Beiträge von Karl

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    Zitat TW-Trainer:

    Zitat

    In dieser Situation gerät das Kind (vermutlich zum ersten mal in seinem Leben) vor die Wahl, einen der beiden wichtigen Partner enttäuschen zu müssen. Dabei müsste diese Situation noch gar nicht entstehen, denn unterer Jugendbereich ist Spaßfussball. Erst zur C-Jugend hin macht es Sinn, sich über Fragen wie eine Eignung für höhere Aufgaben Gedanken zu machen. Ob dies dann im Heimatverein möglich ist oder ein Vereinswechsel die bessere Alternative ist, ergibt sich nach der Einschätzung der Leistung durch Dritte!

    Hier muss ich widersprechen bzw. schreibst du selbst, dass Du etwas vermutest. Nicht jedes Kind stellt seine freunde über den Fußball. was wäre auch eine Freundschaft wert, die sich nur auf den Vereinsfußball beschränkt. Fußballfreunde finden die Kinder auch in anderen Vereinen wieder. In dem speziellen Fall schildert der Vater ja selbst, dass der Junge mehr möchte und in der D-Jugend sind es keine kleinen Kinder mehr. Es geht ihm ja nicht darum, dass sein Junge Profi wird, sondern um eine bessere Förderung. Hier kann mir auch niemand erzählen, dass es keinen Unterschied macht, ob ein durchschnittlich talentierter Spieler im Verein A einmal je woche ein training bekommt, welches die bezeichnung nicht verdient, oder ob er in Verein B zweimal wöchentlich ein ansprechendes training geboten bekommt und am wochenende vielleicht sogar etwas höherklassig entsprechend seinem Können spielt. Natürlich wird aus ihm wohl in beiden Fällen kein Profi werden. Trotzdem wird es über über einen längeren Zeitraum starke Unterschiede geben.
    Man sollte immer den Einzelfall betrachten und nicht behaupten, zeitige Wechsel wären fast immer ungünstig für die Kinder. Wenn ein Kind offensichtlich selbst unzufrieden mit der Situation ist, dann würde es für mich nichts bringen, die Sache länger auszusitzen, sondern wäre Zeitverschwendung.
    Fall A: Kind hat durchschnittliches Talent, Freunde in der Mannschaft, fühlt sich absolut wohl und ist zufrieden, Vater will mehr, - hier würde ich keine Notwendigkeit eines Wechsels sehen
    Fall B: Kind auch wieder durchschnittlich talentiert, Versteht sich mit den anderen Kindern in der Mannschaft ohne engere freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, ist unzufrieden, weil es offensichtlich in Training und Spiel unterfordert ist, möchte selbst, nach absolvierten Probetrainings zu einem anderen Verein, Eltern würden das Kind unterstützen, der andere verein wäre in zumutbarer Entfernung - warum sollte ich hier von einem Wechsel abraten ?

    So wie die Situation geschildert wird, - Sohn unzufrieden, Vater unzufrieden, Lösung für das Kind im eigenen Verein augenscheinlich nicht möglich, würde ich wechseln. Sollte eine Sperre möglich sein, würde ich mir sofort schriftlich die Freigabe des Vereins geben lassen, ansonsten den Wechsel vorziehen. Der neue verein wird sich wahrscheinlich über einen neuen Spieler genauso freuen, wie über die Eltern, die dort wieder Funktionen übernehmen wollen.
    Ansonsten gehe ich mit guenter mit, der meint, dass die Situation schon etwas ungewöhnlich ist. Vermutlich gibt es wirklich verschiedene Interessengruppen und ihr gehört nicht zu der, die das Sagen hat.

    Zitat iceman07:

    Zitat

    Warum muss ein Trainer nicht auch ein Konzept unterschreiben welches für das altersgerechte Training so wie den Umgang mit den Kindern in den verschiedensten Altersklassen bestimmt ist. Wieso wird hier nicht angesetzt. Bei Beschwerden oder Besuchen von etwaigen Trainerausbildern es werden ja auch Kinder für die Kreisauswahl gesichtet werden diese Trainer nachgeschult bzw. aus dem Verkehr gezogen.

