Beiträge von TW-Trainer

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    einemale


    Weil jetzt schon alle auf den Jugendleiter verbal eindreschen, möchte ich´s mal ein wenig differenzierter betrachten!


    Eigentlich gibt es einen kleinen Wiederspruch zwischen Breitensport (als Spaßfussball) und dem Wettkampf (als Leistungssport um Punkte und Tabellenplätze). Weil sich gerade Menschen ohne fundierte Kenntnisse im Kinderfussball nicht (so schnell) daran gewöhnen können, dass die reine Ergebnisorientierung eher von Nachteil sind. Denn hier gibts nu paar Prozent der Kinder, die diese Leistungsorientierung so wollen und auch fordern. Der große Rest versteht weder die Erwachsenenerwartung noch Trainerkritik?


    Generell besteht kein Widerspruch zwischen guter Trainingsarbeit und Spielerfolgen! Jedoch gibt es in der Prioritätensetzung deutliche Unterschiede. Will ich sofort gewinnen, dann:


    - ohne ich mir möglichst viele Spieler des älteren Jahrgangs (möglichst noch in den ersten Monaten geborene), die den Gegnern sowohl geistig als auch körperlich ein Stückchen voraus sind
    - setze ich nur diese Spieler ein und behaupte, die Anderen könnten sich ja im Training beweisen
    - lasse alle Bälle aus der Abwehr sofort lang nach vorne schlagen (statt systematischen Spielaufbau über Kurzpaßspiel), wo sich meine Angreifer im 1 vs 1 Duell durchsetzen sollen


    Für diese Art des Erfolgsfussballs (mit Sofortgarantie) birgt mittelfristige Probleme, denn zum einen verbrauchen sich die Vorteile der etwas früheren Geburt und zum anderen fehlt ein Teil der balloriientierten Gruppen- und Mannschaftstaktik, der durch Lauferfolgsduelle ersetzt wurde.


    Ich denke mal, dass der Jugendleiter den Job übernommen hat, um ihn nicht schon nach 1 Saison wieder aufzugeben, sondern das ihm noch die Erfahrungen über mittel- und langfristige Ziele im Jugendbereich fehlen.


    Wie bereits einige Vorredner angeführt haben, sollte am schnell wie möglich miteinander über die unterschiedlichen Vorstellungen reden, statt nur noch über Dritte Personen übereinander auszutauschen. Solange noch die Möglichkeit da ist, dem neuen Jugendleiter die Augen für den Kinderfussball zu öffnen, sollte man diese Chance ergreifen! Das Gespräch kann sich schon deshalb lohnen, weil es in den Dorfvereinen häufig nur die Alternative: entweder mit dem Jugendleiter zu arbeiten oder gar keinen zu haben, gibt!

    Andre


    Ich wußte doch, dass du es noch nicht verlernt hast! Wirklich ein interessantes Thema!


    Ich denke mal die Ursachen für die Probleme beim Spielaufbau sind vielschichtig!


    1. Übungen enden nach dem Torabschluß
    Man findet in der Hauptsache 2 Formen von Übungen: entweder mit Torabschluß oder mit Ball halten! Man findet jedoch kaum Übungen für den Spielaufbau über den Torwart, obwohl im Spiel eigentlich die Mehrzahl der Torabschlüsse nicht erfolgreich sind und es somit jede Menge Gründe gäbe, die Übungsformen nicht mit dem Torabschluß zu beenden, sondern mit der anschließenden Spieleröffnung!


    2. Isoliertes TW-Training (statt Training der Defensive)
    Eine TW-Lizenz-Ausbildung beinhaltet das Training mit der Defensive. In Deutschland gibt es keine TW-Trainer-Ausbildung. Denn leider sind die Bemühungen in dieser Richtung nicht über den Status einer Informationsveranstaltung für erfahrene TW-Trainer hinaus gelangt. TW-Trainer-Neulingen bringen sie hingegen noch nicht sehr viel. Auch sieht die Trainingsplanung lediglich ein isoliertes TW-Training als Einzel- oder Kleingruppentraining vor. Die Kompetenz, eine gesamte Defensive in ein Training einzubeziehen, gibt es leider derzeit nur in den Profivereinen und in einzelen Leistungsteams. Nach den derzeitigen Chefdenkern im DFB ist der Torwart noch ein Spezialist und kein Spieler der Defensive, der den Ball auch in die Hand nehmen darf!


    Man kann nur das spielen, was auch trainiert wird! Hier "liegt der Hund begraben!" Aber leider sehe ich die einzige Lösung nicht allein darin, den Torleuten weite Abschläge zu verbieten, weil diese Technik mit zur Ausbildung gehört und als taktisches Mittel anwendbar sein soll, in der Distanz des Abstoßes/Abschlags variieren zu können, sondern aus der Kombination von individual- und später auch gruppentaktischem Verhalten bei der Spieleröffnung.


    Dort, wo gute TW-Trainer bzw. Mannschaftstrainer mit entsprechendem TW-Wissen tätig sind, sollte man zunächst in Kleingruppen verschiedene Spieleröffnungen trainieren.


