Beiträge von Karl

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    Zusammenarbeit mit Schulen ? Ja. Wird ja teilweise schon gemacht. Amerikanische Verhältnisse lehne ich dagegen total ab. Allein schon, weil ich nicht wollen würde, dass der Nachwuchs gleich die Schule wechseln muss, bloß weil er in einem anderen Team trainieren möchte. Ein weiterer Grund ergibt sich für mich aus dem Bericht von TomTom: - der wohl kaum vorhandene Amateurfussball nach der Schulzeit.
    Ich halte auch nichts von verpflichtenden Ganztagsschulen. Ich möchte meine Kinder auch ab und an noch mal sehen und selbst erziehen. Dies fast ausschliesslich Lehrern, die ich nicht ausnahmslos für kompetent halte zu überlassen, widerstrebt mir.

    Zitat Steini:


    " Wir haben uns in der Trainerschaft zusammen geschlossen und fordern nun unsere Vorstellungen ein."



    Richtig so ! Den Mitgliedern, die sich aktiv in die Vereinsarbeit einbringen, sollte auch mehr Gewichtung ihrer Stimmen bei zu treffenden Entscheidungen zukommen.

    Ich tendiere eigentliuch dazu innerhalb einer Mannschaft grundsätzlich keine Einteilung in "starke" und "schwache" Teams vorzunehmen, und würde die Teams in ihrer Zusammensetzung auch ständig verändern. So sollte sich dann auch keiner zurückgesetzt fühlen. Wenn man einmal ein Zeichen setzen möchte, könnte man zu einem interessanten Turnier, wo alle gern jeder mitfahren möchten, die Teameinteilung auch einmal nach Trainingsbeteiligung vornehmen. Dazu sollten natürlich konkrete Aufzeichnungen vorliegen, um die Einteilung nachvollziehbar zu machen. Manchmal sind das "zufälliger Weise" auch die stärkeren Spieler. Dann habe ich aber eine Begründung für die Teamzusammenstellung ! - Und vielleicht auch zukünftig noch eine höhere Trainingsbeteiligung....

    So wie TomTom sehe ich es auch. Die Universallösung für alle Vereine wurde noch nicht gefunden und wird es warscheinlich auch nicht geben. Es muss aber erlaubt sein, über alles, - auch im Moment vielleicht noch Unvorstellbares, zu diskutieren. Dazu gehören für mich auch eventuelle teils massive Beitragserhöhungen oder Vereinsfusionen. Natürlich wird es nirgends einfach entsprechende Änderungen bei den Mitgliedern durchzusetzen. Aber Vereine, die jetzt schon um das Überleben kämpfen und trotzdem im Vorraus schon alles ausschliessen, sind dann auch nicht zu bedauern, wenn es für sie zu spät ist.

    In Euren Beiträgen sind viele Dinge richtig angesprochen worden und viele grundsätzliche Sachen stellen sich mir dar, als könnte sie nur die Gesellschaft als Ganzes ändern und nicht die Sportvereine allein.
    Vielleicht bleibt als Endergebnis trotz aller Bemühungen eine deutliche Verringerung der Vereinszahlen und noch größerer Konkurrenzkampf der Vereine übrig und ein Zweiklassenfussball mit Vereinen, wo gute Arbeit angemessen entlohnt und damit begründet auch eingefordert wird, und mit Beiträgen, die sich nicht mehr jeder leisten kann und Vereine, wo sich der Rest trifft und die immer ums Überleben kämpfen werden.

    Zitat Myronn:

    Zitat

    Fußball ist ein Spiel mit Regeln und es muss wen geben, der die Einhaltung der Regeln einfordert. Ansonsten entsteht auch bei Kindern auf dem Platz schnell Anarchie und es gilt das Recht des Stärkeren. Denn bei weitem nicht alle Kinder haben so ausgeprägtes Sozialverhalten, wie es die Damen und Herren am grünen Tisch gern hätten. Auch Eltern/Fans/Zuschauer einige Meter vom Platz wegzuhalten ist eine Schnapsidee. Hier wird sich bemüht einen geschützten Raum für die Kinder zu schaffen, aber das Gegenteil wird erreicht. Die Kinder wollen und brauchen das Feedback von draußen. Wie oft geht der Blick zum Papa, zur Mama, um zu sehen, ob man Beifall erntet. Entferne ich die Eltern um einige Meter, wird höchstens noch lauter gebrüllt. Das kann keine Lösung sein.



