vorhanden.


    Edit: Ich habe mal exemplarisch Auszüge eines von mir erstellten Konzepts in ein PDF gepackt - das verstehe ich unter konzeptioneller Arbeit.


    Grüße
    Björn


    ... auch hier wieder der Hinweis, das ein Konzept konkrete Inhalte mit Ausbildungszielen benötigt. Dieses Dokument ist veraltet und an wichtigen Stellen mit Platzhaltern gefüllt, daher für eine 1 zu 1 Übernahme nicht geeignet.
    Selbst in einer der letzten Ausgaben der FT waren bessere Ansätze für die Erstellung eines Konzepts zu lesen.


    Dazu sei auch gesagt, das ein Konzept in jedem Verein auf andere Rahmenbedingungen und mit anderen Anforderungen konfrontiert ist und es somit keine "Eines für alles" Lösung gibt.


    Eine allgemeine Gliederung die mit Inhalten gefüllt werden könnte, kann beispielsweise wie folgt aussehen:


    Kleinfeldkonzept (G-Jugend bis D-Jugend)
    1. Organisatorisches & Trainingsgrundsätze
    a. Informationen zur G-Jugend
    b. Informationen zur F-Jugend
    c. Informationen zur E-Jugend
    d. Informationen zur D-Jugend
    e. Methodische Trainingsgrundsätze
    2. Verhaltenskodex & Aufgaben
    a. Trainer
    b. Team
    c. Spieler
    3. Lernziele
    a. Technische Lernziele
    i. Passen
    ii. Dribbling
    iii. Torschuss
    iv. Finten
    b. Taktische Lernziele
    i. Individualtaktik
    ii. Gruppentaktik
    c. Athletische Lernziele
    i. Koordination
    ii. Schnelligkeit


    Leider kann ich hier keine gesamten Dokumente zur Verfügung stellen, da ich diese Konzepte für diverse Vereine erstellt habe.


    Bei der Erstellung einer eigenen Konzeption hilft Google: https://www.google.de/?gws_rd=ssl#safe=off&q=ausbildungskonzepte+jugendfu%C3%9Fball


    Die Einhaltung des Konzeptes muss von der Sportlichen Leitung/Jugendleitung und den entsprechenden Koordinatoren geschult und überprüft werden. Für Infos kannst du mir gerne jederzeit eine PN schicken.


    Grüße
    Björn


    "Reich werden" oder davon Leben und eine Familie ernähren ist natürlich eine ganz andere Geschichte, da kennt Björn sich sicher besser aus. Zum kleinen Zubrot um mal in den Urlaub zufahren oder die Frau einzuladen reicht es allemal. Außerdem investieren die Meisten ja auch ziemlich viel in ihre Leidenschaft und da bleibt dann neben Weiterbildung und Lizenzkosten etc. nicht mehr viel hängen.


    Ich führe aktuell den "Feldversuch" :)
    Bevor ich es aber in die Selbstständigkeit als Trainer gewagt habe, habe ich mehrere hundert Stunden hospitiert, mehrere Tausend Euro in meine Aus- und Fortbildung gesteckt und im Grunde jeden Euro der mit Fußball verdient wurde, in Bücher, DVDs und Trainingsmaterial reinvestiert.


    Und klar ist - das ist nicht in jeder Region möglich. Hier im Raum um München herum geht es Aufgrund der großen Nachfrage. Will man sich nachhaltig/langfristig durchsetzen geht aber eben nichts ohne Qualität und die muss in jedem Training gesichert werden. Aus meiner Erfahrung spielen Lizenzen/Zertifikate eine eher untergeordnete Rolle - sie helfen aber ins Gespräch zu kommen, da viele Funktionäre sehr verbohrt auf den Papierkram stehen.


    Viel wichtiger ist ein klares Konzept im Kopf - am besten dann auch auf Papier gebracht - den damit vermittelst du Kompetenz und stehst für einen klaren Plan ein den du vertrittst. Somit bist du auf den zweiten/genauen Blick immer interessanter als diejenigen die nur mit einer Lizenz auf sich aufmerksam machen.


