Beiträge von TW-Trainer

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    Thomekz


    Das Aufwärmen hat 2 Funktionen:


    1. Durch Pulsbeschlenigung soll der Muskelapparat mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert werden
    2. Abschalten vom "Alltag" und Konzenetration auf die bevorstehenden Aufgaben


    A. Vor der Trainingseinheit
    Als Beginn einer Trainingseinheit ist es von Vorteil, bereits hinführendes Übungen während der Warmmachphase einzubauen. Denn gerade im Leistungsbereich ist jede Trainingsminute kostbare Zeit!


    B. Vor dem Spiel:
    Beim anschließenden Wettkampfspiel bietet sich ein besonders für die Alters- und Leistungsgruppe geeignetes Ritual an, welches Körper und Geist auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. D.h. nach dem "Anschwitzen" wieder auf ca. 50 % Belastung herunterfahren.


    Auch die Dauer des Warmmachens ist von Bedeutung. Denn als Ritual vor dem Wettkampf soll jegliche Hektik vermieden werden, weil man sich voll und ganz auf die anstehenden und sehr anstrengenden körperlichen, wie geistigen Aufgaben konzentrieren soll.


    Die Inhalte eines Warmmachprogramms haben sich im Laufe der Jahre geändert und sie werden sich auch in Zukunft ändern. Der Zweck wird jedoch (fast) immer der Gleiche sein!

    Brechstange


    Sag bloß, du hast dir das gestrige Spiel der Dortmunder bis zum bitteren Ende angeschaut?


    Also den Kommentar "internationale Härte" gibts schon seit vielen Jahren. Und das nicht nur gegen englische Teams! Der Rückschluß, dass hierzulande kleinlicher gepfiffen wird, ist durchaus gültig!


    Also ich sehe schon deutliche Unterschiede zwischen der F-Jugend und der Championsleague! Ganz einfach, weil im Regelfall ein Laie ein F-Jugend-Spiel pfeift und ein Profi-Schiedsrichter die Championsleague. Aber wie soll man das jetzt ausdiskutieren?


    Den Vorschlag zur Veränderung der Elfmeterregelung hab ich schon genannt! Für mich darf nur dann Elfmeter gepfiffen werden, wenn der Angreifer nach dem Vorbeilegen am Keeper eine reale Chance zum Torerfolg hat. D.h. kein Elfer, wenn der Angreifer den Ball ins Seitenaus knallt. Denn in solchen Szenen kann man beobachten, dass der Angreifer sonst gar keine Chance gehabt hätte, an den Ball zu gelangen, wenn er nicht mit allerhöchstem Tempo ins Duell sprintet. Auch will er duch den hohen Balldruck vermeiden, dass nach dem Vorbeilegen des Balls am Keeper, dessen Abwehrkollege an den Ball gelangt oder sich in den Schußweg stellen kann.


    Der Schuß ins Torseitenaus stellt m.E. eine Übervorteilung des Angreifers da und sollte in der Elfmeterregelung gewürdigt werden. Hier bräuchte man dann auch nicht mehr eine Beurteilung darüber treffen, ob sich der Angreifer nun bewußt oder unbewußt beim Torwart eingehakt hat.


    Und ob ein Ball mit hoher Geschwindigkeit ins Torseitenaus gedroschen wird, um einen Elfer zu schinden, dass kann auch ein Zuschauer aus größerer Entfernung beurteilen oder?

    Andre


    manches scheimt mir von der Thread-Erstellerin doch recht einseitig dargestellt zu sein.


    Die Trainingsbeteiligung bei den Frauen ist im Durchschnitt deutlich geringer als bei Männerteams. Besonders hoch ist sie bei den Frauen immer zu Beginn einer neuen Saison, ebbt jedoch im Laufe der Zeit weiter ab. Es sind dann immer Dieselben, die kommen.


    Trainer, die zum ersten mal eine Frauenmannschaft trainieren und vorher nur Männerteams gecoacht haben, bleiben meist nicht lange. Denn wer hat schon Lust mit 5 - 6 Spielerinen zu trainieren, vor jedem Spiel betteln und hausieren zu müssen, bis er eine Mannschaft zusammen bekommt. Ich doch irgendwie schon komisch, dass Frauen deutlich weniger Zeit haben als Männer oder?


