Beiträge von Karl

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    raicoon:


    Zu Deinen Fragen:


    1. Nicht mehr. Ich war aber lange genug dort tätig, um einen guten Einblick zu haben.
    2. Die Spieler gehen teils in ihre alten Vereine zurück, teils in andere Vereine und bekommen auch bei diesen Wechseln unsere Unterstützung.


    Auch im Breitensport gibt es Unterschiede zwischen den Vereinen, die einen Vereinswechsel durchaus sinnvoll erscheinen lassen. Dazu zähle ich bessere Trainingsbedingungen ( Ist ein ordentlicher Rasen/Kunstrasen vorhanden oder nur ein "Acker", gibt es ausreichend Trainingsmaterial, sind die Trainer kompetent ?), Freunde im anderen Verein, Möglichkeit der Förderung durch höhere Spielklassen, voraussichtlich gerechtere Spielzeiten, die man im derzeitigen Verein nicht bekommt usw. .


    Oft wechseln Kinder/Eltern aus Eigeninitiative den Verein und müssen nicht abgeworben werden. Auch finde ich es legitim, wenn ein Breitensportverein eine gute Nachwuchsförderung betreibt und jährlich einige wenige talentierte Kinder aus umliegenden Vereinen anspricht und für seine Mannschaften wirbt, damit sie gefördert werden und der eigene Nachwuchs weiter höherklassig spielen kann.


    Wenn Trainer erst Kenntnis von einem bevorstehenden Wechsel erhalten, wenn die schriftlichen Abmeldungen per Post eintreffen, sollte man sich Gedanken machen, ob im eigenen Verein alles stimmt bzw. warum Eltern und Kinder nicht genug Vertrauen haben, um Wechselpläne frühzeitig und offen zu kommunizieren. Dabei muss nicht einmal den zuständigen Trainer direkt die Schuld treffen. Vielleicht sind es Vorgehensweisen anderer Trainer oder Verantwortlicher aus dem Verein, die sich herumgesprochen haben und diese "heimlichen" Abmeldepraktiken begründen.

    Die Kinder sind nicht Eigentum des Vereins. Also kann ich jederzeit mit ihnen und ihren Eltern sprechen und mein Interesse bekunden, sie vielleicht in meinen Verein zu holen. Ihren derzeitigen Verein müssen weder ich noch der Spieler über diese Gespräche informieren.
    Ob man das dann wirklich im Einzelfall so handhabt, ist eine andere Sache.
    Bezüglich Probetraining gibt es Regelungen von den Verbänden. Inwieweit diese einer rechtlichen Überprüfung standhalten würden, weiß ich nicht. Es gibt immer Möglichkeiten, sie zu umgehen. Wenn ich einen Spieler möchte und er auch zu uns will, dann wird er auch gesichtet und geholt.
    Im Normalfall gibt es aber, spätestens nach einem Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen, eine unterschriebene Einverständniserklärung zum Probetraining.

    Bei euch werden Wechsel vorzeitig kommuniziert?


    Bei uns weiß man oftmals erst von einem Wechsel, wenn die Wechselkarte per Einschreiben kommt.

    Manche Spieler und Eltern fürchten auch ( oft durchaus berechtigt ) eine nachteilige Behandlung durch Trainer, andere Spieler/Eltern und Verein während der verbleibenden Zeit zu erfahren. In Vereinen, wo dies geschieht, bekommen das auch andere Spieler und Eltern mit und entscheiden sich dann, wenn sie dann selbst einmal einen Wechsel anstreben, clevererweise dafür, ihr Vorhaben bis zum Ende der Saison geheim zu halten. Schlechtes Gebaren der Vereine spricht sich schneller herum als gutes, und so kann es passieren, dass es sich auch negativ auf umliegende Vereine auswirkt und auch dort die Mitglieder Nachteile befürchten und entsprechend handeln.

