Beiträge von Karl

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    Zitat Nela:

    Zitat

    Verlangst du von deinem Nachbarn Geld, wenn er dich bittet im Urlaub die Blumen zu gießen oder machst du das gerne für deinen Nahbarn?

    Nein, - weil ich weiß, dass mein Nachbar mir auch hilft, wenn ich ihn um etwas bitte.


    Würde ich das Gleiche aber für einen Nachbarn tun, von dem ich weiß, dass er im Gegensatz dazu nichts für mich tun würde, obwohl er es könnte ? Nein !!


    Es dürfte Unterschiede geben, was dem Einzelnen Wertschätzung bedeutet. Dem Einen reicht ein warmer Händedruck und ein Schulterklopfen. Der Nächste braucht nicht einmal das.
    Wenn ich unzufrieden mit der entgegengebrachten Wertschätzung ( egal in welcher Form) bin, sage ich das auch und höre auf, wenn sich nichts ändert. Ich würde meine Freizeit auf Dauer nicht mit Dingen verbringen wollen, die mich unzufrieden machen.

    Nela:


    Wir leben in einer Gesellschaft, in der immer weniger Menschen bereit sind, ehrenhalber etwas für die Gesellschaft zu tun und immer mehr Menschen die Sozialkassen plündern, ohne je etwas eingezahlt zu haben. Die Leute, die noch etwas tun oder einzahlen, sind mittlerweile die Dummen. Wertschätzung hat man nicht zu erwarten, oder hat Dir z.B: schon einmal ein Hartz IV Empfänger dafür gedankt, dass Du jeden Tag auch für ihn arbeiten gehst ?
    Das Problem mit der Anerkennung des Ehrenamtes ist für mich ein gesellschaftliches und nicht allein auf den Fußball beschränkt. Da hier aber mittelfristig wohl keine Aussicht auf Besserung besteht, muss jeder selbst sehen, inwieweit ihm Anerkennung wirklich wichtig ist, er hier auch zukünftig entsprechende Forderungen geltend machen wird oder er alles vielleicht nur des eigenen Spaßes wegen macht, sozusagen als eigenes Hobby.


    Ich bin jedenfalls hier auf der Seite von Andre. Ein Ehrenamt, was immer weniger Bürger ausüben, weil sie (angeblich) keine Zeit dafür haben, darf auch etwas mehr kosten, als einen warmen Händedruck und ein Lächeln, von dem man nicht einmal sicher sagen kann, wie es gemeint ist. 8)

    Zitat raicoon:

    Brauchst du diese Schulterklopfer von anderen? Verhälst du dich deinen Lehrern in der Schule auch immer respektvoll gegenüber?

    Der Vergleich mit den Lehrern hinkt, da diese ihre Wertschätzung in Form ihrer Besoldung bzw. ihres Gehaltes erhalten und dem Treadersteller gegenüber keineswegs ehrenamtlich tätig sind

    Libra:


    Als Trainer hat man zumindest in kleineren Vereinen oft einen grösseren Einfluss, als man denkt. Dort ist man auf den/die Trainer mehr oder weniger angewiesen.
    Solltest Du Dir zu einigen Dingen eine eigene Meinung gebildet haben, würde ich diese an Deiner Stelle zukünftig auch deutlich gegenüber den Vereinsverantwortlichen vertreten und eigene Vorstellungen auch selbstbewusst durchsetzen.
    Du bist der erste Ansprechpartner für die Kinder und was die Betreuung im Verein betrifft, auch für diese verantwortlich. Du musst nichts dulden, was Dir gegen deine persönlichen Grundsätze verstößt.

    Libra:


    Spielbetrieb für 4jährige ?


    Das würde ich den Eltern schnell ausreden.


