Beiträge von Zodiak

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    Inwiefern unterscheidet sich deine Wahrnehmung bezüglich TW-Trainer?

    Für mich waren Torwarttrainer immer Einzelkämpfer. Im Wesen und Charakter sehr speziell - sehr von sich selbst überzeugt und wie viele andere Trainer sind Ihre Aussagen auch immer der Weisheit letzter Schuss. Die gewisse Arroganz und Selbsteingenommenheit gehört zum Trainerdasein dazu, ich fand das bei Torwarttrainern aber immer besonders ausgeprägt. Zusammenarbeit war bei mehr als einem Torwart Trainer im Verein schwierig bis unmöglich - an eine Zusammenarbeit zwischen Senioren und Jugend fast nicht zu denken, jeder eben eher so ein "Eigenbrötler"


    Muss aber dazu sagen, dass ich nicht hunderte Torwarttrainer kenne - aber aus jeder Leistungsschicht eine Handvoll.
    Ich persönlich achte jedoch nicht detailiert auf die Arbeit von Spezialtrainern. Für mich ist wichtig ob der Spieler - in diesem Fall der Torwart das Gefühl hat etwas zu lernen und Spaß bei diesem Training hat, was für mich wichtig ist, denn schließlich wird er gerade im Breitensport für das Training meist einmal die Woche vom "Teamtraining" abgestellt.
    Zum anderen, habe ich im speziellen vom Torwarttraining und der Technik keine Ahnung und rede einem "Experten" nicht in seine Arbeit. Ich lasse mir ja auch von einem Torwarttrainer nicht in meine Arbeit reden und das tut auch keiner.


    Im besten Falle tausche ich mich mit dem Trainer aus und sage wo ich ggf. Probleme sehe die abgestellt werden müssten oder welche Anforderungen ich habe - im Bezug auf das Stellungsspiel und das mitspielen des Keepers.


    Hätte ich wie in Hoffenheim zum Beispiel - Positionstrainer für meine Stürmer, würde ich mich da weit mehr einbringen können/wollen denn gerade hier sind Laufwege und Entscheidungen in einem mannschaftstaktischen Kontext zu setzen. Beim Torwart sehe ich das anders, da diese Position weit weniger Kreativität erfordert.


    Grüße
    Björn

    Siehst du - das war mir so eben nicht bekannt.
    Ich muss sagen, das einige Dinge bei "normalen" Trainern aus meiner Sicht auch so sind. Gerade was das "referieren" und mit seinem Wissen um sich werfen angeht. Oft auch A-Lizenz Trainer die nicht weiter denken als sie werfen können und so weiter.


    Der Druck und die Wahrnehmung ist sicher eine andere.


    Ich selbst glaube ja von allem Ahnung zu haben, speziell vom Fußball - mit einer Ausnahme, von Torhütern und Torwarttechnik habe ich keinen blassen Dunst und es ist auch der Aspekt am Fußball der mich im Grunde am wenigsten bis gar nicht reizt.


    Meine Wahrnehmung im Bezug auf TW Trainer war bis zu diesem Post eine ganz andere.


    Grüße
    Björn

    Hallo Björn!


    Nix für ungugt! Es ging hierbei um Torwarttraining! Hab grundsätzlich auch kein Problem damit, dass man unterschiedliches Niveau anbietet. Selbst schlechte Übungen sind noch besser als gar keine. Aber man sollte sie dann nicht als professioell bezeichnen, wenn jeder halbwegs Interessierte sieht, dass es dem Torwartwarttrainer selbst schon an den nötigen Fähigkeiten dafür fehlt!

    Findest du wirklich, das es da einen großen Unterschied gibt?
    Ich finde man sieht sehr viel Quatsch der mit solcher Inbrunst und Überzeugung vorgetragen wird - auch unter dem Aspekt modernes Fußballtraining, das man hier keinen Unterschied machen muss.


