Beiträge von Karl

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @ Coach Oliver



    Daran kannst Du wieder einmal sehen, wie viel erzählt wird.Dann wird lange diskutiert und zum Schluß stellt sich raus, dass alles ganz anders ist. Manchmal meinen es die Leute auch gar nicht böse, die Dir solche Sachen erzählen. Sie nehmen es für sich vielleicht so wahr oder sehen eine Ausnahme und verallgemeinern diese. Oder sie verdrehen die Aussagen, die getroffen wurden unabsichtlich, weil sie diese nicht verstanden haben.



    Deshalb finde ich es gut von Dir, dass Du Dir das Training selbst mal angeschaut hast.

    marcoKUE




    Ich glaube, Du siehst das alles im Moment noch zu sehr spielergebnisbezogen. Die Kinder können nur dazu lernen, wenn sie auch mal auf der anderen Seite spielen müssen. Sie sollen ja beidfüßig ausgebildet werden. Richtigerweise sollten sie auch sonst rotieren. Darüber würde ich mir eher Gedanken machen, als über die Seite, auf der sie spielen. Spielergebniss und Anzahl der geschossenen Tore sind in einer F - Jugend völlig nebensächlich. Wirklich wichtig ist die vielseitige Ausbildung aller Spieler zu sehen.




    Übrigens würde es bei einer alleinigen Vorgabe in der "F" -"alle stürmen - alle verteidigen"- gar nicht erst solche Diskussionen geben. :thumbup:

    Hallo Paul,



    vielleicht hätte ich noch ergänzend hinzufügen sollen, dass ich nicht glaube, dass Du die betreffende Aussage so meinst, wie man sie vielleicht auch auffassen könnte (allgemeingültig). Entschuldige bitte!



    Abgesehen davon, gehen doch unsere Meinungen,den Spieler betreffend, gar nicht so weit auseinander (siehe mein erstes Posting). Natürlich muß er noch einiges bezüglich seines Sozialverhaltens lernen. Und natürlich hast Du auch recht mit den gegenseitigen Schuldzuweisungen. Aber ich halte es eben nicht für unnormal, wenn ein vielleicht 7 jahre altes Kind noch nicht die ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstkritik hat und seine momentan vielleicht nicht korrekte Sicht der Dinge äußert. Mir selbst sind diese Menschen, die Ihre manchmal auch falsche Meinung offen äußern sogar ganz lieb. Dort weiß ich wenigstens woran ich bin und wo ich ansetzen muß.



    Ich denke, wenn ich den hier beschriebenen Spieler rotieren lasse und ihn vielleicht mehr fordere ( vielleicht auch mal zusätzlich durch Training in einer höheren Altersklasse, wo er mal nicht immer der Beste ist ), bekommt er auf Dauer auch eine andere Sicht der Dinge. Genauso muß er lernen, das Kritik an anderen Spielern nur dem Trainer zusteht. Und das er sich im Training zu benehmen hat. Aber das ist unter anderem unsere Aufgabe als Trainer, ihm das beizubringen.

    In der Sache mag diese Mutter teilweise im Recht sein. Die Art und Weise würde mir aber auch nicht passen. Wenn die Mutter bestimmte Sachen nicht akzeptieren kann und Dir ständig reinreden will, würde ich mich von Ihr wegen unüberbrückbaren Differenzen trennen und es ablehnen, ihre Kinder weiter zu trainieren. Dies würde ich dem Verein so mitteilen. Dieser hat dann die Wahl, ob er lieber Dich als Trainer behält oder die Frau. Mir selber wäre meine Freizeit zu schade, mich mit solchen Leuten rumzuärgern. Es ist manchmal schon erstaunlich, wie viel sich Leute, die ehrenamtlich eine Leistung erbringen, von Leuten, die diese Leistung nutzen, bieten lassen!

    Zitat Paul Breitner:




    Zitat

    "Normal" ist das was alle machen oder zumindest die Mehrheit


    Hallo Paul,



    hier widerspreche ich Dir ganz entschieden ! Das würde z.B. auch heißen, das jemand, der eine andere Meinung vertritt als die Mehrheit, "unnormal" ist...