    Ich bin der Meinung, dass man maximal einige Spielrunden im näheren Umkreis im letzten Bambinijahr organisieren sollte und nicht mehr. Die Kinder sollen noch viele Jahre Spaß am Sport haben und nicht schon so zeitig verbrannt werden.
    Als Höhepunkte für die Kleineren könnte man ein oder zweimal in der Saison ein Spielefest mit einem Verein in der Nachbarschaft organisieren, wo die getobt, geturnt und gespielt wird. Dabei dürfen gern auch Bälle mit dabei sein. Das Ganze nicht zu lange ausdehnen. Zwei Stunden dürften reichen und eine lange Fahrzeit würde ich auch vermeiden. Wichtig wäre mir hier wirklich nur, Kindern und Eltern einen Höhepunkt und damit auch eine Belohnung für regelmäßiges Training bieten zu können und den Kindern ein gemeinsames Erlebnis mit anderen Kindern aus anderen Verein(en).
    Dabei kann man gern auch kleine Wettkämpfe veranstalten, wobei mir hier wichtig wäre, dass es keine Verlierer gibt, sondern alle Kinder glücklich nach Hause fahren und sich als Gewinner fühlen.

    Zitat Andre:

    4. Könnte man dazu darüber nachdenken, einen gewissen Prozentteil an auswärtigen Spielern zuzulassen, um mitspielen zu können. Das finde ich nicht toll, soweit dieses der Maßnahme gilt, den Verein mit breiter Brust zu präsentieren, sondern....um reinweg...gewissen Talenten/den Interessierten (von denen vermutlich und mit größter Wahrscheinlichkeit in zehn Jahren niemand mehr aus fußballerischer Sicht auch nur im Ansatz sprechen wird!!!!!!!!!) eine Plattform zu bieten, wo sie sich mit anderen Talenten messen können.

    Sollte der Zusammenschluss in erster Linie dazu dienen, den Verein mit breiter Brust zu präsentieren, würde ich dir hier zustimmen. ist der Grund jedoch, den Talenten eine Plattform zu geben, auf der sie sich mit anderen Talenten messen können und die Präsentation lediglich ein Nebeneffekt, den man verständlicherweise gern mitnimmt, widerspreche ich dir hier.
    Niemand kann in diesem Alter sagen, wer es von den talentierten Spielern einmal ganz nach oben schaffen wird. Jeder hat es meiner Meinung nach verdient, entsprechend seines Leistungsstandes und Leistungsvermögens gefördert zu werden, wenn er es denn selbst möchte.
    Außerdem sollten wir einmal davon abgehen, nur die Spieler als Talente zu sehen, die es nach ganz oben geschafft haben. Auch ein Spieler, der es später einmal z.B. in die 4. Liga schafft ist ein Talent und kein Durchschnittskicker. Auch für diese Ligen werden Spieler gebraucht. Das der eine Spieler später einmal in der 1. BL und der andere vielleicht nur 4. Liga spielt, muss nicht am mangelnden Talent des einen liegen. Da können viele Dinge eine Rolle gespielt haben. Vielleicht ist auch das Talent des einen Spielers nicht ausreichend gefördert worden, weil irgendwann Erwachsene eine falsche einschätzung getroffen haben.
    Ich finde es vernünftig und wünschenswert, wenn auch kleine Vereine zum Wohl des Nachwuchses zusammenarbeiten und dadurch Möglichkeiten erschließen, Kinder dort spielen zu lassen, wo sie bis zu einem gewissen Level gefördert werden können, ohne ihre Heimatvereine zeitig verlassen und lange Fahrwege auf sich nehmen zu müssen und auch Spieler in den Genuss einer entsprechenden Förderung kommen können, wo die Fahrten sonst nicht möglich wären.
    Wenn man das als kleiner Verein hin bekommt, darf auch gern nebenbei etwas Glanz auf den Verein im allgemeinen mit abfallen... =)

    Genauso wenig wie ich Eckbälle mit Bambinis trainieren würde, würde ich Kopfbälle mit ihnen üben. Auch nicht mit Luftballons. Das heißt nicht, dass ich nie Luftballons zum Training nehmen würde und sie diese nie mit dem Kopf spielen dürften. Nur das Ziel "Kopfball üben" hätte ich nicht.

    Zitat betreuer72:


    Ob jemand gefördert wird, hängt z.B. auch davon ab, ob man Beziehungen hat.

    Richtigerweise müsste es meiner Meinung nach heißen: " .... kann u.a. auch davon abhängen, ob ....."