    Dagged:


    Den Jungtrainern kannst Du es nicht übel nehmen, dass sie nicht die schwächere Mannschaft trainieren wollen. Du möchtest es ja auch nicht..... 8)
    Das meine ich auch nicht negativ. Es ist so, wie du schreibst, - auch der Trainer muss sich bei seiner Aufgabe wohlfühlen.
    Ich selbst würde kein Problem damit haben, die schwächeren Kinder zu trainieren. Auch und gerade hier kann man sich beweisen. Nur mit unzuverlässigen Kindern und Eltern hätte ich ein Problem, bzw. diese dann mit mir. Sie würden sich dann entsprechend umstellen müssen oder wären nicht mehr dabei. Das wäre dann mein Anspruch, den ich in einem solchen Fall auch sofort offen darlegen würde.

    Dem schließe ich mich an.


    Auch den Ausführungen von @TW-Trainer, wobei ich selbst noch keine Idee habe, durch welche Personen die neutralen Beratungsstellen besetzt werden sollten und wie dort sichergestellt werden kann, dass diese wirklich neutral bleiben.


    Das Argument, dass dem Verein Ausbildungskosten entstanden sind, - für Trainer usw.für Trainer usw., zählt für mich nur dort, wo Trainer auch bezahlt werden und alle Kosten ( Einnahmen und Ausgaben ) für alle Spieler einzeln aufgeschlüsselt und nachgewiesen werden können. Dazu zählen auch Einnahmen durch Sponsoren, die auch als Einnahmen zählen und nicht nur der ersten Herrenmannschaft zustehen..., auch wenn sie überwiegend dorthin fließen.
    Vorausgesetzt, hier würde tatsächlich auf den Cent genau nachgewiesen werden, dass der betreffende wechselwillige Spieler einen Verlust von X Euro verursacht hat, würde ich an stelle der Eltern fragen, warum mir geringere Ausbildungskosten vorgegaukelt wurden. Warum wurden je Monat nur 5 - € Beitrag genommen, obwohl die Ausbildung angeblich viel mehr gekostet hat ? Und wie kann dieser Verein noch existieren, wo er doch nach eigener Rechnung jedes Jahr rote Zahlen schreiben muss ?


    Es gibt viele Gründe, für einen Vereinswechsel. Ich kann als Trainer jederzeit meine Meinung sagen und damit auch, solange es gewünscht ist, beratend tätig werden. Mehr steht mir aber nicht zu, und das ist gut so, da ich auch nie neutral bin und nur meine Sicht darstellen kann. Die ( vielleicht auch falschen ) Entscheidungen haben Spieler und Eltern zu treffen.
    Die Kinder gehören uns nicht. Für sie verantwortlich und damit alleinige Entscheidungsträger sind ihre Eltern. Wie fair Vereine miteinander umgehen, ist wiederum ihre Angelegenheit und darf nicht auf dem Rücken von Kindern und Eltern ausgetragen werden.

    Ich schließe mich hier der Meinung von @TW an und würde in der Altersklasse die Zeit für praktische Dinge nutzen, als sie vor der Taktiktafel oder eventuell sogar bei einer Videoschulung zu verbringen.


    Die Idee mit dem Pommes finde ich sehr gut, zusätzlich werde ich versuchen jemanden zu finden der das Spiel filmt und ein paar Bilder schießt, die wir danach im Vereinsheim zusammen anschauen können.

    Beim Anschauen des Spielvideos könnte man schnell dazu neigen, das Spiel gleich gemeinsam mit den Kindern auszuwerten. Davon halte ich unmittelbar im Anschluss nichts. ( Für eine F-Jugend übrigens auch später nicht. )
    Ich sehe auch keinen Sinn darin, nach jedem Spiel noch zusammenzubleiben.
    Einige gemeinsame Unternehmungen innerhalb der Saison, wie sie @'Strznievski schon beschreibt, halte ich für ausreichend geeignet, um einen gemeinsamen Teamgeist zu entwickeln, aber auch niemanden zu überfordern.

