Beiträge von Karl

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    Wozu sollte ich einen Torjubel einstudieren ? Gibt es sonst nichts, was im Training zu tun ist ?


    Meine Spieler jubeln auch und manch einer hat auch seinen speziellen Torjubel drauf. Warum auch nicht ? Aber eine Choreografie für die ganze Mannschaft, zumal vom Trainer vorgegeben, finde ich doch übertrieben und etwas kindisch vom Trainer.

    Dass ein Kind, welches regelmäßig trainiert, nicht eingesetzt wird, ist genauso eine Sauerei, wie die Tatsache, dass ein Kind "gesetzt" ist. Wenn wir aber ehrlich sind, regt sich im letzteren Fall kaum ein Elternteil darüber auf, oder !?


    24 Kinder für eine F ? Wenn man dort keine andere Lösung hat, sollte man eine bestimmte Anzahl Kinder bestimmen und dem Rest ehrlich sagen, dass sie nicht spielen werden und in einem anderen Verein unterkommen sollten, wenn sie nicht selbst einen Trainer finden. So etwas kommt davon, wenn man jedes Kind aufnimmt, obwohl man keine entsprechenden Kapazitäten an Trainern hat.
    Auch Eltern müssen begreifen, dass man für 5- € Monatsbeitrag nicht aller Pflichten ledig sein kann, sondern sich immer auch Leute finden müssen, die im Verein mitarbeiten.
    Bei 20 Elternpaaren ist es für mich nicht nachvollziehbar, wenn sich aus diesem Kreis niemand als Betreuer für eine 2. Mannschaft findet.
    Man kann in einem Verein nicht immer nur nach den Verantwortlichen rufen und auf den Verein schimpfen. Ein Verein kann nur funktionieren, wenn die Mitglieder selbst auch aktiv werden. Eltern hier stellvertretend für ihre Kinder. Das sollte den Eltern auch einmal gesagt werden. Viele erwarten hier eine reine Dienstleistung für ein paar Cent.
    Wenn sie Dienstleistung wollen, dann sollen sie auch 30,- oder 50,- € monatlich bezahlen, wie in einer Fußballschule.
    Schuld sind wir selbst, wenn wir die Eltern glauben lassen, dass sie für die paar Piepen eine Dienstleistung zu erwarten haben und alles damit abgegolten ist.

    tobn:


    Ich stimme dir zu, dass die Situation in dem Verein nicht optimal ist. Aber wie willst Du es lösen, wenn kein Trainer für die 3. Mannschaft zur Verfügung steht und sich auch keiner findet ? Der Trainer könnte am Spieltag natürlich auch mit der 3. Mannschaft mitreisen. dann würden sich wahrscheinlich die anderen Eltern beschweren.
    Man könnte den Kindern auch sagen, dass man keinen Trainer findet, sie künftig nicht mehr betreuen kann und sie den Verein wechseln müssten, um weiter trainieren und spielen zu können. Das würde dann auch den Wenigsten gefallen ... .
    Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sich aus den betreffenden Eltern jemand findet, der die F3 auch im Training betreut, bzw. sich die Eltern auf die Suche nach einem Trainer begeben. 8)


    Spieler-papa:


    Was mich ein wenig nachdenklich macht, ist, dass du scheibst, die Trainer der F1 und F2 würden den Erfolg wollen, was ich in diesem Fall mit guten Spielergebnissen definiere.
    (ich selbst bin übrigens auch total erfolgsbesessen. Nur definiere ich Erfolg nicht ausschließlich über entsprechende Spielergebnissen.) Im letzten Beitrag schreibst Du jedoch, dass eure Kinder nicht schlecht sind, sondern der Grund der vermeintlichen Zurücksetzung in die F3 der ist, dass sie zuletzt in den Verein kamen. Das würde dann dem Bild des erfolgsgeilen (Spielergebnisse) Trainers widersprechen.
    Weiterhin schreibst du, dass du nicht glaubst, dass die neuen Zugänge aus der G eure Abgänge ersetzen können. Diese Aussage würde jetzt bei mir wiederum das Bild von erfolgsgeilen Eltern aufwerfen ... .