    "Pappenheimer" gibt es sowohl bei den Männern wie bei den Frauen. Mal sind es Kreislaufprobleme, wenn zufällig die Lieblingssendung läuft und mal ist es ein "Vaterschaftstest", wenn gleichzeitig die Kumpels zu einem Konzert fahren.


    Weil es im Regelfall eine Freizeitbeschäftigung für Spieler und Trainer ist, müssen Beide auf ihre Kosten kommen! Sonst kann es nicht auf Dauer funktionieren!

    adler17


    Schade, dass du uns über die Gründe dieser recht seltsamen Aktion im Unklaren gelassen hast! Denn gern hätten wir auch die "andere Seite der Medaille" erfahren! So hat man das Gefühl, dass man sich hier lediglich eine Bestätigung der eigenen Wahrnehmung abholen wollte!


    Natürlich ist es ein schlechtes Mittel, Kinder ins Spiel zu bringen, jedoch kann es manchmal Fälle geben, in denen bestimmte Hintergründe nicht bekannt sind und nur die betroffenen Kinder darüber Auskunft geben können. Welchen Grund hatte der Trainer für diese Aktion angeführt?

    Brechstange


    Nein, Zahlen habe ich auch keine über internationale Elfmeterpfiffe. Doch ist es nichts Ungewöhnliches, wenn beim ausbleibenden Pfiff der Kommentar von "internationaler Härte" spricht! Hier wird bei leichten Körperkontakt nicht gleich ein Foul gepfiffen, sondern Fussball als etwas mehr in Richtung Kampfsportart interpretiert.


    Ich weiß nicht, wie es dir geht? Aber mich nervt ein kleinliches Gepfeife. (scheinbar geht das selbst den Kindern so, weshalb ich das Gefühl habe, dass sie beim Bolzen oder auch sonst beim Spiel ohne Schiedsrichter deutlich weniger Anlaß sehen, das Spiel zu unterbrechen.)


    Überein stimme ich mit dir, dass es für einen Schiedsrichter sehr schwierig ist zu erkennen, ob sich jemand eingehakt (also ein Foul provoziert hat) oder nicht! Bemerkenswert ist jedoch, dass solche Szenen (Ballführender Spieler hakt sich beim Gegner ein) außerhalb des Strafraums wesentlich seltener stattfinden. Denn hier schaut der Schiedsrichter auch hin, ob der ballführende Spieler auch deshalb fällt, weil er sich den Ball zu weit vorgelegt hat! Warum sollte man dies nicht auch bei der Entscheidung im Strafraum berücksichtigen?


    Aufgrund des hohen Tempos im Duell nicht zu erkennen ist, ob es ein normaler oder ein regelwidriger Körperkontakt war! Manchmal läßt sich nicht mal aus den Zeitlupen verschiedene Fernsehperspektiven zweifelsfrei entscheiden, ob es ein Foul war!


    Deshalb würde ich mir wünschen, dass nicht mehr so häufig auf den Elfmeterpunkt gezeigt würde. Das wäre sicher auch für den Zuschauer im Stadion einfacher, die korrekte Schiri-Entscheidung nachzuvollziehen!

    @Don


    Dann frag dich bitte, was der Hinweis zur "Bundesliga" in einem E-Jugend-Jahrgang soll? Weil doch jeder, dass eine seriöse Erfolgsprognose so früh noch gar nicht möglich ist und die Wahrscheinlichheit sehr groß ist, dass niemand aus diesen Jahrgängen jemals Profifussballer werden wird!


    Und was soll der Schwachsinn mit den Ergebnissen von E-Jugend-Mannschaften von BuLi-Vereinen. Wert hätte eine Aussage für ein qualitativ hochwertiges Ausbildnungsniveau nur dann, wenn man auf Vergleichserfolge ab der C-Jugend aufmerksam machen könnte.


    Ich denke mal, die meisten Leute hier können 1 und 1 zusammen zählen und die Werbeaussagen entsprechend einordnen!


    Wir haben in Deutschland das Recht auf Meinungsfreiheit! Ich sehe in der Meinungsvielfalt eine Bereicherung für alle Beteiligten. Das ist auch der Grund, warum ich fast nur Positives über dieses Forum sagen kann. Leider gibt es aber auch immer Leute, die nur ihre eigene Meinung gelten lassen wollen. Ich hoffe, du entwickelst dich nicht in diese Richtung, denn ich habe deine Beiträge bislang gerne gelesen!