    Ich verstehe aber dein Ansinnen :)


    Grüße
    Björn

    Nicht nur, dass da spielfremde Übungen gemacht werden, bei denen unbrauchbare Abläufe automatisiert werden, sondern man benutzt gute Themen wie "Life Kinetik" als Vorwand für schlechte Übungen.
    Hab mir gestern Abend ein paar Torwartübungen angeschaut, die mit dem Thema Life Kinetik verknüpft waren. U.a. sollte ein Torwart in der Rückwärtsbewegung hohe Bälle fangen. Allerdings wurde nicht auf den Körperschwerpunkt und die -spannung geachtet. Im Wettkampf fällt dann so ein Torwart (hat bestimmt jeder schon aml gesehen) nach hinten wie eine "Bleiente"! Er hat`s ja nicht anders gelernt?!


    Dann waren da selbsternannte, moderne Torwarttrainer zu sehen, die aber alles nur mit einem Fuß machen konnten. Was ist denn daran modern, dass man jeden zweiten Ball "umlaufen" muß, um ihn plaziert passen oder schießen zu können? Wie soll man denn einen LInksfuß-Torabschluß simulieren, wenn man nur mit rechts schießen kann?


    Klar, dass dauert ein paar Jahre, bis beim Torwarttrainer diese Bewegungsabläufe so perfekt funktionieren, dass er während der Übungen noch genügend Zeit zur gleichzeitigen Beobachtung der Torwart-Aktion hat. Aber wenn man soetwas nicht kann, dann sollte man nicht den Anschein von Professionalität erwecken und sich auch nicht mit Torwarttrainern vergleichen, die auf einem deutlich höheren Niveau arbeiten.

    Ich bin ja selbst auch schon seit 2012 LK Premium Trainer, lasse Dinge mit einfließen, aber es hat eben nichts mit sprachspezifischem Training das ich im Breitensport für essentiell halte zu tun.
    Trainiere ich 6-8x die Woche kann man sowas einbauen. Auch als Ergänzung im Winter, aber nicht dauerhaft bzw. auf Zwang verknüpft.


    Ich finde das was Matze Nowak, den ich persönlich kenne, sehr interessant - aber im Breitensport sehr schwer anwendbar. Auch bei 3x Training die Woche, finde ich es extrem heftig - und dann braucht man einen guten auf dem Niveau und mir ist noch kein Kreativtrainer untergekommen der Ansatzweise meine Erwartungen erfüllen würde - abgesehen von Matze und den gibt es nur einmal und sein Erfolg beruht aus meiner Sicht vor allem auf seinem eigenen Fähigkeiten am Ball/im koordinativen und kognitiven Bereich.


    Grüße
    Björn

    @Zodiak


    Ja, statt Leibchen kann man farbig markierte Bälle nehmen. Man kann Trainingszeit nur 1 x verplanen. Da finde ich es immer schade, wenn dabei der Ball fehlt! Denn die Sportarbeit, für die trainiert wird, heißt Fussball und nicht Leichtathletik, Gymnastik usw.

    Wird vor lauter Methodikwahn gern und zu oft vergessen ;)
    Auch bei Life Kinetik und Gehirntraining etc. fehlt mir der Ball viel zu oft - das war/ist ja selbst bei den konditionellen Aspekten im Jahr 2016 noch so, das im Breitensport zu oft ohne Ball gearbeitet wird.


    Selbst ohne unterschiedliche Bälle, dann eben mit Ball am Fuß und zu jedem Ball ein Leibchen und schon ist auch dieses Problem gelöst.


    Grüße
    Björn

    @Christoph


    Alles Gute - ich finde konstruktive Diskussionen immer sehr gut, den nur so lernt man auch den andere Blickwinkel kennen.
    Da ich selbst auch schon mit Spielern Übungen gefilmt habe - mehr und weniger professionell, weiß ich das es mit Kamera auf dem Platz immer eine ganze andere Situation ist. Das gilt nicht nur für die Videos der MFS sondern für alle - und dort ist man eben erpicht exakte Bewegungsabläufe zu filmen, da sie als "Lehrmaterial" dienen sollen.


    Persönlich habe ich das noch nie wirklich beachtet, denn es deckt sich nicht mit meiner Erfahrung - im Bezug auf die Übungen welche ich mache.


    Ich selbst bin absolut kein Coerver Gegner, ich bediene mich immer an der Methodik, an den Übungen, die mir zusagen und von denen ich überzeugt bin, dass sie meine Spieler/Mannschaft voran bringen.
    Schließt man etwas kategorisch aus, nimmt man sich selbst Möglichkeiten.