    Grinch:


    Das, was du hier beschreibst, entspricht auch meinen Erfahrungen. Beispielsweise das es 6 - 8 jährigen Kindern ziemlich egal wäre, ob die Mannschaften nummeriert oder z.B. Farbbezeichnungen bekommen. Dies dient eher der Zufriedenstellung der Eltern, die ihren Kindern suggerieren, dass sie in einer schlechteren/besseren Mannschaft spielen.
    Klasse fand ich auch deine eigene Erkenntnis, dass der Trainer einen schweren Fehler machte, als er die Eltern fragte, ob alle zufrieden seien.
    Es ist nicht immer angebracht, alles zu hinterfragen und es jedem recht machen zu wollen. Manchmal müssen klare Ansagen sein.
    Eure Einteilung der Mannschaften für die neue Saison finde ich völlig inOrdnung.

    @scrum, tobn:


    ich habe es so interpretiert, dass die Kinder durchaus zusammen trainieren, jedoch am Spieltag eine zusätzliche Mannschaft gebildet wird, die dann mangels eines Trainers aus einem Papa und zwei Spielern der A-jugend betreut werden. Ich halte das für vollkommen in Ordnung. Man kann von niemandem verlangen, dass er 2 Mannschaften zum Spieltag am Wochenende betreut.
    Weiterhin halte ich 15 Kinder für eine F-Mannschaft zum Spielbetrieb für suboptimal. Hier in dem Fall wurde eine andere Lösung gefunden, die für mich gefühlt aus Eitelkeit der Eltern heraus abgelehnt wird.

    Ich verstehe euch als betroffene Eltern ehrlich gesagt nicht.


    Der Verein bietet euren Kindern durch Meldung einer F3 viel mögliche Spielzeit.Ihr wollt aber lieber darauf verzichten und nehmt lieber wenig Spielzeit in Kauf, nur um behaupten zu können, dass eure Kinder in der F1 spielen.


    Wer soll denn festlegen, welche Gegner "leicht" sind" ??? Wenn, dann doch wohl der Trainer. Oder wollt ihr das als Eltern einschätzen und bestimmen ?


    Wärt ihr einverstanden, wenn der Trainer einschätzt, dass es in der gesamten Staffel nur einen "leichten" Gegner gibt und Eure kinder dann eurem Wunsch entsprechen nur gegen diesen einen Gegner spielen und sonst nur zuschauen oder zuhaus bleiben ? wenn nicht, - warum nicht ?



    ich könnte mir auch gut vorstellen, dass der umstand, dass sich die Kinder als Verlierer sehen, viel mit dem Verhalten der Eltern zu tun hat.

    Ich würde das nicht so hoch bewerten.
    Du schreibst selbst in einem anderen Thema, dass es sich bei den Vereinen, die 60 km entfernt sind, um Vereine mit Mädchenmannschaften handelt. Deren Trainer kommen jetzt auf dich zu und loben deine Tochter. Vielleicht würde sie leistungsmäßig in ihre Mannschaften passen oder dort sogar Leistungsmässig vorn stehen.
    Sie trainiert und spielt aber in einer Jungenmannschaft und muss sich hier dementsprechend an deren Leistungen messen lassen. Hier ragt sie vermutlich nicht so heraus, wenigstens nicht, was ihre Trainingsleistungen angeht. So schätzt es wohl der zuständige Trainer ein.
    Dass ihre Leistungen im Turnier vermeintlich besser sind, kann verschiedene Ursachen haben. Mich würde zum Beispiel stören, dass sie nur rechter Verteidiger spielt.
    Interessant wäre es doch, wie ihre Leistungen auch auf anderen Positionen sind, auch wenn diese innerhalb eines Spieles oder Turnieres wechseln.


