Beiträge von TW-Trainer

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    Svenson


    Auch von mir ein herzliches Willkommen!


    Zunächst einmal muß nicht jede "Auflockerung" des aus dem Erwachsenen-Fussballs auf den Kinderfussball übertragenen Mannschaftsdenkens allein negativ betrachtet werden.


    In der Freizeit verbringen durchaus Gruppen von Kindern unterschiedlichen Alters Stunden miteinander, solange die Altersunterschiede nicht zu groß sind. Auch auf dem Bolzplatz gibt es keine Regel, welche Altersstufen zusammen spielen können, sollen und dürfen.


    Kinder sind es gewohnt, sich rasch an neue Umgebungen zu gewöhnen und fühlen sich dann rasch heimisch, wenn sie eine angstfreie Umgebung feststellen. Fussballcamps können diese Situation, in der die Kinder das Mannschaftsdenken des Vereins überwinden, um festzustellen, dass es auch woanders nette Kinder gibt, meistens sehr gut vermitteln.


    Die Zusammenlegung unterschiedlicher Jahrgangsgruppen beim Training kann auch ganz pragmatische Gründe haben. So können sich mehrere Trainer die Arbeit teilen und dabei gegenseitig voneinander lernen.


    Natürlich könnte man bereits in diesem Altersbereich nach Leistungen selektieren. Doch ich möchte deshalb davor warnen, weil bereits in der Phase der Selektion umfangreiches Fachwissen vorhanden sein sollte, Es macht auch keinen Sinn bereits in dieser frühen Phase, in der Grundfähigkeiten erworben werden sollen, schon allzusehr nach Lerngeschwindigkeit zu selektieren. Denn hier gibt es doch sehr große Schwankungen, wodurch man diesem Prinzip folgend immer wieder andere Gruppen zusammen stellen würde.


    Lasst die Kinder ihre Freunde selbst suchen und wenn sie sie gefunden haben, mit ihnen gemeinsam spielen. Aber gebt ihnen auch immer wieder die Chance neue Freunde kennenzulernen, damit ihre kleine Welt immer größer wird.


    Wenn man Fussball als Abenteuer begreifen will, dann bedeutet das auch, dass es mehr als ein 1 : 0 sein muß! Die Abkehr vom ergebnisorientierten Fussball kann durch die Erfahrungen, die ihr aus gut organisierten Fusscamps mit Abenteuercharakter gewonnen werden. Denn die Zusammenstellung einer Mannschaft nach dem Geburtsjahr ist ja nur deshalb erfolgt, weil man kein besseres Merkmal gefunden hat.


    Wie wenig das Alter eine aktuelle Aussage zuläßt, möchte ich am nachfolgenden Beispiel erläutern: Da sind 2 hochtalentierte 17-jährige Fussballer. Sie spielen in der selben Jahrgangs-Nationalmannschaft. Jedoch spielt der Eine gerade in der U 16, weil er sich von einer Verletzung erholt und der Andere in der U 19, weil er seine guten Leistungen in dieser Phase kontinuierlich steigert. Möglich, dass beide Jungs bald wieder im selben Team spielen. Denn hier ist es allein die Leistung im Vergleich zur jeweiligen Altersstufe, was als Merkmal herangezogen wird.


    Aber ihr seit weder ein NLZ, noch eine Nationalmannschaft, sondern ihr beschäftigt euch mit dem Breitensport im unteren Jugendbereich. Deshalb solltest ihr die für eure Kinder geeigneten Maßstäbe heranziehen, statt nur deshalb etwas so weiterzumachen, was irgendwie schon immer so war, aber keiner ganz genau sagen kann, warum das so richtig sein soll?


    Probiert es einfach aus, kontrolliert die Veränderungen und korrigiert dort, wo es notwendig ist!

    Karl


    Das hast du prima gemacht bei euch! Aber wie du siehst, ist das längst nicht überall so!


    Muß leider auch immer gegen Vorurteile ankämpfen. Aber irgendwann hat man ja selbst so gedacht, wie die, die man vom Besseren überzeugen möchte.


    Neulich hab ich spontan vor der Haupttribüne mit einer Gruppe von ca. 50 Jugendlichen und einigen (jungen) erwachsenen Trainern, von denen noch nie jemand im Tor stand (das war die einzige Bedingung) Torwartübungen gemacht. Nach 10-minütigen Sicherheitsübungen (es soll sich ja bei den anschließenden Bewegungsabläufen niemand verletzen) haben wir einfache Fangtechniken geübt. Weil aber Zuschauer, wie Übungsteilnehmer Zugaben verlangten, sind wird gemeinsam die Schritte von der TW-Grundstellung (über Zwischenübugnen fürs Abkippen und Abrollen) bis zu einer einfachen Hechtparade flacher und halbhoher Bälle gemacht. Aufgrund des mehrfachen Kontakts mit dem feuchten Untergrunds sahen viele Teilnehmer aus wie die Schweine. Doch das schien ihnen dank der Unterstützung des euporischen Publikums (fast) gar nichts auszumachen.


    Als man immer noch nicht genug hatte, habe ich ein paar Freiwillige gebeten, mit mir auf ein zirzensisches Abenteurreise zu gehen und ein paar TW-Tricks zu probieren. Es war ihnen, wie auch dem Publikum gar nicht bewußt, das diese Mulittasking-Übungen nicht nur den Spaß wecken, sondern zu einem abwechselungreichen und sinnvollen Training gehören dürfen!


    Natürlich hat aus mir das Ganze riesigen Spaß gemacht. Ich habe viel Lob verteilen dürfen und in viele glückliche Augenpaare schauen dürfen.


    Wer weiß, vielleicht sind an diesem Tage wieder eine Keeper oder TW-Trainer geboren? Vielleicht tragen ja auch einige Teilnehmer die Idee weiter, den "Ball begreifen" zu dürfen?


    Mir ging es bei diesem Experiment gleich um die Überwindung von einer Reihe von Vorurteilen:
    1. jeder eignet sich für jede Position, also auch für die TW-Position
    2. wenn man mit Spaß an eine Position herangeführt wird, dann kann man sehr schnell auch sehr viel lernen
    3. man kann es in (fast) jedem Alter lernen, weshalb es weder ein zu jung noch ein zu alt gibt
    4. man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, denn fast alles, was Spaß macht, ist Training!
    5. wenn alle Übungen und Spielformen für Dritte sehr leicht aussieht, dann ist es ein guter Weg auf ein sportliches Abenteuer
    6. wenn man den TW-Trainer kaum sieht und fast nie hört, dann lernen die Übungsteilnehmer am besten.

    Günter und siebener


    Ich weiß gar nicht, ob ich euch beneiden soll oder nicht für euren Enschluß? Ich nehme mir seit Jahren vor, endlich aufzuhören, aber irgendwie schaffe ich es nicht! Dabei gibt es längst Jüngere, die es besser könnten! Vielleicht ist es auch nur deshalb, weil ich mich vor der Verantwortung drücken will, etwas vom "Spezialwissen" zu Papier zu bringen? Na, ihr wisst schon! Aber jeder Versuch ein Kapitel zuende zu schreiben, scheitert daran, dass ich noch zu neugierig bin, wie es weitergeht!


