Ich bin hier mit meiner Meinung auch mehr auf der Seite von @kicker. Ich werde von keinem Kind verlangen, sich vorzeitig zu "outen" und Nachteile in Kauf zu nehmen. Und diese haben Kinder teilweise zu befürchten. Hier darf man nicht nur die Trainer sehen, die die betroffenen Kinder evtl. benachteiligen könnten, sondern auch die manchmal neidischen Mitspieler. Kinder gehen nicht immer fair miteinander um ...
Und @kickers beispiel ist sicher in seiner gesamtheit extrem, aber die beschriebenen Sachen kenne ich auch.
Wenn Trainer nicht vor dem Probetraining informiert werden, hat dies meiner Meinung nach immer Gründe. Wir haben bei meinen Jungs den
Verein immer rechtzeitig über den Wechsel informiert, aber nie schon vor den Probetrainings. Man weiss ja selbst noch nicht, ob man wechselt, will sich erst einmal alles anschauen und überlegen. Deshalb schon mögliche Nachteile im alten Verein in Kauf nehmen ? Nein !
Wenn ich von den Kindern die Erlaubnis des alten Vereins fordern würde, würden die meisten sich nicht trauen.
Beiträge von Karl
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@kicker:
Bevor ich auf deinen Beitrag ausführlicher eingehen kann, bitte ich Dich zu erklären, was für Dich ein LZ ist. Ich sehe hier nämlich in Deinen Beiträgen nicht mehr durch, was Du konkret damit meinst.
Danke
Karl
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@kicker:
Einmal angenommen, Du wärest Verantwortlicher eines sogenannten LZ. Du hast eine U12 zu besetzen, die finanziellen Mittel für deren Ausbildung und 2 Trainer dazu. Wie würden die entsprechende Sichtung bei Dir ablaufen und wie würdest Du konkret auswählen ?
Gruß Karl
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Es ist wichtig, dass Leuten, die meinen, dass sie ihre eigenen Gesetze machen können auch einmal ihre Grenzen aufgezeigt werden. Deshalb hat Dirk hier richtig und couragiert im Interesse der Kinder gehandelt.
Wünschen würde ich mir ganz allgemein, dass man sich bei Abstimmungen nicht seiner Stimme enthält, sondern eine Meinung vertritt. Deshalb für mich ein kleiner Wermutstropfen, dass sich Dirks Jugendwartin hier enthielt.
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Ich denke, dass im Kinderfussball vor allem die Ziele und Wünsche der Kinder zählen sollten. Weniger die der Trainer oder des Vereins. Danach sollte man handeln und die einzelnen Kinder entsprechend fördern.
Dort wo ich erkenne, dass ich dem nicht gerecht werden kann, weil ich für bestimmte Kinder kein entsprechendes Training anbieten kann, wäre es nur ehrlich, Kind und Eltern andere Möglichkeiten aufzuzeigen. Wo aber wird das so gehandhabt ? Nur mal als Beispiel: Wer gibt seinen Leistungsträgern die Empfehlung, in den Konkurrenzverein zu wechseln, wo eine bessere Förderung möglich wäre ???
Oder welcher Verein gibt zu, dass er selbst keine befähigten Nachwuchstrainer hat und schickt die Kinder in den Nachbarverein, der gute Nachwuchsarbeit anbietet, oder arbeitet mit diesem zusammen ???
Einen gut veranlagtes Kind nicht zu fördern (solange es das möchte ) finde ich genauso schlimm, wie den "dicken Paul" auszugrenzen. -
Das war mir eigentlich klar. Deshalb bin ich auch in meinen Beiträgen bei dem Begriff "LZ" von @kicker geblieben.
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Ich denke schon. Habe es mir auch schon so gedacht, aber manches, was sich in einer persönlichen Unterhaltung klar darstellt, muss man beim Lesen manchmal noch einmal hinterfragen.
Übrigens war umgekehrt mein Beitrag im anderen Thema keinesfalls zynisch gemeint oder in irgendeiner Weise gegen Dich gerichtet. Kann aber zugegebenermassen auch so rüberkommen. -
Solange das Mädel sich nicht selbst durchsetzt, hast Du keine Chance. Die Mutter hat nun mal das Sagen. Das muss man akzeptieren. Auch wenn man gern anders möchte ...
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Das hier jemand daran zerbricht, weil der Sohn im LZ abgelehnt wird oder sich die von ihm trainierte Kindermannschaft auflöst, ist völlig nachvollziehbar. Wenn bei mir nicht alles im Leben glatt gelaufen wäre, wäre ich ja auch schon Alkoholiker. Und natürlich ist der Geldsack, dessen Sohn den Platz im LZ bekam daran schuld, das dieser Vater sich dem Alkohol ergab. Am Vater selbst kann es ja nicht gelegen haben ...

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@ Fussballbaron:
Ich finde das Konzept mit den Partnervereinen auch sehr gut. Es wird auch in Deutschland von Vereinen praktiziert.
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Wichtig sind doch aber nicht nur die Übungen an sich, sondern u.a. wie oft ich wöchentlich trainiere. Ist das Training insgesamt nicht intensiv, z.B. weil es zu viele Leerlaufzeiten gibt oder die Übungen nicht intensiv trainiert werden, nutzt mir auch die beste Übung nichts.
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Zitat @paulwurf mauli
ZitatEltern, die ihren Hintern nicht hochkriegen, findest Du auch quer durch alle Schichten. Erziehungsberatung gibt es auch für sehr gut situierte Eltern, die überhaupt nicht verstehen können, was nur mit ihrem Kind los ist. Es hat doch alles.Umgekehrt gibt es auch Leute, die H4 bekommen und sehr verantwortungsbewusst und liebevoll zu ihren Kindern sind. Aber Du hast ja selbst auch schon relativiert.
So meinte ich es auch. Nicht speziell auf eine Schicht gemünzt.
Ich denke, dass jeder erst einmal für sein Leben und das seiner Kinder selbst verantwortlich ist und einige ihren Kindern auch mal gestehen müssten, dass sie selbst versagt haben und nicht die Gesellschaft. Der Fussball und die Vereine, die ihn für alle ermöglichen, leisten grundsätzlich einen grossen Beitrag in dieser Gesellschaft. Und auch wenn vieles besser laufen könnte, muss man das einmal anerkennen und nicht nur kritisieren. -
Wie oft trainierst Du ? Wie sieht z.B. eine Trainingseinheit zur Zeit bei Dir aus ?
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@guenters und @Don Quichotes Argumenten kann ich folgen. Denen von @kicker nicht. Ich selbst kenne keinen Fall, wo Kinder z.B. in die DFB Talentförderung aufgenommen wurden, weil die Eltern gut betucht waren oder entsprechende Gelder flossen. Ich kenne aber Eltern, die einfach zu faul sind, mal ihren Hintern zu heben und etwas für ihre Kinder zu tun. Und sei es erst einmal auf Arbeit zu gehen. Ich weiss, dass es dort auch Unterschiede gibt und möchte deshalb nicht alle gleich beurteilen. Trotzdem zähle ich eine Talentförderung im Fussball nicht zu den sogenannten Grundbedürfnissen, für die die Allgemeinheit aufzukommen hat. Die entsprechenden Kinder werden ja auch nicht vom Fussball ausgeschlossen, sondern können im Verein wie alle anderen trainieren. Also bekommen sie auch etwas von den Steuergeldern, obwohl ihre Eltern vielleicht nichts dafür getan haben. Aber alles kann man nicht die Allgemeinheit bezahlen lassen. Und unser Sozialsystem kann nicht ganz so schlecht sein, sonst würden nicht jedes Jahr so viele Menschen nach Deutschland einwandern.
@kicker:
Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass ein Fahrtkostenzuschuss den in Deinem Beispiel angeführten Vater zu irgendetwas bewegt hätte oder die Kinder vor der Unterbringung bei Pflegefamilien gerettet hätte. Ich sehe hier keinen, aber absolut keinen Zusammenhang mit der Tatsache, das der Junge nicht im LZ genommen wurde.
Du prangerst u.a. Vereine wie Bayern München an, Subventionen aus Steuergeldern zu bekommen bzw. insgesamt vom Staat gefördert zu werden, kennst aber keine Zahlen. Wie kommst Du dann zu der Aussage ? Dann kann ich auch behaupten, dass der Staat mehr von den Bayern profitiert als umgekehrtWas das angeführte U8 Talent betrifft, kann ich die Eltern verstehen, die Ihr Kind jetzt schon dort unterbringen. Sie haben ja schon einen Sohn dort und sicher nicht die schlechtesten Erfahrungen gemacht, sonst würden sie wohl nicht entsprechend handeln. Vielleicht bedeutet es sogar einen geringeren Aufwand für die Eltern.
@ kicker:
Auch in unserem Verein ist es so, dass die Kinder für Auswärtsfahrten auf die Fahrdienste ihrer Eltern angewiesen sind. Die Eltern, die sich dort überhaupt nicht beteiligen, können dann auch nur erwarten, dass ihre Kinder zu den Heimspielen eingesetzt werden. Weder Verein noch Trainer können Eltern verpflichten, sich fremde Kinder in das Auto zu setzen. Und ich habe Verständnis für Eltern, die sagen, dass jeder einmal mit Fahren dran ist, bzw. sie kein Risiko mit fremden Kindern im Fahrzeug eingehen. Du würdest warscheinlich sagen, sie handeln unsozial.
Das was Du hier im Forum verurteilst, betrifft doch allgemein alle Lebensbereiche. Was sollen denn die Fussballvereine hier reel (also auch finanzierbar und umsetzbar) ändern können ? -
Dann löst sich das Problem ja von selbst.
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@tobi_1987:
Auch ein Trainersohn oder - bruder hat das Recht, während des Trainings vor den anderen gelobt zu werden und nicht erst zu Haus. Deshalb auch für mich keine gute Konstellation, wenn auch oft nicht vermeidbar.
Gruß Karl
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@kicker:
Du bist also der Meinung, dass u.a. für Kinder von H4 Familien ein kostenloser Fahrdienst und kostenlose Förderung in LZ eingerichtet werden sollte ? Egal ob momentan Talent erkennbar ist oder nicht, es könnte sich ja noch entwickeln ? Und der Dämel, der den ganzen Tag malocht, darf dies dann aus eigener Tasche zahlen ? Oder eben nicht, weil es für ihn zu teuer wird ?
Ähnliches haben wir schon bei Schulausflügen, wo dann die einen den teuren Ausflug von Steuergeldern finanziert bekommen und die anderen, wo die Eltern so blöd sind und einem normalen Job haben, zu Haus bleiben müssen.
Irgendwo sind für mich auch Grenzen für die Gemeinschaft und fängt Verantwortung der Eltern für ihre Kinder an. Wenn Du Gleichmacherei möchtest, bist Du in unserem Gesellschaftssystem auch an der falschen Adresse. Das hat also nichts mit Fussball zu tun. -
@kicker:
Wie hätte das denn mit dem Talent aus Deiner Mannschaft beim LZ bei den beschriebenen Umständen funktionieren sollen ? Wer hätte ihn zum Training gefahren ? Der alkoholkranke Vater ? Die Pflegeeltern ? Vielleicht liegen auch hier Gründe, warum er nicht genommen wurde.Es müssen nicht immer Gründe sein, die einem zuerst ins Auge stechen ?
Das sind natürlich nur Vermutungen und bei Deinem Beispiel müssen sie nicht zutreffen, aber in ähnlichen Fällen sind sie für mich denkbar und auch nachzuvollziehen.Gruß Karl
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Argumente wurden doch schon genügend vorgebracht. Sind eigentlich auch nicht noch mehr notwendig. Es besteht ein Verbandsbeschluss, an den sich auch der Staffelleiter und die Trainer zu halten haben. Da hier aber ein schon sehr eigenartiges Demokratieverständnis vorherrscht, sieht man sich im Recht, obwohl man es schon von Verbandsseite schriftlich hat, dass dies nicht so ist.
Das Argument, welches hier wohl nur hilft, ist die Einsetzung eines verantwortungsbewussteren Sportfreundes als Staffelleiter. -
Die letzte Aussage zeigt, dass Du wirklich den Unterschied nicht verstehst. Nach Deinem Demokratieverständniss darf ich mich morgen auch über Landes oder Bundesgestze hinwegsetzen, wenn ich nur eine Mehrheit in meinem Kreis dafür finde, die dafür stimmen.
Zum Glück funktioniert Demokratie nicht so, wie Du sie gern hättest !