    Ihr seid, so wie du schreibst, mehrere Eltern, die unzufrieden sind. Weshalb findet sich dann unter euch niemand, der sich selbst als Trainer für die Kinder hinstellt und die Sache besser macht. Warum tritt niemand in den Verein ein, lässt sich in eine verantwortliche Position wählen und teilt die Kinder gerecht ein, so dass dann alle Kinder und Eltern zufrieden sind ?

    Andre:


    Der Verein bekommt ja eine F3 voll. Das es Eltern gibt, die diese Mannschaft boykottieren, kann keiner wissen bzw. man sollte diese Art und Weise auch nicht akzeptieren.


    Ich würde die betreffenden Spieler nicht mehr für den Spielbetrieb berücksichtigen und die anderen dann eventuell auf die anderen Mannschaften aufteilen. Auf keinen Fall würde ich mich hier von den Eltern derart erpressen lassen.


    Der Verein handelt für mich im Sinne der Kinder, indem er mehrere Mannschaften bildet, damit alle Kinder möglichst viel Spielzeit bekommen. Hier gibt es jedoch Eltern, die sich zurückgesetzt fühlen, weil ihre Kinder nicht einer ihnen genehmen Mannschaft zugeteilt wurden. Die dürften dann bei mir ihre Kinder zum Training bringen, jedoch würden die Kinder nicht am Spielbetrieb teilnehmen, da ich nicht einsehen würde, warum andere Kinder weniger Spielzeit bekommen sollen, nur weil Eltern anderer Kinder so uneinsichtig sind.

    Spieler-papa:


    Ich würde auch nicht 15 Kinder in eine F stecken und dann rotieren lassen, wenn ich die Möglichkeit hätte, eine zusätzliche Mannschaft zu melden, so dass jedes Kind auf mehr Einsatzzeiten kommt.
    Inwieweit man die Mannschaften durchlässig gestalten könnte, damit jeder mal mit jedem in einer Mannschaft spielt und damit das Gemeinschaftsgefühl insgesamt gestärkt werden kann, kann ich aus der ferne nicht beurteilen. Da gibt es überall andere Regeln und ob es sinnvoll ist, kann man wohl auch nur vor Ort bewerten.


    Seht es doch als Chance für Eure Kinder, die dadurch viel Spielzeit bekommen werden. Das Training ist vorerst abgesichert und der Papa, der am Wochenende die Aufsicht übernimmt, hat außer dem Ausfüllen des Spielberichtsbogens und der Bezahlung des Schiedsrichters vor allem die aufgabe, für gleiche Einsatzzeiten der Kinder zu sorgen. Zusammen mit den anderen Eltern die Kinder positiv bestärken und anfeuern, egal wie das Ergebniss ausfällt ....
    Vielleicht stellt es sich sogar als Vorteil heraus, dass kein "Trainer" anwesend sein wird.


    Selbst wenn es am Ende der Saison wirklich so sein sollte, dass die Truppe alle Spiele verloren hat, dann gehören auch solche erfahrungen dazu und ihr seid bei weitem nicht die einzigen, denen es so gehen würde. Versucht einige Freundschaftsspiele und Turniere einzuschieben, wo eure Kinder zu Erfolgserlebnissen kommen sollten. Weiterhin als Tip: nach den Spielen noch ein 9m - Schiessen veranstalten. Der Ausgang des eigentlichen Spiels ist dann meist schnell vergessen. Man kann auch andere Events nach dem Spiel einbauen, so dass der Spieltag immer ! ein positives Erlebnis für die Kinder wird. Kann mal ein anschließender Besuch im Eiscafe sein, ein anderes mal ein gemeinsames Grillen nach dem Spiel oder noch eine gemeinsame Stunde auf einem Spielplatz.