    Ich habe sehr großes Glück in meinen Traineraufgaben gehabt, weshalb ich gerne etwas von dem zurück geben möchte. Das fällt mir jedoch häufig schwer, weil ich selbst sehr vieles vom Fussball nicht wirklich verstehe, sondern immer nur eine Teilantwort geben kann. Aber für die unerfahrenen Trainer reicht es meist noch so gerade. Denn die verkrampfen häufig deshalb so leicht, weil sie einerseits ein festes Ziel (Lob und Erfolg von allen Seiten) im Visier haben, aber andererseits noch gar nicht wissen, dass man das Ziel gar nicht so wichtig nehmen muß, sondern lernen soll, einfach nur aus jeder Situation das Beste zu machen. Dann wird`s schon gut!


    Deshalb kann ich euch nicht einmal den Rat geben, ob ihr das mit der Pause oder sogar mit dem Abschied richtig gemacht habt?


    Günter
    Ich denke mal, dass Ralf Klohr und du gar nicht soweit auseinander liegt. Denn euch vereint der Wunsch zu einem geeigneten Rahmen für den Kinderfussball. Die Idee von Ralf bei den Bambinies und der F-Jugend auf Schiedsrichter zu verzichten, hat sicher auch einen pragmatischen Hintergrund. Denn in dieser Altersgruppe gibts im Regelfall keine ausgebildeten Schiedsrichter, sondern Laien, an dessen Entscheidungen sich die Gemüter entzünden. Gäbe es auch hier die Möglichkeit über angesetzte Schiedsrichter die unerfahrenen Kinder, Eltern und Trainer ans Fussballregelwerk zu gewöhnen, so wäre diese Alternative sicher im Konzept anders bedacht worden.
    Es jetzt jedoch nicht nur die Weitergabe von Werten über die Generationen hinweg. Denn auch heute leiten viele jugendliche Schiedsrichter die Spiele der Kinder und Jungendlichen mit großem Erfolg. Im Normalfall können sich auch Kinder und Jugendliche durch allgemein akzeptierte Verhaltensregeln gegenseitig erziehen. Etwas anderes ist es sicher, wenn es sich um Mannschaftsmitglieder mit gestörtem Sozialverhalten aufeinander treffen! Hier sehe ich eine geeignete weitere Unterstützung als unerlässlich an.

    Dieses Reingebrüll ist das beste Zeichen für Leute mit einem zu kurzen Schniepel....je lauter...desto kürzer.


    Andre


    Das hast du doch gar nicht nötig oder?




    Günter


    Tendenziell stelle ich fest: je höher die Liga, je mehr konzentrieren sich die Trainer auf das Spiel. Weil man dort nicht nur einen gerade stattfindenen Zweikampf beobachtet, sondern es im Zusammenhang mit sämtlichen anderen Aktivitäten der eigenen Mannschaft und des Gegners sieht, werden dort lediglich kurze, klare Hinweise gegeben.


    Anders wie bei den Brüllaffen in den unteren Ligen besitzen diese Trainer in den oberen und obersten Ligen trotz des deutlich höheren Leistungsdrucks mit Fehlleistungen ihrer Spieler besser umzugehen. Ferner ist es ihnen klar, dass man im Spiel nichts verlangen kann, was man nicht vorher intensiv trainiert hat.


    Wenn du jetzt das Trainerverhalten in der gleichen Liga vergleichst, dann man es durchaus eine Abhängigkeit im Spielverlauf geben. Diese Abhängigkeit rührt jedoch meist vom Grad der Erfahrung her (Ausnahmen ausgenommen). Sie ist Ausdruck einer Überforderung. Man merkt es an Aussagen wie: "Ich lass mir doch nicht von meiner Mannschaft das Wochenende versauen" oder "das war Arbeitsverweigerung"! Allerdings stellen sie sich kaum die Frage, wer denn nun dafür gesorgt hat, dass das Wochenende versaut wurde und wer durch ein schlechtes Coaching seine Arbeit verweigert hat?


    Natürlich spielt auch die Bildung und das "Elternhaus" eine Rolle im Verhalten. Denn, wenn Hans gelernt hat, dass der Stärkere immer Recht hat, dass wird Hänschen eher zum gleichen Mittel greifen seinen Willen durchsetzen zu wollen.


    Dennoch gibt es 1000 verschiedene Charaktere mit unterschiedlicher Verhaltensweise (oder hast du schon mal einen Trainer meckern sehen, dessen Team gerade mit 20 : 0 führt), die man schwerlich in bestimmte Schubladen stecken kann. Ziel muß es sein, eine Kommunikationsebene einzuhalten, in der ein Spiel mit der nötigen Ruhe stattfindet. Dazu können auch Zuschauer beitragen, die eigentlich zur Unterstützung ihres Teams gekommen sind und keinen Streit mit Trainer vom Zaun brechen sollten!

    Andre


    Welches Konzept wurde zwischen dir und den Vereinsverantwortlichen vereinbart? Oder habt ihr einige wichtige Details noch nicht besprochen? Oder sollen die A-Jugendtalente bei euch im Verein kicken, weil das Wetter bei euch schöner ist?


    Nicht, dass wir uns mißverstehen! Ich finde es super, dass ihr mit euren Jungs in der B-Klasse oben mitspielt und euch wünscht, endlich in die A-Klasse aufzusteigen. Aber macht nicht den Fehler, euch Söldner für den schnellen sportlichen Erfolg einzukaufen. Denn diese auswärtigen Spieler identizieren sich nicht mit eurem Verein und wechseln für ein paar Euro mehr zum Nachbar-Verein. Sie wirken sich sogar mittelfristig negativ für euren Verein aus, weil ihr zu wenig von euren eigenen Talenten die Chance gebt, den Sprung in den Seniorenkader zu schaffen.


    Der bessere und nachhalitigere Weg wäre, mehr in den eigenen Jugendnachwuchs zu investieren und sich dort nach gut ausgebildeten und menschlich geeigneten Trainern umzuschauen. Über diesen Weg bekommt ihr Jahr für Jahr eine ausreichende Anzahl von Talenten mit hoher Vereinsidentifikation, so dass ihr genügend Planungssicherheit habt, um dann auch nach dem Aufstieg in die A-Klasse dort bestehen zu können.


    Auswärtige Spieler kosten Geld und sind für den Breitensportbereich überhaupt nicht notwendig. Sie kurbeln das "Geldverbrennen" an und machen euch von Sponsoren abhängig, weil ihr dieses Geld nicht über Mitgliederbeiträge, Zuschauereinnahmen und Zuschüsse allein finanzieren könnt.


    Laßt die Pfoten vom schnellen Erfolg und setzt euch mittel- und langfristige Ziele. Das macht es euch Einzelentscheidungen viel leichter.


    Was willst du mit 3 Kumpels vom Nachbarverein, von denen einer in 3 Monaten zu einer Firma wechselt, die am anderen Ende Deutschland liegt, ein Zweiter ein Studium beginnt und der Dritte im Falle der ausgebliebenen Aufstiegsversprechungen zum Heimatverein zurück kehrt?


    Übrigens: wenn du dich als neuer Trainer auf kurzfristige Ziele einläßt, dann wirst du auch danach gemessen! Willst du dann als "abgeschossener Trainer" dich als Spieler dann wieder so, als wäre nichts gewesen, in die Reihen stellen?


    Mein Rat: überlegt dir das Ganze noch mal und übernimm den Spielertrainer-Job dann, wenn man dir nicht nur ein Ziel, sondern auch einen vernünftigen Weg dorthin vermitteln kann!

