Beiträge von Zodiak

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    Ich hasse diese Phrasen auf dem Fußballplatz...
    genauso wie:


    - Schieben
    - Jetzt mach mal was
    - kein Foul


    usw.


    Die Liste ist endlos. Ganz ohne Phrasen kommt man nicht aus, persönlich versuche ich immer Sachbezogene Anweisungen zu geben die eine Handlung korrigieren oder eine Handlungsalternative aufzeigen - gleichzeitig vermittle ich meinen Spielern aber das Sie die Entscheidungen selbst treffen müssen, ich nur als Helfer da bin und Ihnen Tipps gebe für eine ähnliche Situation.


    Der beste Spruch ist aus meiner Sicht "Ein Tor gibt dir immer Recht"


    Grüße
    Björn

    Du hast sicher Recht - aber ich sehe dann so viel das ich jedes Spiel ein Buch schreiben müsste.
    Vor allem beim schreiben kann ich nicht beobachten und analysieren - hat man keine Videoaufzeichnung ist das eben schwer im Nachgang zu tun :)


    Ich lasse wenn meist auch immer einen Spieler oder meinen Co-Trainer Notizen machen.


    Ich bin aber gerade im Kinderfußball kein Verfechter davon, die Fehler aus dem Spiel zum Trainingsinhalt der Folgewoche zu machen, sondern halte mich lieber an den von mir im Vorfeld gesetzten Schwerpunkt. Individuelle Korrektur ist dafür stetiger Begleiter.


    Grüße
    Björn

    @Zodiak
    Auszeit beim Fußball, um die Fehler der Spieler coachend zu korrigieren? Willst du denn am Wochenende gar nicht mehr nach Hause? :thumbup:

    Nachdem ich eh 7 Tage die Woche auf dem Platz bin, stelle ich mir nen Bett auf und die Familie besucht mich ;)
    Nein - aber 2 Auszeiten (eine pro Trainer) pro Halbzeit fänd ich wirklich gut. Diese dürfen auch auf 60 Sekunden beschränkt sein.


    Da könnte man gut nachsteuern - ich würde das natürlich nicht für individualtaktische Korrekturen nutzen wollen. Das geht schließlich als Synchroninformation rein in die Birne


    Grüße
    Björn

    Wenn man dann aber Podolskis einzige Strafraumaktion sieht und da beobachtet wie er wie ein Schulbub den rechten Fuß umläuft um mit links den Verteidiger anzuschießen könnte ich ausrasten ;)


    Für mich ist die Beidfüßigkeit ein eminent wichtiger Bestandteil der technischen Ausbildung im Kinderfußball. Daher trainieren wir auch 50% der Zeit mit jedem Fuß ;)


    Grüße
    Björn

    ja. Aber ich kann nicht in 3 Stunden pro Woche 12 Jahre Erziehung nachholen

    Verstehe ich!
    Und bitte verstehe mich nicht falsch, das war keine Kritik an dir!


    Aber kannst du es nicht mit einer klaren Ansage eigentlich unterbinden?
    Ich versuche speziell den Teamgedanken und das "Wir", das "Miteinander, Füreinander" zu stärken.


    Kann mir gut vorstellen das dich die Situation auch nervt ;)


    Grüße
    Björn

    also in der B Jugend in der ich aktiv bin klappt das eigebtlich total gut, bei meiner D, naja. Das artet in Beleidigungen aus.

    Läuft dann aber nicht generell etwas schief, wenn sich Spieler untereinander beleidigen, vor allem wenn der Trainer mitliest?


    Grüße
    Björn

    @August


    Auch ich zähle mich zu den 90% den nicht in jeder Situation coache ich richtig.
    Ich habe mich zu diesem Thema vor gut einem Jahr während meiner Zeit in einem NLZ mit einem Fußballlehrer zu diesem Thema unterhalten.


    In der Ausbildung ist es aus seiner Sicht eminent wichtig, dass der Ball auf dem Weg zum Ziel keine seitliche Rotation bekommen soll um dem Mitspieler die Ballannahme zu erleichtern. Dieser Regel unterliegt dann die Wahl des Fußes unter Berücksichtigung der Passrichtung und des Fußes den ich beim Mitspieler anspielen will.


    Was also teilweise im TV zu sehen ist, widerspricht seiner Auffassung, ist aber auch nur möglich aufgrund der besseren technischen Fähigkeiten.
    Für mich waren seine Hinweise im Coaching und seine Korrektur meiner Übung (die dadurch übrigens um ein vielfaches besser lief) schlüssig und sehr hilfreich.


    Grüße
    Björn

    Ich finde ein sehr gutes Thema ist das beidfüßige Ausbilden. Nur die wenigsten Kinder nutzen von sich aus beide Füße zum Fußball spielen. Wenn der Trainer hier aber von Anfang an drauf achtet, dass beide Füße entsprechend geschult werden, wird der schwächere Fuß später nicht nur zum "Nicht-Umfallen" gebraucht werden.

    Leider ist das Hauptproblem, dass 90% der Trainer mit und ohne Ausbildung leider nicht wissen wann welcher Fuß genutzt werden muss.
    Dann den falschen Fuß auch noch richtig coachen sehe ich bei einem von 100 Trainern.