    Sorry, hier geht es um Meinungen, nicht um üble Nachrede!


    Solltest du weiterhin an anderen Meinungen interessiert sein, können wir gerne weiter darüber diskutieren, da ich auch kein Problem mit anderen Meinungen habe!

    Brechstange


    Ja, du hast natürlich recht, dass sich das Thema erweitert hat. Beim Championsliga-Spiel war es zwar eine Regelwidrigkeit, jedoch war es gleiche Höhe, weshalb hier auch Gelb gerecht hätte. Den Elfer konnte man geben!


    In der Weiterführung des Thema`s ging es nicht um eine Bevorzugung bestimmter Vereinsmannschaften, sondern um die Elfmeterregel und anschließende Karte/Sperre für den Torwart.


    Mir gefällt die bisherige Auslegung nicht, wonach es keine Rolle spielt, ob aus dieser 1 gegen 1 Aktion überhaupt ein Torerfolg werden kann. Das ist Fall, wenn ein Angreifer unter keinen Umständen ein Tor erzielen kann, deshalb den Ball ins Seitenaus drischt und sich beim Keeper, der gar nicht mehr ausweichen kann, einfach einhakt. Hierbei dürfte es sich nicht um einen elfmeterreifen Körperkontakt handeln, sondern lediglich um die Vortäuschung Desselben! Für mich wäre das genauso eine "Schwalbe", als wenn gar kein Körperkontakt vorhanden gewesen wäre.


    Bei der anschließenden Auswertung für die Bewertung für eine Sperre sollte dies ebenfalls berücksichtigt werden. Zugunsten der Fairness sollte die Sperre des Keepers nachträglich aufgehoben und eine Bestrafung des Angreifers (je nach Einzel- bzw. Wiederholungsfall) zur Konsequenz haben. Dazu könnte die Videotechnik sicherlich gute Entscheidungshilfen liefern.


    Schaut man sich internationale Spiele an, dann stellt man fest, dass es kaum ein Land gibt, in dem so schnell auf den Elfmeterpunkt gezeigt und mit der roten Karte gewedelt wird! Mit den Karten gehen die Schiedsrichter schon als Reaktion auf das Spiel ein wenig vorsichtiger um, fehlt noch eine größere Umsicht beim Elfmenterpfiff. Ich finde, für diesen Pfiff muß es ein klares Foul geben. Nicht ein leichtes Tricotzupfen oder ein Einhaken in des Gegners Beine! Spiele, die durch (seltsame) Schiedsrichterentscheidungen entschieden werden, die mag ich nun einmal nicht!

    @Don


    Die Zeitung mit den 4 Buchstaben würde vermutlich vom genauen Gegenteil berichten?


    Ich denke, ich habe mich schon klar ausgedrückt, dass es die Eltern sind, die die Verantwortung tragen und es ihre Pflicht ist, die "Reißleine" zu ziehen, wenn dort Methoden angewandt werden, durch die ihr Kind schaden nehmen könnte. Zur Verdeutlichung habe ich für Jedermann verständliche Beispiele genannt, bei der dem Laien der Fanatismus einiger Erwachsener sofort ins Auge fällt!


    Bislang war ich davon ausgegangen, dass dieses "spanische Modell" hierzulande nicht auf fruchtbaren Boden fällt, weil die Beziehung zwischen Eltern und Kindern nicht so autoritär ist!


    Ich denke mal, man kann auf manche schlechte Erfahrung verzichten, wenn man die Augen vor der Realität nicht ganz verschließt! Deshalb wiederhole ich gern meinen Schlußsatz: "Man kann den Erfolg des Kindes nicht erkaufen"!

    Karl


    Beim Anteil der Lizenztrainer im Kinderfussball scheint bereits jetzt sehr unterschiedliche Konstellationen in den Vereinen zu geben.


