Beiträge von Karl

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    Zitat holzi:

    Zitat

    Fakt ist...

    Es ist auch Fakt, dass es in unserem Land zuwenig (lukrative) Arbeitsstellen gibt und sich dies wohl in absehbarer Zeit nicht ändern wird.


    Jetzt nehme ich mal als Beispiel zwei Nachbarn, deren Kinder sich später um eine einzige Arbeitsstelle bewerben werden. Nachbar 1 geht einer geregelten Arbeit nach, schickt sein Kind in Kindergarten und Schule und erzieht es in seiner Freizeit. Ermöglicht ihm, auch Dank seines Einkommens vielleicht privaten Nachhilfeunterricht und Teilnahme an ansprechenden Freizeitangeboten.
    Nachbar 2 ist eine faule S... und chillt den ganzen Tag. Kohle reicht für Bier und Zigarretten und Kind ist ihm weitgehend egal.

    Du meinst also, dass Nachbar 1 soviel von seinem Einkommen abgeben sollte, damit das Kind von Nachbar 2 die gleichen Annehmlichkeiten erfahren kann, wie sein eigenes Kind und diesem später, Dank auf seine Kosten erworbenem gleichen Bildungsstand, die Arbeits - oder Ausbildungsstelle streitig macht ? Meinst du, Nachbar 1 wird hier diese Einsicht haben und Deiner Ansicht von Chancengleichheit folgen ?


    Ich glaube nicht, dass unser Gesellschaftssystem das Passende hierzu ist.....


    Zitat

    Faktisch gibt es aber eine Art "Chancenungerechtheit"

    Chancenungleichheit unbestritten. Ob ungerecht, darüber lässt sich sicher im Einzelfall streiten. Für mich liegen Erziehung und damit auch zumindest zum Teil Zukunftschancen weiterhin hauptsächlich in der Verantwortung der Eltern. Eine Gleichmacherei zu Lasten verantwortungsvoller Eltern würde ich ablehnen.
    Wer Kinder in die Welt setzt, muss dieser Verantwortung gerecht werden. - Notfalls dazu gezwungen werden. Nur wenn entsprechende Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, sollte die Gemeinschaft (ausschließlich zum Wohl des betroffenen Kindes) tätig werden. dann auch mit allen Konsequenzen für die Eltern.

    Zitat open-minded:

    Zitat

    Kein Beitrab bisher bezog Stellung gegen gerechtfertigte Bestrafung oder Sanktionierung. Da sind doch alle einig!

    Auch möchte doch kein einziger hier die Opfer schlechter stellen als es geboten erscheint.




    ZITATENDE:



    Wenn sich alle einig wären, würden Täter vielleicht auch angemessen bestraft. Es wird aber überwiegend diskutiert, was WIR (also die Gesellschaft), für die (potentielle) Täter tun können. ich sage hierzu, dass sie ordentlich und mit aller Härte, die das Gesetz zulässt, bestraft werden sollen. Solange dies nicht so gehandhabt wird, erübrigen sich für mich alle weiteren Diskussionen und Schuldzuweisungen.



    Zitat betreuer72:

    Zitat

    Auch Kinder, deren Eltern wenig haben, können durchaus im sozialen Bereich einen Vorsprung haben und da zähle ich auch die Aggression gegenüber anderen mit.

    Im Umkehrschluss also auch weder Grund noch Entschuldigung für kriminelles Verhalten !!!

    holzi:


    zu Deiner Frage ("wessen Selbstverständnis"):


    Zitat fak:

    Zitat

    Das trifft in besonderem Maße auf junge Männer mit geringer Bildung zu, die braucht nämlich, hübsch kapitalistisch gesprochen, bei uns kein Mensch. Sie haben wenig Chancen in der Gesellschaft eine Rolle einzunehmen, die ihrem Selbstverständnis gerecht werden könnte.

    Zitat holzi:

    Zitat

    Tja, und möglicherweise erhalten Kinder, die es bräuchten, doch nicht genug Bildung, wie es möglich wäre und werden damit - unabsichtlich und bildlich - eben vielleicht doch von Bildung ausgeschlossen.