    DSV:


    im ausgangspost steht nicht permanent sondern ständig was aber aufs gleiche hinausläuft. der verbandsverantwortliche meinte das es generell laufen sollte, lediglich wenn ein kind allein auf den torwart zu läuft und von hinten weggesemmelt wird könne man mal eingreifen, ansonsten soll es einfach laufen. handspiel oder foulspiel im gewusel sollen überhapt nicht geahndet werden, wenn allerdings die kinder selbst so etwas bemerken dann schon. bei einwurf oder ecke soll, falls die kinder nicht wissen was nun, mit gezielten fragen in die richtige richtung geführt werden, falls sie sich dann dennoch falsch entscheiden so ist das auch zu akzeptieren. mit strittigen situationen ist gemeint; nur wenn die kinder selbst einen regelverstoß bemerken, sich darüber aber nicht einigen können, nur dann sollen die trainer gemeinsam die sachen klären.

    @hinkebein hat es noch einmal klargestellt ....


    Entweder ist die Trainerin nicht bezüglich FPL aufgeklärt worden, oder sie sollte, wenn sie eine entsprechende Aufklärung, wie sie der Vereinsverantwortliche entsprechend @hinkebein gab, bekommen hat, und den geforderten Verhaltensweisen wissentlich entgegen handelt, von ihrer Aufgabe als Kindertrainerin entbunden werden, da sie den Anforderungen nicht genügt.

    DSV:

    nun haben wir unser mittlerweile 3. fairplayturnier gespielt und immer gerade ich mit einer trainerin aneinander. es betrifft das eingreifen der trainer bei strittigen situationn, ich bin der ansicht das die kinder selbst entscheiden und zur not eben auch falsch. besagte trainerin sieht das offenbar anders, ständig legt sie fest welche entscheidung die richtige wäre, ruft foul oder ecke usw. ich hab das eigentlich anders verstanden nämlich das die trainer nur eingreifen fals die kinder sich nicht einigen können. wie ist denn nun die richtige vorgehensweise? es kann doch eigentlich nicht sein das der eine alles durchlaufen lasst und der andere immer entscheidungen trifft

    Ich habe es dir einmal dick markiert und unterstrichen.

    mahlzeit


    die trainerin macht das genau richtig! die kids können halt nicht alles selber entscheiden und darum sollte bei den 'strittigen' zsenen jemand von aussen sagen was sache ist, da sich ansonsten schlicht der stärkere durchsetzt....was ja nun mal ganz und gar nicht im sinne des fairplay ist.
    nehmt euche einen nachwuchsschiedsrichter zum spiel dazu (der auch seine fehler machen darf und soll!) und schon kommt für die kids auch mehr bei raus.


    gruss

    Nein !


    Die Trainerin macht es falsch!! Die Kinder sind durchaus selbst in der Lage zu entscheiden bzw. sollen es lernen. Dies wird aber unmöglich, wenn ihnen ( von vereinzelten strittigen Situationen abgesehen )permanent jemand diese Entscheidungen abnimmt. Weiterhin sollen dann beide Trainer gemeinsam entscheiden, was ja wohl im vorliegenden Fall nicht der Fall ist. Diese Trainerin hat, wie so einige Andere 8) , den Sinn und die Ziele der FPL nicht verstanden.


    wenn man ein kind hat, was koordinativ in der lage ist einen übersteiger zu machen, dann soll man es das auch versuchen lassen, bzw es ihm beibringen.
    genauso sehe ich das auch mit dem möglichen passpiel im f-jugendbereich, oder anderen dingen, die den aktuellen konzepten des 'hauptsache rumspielenlassen' entgegenstehen.


    die trainer und betreuer sind doch am dichtesten an ihren kids dran und könnben doch am besten einschätzen, was ihre jungs und mädels können.

    Das sehe ich anders !


