Beiträge von Karl

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    Zitat @ KK:

    Zitat

    Ist nicht klar, wenn grad so Eltern Abstand nehmen? Ich hatte da nie Probleme, da ich nie was hätte erzwingen wollen, einfach auch Eltern vom KiFu zu begeistern suchte, ihnen aber stets ihre Freiheit selbst zu entscheiden ließ, keinen belehrte o. von oben herab entgegentrat. So haben dann alle auch gern mitgemacht... ;)

    Wie lange haben sie denn mitgemacht ? Wie lange hat DEIN System denn funktioniert ? Wenn ich Deine Beiträge richtig gelesen habe, doch wohl nicht lange.


    Eine Gemeinschaft ohne Regeln kann m.M.n. auch nicht funktionieren..... auch wenn Deine Absichten sicher ehrenhaft waren bzw. sind.

    @kk:


    Ich hatte es schon irgendwo erwähnt: Als Trainer interessieren mich bestimmte Dinge nicht. Ich kümmere mich vorrangig um das Training. Andere Dinge werden durch ML in Zusammenarbeit mit den Eltern organisiert und ich erwarte einfach, dass sie klappen, egal, wer wie viel dazu geleistet hat. Ist ein Spieler unpünktlich, fehlt unentschuldigt usw. hat das immer Konsequenzen für den Spieler.
    Da ich aber auch noch 3 Söhne habe, bin ich dort natürlich auch Elternteil und kenne somit auch diese Seite. Und diesbezüglich habe ich auch eine Meinung, was ich mir hier gefallen lasse bzw. nicht. Dort, wo sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringt, bekommt er auch jede Unterstützung von mir. Da wird auch nichts gegengerechnet. Ich werde auch nicht von einem Sozialfall verlangen, dass er die Kinder fährt oder Kuchen backt. Aber er kann andere Arbeiten übernehmen. Wenn eine Mutter in ihrer Freizeit im Dorf ehrenamtlich die Rentner betreut, trägt sie auch genug für die Gemeinschaft bei. Das muss nicht immer was mit Fußball zu tun haben. jeder kennt eigentlich seine "Spezialisten", die wirklich nichts beitragen und gut damit leben, weil es immer wieder "Gutmenschen" gibt, die ihnen helfen und sei es nur, weil ihnen deren Kinder leid tun. Ich bin hier kein "Gutmensch" ! Das heißt aber nicht, dass mir die Kinder nicht leid tun. Ich glaube nur, dass ich ihnen nicht damit helfe, wenn ich ihre "Eltern" in ihrem unsozialem Verhalten unterstütze. Die Kinder lernen von uns. Und im Moment lernen viel zu viele Kinder, dass sich Faulheit und Ausnutzen Anderer lohnt.

    Ich finde nicht den Trainer krass, sondern die Eltern.


    Wer nur die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft Anderer ausnutzt, muss damit rechnen, dass diese sich irgendwann einmal weigern. Ich denke, der Trainer hat genau richtig gehandelt. Nicht lange gebetteln, sondern gehandelt. Und Ziel erreicht. Je nach dem, wie alt das Kind ist, hätte ich dem Kind die Maßnahme auch erklärt... :cursing:

    Wahrscheinlich schon geistig ausgebrannt vom Training mit den Kindern.


    Ich würde raten, mich in der nächsten zeit nur auf eine Sache zu konzentrieren. befriedigt Dich der Trainerjob momentan nicht und kannst Du dort keinen Einfluss nehmen, um die für Dich unbefriedigende Situation zu lösen, so würde ich dort erst einmal aufhören und versuchen, wieder Spaß zu bekommen am eigenen Fußballspiel. Es ist ein Hobby.....


    auch den kindern ist nicht geholfen, wenn der Trainer keinen Spaß an der Sache hat

    @KK:


    Den Druck soll nicht der Trainer machen, sondern die Gemeinschaft. Die Eltern, der Verein. Als Trainer ist es mir offen gesagt völlig egal, wer wie oft Fahrdienste leistet, die Trikots wäscht, sich an sonstigenanfallendenArbeiten beteiligt und ist nicht mein Metier. Ich kümmere mich um Training und Spiel. Andere Dinge organisiert bei uns der ML mit den Eltern.
    Da ich aber auch Vater bin, sehe ich die Dinge auch aus dieser Perspektive. Und dort sehe ich nicht ein, ungefragt Sponsor für den Freizeitspass fremder kinder zu sein.

    Zitat Baert:

    Zitat

    Deine erwaehnten Voraussetzungen für den Wechsel in ein Nlz sind super, alles treffende Fragen ... Aber die Ursprungsfrage bezog sich auf einen 6-jaehrigen und der ist zur Beurteilung dieser Fragen noch nicht in der Lage ...

    Deshalb entscheiden ja auch die Eltern für ihn, wie in allen anderen Dingen in dem Alter auch. Wer sollte auch sonst entscheiden ? Etwa wildfremde Leute, die sich Trainer nennen.


    Es ist schon mal sehr gut, dass sich der Vater hier erkundigt. Und das er über Vor- und Nachteile aufgeklärt wird. Denn nur eines von beiden gibt es nicht.


    Meiner Meinung nach sollte man auch ganz nüchtern ein NLZ nicht automatisch mit einer späetren Profikarriere in Verbindung bringen, sondern eher eine möglichst optimale Ausbildung, egal auf welchem Stand diese dann endet, zum Ziel haben. Alles natürlich unter der Maßgabe, dass man immer der festen Überzeugung ist, dass es das Kind auch möchte.