    Manndecker
    Nicht jeder, der eine Schiedsrichterlizenz hat, wird auch ein guter Schiedsrichter. Doch er kennt zumindest die Regeln und wurde danach geprüft! Auch die Trainerlizenz bietet keine Garantie für einen guten Trainer. Das vermittelte Wissen bietet jedoch eine gute Basis, um den noch fehlenden Teil (z.B. soziale Kompetenz) in der Praxis zu gewinnen. Denn seien wir doch mal ähnlich: die Ursache von häufigem Gebrüll ist doch meist fehlende Sachkenntnis. Erst danach kommt der schlechte Charakter nicht verlieren zu können!


    Hier kam der Hinweis: die C-Lizenz (Breitensport) schafft jeder, ist nicht korrekt! Es erhalten nur solche Lehrgangsmitglieder eine Berechtigung zur LIzenzprüfung, die ausreichende Teilnahme und/oder ausreichendes Engagement bei den Ausbildungsaktivitäten nachweisen konnten.


    @Alle
    Das heutige Problem ist die fehlende Ausbildung, die eine wichtige Voraussetzung für kindgerechte Ausbildung im Fussball ist. Zwar findet permanent eine Reform in den Ausbildungsinhalten statt, was jedoch nur im Verein vermittelt werden kann (weil das Personal beim DFB fehlt), ist die Mannschaftsführung. Hier braucht der Verein zusätzliches Personal, weil der Jugendleiter überwiegend mit administrative Aufgaben gelegt ist.


    Gut ausgebildete Trainer machen ihre Hobbyentscheidung nicht allein daran fest, ob ihr Kind dort spielt, sondern sie haben ihr Hobby gefunden. Sie können aufgrund ihrer Ausbildung im gesamten Jugendbereich eingesetzt werden. Hier ist die Fluktuation deutlich geringer als bei nicht ausgebildeten Trainern. Deshalb profitieren auch die Vereine durch eine bessere Personalplanung.


    Wer eine perfekte Lösung sucht, der wird sie nicht finden! Selbst und gerade im Profibereich ist der Trainersessel häufig ein Feuerstuhl! Es geht darum ein großes Problem zu verkleinern.


    Man ist auf dem Weg, aber noch längst nicht in Zielnähe: Leider ist der DFB beim Thema E-Learning noch nicht wirklich weitergekommen. Denn dieses Angebot würde die theoretische Ausbildung sowie das gewünschte Lehrgangstempo individuell noch besser gestalten.


    Mancherort ist die Situation so, dass das man schon sehr viele lizensierte Trainre hat. Dort braucht es bei den Lizenzneulingen die Unterstützung bei der Mannschaftsführung in realen Wettkampfsituationen und erfahrende und erfolgreiche Trainer.


    In anderen Gebieten mit geringer Lizenzquote muß man diese Trainer deutlich früher abholen, indem man für sie z.B. 1 x wöchentlich an einer kleinen Trainingsdemo durch einen erfahrenen Trainer teilnehmen läßt. Diese Trainer möchten doch gerne erfolgreich Kinder trainieren! Sie wissen nur noch nicht wie! Nach den ersten Schritten im Verein folgen dezentrale Kurzschulungen und schließlich der Lizenzerwerb.


    Das Problem fehlender Kenntnisse für den Kinderfussball läßt sich nicht auf das Versagen der Anderen reduzieren. Jeder kann in seinem Umfeld auch aktiv an Verbesserungsmöglichkeiten mitwirken. Doch leider gibt es kaum eine andere Sportart, in der man nur zu gern sein "eigenes Süppchen" kocht, statt sich als Trainerteam zu verstehen!

    Poldi


    Es geht mir gar nicht um die 50 - 60 € im Monat, und sicher hast du auch Recht, dass man sonstwo Geld verplempert! Hobby darf ja auch Geld kosten. Wenn man diesen Betrag allerdings auf eine Mannschaftsstärke hochrechnet und noch Sponsorengelder hinzu addiert, dann wird schon klar, dass dieses Konzept nicht mehr viel mit einem langläufigen Vereinskonzept (zur Förderung des Allgemeinswohls) zu tun hat, weil es sich um ein komerzielles Angebot für den Kinderfussball handelt. Ein komerzielles Interesse zu verfolgen ist in unserer sozialen Marktwirtschaft nicht verboten.


    Der Bürger kann schließlich selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgibt! Aber er muß eben auch mit den Konsequenzen seines Handelns leben.


