Beiträge von Zodiak

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    Ein großer Prozentsatz der Trainer am Land haben die Viererkette noch nicht soweit verstanden das sie diese an Kinder und Jugendliche weitergeben können und jetzt wollen wir ernsthaft noch weiter überfordern und den nächsten Schritt hin zu einer sehr dynamischen 3er/5er Kette gehen?


    Halte ich für die Zukunft und ein Stück weit auch richtig, aber es wird sicher wieer 7-10 Jahre dauern bis sich das flächendeckend verbreitet. Durch die hohen Anzahl an Neuanfängen und Abgängen im Trainergeschäft geht jede Saison einiges an Wissen verloren.


    Eine Viererkette ist wesentlich leichter zu vermitteln und sollte stand heute das erste Mittel der Wahl sein. Eine Formation mit flacher vier im Mittelfeld ist dabei die leichteste Version. Die Abwandlungen in der Offensive gehen dann aber über ein 4-2-3-1 weit hinaus. Aus meiner Sicht genug Stoff und Variabilität bei einer festen Komponente 4er Kette.


    Grüße
    Björn

    Ich habe von meiner Übung heute schnell ein Video gemacht.


    Jahrgang 2008 (7-8 Jahre alt), Leistungsniveau stark bis sehr stark
    Übung zum ersten Mal mit dieser Truppe.


    Hat noch nicht alles gepasst, gerade technisch, aber der Ablauf wird deutlich.


    Zwei Gruppen á 6 Spieler mit hohem Durchlauf, vielen Abschlüssen.


    Neben Reaktions-/Handlungsschnelligkeit werden folgende Elemente trainiert:


    - Koordination
    - Antritt/Schnelligkeit(ersten Meter)
    - Ballan- und Ballmitnahme
    - Passspiel
    - Torwartspiel


    Zusätzlich müssen die Jungs sich gegenseitig Kommandos geben, so lernen sie sich gegenseitig zu coachen.


    Der Link zum Video ist hier

    Zodiak
    wegen der enormen Intensität mache ich diese Übung mit 3 Teams (Je 3, Max 4 Spieler pro Team). Alle 2-3 Minuten wird gewechselt, so dass jedes Team 4/6 Minuten Vollgas gibt und dann 2/3 Minuten pause hat.

    Wenn Kinder nicht mehr können hören sie auf, diesen Schutzmechanismus haben Kinder.
    Macht man entsprechend Pausen können die Jungs das so auch durchziehen.


    In älteren Jahren ist das nicht mehr möglich.


    Grüße
    Björn

    Hallo liebe Trainerkollegen und Mitleser,


    ich habe hier mal ein Thema eröffnet, weil es mich sehr interessiert, wie ihr die ganze Sache seht. Es geht um die Beidfüßigkeit. Vielleicht kommt es mir subjektiv nur so vor, aber in meinen Augen verliert dieses Trainingsziel in den letzten Jahren an Bedeutung. Zu meiner aktiven Jugendzeit (vor ca. 7-9 Jahren) galt die Fähigkeit, mit beiden Füßen passen, dribbeln und schießen zu können noch als Alleinstellungs bzw. Unterscheidungsmerkmal zwischen guten Dorfspielern und Auswahlspielern. Heute kommt es mir so vor, als sei es zwar schon noch wichtig, den "linken Fuß nicht nur zum Abstützen zu haben", aber im Training wird nicht mehr explizit der ganz große Wert daraufgelegt.

    Das gilt heute mehr denn je und es werden aus meiner Sicht immer mehr Spieler zur Beidfüßigkeit "erzogen"
    Ich mache ausnahmslos jede Übung bis mindestens U17 beidfüßig und organisiere die Übungen so, dass jeder Spieler quasi jede zweite Aktion mit dem schwach Fuß hat.


    Ob man in der U17 und darüber hinaus noch so viel Zeit darauf verwenden sollte obliegt dem Trainer. Ich halte es nicht mehr für effektiv, da es um das automatisieren und perfektionieren einer Bewegung geht. Wenn ein Spieler in dem Alter den einen Fuß nur zum stehen hat, wird man da nur bedingt etwas ändern können. Die Trainingszeit kann aus meiner Sicht dann sinnvoller genutzt werden.


