Beiträge von Karl

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Schlaf erst mal eine Nacht drüber und dann kommst Du vielleicht selbst drauf. Mit etwas Abstand sieht man man die Dinge manchmal realistischer.

    Ich denke, dass grundsätzlich das freie Spiel sehr wichtig ist, weil die Kids sich kaum noch ausserhalb des Trainings zum Kicken treffen. Für mich wird zu oft im Abschlussspiel mit Provokationsregeln gearbeitet. Die Kinder brauchen jedoch auch Gelegenheit, um eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Ausserdem sollen sie mit einem guten Gefühl nach Haus gehen. Was gibt es Besseres, als die letzte Übung, die am meisten im Gedächtnis bleibt, so zu gestalten, dass sie richtig Spass macht, ohne Zwänge.

    Soweit ich weiß, brauchst Du eine Unbedenklichkeitserklärung des Arztes. Wenn ich so etwas für die Jungs brauchte, gab es nur das übliche Abhören, in den Mund und Ohren schauen und Fragen ob sie sich gesund fühlen. Macht vielleicht jeder Arzt anders, aber mehr war bisher nicht. Es wurde auf jeden Fall kein Blut abgenommen. Und man braucht auch nicht zum Spezialisten. Hausarzt reicht.

    @Fussballbaron:


    Es ist manchmal auch nicht möglich, dass die Jungs die Hausaufgaben vor dem Training erledigen, da sie teils erst spät aus der Schule kommen. Ansonsten ist für meine Jungs in der Woche schon ein gutes Zeitmanagement notwendig, um Fussball und schulische Aufgaben in Einklang zu bringen. Wenn sie diese Disziplin nicht hätten, könnten sie nicht dort spielen, wo sie spielen. Es stellt sich für sie also nicht erst die Frage, ob die späte Erledigung der Hausaufgaben günstiger für sie ist. Aber warum sollte es in dieser Hinsicht nicht auch Unterschiede geben ? Bei dem Einen oder Anderen ist der Kopf nach dem Training freier, einen Anderen belastet der Gedanke, dass er noch viel Aufgaben zu erledigen hat.

    Zitat guenter:


    Zitat

    dafür verantwortlich ist grundsätzlich das Elternhaus.


    Richtig !


    Trainer haben zwar auch eine gewisse soziale Verantwortung, jedoch darf man diese nicht überbewerten. Und Erzieher sind wir für andere Kinder schon gar nicht.


    Wenn Eltern bestimmen, dass das Kind nicht zum Training geht, dann ist es eben so. Wenn Trainer und Mannschaft damit leben können, ist es in Ordnung.Vielleicht lassen sich auch Anfangszeiten ändern oder man kann Kompromisse schliessen. Wenn nicht, kann das Kind eben nicht in der Mannschaft Fussball spielen und muss sich vielleicht auf Dauer eine andere Möglichkeit suchen oder es ganz sein lassen.

    @Fussballbaron:


    Wie Euer Verein hier unterstützt, finde ich wirklich gut. Bei solchen Vereinen erwarte ich dies aber auch, obwohl ich weiss, dass es nicht überall so läuft. Auf einen Breitensportverein halte ich es, wie Du auch, für empfehlenswert, aber leider kaum umsetzbar, da erstens die Vereine nicht den entsprechenden Einfluss haben, zweitens die Motivation der Spieler und der Eltern eine ganz andere ist.


    In einem Leistungsverein muss den Spielern klar sein, dass sie sich so organisieren müssen, dass sie Schule und Fussball unter einen Hut bekommen, ansonsten können sie warscheinlich nicht mehr dort spielen. Dies kann man in gewisser Weise im Breitensport noch auf leistungsmässig zusammengestellte Mannschaften übertragen, indem man sagt, wenn der Spieler dort spielen will, muss er auch fähig sein, dort zu trainieren und den entsprechenden Aufwand zu betreiben. Wenn nicht, muss er eben in eine untere Mannschaft, wo der Aufwand geringer ist und er auch mal fehlen darf.