    Ansonsten würdest Du allen Kindern, die in irgendeiner Form in den Genuss einer Förderung gekommen sind,unterstellen, dass sie dies nur durch Beziehungen geschafft haben. Dem würde ich so widersprechen wollen.
    Ausserdem würde ich noch erwähnen wollen, dass man auch "Beziehungen" teilweise erst einmal aufbauen muß und diese nicht immer von vornherein existieren oder einem geschenkt werden. Auch hier muss man sich rühren. damit meine ich Beziehungen allgemein und nicht explizit welche im Bereich Fußball. 8)

    Zitat Libra:


    Ich hatte in der F auch ca. 30 Kinder. Davon habe ich aber nur 14 regelmäßig im Spielbetrieb eingesetzt. Das waren die, die zuerst da waren. Für die anderen fand hin und wieder ein Freundschaftsspiel statt.
    Den Eltern und Kindern wurde dies von meiner Seite her schon bei der Aufnahme gesagt. Dem Verein war das Problem mit zu vielen Kindern auch bekannt. Vor Ende der Saison habe ich dem Verein eine Liste der Kinder gegeben, mit denen ich gern in die nächste Saison gehen würde und auch mitgeteilt, dass ab der neuen Saison kein Kind darüber hinaus von mir trainiert wird.
    Wenige Tage vor der Saison fanden sich dann doch noch 2 Väter, die die andere Mannschaft übernommen haben, damit es überhaupt weiterging. Ein paar Kinder hatten da schon den Verein gewechselt, da deren Eltern bis dahin im unklaren gelassen wurden, wie es weitergeht.
    ich denke, man muss die verantwortlichen gegebenenfalls in Zugzwang bringen, damit sie tätig werden. Es ist jedenfalls nicht und schon überhaupt nicht alleinige Sache des Trainers, sich um weitere Trainer zu kümmern.

    tobn und Manndecker:


    Natürlich sollte man sich, bevor man sich zusammenschliesst, ausreichend Gedanken machen, um auch etwas Nachhaltiges auf die Beine zu stellen. Das ist aber etwas, was man auch im eigenen Verein machen muss und wo viele schon scheitern.
    Bei uns ist es so, dass sich hier schon in der D - Jugend die besten Spieler in den entsprechenden Vereinen zusammenfinden bzw. von den entsprechenden Vereinen, um höherklassig spielen zu können, abgeworben werden. In den kleineren Vereinen bleibt der Rest zurück. Es ändert sich auch nichts. Es sind in der Regel immer die selben Vereine, die Kinder aufnehmen bzw. die welche abgeben. Zurück bleiben nur die guten Spieler, wo die Eltern nicht fahren wollen/können oder der Vater schon sehr lange im Verein ist und aus "Tradition" auch das Kind dort belassen will.
    Teilweise werden schon recht weite Fahrstrecken in Kauf genommen, obwohl man es viel einfacher haben könnte, wenn Vereine das "Traditionsdenken" einmal vergessen würden und mit anderen Vereinen im Umkreis in der Nachwuchsarbeit zusammenarbeiten würden.
    Ich halte übrigens auch nichts davon, gute Spieler, die woanders besser gefördert werden können nur im Verein halten zu wollen, damit die teilweise unzuverlässigen Kinder gehalten werden können oder die etwas schwächeren auch einmal gewinnen.

    Ich finde die Idee der beiden Vereine nicht schlecht, die Mannschaften zusammenzuführen und den momentan weiterentwickelten Spielern die Möglichkeit zu geben, sich mit ihresgleichen höherklassig beweisen zu dürfen. Ich sehe auch keine Gründe, warum dadurch schwächere Spieler, die ja auch zusammengefasst werden können und in einer ihrer Leistung entsprechenden Klasse spielen können, auf der Strecke bleiben sollen.
    Entschuldige bitte, aber den Mist von der "Tradition" der Vereine kann ich nicht mehr hören. Das ist für mich kleinkariertes Denken.

    Zitat Sporty:

    Ich persönlich finde es gut, weil es wertvolle Zeit mit dem Ball ist!
    Habe ihnen auch schon kleine Aufgaben gegeben - Passen, Jonglieren, ... - das wird teilweise eingehalten, teilweise auch nicht!