    - weil Konzepte nicht bestehen,
    - weil es keine Trainer gibt, die Schlange stehen und den Posten sofort übernehmen würden
    - weil Trainer nicht bezahlt werden und/oder keine andere Motivation außer einer gewissen Selbstverwirklichung für sie besteht



    Warum sollte ein Trainer ein Konzept unterschreiben oder sich in seiner Tätigkeit einschränken lassen, wenn er den Posten nur übernommen hat, weil er bei der Trainersuche nicht schnell genug auf dem nächsten Baum war ?
    Mit welchem Druck willst du denn auf diese Trainer einwirken ???

    Hegga:


    Auch ich gehe mit deinen Regeln und Ansichten hier mit. Nur bei den Geldstrafen halte ich es wie guenter. Mal ganz abgesehen, wofür die Geldstrafen sind, sehe ich z.B. ein Problem darin, dass sie dem Einen wehtun, dem Anderen nicht. Ich meine hier speziell die Eltern, denn von Kindern Geld einzufordern käme mir nie in den Sinn.
    Kinder kann man auch so überzeugen. Schwieriger ist es meist bei den Eltern. Deren Ansichten oder Erziehungsfehler ändert man nicht so leicht. Aber auch dort finden sich andere Mittel und Wege, als finanzielle Strafen.

    Ich würde so ein Spiel nicht melden. Lass es einfach ein Trainingsspiel unter Freunden sein, egal ob auf der einen Seite die Freunde im Verein A spielen und auf der anderen im Verein B. Bei uns stehen nur ganz selten Freundschaftsspiele im dfb net.
    Ich bin da ganz bei guenter: - Wenn der andere Trainer auf eine Meldung besteht, dann suche dir einen anderen Spielpartner. Oder spielt auf andere Pässe oder gebt die Kinder nicht mit an, die noch keinen Pass haben. Es ist doch ein Freundschaftsspiel und kein WM-Finale, - oder habe ich was überlesen ?(

    Zitate @TW - Trainer:

    Zitat

    Bis einschließlich D-Jugend gibt es keinen leistungsorientierten Vereinsfussball,

    Wenn Du geschrieben hättest " ... es sollte ihn bis einschliesslich D-Jugend nicht geben...", wäre ich bei Dir.


    Zitat

    Zwar bemühen sich mitlerweile viele Stützpunkttrainer und -Koordinatoren auf die Gefahren und Risiken eines zu frühen Vereinswechsel aufmerksam zu machen

    Ja. Aber es gibt auch die, die Eltern und Kindern o.a. predigen und sie kurz darauf in den eigenen "leistungsorientierten" Verein abwerben wollen.




    Ansonsten passt natürlich das beschriebene Verhalten des Trainers absolut nicht. Auch wenn man behauptet, leistungsorientiert zu arbeiten, gehört auch dort neben sachlicher Kritik viel Lob und Aufmunterung zur Ausbildung dazu.


    Ich würde mir wegen dem Filmen des Trainings keine so großen Gedanken machen. Man muss es ja nicht veröffentlichen. Dem Nachwuchsleiter einmal unter 4 Augen vorführen und dabei nichts aushändigen, sollte schon reichen. Schlimmstenfalls steht dabei nachher Aussage gegen Aussage. 8)
    Wir wissen nicht, wie die Trainersituation im Verein ist oder wie Trainer und Nachwuchsleitung zueinander stehen. Erfahrungsgemäß sind Trainer rar und sollten sich nicht viele Eltern einig sein, wird nur das Verlassen des Vereins als Alternative bleiben.

    Zitat @ TW -Trainer:

    Zitat

    Jedes Tabu führt zu Ängsten, da es eine freie Entscheidung ignoriert.