    Eine Spielform, mit der man den Torwart gut ins Spiel einbindet besteht daraus, dass nach Ballgewinn zuerst zum Keeper zurück gespielt wird und sich die Defensiv-Spieler sofort anspielbereit (offene Position ohne Gegnerdruck) laufen sollen.


    ------------------------------------------------------
    Noch kurz zum anderen Problem: 80 % der Bälle landen nach der Ballannahme beim Gegner!


    Dabei stellt man 2 Ursachen fest:


    1. Der TW beherrscht die Technik des Abstoßes/Abschlags noch nicht ausreichend, weshalb die meisten Bälle kürzer als erwartet sind. Die Mitspieler müssen dem Ball entgegen gehen, weshalb die Ballannahme beim Sprint sich als besondere Schwierigkeit gestaltet. Insbesondere auch beim Timing! Denn muß der Ball aus der Luft kontrolliert werden, so verspringt er leicht und der Gegner freut sich über den "zweiten Ball", für den bereits der Weg freigemacht ist!


    2. Hauptproblem sind jedoch die fehlenden Anspielstationen. Dies liegt einmal daran, dass der TW (noch) nicht weiß, dass bei einer zügigen Spieleröffnung mehr Anspielstationen vorhanden sind und zum Anderen, dass die Defensivspieler während der Wartepause auf den "Zuschauer-Modus" (... wann kommt jetzt der Abstoß ...) umgeschaltet haben und dann ganz überrascht sind, wenn der Ball in ihre Richtung fliegt!


    Desweiteren gibt es kaum Trainer, die die Auftaktbewegungen, mit denen man sich Raum verschaffen kan mit ihren Defensivspielern (Defensive incl. Torwart trainieren.

    @open


    Leitfaden hin oder her! Ich muß auch entsprechend qualifiziertes Personal haben! Oder würdest du dich von jemandem operieren lassen, der statt eines Medizinstudiiums einen Leitfaden dazu bekommen hat? Aber vielleicht habt ihr das ja in Bayern?


    Aber selbst unter den lizensierten DFB-Stützpunkttrainern gibt es kein Thema, über das mehr diskutiert wird, als über`s Talent! Auch, wenn immer wieder gesagt wird, es geht dabei in erster Linie um Ausbildung, finden sich in den Kommentaren zu den Veranstaltungen fast immer die Floskeln aus dem Seniorenbereich wieder, in denen Ergebnisse und nicht Fortschritte beschrieben werden. Ich sehe zwar generell keinen Widerspruch zwischen guter Ausbildung und einem guten Abschneiden in Wettbewerben. Doch mir kommt es auch dabei immer darauf an, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind! Wenn dann der Trainertpy der "klassischen Schule" mit "Zuckerbrot und Peitsche" hoch gelobt wird, obwohl man weiß, dass nach den Siegen unter mentaler Gewalteinwirkung ca. 30 % der Kinder und Eltern die Nase voll haben, dann zeigt es für mich, wie fern die oberen und obersten Entscheidungsträger des DFB und der Verbände sind. Und obwohl ich in den letzten Jahren eine angenehme Verbesserung in den NLZ`s erkannt habe, gibt es auch doch immer noch "Haifischbecken" für junge Trainer, in denen selbst hochtalentierter Trainernachwuchs nur über Ergebnisse gemessen wird.


    Ich würde mir ganz einfach mehr Basisnähe wünschen. Schon hier in diesem Forum könnten sie mehr darüber erfahren, welche Sorgen und Nöte die Trainer und Eltern haben!

    Sir Alex


    Ein allerletztes mal! Deine Bemühungen, deine Aufgaben im NLZ hier zu rechtfertigen, stoßen bei mir immer wieder auf die gleiche Ablehnung. Da hilft es auch wenig, wenn du immer wieder einzelne Dinge aus dem Zusammenhang heraus zitierst!


    Ich werde dich genauso wie Keller-Kicker auf meine Ignorliste setzen! Denn du hattest Chancen genau für eine faire Diskussion!

    @open


    Vielen Dank für deinen Hinweis!


    Der Punkt ist zunächst, dass dieses Bewertungsschema nicht bei der Erstsichtung angewandt wird, sondern erst nach Aufnahme im DFB-Stützpunkt. Wichtig ist zwar auch der Hinweis, dass ja Fussball nicht mit Einzelsportdisziplinen zu vergleichen ist, weil es sich um eine Mannschaftssportart handelt. Von besonderer Bedeutung ist wohl die Aussage, dass man eine Prognose über die Pubertät hinaus abgeben soll. Diese Wahrscheinlichkeit ist dann sehr gering. Die Ableitung: wer zu früh selektiert, verliert Talente ist sicher richtig.


    Es sind jedoch 2 Punkte in der Präsentation nicht angesprochen:
    1. Die standardisierte Messmethode erfolgt nicht bei der Sichtung zum Stützpunkt, sondern erst nach der Aufnahme
    2. Die Sichtung erfolgt unter überwiegender Anteilnahme von Laiensichter (Staffelleiter, befreundete Trainerkollegen, usw.); denn sonst könnte man gar nicht 1 Sichter pro Spiel stellen
    3. Zwar wird auf die Leistungsstreuung durch den RAE-Effekt hingewiesen, ansonsten findet sich im Messverfahren jedoch keine Berücksichtigung


    Ich weiß ja nicht, wie es in anderen Landesteilen ist. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass trotz des Hinweises auf die Pflichtveranstaltung manche Vereine gar keine Spieler (aus Angst vor Abwerbung) entsenden und andere Vereine nicht nur die Talente, sondern komplette Teams schicken, unter denen sich u.U. gar kein Talent befindet!


    Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass bei einem holprigen Start in die Talentselektion Folgefehler wahrscheinlich sind. Dies erklärt sicher zum Teil auch, warum Spieler, die nie auf einem Stützpunkt waren, erst in der B- oder A-Jugend auffällig wurden. Weil ferner in der Betrachtung häufig davon ausgegangen wird, dass die Leistungsentwicklung linear stattfindet, ist hier die frühe Selektion ein besonders negativer Effekt. Denn wer erst mal aussortiert wurde, der traut sich weniger zu!


    Ein perfektes System gibt es sicher nicht, weil es zuviele Faktoren gibt! Man kann sich allenfalls nähern, indem man sich intensiv mit der Materie beschäftigt. Die Präsentation wurde auf Basis der Nationalmannschaften herunter gebrochen, weshalb sie nach unten hin immer grober wurde. Doch auch hier gibt es einige sehr gute Diplomarbeiten an der Sporthochschule Köln, die es lohnen würden, in zukünftige Forschungsarbeiten einzubeziehen.


    Es geht hierbei nicht darum, dass bislang unzureichende Arbeit geleistet wird, sondern darum, wie man es optimieren kann. Denn es gibt nach wie vor zu viele Kinder, Eltern und Trainer, die sich beschweren!

    @
    Fast allen kann ich bei ihren Aussagen zum Talent recht geben, weil das Thema auch sehr komplex ist.


    @open


    Ja, wenn es so einfach wäre, ein Formular für die gesamte Bandbreite einer fussballerischen Entwicklung zu entwickeln, dann hätte man es schon längst. (Übrigens gibts soetwas Ähnliches schon in vielen NLZ. Es dient als Unterlage für die regelmäßigen Gespräche mit den Kindern und deren Eltern. Es dient aber auch dazu, ggf. das Trainingsprogramm leicht abzuwandeln, um an bestimmten Defiziten besser arbeiten zu können.)


    Aber man hat es trotz anfänglicher Wiederstände bei der Pisa-Studie auch geschafft, subjektive Wahrnehmungsgefühle durch rationale wissenschaftliche Erkenntnisse zu ersetzen. Fast jede Statistik bringt bei der ersten Analyse Überraschungen hervor, aber sie gewinnt ihren Wert erst nach regelmäßiger Wiederholung. Denn dann kann man auch die Wirkungsweise von Veränderungen auf Datenbasis messen.


    Man muß jedoch immer erst damit anfangen. Ich hab vor einiger Zeit ein Bewertungsformular für US-Torleute entdeckt, was mir sehr gut gefallen hat. Ich setze es mehr oder weniger ein, weil es mir die Möglichkeit gibt, zwischen in etwa gleich talentierten Leuten auf Basis neutraler Daten Unterschiede festzustellen. Aber ich mache es nicht darum, um dem einen zu sagen "du bist der Bessere" und dem anderen "du bist der Schlechtere", sondern um die Ausbildung individuell besser anpassen zu können. So müßte man sich diese Statistik in der zweiten Stufe vorstellen. Und so kann man die Ausbildung verbessern, um deutlich mehr als bisher für höhere Anforderungen auszubilden. Ob dies jedoch der Grund dafür ist, warum ich mich immer wieder über Top-Talente freuen kann, das kann ich dir auch nicht sagen. Denn als Trainer ist man nun einmal befangen. D.h. man wünscht sich so sehr, dass die Ausbildung gelingen möge, das die Freude dann darüber alles vergessen läßt! Auch habe ich (noch) nicht die Zeit, um mir ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wo es Parallelen und wo es Abweichungen gibt. Das können Andere bestimmt auch besser!


    Das Bewertungsschema wäre nur ein Anfang, um vom Wldwuchs einer Talentbewertung hin zu einem strukturierten und dann vielleicht neutralen Bewertungssystem zu gelangen. Das sollte das Hauptmotiv sein. Als Nebeneffekt könnte es den Informationsbedarf von Eltern und Trainern abdecken und eine bessere Vertrauensbasis zwischen den Kontaktpartnern schaffen.

    Andre


    Prima Text!


    Ich denke mal, dass es sich icht für jeden Aussenstehenden erschließt, warum ein Trainer im Leistungsfussball bestimmte Trainingsinhalte so und nicht anders gestaltet. (Es gibt ja auch genug Eltern, die den Lehrern sagen wollen, wie sie den Unterricht zu machen haben, obwohl diese Eltern gar keine Ausbildung dafür gemacht haben. Auch hier im Forum gewinnt man manchmal das Gefühl, dass hier ganz bewußt ein zweiter Kommunikationskanal aufgemacht wird, weil man vielleicht sonst Gefahr läuft, sich beim gut ausgebildeten und erfahrenen Heimatvereinstrainer lächerlich zu machen.)