    Ich gehe davon aus, dass du eine Breitensportmannschaft trainierst. Es ist natürlich wertvolle Zeit mit dem Ball. Gerade deshalb würde ich sie in dieser Zeit auch frei spielen lassen. Denn gerade das kommt oft im Training zu kurz. Selbst im Abschlussspiel werden oft Provokationsregeln vorgegeben oder in anderer Weise von außen eingewirkt.
    Vielleicht kommen die Kinder gerade deshalb so zeitig zum Training, weil sie sich in dieser Zeit so mit dem Ball beschäftigen können, wie sie wollen.

    Zitat MilkyWay -inaktiv-:

    Ich weiß leider nur nicht, ob ich ihm ein Studium zutraue.

    Das Gute ist, Du musst es auch nicht wissen. Es ist ja Entscheidung Deines Sohnes, was und ob er später einmal studiert.

    Aber nachdem unser mittlere vor einem halben Jahr die Schule geschmissen hat bin ich
    sehr alamiert. ICh überlege sogar ihn vom Gymi zu nehmen, wenn es aber nur mit Studium geht brauchst er aber Abi.

    Warum überlegst Du ? Die Erfahrung mit dem mittleren Sohn kann es ja wohl allein nicht sein, denn das wäre wohl äußerst ungerecht gegenüber dem jüngeren Sohn. Richtigerweise müsste doch zuerst einmal der Sohn überlegen, ob er am Gymnasium bleiben möchte oder nicht.

    Ich habe in der F nur maximal 3 Wechselspieler zum Spiel mitgenommen und regelmäßig so oft durchgewechselt, dass es zu keinen langen Standzeiten kam. Es hätte sich nicht gelohnt, die Kinder abseits zu schicken.
    Da ich die Zahl der Kinder auch begrenzt hatte, die ich in die Mannschaft aufgenommen und trainiert hatte, von Anfang an Zuverlässigkeit und Charakter vor Können stellte, musste auch niemand vom Spiel ausgeschlossen werden.

    Zitat Betreuer 72:

    Am Ende des Camps nahm der Trainer sie als Beispiel dafür, wie gut die Arbeit der Vereine sei.


    Beim letzten Mal sei der Ball noch nicht ihr Freund gewesen und jetzt hätte sie sich richtig weiterentwickelt. Das sei ein Verdienst der Jugendtrainer.

    Das musste er vielleicht sagen, damit die anderen Trainer nicht gar so schlecht aussehen und er wieder einmal ein Camp in dem Verein abhalten darf. :thumbup:


    Ich kenne auch Beispiele, wo der entsprechende Jugendtrainer überhaupt nichts zur Förderung beigetragen hat und das Kind es mehr oder weniger zuerst einmal dem Engagement seiner Eltern zu verdanken hat, die ihm eine entsprechende Förderung außerhalb des Vereinstrainings ermöglicht haben.

    Zitat Andre:

    .wie hoch ist der Anteil des Trainers tatsächlich an der FUSSBALLERISCHEN Entwicklung eines Spielers überhaupt usw.).

    Ich halte einen guten Trainer schon für sehr wichtig und seinen Anteil an der fußballerischen Entwicklung eines Kindes für nicht unbedeutend bei der Förderung von Talenten. Es gibt zum Beispiel im Breitensport genügend Beispiele, wo ein bestimmter Trainer einen Jahrgang über einige Jahre trainiert und dort ein grösserer anteil Kinder später an NLZ oder zu leistungsorientierten Vereinen wechselt. Genau diese Trainer schaffen das gleiche wieder mit dem nächsten von ihnen trainierten Jahrgang, den sie von G oder F aufbauen. Und zwar mit Kindern aus dem üblichen Einzugsbereich ihres Vereins und nicht mit selektierten Kindern. Im selben Verein fallen demgegenüber aber die anderen Jahrgänge, die von anderen Trainern trainiert werden, jeweils ab.
    Demgegenüber kann auch die mögliche Karriere eines Talentes, wenn es an den falschen Trainer gerät, beendet sein oder einen scharfen Knick erfahren.