    Hast Du hier konkrete Beispiele ? Ich nämlich nicht.... .
    Ich weiß nicht, wer bei uns von Bildung ausgeschlossen wird, wenn er denn selbst daran interessiert ist.

    Zitat holzi:

    Zitat

    Ich halte Sätze wie (Zitat Karl)

    "Vielleicht ist dann einfach ihr Selbstverständnis etwas unrealistisch. Wer dumm ist, wie ein Stück Holz, wird nun einmal kein Bankdirektor.
    Es wird doch niemand von der Bildung ausgeschlossen, sofern er sich bilden möchte. Wenn man jedoch beispielsweise nicht einmal die Sprache des Landes, in dem man lebt, lernen möchte, weil man sich nicht wirklich mit diesem Land und seiner Bevölkerung identifiziert, darf man auch keine Karriere in diesem Land erwarten."


    für sehr problematisch und im übrigen auch recht kurz gegriffen.






    Warum für problematisch ? Darf man sich über gewisse offensichtliche Dinge nur hinter vorgehaltener Hand unterhalten ?



    Es ging mir doch hier nicht, wie schon wieder von Einigen geschlussfolgert, um irgendeine Migrantenproblematik ( deshalb "beispielsweise" weil es das Zitat, auf welches ich mich bezog, gerade so hergab),sondern ich frage mich, warum immer wir (als sogenannte Allgemeinheit/Staat/Verein) uns schuldig und zu Dingen verpflichtet fühlen sollen, wenn die Betroffenen selbst nicht bereit sind, für sich und ihre Familie etwas zu tun. Es werden für mich zu schnell Forderungen an die Allgemeinheit gestellt und staatliche Unterstützung eingefordert. Es soll dort geholfen werden, wo auch die Bereitschaft besteht, selbst alles Notwendige zur Selbsthilfe zu tun.
    Wie guenter und einige andere schon schrieben, gibt es keinen Fußball außerhalb der Gesellschaft. deshalb hier auch die gleichen Probleme, die Vereine nicht allein lösen können und auch nicht zuständigkeitshalber müssen.
    Was Gewalt angeht, steht für mich an erster Stelle, wie ich potentielle zukünftige Opfer schützen kann. Und dazu gehört für mich unter anderem, dass Täter, die schon mehrfach wegen Gewaltdelikten auffällig und verurteilt wurden, sich nicht immer noch auf freiem Fuß befinden dürfen. Dazu muss man keine Gesetze ändern oder verschärfen, sondern den Strafrahmen einfach einmal ausschöpfen.
    Nur präventiv tätig werden zu wollen ohne Verstöße spürbar zu sanktionieren, ist für mich einseitig gedacht und nicht ausreichend.

    betreuer72:


    Wo liegen denn Eure Prioritäten ? Freunde im Team wichtig oder eher die fußballerische Förderung ? Den Begriff "Leistungsträger" finde ich in der G-Jugend fehl am Platz und etwas lächerlich.
    Wichtig ist, dass den Kids der Spaß am Sport vermittelt bzw. erhalten bleibt. Ist dazu eine Förderung in einer höheren Mannschaft notwendig und vom Kind auch gewollt , dann wird ein entsprechender Wechsel auch richtig sein. Möchte das Kind lieber in der bisherigen Mannschaft verbleiben, dann ist dies in dem Fall auch richtig. Wenn deine Tochter jetzt auffällt, macht Dich das zu Recht stolz, - hat aber überhaupt nichts zu sagen und ist vielleicht schon in einem halben Jahr nicht mehr so. Vermutlich schon nicht mehr, wenn sie bis dahin ihren Spaß wegen Überforderung oder dann fehlender freunde verloren hat.
    Hier aus der Ferne kann man Dir keinen Tip geben, außer vielleicht den, Dich mit den zuständigen Trainern vor Ort über dieses Thema zu unterhalten.

