Beiträge von TW-Trainer

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    Nela
    Ein klein wenig muß ich dich korrigieren. Ich hatte eigentlich nie die Absicht, sonderen es war eher eine Leidenschaft, die mich packte, vielleicht eine wenig mehr und auf eine andere Art und Weise ein zweites mal mit dem Fussball zu starten. Es waren Vereine, die auf mich zu kamen. Ich gar nicht danach gesucht! Aber sicherlich ist der Weg einer geplanten Trainerkarriere im Fussball der weitaus häufigere Fall.


    Das die Kollegen hier Bedenken an der Theorie des kostenlosen Ehrenamtes äußern, mag dir vielleicht seltsam vorkommen. Jedoch gibt es kaum eine Orientierung, die letzendlich alle Punkte berücksichtigt, wie:


    1. Sollen Trainer ohne/mit Lizenz gleichbehandelt werden? (es ist ja nicht nur der Kosten-, sondern auch der Zeitaufwand für den Erwerb der Lizenz und der Fortbildung)
    2. Sollen Trainer im unteren und oberen Jugendbereich gleich behandelt werden (der F-Jugend-Trainer kommt mit 1 x 1 Std. Training hin, während der A-Jugend-Trainer 2 - 3 x a. 1,5 Std. trainiert)
    3. Sollen Trainer ligaunabhängig behandelt werden?
    3. Sollen Jugendtrainer abhängig/unabhängig von den Regelungen der Seniorentrainer behandelt werden?


    Was Andre sich wünscht, ist ein einigermaßen gerechtes System der Aufwandsentschädigung. Sicher lassen sich damit keine Reichtümer erwerben, aber es kann eine sinnvolle Ergänzung der Wertanmutung für ehrenamtliche Arbeit sein.


    Leider blockiert diese Diskussion fast immer in der Frage, wie denn soetwas zu finanzieren sei? Dabei wissen die Meisten hier gar nicht, was ihr Seniorenbereich für einen Etat hat und das schon eine geringfügige Umverteilung der Gelder vom Senioren- in die anderen Bereich eine weltwerte Anerkennung ermöglichen könnte.


    Es ist zwar schon einige Jahre her, als ich einmal in einer Sitzung fragte, warum denn nicht alle Amateursportler und -Trainer kostenlos und ehrenamtlich arbeiten würden? Ich ernete lediglich unverständliches Staunen über dieses Ansinnen!


    Karl spricht da einen Punkt an, der vermehrt Jugendliche abwägt, ob sie dem Fussball adieu sagen sollen? Weil das "moderne Leben" immer kostspieliger wird, schleppt manch ein Jugendlicher lieber im Supermarkt Kisten, weil er dafür Geld bekommt, mit dem er sein Handy aufladen, seine Freundin zum Kino einladen kann, usw. Auch Eltern tragen sicher dazu bei, hier einzuwirken, aber letzendlich entscheiden die Jugendlichen, was ihnen in ihrer Freizeit wichtiger ist. Manch ein Erwachsener fängt später wieder mit dem Fussball an, weil ihm als Jugendlicher andere Dinge wichtiger waren.


    Ohne die Jugend läßt sich kein Verein langfristig sichern! Heute sind es leider häufig Projekte mit kurzer oder mittlerer Laufzeit, nach denen die Vereinsgeschicke gelenkt werden!

    Andre


    Nein, das glaube ich nicht! Dazu sind die Unterschiede zu groß und die Hoffnung, dass sich daran sehr viel ändert, ist kaum gegeben.


    Weil es hier weitaus weniger Fans gibt, gibt es dementsprechend weniger finanziell potente Förderer. In der 2. und 3. Liga sind Spiele mit weniger als 100 Zuschauer keine Seltenheit. In der Zeitung findet man dazu einen Spielbericht, während dessen man über die männliche Gurkentruppen tägliche Wasserstandsmeldungen lesen kann.


    Mal ein Beispiel aus dem obersten Nachwuchsbereich bei den Jungen und Mädchen:
    Jeder Verein mit Profi-Seniorenmannschaft wird vom DFB dazu vergattert, ein NLZ nach bestimmten Richtlinien zu führen. Daraus erwächst das Bedürfnis, sich mit Talenten auszustatten, die von gutbezahlten Trainern in der Junioren-Bundesliga auf höchstem Niveau gefördert werden.


    Beim sportlichen Unterbau im Frauenbereich sieht es hingegen ganz anders aus. Die Pflicht eines NLZ gibts dort gar nicht. Die 3-gleisigen B-Juniorinnen-Bundesliga gibt es erst seit 3 Jahren. Vor dessen Gründung mußte in den meisten Verbänden zunächst noch eine Qualifikationsliga eingeführt werden, damit im Falle eines Aufstiegs der Leistungsunterschied nicht gar zu groß wird, bzw. beim sportlichen Abstieg nicht alles an Know-How verloren geht.


    Doch ohne die jährliche Unterstützung in 5-stelliger Höhe durch DFB wäre die heutige 3-gleisige B-Juniorinnen-Bundesliga vermutlich zu einer Farce geworden, weil sich nur wenige Vereine daran beteiligt hätten. Bei ausbleibender garantierter Leistungsqualität in der B-Juniorinnen-Bundesliga wären vermutlich einige renoumierte Clubs weiterhin bei der Ausbildung in Jungenligen geblieben.


    Selbst im Frauen-Profibereich gibt es unter den Kandidaten wenig Teams, die den Schritt von der 2. in die 1. Bundesliga wagen. Zum einen ist der Leistungsunterschied sehr viel größer als im Männerbereich. Zum Anderen findet man kaum Unterstützer für den höheren Etat, sowie die Erfüllung aller DFB-Richtlinien.


    Weil ein großer Versicherer ab der kommenden Saison die 1. Frauen-Bundesliga für sich entdeckt hat, erhält jeder Verein nunmehr einen 6-stelligen Betrag, damit nicht noch weitere Vereine ihren sportlichen Rückzug erklären und vielleicht der ein oder andere Verein seine sportlichen Ambitionen doch noch mal überdenkt. Jedoch läßt sich bei diesen Modell eines Liga-Großsponsors bereits erkennen, was passieren wird, wenn dieser von ein auf den anderen Tag seinen Spaß am Frauenfussball verloren hat.


    Ohne jetzt Nela in irgendeiner Weise zunahe treten zu wollen, kann man sagen, dass im Durchschnitt die Qualität der Trainer im Mädchen- und Frauenfussball etwas schlechter ist. Ein Grund mag darin liegen, dass bessere Trainer nur für ein angemessenes Trainerhonorar zu haben sind. Der Andere ist die nicht so große Konkurrenz. Hin und wieder verirren sich sogar ehemalige Bundesliga-Spieler dorthin als Trainer. Aber auch für sie gehts hier nur um Spaß und die Ehre!


    Wenn nur soviel Geld vorhanden ist, um einen Ligabetrieb aufrecht zu erhalten, dann muß man sich nicht darüber unterhalten. Und selbst dieses Geld wird manchmal knapp! So überlegen jährlich Frauenteams aus der 4. Liga, die letzten längeren Fahrten zu Auswärtsspielen anzutreten, wenn der Klassenerhalt gesichert ist und eine höhere Liga nicht angestrebt wird. Die Meisterschaft am "grünen Tisch" ist dort keine Seltenheit. Man mag sicher darüber streiten, ob es sportlich toll ist, aber wenn die Mittel fehlen, dann kann man es schon verstehen.

    tobn
    Es ist zwar schon einige Jahre her, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mir davon berichtet wurde, dass im Nachbarkreis bereits die Bambinies 2 x wöchentlich trainieren. Diese Teams waren den anderen, wo nur 1 x wöchentlich trainiert wurde, ein stückweit voraus! Allerdings neutralisierte sich der Vorsprung in späteren Jahren. Mag vielleicht daran gelegen haben, dass auch dort später von 1 auf 2 x wöchentliches Training umgestiegen wurde. Ein weiterer Hauptgrund ist vermutlich auch darin zu sehen, dass die Kinder über die Trainingszeit hinaus immer weniger Sport betreiben, sodass die allgemeine physische Entwicklung vermutlich langsamer verläuft, als bei gleichaltrigen Kindern, die ausser dem Fussball kaum weitere, ganzjährige Freizeitvergnügungen kannten?


    Aufgrund der "Verschulung" finden altersgerechte Reize heute in einer anderen Reihenfolge statt. Heutzutage kann ein Kind vermutlich eher bis 100 zählen als einen Baum hinauf klettern. Deshalb ist das Bambinialter der Zeitraum, in der versäumte Bewegungsfähigkeiten zunächst nachgeholt werden müssen, um sie schließlich beim Fussball besser nutzen zu können.


    Das Thema war jedoch das Mitspracherecht der Eltern. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass ohne die aktive Mitwirkung der Eltern kein Kinderfussball im unteren Jugendbereich möglich wäre, so sollte ein entsprechendes Mitspracherecht für alle geplanten Aktivitäten die Basis einer guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit sein.


    Weil im unteren Jugendbereich keine Positionsausbildung, sondern eine allgemeine Ausbildung erfolgt, spielen in den Heimatteams die Leistungen der Einzelspieler schon deshalb kaum eine Rolle, weil hier der Mannschaftssport nur dann sichergestellt werden kann, wenn jeder Interessierte aufgenommen wird und damit auch ein Recht zum Mitspielen erwirbt.


    Je nach Trainerausstattung der Teams ist auch eine aktive Rolle der Eltern zur Trainings- und Spielunterstützung gewünscht. Insofern ist die Betreuerfunktion als Funktion um die der aktiven Eltern zu erweitern. Je größer die Einigkeit über die verfolgten Ziele ist, je vorteilhafter gestalten sich die Rahmenbedingungen für den Kinderfussball.


    Eltern sind heutzutage aufgrund ihrer höheren Mobilität und dem größeren Anteil an Freizeit wichtiger Partner der Vereine geworden. Sie zu vernachlässigen würde bedeuten, das der Verein auf eine wichtige Säule verzichtet.


    Ein Elternkonzept sollte zunächst von den Eltern selbst konzipiert und danach mit den Vereinsverantwortlichen diskutiert werden. Die vom DFB angebotene Unterstützung (z.B. Elterncheck) mag die sportliche Seite realistisch darstellen, jedoch bedarf es je nach Altersgruppe einen großen Anteil an Fürsorge rund um den Fussball, der idealerweise für den einzelnen Verein am besten zugeschnitten werden kann.

    Karl
    Nela`s Beschreibungen beziehen sich ausschließlich für den Mädchen- und Damenbereich! Dort gibt`s (fast) kein Geld, weshalb man über gar keine anderen Modelle nachdenken muß. Selbst in der 2. Bundesliga gibt es Frauenteams, in denen die Spielerinnen lediglich ihre Fahrtkosten zum Training und den Spielen erstattet bekommen. Das ist eine ganz andere Welt und nicht mit der realen Fussballwelt der Vielzahl von Jungen- und Seniorenteams zu vergleichen.


    Auch mit den geforderten Trainerlizenzen für höhre Ligen nimmt man es nicht so genau. Dort tummeln sich selbst in der 3. höchsten Liga Trainer ohne Lizenz.


    Im weiblichen Fussball rekrutieren sich die nahezu oder ganz kostenlos arbeitenden Trainer aus dem Bereich von Spielerinnen (bzw. Ehemalige), Freunde oder Eltern. Auch deshalb, weil es sich bei den Mädchen- und Frauenteams um fragile Mannschaftskonstrukte handelt, braucht man Trainer mit höherer Leidensfähigkeit. Dennoch ist die Zahl der Trainerrücktritte sehr viel höher als im männlichen Sektor. Die Motive haben häufig gar nichts mit dem Fussball ansich zu tun. Ein Spiel der Senioren aus der untersten Liga lockt häufig mehr Zuschauer an als ein Frauenprofiduell aus der 2. Bundesliga. Ob es also bei den Frauen gerade sportlich gut läuft oder nicht, dass juckt kaum einen Fan. Im vergangenen Jahr meldete der HSV seine beiden Frauenteams aus der 1. und 2. Bundesliga ab, um sich für das eingesparte Geld einen weiteren Spieler für die Reservebank der 1. Seniorenmannschaft kaufen zu können. Mit weitreichenden Folgen. Denn jetzt steht auch das Team der B-Juniorinnen unmittelbar vor dem Abstieg aus der höchsten Liga.


    Der Mädchen- und Frauenfussball ist in den Vereinen meist ein in sich geschlossener Kreis im Verein, der dort meistens kaum jemand interessiert. Da kann es passieren, dass eine Frauen- oder Mädchen-Leistungsmannschaft fürs Training auf eine Karnickelwiese geschickt wird, während gleichzeitig die Bambinies auf feinstem Englischen Rasen ihre neuen Trainingsanzüge präsentieren dürfen. Je nach dem, wie dort die Machtverhältnisse in der sportlichen Leitung organisiert sind


    Der Mädchen- und Frauenfussball funktioniert, bis auf wenige Ausnahmen aus der 1. Frauenbundesliga und den vom DFB bezuschußten B-Juniorinnen-Bundesligen nur ohne Geld. Etwaige Modelle, für die Trainerbezahlung vorgesehen ist, kann man sich deshalb von der Backe putzen.


    Ich hoffe, es wird nun ein wenig klarer, warum das, was Nela da beschreibt, durchaus zeitgemäß und nicht auf eine bestimmte Region bezogen, im Mädchen- und Frauenfussball abläuft. Ich habe nichts in ihren Texten finden können, was für diese Szene aussergewöhnlich wäre.

    coulibaly


    Elterncheck
    zu 5.
    Ich denke mal, die Antworten gehen aus dem Ziel: Fairness erlernen hervor! Natürlich hast du recht, dass häufig gegnerische Fehler einen erfolgreichen Torabschluß ermöglichen. Aber hier geht es darum, nicht in ausgelassener Schadenfreude den Fehler des Gegners "abzufeiern"!


    zu 3.
    hier geht es darum, dass man Trainern/Schiedsrichter nicht generell unterstellen sollte, sie seien nicht regelkundig. Ferner besitzen sie in aller Regel Erfahrungen im altesgerechten Coaching. Dass es Ausnahmen gibt, sei unbestritten. Doch zunächst einmal sollte man als Vater/Mutter sein eigenes Verhalten dahingehend prüfen, ob die Erwartungen sich mit denen der Kinder (hier 8-jährige) deckt, dessen Hobby man gerne unterstützen möchte.


    Übrigens Frage 8 (nimmst du eine schwache Leistung deines Kindes persönlich?) finde ich ebenfalls bemerkenswert. Gerade bei den unerfahrenen Eltern kann leicht mal der eigene Stolz einen Kratzer bekommen!

    Nela


    Vereine "stehen und fallen" mit dem ehrenamtlichen Engagement von Menschen. Sie dadurch nachhaltig zu gestalten, das man sie von Personen in Funktionen umwandelt, mag ein Ziel sein.


    Aus meiner Erinnerung heraus sind die Breitensportvereine aus den Fugen geraten, wie man nicht mehr allein mit den Mitgliederbeiträgen wirtschaften mußte, sondern zusätzliche Einnahmen über Sponsoren erzielte. Aus den einfachen Rasenplätzen wurden Stadien und aus den mikrigen Umkleidekabinen repräsentative Vereinsheime.


    War Fussball noch der Sport des kleinen Mannes, gönnte man sich Tennis ("Becker-Boom") und andere Freizeitvergnügungen (z.B. Musikunterricht), der bis dato nur einer elitären Minderheit zur Verfügung stand.


    Irgendwann stellte sich dann auch der Jugendtrainer die Frage, warum denn seine Leistung im Vergleich zum Seniorentrainer sehr viel geringer beurteilt wurde, war doch sein Aufwand (im oberen Jugendbereich) vergleichsweise genauso hoch. Man mußte doch einsehen, dass die Talente für den Seniorenbereich nicht auf den Bäumen wachsen, sondern nur durch gut ausgebildete und engagierte Jugendtrainer gewährleistet werden konnte. Spätestens hier erfolgte eine Trennung zwischen der Anwesenheit und Engagement hin zu sportlichen Erwartungen an einen Jugendtrainer. Mußte der Jugendtrainer vorher lediglich den Willen mitbringen, sich in den Verein zu integrieren, gab es jetzt den erweiterten Wunsch zur Aus- und Fortbildung für den modernen Fussball. Hier war der Weg des Gedankenganges nicht mehr weit, dass diese Leistung seinen Preis haben müsste. Aber die Suche nach einem Kompromis gestaltet sich bis heute schwierig. Er beginnt mit der Forderung, nicht mehr eigenen privaten Kosten (z.B. Spritkosten für die Fahrten zum Training, den Spielen, Staffeltagungen, zu Fortbildungen) sitzen zu bleiben, weil man doch dem Verein schon seine private Freizeit fürs Traineramt schenkt. Als es dann erste Versuche gab, die über die steuerliche Regelung der Übungsleiterpauschale zu regeln, hab es Protest aus den Personenkreisen (Schüler, Studenten, Arbeitslose), die nicht von dieser Möglichkeit profitieren könnten.


    Weil es keine allgemeingültige Regelung gibt, herrscht allenthalben Wildwuchs auch im Breitensportbereich. Selbst die Verbände, in denen es seit vielen Jahren transparente Regelungen gibt, beklagen den Abgang besonders fähiger Trainer durch die Konkurrenz der Vereine, die mit attraktiven Geldangeboten erfolgreich geködert werden.


    Soll man es dem Angebot und der Nachfrage überlassen, so wird am Ende der kostenlos arbeitende Ehrenamtliche auf der Strecke bleiben, weil es immer weniger Menschen gibt, die dazu bereit sind. Dabei muß niemand davon leben, weil er dazu seinen Beruf hat. Lediglich ein kleines Taschengeld läßt ich damit verdienen, wenn man alle Kosten abzieht.


    Stellt sich schließlich noch die Frage, ob es sinnvoll ist, aufgrund des stetig zunehmenden Freizeitangebots und der gleichzeitig abnehmenden Zahl von jugendlichen Interessenten den Breitensport-Fussball attraktiver zu gestalten? Wenn ja, wäre dies über besser ausgebildete und geeignete Jugendtrainer zu erreichen? Oder würde dies die Schlagzahl der Konkurrenz nur noch weiter erhöhen und damit auch die Kostenschraube in immer schnellere Drehungen versetzen?


    Wenn es schon eine totale Intransparenz (Stadt, Land, kleiner, mittlerer, großer Verein, Breiten- Leistungssport, usw.) im Vereinsvergleich gibt, wären dann nicht DFB-Empfehlungen auf Basis jährlich stattfindender Vereinsbefragungen eine nützliche Verhandlungsbasis?

    Nela
    Sicher hast du auf deine Art recht. In der früheren Sowjetunion und der damaligen DDR trauern noch heute viele ältere Menschen den (fast) kostenlosen gesellschaftlichen Dienstleistungen hinterher, die gerade für den "kleinen Mann" eine Bereicherung seines Alltags darstellten.


    Natürlich darf man die Frage stellen, wo denn da die Grenze eines besoldeten Ehrenamtes ist? Denn schließlich leistet nicht nur der Trainer im Verein ehrenamtliche Arbeit. Wäre es in deinem Sinne, wenn nur noch hauptberufliche Sportler Geld bekommen und im Amateursport kein Cent mehr für Sportler, Trainer und Funktionäre ausgegeben werden darf?


    Weil Andre die Praxis beschreibt und du die Theorie werdet ihr immer auf Punkte stoßen, in denen allzumenschliche Bedürfnisse kaum losgelöst von der eigenen Umwelt beschrieben werden können.


    Nela, ich würde mir wünschen, es gäbe viel mehr Menschen mit deiner Einstellung und mit dem Mut, das konsequent durchzuziehen. Aber die meisten Menschen können irgendwann der Versuchung nicht wiederstehen. Bei mir war es schon vor vielen Jahren so, als das mir ein neuer Verein doppelt so viel bieten wollte, als ich eigentlich verlangt hätte. Seitdem habe ich erkannt, dass es in Richtung Leistungsspitze eine Exponentialfunktion des Geldwertes gibt, in der die eigene Leistung nicht mehr mit denen einer Masse an Leistungen beurteilt wird. Da stellt sich die Frage: hat man das verdient oder nicht?

    Günter
    Dir kaufe ich deine Einstellung sofort ab. Du bist so angefangen als Trainer und du hast auch gar keine Lust darüber nachzudenken, wie es anders wäre!


    Aber die Welt läßt ich nun einmal nicht aufhalten, die Zeit nicht zurück drehen! Die Idee des Amateursports bestand bei ihrer Gründung darin, dass alle aktiven und passiven Vereinsmitglieder kostenlos tätig sind. Das Ehrenamt stand seinerzeit als Synonym für eine kostenlose Aktivität.


    Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung wurde schließlich die Versuchung genährt, mit Sponsorengeldern schnellere sportliche Erfolge zu erzielen. Was die Großen vormachten, wollten schließlich auch die Kleinen nachmachen. Heute stecken sich in mancherlei Dorfclubs die Trainer und Spieler der 1. Seniorenmannschaft die Taschen voll Geld. Söldner ziehen für ein paar Euro mehr von einem Verein zum Nächsten. So mancher Verein im Leistungsbereich hat sich so von Sponsoren abhängig gemacht, dass dieser längst das Geschehen bestimmt. Was sich dort auf den Nebenplätzen abspielt, dass interessiert weder ihn noch den Vorstand, den der Mäzen nach Belieben bei sich antanzen läßt!


    Im Laufe der Jahre entstand so eine 2-Klassen-Gesellschaft im Verein. Die erste Klasse stellt die 1. Seniorenmannschaft (das Aushängeschild des Vereins) da und die 2. Klasse ist der Rest, der mit durchgeschleppt werden muß! Zwar hat aufgrund der immer schneller drehenden Kostenschraube in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden, dass man wieder vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen sollte. Wenn aber der Sponsor nicht mitspielt, dann nützen die Ideen auch nicht viel. Es sei denn, man steigt freiwillig ab, um es dannach ausschließlich mit eigenen Kräften zu probieren.


    Die Idee, auch den Jugendtrainer seine privaten Kosten zu erstatten, wenn denn das Geld dafür vorhanden ist, liegt m.E. nicht im Widerspruch zum Ehrenamt. Es sei denn, man würde unterhalb der Profiligen sämtliche Zahlungen an Trainer und Spieler rechtlich verbieten!


    Ich denke mal, das sich auch aus einer angemessenen Aufwandsentschädigung allein kein Anreiz zur Übernahme eines Ehrenamts erzielen läßt. Aber man möchte doch schon eine Anerkennung für die Zeit, die man dem Verein schenkt!

    @Björn


    Na, da gibts denn doch noch kleine Unterschiede!


    Vor der Mannschaft kannst du deine Mimik und vor allen Dingen Gestik sehr viel intensiver einsetzen, als wenn da in der Kamera nur dein Gesicht zu erkennen ist. Selbst in der sprachlichen Betonung ist es einfacher vor einer dir gegenüberstehenden Mannschaft zu sprechen, als wenn du sie lediglich vor deinem "geistigen Auge" vorzustellen hast.


    Kommunikationstrainer setzen genau aus diesen Gründen gerne auch ihre Kamera ein, um ihre Lehrgangsteilnehmer auf die Körpersprache aufmerksam zu machen.


    Was du vermutlich meinst ist die Rhetorik? Hier gibts sicherlich keine nennenswerten Unterschiede, ob über welches Medium man seine Überzeugungsarbeit leistet.

    @Björn


    Ja, es ist zugegebenermaßen ein bißchen trocken und bisweilen langatmig. Jedoch muß man berücksichtigen, dass der Empfängerkreis vom "Frischling", der selbst vielleicht gar nicht Fussball gespielt hat, bis zum erfahrenen Könner reicht. (Im F-Jugendbereich aber sicher eine kleine Minderheit!)


    Komme übrigens beim Online-Seminar-TW auf ähnliche Ergebnisse. Dennoch stelle ich im Kern Übereinstimmungen fest. So weißt Jörg Daniel zurecht darauf hin, dass es bei der Prüfung der Ausbildungsinhalte und -schwerpunkte nicht auf die prozentualen Verhältnisse zwischen defensiven und offenziven Aktionen ankommt, sondern der Schwerpunkt der Ausbildung deshalb auf die defensiven Aufgaben gelegt werden sollen, weil hier der Einfluß der Torwarts am Größten und am Unmittelbarsten ist.


    Vergessen sollte man sicher nicht, dass es sich hierbei um Trainer handelt, also Laien in der Medienpräsentation. Da ist sicher noch Opitimierungspotenzial vorhanden, was dann das Interesse auf diese Form der Wissensvermittlung noch weiter wecken wird.

    aber der Elfmeterpfiff hat sie die Champions League nicht gekostet


    @Björn
    Da hast du wohl recht! Aber für Pep war es dann doch noch eine "Zerreißprobe"!


    Wäre sich noch interessanter geworden, wenn sich hierzu Schiedsrichter gemeldet hätten. Denn leider ist es nun einmal so, dass die Torwartaktivitäten bis auf die Frage, ob ein Ball haltbar oder unhaltbar war, häufig im Dunklen bleiben.


    @BigMachWilli
    Ja, die Auslegung von "gelben" und "roten" Karten ist in diesem Zusammenhang ebenfalls seltsam. Ich gebe dir da vollkommen recht, dass es Steigerungsformen gibt. Denn selbst dann, wenn der Elfmeter nicht zum Torerfolg führt, habe ich das gegnerische Team durch den Platzverweis des Keepers bei einer "roten Karte" deutlich geschwächt.


    In der Tat fällt die Schiedsrichter-Regelanpassung nicht immer zeitlich gleich mit der Veränderung einer Technik oder Taktik. So mag es seltsam anmuten, dass das nach vorn ausgestreckte Knie des Torwarts beim Sprung aus der Bewegung (bei der es durchaus zu Verletzungen beim Angreifer kommen kann) nicht als Regelwidrigkeit angesehen wird. Dabei könnte der TW mit lang ausgestreckten Beinen die maximale Sprunghöhe erreichen. Hierzu besagt die klassische TW-Lehre, das man sich durch das angewickelte Knie den Gegner gut vom Leibe halten kann (und ggf. dessen Verletzung billigend inkauf nimmt). Eine in seiner Entwicklung defensivere Ballabwehr (von der früheren Frontalgrätsche zu seitlich ausgestreckten Beinen) wird jedoch als Regelwidrigkeit mit gelber oder roter Karte sowie einem Elfmeter geahndet. Weil es jedoch nicht immer sofort ersichtlich ist, ob ggf. hier der Torwart doch ein Foul begangen hat, weil er nicht den Ball, sondern den Gegner im Visier hat, so hatte ich angeregt, die Szene zuende zu verfolgen, um zu erkennen, ob der Angreifer überhaupt die Absicht hatte, zu einem Torabschluß zu gelangen. Hier wäre dann der endgültige Beweis erbracht, dass es sich um eine "Schwalbe" handelt.

    Stannis74


    Es gibt mitlerweile genügend wissenschaftliche Untesuchungen, die zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Habe bei ähnlichen früheren Themen auch einige Verweise hineingestellt. Leider ist jedoch nicht jeder in der Lage wissenschaftliche Texte geistig zu erfassen, weshalb er immer nur seine kleine Welt für das Maß aller Dinge hält. Dennoch kann sich jeder Leser aus den unterschiedlichen Meinungen sein eigenes Bild machen. So sollte es auch sein!

    Ich möchte ja euren Spaß an der Überlegung, was alles nicht dazu gehört, nicht stören. Da ließe sich die Reihe sicherlich noch fortführen und man findest sicher auch in seinem Erfahrungen Personen, auf die ein oder mehrere dieser Merkmale zutreffen würden?


    Jedoch würde ich es als sinnvoller erachten, seine Zeit nicht mit den Tausend Dingen, die man nicht machen sollte, zu beschäftigen und stattdessen mit den paar Dingen, für die sich lohnt einzutreten.

    d-rose1


    Welches Zeug meinst du denn?


    Ich denke mal, man sollte unterscheiden, ob ein Kind von euphorisierten Väter/Trainern irgendwo hingeschickt wird oder ob es von professionellen Scouts für ausreichend talentiert gesehen wird.


    Den allermeisten Vater (Trainer fehlt die Vergleichsmöglichkeit. Denn nur weil ihr Talent im Heimatverein viele Tore schießt, muß das nicht auch auf höherem Niveau so sein.


    Dann gibt es da noch das Talentscouting. Meist startet man im Radius von 50 - 70 km um den Verein und weitet sein Sichtungsterrain für die älteren Jahrgänge weiter aus. Ab der A-Jugend stehen die wenigen aufgenommenen Talente, die sich in den wiederkehrenden Selektionen behaupten konnten, der internationalen Konkurrenz gegenüber. Wenn man sich vor Augen hält, dass sich dort jährlich schon die Besten Talente aus zig-Tausenden von Talenten messen, dann wird ersichtlich, warum es so schwierig ist, so sehr für eine seriöse Erfolgsprognose zu erstellen.


    Deshalb ist es wichtig ein Talent immer in Relation zum gegenwärtigen, wie zum gewünschten Anforderungsprofil zu sehen. Die Bandbreite dafür ist riesig! Ein Jugendnationalspieler hat keine Garantie für eine spätere Profikarriere (Namen möchte ich nicht nennen) und ein Senioren-Bezirksligaspieler (darf man ruhig sagen: z.B. Miro Klose) kann noch Profi und sogar Nationalspieler werden. Diese Breite wird jedoch in vielen Analysen nicht abgebildet, weshalb der Eindruck erweckt wird, das man nur mit einer möglichst früh und intensiv ansetzenden Leistungsförderung den Weg nach ganz oben schaffen kann.
    (Auf dem Schulsektor hat man ja wenigstens die Erfahrung wirken lassen, dass man allen (oder zumindest den meisten) die gleichen Bildungsschancen geben sollte. Davon sind wir beim Fussball aufgrund der vielen selbsternannten Experten, die das Zeug zu einer objektiven Leistungsbeurteilung mit der Muttermilch bekommen haben, noch sehr weit entfernt.)


    Meist wird der "Lebenswandel" eines Talents als Hinderungsgrund angegeben, was jedoch nicht immer auch der Wahrheit entspricht. Denn sie genügt auch als Ausrede, wenn es sportlich nicht mehr gelangt hat.


    Leider wird auch heute noch von einem Automatismus ausgegangen, nach der bei entsprechenden Talenten ein Zwang zur Förderung abgeleitet wird. Statt zu warten, bis es das Talent selbst will (was individuell sehr unterschiedlich ist) handelt man streng nach dem Prinzip: dann zwingen wir dich eben zu deinem Glück. Aber wie nachhaltig ist eine Leistung, die nicht freiwillig erbracht wird und wie groß das Risiko, bei nächstmöglicher Gelegenheit aussteigen zu wollen.


    An dieser Stelle regen sich immer einige Gemüter auf, die ihr eigenes Handeln gern auch legitimiert wissen wollen. Ich habe für mich irgendwann erkannt, dass es besser ist, in einer angstfreien Athmosphäre zu agieren, weil es sich für die Talente wie für mich leichter lernt und dadurch der Entwicklungsweg an Bedeutung gewinnt. Zwar durfte auch ich mich schon über eine Reihe von Profis, darunter Nationalspieler freuen, jedoch wird die klassische Methode (mit Leistungsdruck) ebenso viele Talente fördern. Allerdings ist es mir nicht egal, wie man sich verabschiedet, weshalb ich den Kontakt auch noch später pflege. Denn für mich ist es der Mensch, nicht das Talent zum Fussballspielen, was den eigentlichen Wert ausmacht. Einige haben es nicht auf dem ersten, manche erst auf den zweiten und Andere brauchten eine Reihe von Anläufen. Sie schon früh abzuschreiben, wäre fatal gewesen. Solange sie sich nicht aufgeben, gebe auch nicht niemanden auf. Da bin ich halt sehr pingelig, nervig! Denn die Leistungsschwankungen sind normal, vertragen sich jedoch nicht mit der wiederkehrenden Selektion.
    Da jedoch immer Andere zu richten haben, werde auch ich beurteilt. (Ich meine jetzt nicht die User, die mit ihrem Halbwissen prahlen.) Deshalb entscheidet man auch nur anhand einer messbaren Erfolgsqoute. Meine persönliche Messlatte ist jedoch weitaus größer und weicht punktuell ab. In der Analyse kommt heraus, dass nicht ich, sondern lediglich meine Funktion nachhaltige Bedeutung hat.Ich würde es jedem Kollegen sofort gönnen meinen Platz einzunehmen, wenn er es denn besser machen kann.


    Ich denke mal, Andre hat durchaus ein Thema aus anderer Sicht gestellt, das es sich lohnt, auch einmal aus anderer als der üblichen Sicht zu betrachten.

    Fazit:


    Zumindest hier im Forum ist man mehrheitlich der Meinung, dass das Wegdreschen des Balles ins Seitenaus mit einem Elfmeter zu bestrafen ist, wenn es dem Angreifer gelingt, sich beim TW einzuhaken bzw. er dies dem Schiedsrichter erfolgreich vortäuschen kann. Mir ist nicht klar, welche fussballerische Fähigkeit hier dem Angreifer abverlangt wird, außer der möglichst kein Risiko einzugehen, nach dem Vorbeilegen am Keeper am dann leeren Tor vorbei zu schießen? Sie es drum! Als angenehm habe ich die gestrigen Schiedsrichterleistungen in der gestrigen Partie empfunden. Hier hat der Revere schon in der Anfangsphase durch eine "gelbe Karte" für einen portugisischen Angreifer den Beteiligten klargemacht, was er von Schwalben hält. Man würde sich wünschen, auch hier würde etwas "britischer" gepfiffen, statt es permanent durch nickliches Pfeifen zu unterbrechen. Denn wenn die Spieler wissen, dass nicht mehr jede Kleinigkeit abgepfiffen wird, kann auch der Zuschauer die Dynamik und Dramatik eines Spiels sehr viel intensiver miterleben.

    holzi


    Erst, wenn es das Talent geschafft hat, sich im Profifussball zu etablieren. Aber hinterher weiß es ja sowieso jeder!


    Vorher kann man lediglich von einer bestimmten Wahrscheinlichkeit sprechen. Je früher eine Erfolgsprognose erstellt wird, je geringer die Trefferquote. Hin und wieder hört man von "Wundertalenten". Doch auch die können ihren Vereinen keine Garantie geben, das sie später den höchsten Erwartungen entsprechen werden.


    Mal ein Beispiel: Zwei gleichaltrige Talente spielen in der U 16 Nationalmannschaft. Der Eine kann sich später nicht in einer Regionalligamannschaft tablieren. Der Andere wird Profi und Nationalspieler. Zum Zeitpunkt der Teilnahme an der U 16 Nationalmannschaft wurden dem Spieler, der sich später nicht in der 4. Liga etablieren konnte, eine höhere Erfolgsprognose ausgestellt.


    Wenn man keine Garantie bekommt, lohnt sich dann der Aufwand? In einer frühen Phase wird den Talenten und ihren Eltern bereits gesagt, dass es nahezu unwahrscheinlich ist, trotz günstiger Anlagen später einmal in der 1. Mannschaft zu spielen. Trotzdem wird geträumt und manche überhören derlei Hinweise auch gerne.


    Wenn es aber wie "6 Richtig im Lotto" ist, es bis nach ganz oben zu schafffen, dann lohnt es sich durchaus, nicht nur das Ziel, sondern auch den Entwicklungsweg als besondere Herausforderung zu verstehen. Wenn jedoch viele Andere das gleiche Ziel haben, jedoch es nur sehr Wenige erreichen können, dann sollte auch der Weg eine Chance zu einer würdigen Bewertung bekommen. D.h. es gibt gar keinen Grund betrübt zu sein, wenn das Talent später in der Liga spielt, die sich für ihn als die Beste heraus gestellt hat.

    Wieviele "Talente" greifen gepuscht von Trainern und Eltern und Verantwortlichen ... nach den Sternen....um später tief zu fallen? Lohnt sich das wirklich?


    Andre


    Nein, dann lohnt es sich nicht! Denn wenn der Antrieb für`s Hobby durch eigene Neugier in extremer Weise durch Erwachsene gestört wird, weil Spaß durch Leistungsdruck ersetzt wird, dann ist ein Scheitern fast schon vorprogrammiert!
    Unterstützung ist jedoch durchaus nützlich und auch erwünscht, wenn das Talent an einer Stelle nicht weiterkommt.


    Schmunzeln mußte ich bei deiner Anmerkung über Trainer, die ihren Erfolg über Spieler defininieren, die den Weg in den Profibereich geschafft haben. Wenn, dann machen es die Talente, ihre Trainer sind allenfalls Steigbügelhalter. Wenn allerdings eine besondere Häufigkeit zwischen sehr erfolgreichen Spielern und Trainer auftritt, dann lohnt es sich durchaus, sich näher mit dessen Trainingsmethoden zu beschäftigen, um selbst daraus etwas zu lernen. Dennoch ist der Fussball ständig in Bewegung, erfindet sich neu für den, der das Gras wachsen hört.


    Ja, träumen muß erlaubt sein! Wer die Bodenhaftung verliert, der kann jedoch sehr tief fallen. Es bedarf also eines positiven Realismuses, die im Laufe der Zeit entstehenden Hindernisse bestmöglich zu überwinden, statt sich aus der Bahn werfen zu lassen. Dabei spielt das soziale Umfeld eine wesentliche Rolle, denn Talent allein reicht gar nicht aus, um bis nach ganz oben zu gelangen.


    Ob das, was am Ende dabei herauskommt, dann ein Griff nach den Sternen ist, hängt vom Blickwinkel des jeweiligen Betrachters ab. Wer gibt schon zu, in seiner Jugend ein schlechter Spieler mit einem miesen Charakter gewesen zu sein :thumbup: ? So hat doch ein jeder ein gewisses Talent oder?

    @Milky


    Da würde ich ihm einen Beruf in der Medienwissenschaft empfehlen. Denn das Gestalten von Fimmaterial (egal ob jetzt für`s Kino, Sport, Werbung, usw.) gibt es z.B. in Wernigerode einen Studiengang, der sich Medieninformatik nennt. Ein Schwerpunkt dieses Fachs beschäftigt sich mit der Gestaltung von digitalen Bildern/Filmen. In Düsseldorf gibt es zwar so etwas Ähnliches, jedoch ist das noch sehr viel weiter gestreut.


    Sport- bzw. Trainingswissenschaftler beschäftigen sich eher mit den Sportarten. Bei der Dokumentation spielt die Kunst des Bildes bzw. die Videogestaltung eher eine untergeordnete Rolle. Wenn ihn jedoch soetwas interessiert, kann er es an der Sporthochschulen (z.B.Köln, hat allerdings einen NC) oder Uni`s mit Sportstudiengang probieren.

    Andre


    In deinem letzten Beitrag steckt sehr vieles drin!


    Unsere Coachingpartner sind nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. Die Eltern brauchen unsere Erfahrungen, wenn es um fehlende Unterstützung oder künstlich erzeugten Leistungsdruck geht. Dabei muß den Eltern ebenfalls werden, was Kinderfussball ist. Ich entsinne mich, dass du das mal probiert hast, aber irgendwie habe ich das Ergebnis dieser Präsentation nicht mehr auf dem Schirm.


    Mir ist der Begriff der Erziehung der Spieler durch ihren Trainer in diesem Zusammenhang viel zu groß. Das können die Meisten von uns gar nicht leisten und wollen dies auch gar nicht. Für alles, was den Fussball betrifft, brauchen wir die Eltern, die wir jeweils zu Saisonbeginn und/oder der Übernahme einer Mannschaft "ins Boot" holen sollten.


    Hierbei helfen vereinseinheitliche Regeln, die den partnerschaftlichen Umgang regeln.


    Karl hat das sehr schön formuliert, indem er sagt, dass es für Ausnahmen das Fingerspitzengefühl des Trainers braucht. Denn Kinder kann man nicht dressieren, sondern es sind Individuen, die man über ein Verständnis erreichen kann.

    Trainerin70


    Ich glaube dir sofort, dass es vom Schiedsrichter viel verlangt ist, jede Situation richtig zu beurteilen. Doch wenn du dich ans Thema erinnerst, dann geht es hier um die Champions-League und nicht um Schiedsrichterentscheidungen im Spiel der 1. FC Schienbeinschützen gegen VFL Hauindensand!


    Im obersten Fusballhaus pfeifen Profi-Schiedsrichter, von denen man sehr wohl die Erkennung der Regel wie die Regelauslegung prinzipiell erwarten kann. Natürlich dürfen sie, wie Trainer und Spieler auch, Fehler machen. Doch die sollten dann schon auf höherem bzw. höchsten Anspruchsniveau stattfinden.


    D.h. hier gilt es darum, den Fussball weiter an die Realitäten anzupassen. Das hat m.E. nicht stattgefunden. Neuer ist nicht der Erste, vielleicht aber momentan der beste TW in diesen 1 gegen 1 Situationen. Man kann doch nicht Jemand dafür bestrafen, als dass er Situationen besser beherrschen lernt und damit Angreifer reihenweise alt aussehen läßt!