    JudgeWallace


    Wenn du deine Lizenz zu Geld machen willst, dann ist das am einfachsten im Seniorenbereich. Da kriegt man sogar für eine Gurkentruppe auf Kreisebene jede Menge "Schmerzensgeld" für den Rumpelfussball.


    Aber wie Björn schon sagte, macht es auf Dauer und wenn man nicht davon leben muß mehr Spaß, sich eine Mannschaft auszusuchen, für die die Inhalte deiner Ausbildung passen. Für eine D-Jugend braucht man eigentlich noch keine Leistungslizenz, weil hier in aller Regel lediglich auf Kreisebene gespielt wird und auch noch gar keine Leistungsziele verfolgt werden. Doch diese Frage sollte jeder für sich selbst beantworten.


    Der Hinweis auf die Förderung ist wohl richtig, jedoch gibt es einen Verteilerschlüssel, für die sich die Förderhöhe ergibt.Mir ist allerdings kein Verein bekannt, der den Zuschuß 1 zu 1 an seine Jugendtrainer weitergibt.

    Andre


    Soweit ich es interpretiert habe, tritt Günter für die Werte des gegenseitigen Respekts, für die es im FPL ein paar Regeln gibt, durchaus ein. Wo er anderer Meinung ist, dass ist die Frage des Schiedsrichters. Denn dort sieht er eine Möglichkeit über seine Entscheidungen mitzuhelfen, den Kindern die "richtigen Werte" zu vermitteln. D.h. an dieser Stelle folgt er den Ideen von Ralf Klohr nicht, der glaubt, dass die Kinder nur dann Verantwortung lernen können, wenn sie auch entscheiden dürfen.


    Natürlich darf man die Frage der Relation dieser Gewaltexzesse auf den allgemeinen Fussballbetrieb stellen, um daraus abzuleiten, ob es sich um absolute Ausnahmen in ganz besonders seltenen Konstellationen handelt oder ob man eine allgemeine Tendenz erkennt und deshalb gegenlenken sollte. Weil man sich intensiver mit diesem Thema auseinander gesetzt hat, ist man zum Schluß gekommen, dass die FPL ebenfalls ein gutes Instrument zur Prävention gegen Gewalt auf den Fussball(neben)plätzen ist.


    Über das Thema der Wertevermittlung haben wir schon an anderer Stelle häufig diskutiert. Natürlich kann und sollen die Erwachsenen im Sport Vorbilder der Fairness sein. Allerdings können sie schon aus der geringen Zeit, die sie mit den Kindern auf und neben den Fussballplätzen verbringen, keine Ersatzeltern sein. Denn die Eltern und niemand sonst tragen die Hauptverantwortung für die Wertevermittlung. Die Älteren unter uns, mußten leidvolle Erfahrungen machen, wenn sich Autoritäten selbst Macht verleihen dürfen, ohne sich in ihrer Verantwortlichkeit für das Inidividuum beweisen zu müssen.


    Meine Frage, ob es denn soviele schlechte Mannschaften gäbe, wurde leider falsch verstanden. Wie sollte man die Reaktionen von Erwachsenen anders deuten, als wäre die Ursache emotionaler Gewalthandlungen nicht in grober Verunsicherung über die Aufgaben zu finden? Wie, wenn nicht durch gute Trainerausbildung und -betreuung, sollte man diesen Zustand sonst verbessern?


    Wäre es gänzlich anders, dann müßten wir resignieren, das nur ein bestimmter Charaktertyp mit ausgeprägter Schizophrenie das Bild auf unseren Kinderfussballplätzen prägt.


    Leider vergessen wir nur allzuleicht unsere eigenen Anfänge und sehen die Fehler früherer Tage als Bagatellen an, während wir gleichzeitig mit dem Finger auf die Anderen zeigen! Diese Form der Überheblichkeit hilft nicht dabei eine gute Brücke zu schlagen, mehr Trainer für den Kinderfussball zu faszinieren. Denn man läßt sie in ihrem Dilemma allein, statt ihnen die Hand zu reichen und sie durch gute Argumente zu einem Denken anzuregen.


    Mit Gewalt die Gewalt abzuschaffen, wie hier einige durch drakonischere Strafen verlagen, dass hat noch nie dauerhaft geklappt. Die Rückfallquote liegt sehr hoch, weil nicht die Gewalt als Rache allein, sondern nur die Chance zur Rehabilitation durch selbstgewonnene Einsichten einen Verhaltenswechsel herbeiführen kann.


    Doch haben wir es hier mit unterschiedlichen Interessensgruppen zu tun, die ein gemeinsames Ziel haben. Sie treibt der kindliche Ehrgeiz als Wettkampfansporn im Fussball. Dabei kann und darf es gar keine Verlierer geben. Nicht einmal die Tabelle kann darauf eine Aussage treffen, sonst würde der sportliche Ehrgeiz, es immer wieder auf Neue zu probieren, allzusehr gebremst.


    Wie sonst läßt sich die Geduld, die Fürsorge und die Besonnenheit erklären, mit der gute Trainer ihr Team Woche für Woche sportlich weiterentwickeln und ihnen so ganz nebenbei dabei helfen, soziale Kompetenz weiter entwickeln zu helfen.


    Falscher Ehrgeiz entsteht jedoch aus dem selbst auferlegten Prinzip heraus immer und überall der Beste sein zu müssen, um sich selbst seine Macht über die Verlierer täglich aufs Neue beweisen zu müssen. Hier gibt es in der Tat Sieger und Verlierer. Daraus erklärt sich zu einem guten Teil die geringe Agressionsschwelle aufgrund der täglichen Frustrationsbestätigung, nur an den Schattenseiten der Gesellschaft teilhaben zu dürfen. Denn während man dort täglich den Urlaubsfliegern nachschauen muß, scheint die tägliche Monotonie sinnlosen Zeitverschwendens den Unterschied zwischen Armut und Reichtum in Beton zu gießen.


    Natürlich drängt sich die Frage auf, wer sich zuerst und wer sich mehr ändern muß? Deshalb stelle ich erneut die Frage: gibt es denn so viele schlechte Mannschaften?

    EL-Fenomeno


    Vielen Dank für den Hinweis über die beengten Platzverhältnisse beim Training. Damit habe ich insofern gar nicht gerechnet, weil heutzutage eher Plätze leerstehen, weil es immer weniger Mannschaften gibt.


    Tja, es steht tatsächlich zu vermuten, dass es damit etwas zu tun haben könnte, das mehr in die Breite statt in die Tiefe gespielt wird, wenn sich die 24 - 28 Spieler gegenseitig auf die Füße treten. Denn wie sagt man so schön: man kann nur das spielen, was man auch trainiert!


    Aber du hast ja schon einen ersten Hinweis bekommen, wie man trotzdem die gewünschten taktischen Veränderungen hinbekommt.


    1. Überlege dir deinen Trainingsschwerpunkt (z.B. Paßspiel)
    2. Teile deine Trainngsgruppe in 2 Teams auf
    3. Ein Team wird von dir und das andere von deinem Co-Trainer trainiert
    4. Während z.B. dein Kollege mit seinen Jungs an einem Seitenrand-Streifen an der technischen Verfeinerung beidfüssigen Paßspiels und der Ballverarbeitung arbeitet, trainierst du mit deiner Gruppe (im 6 gegen 6 oder 8 gegen 8) typische Spielszenen in der nach Ballgewinn das Spiel (über die Außenbahn) zügig in die Tiefe aufgebaut wird. Provokationsregeln (z.B. 2 Ballkontakte, Rückpaß nicht erlaubt) können helfen, den Ball in die gewünschte Richtung zu lenken.
    5. Nachdem deine Gruppe diesen Teil beendet hat, ist dein Kollege dran.


