Zitat TW-Trainer:
ZitatIn dieser Situation gerät das Kind (vermutlich zum ersten mal in seinem Leben) vor die Wahl, einen der beiden wichtigen Partner enttäuschen zu müssen. Dabei müsste diese Situation noch gar nicht entstehen, denn unterer Jugendbereich ist Spaßfussball. Erst zur C-Jugend hin macht es Sinn, sich über Fragen wie eine Eignung für höhere Aufgaben Gedanken zu machen. Ob dies dann im Heimatverein möglich ist oder ein Vereinswechsel die bessere Alternative ist, ergibt sich nach der Einschätzung der Leistung durch Dritte!
Hier muss ich widersprechen bzw. schreibst du selbst, dass Du etwas vermutest. Nicht jedes Kind stellt seine freunde über den Fußball. was wäre auch eine Freundschaft wert, die sich nur auf den Vereinsfußball beschränkt. Fußballfreunde finden die Kinder auch in anderen Vereinen wieder. In dem speziellen Fall schildert der Vater ja selbst, dass der Junge mehr möchte und in der D-Jugend sind es keine kleinen Kinder mehr. Es geht ihm ja nicht darum, dass sein Junge Profi wird, sondern um eine bessere Förderung. Hier kann mir auch niemand erzählen, dass es keinen Unterschied macht, ob ein durchschnittlich talentierter Spieler im Verein A einmal je woche ein training bekommt, welches die bezeichnung nicht verdient, oder ob er in Verein B zweimal wöchentlich ein ansprechendes training geboten bekommt und am wochenende vielleicht sogar etwas höherklassig entsprechend seinem Können spielt. Natürlich wird aus ihm wohl in beiden Fällen kein Profi werden. Trotzdem wird es über über einen längeren Zeitraum starke Unterschiede geben.
Man sollte immer den Einzelfall betrachten und nicht behaupten, zeitige Wechsel wären fast immer ungünstig für die Kinder. Wenn ein Kind offensichtlich selbst unzufrieden mit der Situation ist, dann würde es für mich nichts bringen, die Sache länger auszusitzen, sondern wäre Zeitverschwendung.
Fall A: Kind hat durchschnittliches Talent, Freunde in der Mannschaft, fühlt sich absolut wohl und ist zufrieden, Vater will mehr, - hier würde ich keine Notwendigkeit eines Wechsels sehen
Fall B: Kind auch wieder durchschnittlich talentiert, Versteht sich mit den anderen Kindern in der Mannschaft ohne engere freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, ist unzufrieden, weil es offensichtlich in Training und Spiel unterfordert ist, möchte selbst, nach absolvierten Probetrainings zu einem anderen Verein, Eltern würden das Kind unterstützen, der andere verein wäre in zumutbarer Entfernung - warum sollte ich hier von einem Wechsel abraten ?
