Beiträge von Zodiak

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    Meine Nachfrage bei Zodiak wegen der 3. Einheit hatte den Grund, herauszufinden, ob es sich um ein kindgerechtes Programm handelt. Wenn dem so ist (also eher eine allg. sportliche Betätigung statt fußballspez. Training) und sich die Transferzeiten im Rahmen halten, dann sehe ich in einer dritten Einheit nicht das grundsätzliche Problem.


    Also bei mir wird stand heute - keiner vor der U12-U13 gehen, die Eltern sind durch die Bank sehr gefestigt, sowie mit der Betreuung ihrer Kinder zufrieden und die sind im Förderkader nur solange das terminlich passt - es gibt die Überlegung, dass ich selbst eine 3. freiwillige Einheit für alle anbiete.
    Bei mir sind die Trainingseinheiten stets fußballspezifisch, da Tricks und Ausspielbewegungen koordinativ sehr gut schulen. Bei Positionswechseln/Stationswechsel eine Koordinationsleiter/Ringe/Hürden etc. und schon ist das "bewegungsspezifische" dabei.


    Dazu schießen sie pro Training 100x oder mehr aufs Tor - jeder :)


    Ich habe gestern 20 Minuten Training mit meinen 2008ern gefilmt, ich lade das bei Gelegenheit mal bei Youtube hoch und schicke euch den Link.


    Grüße
    Björn

    Karl
    Das ist sicher eine Möglichkeit, aber warum den Kindern etwas verwehren bei dem sie Spaß haben?
    Meine Jungs wollen 3x die Woche trainieren und sind auch sonst jeden Tag auf dem Platz. Gezwungen wird zu einer dritten Einheit keiner, aber wer sie möchte dem sollte sie nicht verwehrt werden.


    Grundsätzlich halte ich es in der heutigen Zeit in der die Kinder schon mit 6 Jahren an iPad / PlayStation etc. hängen für sinnvoller betreute Bewegung zu ermöglichen.


    Grüße
    Björn

    Ich halte eine dritte Trainingseinheit in der Woche für Bambinis für zu viel. Das Angebot schmeichelt, ob gewollt oder ungewollt, vor allem den ehrgeizigen Eltern, die dann ihre Kinder dorthin chauffieren. Bei drei Einheiten je Woche und dann oft noch einem Wochenendtermin haben Vorschulkinder schon so einen vollen Terminkalender, dass ich mich frage, wann sie Zeit haben sollen, auch andere Dinge auszuprobieren oder einfach nur allein oder mit Freunden zu spielen ohne Anleitung und Hineinreden von Erwachsenen.


    Tausende Kinder die weit weniger talentiert sind, sind in wöchentlichen Fördertrainings der Fußballschulen wo die Eltern dafür bezahlen.
    Ich finde das die nicht genug Bewegung mit Ball bekommen können ;)


    Grüße
    Björn

    Kann gut sein, dass es bei Poldi´s Sohn eher um PR geht, als um echtes Sichten von Talenten!?
    Zodiak
    Wie sieht denn diese dritte Einheit bei einem Profiverein aus?


    Ich habe bisher erst eine Einheit gesehen. Das war eher eine Spielstunde mit Fokus auf die technischen Fertigkeiten, gepaart mit Gewandheit/Koordination.
    Leider habe ich nicht die Zeit die Einheiten zu sehen, da ich selbst täglich mehrere Einheiten leite. Es sieht aber nicht nach Druck aus und den Kindern macht es Spaß.


    Grüße
    Björn

    Mehrere meiner Bambinis sind auch schon bei Profivereinen auf dem Zettel.
    Sie bilden einen sogenannten Förderkader, in dem sie eine dritte Einheit pro Woche bekommen, aber im Heimatverein bleiben.


    Ich finde das okay, wenn die Eltern das mitgehen - das Training ist laut meiner Jungs "ganz okay" - sie wären bei Terminüberschneidung aber nicht in den Förderkader gegangen.


    Man darf nicht alles verteufeln. Seriös betrachtet schadet kindgerechte technische und koordinative Förderung keinem dieser Kinder. Druck wird in einem Förderkader nicht aufgebaut. Einziges Manko ist, wenn man aus diesem wieder heraus müsste - aber in Watte packen hilft den Kindern auch nicht weiter.


    Grüße
    Björn

    Entweder macht man etwas - oder nicht!
    Aufhören kann man alle 6 Monate - dazwischen nicht und als gutes Vorbild muss man eine gewisse Einstellung auch vorleben!