    Bei entsprechender Ausbildung von den Minis bis zur D-/C-Jugend sollte dieses Problem aber nur in Ausnahmefällen bestehen.


    Grüße
    Björn

    Habe diese Übunge mit meinen 2008ern am Freitag in der Halle im 3vs3 mit 6 Bällen und auf begrenztem Feld gespielt. Das ging richtig ab und hat denen aber sowas von Spaß gemacht.
    Und so schnell bekomme ich meine Truppe nur ganz selten zum pumpen :)


    Aber wir haben das mit Pausen eine komplette Trainingsstunde gemacht - ein absolutes Highlight für die Jungs. Danke für diese geile Übung.


    Grüße
    Björn

    Super Übung - hatte Ralf Santelli bei der Trainertech auch gezeigt - was auch interessant ist, noch zusätzliche Bewegungsaufgaben für die Gruppe am Hüttchen zu stellen.
    Zum Beispiel dürfen nur 5 Füße den Boden berühren.


    Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt :)


    Grüße
    Björn

    Die Stangen kannst du platzieren wie du möchtest, gedacht sind sie aber initial am Boden oder auf Hüttchen aufliegend für Steps.
    Der Frontaltrick soll so durchgeführt werden, dass das Hüttchen ausgespielt wird. Es simuliert den Gegenspieler als "stehendeS Ziel" und ist die einfachste Variante um Timing etc. zu trainieren.


    Grüße
    Björn

    Servus zusammen,


    im Thread zum U11 Spiel von Mainz 05 und Frankfurt kam das Thema Handlungsschnelligkeit zu Sprache. Nachzulesen ist das ganze hier.
    Auch meine Erfahrung ist, dass dieses Thema unheimlich großes Potenzial hat und gerade in der Spitze den absoluten Unterschied ausmacht.


    Hier möchte ich nicht über das Thema diskutieren, sondern für alle Interessierten ein Nachschlagewerk zum Thema Handlungsschnelligkeit schaffen, bei dem jeder in grafisch gezeichneter Form seine Übungen zum Thema samt Erklärung posten kann.
    Bitte gebt zu euren Übungen Altersempfehlungen und wichtige Korrekturhinweise.


    Gesucht wird bewusst nicht nach einer Alters- oder Leistungsstufe. Jeder soll sich das raussuchen was er für sich benötigt und es weiterentwickeln. Einschränkungen würden uns da nur des immensen Potenzials berauben.


    Bitte diskutiert das Thema ggf. in einem gesonderten Thread - ich mache mal den Anfang.



    Beschreibung:
    A hat den Ball in der Hand und führt diverse Koordinative Übungen aus. Im Ring muss er anhalten und Skippings auf der Stelle ausführen. Der Trainer (C) gibt ein kurzes Signal (Farbe, Zahl) und der Spieler muss dann entsprechend um das Hüttchen neben der Übung laufen und geht in die nächste Stangenreihe. Bei der zweiten Station das selbe vorgehen. Im weißen Viereck führt er eine Dropkick Ballannahme aus dribbelt auf das grüne Hüttchen zu und führt einen Frontaltrick nach Wahl aus und beendet den Durchgang mit einem Torabschluss.


    Variationen:
    - Zweiter Abschluss durch zugeworfenen Ball von einem Spieler neben dem Tor
    - Die Spieler geben sich selbst die Kommandos, dabei gibt immer der hintere Spieler das Signal
    - Der Trainer arbeitet mit visuellen Signalen (entsprechende Hüttchenfarbe hochheben)
    - Der Trainer stellt einfache Rechenaufgaben, bei geraden Ergebnissen zu Rot, bei ungeraden zu Blau laufen, etc.


    Altersempfehlung:
    Je nach Schwierigkeitsstufe der koordinativen und technischen Aufgaben kann dieser Aufbau bei den Minis bis hinauf zum Herrenbereich genutzt werden. Diese kann mit Hilfe der Variationen entsprechend gesteigert werden.