    Variante:
    Ihr könnt es auch so machen, dass ihr jeweils bestimmte Trainingsinhalte mit wechselnden Teams macht. So habt ihr besser den Vergleich, wer es schon ganz gut kann und wo noch weitere Korrekturen erforderlich sind.


    6. Abschlußspiel:
    Wählt die Teams so aus, dass sie in etwa gleich stark sind. So werden sie am besten gefordert. Damit ihr mit der großen Trainingsgruppe und dem beengten Spielfeld trotzdem gut üben könnt, wendet ganz einfach ein paar Futsal-Regeln (z.B. 4 Sek. Regel, permanenter, fließender Spielerwechsel), laß 8 gegen 8 spielen.


    Variante:
    Du kannst auch die Spielfeldhälfte nochmals halbieren und dann 2 x 6 gegen 6 spielen lassen. Hierbei können alle gleichzeitig spielen. Der Vorteil dieser Variante besteht jedoch in der Überschaubarkeit der Mannschaftsgrößen, sodass alle Spieler in Bewegung bleiben müssen, wollen sie ein attraktives Angriffsspiel realisieren.


    @Schimi
    Das Pressing gehört nach meiner Meinung auch als taktisches Mittel in den Leistungsfussball. Allerdings würde ich mit dem Abwehrpressing beginnen, weil diese Variante gleichzeitig das Verengen der Abstände untereinander wie in den Linien trainiert. Jedoch sollte das Team auch taktische Mittel in die Hand gelegt bekommen, wenn der Gegner seinen Vorsprung dadurch über die Zeit retten will, indem er sich nur noch den Ball im eigenen Drittel zupaßt und gar keinen echten Willen mehr zu einem Angriff zeigt. Nach meiner Meinung soll der Jugend-Leistungsfussball auch schon Elemente enthalten, auf die in späterer Phase aufgebaut werden kann. Sie gehört in der Positionsspezialisierungsphase der B-Jugend mit zur Ausbildung.
    Einzig die Frage, ob das Gegenpressing als Untervariante des Angriffspressing bereits in der B-Jugend forciert werden sollte, wäre nach meiner Meinung zu klären? Denn im Gegensatz zum Angriffspressing, in der auch trainiert wird, einen schwachen gegnerischen Abwehrspieler als Pressingopfer auszumachen und diesen bei Ballbesitz sofort zu attackieren, geht`s beim Gegenpressing darum, den Gegner erfolgreich am Spielaufbau zu hindern und gleichzeitig eine eigene Torchance zu generieren. Ich denke, es macht schon Sinn, gruppentaktische Elemente eher zu trainieren, als sich schwächere Spieler des Gegners auszuschauen, um dort die eigenen Vorteile zu suchen. Denn die gruppentaktischen Elemente kann man weiterentwickeln. Bei den individuellen Schwächen des Gegners ist man jeweils davon abhängig, wie homogen der Gegner und das eigene Team ist!


    Es wird und es darf in diesem Punkt auch durchaus unterschiedliche Philosophien in der Ausbildung geben. Denn der Fussball würde auch einen Teil seines Reizes verlieren, wenn alle Trainer den gleichen Weg und dabei den sogar den gleichen Takt gehen würden. Es würde die Kreativität sich weiterentwickeln zu wollen, einschränken. Denn es gibt im Jugendleistungsfussball eine ganze Reihe von jungen, engagierten Trainern, für die diese Stufe der Start in eine Fussballkariere ist. Dieser Lernprozess gelingt am besten durch eine gute Mischung von bereits bewährten Methoden und einem wachsenden Teil eigener Ideen.

    @Schimi


    Ich gebe dir da vollkommen recht, dass es wichtigeres gibt als das schnelle Umschaltspiel mit langen Bällen. Dass das gar nicht so richtig funktioniert, wenn der Ball zu schnell nach vorne getragen wurde, habe ich ja versucht zu erklären.


    Ich würde noch nicht einmal das höhere Risiko eines Fehlpasses als Grund gegen die langen Bälle angeben, sondern der geringere Lerneffekt. Denn je größer die Distanz, je geringer die Präzision bzw. je höher die Streuung. Wenn es schließlich eher ein Zufall ist, ob der Ball dort landet, wo er hin soll und der Angreifer auf sich allein gestellt immer nur den Zweikampf suchen muß, dann ist das aus taktische Hinsicht eine "magere Kost", weil es hierbei lediglich um inidividual taktsiches Verhalten, aber um einen hohen körperlichen Einsatz geht.


    Wenn immer nur lange Bälle auf die Nahtstelle der Abwehr gespielt werden, dann reicht ein kleiner Fehler der IV oder AV aus, um allein auf des Gegners Tor zulaufen zu können. Man kann also sagen, es wird der Torerfolg über die Positionsausbildung gestellt. Während man sich durch das Kurzpaßspiel und Balldomenanz Torchancen erarbeitet, kann man sich durch den langen Paß auch Großchancen erarbeiten mit höherer Torerfolgsrate erarbeiten. Jedoch ist der Lernerfolg gering, denn im obersten Jugend- oder Seniorenbereich wird diese weiten Bälle sehr viel einfacher abfangen und für sich nutzen können. Deshalb werden sie auch kaum noch gespielt, als Gepöhle gebranntmarkt. Weil der lange Ball nur eine Angriffsvariante ist, sollten auch die anderen Varianten ebenso trainiert werden.


    Ich gebe dir recht, weil nicht das Ergebnis die Spielweise rechtfertigen darf, sondern das Ergebnis die logische Folge von guter und damit altersgerechter Ausbildung sein sollte.


    Aber schau dir mal die Berichterstattung dieser Spiele in den Medien an. Dort zählt immer noch: wer Erfolg hat, der hat recht. Denn wen interessiert schon, dass das unterlegene Team in der Spielanlage bereits deutlich besser war und hohe Spielanteile hatte, wenn der schlechtere Gegner mit ein paar langen Bällen und einem effektiven Mittelstürmern dennoch gewonnen hat?


    Dass es sich beim reinen Ergebnisfussball im Jugendbereich nicht um eine nachhaltige Ausbildung handeln kann, zeigt sich häufig schon, wenn einer der Schlüsselspieler (Paßgeber, Paßnehmer) wegen Verletzung, Krankheit, schul- oder berufsbedingt ausfällt oder in eine andere Altersklasse bzw. Verein wechselt.


    Fussball ist eine Mannschaftssportart, die man nicht auf die individuellen Qualitäten einzelner Spieler reduzieren sollte.

    AKjfv


    Gut, dass du nachgefragt hast! Aber wie sollen Eltern denn wissen, was möglich ist und was eigentlich Unfug ist? Sie haben doch das entsprechende Hintergrundwissen gar nicht und können deshalb nur dort die Glaubwürdigkeit der Aussagen sofort prüfen, wo sie über die eigenen Lebenserfahrungen genügend Wissen besitzen.