    Grüße
    Björn


    Die aktive Teilnahme am Mannschaftssport bringt die oben aufgezählten Punkte mit sich - wer das nicht möchte, muss sein Kind ja nicht unterstützen.
    Rein sportlich haben die Eltern auch kaum Erfahrung/Fachkenntniss . Mitspracherecht im sportlichen daher nicht möglich. Weiterhin ist doch klar das man miteinander spricht, aber man als Trainer entscheidet - ich kann beispielsweise kein Training Montag und Mittwoch zusagen, wenn ich als Trainer nicht verfügbar bin.


    Hinzu kommt die Tatsache, das nicht wenige Eltern ihre Kinder einfach nur "abschieben" und - selten Fahrdienste machen, die Spiele kaum ansehen, sich nach Möglichkeit vor allen zusätzlichen Aufgaben drücken wollen - aber mitreden wollen genau diese Eltern immer. Sind oftmals auch die Kinder die neben Fußball, Tennis und Basketball auch Ski fahren und 2 Instrumente lernen ... ;)


    Fragen kann man immer und jederzeit stellen, die werden auch beantwortet - aber der Kurs eines Schiffs wird schließlich auch nicht von den Passagieren sondern vom Kapitän bestimmt.


    Ich fahre damit seit Jahre sehr gut - kommuniziere aber auch entsprechend mit den Eltern.


    Grüße
    Björn


    Ich diskutiere mit Eltern auch nicht über sportliche Themen, aber ich doziere durchaus darüber, erkläre ihnen also schon proaktiv, was wir wann, wie und weshalb machen, worauf es mehr ankommt und worauf weniger, sowas halt.


    Wenn sie das interessiert können sie doch dem Training beiwohnen :)
    Im schlimmsten Fall müsste ich das dann pro Team 15 Elternpaaren erklären - bei 3 Mannschaften die ich aktuell habe wären das 45 Gespräche ;)


    Vor allem welchen Sinn hat es, wenn ich ihnen das erkläre? Wenn ich mit dem was ich tue auf die Nase falle dann ist es mein Pech, geht es gut - will ich doch nicht alle Geheimnisse preis geben.


    Grüße
    Björn

    Nach der Saison ist vor der nächsten Saison.
    Daher würde ich den Fokus auf deine Spielphilosophie legen.


    - Du legst wert auf gutes und sicheres Passspiel, dann arbeite daran.
    - Du willst ein neues System einführen oder das welches gespielt wurde verbessern - dann arbeite im taktischen Bereich.
    - Standards können auch in dieser Phase hervorragend trainiert werden um die Trainingszeit während der Saison effektiver nutzen zu können


    Für mich persönlich gibt es keinen Grund die Jungs "nur spielen zu lassen" - das ist verschwendete Trainingszeit. Wer kicken will kann das auch außerhalb des Trainings tun ;)


    Grüße
    Björn


    - im Training wird der Zweikampf agressiv und nah am Gegner geführt -> im Spiel haben die Jungs "Angst" vor Kontakt am Gegner (tut weh)
    - im Training, gerade im Abschlussspiel gibt es wunderbare Passkombinationen und Spielzüge -> im Spiel verspringt jeder dritte ball und Pässe über 3 Meter kommen nicht an
    - im Training treffen die Jungs aus den unmöglichsten Winkeln und feuern echt gute Distanzschüsse ab (Kraft und Präzision) -> wenn im Spiel überhaupt aus der Distanz geschossen wird "verhungern" die Bälle unterwegs


    Zu deinen Beispielen:
    - Sind deine Jungs den in der Lage nah genug heran zu kommen? Oft sind die Abstände zum Gegner/in den eigenen Mannschaftsteilen zu groß und man kommt deshalb nicht in den Zweikampf
    - Wie sind die Platzbedingungen? Trainiert ihr auf Kunstrasen und spielt eventuell auf einem "Acker"? - Presst der Gegner situativ und lässt euch so nicht ausreichend Raum/Zeit für Kombinationen?
    - Fehlt es deinen Jungs ggf. an Mut, Entschlossenheit und Stressresistenz um das im Training gezeigte auf den Wettkampf zu übertragen?


    Trainierst du die genannten Sachen gezielt? - Wenn ja, über welchen Zeitraum?


    Grüße
    Björn

    Mitspracherecht der Eltern endet mit Abgabe des Kindes zu Training und Spiel und beginnt wieder bei der Abholung.
    Organisatorisch werden Themen natürlich besprochen, entschieden wird aber alleine im Sinne der Gruppe und selbstverständlich in Abhängigkeit der Verfügbarkeit des Trainers (bei Trainingstagen, etc.)


    Über sportliche Belange diskutiere ich mit Eltern grundsätzlich nicht - sie bekommen lediglich auf Wunsch ein Feedback zum eigenen Kind.