    Ich bin gespannt ob ihr auch gute Übungs- und Spielformen zur Handlungsschnelligkeit habt.


    Grüße
    Björn

    Hallo Victor,


    dieser Idealzustand ist gar nicht so utopisch. Es reicht da oft auch ein engagierter etwas erfahrener Trainer aus. Was du bedenken musst ist, dass ein "Optimum" ja nirgendwo erreicht wird und man Abstriche machen muss. Die Ziele werden entsprechend bei euch auch niedriger sein als bei einem Verein der etwas größer ist und ggf. den ein oder anderen bezahlten Trainer in den eigenen Reihen hat.


    Der Lehrplan funktioniert und wird sowohl vom DFB als auch von anderen Stellen leicht differenziert dargestellt. Im groben kann man klar sagen, dass gerade in jungen Jahren die technischen Grundlagen für das komplexere Spiel im Großfeld gelegt werden sollten. Orientiert man sich daran und liest sich etwas ein, kommt man schnell zu dem Schluss das Passspiel eher zum Ende des Kleinfelds interessant wird. Koordination, Beweglichkeit sowie Finten und Tricks und das mit vielen Torschüssen für den Spaßfaktor garniert sollten die Grundlage bilden.


    Jetzt versucht man da ein paar Grundsätze für seine eigene Trainingsvorstellung im Verein zu entwickeln - beispielsweise hohe Wiederholungszahlen, wenig Standzeiten etc. und überlegt wie das realisiert werden soll und fasst das zusammen. Das ganze grob für jede Altersstruktur und schon hat man einen "Leitfaden" der Kreativität auch bei den Trainern nicht im Keim erstickt.


    Ich habe selbst schon einige Konzepte entwickelt - mache das mittlerweile auch hauptberuflich und kann dir sagen, dass viele Konzepte sich gerade in diesem Bereich sehr ähnlich sind und nur in Kleinigkeiten abweichen, was die technische Ausbildungskonzeption betrifft. Wenn die Vereinsführung dahinter steht und es jemanden gibt der das vermittelt, kann man schnell positive Veränderungen ausmachen.


    Ich wünsche dir/euch viel Erfolg bei dieser bedeutungsvollen Arbeit.


    Grüße
    Björn

    Hallo Björn, ich denke, dass bei entsprechend geübter und ausgeführter Verteidigung des Einwurfs die Quote kaum über 50 % steigt und der Ball nach 2 Sekunden dann weg ist.

    Das würde dann jedoch die Ausbildungsziele absolut verfehlen und ist wesentlich zeitaufwendiger. Steht also in dieser Altersstufe in keinem Verhältnis.
    Die Trainer schaffen es oft nicht viel elementarere Dinge nicht zu lehren und sollen dann auf clever agierende Angreifer bei ruhenden Bällen reagieren.


    Du hast jedoch recht, erarbeitet man das korrekte Verhalten im Großfeld, sind wir wieder nahe an der 50-50 Chance, dann geht es aber auch um explizit aufeinander abgestimmte Laufwege und auch die Reichweite der Würfe erhöht sich.


    @Dirk
    Extrem selten wären für mich 1-2 Spieler pro Mannschaft.
    Es sind bei Mainz mindestens 4 Offensive und beide zentralen Spieler. Der kameraferne Aussenverteidiger geht ebenfalls mehrfach ins 1vs1.
    Der kameranahe Aussenverteidiger ist da von der Anlage ganz anders, über ihn werden fast alle Bälle ins Spiel gebracht und er sucht selten bis nie das 1vs1.


    Bei Frankfurt sind auch die drei offensiven Spieler in mehreren 1vs1 Situationen hinzu kommen min. zwei zentrale.


    Du hast aber recht, dass sie im 7vs7 mehr Kontakte haben und deutlich mehr auch im 4vs4 etc.
    Es handelt sich hier um ein Testspiel. Mit Sicherheit nach der regulären Saison - dort spielen auch einige Teams im Breitensport als Vorbereitung auf die kommende D Jugend Saison erstmals auf 9vs9. Das ein NLZ das tut ist aus meiner Sicht selbstverständlich. Wir reden ja nicht über eine F-Jugend.