    So ist zumindest meine Wahrnehmung - und hier situativ richtige Kommandos geben zu können, sollte Ziel einer Ausbildung im Breitensport sein, denn allein damit lässt sich das Spiel immens verbessern. Vorausgesetzt natürlich man forciert fortan auch das beidfüßige Training.


    Grüße
    Björn

    Das einzig positive an der Sache mit schlechtem Training ist doch, und damit bin ich kein Befürworter desselben, das man es damit nicht schafft die Spieler schlechter zu machen.
    Aber besser wird man nur im altersgerechten Training oder auf dem Bolzplatz der Wiese oder sonstwo im freien Spiel.
    Beides muss sich auch nicht ausschliessen.

    Auch schlechte Trainer können gute Spieler ausbilden!
    Oder wieso wird bei einem "guten" Trainer nicht jeder eine Granate? Aus dem gleichen Grund werden die guten auch ohne Trainer bessere Kicker.


    Ich gehe davon aus, dass in deinem Beitrag eine gehörige Portion Ironie steckt ;)


    Grüße
    Björn

    Und ich meine, dass auch kleine Kinder sich wehren. Schlechte Trainer, lange Fahrzeit zum Training, unsoziale Mitspieler - dagegen wehren sich auch schon 6-Jährige - zumindest mein Sohn. Da kam eine klare Aussage mir gegenüber, dass er darauf keinen Bock hat, bzw. merkt man es an der Motivation zum Training und Spiel zu gehen, bzw. nicht gehen zu wollen - dazu muss man als Eltern sich mit dem Kind beschäftigen und es nicht nur fremdbetreuen lassen - und dann muss man handeln.

    Du weißt, ich kann dir nur immer wieder anbieten den Verein zu wechseln - und dir nen Job als Trainer im neuen Verein besorgen ;)
    Ich suche nach wie vor einen guten zweiten Mann ;)


    Grüße
    Björn

    Mail stirbt aus, mache ich nur noch bei den Eltern, wo einige kein Smartphone besitzen. Die Jugendlichen lesen Ihre Emails sowieso nicht.

    Das ist nur solange richtig, solange sie ihre Infos auf alternativen Wegen erhalten ;)
    Bei mir lesen sie die Mails nach dem letzten Training - sonst wüssten sie nicht wer spielt.


    Grüße
    Björn

    Ich behaupte, dass die Trainer in diesen Altersklassen den wichtigsten Beitrag leisten.
    Nicht nur sportlich gesehen - daran gibt es aus meiner Sicht keine Zweifel, sondern auch was die Motivation und Begeisterung für/am Fußball betrifft.


    Und der Sport heißt eben doch Fußball - bedient man sich den technisch und koordinativen Herausforderungen von Tricks und Finten und bildet die Kinder damit aus kann man überdurchschnittlich gute Fußballer ausbilden. Die Kinder haben einen Mords Spaß und werden dich als Trainer vergöttern wenn sie hunderte Abschlussaktionen haben mit kleinen technischen Herausforderungen. Ich kann meine Sicht auf diese Auffassung nur immer wiederholen.


    Die Ergebnisse sprechen dabei aus meiner Sicht absolut für diesen Verhalt.


    Ich denke, dass vor allem Gustl (dessen Sohn ich in unregelmäßigen Abständen trainiere) weiß was ich meine, denn der kennt sowohl die Philosophie nach der ich arbeite als auch meine tägliche Arbeit auf dem Platz und die daraus resultierenden Ergebnisse.


    Gerade in kleinen Vereinen muss man aber davon ausgehen, dass es - ohne arrogant zu sein - wenige Trainer mit meinem und/oder einem vergleichbaren Wissensstand, einem gleichen Erfahrungsschatz und dieser Leidenschaft hat. Dies ist auch mit der Grund, warum man wenn man engagiert ist, gute Arbeit zum Wohle der Kinder verrichtet mit diesem Beruf seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.


    - Sorry für den kurzen Ausflug ins "private" -


    Abschließend kann ich nur sagen, die besten Trainer müssten normalerweise mit den kleinsten Arbeiten den dort sind sie am willigsten und nur Fußball ist das was bis einschließlich D-Jugend wichtig für die Kids ist. Danach kommen Mädels, Party und Alkohol etc. nach und nach ins Spiel.


    Die besten heißt hier nicht die mit hohen Lizenzen, sondern diejenigen die sich stets weiterbilden, auf technische Ausbildung wert legen, hohe Wiederholungen in jeder Technik/Übung gewährleisten und so zu einer positiven sportlichen, fußballerischen und koordinativen Entwicklung beitragen. Mit den automatisch einhergehenden Erfolgserlebnissen wird zusätzlich das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt.


    Grüße
    Björn

    Ich nutze Whats App nicht zur Kommunikation.
    Bei mir gibt es Mail und Telefon.


    Für das Zeigen der Tricks/Übungen finde ich es okay - aber ich würde es nicht machen, weil dieser Chat nur ausartet und mein Handy mich dann dauerhaft nerven würde.