    In meiner Kinder und Jugendzeit gab es viele von Dir so genannte "Tabus". Ich nenne sie "Regeln" und bin bestimmt kein ängstlicher Typ geworden, nur weil ich welche einhalten musste.
    Es wird bei uns auch niemand zu etwas gezwungen. Jeder kann wählen, was er möchte. Möchte er bei uns Fußball spielen, dann hat er sich an Regeln zu halten, die nicht von einem Einzelnen aufgestellt wurden. Fühlt er sich durch diese Regeln eingeengt oder entstehen dadurch sogar Ängste bei ihm, so steht es ihm frei, einen anderen Verein oder ein anderes Hobby zu wählen, welches ihn in seiner Freiheit nicht einengt.
    Es gibt also keinen "Duschzwang".
    Was Duschen mit Shorts angeht, so kenne ich das hier nicht. Es mag aber sein, dass die Menschen wieder verklemmter werden und künftig vielleicht in Bademantel und mit Mütze geduscht wird. Das ist aber nicht das Thema und mir auch egal.

    zitat Flo72:

    Zitat

    Wir haben das jetzt so beschlossen, dem Ganzen bis zum Winter Zeit zu geben und dann zu sehen, wie es wird.

    Ich finde das Ok so. Da ihr nicht unbedingt den Vereinswechsel wollt, sollte man dem Ganzen eine Chance geben. auch der neue TR hat eine verdient. Er muss sich ja auch erst einarbeiten, die Kinder kennen lernen und vielleicht ist er auch ein Neuling im Geschäft.
    Solltet ihr nach einer Zeit weiterhin ein schlechtes gefühl haben und das Kind sich nicht wohlfühlen, so könnt ihr jederzeit in einen anderen verein gehen und dort trainieren. Ihr MÜSST nicht auf die Winterpause warten, wenn es wirklich nichts bringt.

    Zitat guenter:

    Zitat

    Übrigens: Mit Beginn 2. F jahr gingen bei mir alle Duschen, ohne Ausnahme, nach dem Spiel und dem Training.

    Du hast vollkommen Recht, dass man mit Überzeugung das Meiste erreicht und es auch immer einen Unterschied macht, wie man eine Sache verkauft. Und wenn du die Kinder und vor allem Eltern von Anfang an hast, kannst du sie Dir auch erziehen.
    Bei uns, wo jedes Jahr oder Halbjahr neue Spieler dazukommen, gibt es eine klare Ansage, was grundsätzliche Regeln betrifft. Entweder man ist damit einverstanden oder nicht. Bei Letzterem mit der Konsequenz, dass man dann nicht zu uns wechselt. Ich spreche hier von D -Junioren aufwärts. Es hat niemand Lust, jedes Jahr aufs neue Diskussionen über Selbstverständliches zu führen.
    In einem Dorfverein, der um jeden Spieler kämpfen muss, ist es sicher schwieriger, Spieler, die anderes gewohnt sind, von Regeln zu überzeugen. Um so besser ist es, wenn es Trainer wie guenter gibt, die auch da von Anfang an auf solche Dinge achten. Es erleichtert Kollegen, die diese Kinder später einmal übernehmen sehr die Arbeit. Das betrifft jetzt nicht nur das Duschen, sondern allgemein die anerzogene Fähigkeit der Kinder, Regeln zu akzeptieren und sich in eine Gemeinschaft einzufügen.

    Ich stimme hier Sir Alex zu. auch bei uns haben Spieler nicht in Trainingskleidung zum Training/Spiel zu kommen bzw. so von dort zu gehen. Dass man dann nicht verschwitzt wieder in die normalen Klamotten steigt, versteht sich eigentlich von selbst, oder ? Sanitäranlagen, wo man absolut nicht duschen konnte, gab es, waren aber die absolute Ausnahme. Ansonsten haben alle Jungs Badeschlappen dabei und was die Wassertemperatur angeht, so muss man da eben auch mal durch.Man muss sich ja nicht eine halbe Stunde darunter stellen.
    Wie das andere handhaben, ist mir auch egal. Bei uns besteht diese Pflicht und die Jungs, die zu uns kommen, kennen von Anfang an die Regeln. Wer damit ein Problem hat, geht woanders hin.
    Ich verstehe auch nicht, wie man als Erwachsener ein Problem damit haben kann, dass Sportler nach dem Training duschen. Ist doch die normalste Sache der Welt.