    Das Training "bunt" sein muss, gerade bei den kleinen bin ich absolut bei dir - im Bezug auf das was ich mache - sind die Variationen eben die Tricks und der Aufbau bzw. der Wechsel zwischen technischen und koordinativen Elementen. Wenn man jeden Spieler dann kurz beim Ablauf individuell coachen möchte - ihn raus nimmt, etwas demonstriert/erklärt, kostet das viel Zeit und bei 12-13 Spielern sind 10 Minuten beim üben relativ wenig Zeit ;)


    Grüße
    Björn

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    Grüße
    Björn

    @Stone
    Entweder wird auf zwei nebeneinander stehende Tore gespielt und/oder der Torwart konzentriert sich eben nicht auf jeden Ball. Sieht man denke ich in den Videos ganz gut.
    Aufwärmen bei den Minis mache ich selten - ich steige sofort mit Technik/Koordination ein.


    Die Jungs machen immer einen Frontaltrick in der Bewegung an einem stehenden Ziel, sie ballern also nicht einfach aus dem laufen heraus auf die Kiste. Ist kein frontales 1vs1 dabei, bekommen sie einen Pass gespielt den sie verarbeiten müssen und dann abschließen.


    Zur Abwechslung gibt es von Zeit zu Zeit kleine Spiele etc.


    Ach ja und danke für die netten Worte.


    @tobn
    Da steht immer nen Keeper drin


    @Schimanski
    Für mich ist es spielnah, wenn ich an einem stehenden Ziel das sich nicht bewegt eine Finte ausführe und danach schnell zum Torabschluss kommen muss. Ebenso ist die oben beschriebene Variante mit einem Zuspiel absolut spielnah - zumindest sehe ich häufig Fußballer, die enteweder ein 1vs1 gewinnen mit einer Finte/oder Tempo und dann aufs Tor schießen - oder eben einen Ball annehmen und mit dem zweiten Kontakt verwerten.
    Ich sehe nicht als sinnvoll an, mit Verteidigern zu arbeiten, wenn ich Techniken trainiere und dann jeder zweite Ball weg ist und sie "umsonst" gearbeitet haben. Das ist für mich eben die Vorstufe bzw. Grundlage für späteres 1vs1.


    Alle wollen Spieler die sich im 1vs1 Offensiv richtig verhalten und mit Körpertäuschungen und Finten den Gegner vernaschen - wo sollen sie es sonst in der Grundform lernen? Der Torschuss am Ende dient nur der zusätzlichen Motivation und im "Wettkampf" als zusätzlicher Spaßfaktor.


    Ob und wie die Jungs drauf ballern ist doch Coachingsache und wird zumindest von mir immer und immer wieder trainiert - stumpf "drauf knallen" ist das nicht.


    Aber wie das auch bei Coerver ist - "perfekt" und ganzheitlich gibt es halt nicht. So wie Dirk mit Coerver tolle Erfolge hat in der Entwicklung seiner Spieler, so glaube ich auch das die von mir betreuten Jungs gut gefördert werden. Es gibt aber sicher noch hunderte/tausende andere Wege die Kinder zu fördern.


    Du weißt ja - ich erhebe keinen Anspruch darauf, dass mein Weg der richtige ist - ich teile meine Erfahrungen immer gerne mit, was man davon probieren möchte oder nicht bleibt jedem selbst überlassen - so wie ich bei jedem Trainer der etwas tut, das mir gefällt "klaue" und "abschaue". Am Ende des Tages sind es nicht die Übungen oder perfekte Abläufe die Kinder entwickeln, sondern wir Trainer als Person und wie wir die entsprechenden Themen vermitteln.


