Beiträge von Karl

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    Mal abgesehen davon, dass ich Turnierteilnahmen altersentsprechend dosieren würde und mit einer G-Jugend nicht von Turnier zu Turnier reisen würde, habe ich immer versucht, Kinder in wechselnder Mannschaftszusammensetzung so einzusetzen, dass sie am Ende der Hallensaison auf annähernd gleiche Spielzeiten und Turnierteilnahmen kamen. Wer krank war, bekam entsprechend an anderen Terminen seine Einsätze. Wo die Eltern unzuverlässig waren oder andere, für sie wichtigere Termine einem Turnier vorzogen, galt dieser Termin trotzdem als Einsatz des Kindes. dann hatte es am Ende entsprechend weniger Einsatzzeiten. Bei einer vernünftigen rechtzeitigen Planung und Terminvereinbarung zusammen mit den Eltern sollte es möglich sein, jedem Kind einigermaßen gerecht zu werden. Bei den Ausnahmen, wo Eltern andere Schwerpunkte setzen und ihre Kinder von Familienfeier zu Familienfeier schleppen müssen oder zum Shoppen oder jeden Sonntag in die Kirche, habe ich auch nie ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn deren Kinder weniger Turniere gespielt haben. Dafür würde ich nie andere Kinder zuhause lassen, nur weil diese Eltern gerade einmal Zeit haben und mit zum Turnier wollen.
    Über die turnierteilnahmen wurde eine Liste geführt und zu den Turnieren bekamen die kinder gleiche Einsatzzeiten. Hatte sich ein Kind bei einem Turnier verletzt und kam dort so auf bedeutend weniger Einsatzzeiten, wurde auch das notiert, damit diese Zeiten bei einem anderen Turnier nachgeholt werden konnten.
    Auf die Minute genau allen die gleichen Einsätze zu gewähren schafft man natürlich trotz bestem Willen nicht. Wichtig ist, dass Kinder und Eltern eine klare Linie und ein gerechtes Verhalten des Trainers gegenüber den Kindern erkennen.

    Zitat@bonyamin:

    Zitat

    aber wahrscheinlich eher was für ambitioniertere Mannschaften?

    Würde ich so sehen. Im reinen Breitensport halte ich es für überzogen. Die Jungs haben dort in ihrer Freizeit nicht nur Fußball sondern auch andere, für sie vielleicht weit wichtigere Dinge im Kopf, denen sie ihre Zeit widmen wollen und müssen.
    Hier würde ich nur Empfehlungen aussprechen. Aber die Jungs in ihrer Freizeit kontrollieren zu wollen würde mir im Traum nicht einfallen. Die würden mir dann wohl auch zurecht einen Vogel zeigen.

    hinkebein:


    jetzt rächt sich, dass du nicht von Anfang an rotiert hast, wobei ich mich schon wundere, wie man in einer G schon mit festen Positionen spielen kann, bzw. dass die Kinder diese auch einhalten. Jedenfalls wäre es wohl einfacher gewesen, die Eltern zu überzeugen, wenn man sich von Anfang an für bestimmte Dinge entscheidet.
    Frag die Eltern, was "Erfolg" für sie bedeutet ?
    Für mich bedeutet "Erfolg", wenn sich möglichst jedes einzelne Kind weiterentwickelt, - Fußballerisch, aber auch in seinem Sozialverhalten. Der Mannschaftserfolg, beziehe ich ihn auf reine Ergebnisse bezüglich abschneiden bei Turnieren oder Spielen ist für mich hingegen völlig unbedeutend.
    Warum es wichtig ist, Kinder auf den einzelnen Positionen rotieren zu lassen, ist u.a. hier im Forum zur Genüge erörtert worden.
    Dies würde ich den Eltern soweit erklären. Weiterhin würde ich ihnen erklären, dass sie gern ihre Kinder anfeuern dürfen, jedoch dem Trainer zukünftig nicht in seine Dinge reinzureden haben. Suche Dir einen Mannschaftsbetreuer, der auch als Bindeglied zwischen Trainer und Elternschaft dient. So musst du Dich nicht jedesmal mit einzelnen Eltern auseinandersetzen, sondern kannst dich hauptsächlich auf die reine Ausbildung konzentrieren. Spart eine Menge Zeit und Nerven.

    hinkebein:


    Wenn Du, wie du schreibst, mit 16 Kindern am Limit bist, kannst Du das Kind nicht noch dazu nehmen. So einfach ist das. Nur wenn Dir der Verein gleichzeitig einen zweiten Trainer zur Seite stellt, den zu suchen nicht deine Aufgabe ist, wäre eine Chance für weitere Kinder da.

    Zitat guenter:

    Zitat

    Auch unabhängig vom konkreten Fall finde ich es immer sehr suspekt wenn ein Trainer mit der gesamten Mannschaft sich einem anderen Verein anschliessen will.