    Aber im Kern ist es das, was die Modernisierung des Jugendfussballs behindert! Der Weg von der Basis bis zu den Entscheidungsträgern ist häufig zu lang, weshalb es den Kampf durch die Instanzen braucht, um sich schließlich durchzusetzen.


    Allerdings kommen eine Reihe von Veränderungen, wenn auch mit jahrelanger Verspätung. Ferner gibt der DFB nur sehr begrenzt Regeln vor, weil es häufig sinnvoller ist, sie den Verbänden und Kreisen zu überlassen.


    Wenn auch die die Hände in den Schoß legen, dann bliebt immer noch der Weg sich Verbündete (siehe Ralf Klohr) zu suchen, um gute Ideen umzusetzen. Wer nur Frust schiebt, der ist halt auch selbst ein stückweit daran schuld, weil er das Risiko, dass es schief gehen könnte höher einschätzt, als die Freude darüber an einer Verbesserung mitgewirkt zu haben.

    Andre


    Na ja, ich hab mich eigentlich nicht zum 1vs1 geäußert und zu den Unterschieden im gegner- und ballorientierten Spielsystem hab ich mich nur grob geäußert.


    Ich wollte vielmehr damit die Aussage treffen, dass es schon einen Unterschied gibt, ob man das "Haar in der Suppe" sucht oder ob es hier und dort falsche Ansätze gibt. Deshalb habe ich unterschieden zwischen guter Fachliteratur, dem Training-Online und manchen noch Unterschieden zwischen dem DFB und den Leistungsvereinen.


    Mein Fazit sollte es eigentlich sein, dass man sich selbst das heraussuchen sollte, was nützlich erscheint und mit den vorhandenen Möglichkeiten bemüht sein, das Beste daraus zu machen. Diese Aussage sehe ich insofern als einen Widerspruch an, nur Wissen konsumieren zu wollen, um dann festzustellen, dass die Suppe nicht schmeckt, weil sich ein Haar darin befindet.


    Allerdings komme ich mir gerade etwas blöd vor, wenn ich meinen eigenen Beitrag noch kommentieren muß. Sehr viel lieber ist es mir, wenn User sich ihr eigenes Bild machen und vielleicht die eine oder andere kritische Frage (z.b. @open minded) stellen. Da ist es relativ einfach für alle User und man kann es weiter vertiefen, statt ein Thema mit der Aussage abzubrechen, dass jemand zu 100 % recht hat. Das habe ich selbst nie behauptet. Denn für mich ist es gerade der Grund, hier zu diskutieren, weil ich selbst große Zweifel habe, im Recht zu sein!

    @open


    Wieder mal scharf nachgedacht :D


    Es hat Zeiten gegeben, in denen die Leistungsträger in der Bundesliga fast durchweg im Ausland ausgebildet worden waren. Dieses Manko schlug sich im schlechten Abschneiden der Junioren- und schließlich auch der Senioren-Nationalmannschaft nieder. Es war einfach billiger und mit weniger Risiko verbunden, einen fertigen ausländischen Spieler einzukaufen, als eine eigene Nachwuchsausbildung auf die Beine zu stellen und dafür zu sorgen, dass die eigenen Talente eine Chance bekommen, aus ihrem Hobby einen Beruf zu machen.


    Die Älteren unter euch können sich sicher noch an die Ausländerregelung (max. 4) bei internationalen Vereinsmannschaftsduellen. Nach der Einführung des flächendeckenden DFB-Stütpunktsystem wurden auch die Profivereine dazu verdonnert, sich gefälligst durch Gründung der NLZ selbst vermehrt um die Nachwuchsausbildung zu kümmern. Denn finanziell war man nicht auf eigene Talente angewiesen, solange genug "billige Spieler aus außereuropäschen Ländern" den deutschen Spielermarkt überschwämmten. Weil sich die Spielerberater dumm und dusselig verdienten, gingen die großen Clubs, selbst Scouts in Südamerika zu installieren.


    Eher zu Veränderungen gedrängt erkannten schließlich auch die deutschen Proficlubs die Vorteile einer eigenen Ausbildung. Verdienten in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts der überwiegende Teil der DFB-Elf in Italien und Spanien ihr Geld, gibt es nach einer langen Durststrecke wieder vermehrt Profis, die auch für ausländische Topclubs interessant sind.


    Man könnte sicher noch sehr viel mehr über die Entstehung des heutigen Systems schreiben. An anderer Stelle schrieb ich über die Besonderheiten der niederländischen Nachwuchsförderung, die zu einer deutlich höheren Erfolgsquote führt. Erfolgsrezepte haben die auch nicht, aber sie schaffen es mit deutlich weniger Mitteln eine höhere Zahl für ihren Bedarf auszubilden. Ja, sie schaffen es sogar, ihre Talente zu "exportieren". Man muß es nicht kopieren, jedoch kapieren, welche Optimierungsmöglichkeiten für die Talentförderung zur Verfügung stehen.