    Sehe es hier eigentlich wie Tom. Das Verhalten des Kindes ist völlig normal. Jetzt bist Du als Trainer und Erzieher gefragt. Ich würde den Spieler genau wie alle anderen rotieren lassen. Das würde heißen, er steht auch im Tor. Da in dem Alter die "Taktik" eh heißen sollte, daß alle verteidigen und stürmen, sollte er auch defensive Aufgaben erfüllen und u.a. auch daran gemessen werden . Zum Verhalten im Training: Vieleicht ist er dort unterfordert. Wäre eine Überlegung wert. Ansonsten natürlich klare Grenzen setzen. Wer stört,bekommt mal eine Pause. Wer dauerhaft stört, setzt beim nächsten Spiel aus...!

    Ich denke, dass sich die Kinder bis auf äußerst wenige Ausnahmen gegen die "Bank" entscheiden würden. Bei den Eltern könnte die prozentuale Verteilung schon ein wenig anders aussehen,dabei dürfte sich aber die überwiegende Mehrheit immer noch für's "spielen" entscheiden. Noch wichtiger, als den kindern beizubringen, auch mal ( oder sogar überwiegend ) mit hohen Niederlagen zu leben, dürfte die Aufklärung der Eltern dahingehend sein. Wenn möglichst solltest Du auch versuchen in einer Staffel zu spielen, deren Leistungsniveau in etwa dem Deiner Mannschaft entspricht, damit Deine Mannschaft auch entsprechende "Erfolgserlebnisse" bekommt . Ansonsten Freundschaftsspiele mit entsprechenden Mannschaften vereinbaren.

    Zitat eismann:



    Zitat

    Identifikakation mit dem Verein und dessen Ziele steht für mich über irgend welche finanziellen Forderungen, schon garnicht bei einer gut bezahlten Arbeit im Berufsleben. Viele bezeichnen das als Idealissmus!?


    Das ist anerkennenswert!



    Trotzdem finde ich es in Zeiten, in denen junge Fußballer in untersten Ligen schon Geld bekommen und auch entsprechende Trainer der Seniorenteams bezahlt werden durchaus legitim, wenn dann auch die Trainer im Nachwuchsbereich berechtigte finanzielle Forderungen stellen.



    Wenn ich mich mit den Zielen von Vereinen identifizieren sollte, in denen nur der Erfolg der jeweiligen 1. Mannschaft zählt, dann dürfte ich nur diese Mannschaften trainieren bzw. finanzielle Zuwendungen in diese stecken. Ich will damit sagen, dass es zwar super ist, wenn man sich mit dem Verein und dessen Zielen identifizieren kann, dass es aber nicht Voraussetzung sein muß, um gute Nachwuchsarbeit zu leisten.

    Hallo vergessen,




    Zitat

    Aber jeder Spieler bleibt im Spiel auf seiner Position und nicht jetzt mal Sturm und dann Abwehr.


    heißt das, dass Du im Spiel nur bezüglich der Positionen nicht rotierst, oder dass zum Beispiel die Abwehrspieler nichts vorm gegnerischen Tor zu suchen haben und ihre Positionen halten müssen ?

    Ich würde im Spiel rotieren lassen und dabei jeweils ganze Reihen austauschen, so dass jeder in den "Genuss" kommt, in der Abwehr zu spielen. Vorher würde ich Ursachenforschung betreiben und entsprechende Gespräche führen und dabei Aufklärung betreiben. Dazu den Grundsatz, dass alle angreifen bzw. verteidigen. "Verteidiger" dürfen dabei genauso Tore schießen, wie "Stürmer" Tore verhindern sollen. Gegenseitige Schuldzuweisungen darf es dabei weder von den Spielern noch von den Eltern geben. Dazu noch ein paar teambildende Maßnahmen und dann sollte sich das Problem lösen lassen....