    @'Kicknrush:


    Alles, was du hier schreibst, kann ich nachvollziehen.
    Mit den Einsätzen nach Trainingsbeteiligung gehe ich mit. Mit den Einsätzen nach Leistung nicht. Nr. 16 und 17 können sich noch so anstrengen und werden wohl nicht die Leistung von Nr. 1 und 2 erreichen, auch wenn sie sich mehr Mühe als diese geben. Was die Trainingsbeteiligung im Breitensport betrifft, muss man natürlich auch schauen, inwieweit man mit seinem Angebot das Interesse der Kinder wirklich weckt.
    Natürlich wird man nicht immer alle Kinder beim Fußball halten können. Trotzdem sollte man immer daran denken, dass die Kinder, die man jetzt nicht halten will, später für ein Großfeldteam fehlen können. Auch werden sie dem Verein später wahrscheinlich nicht für ein Ehrenamt zur Verfügung stehen. Auch die beiden Stützpunktspieler werden dir vielleicht bald fehlen. 8)


    Warum es logistisch eine Meisterleistung sein soll, in den Staffelspielen mit 19 Spielern zu rotieren, weiß ich jedoch nicht. Vielleicht kannst du das näher erläutern.

    :thumbup:



    Spieler-papa:


    Warum sollte es ersichtliche Gründe für die Auswechslung deiner Tochter geben ? Du hast selbst geschrieben, dass sie meistens durchspielt. Also ist es doch nur an der zeit, dass auch sie einmal pause bekommt, damit ein anderes Kind auch auf seine ihm zustehende Einsatzzeit kommt.
    Natürlich kann es auch eine Retourkutsche des Trainers auf deine Kritik sein. Dass ist momentan aber spekulativ und bleibt abzuwarten.
    Ein guter Spieler wird sich auch auf anderen Positionen zurechtfinden. Hier schon nach nur einem Spiel die Rotation abzubrechen halte ich für falsch und es zeigt mir, dass der Trainer keine Ahnung von altersgerechter Ausbildung hat und nur von einem unangebrachten Erfolgsdenken getrieben ist.
    Dass die Kinder künftig in leistungshomogene Mannschaften eingeteilt werden sollen, halte ich persönlich für richtig, solange die Förderung der Kinder das Ziel ist. Natürlich sollten in einer F-Jugend hier auch Freundschaften und Fahrgemeinschaften berücksichtigt werden, wobei dann das Kind der höheren Mannschaft gegebenenfalls nach unten wechseln muss und nicht umgekehrt.

    Dein Vorhaben, nur die ersten 12 Spieler für das Spiel zu setzen, wäre für mich völlig inakzeptabel.
    Entweder behältst Du 19 Spieler und alle spielen regelmäßig zu gleichen Anteilen, oder Du sagst den "überzähligen" Spielern, deine ehrliche Meinung, ...dass du nicht mit ihnen planst und dass sie in einen Nachbarverein gehen oder aufhören sollen.
    Irgendwann werden euch diese Spieler aber hoffentlich fehlen.
    Wenn man nicht nur Spieler hat, auf die immer Verlass ist und die nur einmal krankheits- oder verletzungsbedingt ausfallen, dann sind 19 Kinder auch nicht zu viel in einer D - Jugend. andernfalls gibt es immer Möglichkeiten, Kinder hochzuziehen oder zu geben oder notfalls in einer SG spielen zu lassen.
    In einem Breitensportverein sollte man sich viel mehr überlegen, wie man Kinder im Verein hält, als sie schon frühzeitig abzuschreiben. Noch sind sie ja da und für ihre fehlende Motivation wird es Gründe geben.... . Auch was ihre Leistung betrifft, sollte der Trainer überlegen, was er tun kann, um diese zu verbessern bzw. was er zukünftig besser machen muss. :whistling:

    Das erste was ich gemacht hätte, wäre, dass ich zu meinem jetzigen Verein gegangen wäre und von dem Angebot des Nachbarvereins berichtet hätte. Vielleicht hatten sie dir ein gleichwertiges Angebot gemacht oder sogar nachgebessert . Für mich hört es sich so an, als hättest du deinem jetzigen Verein keine Chance gelassen dich zu halten.