    Sicher kann man sich damit zufrieden geben, mit 0,5 % Erfolgsquote den jeweiligen Bedarf der Profiligen zu decken. Wenn man mehr als eine Talentverwaltung möchte, dann braucht es Visionen. Eine Talentförderung hätte als Folge die Steigerung der Ausbildungseffektivität. Da gibt es nicht nur beim DFB viel Arbeit, sondern auch in den NLZ noch viel zu tun! Denn wer in den ersten Schritten bereits gravierende Fehler macht, der darf sich über die späteren Folgen nicht wundern!

    d-rose1


    Nein, die 0,5 % entstammen einer DFB-Analyse aus dem Programm der Elite-Förderung.


    Talent darf man in erster Linie als besondere Begabung verstehen. Es sind besondere Anlagen, die es zu allerhöchsten Leistungen versetzen, die man nicht doch noch so viel Fleiß ausgleichen könnte. Doch wie es sich weiterentwickelt, dass steht noch zum großen Teil in den Sternen.


    Es wäre sicher für alle Beteiligten einfacher, wenn es ein verbindliches einheitliches Modell (statt schwammiger Aussagen) für die Talentselektion gibt und wenn es ausreichende Stützpunkttrainer gäbe, sodass sie jederzeit einen Überblick über das Leistungsniveau im Zuständigkeitsgebiet gäbe.


    Es geht nicht allein darum, dass kein Talent durchs Raster fallen soll, sondern auch darum, Kindern, Eltern und Heimatvereinstrainern nicht ungebührlich mit zusätzlichen Maßnahmen zu belasten, wenn die Erfolgsaussichten eigentlich schon von Anfang an sehr gering sind! Bei 0,5 % kann man nur von Zufall reden! Dafür wird jedoch sehr viel Geld und Zeit investiert!


    Andre hat auch recht dass man in dieser Altersgruppe als Trainer kaum ein Talent fördern kann, weil man sich um die gesamte Mannschaft kümmern muß. Deshalb ist es ja auch ein zusätzliches Trainng. Insbesondere das Spiel unter gleich veranlagten Kindern hilft entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Hemmend ist jedoch für die Entwicklung der sozialen Kompetenz ein zu frühes Wechseln (das ist nur gut für die Abwerbervereine, denn die schwächen gleichzeitig ihre Konkurrenten!)

    @betreuerin72


    Leider hast du recht, dass die DFB-Stützpunkttrainer auch nur Menschen sind, die sich allzuoft und besonders in ihren Anfangsjahren leiten lassen. Man kann es daran feststellen, dass nach dem Wechsel eines Stützpunkttrainers plötzlich auch die Talente aus anderen Vereinen stammen. Es lohnt sich also immer, sich von einer Ablehnung nicht allzusehr beeindrucken zu lassen. Insbesondere deshalb, weil das Niveau eines normalen Jahrgangs eine deutliche Leistungsstreuung besitzt!


    Erschwerend hinzu kommt die Sichtungsmethode! Da stehen ein paar DFB-Stützpunkttrainer und einige "Laien-Helfer", um von manchmal über hundert Kindern in ein paar Situationen zu erkennen, wer Talent besitzt und wer nur zum besseren Durchschnitt gehört.


    Dabei ist es schon schwierig genug ein Verständnis von Talent zu erreichen. Der eine versteht darunter ein Bewegungstalent, während dem Anderen die Kreativität in den Aktionen wichtiger erscheint und der Dritte glaubt an den Erfolg als Abschluß einer Aktion. Nicht ohne Grund werden weitaus mehr Angreifer pro Jahrgang gesichtet, weil das Toreschießen nach einem schnellen Dribbling als ein besonderes Merkmal angesehen wird.


    Aber wie soll man ein Talent überhaupt bewerten, hat doch das eine Kind besonders Glück auf einen guten und erfahrenen Trainer zu treffen, während das Andere beim unerfahrenen Brüllaffen das Fussball ABC erlernen soll?


    Wenn es bei der Talentbeurteilung um die Begabung geht, wie soll man es in so jungen Jahren bereits zuverlässig treffen können?


    Mit den derzeitigen Methoden ist man da hoffnungslos überfordert, denn es ist nicht mehr als die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen.


    Aber wie müßte man es verändern?


    Talententwicklung durch Stichtagsmessung ersetzen


    1. Talentscouting (statt Mitteilung der Heimatverein-Trainer an die Stützpunkttrainer)
    Beim Scouting würde der Stützpunkttrainer die Kinder in der gewohnten Umgebung ihres Heimatvereins eine grobe Vorauswahl treffen. Der Vorteil: das Talentraster ist in etwa gleich und gleich Unkenntnis oder andere Motive (fast immer sind Trainersöhne/Töchter unter den angemeldeten Talenten) aus!


    2. Einheitliche Talentmessmethode (statt diverse Talentinterpretationsansätze
    Ein Formular mit definierten Bewertungskriterien sollte die einheitliche Beurteilung von Talenten erstetzen. Dieses Basisformular sollte im weiteren Entwicklungsprozess als einheitliches Messinstrument geführt werden.