    Hat bei mir ein gewisses Geschmäckle einer Kliquenwirtschaft.








    ZITATENDE





    Zitat Wolke:

    Zitat

    Wir überlegten was wir tun können und höten das im nachbarort in einem großen Verein gerade eine U12 Mannschaft zusammengestellt wird und dort noch Trainer und vor allem Spieler gesucht werden. Unser Ex-Trainer nahm also auf unser Anraten Kontakt auf und bot sich an. er hat zu keinem Zeitpunkt uns bedrängt ihn dorthin zu begleiten, sondern es war der Wunsch von uns Eltern diesen Verein zu verlassen.

    guenter:


    Die Eltern haben sich an den Trainer gewandt, - nicht umgedreht. Deshalb geht das für mich in Ordnung. Andererseits, - warum sollte ein gefeuerter Trainer, der der Überzeugung ist, dass es die Kinder in einem anderen Verein besser hätten, deren Eltern nicht diesbezüglich ansprechen. Würde ich auch so machen. Wäre ja dann nur ehrlich.

    Zitat Wolke:

    Zitat

    Am Samstag /Sonntag sollten wir ein großes Turnier ausrichten mit 25 Gastmannscften. Wir waren uns einig dieses Turnier sausen zu lassen. nach reiflicher Überlegung und vor allem nach Zusprache des gekündigten Trainers richteten wir das Turnier aus und es war auch ein voller Erfolg.

    Erfolg für wen ? Doch wohl u.a. auch für den Verein. Und gerade den hätte ich hier als Elternschaft im Regen stehen lassen und hätte mich nicht an der Ausrichtung des Turniers beteiligt. Damit hättest ihr gezeigt, dass nicht nur das Geld des Sponsors wichtig ist, sondern auch die Beteiligung und der Einsatz der Mitglieder.

    Zitat Jason2012:

    Zitat

    Da bin ich mir nicht sicher, er brennt darauf zu spielen, gerade bei einem Punktspiel ist er motiviert.

    Hier hast Du doch ein Druckmittel. Es spielen die Kinder, die entsprechend trainieren. Erscheint jemand nicht zum Training oder stört es ständig bzw. ist ständig lustlos dabei, bekommt er eine entsprechende Auszeit.

    Ich sehe hier auch keinen Zusammenhang zwischen Beitrag und Artikel.


    Davon abgesehen sehe ich es so, dass sich Arbeit lohnen muss, sonst geht irgendwann niemand mehr hin. Dass sich Einige erst jetzt mit dem Thema und dessen Auswirkungen beschäftigen, dafür kann kein Anderer verantwortlich gemacht werden.

    Zitat TW-Trainer:

    Zitat

    Je nach dem, wie es der Verein sieht, kann es andernfalls (Eltern und/oder Kinder weigern sich), zum Ausschluß der Kinder aus dem Verein führen. Ein Fall ist mir bekannt, da wurde die gesamte Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet, weil hier der überwiegende Teil der Spieler am Mobbing von 2 Mannschaftskameraden beteiligt waren. Mit den Nachbarvereinen wurde die Vereinbarung getroffen, dass diese Kids dort erst nach 1 Jahr spielberechtigt seien. Nur die gemobbten Kinder konnten in einem anderen Team weiter kicken. Ich will damit sagen: auch der Verein darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern ein Zeichen auch dann setzen, wenn er selbt nicht für die Ursachen verantwortlich ist.

    So sehe ich das auch, zumal hier Mannschaftskollegen ihren Kameraden mobben und es somit eindeutig auch eine Mannschaftsangelegenheit ist. Bei mir würden die Rädelsführer nach einem Mannschaftsgespräch für einen Zeitraum von Training und Spielbetrieb ausgeschlossen werden, der ihnen auch wirklich weh tut. Im Wiederholungsfall würde ich einen Vereinsausschluss dieser Jungs anstreben und dann auch entsprechende Informationen an umliegende Vereine geben.
    Sollte sich der Rest der Mannschaft nicht zu diesen Maßnahmen bekennen, würde ich die Truppe mit sofortiger Wirkung nicht mehr trainieren und dem Verein die Auflösung der Mannschaft vorschlagen.

    Zitat Luigi:

    Zitat

    Meine Sorge ist halt nur, dass der Junge wegläuft, sobald ich ihn tatsächlich einmal für eine begrenzte Zeit zum "runterkommen" an den Rand setzte. Das hat er schließlich schon einmal vor Monaten gemacht, als ihm eine Erklärung nicht passte. Da musste ich dann quer hinter ihm her über den Platz und ihn mit Überredungstricks wieder zurück holen (Aufsichtspflicht ....!). Zum Glück waren wir in dieser Trainingseinheit zu zweit, was wir nicht immer sind.