    Um ehrlich zu sein muss man ein ziemlicher Idiot sein, wenn Kinder am Training mit Ball am Fuß keinen Spaß haben - oder eben die Kinder sind keine Fußballer sondern müssen den Traum der Väter leben. :)


    Grüße
    Björn

    Gerne, ich glaube auch nicht, dass z.B. @Zodiak Einwürfe kategorisch ausschließt, ich mache es auch nicht. Aber ich lasse lieber eindribbeln oder einkicken, ich denke, bei mir liegt die Quote da bei 66% bis 75%. Meine Absicht in diesem Thread ist es aber auch nicht, anderen Trainern den Einwurf zu verbieten als vielmehr sie dazu anzuregen, es auch mal ohne Einwurf zu versuchen. Meinen Beobachtungen nach richten sich nämlich die meisten Trainer vor allem an den bei ihnen herrschenden Spielbetriebsregeln. Und wenn da im 6+1 mit Einwurf gespielt wird, dann machen sie das auch im Training so. Und selbst mit zwanzig Kindern wird dann oft auf nur einem Spielfeld gespielt, dann halt im 9+1 und festen Positionen, natürlich denselben wie im "Punktspiel". Das bringt aber viel weniger als Spiele in kleinen Teams auf kleineren Feldern und mit mehr Nettospielzeit. Ein gutes Mittel dazu sind Ersatzbälle, ein anderes aber eben auch der Verzicht auf den Einwurf zugunsten einfacherer und schnellerer Arten der Spielfortsetzung. Es gibt da übrigens ja auch die Variante, dass bei Aus der Trainer sofort einen neuen Ball ins Spiel bringt, entweder bis der Vorrat aufgebraucht ist und alle Bälle wieder geholt werden müssen, oder aber der Spieler, der zuletzt den ins Aus gegangene Ball berührt hat, muss diesen erst holen und zum Trainer transportieren, bevor er wieder am Spiel teilnehmen kann.

    Einwürfe habe ich jedes Wochenende bei Spielen/Turnieren, die Jungs wissen wo/wie sie werfen sollen, man kann das übrigens auch in meinen Technikrundläufen einbauen.
    Für mich ist Fußballspielen wichtiger als einwerfen können. Hohe Bälle habe ich im Spiel übrigens auch oft genug die ich kontrollieren muss - ohne Einwürfe. Sei es lange Bälle, Abwürfe vom Torwart, Befreiungsschläge etc.


    Wieso also im Spiel, wo ich Finten und Dribblings sehen will mit Einwürfen entgegen wirken?
    Wo meinst du ist mehr Handlungsschenlligkeit gefragt, wenn der Spieler den Ball holt, in die Hand nimmt und dann wirft binnen 3 Sekunden, oder wenn der Spieler den Ball holt und sofort wieder ins Spielfeld dribbelt oder direkt einen Pass spielst? Mal ganz davon abgesehen, wie viel Zeit man verliert, wenn dann wieder Ballbesitzwechsel ist und sie sich neu sortieren. Ich lege die Regeln eher so, dass die Spieler kreativ sein können und ich sie loben kann und nicht Kritik üben muss, oder durch zählen künstlichen Druck aufbaue.


    Dazu kommt, das man bei Einwurf in Unterzahl ist, wenn der Gegner das nur halbwegs clever macht und die Überzahl zu nutzen weiß bzw. ein pfiffiger Trainer gegenübersteht, bekommst du kaum einen deiner Einwürfe zum Mann. Ich glaube ich habe das schon in anderen Threads geschrieben - 75-80% aller Einwürfe des Gegners landen gefühlt bei uns (unabhängig vom Team/Altersklasse)


    Aus meiner Sicht ist letzteres wesentlich schneller ... wie bei allem, jedem das seine - ein Recht auf "alleinige Wahrheit" haben wir nicht. Ich fahre mit meinem Weg gut, du mit deinem sicher auch.


    Grüße
    Björn

    warum man auch in der e und f jugend mit einwurf oder besser gesagt allgemein mit einwürfen arbeiten sollte, weil die spieler dadurch auch was lernen oder meint ihr eure spieler sind alle in der verarbeitung von hohen bällen spezialisten, so das sie diese situation nicht nötig hätten?
    finde es immer wieder kurios wenn trainer behaupten die einwurf situation sei unwichtig.

    ist sie ... bei "normalen" F-Lingen.
    Die können oft keinen flachen Ball annehmen, wieso also hohe vor flachen trainieren?


    Alles zu seiner Zeit, wenn sie flache verarbeiten können, kann man mit hohen Bällen spielen.