    Nicht alles, wozu ein Kind vielleicht in der Lage ist, schule ich sofort. Ich werde ein Passspiel nicht bei den Kleinen schulen, wenn ich mir sicher bin, dass sie es später viel schneller lernen und ich jetzt andere Dinge schulen kann, die sie in dem Alter schneller erlernen können. Weiterhin möchte ich, dass sie sich trauen, in 1gg1 Situationen zu gehen und sich dort auszuprobieren, auch wenn vielleicht in den Situationen aus unserer Sicht heraus manchmal ein Pass angebrachter wäre.
    Ich selbst schule z.B auch bei den Kleinen nicht vorrangig oder zuerst die Defensive beim 1gg1, die natürlich irgendwie immer mit dabei geschult wird, sondern vorrangig den offensiven Part. Nicht weil ich die Kinder für zu dumm oder noch nicht fähig für das Erlernen der richtigen defensiven Verhaltensweisen halte, sondern weil ich Erfolgserlebnisse für die Offensive möchte und das erfolgreiche Erlernen dieser Techniken durch starke Defensivspieler erschwert werden würde.


    An der Aussage des letzten Satzes von @DSV hege ich starke Zweifel. Einige Trainer können es einschätzen. Viele jedoch nicht. Da gibt es doch tatsächlich durchaus "Trainer", die der Meinung sind, weil ihre 7jährigen Spieler zu einem Kopfball in der Lage sind, auch die entsprechenden Techniken schulen zu dürfen. Ähnliches trifft auf das Einstudieren von Eckbällen,Freistößen und Einwürfen zu. Sind 7-8jährige Kinder dazu in der Lage ? Wohl durchaus. Sollte ich aber mit ihnen damit kostbare Trainingszeit vergeuden ???

    Ich finde auch die Coerver-Grundidee Klasse. Also, 'A New Era' besorgt und mir Ball Mastery für 5-6 jährige angeschaut und mit meinen Jungs (nun älterer Jahrgang) probiert. Für mich ist dies zuviel Drill und stupide Ballarbeit.

    Auf den Videos sind keine kompletten Trainingseinheiten zu sehen. Diese sollte man sich selbst vor Ort anschauen. Dann würde man sicherlich zu der Erkenntnis kommen, dass da nichts stupide ist.
    Anderer Meinung bin ich da schon, wenn der gleiche Parcours von sechsjährigen 40 - 45 Minuten am Stück abgelaufen wird. Auch wenn da viele bunte Hütchen stehen und nach 20 Minuten der Ball mit dem anderen Bein geführt werden soll, ändert das für mich nichts.
    Ausschlaggebend dafür, ob eine Übung altersgerecht ist, ist nicht nur die Ausführung eine Übung allein, sondern u.a. auch die geforderte Dauer.

    @thomasg


    Das hat weniger mit Perfektion zu tun. Ich findes es nur schade, wenn ich den Kindern versuche etwas beizubringen und sie es dann auf dem Bolzplatz "verlernen". Ich vergleiche es mal so: bei uns sind die Mannschaften zur Zeit erfolgreich, die von 15 Metern den Ball und die Latte schießen können. Wenn in ein- zwei Jahren die Keeper so weit sind, solche Schüsse zu halten, werden diese Mannschaften es schwer haben, wenn sie dann über keine anderen Lösungen verfügen. Bei "meinen" Kindern es zur Zeit so, dass sie eben das zeigen, was sie auf dem Bolzplatz erfolgreich macht. Und das ist eben z.B. das Schießen ausschließlich mit dem starken Fuß. Dribblings vernachlässigen sie auch, obwohl dass eig. der Schwerpunkt in den letzten Wochen war.
    Andere haben ja beschrieben, dass ihre Kinder auf dem Bolzplatz viele 1 vs. 1 Situationen haben, Finten üben etc. Das ist bei meinen Kindern nicht der Fall. Vielleicht liegst am Alter. Mir ging es mit meinem Post lediglich darum, aufzuzeigen, dass der Bolzplatz nicht immer das Allheilmittel ist.