    Hierzu sind schon Meinungen in anderen Treads geäußert worden, wo dies besser reinpasst. Einfach mal unter "Fairplayliga" oder "Spielen ohne Schiedsrichter" suchen.


    Dass es ohne Schiedsrichter geht, davon bin ich nicht nur überzeugt, sondern ich weiß es. Wo es nicht klappt, liegt es nicht am unsozialen Verhalten der Kinder sondern an der Unfähigkeit eines oder beider Trainer. Das die Kinder das Feetback der Eltern brauchen, um spielen zu können, halte ich für ein Gerücht. Im Gegenteil, dort wo das von Dir beschriebene Verhalten der Kinder auftritt, wird es höchste Zeit, den Eltern genug Abstand zu geben.


    Weteres möchte ich hier nicht dazu schreiben, weil es meiner Meinung nach in ein anderes Thema besser passt .

    Um diesen sehr guten Gedanken von günter mal aufzugreifen:


    Zitat

    wird dieser Trainer erreicht? Wohl kaum. Würde er hier lesen, hätte er sich vermutlich anders verhalten.


    Vielleicht könnte man in einem sachlichen Gespräch auch auf dieses Forum hinweisen. Jedoch nicht nach dem Motto: - "Ich weiß mehr als Du", sondern einfach mit dem Vermerk, dass man auf dieses Forum gestossen sei, wo u.a. ähnliche Fälle disskutiert würden, und man sich eben darüber Gedanken machen würde.


    Weckt vielleicht bei dem einen oder anderen doch das Interesse mal hinein zu schauen. Man darf nur nicht den Anspruch haben, dass sich das Trainerverhalten daraufhin sofort ändert. Aber vielleicht, mit der Zeit ..., der ein oder andere....

    zitat renek:

    Zitat

    Ich muss sagen nach ein bis zwei Tage Abstand sehe ich die Sache anders und ich weiß auch, dass ich beim nächsten Mal anders reagieren werden. So nach dem Motto "Jetzt erst recht".
    Und lasse mich von so einer Sache nicht runterziehen. Auch wenn daducrh das Finale nicht mehr erreichbar war hätte ich trotzdem meine Jungs mehr Aufbauen müssen. Auch durch meine Körpersprache war bestimmt nicht motivierend, meine Jungs haben meine Enttäuschung bestimmt bemerkt, Das ist mir jetzt klar.
    Aber wir lernen ja alle noch dazu, auch die Trainer.

    ... so hat eine vielleicht negative Sache auch eine positive Seite.

    Ich würde noch einmal das sachliche Gespräch mit dem Trainer suchen, abseits von Training und Spiel. Dort kann man seine Meinung äußern und sich die des Trainers anhören ohne gleich laut zu werden. Wenn man sich dort nicht zusammenraufen kann, bleibt wohl entweder nur der Mannschafts - bzw. Vereinswechsel, - da der Trainer als Jugendleiter warscheinlich am längeren Hebel sitzen wird, oder man findet sich mit der Tatsache ab, das das Kind weniger spielt. Auf jeden Fall sollte man aber die Wünsche des Kindes eine entscheidende Rolle spielen. Vielen Kindern sind ihre Freunde wichtiger, als mehr Einsatzzeiten. Man hat als Elternteil aber Möglichkeiten Einfluss darauf zu nehmen, indem man mit dem Kind Vor- und Nachteile bespricht.