    2. Erste Talentverdichtung (statt zu frühe Absage oder Aufnahme)
    Die im Scouting gesichteten Kinder werden zum ersten Vergleich eingeladen. Anhand des Bewertungsformulars wird nun kontrolliert, ob es Veränderungen gegeben hat. Wenn ja, wie groß diese Entwicklung war! Eine förderungwürdige Talentunterstützung darf nicht auf Basis einer statischen Talentfeststellung erfolgen, sondern anhand neutralisierbarer Bewertungskritieren den dynamischen Prozess einer Talentförderung begleiten.


    3. Talent-Entscheidung auf Datenbasis (statt Auswahl der 1 - 3 hochveranlagten Jahrgangstalente plus Auffüllen auf Mannschaftsstärke)
    Das Niveau einer Trainingsgruppe ist stark abhängig von der Streuung. Bis heute füllt man selbst dann auf Mannschaftsstärke auf. Darunter auch Kinder als Statisten auf, die dort überfordert werden.


    4. Weniger, aber bessere Talente fördern
    Durch das heutige System wird Personal bzw. Personalkosten für eine hohe Zahl von Kindern, die sich nicht für höhere Anforderungen qualifizieren können, gebunden. Zwar gäbe es aufgrund des frühen Kindesalters keine Methode einer 100 % Erfolgsprognose, jedoch sollte das Wort "Eliteförderung" insofern enger definiert werden, als dass die aufgenommenen Talente mindestens den festgelegten Bewertungsmaßstab (der natürlich jährlich kontrolliert und ggf. geringfügig angepaßt werden muß) entsprechen. Auch den vielen Kindern und deren Eltern würden Enttäuschungen erspart, da ihnen im Regelfall ein Leistungsvergleich in einem größeren Umfeld fehlt!


    5. Veränderung der Logistik
    Heutzutage kann nur Derjenige auf dem Stützpunkt gefördert werden, dessen Eltern einen Fahrdienst gewährleisten können. Weil die Talentförderung jedoch unabhängig von den persönlichen Rahmenbedingungen zu erfolgen hat, sollten die DFB-Mobile für die logistische Unterstützung eingesetzt werden.


    6. Verringerung der Stützpunktanzahl und Verbesserung der Stützpunkt-Trainer-Situation
    Unter der Gewährleistung, dass kein Kind länger als 60 Min. für die Fahrt zum Stützpunkt im Auto sitzen sollte, sollten die geografischen Mittelpunkte für DFB-Stützpunkte neu festgelegt werden. Für eine bessere Unterstützung, insbesondere beim Kleingruppentraining, die sich in diesen Altersstufen bereits in der Vereinsarbeit besonders bewährt haben, sollten weitere, geeignete Trainer eingestellt werden.


    7. Trainerqualifizierungsmaßstäbe
    Leider orientiert sich die heutige Trainersuche generell nur am Lizenzgrad! Wie jedoch die Vereinsarbeit zeigt, ist dies nicht immer auch die Gewähr dafür, das die Kinder die Besten bekommen. Denn die "Naturtalente", die neben Erfahrung, Fachwissen und Kommunikationstalent aus privaten wie beruflichen Gründen keine Lizenz machen können, fallen leider durch Anforderungsprofil des DFB. Wie jedoch gerade im Bereich der TW-Trainer (davon haben selbst die Profi-TW-Trainer nur in Ausnahmefällen eine Mannschaftstrainerlizenz) werden seit vielen Jahren Torleute mit Weltklasseformat ausgebildet, obwohl diese Trainer nicht dem DFB-Anforderungsprofil entsprechen. Wenn sogar die Wissenschaft das "Meisterstudium" für sich entdeckt hat, dann sollte auch der DFB die Flexibilität besitzen, andere Wege bei der Suche nach geeignetem Personal zu beschreiten.


    Fazit: Die "Eliteförderung" nach dem heutigen Konzept ist eher eine Talentverwaltung,statt eine Talentförderung. Denn nur 0,5 % er Stützpunktspieler können sich später für höchste Aufgaben empfehlen. Zwar darf nicht der Umkehrschluß erfolgen, dasss man bei 99,5 % aller Talente versagt hat, jedoch lassen sie Gründe erkennen, durch die man das heutige Niveau erhöhen kann. Wer zukünftig ganz oben im europäsichen oder weltweiten Fußball mitspielen will, der sollte die eigene Optimierung im Sinn haben.

    holzi


    Solange es Erwachsene gibt, die ihre Ziele (hier Turniertitel) den Bambinies und F-Spielern aufs Auge drücken wollen, werden die Kinder immer in 2 Gruppen (die Guten und die Schlechten) eingeteilt. Wenn das Kind bei den "Guten" ist, dann ist alles O.K.! Ist es bei den "Schlechten", dann ist der Trainer oder der Verein schuld!

    Hegga


    Respekt, den man sich nicht erarbeitet, der hält immer nur von kürzerer Dauer! Wer dabei immer nur über Fehler Dritter stolpert und dabei die Eigenen übersieht oder als geringfühige Bagatellen ansieht, der kann leicht den Überblick über die Veränderungen in der Mannschaft verlieren.


    Er wissen was los ist, der fragt am besten die, über er richten will. Denn erst dann kennt die Gründe für seine Entscheidung. (Irrtümer nicht ausgeschlossen, denn nicht jeder mag das sagen, was er denkt! Denn wer mit Strafe rechnen muß, dem wird die Wahrheit nicht so leicht über die Lippen fallen!)