    Von Betrug kann man nur dann reden, wenn unter Einsatz krimineller Energie der Anschein eines seriösen Geschäfts verdeckt werden soll. Wir kennen sie doch auch alle, die Eiskunstlaufmuttis und die Go-Kart-Pappies, die von Ruhm und Ehre träumen und über ihre Kinder von Zielen träumen, an denen sie selbst gescheitert sind!


    Hier gibt es Grenzen, in denen staatliche Vertreter eigreifen, wenn sie erkennen, dass Eltern nicht die nötige Einsicht besitzen und ihren Kindern nachhaltigen Schaden zufügen. Denn das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gilt eben auch für Kinder. Auch ist dieses Recht aus den geschichtlichen Erfahrungen höher angesiedelt als das Recht die unternehmerische Freiheit. Denn wenn das Recht des Kindes (hier wurde von militärischem Ton bei Turnieren gesprochen) soweit eingeschränkt ist, dass die Methode für einen Sieg beliebig sind, dann stellt sich die Frage, ob ich auch Eltern ihren Einfluß falsch versehen und im Sinne der Kinder zur Mahnung aufgerufen werden sollten!


    Die Älteren unter uns sind noch mit Prügel als Erziehungsmaßnahme aufgewachsen. Sie wurde zurecht abgeschafft! Ein militanter Ton ist für die Psyche eines Kindes eine verbale Prügelstrafe, die ebenfalls Schaden im Selbstbewußtsein anrichten wird!


    Erfolg kann man sich nicht kaufen! Wenn das verstanden ist, dann sollte man ausreichend sensibilisiert sein, was gut für das Kind ist!

    Liebe Trainerkollegen,


    selbst nach Einführung der FPL läßt sich dadurch das Problem nicht lösen, dass unerfahrene Trainer und Eltern aufeinander treffen und man vorher nie weiß, was alles passiert!


    Die Verbände haben dafür bereits seit vielen Jahren eine Lösung für den Schiedsrichterbedarf gefunden. Wer nicht genügend Schiedsrichter in seinem Verein ausbildet, der zahlt Strafe!


    Ähnlich könnte es auch für den Trainerbedarf geregelt werden: wer Teams ohne ausgebildete Trainer in den Staffelbetrieb schickt, der zahlt Strafe!


    Denn dort, wo es bei den Vereinsverantwortlichen keine Einsicht gibt, muß mit sanftem Druck nachgeholfen werden!


    Das ist zwar keine perfekte Lösung, aber doch immerhin ein kleiner Schritt in die gewünschte Richtung, dass unsere Kinder von Trainern mit Ausbildungsnachweis den Fussball erlernen.


    Was haltet ihr davon?

    Brechstange


    So wie du kann man das natürlich auch sehen!


    Das Regelwerk ist ja auch so ausgelegt, dass man zu Gunsten eines Torerfolgs im Zweifelsfall für den Angreifer pfeift (z.B. kein Abseits bei gleicher Höhe).


    Ich denke mal, man sollte ein paar Dinge unterscheiden:


    1. Foul im Strafraum zur Verhinderung einer unmittelbaren Torchance = Elfmeter
    2. Foul im Strafraum ohne Verhinderng einer unmittelbaren Torchance (z.B. Spieler läuft aus 16-er raus) = Freistoß
    3. Kontakt zwischen TW und Angreifer ohne erkennbare Foulabsicht = kein Foul
    (Man pfeift ja auch kein Handspiel, wenn die Hand nicht zu Ball geht bzw. die Körperfläche nicht vergrößert wird)


    Es hat ja hier niemand davon geredet, dass man im Strafraum machen kann, was man will! Jedoch sollte die Regelkorrektur bewirken, dass es zwischen Angreifer und Torwart zu einem fairen 1 gegen 1 Duell kommen kann und es nicht genügt, den Ball ins Seitenaus zu dreschen und sich beim Keeper einzuhaken!

    Stella


    Vielen Dank für die Infos!


    Als Trainer/in muß man lernen zu improvisieren, denn es kommt sowieso nie so, wie man es sich vorstellt. Aber auch dieses Improvisationstalent kann durchaus Spaß machen.


    Nicht klar wurde, ob auf dieser Mannschaftssitzung die ältere Keeperin die andern Spielerinnen nur deshalb zu ihrem Geburtstag einzuladen, um sie emotional auf ihre Seite zu ziehen oder ob es ihr ein von der aktuellen TW-Situation unabhängiges Bedürfnis war?