    Zitat DSV:

    Zitat
    Zitat


    Zitat von »fak«


    Als Ursache sehe ich in der Regel eine schlechte soziale Stellung die zu massiver Frustration führt. Dies kommt im städtischen Raum mehr zum Tragen, weil es eine Ballung von sozial schlecht gestellten gibt. Dass es in diesen Milieus dann zu einem höheren Anteil als gesamtgesellschaftlich Menschen mit Migrationshintergrund sollte nicht zu dem Fehlschluss führen, dass der Migrationshintergrund ursächlich für das Fehlverhalten ist. Die soziale Lage, Lebensperspektiven sind i.d.R. ursächlich für Gewaltpotential. Mit Veränderung der Arbeitswelt und zunehmender (finanzieller und damit leider in der Regel sozialer) Ungleichheit wächst die Anzahl derer, die sich teils bewusst, teils unbewusst, aus der Gesellschaft entfernen. Das trifft in besonderem Maße auf junge Männer mit geringer Bildung zu, die braucht nämlich, hübsch kapitalistisch gesprochen, bei uns kein Mensch. Sie haben wenig Chancen in der Gesellschaft eine Rolle einzunehmen, die ihrem Selbstverständnis gerecht werden könnte. Und eine Gesellschaft, die für mich keinen passenden Platz hat, die ist dann vielleicht nicht unbedingt mehr meine. Das sehe ich als ursächlich an. Und habe da allerdings keinerlei Hoffnung, dass sich diese Grundlage ändert. Sie wird, so die politisch-wirtschaftliche Entwicklung, eher weiter in die Richtung gehen. Bleibt also nur, sich seinen Mikrokosmos in einem neuen Biedermeier möglichst sauber zu halten. Bei uns im Verein klappt es, im Fußballkreis zu weiten Teilen auch.

    diese Aussage kann ich so nicht bestätigen.




    in unserer wirtschaftlich, finanziell und personell sehr schwachen, ländlichen region mit einer arbeitslosenquote die knapp an die 20% heranreicht und in der die soziale lage und die lebensperspektiven alles andere als rosig sind kann ich von so einer gewaltbereitschaft im sport nicht berichten. diese gründe reichen also als begründung, bzw als hintergrund nicht aus.
    der anteil von jungs und mädels die "zugewandert" sind, ist allerdings auch sehr überschaubar, so das diejenigen als gut integriert gelten können.





    ZITATENDE



    Das sehe ich auch so.



    Zitat fak:

    Zitat

    Das trifft in besonderem Maße auf junge Männer mit geringer Bildung zu, die braucht nämlich, hübsch kapitalistisch gesprochen, bei uns kein Mensch. Sie haben wenig Chancen in der Gesellschaft eine Rolle einzunehmen, die ihrem Selbstverständnis gerecht werden könnte.

    Vielleicht ist dann einfach ihr Selbstverständnis etwas unrealistisch. Wer dumm ist, wie ein Stück Holz, wird nun einmal kein Bankdirektor.
    Es wird doch niemand von der Bildung ausgeschlossen, sofern er sich bilden möchte. Wenn man jedoch beispielsweise nicht einmal die Sprache des Landes, in dem man lebt, lernen möchte, weil man sich nicht wirklich mit diesem Land und seiner Bevölkerung identifiziert, darf man auch keine Karriere in diesem Land erwarten.

    Zitat DSV:

    Zitat

    stellt sich mir jetzt die frage, wenn die jungs nicht mehr vereinsmitglied sind, können die dann noch von nem sportgericht ein lebenslanges spielverbot bekomen?

    Auch wenn ich für drastische Strafen bin, so würde ich doch hier ein LEBENSLANGES Spielverbot für übertrieben halten. Es handelt sich um 14 bzw. 15 jährige kinder/ Jugendliche, die zwar eine angemessene und durchaus drastische Strafe verdienen, aber danach auch wieder eine Chance bekommen müssen.

    zitat @uzunbacak:

    Zitat

    Problembezirke enthalten Menschen aller Farben, die haben etwas gemeinsam: "Vernachlässigt" sind sie.