    Grüße
    Björn

    Wer von den älteren Lizenzinhabern kann mir dazu die Geschichte erzählen, dass ich das auch verstehe?


    Da musst du wohl beim DFB selbst nachfragen - weil Sinn und Unsinn dieser ständigen Wechsel sind mit wirklichen Argumenten nur schwer zu erklären.
    Aber im Grunde ist die aktuelle Namensänderung sowas wie eine Rolle rückwärts und dadurch in der Auffassung vieler Trainer einer Entwertung der "alten B-Lizenz" - den was bringt einem Trainer im Seniorenbereich eine DFB-Elite Jugend Lizenz ... genau nichts ... :)


    Grüße
    Björn

    soccerbook
    Deine Erfahrungen "nen Spiel machen zu wollen" kann ich bestätigen. Bei den 09ern und auch einigen 08er kommt regelmäßig die Frage: Wann spielen wir endlich richtig Fußball? Bringe dann natürlich auch immer die Beispiele ihrer Stars, gerade auch was den schwachen Fuß betrifft. Interessanterweise lassen sie sich zu "Erlebnisgeschichten mit Ball" eher motivieren, als zu fußballspezifischeren Übungen (auch wenn ich sie in Geschichten verpacke).


    Ich trainiere knapp 200 unterschiedliche Kinder pro Woche und die Frage stellen die neuen die ersten male und sonst höre ich sie bei 15-20 Trainingseinheiten 2 bis 3x pro Woche vereinzelt.
    Vielleicht sind die Kinder zu wohlerzogen :D


    Grüße
    Björn

    Ich kenne das bei den Kids nicht - die wollen alle zwar spielen und wissen auch das die letzten 30 Minuten immer Freispiel sind - Tore schießen am Fließband wie bei diesen Übungen mögen sie aber auch sehr gerne :)
    Mehr als vieles was vom DFB in dem Alter empfohlen wird :)


    Grüße
    Björn

    @sb


    Ich hatte ja schon ein Stückweit eingelenkt und bestätigt, es gibt Charaktere denen fehlt es an eben diesem grundlegenden Verhalten - meist auch an der Einstellung zum Fußball/Sport überhaupt.
    Das sind erfahrungsgemäß dann eben die die sehr früh wieder abspringen.


    Du hast natürlich recht - der Punkt "Trainer" war bisher komplett außen vor und spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Die Energie und Leidenschaft des Trainers geht auf einen Teil der Mannschaft über. Auch hier soll es aber Spieler geben bei denen der Funke einfach nicht überspringt.


    Ich hatte mir bzgl. deinem Text schon gedacht das es aus der Ecke kommt :)
    Wie du oben in dem Video sehen kannst, trainiere ich Technik in sehr einfachen Übungen mit großen Wiederholungszahlen. Ich behaupte einfach, dass es sich schnell und dauerhaft bezahlt macht wenn man technisch und individuell starke Spieler hat.


    Grüße
    Björn

    Habe das was ich oben als Bild gepostet habe mal mit meinen 2008ern als Aufwärmen heute vor dem Spiel gemacht.
    Ist nur ein kurzer Ausschnitt mit dem Handy gefilmt vom Co-Trainer.


    Kinder sind 6-7 Jahre alt und spielen bis auf wenige Ausnahmen seit 2 Jahren Fußball.


    Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=iCMf0ABneQo&feature=youtu.be


    Rote Hüttchen: Ziehen-Vorlegen
    Gelbe Hüttchen: Ziehen-Standbein
    Große Hüttchen (außen): Übersteiger nach außen weg
    Große Hüttchen (zentral): Ronaldo-Trick


    Grüße
    Björn


    Nein meine ich nicht - ich denke das man seine Mimik sehr wohl so einsetzen kann - vor allem bei erfahrenen Referenten erwarte ich das eigentlich.
    Aber vielleicht nicht jedermanns Sache - ich erachte es jedoch als sehr wichtig für einen Vortragsredner und auch für einen Trainer ;)


    Grüße
    Björn

    Also beim letzten Punkt muss ich dir entschieden widersprechen! Ist nicht eine der wichtigsten Kompetenzen eines Trainers etwas rüber zu bringen. Gleich ob vor einer Mannschaft oder vor der Kamera?


    Inhaltlich kann man solche Übungen sicher auch mal machen - aber mit 7 bis 9 Jährigen ist das zu wenig. Selbst die 4-5 Jährigen die ich wöchentlich betreue können die Inhalte in einem vereinfachten Aufbau sehr gut umsetzen.


    Grüße
    Björn