    Denk mal drüber nach! =)

    Björrn! Je größer die eigenen Ansprüche werden, je größer werden die Lücken für die Verwalter der Fussballwahrheiten im DFB!


    Man dann den DFB wohl am besten mit einem Ozean-Tanker vergleichen. Wenn der Ozean-Riese erst einmal Tempo aufgenommen hat, dann braucht er ca. 40 Seemeilen für größere Richtungskorrekturen.


    Da läuft manches an der Praxis vorbei in der "Denkzentrale"! Während die NLZ dazu übergegangen sind, die Positionsausbildung in der B-Jugend zu starten, will der DFB es bereits in der C-Jugend. Ferner geht man davon aus, dass jemand aus der 9 D-Jugend sich sofort in einer 11-er Mannschaft zurück findet. Ja, man sucht sogar für die Stützpunkte nach Torleuten ab der E-Jugend! Aber irgendwie etwas von dieser Positon vermitteln, dazu fehlen entsprechende Fachkräfte!


    Schon zu "Sammers Zeiten" wurden die C-Junioren-Talente, die noch keinen Leistungsverein gefunden haben, von mehreren Stützpunkten zusammen gezogen. Hier fragt man sich aufgurnd, wozu der Aufwand, wenn nach der U 13 doch keine flächendeckenden Sichtungen gemacht werden, sodass die Chance entdeckt zu werden, eher zufällig ist? Auch hier haben die Vereine übers Scouting bessere Lösungen gefunden.


    Das Beispiel mit dem "Blinden zum Einäugigen" paßt deshalb sehr gut, weil es dort eine Menge "Silberrücken" gibt, die eigentlich nur über genügend Erfahrungen im Zermürbungskampf "Mann gegen Mann" besitzen und für die das ballorientierte Spielsystem ein "Wunder" ist, was sofort und überall gespielt werden muß. Leider sorgt bei vielen von Ihnen die große Ferne von der Basis dafür, dass sie nicht aus ihren Träumen geweckt werden.


    Nun darf man ihnen jedoch nicht generell die Qualität absprechen. Denn auch jede Tageszeitung druckt mindestens ein Dutzend Fehler! Selbst, wenn es in "Training-Online" noch Übungen und Spielformen gibt, die man heutzutage nicht mehr so machen würde, hat es sich doch als ein brauchbares Medium für viele Jugendtrainer erwiesen.


    Aber genauso, wie ein Trainer seine Meinung über Fachtermina ändern darf, muß man dem DFB zugestehen, sich mit dem sich permanent wandelnden Fussball verändern zu dürfen. Deshalb ist es kein Wunder, hier und dort alte Reste oder sogar Irrtümer zu finden!


    Wer lange genug im Trainergeschäft ist, der hat gelernt, dass es keine "fertigen Lösungen" gibt, die man einfach nur "Konsumieren" kann, sondern immer ein hartes Stück Arbeit enthält, aus den jeweils vorhandenen Spielern eine gute und erfolgreiche Mannschaft zu formen. Dazu zählt gewiss auch die permanente Weiterbildung. Doch ist ein Buch über den Fussball nicht deshalb schon wertlos, weil es Seiten enthält, die schon überhaupt sind.


    Es macht sicher keinen Sinn, wenn sich der DFB, die Verbände mit den Vereinen gegenseitig Konkurrenz machen, sondern voneinander zu lernen. D.h. das jeweils Bessere zu erkennen und für sich zu übernehmen!

    Andre


    Auf der einen Seite würde ich ja gerne mal in der Zeitung lesen, dass ein mieser Kindertrainer direkt vom Spielfeldrand verhaftet wird, allerdings vermute ich auf der anderen Seite ein dermaßen negative Auswirkung für alle anderen Trainer, die aus Unerfahrenheit sich im rationalen Sekundenschlaf verfallen und sich zu emotionalen Regungen hinreißen lassen. Das könnte dann dazu führen, dass sich so mancher Hobbytrainer mit "Fernseh-Bundestrainerlizenz sagt: " ...das ist mir zu riskant, dann lasse ich es mal lieber ..."!


    Wie du schon selbst sagst, baut jeder Trainer (manche mehr, manche weniger) aus seiner Unerfahrenheit heraus Bockmist! Die meisten lernen aus ihren Fehlern und manche Belehrungsresitente werden aus ihrem Traineramt gejagt.


    Leider ist die Fluktuationsrate gerade im unteren Jugendtrainerbereich so hoch, dass immer wieder Trainer ohne entsprechende Ausbildung und Erfahrung auf die Menschheit losgelassen werden.


    Ralf Klohr hatte seinerzeit den Vorschlag gemacht, dass Trainer ohne Lizenz lediglich am Freundschaftsspielbereich teilnehmen sollten/dürften.


    Ich würde gerne noch hinzufügen, dass es eine Unterstützung bei der Mannschaftsführung braucht. (Die Versuche mit der Lizenz-Trainerausbildung mit und in der Heimat-Mannschaft waren sehr positiv. Aber es gibt beim DFB nicht das Personal, um es flächendeckend umsetzen zu können.)