    Dann müsste auch in einigen ländlichen Gebieten solche Auswüchse an der Tagesordnung sein. Hohe Arbeitslosigkeit, kaum Freizeitangebote, vereine kein Geld. Ist aber nicht so.
    Für mich ist es eine Sache der Erziehung, des Anstandes und des Moral. Sonst müssten alle Kinder aus entsprechenden Verhältnissen kriminell werden.
    Ich sehe allein schon ein großes Problem darin, dass in unserem Land kriminelle Subjekte und solche, die auf dem Weg dahin sind, mit Samthandschuhen angefasst werden. Solange dies so ist, bringt es auch nichts, Geld zu investieren. Dann kann man es auch gleich in den Müll werfen.
    Im betreffenden Fall gehören für mich die Mannschaft sofort vom Spielbetrieb ausgeschlossen und die Spieler für den Rest der Saison, also bis zum Sommer gesperrt.

    zitat guenter:

    Zitat

    Und wenn sich jemand bereit erklärt, sich mit Kindern zu beschäftigen, in einem ihm neuen Bereich dann erwarte ich ganz enifach die Einstellung, die hier
    @Fussballvadder von sich beschrieben hat.


    Wer diese Einstellung nicht mitbringt, wer nicht bereit ist 3 Stund im Jahr aufzuwenden um sich ein minimales Grundwissen (nicht nur FPL sondern KIFU als Ganzes)
    anzueignen, der soll zu Hause bleiben, der bringt absolut keine Vorraussetzung mit um mit Kindern zusammen etwas zu tun.


    Darf man jeden auf Kinder loslassen? Wer diese Einstellung nicht mitbringt hat auch nicht das notwendige Verantwortungsbewusstsein gegenüber die ihm anvertrauten Kindern.

    Guenter, das sehen wir so und Einige andere hier auch. Das es in der Realität anders aussieht und Vereine teilweise einfach froh sind, dass sich überhaupt jemand findet, wissen wir aber auch.
    Wie schon geschrieben, stören mich nicht die vorgeschlagenen Veranstaltungen, sondern vielmehr die Art und Weise , wie sie laut Vorschlag von Einigen durchgesetzt werden sollen. Ich lasse mich gern von Dingen überzeugen oder mich dafür begeistern. Ich lasse mir jedoch nicht vorschreiben, wie ich wann meine Freizeit verbringen soll .

    guenter:


    das was Du da beschreibst, waren also keine Pflichtveranstaltungen. Die Möglichkeit, u.a. Turniere zu nutzen, hatte ich auch genannt. Somit sind wir uns dort schon mal einig.
    Zwei Pflichttermine genannt zu bekommen, dazu noch einen dritten, bei dem schon eine Gebühr anfällt, würde bei mir, vor allem wenn ich Gegner der FPL wäre, auf Widerstand stoßen. Dann müsste der Verein, möchte er mich weiterhin behalten, kümmern, wie er das regelt. Ich lasse jedenfalls nicht einen Verband entscheiden, wann und wie ich meine Freizeit gestalte. Bin ich selbst entsprechend motiviert oder werde entsprechend bezahlt, sieht es anders aus.


    Zitat guenter:

    Zitat

    Um endgültig Ruhe zu bekommen könnte man ja auch nach dem Schiri den Trainer beim Spiel abschaffen, bzw zu den Eltern in die Fanzone verbannen.

    Ja. Wäre ich dafür. Um im Notfall gegebenenfalls ausnahmsweise regulierend eingreifen zu können, muss man nicht direkt am Spielfeldrand stehen. Weiterhin sehe ich es auch so, dass optimalerweise dort die Tabellen abgeschafft werden sollten, wo dies noch nicht der Fall ist.

    Zitat tobn:

    Zitat

    Hmm... Nun ja, Karl, ich verstehe ja schon, was du meinst, aber ich denke schon, dass man auch von freiwilligen Helfern auch mal etwas erwarten kann und muss. Ich weiß, dass die Bezeichnung "Pflichtveranstaltung" bei viele Leuten Unmut erzeugt, es wird über einen verfügt, das hat man nicht gern. Man muss das Kind ja auch nicht unbedingt so nennen, sondern es als Qualifikationsmaßnahme, FPL-Schulung oder was auch immer bezeichnen.

    tobn, guenter:


    Ich möchte doch überhaupt nicht den Sinn von Schulungen oder Trainerzusammenkünften in Frage stellen, sondern kritisiere nur, dies als Pflichtveranstaltung mit 1 oder 2 Terminen durchführen zu wollen.
    Auch kann ich einen Trainer im unteren Jugendbereich hier nicht unbedingt mit einem Feuerwehrmann vergleichen. Bei dem einen ist es das eigene Hobby, welches er ausübt, bei dem anderen vielleicht nur das Hobby des eigenen Kindes und er nur Trainer, weil sich sonst niemand fand und er auch wieder weg, sobald das eigene Kind der Sache entwachsen ist.
    Jetzt versetze ich mich mal in so einen Trainer hinein, der dazu noch von seiner Grundeinstellung gegen die FPL ist. der einer Arbeit nachgeht und in Fällen, wo es nicht anders geht, notfalls mal das Training ausfallen lässt oder terminlich verschieben kann. Dem werden jetzt zwei Termine genannt, zu denen er verpflichtend zu erscheinen hat. Diese Vorgehensweise allein würde bei mir schon Widerstand hervorrufen. Dann gehe ich doch zu meinem Jugendleiter, teile ihm mit, dass ich die Termine aus unterschiedlichen Gründen nicht warnehmen werde und er sich kümmern soll, wenn er weiterhin eine Mannschaft im Spielbetrieb haben möchte.
    Meines Erachtens kann man so etwas nicht als Pflichtveranstaltung deklarieren sondern muss die Dinge für die Trainer lukrativ machen. Die Leute müssen dorthin gehen WOLLEN.
    Wie sieht es denn zu den Trainerschulungen bei Euch aus ? Doch wohl auch so, dass die von denjenigen besucht werden, die diese gerade zur Verlängerung ihrer Lizenz brauchen und vielleicht noch von vereinzelten Enthusiasten. Die große Mehrheit sieht man doch dort nicht.
    Man sollte vielmehr überlegen, wie man es schaffen kann, Trainer ( auch Vatertrainer ) auf Dauer zu halten. Die Tätigkeit muss auch ihnen Spaß machen und eine gewisse Erfüllung geben. Da sind "von oben" diktierte "Pflichtveranstaltungen" in meinen Augen eher kontraproduktiv.
    Vergleicht es mal mit den Kindern. Dort gibt es auch welche, die ich zum Training "verpflichten" könnte, weil sie einfach von sich aus unbedingt Spielen und trainieren wollen, - total fußballbegeistert sind. Dann habe ich aber auch andere Kinder, die nicht nur den Fußball im Sinn haben und dort zwar hingehen, weil sie gern mal mit ihren Freunden kicken, denen es aber auch egal ist, ob sie mal ein Wochenende nicht spielen oder die auch mal von sich aus ein Training sausen lassen, weil sie gerade andere Dinge interessanter finden. Bei denen würde ich mit Druck vielleicht erreichen, dass sie sich zukünftig ausschließlich anderen Dingen widmen. Schaffe ich es aber, das Training so interessant zu gestalten, dass auch diese Kinder jederzeit gern dorthin wollen, ohne dass es Pflicht wäre, erreiche ich wohl viel mehr.
    So wie ich unterschiedlich motivierte Kinder habe, so habe ich unterschiedlich motivierte Trainer. Bei den einen könnte ich theoretisch einen gewissen Druck anwenden, - bei den anderen nicht. Ich brauche sie aber alle....
    Bei der FP-Liga darf man einfach nicht erwarten, dass sich alles sofort zum Guten verändert. Man muss den Dingen Zeit geben und hat es im Moment, meines Erachtens nach, überhaupt nicht nötig, hier mit Druck in Form von zusätzlichen Pflichtveranstaltungen zu arbeiten. Man könnte vielmehr auch andere Veranstaltungen dazu nutzen, um nebenbei für die FPL zu werben und über ihre Ziele und Verfahrensweisen aufzuklären. Veranstaltungen, wo Vereinsverantwortliche und/oder Trainer aus anderen Gründen schon vor Ort sind. Das könnten u.a. Schulungen, Versammlungen, aber auch z.B. Turniere sein.