    Schon vor längerer Zeit habe ich eine "neutrale Beratungsstelle" gefordert, wo Kinder und Eltern über die Vor- und Nachteile von Vereinswechseln informiert werden. Jedoch würde dieses Modell Geld kosten. Solange es jährlich immer noch genügend "fussballhungrige Talente" mit naiven Eltern gibt, ist für ausreichend "Frischfleisch" gesorgt und man muß gar nichts ändern. Geändert werden muß erst dann etwas, wenn der DFB oder die Verbände Vorschriften erlassen, wonach bei einem Vereinswechsel bestimmte Prüfungen zu erfolgen haben. Das hat man bislang über den Transferrechner mit Ausbildungsentschädigung und Spielersperren probiert. Weil es sich jedoch um eine "Kannlösung" handelt, war es von Anfang an eine ablehnende Verantwortungshaltung und ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man sich auf die Seite der finanzstarken, großen Vereine stellt.


    Das man dieses Systerm auf den Rücken der Kinder und nichtsahnender Eltern austrägt, wurde dabei billigend inkauf genommen. Hoffnung kommt jedoch über die wachsenden Kommunikationsmöglichkeiten, wie z.B. dieses Forum. Denn hier berichten u.a. Eltern über den Schein und das Sein der vielen Schwarzen Schafe, denen man gerade im unteren Fussball aufgesessen sein kann.


    Durch das Mitlesen werden so andere Eltern gewarnt, nicht all zu leichtfertig zu vertrauen und die vorgetragenen Argumente eines vereinsverantwortlichen Abwerbers einer zweiten fachkundigen Prüfung zu unterziehen.


    Unabhängig von den Kommunikationsmöglichkeiten wird es jedoch durch die Veränderung in der Altersstruktur zu Veränderungen kommen, weil es ohne Veränderungen in der Ausbildungsstruktur immer schwieriger werden wird, pro Jahrgang genügend hoch veranlagte und leistungswillige Talente zu finden, weshalb man notgedrungen aus insgesamt weniger Talente das gewünschte höhere Leistungsniveau anstreben muß.

    Leverkusener


    Nein, ich sehe es nicht als ein Problem des Mittelstürmers an, sondern das Problem liegt im mangelhaften Spielaufbau. Wenn du dein Spiel nicht gut aufbaust, dann können auch 2 Angreifer auf sich allein gestellt sein, weil die Pässe aus der Tiefe zu kurz sind und immer einer zurück laufen muß, um den Ball zu holen. Dabei geht viel Kraft verloren! Außerdem ist es schwieriger einen Angriff mit dem Rücken zum gegnerischen Tor starten zu müssen.


    Ein 4 : 2 : 3 : 1 ist ein neutrales Spielsystem. Es hat den Vorteil, dass man über 4 Linien die Tiefe und Breite des Spielfeldes sehr gut ausfüllen kann. Es wird häufig als System bei der Umstellung vom gegner- ins ballorientierte Spielsystem eingeführt, weil hier alle Mannschaftsteile nicht überfordert werden und in ihren Positionen hineinwachsen können. Jedoch können letzendlich indiviudellen Schwächen oder Stärken einzelner Spieler nicht als Systemschwächen oder -stärken identiviziert werden. Wenn ich z.B. einen zweikampfstarken, robusten und besonders antrittsschnellen Mittelstürmer habe, dann kann ich den fast immer erfolgreich anspielen, weil es ihn gar nicht interessiert, ob ihn 1 oder 2 gegnerische Abwehrspieler verfolgen. Dennoch wird es aufgrund dieser langer Pässe zu einem Loch im Mittelfeld kommen. Weil das jedoch nicht so häufig ist und der Mittelstürmer auch noch ein guter "Vollstrecker" ist, wird es bewußt oder unbewußt vernachlässigt.


    Ein 4 : 4 : 2 hat seine Stärken in der Defensive. Hier versucht bereits die vordere 4-er Kette mit seinen vorwiegend defensiven Aufgaben den Gegner in der eigene Hälfte durch Anlaufen zu Fehlpässen zu zwingen. Eventuelle Fehler der vorderen Kette können durch die hintere Kette korrigiert werden. Die Schwächen dieses Systems liegen in der Offensive, wo die beiden Angreifer sowohl als offensive Mittelfeldspieler (z.B.1 läßt sich fallen und leitet den Ball weiter) wie auch Angreiferaufgaben erfüllen muß. Hat man jedoch 2 variable Angreifer, können diese problemlos eine gegnerische 4-er Kette auseinander ziehen und kommen durch gut abgestimmte Laufwege häufig zu guten Torchancen. Jedoch kann auch hier bei schnellem Umschaltspiel durch lange Pässe ein Lock entstehen. Doch entsteht es hier im offensiven Mittelfeld und kann durch die beiden 4-er Ketten besser "aufgefangen" werden.


    In den obersten Ligen wird sehr gerne bei eigenem Ballbesitz ein 4 : 2 : 3 : 1 und bei gegnersichem Ballbesitz ein 4 : 4 : 2 gespielt. Dies zu trainieren, erfordert zunächst einmal vom Trainer sehr gute taktische Kenntnisse und vom Team einen erhöhen Trainingszeitaufwand. Weil jedoch in der B-Jugend die Positionsspezialisierung beginnt, sollte die variblere Mannschaftstaktik noch nicht oberste Prioriät genießen.

    Nela


    Je mehr ein gegnerischer Trainer Anlaß zur Unzufriedenheit hat, je mehr machen euer Team und du richtig!


    Jede Liga bekommt die Schiedsrichter, die es verdient hat. So hart es auch klingen mag, aber die Schiedsrichter sind nicht Schuld daran, dass technische und taktische Fehler passieren. Sie sind deshalb auch nicht schuld daran, dass es manchmal schwierig ist zwischen sportlichem Unvermögen und regelwidriger Absicht zu unterscheiden. Häufig trifft man in unteren Ligen auf Schiedsrichter, die den Weg des geringsten Wiederstands gehen. Sie wollen keinen Streß, sondern mit möglichst wenig Pfiffen in ihrem Hobby ein paar Euro verdienen. Platzverweise oder gar Trainer-Platzverweise kosten nur Nerven und anschließend Schreiberei. Das will man vermeiden und zahlt dafür seinen Preis, wenn sich Brüllaffen auch nicht durch Ermahnungen beruhigen lassen.


    In einer höheren Liga hätte sich ein Schiedsrichter derlei Auftreten des gegnerischen Trainers lange angeschaut! Das wäre (je nach Liga) u.U. ein teurer Spaß geworden.


    Diese Trainer von 2. Teams haben es jedoch auch nicht immer leicht, weil sie häufig gar nicht wissen, wer ihnen beim nächsten Punktspiel aufläuft. Denn zum Einen müssen sie Leistungsträger an die 1. Mannschaft abgeben und zum Anderen sollen dort länger verletzte Spielerinnen wieder Spielpraxis bekommen. Sie gewinnen ihre Spiele deshalb meist über die inidivduellen Spielqualitäten einzelner Spielerinnen.


    Cool bleiben ist für dich in jedem Falle der bessere Rat. Denn mit dem Gemeckere motivierst du allerhöchstens deine Spielerinnen, sich nicht mehr nur auf Spiel zu konzentrieren, sondern ebenfalls den Schiedsrichter als Übeltäter für eigene mißlungene Aktionen zu sehen. Falls du dich mit dem Gemeckere auch noch im Ton gegen deine Spielerinnen vergreifst, liegen dir die bevorstehenden Entschuldigungen bis zum nächsten Training quer im Magen. Der gegnerische "Brüllaffe" hat es da leichter, denn er weiß sich sicher, dass sonst niemand seinen Job machen will und das die Spielerinenn nur deshalb bei ihm sind, weil sie auf den Schritt in die 1. Frauenmannschaft hoffen. Möchtest du diese Rolle gerne mit ihm tauschen? Sicher nicht!