    Es gibt aus meiner Sicht hier kein Richtig oder Falsch, sondern einfach nur deine Vorstellungen und was für dich am angenehmsten ist.


    Grüße
    Björn

    Die DVD Modernes Verteidigen bietet im Grunde nur Basiswissen, dass man als Trainer einer entsprechenden (leistungsorientierten/höherklassigen) Mannschaft nur bedingt fürs Training nutzen kann, denn dieses sollte schon vorhanden sein.


    Wie gesagt - leite Situationen die du trainieren willst aus dem 11vs11 ab und stelle sie positionsbezogen nach und trainiere sie entsprechend.


    Grüße
    Björn

    Ich sehe das 11vs11 Verhalten doch jedes Wochenende ;)
    Da kann ich immer eingreifen und korrigieren - oder was macht ihr so bei nem Spiel? :D


    Das was du dann trainieren willst wann angelaufen werden soll usw. hängt von so vielen Faktoren ab, die alle im 11vs11 sehen zu wollen erachte ich als überaus zeitintensiv. Diese Zeit kann man sicher besser nutzen. Es hängt davon ab welches System der Gegner spielt und wie der Gegner dieses interpretiert - lässt sich der 6er regelmäßig wie heutzutage üblich zwischen die Innenverteidiger fallen, oder überlädt er regelmäßig die Außenbahn und schafft dort Überzahl. Dann hängt es ab von den eigenen Überlegungen, wann will ich wo den Ball erobern und wie lenke ich dann? Ist der beste Gegenspieler ein 6er mit Zauberfuß, werde ich nur selten nach innen lenken - oder aber die Quittung kassieren.


    Wenn ich will das die Jungs das Verhalten im 11vs11 verstehen und da aktuell Probleme haben, was immer mal wieder vorkommt, dann erwarte ich von einer Mannschaft die im ambitionierten Amateursport spielt, dass sie meine kurzen taktischen Anweisungen mit Hilfe einer Taktiktafel auf dem Platz umsetzen können.


    Für mich ist die Aussage am Anfang zu pauschal gehalten, denn sie lässt zu viel Interpretationsspielraum und hat zu viel ungeklärte variablen.


    Generell kann ich auch Mittelfeldpressing im Ausschnitt trainieren - dann lege ich es etwas nach hinten und habe eine Hälfte.
    Wen braucht man den hauptsächlich für Mittelfeldpressing - den/die Angreifer und das Mittelfeld in erster Linie. Dann überlege ich mir will ich nach außen lenken oder nach innen und schon ist klar, welche Spieler benötigt werden.


    Bei nach außen gelenkten Mittelfeldpressing ist das mindestens:


    - ein Stürmer
    - der Flügelspieler
    - min. ein 6er
    - der Außenverteidiger


    In der offensive brauchst du dann:


    - min. einen IV
    - den Außenverteidiger
    - den Flügelspieler
    - ggf. den 10er


    und der Stürmer ist als Passtor markiert.


    Dafür brauche ich circa ein 20-25m großes Quadrat und ich habe alle relevanten Positionen abgedeckt.


    Grüße
    Björn

    Servus,


    wieso 11vs11 für Spielaufbau? Der Spielaufbau endet im Übergangsspiel und dieses bereitet das Herausspielen von Torchancen vor.


    Im 11vs11 bekommst die Situation nur vereinzelt. Die meiste Zeit wird aber sicherlich Übergangsspiel und Mittelfeldpressing gespielt.
    In den entsprechenden Lizenzen wird gelehrt, dass man Gruppentaktik aus dem 11vs11 heraus runterbricht und dann gezielt trainiert.


    Dabei kannst du Spielaufbau entweder gleich in Form von Ballzirkulation an stehenden Hüttchen üben. So kannst du gezielt vorgeben und korrigieren was und wie du den Spielaufbau haben willst. Im zweiten Schritt spielst du dann gegen eine, zwei, drei Spitzen - je nachdem was du einüben willst oder gegen die 4 offensiven in der 4-2-3-1 Formation. Bei der Variante ohne Gegnerdruck trainiert die Gruppe der Offensiven Spieler beispielsweise Spielzüge mit Torabschluss zusammen mit deinem Co-Trainer.


    So gewährleistest du deutlich mehr Wiederholungen deines Themas und kratzt nicht nur am Rand entlang.
    Aus meiner Sicht kann man jedes mannschaftstaktische Element auf einem halben Platz trainieren, man muss es nur aus dem 11vs11 herleiten und wettkampfnah bzw. wettkampgemäß in einem bestimmten Ausschnitt trainieren.


    Edit: Das große ganze seht ihr jede Woche auf dem Platz, keiner erwartet abgesehen von Profivereinen Perfektion am Sonntag auf dem Platz. Steuer deine Mannschaft im Wettkampf nach deinen Vorgaben und/oder arbeite ein Playbook aus in dem du deine Philosophie vorgegeben hast. Diese kannst du dann mit deinen Spielern auch in Theorie bzw. Einzel- und Gruppengesprächen erläutern.


    Grüße
    Björn