    Grüße
    Björn

    Der Tipp war vor kurzem auch bei meinem Beitrag zur Übungssammlung im Bezug auf Handlungsschnelligkeit dabei. :)
    Habe gerade gestern mit einer U16 in der Vorbereitung so das letzte Quäntchen Luft aus ihnen raus gequetscht :P
    Funktioniert auch mit F und D-Jugend, beides dieses Jahr schon gemacht.


    Grüße
    Björn

    In der Regel schießen die Jungs (immer in Abhängigkeit der Präzision) alle 20-30 Sekunden aufs Tor. Teilweise geht es schneller - hängt vom Aufbau ab, dem Umfang und ob hinter dem Tor ein Zaun ist (was ich für ein effektives Training als sehr wichtig erachte). Ich mache das meist so, das wir circa 10 Minuten pro Seite arbeiten. Dann lässt meist die Lust und die Konzentration nach - in diesen 10 Minuten coache ich alle Spieler und picke mir einzelne Spieler für Korrekturen raus. Durch den hohen Druchlauf und wenig Pausen, machen die anderen keinen Blödsinn und ich habe Zeit für diese individuelle Arbeit. Wenn das ganze kippt, machen wir einen Teamwettkampf wie "welches Team schießt in 5 Minuten mehr Tore" oder "welches Team hat zuerst 30 Tore geschossen" - dadurch wird die Intensität und auch der Spaßfaktor wieder höher.


    Danach wechseln die Teams die Seite und es gibt eine Revanche für die, die mit dem vermeindlich schwachen Fuß geschossen haben. Im Anschluss gibt es einen zweiten Durchgang mit anderem Schwerpunkt, aber gleichem Aufbau. Somit trainieren die Jungs in etwa 40 Minuten, haben 20 Minuten Wettkampf und 30 Minuten Spiel.


    In meinem Training sind 2/3 Übungen 1/3 Spiel. Mein Aufwärmprogramm vor einem Spiel oder Turnier ist übrigens genauso aufgebaut, da ich es als zusätzliche Trainingszeit sehe.


    Die Übungen gerade im Kleinfeld und in diesem technischen koordinativen Bereich dürfen nicht sehr weitläufig aufgebaut sein, sonst verschwendet man die Zeit mit einem Dribbling von Trick 1 zu Trick 2 :)


    Grüße
    Björn

    Die "Ballmastery" Drills kann man finde ich auch halbwegs interessant verpacken. Bei den Bambinis waren die Bälle z.B. unsere Haustiere, die "gesund gestreichelt" wurden. Wenn das nicht geholfen hat mit Tempodribbling zu verschiedenen "Tierärzten".


    Momentan ist ja "Spielnahes Training" in aller Munde. Das deckt sich dann natürlich nicht unbedingt mit dem "Balldancing". Allerdings ein paar Minuten jedes Training und schon haben die Kids hunderte Ballkontakte.

    Verpacken kann man alles - nur diese eine Geschichte wandelst du dann wie oft ab um im Prinzip das gleiche zu trainieren?
    Die Kinder sind ja auch nicht blöd.
    Man kann das mal machen, aber jedes mal? Und dann immer ohne Torschuss?


    Die vielen mehrere hundert Kontakte bekomme ich trotz 80-120 Torabschlüssen pro Spieler auch jedes Training hin - nur eben abwechslungsreicher und mit mehr Bezug zum Spiel.


    Spielnahes Training ist ein ebenso überholter Begriff wie "altersgerechtes Training" - aus meiner Sicht muss immer und alles bedarfsgerecht trainiert werden.


    Grüße
    Björn

    Meine persönliche Meinung:


    Wenn ich beispielsweise die Coerver"balltanz"übung sehe wo 30 Kinder mit nem Ball auf der Stelle rumhopsen, fehlt mir gänzlich der Bezug zum Spiel und vor allem zum Spaßgedanken.
    Wenn man dann hinzu kommt, das man nicht schnell die entsprechenden Erfolge sieht, würde ich schnell hinterfragen ob das ganze Sinn macht.


    Jetzt kenne ich Coerver aber auch über @'Dirk-Coerverfan' und eine Fortbildung 2011 bei Alfred Galustian etwas besser und würde es nicht so drastisch sehen.