    Freue dich beim nächsten Mal doch darüber, dass du deine Mädels so gut trainiert hast, dass sie solchen Gegnern Paroli bieten können. Und wenn dann sogar noch Punkte mitgenommen werden können, dann macht das Händeschütteln zum Abschied gleich doppelt so viel Spaß! Denn du warst deshalb der bessere Trainer einer Mannschaft, weil sie durch sportliche Mittel gesiegt hat!

    EL-Fenomeno


    Erst einmal Glückwunsch, dass du den Sprung vom Breiten- in den Leistungsfussball so gut geschafft hast. Auch die hohe Trainingsbeteiligung deutet darauf hin, das deine Jungs es ähnlich sehen.


    Dir aufgrund der noch recht "mageren" Hinweise einen Rat zu geben, ist sicher nicht einfach. Deshalb fange ich mal mit den häufigsten Ursachen der Abschlußschwächen an.


    Der Angriff wird mit "langen Bällen" vorgetragen
    Wenn man ein schnelles Umschaltspiel in dieser Altersgruppe bevorzugt, dann versuchen die Jungs den Ball durch lange Pässe (statt schnelle Paßkombinationen) schnell nach vorn zu bringen. Weil sie beim langen Paß nicht schnell genug nachrücken können, entsteht so ein Loch im Mittelfeld. Dieses Loch kann der Gegner nach Balleroberung sehr gut nutzen. Denn ihm genügt es, lediglich 1 Anspieler in diesen leeren Raum zu stellen, der dann als Umschaltzentrale zwischen Abwehr und Angriff fungiert. Eine häufige Ursache für diese langen Bälle sind fehlende Anspielstationen im eigenen Drittel.


    Vorschlag: Trainiere den Spielaufbau über die Außenbahnen. Je nach Position des Ballgewinns kann es folgende Passkombinationen geben:


    1. IV passt zu AV, AV zum Außenbahnspieler, der sich fast an die Außenlinie postiert und dann nach innen in Richtung 16-Grundlinie sprintet. Je nach Paßhöhe spielt der Außenbahnspieler:
    - zum 1. Pfosten, wohin der Mittelstürrmer rückt,
    - auf den 2. Posten zum anderen Außenbahnspieler
    - von der Grundlinie flach in den Rücken der gegnerischen Abwehr zum nachrückenden 10-er oder einem offensiven 6-er



    Alternativen beim Spielaufbau im eigenen Drittel:
    1. Häufig stellt der Gegner nach Balleroberung die Außenbahn zu. In diesem Fall erfolgt der Doppelpaß des AV mit dem ballnahen 6-er


    2. Stellt der Gegner das Zentrum zu, sodass der IV nicht nach Außen passen kann, so läßt sich der ballnahe 6-er fallen, wodurch ihr eine größere Überzahl und mehr Anspielstationen im Spielaufbau habt.


    Alternativen beim Spielaufbau im mittleren Drittel:
    Kann der gegnerische AV die Außenbahn zustellen, so sollte sich der eigene AV ins Angriiffsspiel einschalten, indem er seinen Außenbahnspieler "hinterläuft" und somit das Dribbling zum gegnerischen Strafraum fortsetzt. Häufig gibt es bei diesem Pass sogar die Möglichkeit, dass der AV selbst zum Torabschluß kommen kann oder nur noch quer zum mitgelaufenen Mittelstürmer ablegen kann.


    Wichtig für einenden Torerfolg ist das richtige Timing. Denn es müssen beim finanlen Pass über die Außenbahn mindestens 3 Angreifer im oder am Strafraum sein, weil:
    - der Mittelstürmer mal einen ungünstigen Abschlußwinkel hat, sein Gegenspieler die "innere Linie" gut zugestellt hat, sodass er den Ball auf den 2. Pfosten durchläßt oder zum 10-er bzw. offensiven 6-er zurück passt
    - der erste Schuß nicht "sitzt", weil der Gegner den Ball "notdürftig" klären kann. Für diesen Fall hat man ballnahe Angreifer, die den 2. Ball im Nachschuß verwerten können.


    Der Spielaufbau über die Außenbahnen hat den Vorteil, dass für den Fall eines vorzeitigen Ballverlust genügend zentrale Abwehrspieler hinter dem Ball sind und den Fehler rasch wieder ausbügeln können. Bei einem Ballverlust im zentralen Mittelfeld oder sogar im Zentrum des eigenen Drittels hat der Gegner fast immer eine Großchance zum Torabschluß.


    Normale Torchancen kann man nicht über die gesamte Spielzeit verhindern, jedem dem Gegner keine Großchancen zu gewähren, das sollte sehr wohl mit ein wenig taktisches Rüstzug möglich sein.


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    Einen weitereren, häufig beobachteter Fehler findet man, wenn die Abstände der einzelnen Spieler untereinander oder die Linien untereinander nicht passen. Hierbei entstehen Räume, die der Gegner für sich nutzen kann. Ich will hier auch nur den sehr häufig vorkommenden Fehler beschreiben, wenn die eigene 4-er Kette komplett bis an die Mittellinie vorrückt, weil man glaubt, so die eigene Offensive am besten unterstützen zu können. Jedoch kann der Gegner mit einem langen Paß in die Tiefe durch die Schnittstelle zwischen IV und AV oder über die beiden IV hinweg schon eine 1 gegen 1 Großchance genierieren, weil der Mittelstürmer oder einer der Außenbahnspieler mit hohem Tempo aus der eigenen Hälfte in den gegnerische Hälfte sprinten kann. Bis sich die eigenen IV oder AV umgedreht und Tempo aufgenommen haben, hat der gegnerische Angreifer schon 5 - 10 Meter Vorsprung. Aber selbst dann, wenn man den Vorsprung noch irgendwie aufholen kann, ist es schwierig mit dem Gesicht zum eigenen Tor zu verteidigen. Denn bei einer zu hoch stehenden Kette kann man keinen Druck gegen den Ball (d.h. ballführenden Gegner anlaufen, Passräume zustellen) ausüben. Besser ist es deshalb, wenn die beiden IV nur bis an den äußeren Rand des Mittelkreises vorrücken und die beiden 6-er (aber mindestens 1 Sechser) den Paßweg zum gegnerischen Mittelstürmer zustellen. Durch diese Staffelung kann der 6-er einen hohen Ball zum eigenen IV verlängern oder der IV noch einen Fehler seines 6-er bei der Ballverarbeitung korrigieren. Auch sorgt diese etwas tiefere Staffelung dafür, dass der Gegner lediglich eine Torschance, jedoch keine Großchance generieren kann.
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    Vorschlag zur Veränderung der Trainings:
    Weil deine Trainingsgruppe so groß ist, kannst du diese taktischen Varianten für den Spielaufbau über die Außenbahnen, dem Timing des Nachrücken bis hin zum finanlen Paß und Torabschluß direkt in Spielformen mit 2 Teams in Mannschaftsstärke machen.


    Hinführende Spielformen:
    1. nur 2 Ballkontakte im eigenen Drittel (damit trainiert man einen zügigen Spielaufbau und vermeidet ein gegnerisches Angriffspressing)
    2. Zeitlimit zwischen Balleroberung und Torabschluß setzen, wenn der Spielaufbau gut klappt (damit stellt man das Timing für die nachrückenden Positionen ein)


    So, dass soll es erst mal gewesen sein. Viel Spaß dabei!