    Eine Förderung in einem älteren Jahrgang kann sinnvoll sein. Kann deshalb, da es hier meiner Meinung nach keine pauschale Antwort geben kann. Wir handhaben es in der Regel so, dass (unserer Meinung nach) besonders talentierte Kinder in einer höheren Mannschaft trainieren und spielen, teilweise auch Mannschaften in einer höheren Altersklasse antreten.
    Was Eltern anderer Kinder darüber denken, würde mich hier nicht interessieren, da diese Absprachen Angelegenheit des Vereins, der Trainer, des betroffenen Kindes und seiner Eltern sind.

    onkel1978, tobn, guenter:


    Mich müsst ihr nicht von einer Sinnhaftigkeit einer entsprechenden Schulung überzeugen. Mir geht es allein um die "Pflichtveranstaltung". Auf der einen Seite diskutieren wir darüber, dass immer weniger Menschen bereit sind, ein Ehrenamt zu übernehmen, auf der anderen wollen wir denen, die noch etwas für die Allgemeinheit tun, mit Pflichtveranstaltungen kommen, mit Auswahl von 2 Terminen und wie vorgeschlagen, eventuell einem 3. Termin gegen Gebühr.
    Ich versetze mich jetzt einmal in die Lage eines Vaters, der die Mannschaft seines Sohnes betreut, weil er damals, als ein Trainer gesucht wurde, nicht schnell genug auf den nächsten Baum kam, - der auch nur solange Trainer sein möchte, solange sein Sohn ihn dort benötigt, - der keine Bezahlung bzw. Entschädigung bekommt, einem Beruf nachgeht und vielleicht eigene Hobbies hat.
    Also ich würde dann wohl spätestens, wenn mir noch einer mit Pflichtveranstaltungen kommt, mein Kind nehmen und einen Verein mit Trainer suchen, wo ich keine Verpflichtungen mehr für andere habe und mich nur noch an meinem Kind erfreuen kann. Die Letzten, die dann in einem solchen Verein nicht mehr unterkommen, "beißen" dann sprichwörtlich "die Hunde".

    Zitat tobn:

    Zitat

    Wenn sie keinen FPL-Pflichtveranstaltungsteilnehmer vorweisen kann, ja, dann darf sich nicht antreten. Deshalb sollten Vereine zusehen, dass sie genügend Leute zu der Veranstaltung schicken. Sie ist ja kostenlos.

    Dann hätten wir hier wohl kaum noch Mannschaften im Spielbetrieb bzw, oft Spielausfälle. Schon der Begriff "Pflichtveranstaltung" passt nicht zu einer unbezahlten ehrenamtlichen Tätigkeit.

    Familienmitglied ? Da es wohl kaum der Vater ist, ist das sch...egal. Lass ihn selbst die tore aufstellen und bälle aufpumpen. wenn er fragen hat, sag ihm, das wäre seine Sache, so wie die anderen Dinge auch.
    Weise die Eltern darauf hin, wo sie sich beschweren können.


    Mir tun die Kinder leid. Die werden für irgendein EGO missbraucht und vermeintlich erwachsene Menschen schauen zu. ...Ganz schwach.

    Eine "Hausnummer" ist Bezirksliga hier nicht gerade. Und ob die Spieler deshalb in Scharen ( und die brauchst Du ) zu Deinen Sichtungstrainings kommen werden, wage ich zu bezweifeln.
    Du brauchst nach Deinen aussagen wohl eine komplette neue Mannschaft und hast nur 4 eigene Spieler (die, denen Du die Liga zutraust). Was willst Du mit den anderen dort ?
    Ich wüsste immer, wer von anderen Mannschaften leistungsmäßig passen könnte und würde diese Spieler ansprechen. Man spielt doch gegen die anderen Mannschaften und sollte sich auch das eine oder andere Spiel von denen anschauen, wenn man Spieler braucht. Findest Du Spieler, die bei Euch schon mal aufgehört haben, musst Du bei denen immer damit rechnen, dass sie es dann vielleicht sogar während der Saison wieder tun.
    Finden sich nicht genügend geeignete Spieler, dann würde ich auf den Aufstieg verzichten.