    Man sollte jedoch die Erfahrungen nutzen, um andere praktikablere Modelle auszuprobieren. Man könnte entweder Staffelbeoachter für diesen Job schulen. Die würden sich kurz vor Spiel mit den Trainern zusammen setzen und erklären, worauf es bei der Mannschaftsführung ankommt und sich nochmals kurz nach dem Spiel mit den Trainern zusammensetzen, wie gut sie es umgesetzt haben.


    Ich denke mal, Hilfe anzubieten ist fast immer besser, als (zu spät) ein Versagen bestrafen zu müssen.


    Leider läßt sich jetzt mein Kopfkino nicht abschalten, weil vor meinem geistigen Auge abläuft, wen ich im Laufe der vielen Jahre der Trainertätigkeit schon alles in Handschellen hätte aufgeführt sehen wollen! (Hoffentlich träume ich nicht heute Nacht davon, selbst abgeführt zu werden?) :D

    Im oberen Jugendbereich kann man seinen Spielern sicher erklären, was sie vom Hineinrufen gegnerischer Trainer und Zuschauer zu halten haben. Darunter kann man sich vor dem Spiel mit dem gegnerischen Trainer kurz unterhalten, was man als Gebot der Fairness sieht!


    Der Spielabbruch sollte letztes Mittel sein, da es immer auch ein Versagen der erwachsenen Verantwortlichen beinhaltet, denn hierbei sind immer die Kinder die Verlierer!


    Vom unerlaubten Video-Filmen würde ich ebenfalls Abstand nehmen, weil es eher dazu führt, die Eskalationsstufen züglig zu erhöhen. Man kann kein Unrecht durch weiteres Unrecht aus der Welt schaffen. Ein Jugendleiter, der seine Pappenheimer kennt, braucht ohnehin keine zusätzlichen Videobeweise. Der muß sich wohl auch von den Eltern der Kinder dieses Trainers genug anhören. Denn wer sich nicht im Spiel beim Gegner benehmen kann, der verhält sich meist auch auf dem eigenen Sportgelände wie die Axt im Walde. Meistens erledigen sich die Dinge von ganz allein, weil der Jugendleiter irgendwann die Nase voll hat und schickt ihn in die Wüste!

    16er


    Ich meinte nicht untersten Bereich, sondern Ligen! Oder hast du schon mal ein D-Jugend-Team in der Muckibude gesehen?


    Man vergißt ja so manches. Zwar kann ich mich daran erinnern, dass es Kinder gab, die unrund liefen, aber heute sieht man Kinder, die beim Erreichen der Maximalgeschwindigkeit das Gleichgewicht verlieren und fallen. Denen würde das Lauf-ABC sicher helfen, denn die fallen mit oder ohne Ball! Allerdings braucht`s dann auch Trainer, damit diese Defizite minimiert werden!


    Man kann zwar schon sehr viel mit dem Ball machen, aber das richtige Laufen ist nichts selbstverständliches! Hier gings jedoch schwerpunktmäßig um die 6 km als Trainngseinheit, worüber so manch einer die Nase gerümpft hat! Ich denke mal, dass konnte richtig gestellt werden.

    @Revilo


    Man fragt sich sogar manchmal, warum der eine für die DFB-Elf nominiert ist und der Andere nicht? Dort geht nicht nur um eine persönliche Kränkung einer Nichtberücksichtigung, sondern manchmal um Millionen!


    Ich denke mal, wir sind uns im Großen und Ganzen einig darüber, dass man im Breitensportbereich den Spaß als maßgeblichen Faktor ansehen sollte. Und der liegt auf dem Platz und selten auf der Reservebank! Aber wenn wir schon dabei sind, die Trainer in Sippenhaft zu nehmen, dann doch bitte gleich die Eltern mit, wenn sie ihr Kind auch noch im Hobby unter Leistungsdruck sehen und damit Versangensängste auslösen!


    Man glaubt ja gar nicht, warum heutzutage alles geklagt wird. Da wird per Anwalt die erfolgreiche Versetzung in die 10. Klasse erstritten. Manche scheinen sogar ein Hobby daraus zu machen! So stand ich mal in der Warteschlange einer Supermarkt-Kasse und beobachtete, wie sich ein Kunde vordrängelte. "Sie", hörte ich plötzlich die erboste Stimme einer Frau, "gehen sie sofort wieder nach hinten. Sonst zeige ich sie an! Mein Mann ist Anwalt!"


    Ich denke mal, dass uns die Justiz bei der Verbesserung der Verhältnisse im Kinderfussball wenig helfen kann. Wir müssen uns selber helfen, indem wir in unserem privaten Umfeld als gutes Vorbild agieren!


    Wer da noch Zweifel hat, dass soetwas gar nichts bringt, der sollte sich mit dem Beispiel von Ralf Klohr auseinandersetzen.


    Andre
    Wenn du das Thema ein wenig umformuliert hättest, um die Frage zu stellen, ob wir zur Verbesserung im Kinderfussball die Justiz brauchen, dann wäre die Diskussion sicher in eine andere Richtung gelaufen. So aber haben einige hartnäckig nachgefragt und du hattest es schwer, deinen "roten Faden" weiter verfolgen zu können.