    Wenn davon nichts bei deinem Team zutrifft und andere Fehler den Erfolg hemmen, werden differenzierte Infos benötigt.

    Dagged


    Möchtest du gute Sprinter oderr gute Fussballspieler? Es ist immer gut, ein Ziel zu kennen, um Wege dorthin zu finden.


    Wenn du dich "ein wenig" in der Theorie von Leistungsdiagnostik und -förderung einlesen möchtest, dann schau einmal an der Uni Bochum im Fachbereich Sportwissenschaft. Ans Herz legen möchte ich den Intereessierten auch die nachfolgende Dissertation: http://www-brs.ub.ruhr-uni-boc…/StadtmannTobias/diss.pdf


    Zwar geht es hier um eine andere Sportart (Basketball), dennoch findet man sehr viele Paralelen zum Fussballnachwuchs.


    Viel Spaß beim Lesen und hoffentlich viele neue Erkenntnisse.

    Follkao


    Nicht immer geschieht ein Richtungswechsel in der Nachwuchsförderung freiwillig! Es hat die Verantwortlichen von Werder seinerzeit schon sehr geärgert, als sie gegen Twente nicht nur eine Niederlage in der Championsleague kassierten, sondern dort Jungs in den Reihen standen, die im "Hinterland von Werder" wohnten und nunmehr als fertig ausgebildete Spieler einen 7-stelligen Betrag kosteten. Auch hat man die Kooperation mit Meppen schon wieder gelöst, weil die dort die Frechheit besaßen, ihr A-Jugend-Team in die Bundesliga aufsteigen zu lassen.


    Auch der neue Werder-Weg für Talente von der U 9 bis U 13 ist von den Niederländern "abgekupfert", weil man dort eingesehen hatte, dass man schon gründlicher arbeiten muß, um das Leistungspotenzial in der eigenen Region zu entdecken und sinnvoll auszubilden. Jedoch gibts nach wie vor Unterschiede.So scoutet Werder an Talenttagen, während z.B. Twente seine Scouts sogar bis in den kleinsten Dorfverein schickt, damit niemand durch`s Sichtungsraster fällt.


    Allerdings hat Werder durchaus auch Erfolge über der jetzigen Methode. Wie notwendig die mühevolle Nachwuchsarbeit mit den eigenen Talenten ist, zeigt sich gerade in dieser Saison, wo einige junge Spieler schon früher als geplant, ins kalte Wasser der 1. Bundesliga-Mannschaft geworfen werden müssen.


    Zwischen Schein und Sein klafften selbst zu erfolgreichen Zeiten manchmal Welten. So sah unter "König Otto" der Wochentrainingsplan seiner Profitruppe so aus, dass jeder Spieler genau wußte, was montags, dienstags usw. trainiert wurde! Man spielte sein Ding erfolgreich herunter und Otto ruderte mit dem Zepter! Wer Erfolg hat, der hat recht! Doch mit jungen Leuten konnte er nicht viel anfangen, weil hier die Mittel zum schnellen Erfolg denn doch eingeschränkt waren.


    Aber ich denke, wir sollten die User nicht mit norddeutschen Fussballthemen langweilen. Es sei denn, im Norden würde sehr vieles mehr richtig gemacht als Anderswo. Aber das kann ich nicht erkennen.


    So, wie ich mich schon über die Unzuverlässigkeit von statischen Talentmerkmalen äußerte, ist es auch sehr schwierig für eine spätere Erfolgsprognose. Denn hier treffen fussballunerfahrene Eltern auf die Intransparenz der Leistungsvereine. Jeder präsentiert sich für den Moment von seiner besten Seite und so bleiben die späteren Enttäsuchungen nicht aus.


    Die heutige Methode gleicht dem Tanlentprinzip "der Stecknadel im Heuhaufen suchen", was für große Ungewissheit und Unruhe auf beiden Seiten sorgt!

    Fussballvirus


    Zunächst einmal hast du deinen "Nick" sehr treffend gewählt, denn nicht wenigen Eltern von talentierten Kindern geht es so wie dir! Sie werden vom Fussballvirus angesteckt und sind euphorisch über die ausergewöhntliche Entwicklung des Kindes. Sie reiben sich die Augen, dass sie jetzt plötzlich dort stehen, worüber man normalerweise nur etwas aus der Zeitung erfährt!


    Doch wer die "Erfolgsleiter" zu schnell hinaufsteigt, der kann auch tief fallen. Denn das Problem vieler Eltern und Kinder ist die fehlende Vergleichbarkeit. Gehörte das Kind im Heimatverein, der Kreisauswahl oder dem DFB-Stützpunkt noch zu den Leistungsträgern, so ist es gerade unter Jahrgangsälteren Eines unter Vielen! Nach dem Prinzip des "first in, first out" werden zu früh auf Leistungsniveau getrimmte Kinder nicht nur von den Trainern dieser "seelenlosen Haufen" verheizt, nein auch die wegschauenden Eltern tragen ihr Schärflein dazu bei, dass das Kind eines Tages "nicht mehr funktionieren will" und dem Fussball endgültig adieu sagt.


    Natürlich müssen sich die DFB-Stützpunkt gegenüber den Vereinen neutral verhalten. Dennoch erhält man fast immer einen Rat, der weiterhelfen kann, weil sie eben neutral sein müssen.


    Talente, die in einer behüteten sozialen Umgebung aufwachsen und ihre Entwicklungsschritte langsamer machen dürfen, bekommen seltener einen "Knacks im Selbstbewußtsein". Sie durften ohne Leistungsdruck in einer angstfreien Umgebung in kleinen Schritten den Fussball erlernen.


    Ein Wechsel vor der C-Jugend in einen anderen Verein aus Leistungsgründen macht fast nie einen Sinn, weil es der falsche Weg ist. Talent allein genügt nur für die ersten Schritte. Selbstbewußtsein kann nur wachsen, wenn soziale Kompetenz und mentale Stärke hinzukommt. Dafür braucht es eine stabile soziale Umgebung und vor allen Dingen ein Elternhaus, in der es mal stark und mal schwach sein darf! Weil man bei den Vereinen oder Trainern auch mal auf die Nase fallen, ist es wichtig für das Kind zu wissen, dass seine Eltern nur das Beste für ihn wollen und gemeinsam durch Dick und Dünn gehen.


    Kinder, die kein behütetes Elternhaus haben, die haben es auch im Fussball schwer. Denn für sie ist der Fussball häufig eine Ersatzfamilie. Sie strengen sich deshalb besonders an, um dort das Lob, was ihnen ein Zuhause nicht bieten kann, abzuholen. Fällt das Lob für einen bestimmten Zeitraum aus, so fallen sie in ein tiefes Loch aufgrund fehlenden Selbstbewußtseins.


    Kaum ein Mensch macht sich Gedanken darüber, was ein Profi auf dem Weg dorthin alles hat aushalten müssen! Wenn aber fast jeder zugibt, dass es in der Jugend eine Reihe von höher talentierten Kameraden gab, die man schließlich hinter sich gelassen hat, dann sollte es insoweit zu denken geben, dass es keinen Sinn macht, eine Entwicklung im Fussball in ein- oder zwei Jahren (in diesem Zeittakt sortieren viele Nachwuchs-Teams mit Leistungsanspruch aus), sondern über den gesamten Jugendzeitraum zu planen.