    Wie es guenter und Micha schon schrieben. eine gewisse zeit abwarten, wie sich die Sache entwickelt. und mit dem Trainer sprechen.
    Nebenbei würde ich mit dem Kind auch zu Trainings anderer vereine fahren. vielleicht gefällt es ihm bei einem anderen verein ?
    Das hat nichts mit einem Wanderpokal zu tun. Wenn es irgendwo nicht passt, heißt das noch lange nicht, dass man deshalb das Hobby ganz aufgeben muss. Trotzdem würde ich bis zum Winter warten und versuchen, ihn wenigstens so lange zu motivieren, auch wenn es unter den gegebenen Umständen wohl schwer wird.
    Falls das kind sich weiterhin nicht wohl fühlt, dann lass dir nichts von wegen "vereinstreue" einreden. davon hat dein Kind nichts. Es muss ihm Spaß machen, egal ob in verein x oder y.

    Bei uns ist es selbstverständlich, dass nach Training und Spiel geduscht wird. Bei mir würde nie einer verschwitzt und stinkend in mein Auto kommen. Natürlich kann man keinen zwingen. Aber wer sich nicht an Regeln hält, trainiert und spielt auch nicht bei uns. Trainer und Betreuer haben natürlich nichts in den Duschräumen zu suchen. Die Kinder sollten langsam damit vertraut gemacht werden, dass zu einem Sportler auch eine gewisse Hygiene gehört. In F und E sollten die Kinder herangeführt werden, nachdem man auch den Eltern gegenüber die Regeln kommuniziert und erläutert hat. Diese sollten sich dann auch ab der D zuständig fühlen und auf Einhaltung achten, denn wer lässt sich schon gern nachsagen, dass in der Familie nicht auf Sauberkeit geachtet wird 8) ?

    guenter:


    Nur weil 9 von 10 Kindern nicht aufmucken und das Training über sich ergehen lassen, muss es noch lange nicht richtig sein. Bevor der Trainer die Schuld bei dem Spieler sucht, sollte er zuerst sich und sein Training hinterfragen. Das was er selbst beschrieben hat, halte ich nicht für gut. Erst dann würde ich man beim Spieler ansetzen.

    Zitat @raicon:

    Zitat

    Ist halt ein sehr respektloser und unverschämter Kerl

    Wenn Du es drauf hast, führe ihn vor. Ansonsten würde ich ihn zukünftig bei jedem kleinen Vorkommnis sofort des Platzes verweisen. Solange, bis er es kapiert. Ein hämisches grinsen - weg. einmal dem trainer über den Mund fahren - weg. Bei diesem Spieler würde ich null Toleranz kennen.

    Jugendabteilung:


    Mach dir keine Gedanken um einen Spieler und Dein Training. Zieh dein Training zu einen perfekten Kombinationsspiel durch. Damit steigen Deine Chancen auf den Gewinn der überaus wichtigen Titel in der Altersklasse ungemein.
    Später wird es dann wohl schwieriger werden, aber dann tauscht du einfach Deine Spieler aus und nimmst Dir die, die in den nichtleistungsorientierten Vereinen ausgebildet wurden und dort bespasst" wurden. Machen andere "Leistungsvereine" ja auch so. Dann stehen Du und Dein Verein immer gut da, denn die Erfolge sprechen ja für sich.
    Regelmässige Videoschulungen nach dem Training finde ich ungemein spannend für 10/11jährige. Da die heutzutage in der Schule viel zu viel Sport haben und toben können und Hausaufgaben kaum aufgegeben werden, ist das ein guter Ausgleich für die Kinder, wo sie auch mal zur Ruhe kommen können.


    PS: Ich habe erst jetzt festgestellt, dass heute noch nicht Freitag ist, schicke den Beitrag aber trotzdem ab. 8)