    Der bisherige Stammverein hatte doch 2,5 Jahre die Möglichkeit, seinen Trainer entsprechend zu entschädigen. Jetzt war der Nachbarverein eben cleverer und sichert sich einen jungen Trainer.
    Man kann vielleicht den eigenen Preis noch etwas in die Höhe treiben, indem man das Angebot publik macht. Das wäre aber dem anderen Verein gegenüber auch nicht unbedingt fair, der dann auch enttäuscht sein dürfte.
    Warum @Finnek96 überhaupt Einblick in seine Pläne gegeben hat, weiß ich nicht. Er hatte seinen Verein ja schon informiert, dass er dort als Trainer aufhört. Dabei hätte ich es belassen und mich auf keinen Fall auf einer Feier dazu geäußert.

    Finnek96:


    Wenn dich die Aufgabe reizt und du finanziell mit dem Angebot zufrieden bist, dann mach es. Warum solltest du in dem einen Verein finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, wenn du in dem anderen Verein angemessen entschädigt wirst.
    Das Wichtigste wäre für mich jedoch der eigene Schulabschluss. Hier solltest du überlegen, ob du wirklich zusätzlich noch die Zeit und Energie aufbringen kannst, ehrenamtliche Tätigkeit in einem Verein zu leisten, zumal du auch noch ein eigenes Hobby betreibst.

    TW-Trainer:


    @teejay schrieb: "Soweit unsere Lage ... Nun ergibt sich folgende Möglichkeit, die Frauenmannschaft unseres Nachbardorfes löst sich zum Saisonende auf und sechs Spielerinnen würden gerne zu uns wechseln."


    Da der andere Verein selbst das Thema Spielgemeinschaft nicht anspricht und schon seine Frauenabteilung in den Sand gesetzt hat, sehe ich keinen Vorteil für @teejay's Verein in einer Spielgemeinschaft. Die 6 Spielerinnen wollen spielen und kommen wohl auch so, wenn keine SG zustande kommt. @teejay schreibt, dass sein Verein im Gegensatz zum Nachbarverein sehr gut aufgestellt ist und wohl auch nicht unbedingt auf diese Spielerinnen angewiesen wäre.

    betreuer72:


    Ja, auch falsch, wobei ich eine Positionsvergabe bei Bambinis auch in den meisten Fällen überbewertet sehen würde. Oft sehe ich hier, dass die "Verteidiger" hinten stehen bleiben und sich wenig am Spielgeschehen beteiligen. Es sollte eine Grundaufstellung geben und dann die Devise: "alle greifen an und alle verteidigen".
    Ich selbst würde Bambini nicht zum offiziellen Spielbetrieb melden, sondern mit anderen Vereinen Spielevormittage organisieren, an denen in kleinen Gruppen z.B. Funino, aber auch andere Spiele gespielt werden, die nicht unmittelbar etwas mit Fußball zu tun haben. Wichtig wäre mir hier, das gemeinsame Kennenlernen und Erleben von Fairness, Respekt, Spaß an der Bewegung usw..

    Spieler-papa:


    Du solltest den Trainer sogar auf diese Dinge ansprechen. Dass Deine Tochter im Gegensatz zu einigen Jungs fast immer durchspielt ist genauso falsch, wie die Tatsache, dass sie schon eine feste Position spielt. Permanent ungleiche Spielzeiten sind in einer Kindermannschaft völlig daneben und äußerst unfair, wenn sie nicht in mangelnder Trainingsteilnahme oder Verlässlichkeit begründen liegen.
    Eine feste Position bereits in diesem Alter wird der fußballerischen Entwicklung deiner Tochter schaden
    Die Einteilung der Trainingsgruppen liegt im Ermessen eures Trainers. Trotzdem solltest du die Gründe hinterfragen und ihn auf die Probleme aufmerksam machen, die dir aufgefallen sind.