    Hallo kicker,


    da ich Dich nicht persönlich kenne und auch die Verhältnisse in Deiner Gemeinde und Deinem Verein nicht, kann ich schwer urteilen. Ich kann mir vorstellen dass Du einige gute Vorstellungen hast, aber diese nicht die zuständigen Leute überzeugen. Damit bist Du nicht allein, wobei ich zugebe, dass es mir immer öfter schwerfällt, zu entschlüsseln, was Du wirklich willst. Vielleicht geht es den Leuten, an die Du Dich wendest ähnlich und sie machen irgendwann dicht.


    Zum freien Training auf dem Vereins- bzw. Gemeindegelände. Über dessen Nutzung wird sicherlich ein Vertrag existieren.


    Wie sieht es mit Haftungsfragen aus? Wie hast Du z.B. die Kinder versichert, die an dem von Dir organisierten Training teilnehmen und auf dem Gelände verunfallen? Übrigens werden u.a. auch Kindergärten und Schulen bezuschusst. Warum versuchst Du es nicht dort ?


    Zu der Tatsache, dass die Trainer nicht wollen, das die Kinder bei Dir trainieren: Manchmal kann ein zusätzliches Training auch kontraproduktiv sein. Z.B. wenn es das Kind überlastet oder falsche Sachen trainiert oder beigebracht werden und ich hier kein Vertrauen in die Arbeit des anderen habe. In dem Fall würde ich auch mein Veto einlegen oder mir Gedanken darüber machen, ob es Sinn macht, meine Freizeit in dieses Kind zu investieren. Dies nur mal als Beispiel angeführt , da ich Dein Training nicht kenne und mir hier natürlich kein Urteil erlaube.

    Zitat

    Zitat

    Meine Jungs waren so sauer dass sie im letzten Spiel nichts mehr auf die Kette bekommen.


    Dann hat das Ganze doch auch etwas Positives. Die Kinder müssen lernen, auch richtig mit vermeintlichen Fehlentscheidungen umzugehen.(Du übrigens auch) Und sie müssen lernen, solche negative Sachen schnell zu verdrängen und weiter ihre Leistung abzurufen.


    Natürlich ärgert man sich im ersten Moment. Aber mit etwas Abstand sollte man vielleicht feststellen, das es die Sache nicht wert ist und das vielleicht der andere Trainer wirklich nicht gesehen hat, ob der Ball hinter der Linie war. Er hat ja sicherlich seine kinder beobachtet und nicht die ganze Zeit auf die Torlinie gestarrt.

    Zitat Andre:



    Zitat

    Zu den Auswüchsen im Denken der Menschen:


    Da erzählt mir ein Familienangenhöriger dessen Sohn ich auch trainiere...dass er sich verbittet, dass ich ihm zukünftig Mails mit einer Helferanfrage beim Thekenverkauf/Hallenturnier schicke, da er und seine Frau so viel arbeiten und am Wochenende ihre Ruhe haben wollen. Er ist Lkw-Fahrer im Nahverkehr. BUMS


    Eigentlich wäre die passende Antwort, er möge seinen Sohn nicht mehr zu Dir schicken, da Du auch viel arbeitest und Deine Ruhe brauchst...


    Solche Sachen sind ganz klar Gründe, alles hinzuwerfen. Oder man hat ein dickes Fell. Oder man kassiert ihn richtig ab. Wenn er ordentlich Kohle zahlt, soll er auch seine Ruhe haben. Wenn nicht, soll er sich zum Turnier scheren oder seinen Sohn zukünftig selber trainieren...

    Zitat günter:

    Zitat

    Wenn ich mir die mir bekannten Vereine so ansehe und mitkriege wie es so läuft, dann gibt es für mich einen ganz wichtigen
    Ansatzpunkt: die gewachsene Vereinsverbundenheit und die Integration der Mitglieder und für mich ein ganz bedeutender
    Ansatz, die Integrations der jungen und auch älteren Spieler in die Vereinsgemeinschaft.
    Und hier geht die Entwicklung seit Jahren in eine andere Richtung.
    Für mich nicht der einzige, aber ein ganz bedeutender Ansatzspunkt, und einige kommen mir da schon in den Sinn.