    Hatte ich doch schon geschrieben: Eltern haben in dem Fall vor Ort zu bleiben. Falls nicht, dann wird der Junge nicht mehr trainiert. Wo ist das Problem ???

    Ich sehe es so wie guenter.

    Rastet der Junge im Training aus, stelle ich ihn vom Platz. Gegebenfalls verlange ich von den Eltern, zum Training anwesend zu sein, damit die Aufsicht über das Kind auch bei vorzeitigem Trainingsende gewährleistet ist. Können die Eltern das nicht gewährleisten, so nimmt das Kind nicht mehr am Training teil, bis die Eltern das Problem in irgendeiner Form gelöst haben und das Kind sich benimmt.
    Hierfür ist nicht der Trainer zuständig.

    Sir Alex:


    Hier besteht für mich ein großer Unterschied:


    In dem einen Fall kannte Ribery das Alter nicht. Somit beging er weder bewusst, noch im eigentlichen Sinn eine Straftat.


    Reus hingegen beging bewusst Straftaten und setzte bewusst Menschenleben aufs Spiel.


    Da liegen für mich Welten dazwischen.

    Zitat Sir Alex:

    Zitat

    Ribery oder Brenos Taten und Konsequenzen kann man eventuell mit Reus` Strafsache vergleichen,

    Jetzt kläre mich mal bitte auf, welche Tat(en) Du in Zusammenhang mit Ribery meinst. Soweit ich weiß, ist Ribery von einer Schuld freigesprochen worden, - im Gegensatz zu Breno und Reus.

    Ich halte die Strafe für viel zu gering. Vor allem, dass er trotz dieser Straftaten sofort seinen Führerschein erwerben darf, ist Verarsch... gegenüber den "Normalbürgern".

    Mir erscheinen die, in der Pressemitteilung des Vereins veröffentlichten Maßnahmen, Der Sachlage angemessen. Täter wurden bzw. sollen mit den schärfsten Sanktionen, die der Verein hat (Hausverbot, Ausschluss von Training und auch Vereinsausschluss), bestraft werden. Darüber hinausgehende Sanktionen obliegen der Justiz. Unbeteiligte Spieler mit zu bestrafen, wäre wohl weder zweckmäßig noch angemessen. Um präventiv tätig zu werden, hat sich der Vereinsvorstand an das Jugendamt gewandt und dort um Hilfe ersucht. Im Verein dürfe die überwiegende Mehrheit der Funktionäre ehrenamtlich tätig sein. Im Wissen um ihre nicht ausreichenden Fachkenntnisse hinsichtlich gewalttätiger Jugendlicher , haben sie um professionelle Unterstützung gebeten. Das ist für mich so weit in Ordnung.

    Zitat gustl:

    Zitat

    Letztlich ist es eine Einschätzung der Eltern zusammen mit dem Kind, was das Kind will und wie man das am besten umsetzt. Wichtig für die Eltern: die Kinder sollen den Spaß am Fußball nicht verlieren und sind nicht zur Eigenverwirklichung der Elternträume da.

    Stimmt. zu ergänzen wäre, dass der Verein festlegt, in welcher Altersklasse und Mannschaft das Kind trainieren und spielen wird und niemals die Eltern. Gut wäre, wenn sich alle Seiten einig wären.

    Da du sicherlich ehrenamtlich ohne Bezahlung tätig bist, kann es auch keine entsprechenden Leistungsvorgaben geben, die Dich interessieren müssten und denen Du Dich verpflichtet fühlen musst.
    Du stellst auf. Optimalerweise im Sinne der Kinder und nicht irgendwelcher Vereinsverantwortlicher, die sich in "Erfolgen" sonnen möchten, zu denen sie selbst wenig beigetragen haben.

    zitat @Don Quichote:

    Zitat

    Sooooo einfach ist die Sache nicht. Oft ist es der Wunsch der Eltern, dass ihr Kind IRGENDEINEN Sport macht. Wenn man die Kinder so begeistern kann, dass sie selbst unbedingt hinwollen, hat man es einfach. Aber was macht man mit Kindern, die eigentlich viel lieber den ganzen Tag zuhause vor der Playstation abhängen würden?! Da kann ich schon verstehen, dass da seitens der Eltern auch sanfter Druck ausgeübt wird. Ob das sinnvoll ist, ist ein anderes Thema.

    Was man mit diesen kindern macht ? Playstation weg und an die frische Luft schicken. besser noch, erst gar keine Spielkonsole. Trotzdem würde ich kein Kind zum Vereinssport zwingen wollen. bewegt es sich ausreichend an der frischen Luft und hat es vielleicht noch Freunde, mit denen es spielt und tobt, wäre das für mich in dem Fall, wo das Kind keine Lust auf Freizeitsport hat, auch ausreichend.