    Grüße
    Björn

    Wieviele technische und taktische Aktionen haben denn die einzelnen Kinder in diesem Spiel.
    Man, man, man, man.

    Vor allem die Mainzer gehen ständig in 1vs1 Situationen - das die unterlegene Mannschaft, hier Frankfurt da weniger Möglichkeiten hat ist kein Phänomen der NLZ sondern des Fußballs im allgemeinen.
    Auch die Frankfurter versuchen sich tortz dem enorm hohen Druck immer wieder mit Finten etc. zu lösen.


    Also exakt was du kritisierst wird im Spiel immer wieder umgesetzt und das nicht nur von einzelnen. Das die offensiven mehr solcher Aktionen haben ist klar und nur anhand des Videos können wir nicht mit Sicherheit sagen, dass die anderen nicht auch Offensiv eingesetzt werden - auch wenn ich eine wirkliche Positionsrotation arg bezweifle.


    Grüße
    Björn

    Auch gruppentaktische Elemente der Offensive wie etwa das Hinterlaufen oder das Kreuzen, habe ich nicht gesehen, was auch völlig richtig ist, weil es auch noch nicht dran ist. Schließlich auch mannschaftstaktisches Verhalten. Die von einigen angemerkten "Mängel" bei Einwürfen und Ecken sind streng genommen altersgemäß. Denn diese sind Standartsituationen und nach DFB-Lehre damit Mannschaftstaktik. Folglich also viel später dran.Ich denke, die Kinder spielen deshalb keinesfalls wie ein Herrenteam und es gibt noch viele Ausbildungsschwerpunkte, gerade mit Wechsel auf das Großfeld. Also keine Spur von Langeweile und nur noch Beschäftigung mit bereits bekannten Themen.

    Ufff ... das schlimme ist das hier zwei Welten aufeinanderprallen und die wenigsten hier im Forum beide Seiten kennen - und ich rede hier davon beide Seiten als Trainer zu kennen. Das führt dann zu solchen Aussagen. Diese Mängel sind eben nur bedingt altersgemäß den dieses von @Andre angesprochene 1% - aus meiner Sicht auch ´(fast) alle anderen Kinder - können einfache, vor allem sinnvolle Dinge sehr schnell umsetzen. Gerade das Thema Einwurf ist prädestiniert um es schnell, einfach und ohne Aufwand zu verbessern - gleichzeitig verliert man nur wenige Minuten Trainingszeit. Positiver Nebeneffekt ist, dass eure Jungs den Ball weit häufiger am Fuß haben werden.


    Wenn ich meinen Spielern erkläre, dass sie versuchen sollen den Spieler anzuwerfen, der den wenigsten Druck hat und probieren sollen ihm den Ball in den Fuß zu werfen ist das weder Gruppen- noch Mannschaftstaktik. Erkläre ich ihnen ferner den Grund und die Auswirkung die das haben könnte wird es schnell verstanden und durch positive Erlebnisse bestärkt. Vielleicht versteht es nicht jeder, aber ein großer Teil der Kinder wird es verstehen.


    Eine Ecke kurz spielen erfordert nur einen Satz um die Kinder spielerisch zu fordern ohne zu überfordern. Sagt ihnen nur, dass bei einer Ecke zwei Spieler raus sollen und sie den Ball kurz spielen sollen - und dann kann man sie schon kreativ sein lassen. Keiner redet hier ebenso wie bei den Freistößen von Laufwegen, gruppen- oder mannschaftstaktischen Inhalten.


    Ein generelles Problem das aus meiner Sicht viele Trainerkollegen, auch hier im Forum haben ist, sich von starren eindimensionalen Konzepten zu lösen und bedarfsgerecht an den Fähigkeiten, der Auffassungsgabe und dem Talent der Spieler auszubilden. Ich denke und damit will ich niemandem zu nah treten, dass es auch ein gutes Stück dem Erfahrungsmangel geschuldet ist. Damit meine ich sowohl die Dauer der Erfahrung bei gleichzeitiger intensiver Weiterbildung sowie die Erfahrung auf höherem Niveau gearbeitet zu haben. Ich selbst schließe mich da nicht aus, wenngleich ich jeden Tag 10-12 Stunden mit Fußball verbringe, denn auch ich passe meine Arbeit, meine Ausbildungsziele und Methoden meinem neu gewonnenen Kenntnisstand an. Kaum einer von uns wird den pädagogischen Background von @Dirk Coerverfan haben, kaum einer wird so tiefe Einblicke in das Profigeschäft haben wie @TW-Trainer und kaum einer wird sich so intensiv mit dem DFB Konzept befassen wie @Andre.