    Ob eine solche (leistungssportliche )Karriere erstrebenswert ist, kann man meiner Meinung nach nicht pauschal sondern jeweils nur im Einzelfall beurteilen.
    Ich persönlich habe meine Kinder so erzogen, wie ich es selbst auch gehalten habe. Gehe ich eine Sache an, dann mit maximalem Einsatz und entsprechenden Zielen, wohlwissend dass es nicht nur an mir selbst liegen wird, ob ich sie erreichen werde. Ich bin aber der Meinung, wenn man sich keine hohen Ziele steckt, wird man am Ende nicht einmal Mittelmaß erreichen.
    Falsch wäre es für mich nur, wenn man den Kindern dabei vermitteln würde, dass das alleinige Lebensglück nur im unbedingten erreichen dieser Ziele liegt und sie ihr Lebensglück nicht auch auf vielerlei andere Weise erreichen können.


    Wer jedoch als Trainer oder Elternschaft meint, er würde über die mögliche Karriere eines Kindes entscheiden, liegt falsch. Die Kinder entscheiden zuerst einmal selbst darüber, sofern sie überhaupt die "Karrierechance" haben, zu der noch viele andere Dinge zusammenkommen müssen, die weder Trainer noch Eltern noch Kind allein beeinflussen können.
    Uns als Eltern und Trainern obliegt es nur, ihnen nach bestem Wissen und Gewissen begleitend zur Seite zu stehen und ihnen Förderung zukommen zu lassen, solange sie dies wünschen und es möglich ist.

    Zitat TW-Trainer:

    Aber für mich hat das nichts mir Erziehung zu tun, sondern lediglich mit der Entscheidung, dass die gegenseitigen Erwartungen zu weit voneinander entfernt sind und keine Annäherung zu erwarten ist.

    Die Art und weise seiner Erziehung kann ein Grund sein, dass ein Kind Probleme damit hat, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren und ein Mindestmaß an Regeln einzuhalten. Ein Mindestmaß an Integrationsfähigkeit erwarte ich aber als Trainer, da ich, wie Du meiner Meinung nach richtig schreibst, nicht die Erziehung der Kinder übernehme/übernehmen kann. Insofern würden in diesen Fällen gegenseitige Erwartungen nicht erfüllt und nach einer gewissen Zeit, in der man vergeblich versucht, dies zu ändern, trennt man sich oder es gibt grössere Probleme.
    Manchmal wird mit der Trennung zu lange gewartet, weil man der Meinung ist, dass man als Breitensportverein alle Kinder aufnehmen und betreuen muss.


    Ich denke, ein Rahmen, der aus einigen wenigen klaren Regeln, in denen Vorstellungen von Eltern/Kindern, Verein und Trainerschaft eingeflossen sind, die gemeinsam aufgestellt und vor Saisonbeginn bekannt gegeben wurden, besteht, der aber auch viel Freiraum zur persönlichen Entfaltung (auch für schwierige Charaktere ) lässt, verbunden mit konsequentem Handeln, aber auch einem gewissen Fingerspitzengefühl und dem Gespür dafür, wann man mal eine Ausnahme von einer Regel machen muss, sollte nicht die schlechteste Voraussetzung für die Arbeit mit einem Team sein.


    Man schätzt sogar, dass ca. 1/3 der fussballerischen Entwicklung eines Talents mit seinem sozialen Umfeld (Eltern, Freunde, Schule) zutun hat.

    Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass das soziale Umfeld sehr wichtig für die fußballerische Entwicklung ist, ohne hier den genauen prozentualen Anteil nennen zu können. Dort wo beispielsweise die Unterstützung der Eltern fehlt, wird es schwer für einen Spieler. Oft bedeutet diese Unterstützung durch die Eltern auf dem Weg des Kindes in den Leistungssport auch, dass man selbst auf Einiges verzichten muss und sich z.B. zeitliche Abläufe in der Familie in nicht ganz unerheblichem Maße zuallererst nach den Bedürfnissen dieses Kindes richten. Auch finanzielle Belastungen dürfen nicht unerwähnt bleiben. Nicht alle Eltern sind dazu bereit oder in der Lage. Schon deshalb kommen einige Talente letztlich nicht dort an, wo sie bei entsprechender Unterstützung ankommen könnten.