    Aber auch so wirst du dazu lernen, was besondere Prioriät genießt und was eher Nebensächlich ist!


    Ich bin jedoch nach wie vor anderer Meinung über die Einstellung der Spielerinnen zur Liga! Selbst, wenn es bei einzelnen Spielerinnen kaum einen Unterschied in der Trainings- und Spielbeteiligung geben mag, sehen die Manschaftskameraden im Leistungsfussball aufgrund ihrer höheren Eigenmotivation schon einen Unterschied darin, wie sich ihre Kollegin in den Dienst der Mannschaft stellt! Im Breitensport ist man überhaupt froh, dass genug Spielerinnen kommen. Im Leistungsfussball wird dies vorausgesetzt, jedoch auch der jeweilige sportliche Einsatz einbezogen.

    Liebe Trainerkollegen,


    ich weiß nicht, ob es auch euch aufgefallen ist, dass es eine Reaktion der Schiedsrichter auf Elfmeter-Situationen gegeben hat.


    Denn man unterscheidet nun durchaus zwischen einem fälligen Elfmeter und einer roten Karte für den Keeper!


    Jedoch würde ich mir eine weitere Veränderung wünschen! Es kann nicht sein, dass bereits dann Elfmeter gepfiffen wird, wenn es zum Körperkontakt zwischen Torwart und Angreifer kommt. Denn das führt dazu, dass der Angreifer lediglich das Ziel verfolgt, den bei irgendwie am Keeper vorbei zu legen, egal ob er danach den Ball noch erreichen kann oder nicht. Dem Keeper bleibt doch ohnehin keine andere Wahl, als sich dem Zweikampf frontal zu stellen! Derzeit werden mindestens 70 % aller Elfmeter selbst dann gegeben, wenn der Ball am Keeper vorbei mit hohem Druck ins Seitenaus getreten wird!


    Darf der Schiedsrichter auch dann auf den Elfmeterpunkt zeigen, wenn gar kein Torerfolg mehr nach dem 1 gegen 1 Duell möglich ist, weil der Ball aufgrund der hohen Geschwindigkeit selbst dann nicht zu erreichen wäre, wenn der Angreifer keinen Körperkontakt mit dem gegnerischen Keeper gehabt hätte?


    Gerne würde ich eure Meinungen dazu lesen!

    fak


    Ich hoffe, du hast ausreichend Entscheidungshilfe finden können?


    Sicherlich ist der Hinweis des Stützpunkttrainers, dass Fussball nicht nur eine Lauf-, sondern auch eine Kampfsportart ist, richtig. Dennoch sollte es differenziert betrachtet werden, weil er im Auswahltraining weiterführende Details vermittelt bekommt. Und sollte er sich später für höhere Aufgaben qualifizieren, so wird er von selbst zur Erkenntnis gelangen, dass man gegenüber gleichschnellen Gegenspielern schneller "im Kopf sein muß", sonst gibts was auf die Socken!


    Zwar gibt auch im moderen Fussball noch Verletzungen, jedoch in der Summe geringer, weil sich diese Sportart vom gegnerorientierten Zermürbungskampf zum athletischen, technisch und taktisch höher entwickelten ballorientierten Kampf verändert hat. Zum Körperkontakt kommt es nur noch bei schlecht getimten Pässen oder im finalen Zweikampf beim Torabschluß. Denn alle anderen Zweikämpfe werden als unnötig angesehen, weil es das Spiel langsam macht bzw. die Gefahr des Ballverlusts droht. Die Veränderung vom Zweikampfgewinn im Dribbling zum intelligenten Paßspiel hat auch die Bedeutung des körperbetonten Spiels verändert. Auch in der Foulbeurteilung gab es Veränderungen. Was früher noch als harter, aber fairer Zweikampf toleriert wurde, wird heutzutage zum Schutze der Gesundheit der Spieler abgepfiffen.

    Günter


    Ich weiß nicht genau, ob ich dir noch eine Antwort schuldig bin, denn thomasg hatte schon prima Antworten darauf!