    Für mich sind viele Aussagen unverständlich, denn sie decken sich nicht mit den Erfahrungen die ich täglich auf dem Platz mache. Vielmehr glaube ich, dass wir durch diese "hypersensible" Art eher gehemmt agieren und dazu neigen eher zu unterfordern. Die Wahrheit liegt mit Sicherheit irgendwo zwischen all unseren Gedankengängen.


    Ich kann nur daran appellieren nicht Stur nach einem Konzept zu arbeiten, sondern euch an den Bedürfnissen und der Leistungsfähigkeit eurer Kinder zu orientieren. Weder unter- noch überfordern, sondern herausfordern und auf dem Weg zur Umsetzung gezielt und ohne Phrasen zu unterstützen.


    Grüße
    Björn

    Die Einwürfe landen auch bei den Größeren zu 50 % beim Gegner. Witzig, wenn die Trainer bei schwierigen Entscheidungen dann den Schiri anpflaumen. Ein Einwurf in der eigenen Hälfte ist wegen der offensiven Ausrichtung eventuell sogar gefährlicher.


    Da hast du Recht und das hat auch nichts mit Herrenfußball oder Taktik zu tun, den wir reden hier nicht über komplexes Freilaufverhalten sondern über den gesunden Menschenverstand. Das erklärt man in der Spielform einmal und weist ab und an drauf hin und die Sache läuft. Das 50% der Einwürfe beim Gegner landen liegt an der Sturheit von 95% der Trainer ;)


    Das funktioniert einwandfrei und ohne Druck oder Verletzung von Ausbildungszielen. Den Einwurf müssen sie so oder so machen - dann aber doch lieber so dass ich in Ballbesitz bleibe. Bei fast allen Einwürfen in diesem Video steht in einer defensiveren Position ein freier Spieler mit wenig Druck.


    Die Aussage "Einwürfe immer nach vorne" ist mit eines der dümmsten Kommandos die ich jede Woche auf dem Platz höre. Zum einen gibt es nie eine Regel die für jede Situation gilt also ist der Ausspruch schon ein Widerspruch in sich. Und dazu kommt, das näher am Tor automatisch immer höherer Druck ist. Zumal man beim Einwurf im Feld immer in Unterzahl agiert und so eher in eine schlechteren Position ist als der Verteidiger.


    Ein Wurf zurück lässt sich oft besser kontrollieren und mit einer schnellen Verlagerung findet man viel Platz.


    Mit meinen 08ern habe ich im vergangenen halben Jahr circa 5-10 Minuten Coaching genutzt um auf das Verhalten bei Einwürfen einzugehen - mit dem Ergebnis das spürbar mehr Einwürfe in den eigenen Reihen bleiben.


    Grüße
    Björn

    Schau mal Björn,weil genau deine Aussagen auch von Trainer der NLZ als Begründung für ihr Tun herhalten müssen, Genau deshalb, haben diese Trainer dort nichts zu suchen.
    So darf man als nicht ausgebildeter Trainer denken. Aber an den NLZ hat diese Denkweise, nichts zu suchen

    Der Erfolgs- und Ergebnisdruck wird nicht von den Trainern ausgeübt sondern über die Trainer.
    Ich sehe da ein Problem im Bereich "Ursache - Wirkung" den ich auch im Breitensport oft sehe.


    Die Funktionäre erwarten Ergebnisse ... leider ... gerade in diesem Bereich bist du deinen Job sofort los, wenn du nicht lieferst.