    Gruß Karl

    Hallo Frank,



    ganz genau so sehe ich die Sache auch! Besser "gesittet" ein Bierchen gemeinsam trinken, als dass die Jugendlichen sich abseits mit "harten" Sachen abschiessen. Ein Verbot bringt doch nichts und geht auch am realen Leben vorbei. Außerdem wird ja keiner gezwungen, mitzutrinken oder dazu verleitet. Gerade hier kann ja der Trainer im Fall der Fälle eingreifen.

    Wenn Du richtig lesen würdest, hattest Du mitbekommen, dass nicht ich eine Weihnachtsfeier habe. Weiterhin war nirgends von einem "Besäufnis" die Rede.


    Das nicht nur Jugendliche sondern auch Kinder :thumbup: in der A - Jugend spielen ist warscheinlich nur bei Dir so !




    Aber vielleicht sind ja Deine Sinne etwas vernebelt ? :whistling:

    @ Supertrainer:



    Es gibt ein Sprichwort: "was ich selber denk und tu, trau ich auch anderen zu..."



    Ich habe nicht das Problem" eine Weihnachtsfeier mit A - Jugendlichen abhalten zu müssen, aber im Gegensatz zu Dir, geh ich mit offenen Augen durchs Leben.



    Nach Deinem Kommentar und vorallem nach dem Lesen der letzten von Dir eröffneten Treads denke ich, dass es Dir trotz Deiner angeblich 32 Jahre entweder an geistiger Reife mangelt, oder Du in Deiner eigenen Welt lebst.

    Zitat Andre:



    Zitat

    Ein Auszubildender bekommt Geld und kann beisteuern


    Das ist eben bei der überbetrieblichen Ausbildung nicht so. Er bekommt nichts und Du darfst noch Schulgeld bezahlen. Und hier geht es nicht darum, dass die Jugendlichen auf eine Privatschule "wollen", sondern sie haben einfach keinen entsprechenden Ausbildungsplatz in einem Betrieb bekommen.

    @ clubfan:


    Dann wünsch ich eine schöne Weihnachtsfeier. Ich hoffe, Du hast "einsichtige" Kicker :D und stehst nicht allein vorm Weihnachtsbaum. Hier würde Dir die A - Jugend was husten :thumbdown: und ihre Fete ohne Dich starten . Es sind 17 -19 Jährige und keine Kinder mehr.

    Lieber Andre,


    Du schreibst etwas von "Ausbeutung". Aber so funktioniert doch unser Staat. Oder ist es etwas anderes, wenn sich einige wenige auf Kosten anderer ein schönes Leben machen ? Warum soll das im Profifussball plötzlich anders sein.


    Du fragst, ob sonst irgendjemand für die Ausbildung seiner Sprößlinge zahlen würde. - Natürlich. Es gibt Eltern, die ihre Kinder in privaten Berufsschulen ausbilden lassen. Nicht, weil sie zuviel Mammon haben, sondern weil die Kinder keinen anderen Ausbildungsplatz bekommen haben. Auch Studium zähle ich als Ausbildung. Da stecken viele auch nochmal viel Geld in die Ausbildung ihrer Kinder.


    Ob und ab wann es sinnvoll ist, diese "Ausbeutung" :baby: durch die Profivereine mitzumachen, ist einer Diskussion wert. Aber solange es Eltern gibt, die viel Geld dafür investieren, damit ihre Kinder bei einem solchen Verein trainieren dürfen, solange werden die Vereine das auch so handhaben. Warum sollten sie - von ihrem Standpunkt aus betrachtet - auch anders handeln?


    Zitat Hattabi:




    Zitat

    Jeder Spieler, der zu einem Großverein wechselt, muss sich im klaren sein, dass er nur noch mit "Fußball" beschäftigt ist. Die Eltern müssen sich darauf einstellen, dass das komplette Familienleben sich nur noch um Fußball dreht.


    So ist es. Und das ist allgemein im Leistungssport so. Wer das Eine will, muß das Andere mögen. Jeder hat ja die Möglichkeit, da nicht mitzumachen.