Karl
Beim Anteil der Lizenztrainer im Kinderfussball scheint bereits jetzt sehr unterschiedliche Konstellationen in den Vereinen zu geben.
Manndecker
Nicht jeder, der eine Schiedsrichterlizenz hat, wird auch ein guter Schiedsrichter. Doch er kennt zumindest die Regeln und wurde danach geprüft! Auch die Trainerlizenz bietet keine Garantie für einen guten Trainer. Das vermittelte Wissen bietet jedoch eine gute Basis, um den noch fehlenden Teil (z.B. soziale Kompetenz) in der Praxis zu gewinnen. Denn seien wir doch mal ähnlich: die Ursache von häufigem Gebrüll ist doch meist fehlende Sachkenntnis. Erst danach kommt der schlechte Charakter nicht verlieren zu können!
Hier kam der Hinweis: die C-Lizenz (Breitensport) schafft jeder, ist nicht korrekt! Es erhalten nur solche Lehrgangsmitglieder eine Berechtigung zur LIzenzprüfung, die ausreichende Teilnahme und/oder ausreichendes Engagement bei den Ausbildungsaktivitäten nachweisen konnten.
@Alle
Das heutige Problem ist die fehlende Ausbildung, die eine wichtige Voraussetzung für kindgerechte Ausbildung im Fussball ist. Zwar findet permanent eine Reform in den Ausbildungsinhalten statt, was jedoch nur im Verein vermittelt werden kann (weil das Personal beim DFB fehlt), ist die Mannschaftsführung. Hier braucht der Verein zusätzliches Personal, weil der Jugendleiter überwiegend mit administrative Aufgaben gelegt ist.
Gut ausgebildete Trainer machen ihre Hobbyentscheidung nicht allein daran fest, ob ihr Kind dort spielt, sondern sie haben ihr Hobby gefunden. Sie können aufgrund ihrer Ausbildung im gesamten Jugendbereich eingesetzt werden. Hier ist die Fluktuation deutlich geringer als bei nicht ausgebildeten Trainern. Deshalb profitieren auch die Vereine durch eine bessere Personalplanung.
Wer eine perfekte Lösung sucht, der wird sie nicht finden! Selbst und gerade im Profibereich ist der Trainersessel häufig ein Feuerstuhl! Es geht darum ein großes Problem zu verkleinern.
Man ist auf dem Weg, aber noch längst nicht in Zielnähe: Leider ist der DFB beim Thema E-Learning noch nicht wirklich weitergekommen. Denn dieses Angebot würde die theoretische Ausbildung sowie das gewünschte Lehrgangstempo individuell noch besser gestalten.
Mancherort ist die Situation so, dass das man schon sehr viele lizensierte Trainre hat. Dort braucht es bei den Lizenzneulingen die Unterstützung bei der Mannschaftsführung in realen Wettkampfsituationen und erfahrende und erfolgreiche Trainer.
In anderen Gebieten mit geringer Lizenzquote muß man diese Trainer deutlich früher abholen, indem man für sie z.B. 1 x wöchentlich an einer kleinen Trainingsdemo durch einen erfahrenen Trainer teilnehmen läßt. Diese Trainer möchten doch gerne erfolgreich Kinder trainieren! Sie wissen nur noch nicht wie! Nach den ersten Schritten im Verein folgen dezentrale Kurzschulungen und schließlich der Lizenzerwerb.
Das Problem fehlender Kenntnisse für den Kinderfussball läßt sich nicht auf das Versagen der Anderen reduzieren. Jeder kann in seinem Umfeld auch aktiv an Verbesserungsmöglichkeiten mitwirken. Doch leider gibt es kaum eine andere Sportart, in der man nur zu gern sein "eigenes Süppchen" kocht, statt sich als Trainerteam zu verstehen!