    Wie jede Methodik hat auch Coerver Stärken und Schwächen - die zu sehen bzw. zu bewerten obliegt jedem Coach selbst. Für mich sind die Wettspiele im 1 vs. 1 und deren Variationen aus den DVDs hervorragend. Die "Ball Mastery" empfinde ich als absoluten Quatsch, da ich diese Dinge mit mehr Spaß, wettkampfbezogener und motivierender vermitteln kann.


    Abschließend bin ich der Meinung, dass man gerade im jungen Alter sehr schnell entsprechende Ergebnisse in der Leistungs sehen sollte, da die Kinder neues sehr schnell verinnerlichen und enorme Leistungssprünge machen.


    Technik und Koordination kann man auch in Übungsformen mit Torabschluss in Endlosschleife, großer Variation und sehr motivierend und mit wettspielen trainieren.


    Grüße
    Björn

    Es gibt die offiziellen DFB Nachwuchsleistungszentren und die Verbände (wie der BFV) haben auch eine Art Leistungszentrum. Ob das die anderen Landesverbände außerhalb Bayern haben weiß ich nicht.
    Lass mich raten - bei dir geht es um die SB Chiemgau-Traunstein?


    Nachdem 60 Rosenheim seinen Status verloren hat, wird sicher ein anderer Verein nachrücken.


    Die BFV NLZ müssen gewisse Kriterien erfüllen und haben strikte Vorgaben (was Kadergrößen etc.) anbelangt.


    Edit sagt: Deinen Link angeklickt und gesehen das ich richtig liege - hatte das vor ein paar Wochen mitbekommen.


    Grüße
    Björn

    Liebe Trainerkollegen,


    am gestrigen Sonntag ist Horst Wein verstorben.
    Leider finde ich bis auf die Meldung über einen bekannten der mit ihm gearbeitet habe keine weiteren Informationen zu den Umständen.


    Weiß jemand etwas?


    Ein großartiger Trainer und Ausbilder ist damit viel zu früh von uns gegangen.


    Kleiner Nachtrag: Auf der Facebookseite seiner Academy wird das ganze leider bestätigt: https://www.facebook.com/horstweinacademy/?fref=ts


    Grüße
    Björn

    Leistungszentren achten auf die Entwicklung, nicht auf die Ergebnisse - zumindest diejenigen Funktionäre mit Fachkompetenz.
    Im ersten Post sprichst du davon das der zur Seite gestellte Kollege wenig Fachkompetenz hat.
    Deine beiden letzten Sätze verstehe ich nicht.


    Ich erwische mich aber beim lesen deiner Beiträge immer wieder dabei den "Kopf zu schütteln" - möchte aber nach zwei Posts keine Wertung abgeben.


    Da du auf die Frage nach einem Vertrag nicht eingehst, gehe ich von aus, dass du keinen besitzt und dort weder Laufzeiten noch andere relevante Themen abgehandelt sind. Somit ist klar, dass du dich dem Verhalten der Funktionäre beugen werden musst, oder auf den Busch klopfen.
    Ob letzteres Sinn macht musst du selbst bewerten - ich habe persönlich keine Zeugnisse oder Nachweise über meine Tätigkeit im NLZ benötigt, erkenne auch den Grund nicht, wofür man etwaige brauchen würde.


    Grüße
    Björn


    Was gibt es da für Möglichkeiten um Tatsachen zu betrachten und gerecht zu entscheiden und das man wenigstens einen Nachweis für die geleistete Leistung zu bekommen?

    Hast du einen Vertrag? Nein - dann hast du im Grunde nichts in der Hand.
    Was bringen Meistertitel und Pokalsiege in der U9 bis U11?


    Ich wäre übrigens immer vorsichtig damit Trainerkollegen die Fachkompetenz abzusprechen und mich selbst als "kompetenter" zu präsentieren. Kollegen "anschwärzen" komm ich absolut nicht drauf klar. Sei ein Mann, kläre das mit ihm - bitte nicht sagen, das geht eh nicht - ihr wollt Kompetenzen lehren, die ihr dann beide selbst nicht zu haben scheint.


    Fußball ist nicht immer fair und gerecht, ich rate generell zu etwas mehr Demut und dazu eher auf sich zu schauen als über äußere - nicht beeinflussbare Umstände - unnötig Energie zu verbraten.


    Grüße
    Björn