    Ich kann es nur begrüßen, wenn Kinder sich auf dem Bolzplatz treffen, um miteinander "frei" zu kicken. Dieses "freie Spiel" finde ich nicht in den Vereinen. Auch das Abschlussspiel gibt das nicht her. Das Kinder auf dem Bolzplatz etwas verlernen, habe ich noch nicht festgestellt. Wenn es so wäre, würden trotzdem die Vorteile des Bolzplatzes diese Kleinigkeiten mehr als aufwiegen.
    Wenn ich sehe, was oft in Vereinen als Training verkauft wird, müsste ich den entsprechenden Kindern sogar raten, öfter einmal das Training sausen zu lassen und dafür lieber auf dem Bolzplatz mit ihren freunden zu spielen.
    Ich habe selbst drei Jungs, die beidfüßig ausgebildet wurden. Davon legt sich auf dem Bolzplatz nicht einer den Ball extra auf den stärkeren Fuß, der ja trotz allen Trainings durchaus immer noch vorhanden ist. Die dribbeln, passen,fintieren und schließen genauso mit dem etwas schwächeren Fuß ab, wie sie es auch in Training und Spiel machen.

    Strafen für 5jährige für Unpünktlichkeit sind natürlich Unsinn.
    Trotzdem sollten hier schon die Grundlagen für die Einhaltung von regeln gelegt werden, was hier vor allem zuerst die Zuverlässigkeit der Eltern betrifft.
    Kann jemand grundsätzlich nicht rechtzeitig zum Trainingsbeginn anwesend sein, weil er z.B. noch arbeiten muss, dann sollte das kein Problem sein, wenn man das dem Trainer auch mitteilt. Ebenso erwarte ich einen Anruf, wenn jemand ausnahmsweise später kommen wird oder es überhaupt nicht zum Training schafft.
    Hier muss man einfach an die Eltern appellieren und ihnen auch erklären, warum Zuverlässigkeit wichtig ist. Als Trainer übernehmen wir für den Zeitraum des Trainings eine große Verantwortung. In der G - Jugend sind viele Eltern noch zum Training anwesend. Später kommen schon einige Kinder allein zum Training. Spätestens dann muss ich mich darauf verlassen können, dass Kinder entweder abgemeldet oder unterwegs sind. Taucht ein Kind nicht zum Training auf und wurde nicht abgemeldet, sollte ich mir Gedanken machen und Nachforschungen anstellen. Diese Vorgehensweise müsste auch im Interesse der Eltern sein, so dass sie nach entsprechender Erklärung kaum gegen diese Regeln sein dürften.
    Problematisch ist natürlich im Einzelfall die notwendige Kommunikation mit den Eltern, wenn diese nicht auftauchen oder nicht meine Sprache sprechen. Dann würde ich aber auch das entsprechende Kind nicht trainieren, bis die Eltern zur Kommunikation bereit sind.
    Den Hinweis, dass in anderen Ländern andere Wertvorstellungen hinsichtlich Pünktlichkeit herrschen können , muss ich bestätigen. Da wir uns aber nicht im Ausland befinden, hat man sich gegebenenfalls unseren Wertvorstellungen anzupassen. Um diese Vorstellungen zu vermitteln, müssen wir mit den Eltern kommunizieren. Liegestütze als Strafe für die Kleinsten sind das falsche Mittel.
    G-Jugend ist für mich der Zeitraum, wo man sich gegenseitig kennen lernt, die Kinder und Eltern in den Mannschaftssport hineinschnuppern und man alles noch nicht so eng sehen muss, wie teilweise später in F und E, wo die Kinder vielleicht schon allein zum Training kommen. Weil man aber hier die Eltern meist noch vor Ort hat, kann und sollte man hier schon versuchen, Regeln aufzustellen und die Eltern zur Pünktlichkeit anzuhalten, denn von diesen lernen wiederum ihre Kinder.