    Nur weil ein Trainer ausgebildet ist (vom DFB) heißt es leider nicht das er pädagogisches Verständnis oder Ahnung von Spielerführung und -entwicklung haben muss, denn diese für mich elementaren Bausteine werden in den Ausbildungen der Landesverbände und des DFB kaum berücksichtigt - die Ausbildungszeit ist hierfür auch deutlich zu kurz.


    Ich vergleiche das gerne mit einem Azubi der drei Jahre in die Lehre geht und dann noch immer der "Stift" ist. Im Fußball durchläuft man bis einschließlich Fußballlehrer gut 15 Monate Ausbildung wenn man ganz unten anfängt und nicht verkürzt - nach diesen 15 Monaten ist man "Gott".


    Ist doch nur logisch, dass dem nicht so ist - wir gestehen uns das leider nur viel zu selten ein.


    Da ich weiß dass du im pädagogischen Bereich vom Fach bist, verstehe ich deine Sicht zu 100% - sie ist aber leider nur der Optimalfall den wir kaum erreichen - ich selbst leider auch selten bis nie :)


    Grüße
    Björn

    Mir nicht angeschaut.
    Hier vergreifen sich wiedereinmal Trainer an
    den Ausbildungszielen ihrer Altersstufe.
    Und solange so etwas an den NLZ geschieht,
    sollten verantwortungsvolle Eltern ihre Kinder niemals in diese pädagogisch miserabel geführten NLZ geben. Es wird immer schlimmer.

    Gebe dir bedingt recht. Inhaltlich absolut richtig und auch meine Erfahrung.
    Trotz allem kann man nicht alle und jeden über einen Kamm scheren - weder Trainer noch Eltern.


    Wer das was dort geschieht kennt und es will soll es tun.
    Mir gefällt der Fußball der dort gespielt wird absolut. Das nicht alles pädagogisch zu 100% wertvoll ist bin ich auch bei dir - doch diesen Zustand haben wir im Grunde nirgends und da ist es nun wieder typisch deutsch eine starke Abneigung zu entwickeln.


    Ich betrachte für mich nach Möglichkeit immer den Einzelfall und gebe jedem das Recht selbst zu entscheiden wie und ob er das machen möchte.


    Darüber, dass in unserem Schul- und Bildungssystem erhebliche Defizite bestehen und der Leistungsdruck hier bei weit weniger für Kinder und Jugendliche Interessante Themen mindestens genauso, wenn nicht noch höher ist, wird kein Wort verloren. In eine allgemeine Betrachtung über den Tellerrand hinaus gehört das aber definitiv mit einbezogen. Unsere ganze Gesellschaft ist basiert auf Leistungs- und Erfolgsdruck für die obskure Vorstellung von unbegrenztem Wachstum.


    Wieso sollte das also im Fußball anders sein?


    Dies zu erörtern führt sicher weit Weg vom eigentlichen Thema und hat mit Fußball sicherlich auch nichts mehr zu tun.


    Grüße
    Björn

    Servus zusammen,


    habe mir das Spiel auch angesehen – vorweg ich habe meine Beobachtungen nach und nach geschrieben und ergänzt. Daher kann ich mir ggf. auch in manchen Dingen selbst widersprechen.
    Was mich wundert ist, dass Mainz ziemlich viele Einwürfe nur mit Glück behält. Es wird oft der Spieler angeworfen, der sehr hohen Druck hat. Das obwohl als Sicherung Defensiv ein nicht zugestellter Mitspieler steht. Selbiges Problem bei Frankfurt – bestes Beispiel ab Minute 4:07 – und durch den Faktor Zufall kommt sogar noch eine gute Chance dabei heraus. Ebenfalls bei Minute 7:03 schenkt Frankfurt einen Einwurf her – selbst wenn der Spieler den Ball bekommen sollte – er steht alleine gegen 4-5 Gegenspieler. Da fehlt mir auf beiden Seiten ein klares Konzept das ich auf diesem Niveau erwarten würde. Gleiches Bild bei 11:05, 11:30, 11:45 und 13:10. Ich frage mich ehrlich was die sich dabei denken.
    Bis zur Minute 15 kommt im Grunde kein Einwurf an und ich kümmere mich im weiteren Verlauf auch nicht mehr darum, sondern beachte andere Dinge.
    Bezeichnend das das erste Tor nach einem durchgespielten Einwurf der Mainzer zustande kommt. Der erste der wirklich an den Mann kommt