    Grüße
    Björn

    Geld verdient man mit Fubßall nicht wegen einer Lizenz die man sich geholt hat, sondern wegen seiner guten Arbeit und dem Namen den man sich macht.
    In den ersten 4-5 Jahren ist an Geldverdienen mit der Lizenz kaum zu denken.


    Man munkelt aber das es Menschen geben soll, die Ihren Lebensunterhalt im Amateur(Jugend)fußball bestreiten ... dies erfordert aber jahrelange gute Arbeit, ein funktionierendes Netzwerk, Soziale Kompetenzen und eine tragfähiges Konzept.


    Sonst gibt es halt für "Hobbytrainer" oft mal die 200 € Ehrenamtspauschale im Monat oder halt die Kostenübernahme für etwaige Lizenzen oder ein bisschen Benzingeld.


    Wer aber gerade am Anfang steht und seine erste Lizenz und wenig Erfahrung hat, sollte darüber nachdenken, ob das der richtige Weg ist - Reich wird man nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.


    Grüße
    Björn

    Warum nicht die nehmen die ihr schon habt?!
    Somit habt ihr sicherlich bessere Referenzwertungen als wir, die hier nur "klug" daherreden :)


    Grüße
    Björn

    Hallo zusammen,


    wir würden uns für den Verein gerne Trainingsdummys kaufen. Da es hier doch deutliche Preisunterschiede gibt und das ganze einiges kostet, wollte ich vorher einmal Fragen ob jemand seine Erfahrungen mit Trainingsdummys präsentieren kann. Es geht um ca. 10 Dummys und je nach Preisklasse ist man da bei 500 bis 1000 €. Die Qualität sollte aber schon so sein, dass man nicht nach 1-2 Jahren wieder neue kaufen muss.


    Die Erfahrung lehrt, die Dinger verstauben zu 90% im Materialkammerl.
    Wenn sie wirklich genutzt werden - hängt es natürlich auch davon ab welche Mannschaften damit trainieren.


    Klar ist aber auch, dass Qualität ihren Preis hat.


    Grüße
    Björn

    Zum Thema unterschiedliches Aufwärmen: ich betreue mit Trainerkollegen zusammen eine Gruppe C-Jugendlicher, da geht's vom talentierten Spieler mit Profiambitionen bis zum untalentierten Dorfvereinskicker der hauptsächlich kommt, weil's halt Spaß macht mit den Kumpels. An Spieltagen haben wir zwei Spielgruppen und da muss das Aufwärmen unterschiedlich aussehen. Wenn ich mit der zweiten Mannschaft das Aufwärmen der ersten Mannschaft mache und dieselbe Intensität einfordere, dann sind bei Spielbeginn schon die Hälfte der Spieler platt. Und das ist jetzt nur der Unterschied von einem schwachen C-Jugend-Staffel-Spieler zu einem guten C-Jugend-Bezirksligaspieler. Ich denke schon, dass es einen Unterschied gibt, wie das Aufwärmen aussehen sollte, abhängig von der Leistungsfähigkeit.


    Natürlich ist das ein Unterschied den die Leistungsfähigkeit variiert sehr stark - gerade in den sensiblen Entwicklungsphasen.


    Was du sagst Andre ist natürlich richtig - viele Übungen werden übernommen, aber gerade was die Präzision, die Frequenz und das Tempo angeht sind es enorme Unterschiede.
    Da es mein Ziel ist, die Jungs beim Aufwärmen möglichst zügig auf Betriebstemperatur zu bringen ist bei leistungsfähigeren Spielern (die man überwiegend im Leistungsbereich antrifft) eben mehr zu verlangen - bei einigen Übungen dauert dies zu lang.


    Es ist wie bei jedem fachlichen Thema - ein 100% richtig oder falsch gibt es nicht.


    Es ist unsere Aufgabe als Trainer, die Mannschaft, die Spieler und ihre Bedürfnisse zu analysieren und mit unserem Wissen das auf sie am besten passende anzubieten.


    Grüße
    Björn