    Aber vielleicht noch mal speziell zu deiner Frage zum "langen Abstoß"? Im Unterschied zum Abschlag kann man den Abstoß auch sehr gut in Feldspielerpostionen trainieren. Der Vorteil dabei ist die Häufigkeit der Ballkontakte kombiniert mit der Beobachtung, wie eigene und gegnerische Spieler darauf reagieren.


    Es wurde hier bereits darauf ein stückweit eingegangen, dass man auf Trainer trifft, die meinen, sie könnten im Training versäumte Situation im Spiel durch Hereinrufen "nachtrainieren"! Das klappt fast nie! Denn der Spieler macht es in dieser Situation nur, weil sein Trainer "ihn so nett bittet", aber nicht, weil er es wirklich versteht! Deshalb meinen solche Trainer, ihre Spieler seien vergesslich, weil sie es ihnen schon zum zigsten Male im Spiel zugerufen hätten.


    Ähnlich ist es mit den Trainern, die meinen, sie müßten in der Mannschafts- oder Halbzeitansprache alles hineinpacken, wofür sie sich nicht die Mühe im Training gemacht haben. Das klappt genauso wenig, weil die Spieler wohlmöglich bei den Beschreibungen ihres Trainers andere Bilder im Kopf haben.


    Ich würde es nicht unbedingt als Spielintelligenz bezeichnen, wenn ein Spieler aus mehreren Möglichkeiten eine auswählt! Denn selbst die zweitbeste Antwort ist allemal besser, als gar nichts zu machen! Voraussetzung ist jedoch, dass man jede Übung und jede Spielform ein wenig anders gestaltet! Denn Wiederholungen führen lediglich zur Annahme, es würde sich im Spiel auch so darstellen. Das ist jedoch ein Trugschluß, denn jedes Spiel entwickelt sich ein wenig anders als das Vorherige!

    penaten


    Das Aufwärmen hat sich in den letzten Jahren ein wenig verändert. Die Inhalte wurden dem Zweck angepaßt. So wird das Aufwärmenprogramm beim Training dem anschließenden Schwerpunkt angepaßt. Ferner dient es dem Abschalten vom Alltag und der Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben. Das Aufwärmen vor einem Spiel hat sich dahingehend verändert, dass man im unteren Jugendbereich gar keine Dehn- und Streckübungen mehr macht, weil hier der natürlich Bewegungstrieb ausgenutzt werden kann und ohnehin noch keine große Muskelmasse aufgewärmt werden muß. Bei den älteren Jugendlichen und Erwachsenen haben sich die Inhalte dahingehend ein wenig verändert, dass bereits während der Warmmachphase Spielelemente mit geringem Gegnerdruck eingebaut werden. Das längere Verweilen in Reihen ist nicht nur besonders monoton, es ist in der kalten Jahreszeit auch kein gutes Aufwärmprogramm. Wenn du deine Übung ein wenig anpaßt und die Anspielstationen nur einfach besetzt, dann muß niemand warten und es gibt für alle ausreichend Ballkontakte. Wenn du ältere Senioren oder Frauen trainierst, dann lass sie ruhig dehnen, weil sie es nicht anders gewohnt sind. Aber vor Verletzungen schützt es nicht! Denn fehlende Muskelmasse, die Knochen und Sehnen eines ausgewachsenen Menschen schützen, kann man durch ein paar Dehnübungen nicht ersetzen.


    Wenn du das große Glück hast, einen Torwarttrainer zur Seite zu haben, dann solltest du entweder auf`s obligatorische Torschießen verzichten oder das mit 2 Torleuten machen, die sich nach jeweils ca. 5 Torschüssen abwechseln. Denn sonst wird es passieren, dass sich deine Torschützen nach dem 2 oder 3 Schuß warmgeschossen haben, während dein Keeper bereits müde ist! Das verunsichert nicht nur ihn für die kommenden Aufgaben im Spiel, sondern die Mannschaft und seinen Trainer!


    Ein Ritual ist dann gut, wenn es zunächst einmal den Puls der Spieler so hoch treibt, dass sie leicht anschwitzen. Danach sollten sie leicht "runterkommen" und sich bei "halber Kraft" körperlich wie geistig warmhalten. Nach der körperlichen Warmmachphase erfolgt die mentale Phase, in der du mit entsprechender Mimik und Gestik in 2 - 3 klaren Sätzen die Jungs aufs Spiel motivieren kannst, damit sie die Startphase nicht verschlafen!