    Die Spieler verfügen über exzellente Handlungsschnelligkeit und sind stets voll fokussiert – dies deckt sich mit meiner Beobachtung anderer NLZ Teams und macht eben oft auch den Unterschied.
    Mir gefällt vor allem das trickreiche Spiel der Mainzer die keinem offensivem 1vs1 aus dem Weg gehen und dies scheinbar auch suchen sollen.
    Auch das Verhalten vor der Ballannahme ist hervorragend. Die Spieler drehen ohne Druck sauber auf und nehmen den Ball mit dem richtigen Fuß in die Spielrichtung an und mit. Dies ist eine elementare Grundlage für das schnelle Spiel das beide Teams forcieren.


    Abenteuerlich finde ich die Anzahl hoher und vor allem schlecht gespielter Bälle (zum Beispiel bei Minute 6:14) und auch die Anzahl an Bällen die halbhoch ins Zentrum geschlagen werden.
    Gut gefällt mir das Pressing, das Mainz bei Abstößen spielt. Man sieht klar wo das Pressingopfer steht und alle Mainzer werden mit dem ersten Ball aktiv und erobern so eine Reihe von Bällen. Bei Minute 8:30 sieht man das sehr schön – leider ist der Abschluss auf die kurze Ecke einfach schwach. Der nächste Abstoß ist aber auch sofort wieder bei den Mainzern, da sie früh Druck aufbauen und den TW wiederholt zu langen Bällen zwingen. Frankfurt hingegegen steht mit zwei Angreifern hoch und hat dahinter eine zu große Lücke. So bekommen sie kaum Druck auf den Ball und die beiden vorne laufen sich wund. Sieht man hervorragend bei Minute 9:25 und 10:30.


    Das Zusammenspiel bei Mainz funktioniert besser als bei Frankfurt, die viel über einen schnellen rechten Flügelstürmer lösen wollen, der nur im Tempo ohne Finten den Gegenspieler überlaufen will, aber ein ums andere Mal scheitert.


    Die Intensität ist so wie ich sie auf diesem Niveau erwarte. Zeit- und Raumdruck sind sehr hoch. Die Spieler gehen ordentlich und robust in die Zweikämpfe. Wir reden hier von Nachwuchsleistungsfußball – alles andere als diese Art der Zweikampfführung führt dazu, keinen Stich zu machen.


    Bei den Ecken lässt sich für mich auch kein klares Konzept bei den Mainzern ersehen. Die Bälle werden scharf hoch ins Zentrum gespielt. Einige Spieler laufen ein, die Zielspieler stehen aber in der Regel. Wieso eine technisch so gute Mannschaft nicht versucht die Ecken spielerisch zu lösen verstehe ich nicht.


    Bei genauer Regelauslegung des Schiedsrichters zählt der Ausgleich zum 1:1 nicht, da der Torwart den Ball hinwirft und ihn aus der Bewegung spielt. In der Folge kommt die Mainzer Nummer 7 aufgrund des hohen Pressings im 1vs2 nicht an den Ball. Die Innenverteidiger agieren zu ballfokussiert und verlieren den Stürmer in ihrer Mitte aus dem Auge. Das ist dann einfach auch clever und schnörkellos zu Ende gespielt beruht aber auf vielen Zufällen, den bis zum Torerfolg ist der Ball kaum auf dem Boden und somit nur schwer zu kontrollieren. Ein typisches Kontertor für eine unterlegene Mannschaft.
    Dass sich die Kinder aber nicht gemeinsam über ihr Tor freuen finde ich komisch. Egal was es für ein Spiel ist. Bei einem wichtigen Tor in dieser Phase des Spiels hätte ich mir da mehr mannschaftlichen Jubel erhofft/erwartet.