    Gebe Dir hier voll Recht, günter. Nur manchmal kannst Du integrieren wollen wie Du willst, wenn junge Spieler aufgrund von immer mehr wachsender Beanspruchung in Schule und Beruf keine Zeit/Energie mehr für eine zusätzliche Aufgabe im Verein aufbringen, bist Du machtlos.


    Ein gutes Argument für eine Mitarbeit im Verein, ist für mich auch der Wohlfühlfaktor. Muß man sich jedoch immer über Menschen ärgern, die sonst nur die Hände in den Schoß legen, wirft man irgendwann auch selbst das Handtuch.

    Zitat kicker:

    Zitat

    Soll aber diese Art Verein unverzichtbar sein? Freie Plätze für freie Bürger, indbesondere Kinder, statt quasi in "Privatbesitz" der Vereinsbosse:


    Dein Beitag klingt, als ob Du den Vereinen eine Schuld/Teilschuld daran gibst, dass Kinder nicht mehr ohne Verein Fussball spielen können. Ich sehe das etwas anders. Niemand wird daran gehindert Fussball zu spielen. Man darf es auch im Verein gegen eine geringe Gebühr und vielleicht dem Erbringen von Arbeitsleistungen. Wer damit nicht einverstanden ist und evtl. alles kostenlos haben will, darf doch auch woanders spielen. Es hindert ihn doch niemand daran. Er muß dann natürlich selbst etwas dafür tun, wie Mitspieler, Spielort usw. organisieren. Nur vorhandene Strukturen kostenlos nutzen wollen geht nun mal nicht.


    Ich finde einerseits auch schade, dass mittlerweile Spielstätten ausserhalb der Trainings- und Spielzeiten verschlossen sind, bzw. deren Nutzung untersagt ist, andererseits kann ich die Gründe voll nachvollziehen. Man denke hier z.B.nur allein mal an den Versicherungsschutz.


    Man muß doch froh sein, dass es die Sportvereine gibt, die einen nicht unbedeutenden Teil der Kinder von der Strasse holen auch wenn die Nachwuchsarbeit oft nicht ideal ist bzw. sein kann.


    Dass sich immer weniger Bürger im Verein einbringen hat m. M. nach unterschiedliche Ursachen. Manchmal mag es auch am Frust über die Tatsache liegen, dass immer mehr die Solidargemeinschaft nur ausnutzen, aber selbst nichts geben.


    Ich tendiere hier auch zu Andes Ansicht. Das Ehrenamt muß attraktiver werden. Mitglieder, die im Verein nichts leisten, müssen entweder mehr zur Kasse gebeten werden oder entsprechenden Gegenwert in Form von Arbeitsleistung einbringen.

    Sehe ich ähnlich wie TomTom. Entweder Leistung f und g ist ähnlich, oder mehrere kleine Spielfelder bilden und Mannschaften mischen. Letzteres würde ich wohl allgemein in dem Alter einem Freundschaftsspiel vorzeihen, in dem vielleicht noch einige Kinder als Wechselspieler draussen stehen.

    Zitat günter:




    Zitat

    Alles andere ist für uns Kindertrainer in Bezug auf unsere tägliche Arbeit absoluter Käse, da ohne jede praktische Anwendungsmöglichkeit.



    Zitat kicker:


    Zitat

    Ich hatte diesen Thread eröffnet, um hier MT/MC theoretisch zu diskutieren statt zu plaudern.


    @ kicker:


    Wenn Du hier nur theoretisch mit auf Deinem Gebiet bewanderten Fachleuten disskutieren willst, hast Du vielleicht das falsche Forum gewählt ??? Das Du nicht mittels verständlicher Ausdrucksweise mit Fussballern, Trainern und Eltern disskutieren willst, ist kaum zu übersehen. Wenn Du in gleicher Art und Weise in Deinen Vereinen und an der VHS aufgetreten bist, wundert es mich nicht, daß das Interesse an Deinen Angeboten nicht groß war. Mentala schafft es doch auch, ihr Wissen verständlich an den Mann zu bringen...