    Es liegt noch sehr viel Potenzial in der Ausbildung des Fussballnachwuchses. Man kann in am besten mit und im Sinne der Kinder bestreiten! Der erste Schritt dahin wäre, sich eigene Irrtümer zuzugestehen und daraus die Konsequenz zu ziehen, aus dem staitschen Talentmerkmalen (die sich ausschließlich nach fussballerisch nutzbaren Fähigkeit im Messzeitpunkt orientieren) zu einer dynamischen Talentbeurteilung zu gelangen, in der die gesamten Entwicklungsfortschritte in Betracht gezogen werden sollen. Bei eiinem rein auf das biologische Alter bezogenes System der Jahrgangsstufen hat ihre Schwächen, ganz besonders für die Talente, die aufgrund ihrer späteren Geburt und Einschulung eine andere Leistungsentwicklung erfahren. Wenn wir die Fairness als ein oberstes Gebot im Sport ansehen, dann haben alle eine gleiche Chance verdient. Denn was heute noch nicht im gleichen Maße vorhanden ist, wird sich spätestens in der Reife der körperlichen und geistigen Entwicklung vollenden.


    Kinder, die früh als Talente erkannt und in der Kreis- oder Stützpunktauswahl gefördert werden, sind deshalb besonders gefährdet, "in die falschen Hände zu geraten", wenn man dort ganz einfach mal alle Stützpunktspieler kontaktiert und gutes ausbildungstraining durch permanentes Aussortieren ersetzt.

    Fussballvirus


    Deine Beschreibung ist leider nicht neu! Wenn ich jetzt sagen würde: "die Dummen sterben leider nicht aus", dann möchte ich dir nicht zu nahe treten, sondern dich ein wenig daran erinnern, wie leichtgläubig viele Eltern auf die Versprechungen dieser Abwerber sind! Dabei hätte die Frage, wie viele dieser Neulinge pro Jahrgang noch in der A-Jugend spielen rasch Aufschluß darüber bringen können, dass es hier nicht um die Ausbildung von Talenten, die man sich gründlich anschaut geht, sondern um den großen Bedarf an "Frischfleisch" für ein paar Hobbytranier, die mit dem großen Vereinsnamen werben. Ja es gibt sogar Eltern, die ihre Kinder dort wie Sauer Bier anbieten und es so diesen Trainern noch leichter machen, diese Kinder auf die Reservebank zu setzen, falls tatsächlich mal die "Leistungsträger" ausfallen. Die Heimatvereinstrainer muß man bei Laune halten, weil sich diese Leute ja untereinander kennen und sich wohlmöglich ein schlechtes Image herumsprechen könnte.


    Leider verlieren viele junge Talente während der Zeit, in der sie sich gegen jahrgangsältere und damit natürlich physisch stärkere Gegner spielen müssen, die Lust am Fussball und insbesondere die Lust an der eigenen Leistung. Denn für die "Gewinnerteam-Trainer" ist es nicht relevant, dass jeder nur deshalb so fleißig trainiert, um das Erlernte im Wettkampf ausprobieren zu dürfen und somit jeder eine Recht auf die gleiche Chance besitzt. Nein, für sie zählt nur das jetzt und das heute! Sie sind nicht an der Ausbildung interessiert, sondern bilden sich ein, dass man durch permanente Selektion schon die Richtigen bekommt.


    Dass das nicht so ist und man Talente verliert, wenn man entweder zu früh oder nach falschen Merkmalen selektiert, stelle ich schon seit vielen Jahren fest.


    Es besteht also gar kein Grund, jetzt schon die Flinte ins Korn zu werfen, sondern gemeinsam mit dem Kind die Enttäuschung dadurch zu verarbeiten, dass es wieder in einer angstfreien Umgebung mit Bekannten und Freunden den Spaß am Fussball neu entdecken kann.


    Um eine Erfahrung reicher geworden werdet ihr bestimmt bei späteren Abwerbeversuchen die Werbebotschaften von Informationen unterscheiden können und euch gründlich über die Rahmenbedingungen der Jahrgänge in diesen Vereinen informieren..

    Brechstange und fak


    Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit der Torwartarbeit und behaupte mal, dass ich normale Bewegungsabläufe der Torleute im 1 gegen 1 von solchen Bwegungsabläufen, bei denen bewußt ein Foul inkauf genommen wird, schon unterscheiden kann.


    Weil jedoch das Spiel immer dynamischer geworden ist, aber auch die Torleute ihre Strafraumbeherrschung optimiert haben, stelle ich im Profi- und oberen Amateurbereich immer häufiger die bereits beschriebene Form des provozierten Elfmenters (Einhaken und Ball ins Torlinienaus schießen) fest. Der besondere Vorteil liegt auf der Hand: damit kann man sich mit einem Elfmeter und gleichzeitigen Platzverweis einen vielfach spielentscheidenden Vorteil verschaffen, ohne das sich der Gegner irgendwas zu schulden hat kommen lassen. Denn der Torwart kann sich in einer 1 gegen 1 Situation nun einmal nicht in Luft auflösen!


    Nach meiner Meinung sollte man in solchen Fällen nicht auf Elfmeter entscheiden! Wird nur der Ball ins Torlinien-Aus geschossen, kann man das Spiel mit einem Abstoß fortsetzen. Hat der Angreifer sich eingehakt, ist wie bei jeder anderen "Schwalbe" aufgrund der Unsportlichkeit eine "Gelbe Karte" fällig.


    Diskussionen wird es sicherlich immer geben! In erinnere da nur mal an die Regeländerung, bei der erst dann Abseits zu pfeifen ist, wenn der ins Abseits gestellte Spieler auch an den Ball gelangt oder die Regel, bei der ein im Abseits stehender Angreifer die Sicht des Torwarts nicht behindern darf.


    Allerdings sehe ich in meinem Fall den Vorteil, dass es sich um eine deutlich größere Spielbeeinflußung handelt, wenn nicht nur Elfmeter gepfiffen wird, sondern auch noch der Torwart vom Platz gestellt wird!

    Trainer E Jugend
    Der Kollege Michamittelfeld und auch die Anderen haben schon viele nützliche Hinweise gegeben.


    Die E-Jugend ist ein Alter, wo die Kinder besonders gut für spielerische Formen empfänglich sind. Allerdings wird ihnen auch schnell langweilig, bzw. die Konzentration ist noch nicht so hoch, als dass sie sich länger mit einer Übung oder Spielform beschäftigen könnten.


    Besonders wichtig ist hier ein altersgerechtes und ganz besonders ein abwechselungsreiches Training.


    Erzähle vor einer Übung/Spielform in max. 1 Minute, worum es geht. Danach lass sie es ausprobieren. Greife nur dann ein, wenn sie gar nicht weiterkommen! Mache dir einen Zeitplan als roten Faden. Mach eine kurze Regenerationspause, wenn du erkennst, dass die Erfolgserlebnisse abnehmen. (das ist kurz vor dem Moment, wo einer sagt, dass es langweilig wird)


    Organisationshilfe: Benenne pro Training 2 Spieler zu Trainngskapitänen
    Diese beiden Spieler haben die Aufgabe dir als Assistenten zur Seite zu stehen. D.h. sie helfen mit, Hütchen abzubauen und sie wählen neue Teams, während du schon wieder die Hütchen für eine neue Übung/Spielform aufbaust!