    Nach gut 25 Minuten habe ich dann abgeschaltet. Für einen Eindruck und die Beantwortung deiner Fragen reicht es hoffentlich aus
    Bei Gelegenheit werde ich mir den Rest auch noch anschauen.


    Grüße
    Björn

    Wenn es regelmäßig zu 2-stelligen Ergebnissen (Siegen oder Niederlagen) kommt, dann haben die Verantwortlichen versagt und es ist eine Korrektur nötig, die keinen Aufschub duldet. Aber was gibt es für Möglichkeiten in der Prävention? Die Quali-Runde ist dabei eine gute Möglichkeit, um von vornherein eine falsche Staffelung zu vermeiden. Hierbei würden Besonderheiten wie "starke" und "schwache" Jahrgänge berücksichtigt.

    Aus meiner Erfahrung sind die Verantwortlichen oft nicht die Vereinsfunktionäre sondern die Entscheider in den Landesverbänden.
    Ich kenne einige Teams die seit Jahren nur aufsteigen weil davor Teams spielen die nichts auf die Reihe bringen.


    Die steigen als junger Jahrgang von der Gruppe in die Kreisklasse auf und das Jahr drauf aus der Kreisklasse in die Kreisliga um dann eine Altersstufe hochzurutschen. Die Nachfolger steigen meist wieder ab.
    Jeder Antrag auf höhere Einstufung was gerechtfertigt und dem Niveau der Mannschaft entsprechen würde, wird jedes Jahr vom Verband abgelehnt.


    Dies führt dazu das die Spieler in die Nachwuchsleistungszentren getrieben werden wo sie verheizt werden und das eigentlich intakte Mannschaftsgefüge zerrissen wird. Was bleibt sind oft örtliche Grabenkriege weil man "die heilige Mannschaft" im Stich gelassen hat etc.


    Könnte ad hoc jetzt 4-5 Mannschaften benennen denen es so ergangen ist bzw. gerade so ergeht - übrigens fast alle unterhalb der C-Jugend.


    Die Qualirunden gibt es bei uns in Bayern übrigens von der A bis zur D Jugend runter.


    Grüße
    Björn

    @Balu18
    Wer kann mir den Unterschied zwischen Leistungsfußball und nicht Leistungsfußball erklären?
    Wenn es jemand kann, vielleicht kann er mir dann auch die unterschiedlichen Ausbildungsziele zwischen diesen unterschiedlichen Fußballarten nennen.

    Fiese Frage Dirk!


    Un du hast recht - es gibt nur keine Unterschiede zwischen Leistungsfußball und Breitenfußball bezogen auf die Trainingsziele. Lediglich die Einstellung, die Leistungsbereitschaft, die technischen und koordinativen Fähigkeiten unterscheiden sich marginal.


    Grüße
    Björn

    Der beste Weg wäre aus meiner Sicht, wenn die die Mannschaften nach "Qualifikationsrunden" einer Liga zuordnet die sie fortan spielen kann/muss/darf.
    Bisher ist es so das die Ligazugehörigkeit an die Altersklasse gebunden ist.


    So wird man eventuell etwas weitere Wege und auch einen erhöhten organisatorischen/administrativen Aufwand im Wechsel von E auf D Jugend haben, hätte aber solchen Ergebnissen etwas mehr Einhalt geboten und schützt gleichzeitig die schwachen Jahrgänge im Verein.


    Weiterhin profitieren "starke" Teams mehr von den eigenen Erfolgen und werden so leistungsgerechter gefordert/entwickelt.


    In Bayern gibt es in der untersten Spielklasse nach dem Winter jetzt eine "Aufstiegsrunde" da spielen die besten Teams der Vorrunde eines Kreies um die Aufstiegsplätze in die nächst höhere Liga. Kein all zu schlechter erster Schritt.


    Ab der nächsthöheren Liga ist dies aber nicht mehr der Fall, dort wird die Einteilung mit teilweise abstrusen Resultaten durchgezogen.


    Ich glaube das spätestens in 15 Jahren ein vergleichbarer Vorschlag umgesetzt wird/wurde da die Diskussion um alters- und leistungsgerechte Förderung immer mehr Fahrt aufnimmt.


    Grüße
    Björn