    Fazit für mich persönlich wäre: leistet das NLZ bessere Arbeit, als der jetzige Verein, bin ich der Meinung, dass das dortige Training meinem Kind gut tun wird und ist die Fahrdauer für Kind und Fahrer im Rahmen, dann NLZ ( oder anderer Verein ), ansonsten Verbleib im alten Verein.


    Wichtig ist nicht, was dran steht, sondern der Inhalt.

    @uzunbazak:


    Zitat

    Kinder erziehen geht, Erwachsenen erziehen schwierig.

    Zum erziehen sind in erster Linie die Eltern da. Ich als Trainer maße mir nicht an, deren Kinder zu erziehen oder das überhaupt zu schaffen.


    Wenn es so einfach wäre, müsste auch die Zahl der Sozialschmarotzer irgendwann abnehmen. Ich habe aber eher den Eindruck, dass es mehr werden.


    Dein Engagement in allen Ehren ( meine ich wirklich so ), aber ich denke, dass deinesgleichen ausgenutzt wird und sich nichts Nenneswertes ändern wird.

    Baert:

    Zitat

    genau wie im Dorfverein will natürlich jeder spielen. Viel, am besten von Anfang an . Und die Eltern wollen, dass sich der Aufwand lohnt , also äugen sie auf die Uhr , wielange denn der Sohn spielt....

    Im Dorfverein spielen sie nicht zu gleichen Teilen, weil es dort immer um die Dorf-WM geht. Dort sind auch immer die besten Trainer. :thumbup:


    Ich selbst bereue heute nur eines: - mit meinem Ältesten zu spät aus dem Dorfverein gewechselt zu haben. Dann lieber eine längere Fahrt..... . Aber hier hat jeder andere Voraussetzungen und Erfahrungen. Und auf diese kommt es an und danach, neben Wünschen des Kindes , sollte sich, wenn möglich, auch immer die Entscheidungen der Eltern richten. Und nur diese entscheiden, wenn sich Möglichkeiten auftun und nicht Trainer im alten Verein.


    Es ist doch auch ein Unterschied, ob ein NLZ 6jährige sichtet, um mit diesen langfristig zu arbeiten ohne permanenten Leistungsdruck, oder ob es sichtet, um aller 6 Monate neue, vermeintlich bessere Spieler zu bekommen, nur um mit guten Spielergebnissen zu glänzen.


    So pauschal kann man hier m. M. keine Antwort finden, da ich mir nicht anmaße, die Arbeit aller NLZ über einen Kamm zu scheren.

    Da hat Bayern halt mal ein Spiel verloren. Soll vorkommen. Andere wollen ja auch mal gewinnen... :D So hieß es wenigstens noch vor kurzem. Da schimpften die Leute, weil Bayern alles gewann. Jetzt, weil sie mal verloren haben.
    Eine wichtigere Frage wäre doch: - warum verlieren Eure Mannschaften am Wochenende. Was kann man da verbessern ?
    Die Bayern fangen sich auch so wieder. Ohne unsere fachkundigen Ratschläge ! 8)

    @uzunbazak:


    Heißt sozialisieren für Dich, das den Kindern, wie schon den Eltern alles in den A..... gesteckt wird ? Bei mir heißt es das Gegenteil. Den Eltern gehört ordentlich Druck gemacht. Kann natürlich nicht nur der Fußball allein ändern. An der Misere sind alle schuld, die sich das gefallen lassen.
    Ich zahle Steuern und komme für meine Kinder allein auf, bin aber nicht bereit, faule Eltern zu unterstützen und für deren Kinder aufzukommen. Ich denke nicht, dass ich unsozial bin, wenn ich anderen nicht auf der Tasche liege... :D

    @uzunbazak:


    Ich finde es nicht sozial, wenn sich regelmäßig nur ein Teil der Eltern beteiligt und andere auf deren Kosten bzw. ihre Kinder bespaßen lassen. Essen und Getränke gibt es bei uns auch, - im Vereinsheim.
    Was Auswärtsfahrten angeht, finde ich tatsächlich den Mannschaftsbus und dafür höhere Beiträge für ALLE besser. Weil dann niemand auf der Mitleidstour mitreisen kann und sich alle an den Kosten beteiligen.
    Um es kurz zu sagen, - ich halte Leute, die ohne wirklichen Grund auf Kosten anderer leben, für asozial, - nicht die Leute, die sich nicht ausnutzen lassen und dieses Verhalten nicht unterstützen wollen.

    Zitat guenter:

    Zitat

    ich nenne sowas Förderung der sozialen Verantwortung und sozialen Bindungen.

    Ich verstehe schon, was Du meinst. da sich aber immer nur ein Teil der Eltern beteiligt, halte ich von diesen ganzen Sachen nicht viel.Finde da die einfache Lösung mit direkter Zahlung in die Kasse besser und sozialer, weil gerechter.
    Ich selbst muss für uns auch sagen, dass wir wegen Fußball und entsprechendem Training im Verein sind. Fastnacht, Kirmes oder ähnliches würde ich dort nicht wollen, sonst wäre ich ja im Karnevalsverein besser aufgehoben.
    Die Zeiten, wo überall gefeiert werden muss, sind meiner Meinung nach vorbei, bzw. nicht überall von allen gewollt. Warum also in dieser Beziehung auf Zwang machen.