    In kleinen Vereinen kannst Du den Kindern meist nur eine Mannschaft anbieten. Wenn Du dann den Kindern empfiehlst, zu gehen, weil sie durch die Schule nicht immer anwesend sein können, steht der Verein ohne Mannschaft da. Gut, dann bildet man eben Spielgemeinschaften, aber da kommen wir schon wieder zur Konkurrenz der Vereine und Zwistigkeiten und selbst bei Bildung von Spielgemeinschaften würde immer noch die Tatsache bleiben, dass Du weniger Spieler und Mannschaften hast, was in einigen Regionen in höheren Altersklassen eh schon ein grosses Problem darstellt.


    Ich denke, dass sich alle einig sind, dass die Schule an erster Stelle steht. Wie man mit den entsprechenden Abmeldungen umgeht, kommt auf das Umfeld und die Möglichkeiten an. Bei uns muss trainiert werden, wenn man am Wochenende spielen möchte. Wenn man sich abmeldet, muss der Grund nicht angegeben werden. Am Wochenende hat man dann jedenfalls Zeit, richtig gesund zu werden oder entsprechend etwas für die Schule zu tun. Fehlen die Jungs öfter, gehen sie in eine andere Mannschaft oder anderen Verein, wo der zeitliche Aufwand für sie geringer ist. Das funktioniert bei uns so, weil wir genug Spieler haben. In vielen anderen Vereinen wird es aber so nicht funktionieren und in kleineren müssen die Trainer sich vielleicht auch damit abfinden, dass die Kinder wegen Hausaufgaben/Lernen nicht immer zur Verfügung stehen, zumal gerade im ländlichen Raum noch lange Fahrzeiten von und zur Schule dazukommen.

    Ich würde mich dann in der neuen Saison wohl auch in der D auf die Kinder konzentrieren, die wollen. Schade ist es zwar immer ein wenig um die, die eigentlich auch wollen, deren Eltern aber quer treiben, aber dafür kannst Du dann auch nichts. Ob eine Familienfeier immer so wichtig und spannend für die Kinder ist, dass man sie dafür vom Spiel abmelden muss, weiss ich auch nicht. Müssen die Eltern selbst entscheiden, sollten dann aber nicht erwarten, dass andere Leute sich dann für ihre Kinder Zeit nehmen, wenn es ihnen passt.


    Fussball ist nun einmal ein Mannschaftssport, wo es nur gemeinsam vorwärts gehen kann. Denjenigen, denen man es zwar erklärt hat, die es aber trotzdem nicht begreifen, sollte man ein anderes Betätigungsfeld empfehlen und ihnen nicht nachlaufen.

    Das wird eben gehandhabt, wie es jeder braucht. Natürlich wird die Regelung auch von einigen ausgenutzt. Aber was bringt es denn wirklich, wenn es nicht unbedingt notwendig ist, Kinder einer höherspielenden Mannschaft einzusetzen. In einigen Fällen Spielpraxis für Kinder, die sonst in der höheren Mannschaft die Bank drücken. Aber ansonsten: Sind diese Kinder wirklich gefordert und werden dadurch gefördert. Mir tun dann eher die Kinder leid, die einen Trainer haben, der ein entsprechendes "Gewinndenken " hat...

    Annie:



    In welchem Spiel waren Deine Kids mehr gefordert ? Beim 9:1 oder beim 2:7 ? Ich hätte mich gefreut, wenn ich nicht wieder gegen so einen schwachen Gegner antreten muss. Um so zu denken, muss man natürlich die Tabelle vollkommen ausblenden. Du erkennst vielleicht daran, dass ein vermeintlicher Nachteil nicht wirklich immer auch einer sein muss.

    Kleine Klarstellung: Die Erdbewohner sollen keinesfalls einbetoniert werden, sondern mehr eine Art Dach über dem Kopf erhalten. :rolleyes: