Beiträge von TW-Trainer

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    Libra
    Alles, was über Dritte an dein Ohr gelangt, ist so unwichtig wie die Zeitung von Gestern. Denn erstens ist es nicht mehr aktuell, zweitens weißt du nicht, ob es so gesagt und gemeint wurde und drittens ist es schon deshalb nicht so wichtig, weil man es dir sonst direkt gesagt hätte.


    Ich denke mal, du wirst es mit der Zeit von ganz allein einschätzen können, ob es sich lohnt, einer einzelnen Aussage nachzugehen oder nicht.


    Ansonsten kann ich mich den Vorrednern anschließen, dass man einen Elternabend für Informationen und Fragen veranstaltet. (Aber da fehlen die Meckerer meistens! Denn dort könnten sie Gefahr laufen, das dort Dritte ihr mangelndes Fachwissen erkennen und man sich so zum Gespött der Leute macht!)

    fak
    Auf allgemeine Angaben hin einen Erfolgsratschlag zu geben, das ist sicher schwierig. Andererseits muß nicht jede Leistungseinschätzung gleich die Passende sein! Da verschätzt man sich leicht. Jeder Spieler hat einen etwas anderen Weg, wie er am besten lernt. Das muß man zunächst einmal durch Beobachtung herausfinden, welcher "Zündschlüssel" paßt, um über sich hinaus zu wachsen. Dabei helfen Spielergebnisse allein wenig, solange man den Motivationsfaktor noch nicht gefunden hat. Die Aussage: es ist ihnen egal, wie hoch sie verlieren - deutet darauf hin.


    raicoon
    Ich denke mal, das in 6 x Training sowieso nur über den Spaß beim Training läuft. Klar findet man nicht so leicht bei deftigen Niederlagen Gründe zum Lob. Aber genau das brauchen die Jungs. Denn, wenn du am Boden liegst, dein Selbstbewußtsein in eine Hosentasche paßt, dann brauchst du einen Trainer, der dich aufbaut, nicht einen der noch draufhaut. Bei Siegen kann man Verbesserungen (z.B. etwas mehr Disziplin) verlangen. Sowas nennt man "Antizyklisches Führen". Aber klar, sportlich wird sich da in 6 Spielen nicht mehr viel bewegen. Wer über die Saison hin bleibt, hängt aber trotzdem von deinem Verhalten und deinem Geschick, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen, ab. Wenn du deine Hauptaufgabe darin siehst, dann gibt dein Bestes. Mehr kann niemand von dir verlangen. Denn Garantien kann dir keiner geben!

    Chef-Ausbilder


    Zwar aus einer ganz anderen Ecke komme auch ich zum gleichen Fazit, dass dem Vereinsfussball nach traditioneller Art das "Aus" in vielen kleinen Vereinen droht, wenn er sich nicht zum Treffpunkt der Generationen mutiert. Der demografische Wandel mag eine, aber nicht die einzige Ursache dafür sein, dass diesen Vereinen immer mehr die Luft ausgeht. Nur ein Bruchteil der Mitglieder nimmt an den Veranstaltungen teil, weil er sich nicht (mehr) ausreichend mit dem Verein, bzw. mit dessen Zielen identifiziert. Mit der Umzäunung der Vereinsanlagen dank der finanziellen Sponsorenhilfe hat er sich ein stückweit von der Bevölkerung, dem er Nutzen bringen sollte, entrückt. Sind dort zwanglos und spontan zu treffen, um etwas gemeinsames zu erleben, ist nun nicht mehr möglich. Dorf-Gemeinschaftshäuser und Schützen-Vereinsheime sind an ihre Stelle getreten. Man muß sich auf dem Sportplatz auch wieder über andere Dinge als über Fussball unterhalten können, denn schließlich sind die Menschen das Schönste und der Fussball das Zweitschönste!


    Dass man sich in vielen Vereinen seit Jahrzehnten gar nicht mehr traut, die Mitgliedsgebühren zeitgemäß anzupassen, sagt schon aus, dass man weiß, dass dort einiges falsch läuft. Wenn aber 90 % der Beiträgszahler "Karteileichen" sind, ja wann soll es dann genug sein, endlich mal auf diese Leute und ihre Wünsche zuzugehen?


    Vielleicht sollten die Jugendtrainer nach dem Vorschlag von Andre durch einen Spieltag-Boykott ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann, weil es kaum noch jemanden außerhalb der 1. Seniorenmannschaft (für den nach wie vor der rote Teppich ausgelegt wird) wirklich Spaß macht?

    mutigermungo


    Wie ich aus deinen bisherigen Beiträgen erkennen kann, planst du gerne. Das ist ja soweit auch O.K. Doch je älter die Mädels werden, je mehr wollen sie in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Ansonsten "stimmen sie mit den Füßen" ab, wobei es sich letzendlich gar nicht interessiert, ob ggf. eine Mannschaft weder Spielermangel zur Winterpause abgemeldet werden muß. Andererseits hören auch Mädchen auf, wenn sie zum Training kommen, aber keine ausreichenden Spielzeiten bekommen. Klar wollen auch Mädchen gerne gewinnen, aber viel wichtiger als das Ergebnis sind die Freundinnen, mit denen man die Freizeit verbringen möchte. D.h. es kann dir sogar passieren, dass deine beste Spielerin plötzlich nicht mehr wiederkommt, weil ihre beste Freundin keinen Bock mehr hat auf der Reservebank zu sitzen.


    Ich würde mal sagen, das Risiko zu scheitern ist größer, wenn du die Mädchen gegen den ausdrücklichen Willen in 2 Mannschaften ist größer, als wenn ihr sie weiterhin gemeinsam in einer Mannschaft behaltet. Selbst dann, wenn du das Gefühl hast, sie alle überzeugen zu können, kannst du den emotionalen Anteil der Entscheidung kaum vorher sehen. Dazu müßtest du alle Mädchen schon ab den Bambinies trainiert haben und von jeder Spielerin das Umfeld sehr gut kennen.


    Alternativ: Falls ihr auch eine Damenmannschaft habt, dann könnt ihr dort Mädchen aus dem älteren B-Jugend-Jahrgang einsetzen, um insgesamt mehr Spielzeit zur Verfügung zu stellen und die B-Juniorinnen zusammen lassen. Auch sportlich würde das Sinn ergeben, weil der Schritt in den Damenfussball danach nicht mehr so groß sein wird. Ferner könnt ihr zusätzliche Freundschaftsspiele gegen Gegner aus anderen Staffeln vereinbaren. Mal ein Spiel gegen eine gute D-Jungen oder schwächere C-Jungenmannschaft ist ebenfalls ein gute Abwechslung mit Lerneffekt. Selbst organisierte Freizeitveranstaltungen ist ebenfalls etwas, womit man bei den Mädels punkten kann.

    fak


    Was ist das denn für eine Prognose? Hab vor einigen Jahren mal ein Aufsteigerteam übernommen. Bei der neu zusammengestellten Mannschaft spielte die Hälfte zuvor 3 Ligen niedriger! Als Trainer hat man einen Ausbildungsplan, der mit etwas Motivationstalent und guter Beobachtungsgabe gewürzt, neue Herausforderungen schafft!


    Natürlich hängt der Erfolg immer auch von den Gegnern ab, weshalb es eine Reihe von Unwägbarkeiten gibt. Jedoch hinterher (zum Ende der Saison) die Aussage zu treffen, man wäre besser eine Liga tiefer geblieben, kann ja kein Fazit für zukünftige sportliche Ziele sein? Da sollte man doch gleich sämtliche Teams im Verein eine Liga tiefer anmelden, damit auch nichts schief geht :thumbup: ?


    Ich hoffe, du erkennst die Ironie?


    Wer als Trainer erfolgreich sein will, der muß auch risikobereit sein. Man kann nur dann seinen Spielern das nötige Selbstbewußtsein für einen nachhaltigen Siegeswillen vermitteln, wenn man selber genug davon hat. Natürlich braucht es ein paar Jahre, um Erfahrungen zu sammeln und den Rahmen der Möglichkeiten zu kennen. Aber ohne eine gehörige Portion Optimismus wird ein Stück des Trainerdaseins den Pessimisten verborgen bleiben.


    Ich würde mich freuen, wenn raicoon jetzt nicht den Kopf in den Sand steckt und sich sagt, das in ein paar Wochen sowieso alles vorbei ist, sondern mit seinem Abgang für die Jungs einen guten Wiedereinstieg hinterläßt. Dann kann es ihm passieren, wie Steini, der gerade in einem anderen Thema über verspäteten Dank am Trainer berichtet.

    Andre


    Nein, gewiss nicht! Aber man darf doch noch von angenehmen Geschichten rund ums Trainerleben berichten. Es wäre doch sehr schade, wenn es sie nicht gäbe.
    Das Eine (Forderungen für bessere Rahmenbedingungen des Jugendbereichs) schließt das Andere (Dankbarkeit für Trainerarbeit) nicht aus!


    Wie weit bist du denn? Hast du schon bei Trainerkollegen in eurer Gegend nachgefragt, ob wie bei einem Boykott für bessere Rahmenbedingungen mitmachen? Ist die Presse schon informiert? Man sollte sich bei einer guten Idee nicht vom Pfad locken lassen!

    raicoon


    Ich denke mal, alle erfahrenen Trainer werden auf diese oder ähnliche Situationen gestoßen sein. Bei einer siegreichen Mannschaft Trainer zu sein, das ist deshalb einfacher, weil dabei alle kleineren Probleme (die nun einmal entstehen, weil es innerhalb einer Gruppe unterschiedliche Typen, Mentalitäten, ect. gibt) zur Nebensache degradiert werden. Gerade dann, wenn der Tabellenrang besonders in den Fokus der Betrachtung gelangt, kann die Stimmung in einer Mannschaft sehr leicht kippen. Dies zeigt sich meist durch die "Abstimmung mit den Füßen". D.h. die Trainingsbeteiligung sinkt, weil man in seiner Freizeit keinen Stress (von wegen Kritik, Disziplin wie in der Schule), sondern nur Dinge machen möchte, die auch wirklich Spaß machen.


    Damit der Spaß am Fußball (unabhängig vom Tabellenrang) wieder zurück kommen kann, muß die "Spaßbremse" beseitigt werden. Je nach dem, wie es sich darstellt und welche Möglichkeiten bestehen, kann in der Anfangsphase ein Gespräch in lockerer Athmosphäre geklärt werden, wo es unterschiedliche Interessen gibt und wie welche Kompromisse günstig erscheinen oder sogar ein Wochenend-Zeltlager (mit Unterstützung von Kollegen oder Eltern), bei der es am Lagerfeuer genügend Zeit gibt, mit dem einen oder anderen ein Einzelgespräch und dann in kleineren Gruppen nach Übereinstimmungen zu suchen.


    Wie du schon sagtest: am Anfang war alles Super, aber jetzt ...! Denn eine derartige Situation, wie du sie beschreibst, entsteht meist über einen längeren Zeitraum. Dementsprechend kostet es Mühe und Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen und gemeinsamen Lösungen zu finden.


    Wenn es dein Ziel ist, den Jungs wieder Spaß am Fußball zu vermitteln, dann solltest du zunächst einmal versuchen, aus den kleinen Grüppchen mit unterschiedlichen Prioritäten eine Mannschaft zu machen, die ein gemeinsames Hobby verbindet.

    Womit sollte man nach eurer Meinung bei den speziellen TW-Übungen beginnen?


    Vielleicht ist es noch ein wenig zu schwierig?


    Also die Gruppe besteht wie gesagt aus F-Jugend-Spielern, von denen fast alle gar keine Erfahrungen als Torwart besitzen und zum aller ersten mal TW-Übungen (von Training sollte man erst sprechen, wenn es sich um eine komplette Trainingseinheit handelt) erhalten sollen.


    Wie wäre es mit folgendem Vorschlag:


    1. Ein paar Sicherheitshinweise (zum Schutz vor Fingerverletzungen)
    Dazu läßt man von der Trainingsgruppe einen Halbkreis bilden. Wenn alle Teilnehmer soweit sind, dass sie dem Übungsleiter ihre Aufmerksamkeit schenken, erklärt man, dass:
    a. die Finger niemals in Richtung Ball ausstrecken sollte, denn dann kann der Ball auf die Fingerspitzen treffen. Hierbei kann es zu schmerzhaften Prellungen und Verstauchungen kommen
    b. die Hände sind die Verlängerung der Arme; also die Arme immer nach unten, zur Seite oder nach Oben, aber niemals in Richtung Ball ausstrecken
    c. niemals einen Ball fangen, wenn man ihn lediglich mit den Fingerspitzen berühren kann, denn hierbei können die oberen Fingerbereiche "umknicken", was zu Verstauchungen und im Extremfall sogar zum Fingerbruch führen kann


    1.1. Unterstützung der Sicherheitshinweise
    Damit die Kinder die Sicherheitshinweise verstehen und sich merken können, genügen allein Worte nicht. Vielmehr müssen sie durch entsprechende Gestik unterstützt werden.
    zu a. Finger einer Hand nach vorn ausstrecken und mit dem Ball in der anderen Hand die Fingerspitzen mehrfach berühren
    zu b. beide Arme nach unten, zu den beiden Seiten und nach oben ausstrecken
    zu c. einen Arm und Hand nach oben ausstrecken und mit anderer Hand den Ball in Richtung des obersten Drittels der ausgestreckten Hand führen


    2. Einfache Fangtechniken üben
    Allgemein: Es kommt in der Anfangsphase noch nicht auf Details an. Gleichwohl sollen die Techniken erlernt und die Anwendungsbereiche verstanden werden. Dazu ist es zum einen wichtig, alle Übungen zunächst einmal zu präsentieren und durch Beobachtungen und geschickte Fragestellungen die Neugier und den Spaß an den Inhalten der TW-Position zu wecken.


    2.1. Aufnahme flacher Bälle.
    Organisation: Dazu eine Gasse bilden. Abstand der Partner ca. 5 m. Abstand untereinander ebenfalls ca. 5 m.


    Präsentation: mit einem Übungspartner mittig zur Übungsgruppe positionieren, Ball flach, ohne Druck zum Partner rollen (ähnlich wie "Kegeln"), parallel zum Ball stellen, vornüber beugen, mit beiden Händen aufnehmen


    Hinweise:
    1. Risiken minimieren
    Bitte nicht schießen lassen, da Präzision und Balldruck nicht dem gewünschten Übungsschema von Anfängern entspricht. (Verletzungen bei der Ballaufnahme oder Zusammenstöße vermeiden)


    2. Präsentation durch Teilnehmer der Trainingsgruppe
    Bevor man eine neue Übung selbst präsentiert, sollte man in der Runde fragen, ob jemand eine bestimmte Übung/Bewegungsablauf/Aktion bereits kennt und gerne präsentieren möchte. HIntergrund ist folgender: Jeder kennt aus seiner Trainerpraxis Situationen, in denen der Trainer die häufigsten Ballkontakte hat. Aber nicht er, sondern die Kinder wollen die unterschiedlichen Positionshinhalte kennenlernen. Wichtig ist bei der Präsentation durch Übungsteilnehmer nicht der Grad der Perfektion, sondern die Neugier der anderen Teilnehmer zu wecken und ihnen den Mut (wenn der das kann, dann will ich das auch können) für diese Herausforderung zu wecken.


    So, jetzt ist es aber erst mal genug ...! Vielleicht möchte ja jemand weitermachen und das Fangen von mittelhoch und hohen Bällen für eine F-Jugend-Anfängergruppe beschreiben?

    Der Trainer meines Bruders (E1) hat in letzter Zeit häufiger mal (2-3 Mal in 6 Wochen) das Training ausfallen lassen da er anderweitig beschäftigt war (feiern, Lustlosigkeit etc). Wie seht ihr das?


    Was sagt denn der Schwager deines Onkels dazu? Oder kennt auch er die wirklichen Abwesenheitsgründe nicht?


    Eine E1 trainiert doch eher nicht in den späten Abendstunden (Feiern), sondern nachmittags, wo im Beruf (Lustlosigkeit) hin und wieder Überstunden gefordert sind? Natürlich soll er Vorbild sein, aber ohne nähere Kenntnisse läßt sich kaum darüber diskutieren.


    Diskutieren läßt sich aber, inwieweit der ehrenamtliche Trainer Verpflichtungen im Verein übernimmt und ob er auch dann seinen Verpflichtungen nachkommen sollte, wenn die Vereinsverantwortlichen ihrerseits (aufgrund falscher Versprechungen) einfach mal freinehmen? Leider kommt es gar nicht so selten vor, dass sich für den unteren Jugendbereich kaum mal jemand von den Verantwortlichen blicken läßt und man die Trainer mehr oder weniger allein im Regen stehen läßt.


    Die Zahnräder in einem Verein laufen nur dann zuverlässig, wenn jeder motiviert ist, seinen Job im Rahmen der ihm zur Verfügung stehenden Freizeit gerne zu machen. Ein Zwang etwas gegen seinen Willen zu tun, läßt sich nicht ableiten. Weder durch Zahlung einer Aufwandsentschädigung noch dadurch, dass man versucht, dieser Person ein schlechtes Gewissen einzureden.


    Statt vor der Übertragung von Traineraufgaben umfassend über die Aufgaben und deren Zeitaufwand zu informieren und den Trainerneuling auf seine ersten Schritte zu begleiten, wird allzugern als letztes Druckmittel: "wenn du es nicht machst, dann müssen wir die Mannschaft leider abmelden" eingesetzt!


    Das Bild des Ehrenamtes befindet sich ganz besonders beim Fussball im Wandel. Einerseits soll er alles auf seine Kappe nehmen und andererseits bereitwillig seine Freizeit opfern und notfalls sogar den Babysitter übernehmen, wenn Mama mal später vom Einkauf zum Sportplatz kommt. Meistens gibt es noch nicht einmal ein Danke, weil ja die Zeit eines ehrenamtlichen Trainers selbstverständlich immer für den Verein planbar ist.


    Ja, warum eigentlich nicht einmal freinehmen, wenn sonst niemand merkt, das da etwas nicht stimmt? Natürlich wird im ersten Moment die Empörung groß sein, welch ein schlechtes Vorbild dieser Trainer doch abgibt, aber im zweiten Moment werden zumindest die Personen, denen der Verein etwas bedeutet sich fragen, welche Gründe diesen Trainer tatsächlich dazu bewogen haben, hier eine persönliche Grenze zu setzen, in der er die Interessen des Vereins nicht mehr mit seinen Interessen als Privatperson in Übereinstimmung bringen kann.

    Vergleicht man den Frauenfussball mit denen der Männer, so kann der weibliche Fussball als eine noch sehr junge Sportart verstanden werden. Würde man den Frauenfussball in der Startphase mit denen der Männer (meist aus Turnvereinen gegründet) vergleichen, so muß man sogar von einer rasanten Entwicklung des weiblichen Fussballs sprechen. So mögen sich die Älteren unter uns vielleicht noch daran erinnern, wie die Fussballpätze von damals aussahen und wie so das Training und die Spiele abliefen! Würde man die damaligen Standards mit dem heutigen Frauenfussball vergleichen, dann jammert man scheinbar auf höherem Niveau!


    Klar geht es immer noch besser! Aber gerade weil sich seit einigen Jahren nahmhafte Männerprofivereine für den Frauenfussball engagieren, haben junge, talentierte und fussballbegeisterte Mädchen eine Chance, ihren Fussball als Beruf zu ergreifen. Dass man auch in 5 - 10 Jahren noch kein Fussballmillionär damit wird, steht wohl außer Frage. Jedoch bedarf es größerer Zeitspannen, damit der weibliche Fussball eine höhere Professionalität und Wertigkeit erlangt. Derzeit gibt es in den meisten Verbänden eine Zunahme von Anmeldungen für neue Mädchenmannschaften und gleichzeitiger Abnahme von Jungenmannschaften. Die Fussballzukunft ist also weiblich! Natürlich helfen die internationalen Erfolge dabei mit. Allerdings wird es vermutlich noch ein paar Jahre dauern, bevor die Fussballmädchen auf ihren T-Shirts nicht mehr "Neuer", "Müller" und Co. , sondern Namen weiblicher Fussballidole zu sehen sind.

    Womit sollte man nach eurer Meinung bei den speziellen TW-Übungen beginnen?


    Weil dieses Thema weiteren "User-Zuwachs" bekommen hat, wiederhole ich meine Frage gerne noch einmal?


    Liegt nach eurer Meinung die Frage in der Organisation des TW-Trainings, nachdem bereits die geklärt ist, dass der Trainingspartner sich für eine weitere Positionsausbildung interessiert oder sollte man schon früher einsteigen?


    Häufig höre ich bei den Jungen, das ein Torwart schon sehr früh auf diese Position hin ausgebildet wurde. Aber sehr oft endet diese Position beim Wechsel in die C-Jugend. Bei den Mädchen ist die Altersklassifizierung nicht so eindeutig. Hier spielen andere Gründe eine Rolle. Fragt man die jeweiligen Trainer, dann erfährt man, dass man sich für die nach ihrer Meinung "geeigneten Personen" entschieden hätte. Zwar wären die "Leistungsträger" der Mannschaft meist auch die besten Torleute, aber auf dem Feld aufgrund der häufigeren Ballkontakte dann doch lieber.


    Derlei Argumentationsketten kennt ihr sicherlich oder? Natürlich sagt die "moderne Trainingslehre", das man die Position nicht schon so früh festlegen sollte, aber die Frage, wer es nach welchen Gesichtspunkten festlegt, ist damit noch nicht beantwortet? Denn wenn selbst DFB-Stützpunkttrainer mangels weiterer Spezialkenntnisse bei groben, ähnlichen TW-Anlagen (gemeint ist meist: welche Fähigkeiten ihm vom Heimattrainer bereits vermittelt wurden) sich nach Körperlänge entscheiden, obwohl diese ja gar nicht trainierbar ist, dann darf man die Frage nach der Eignung durchaus um andere Erfolgsfaktoren erweitern?


    Wie bekommt man also einen guten Anfang hin? Soll man sich von seinen "klassischen Eignungsfaktoren" lösen, in denen es sich meist darum dreht, ob ein Keeper einen Ball hält oder nicht?


    Ich weiß es nicht genau, ob andere Wege besser sind? Wenn man mir aber die Frage etwas anders stellen würde, nämlich ob es über andere Wege vielleicht den Beteiligten mehr Spaß machen könnte? Im klassischen Sinne gibt es jedoch einen Widerspruch zwischen Spaß und Disziplin, denn man hält Disziplin und Treue nach dem Werteverständnis als Synonym für Mühe, Plage und Qual gesetzt. Da kommt das Wort Spaß nicht vor, weil man den erst nach dem Tode durch ein ewiges Leben erwirbt!


    Andererseits sagt die moderne Erziehungslehre, dass Kinder spielerisch lernen und sich ausprobieren "dürfen müssen". Man erklärt das Spiel damit als höchstes Ziel, bei der das Kind lediglich Impulse erhält und dann selbst entscheidet, ob es das Angebot annimmt und wie lange es sich daran erfreuen (und dabei lernen) kann!


    Ich hoffe, euch wird der Interessenskonflikt zwischen Trainer (manchmal auch dominanten Eltern) und Kindern klar. Den einen geht es um die Disziplin zum Training, den Spielen mit Lernbereitschaft zu erscheinen und treu die vom Trainer verteilte Position anzunehmen, während es dem Kind darum geht, gern zum Fussball zu gehen, weil es interessant und abwechslungsreich ist und man auf jeder Position vom Trainer ein Coaching bekommt, wenn man es wünscht!


    Wie wäre es also, wenn man zunächst einmal den "idellen Versuch" startet? Probieren wir es einfach:


    Da kommt also nach den Sommerferien eine Trainingsgruppe (Alter: sagen wir mal F-Jugend) mit seinen Trainern. Die Trainer machten es hier, wie überall! Man stellt die Mannschaft auf und vertraut darauf, dass alle zufrieden sind. Bei den Trainingsspielformen wie auch dem Abschlußspiel stehen dann immer Dieselben im Tor. Klar würde man auch gerne Andere reinlassen. Aber es würde dann immer so lange dauern, bis der Eine seine Handschuhe ausgezogen und der Andere sie angezogen hätte.


    Gehen wir also einen Schritt weiter und stellen uns die Frage, ob man dieses Problem lösen kann? Dabei fallen zwei Lösungen ein. a. jeder Teilnehmer hat TW-Handschuhe (an) b. kein Teilnehmer hat TW-Handschuhe an! Wir entscheiden uns für die Alternative b. Zwar will uns die Sportindustrie weißmachen, dass man nur mit den richtigen TW-Handschuhen ein guter Keeper ist, aber schließlich sind es ja die Hände, die den Ball fangen und nicht die TW-Handschuhe!


    Damit niemand Grund zur Langeweile hat, dürfen alle bei den ersten Übungen mitmachen. Die Frage, was der größte Unterschied des Torwarts zu den Feldspielerin ist, ist auch gleich geklärt. Es ist der Einsatz der Hände! Also beginnen wir mit Übungen, in denen der Übungspartner nach dem Ball greift?


    An dieser Stelle möchte ich stoppen und bitte euch um Vorschläge, wie ihr mit der gesamten Trainingsgruppe, von denen bis auf 1-2 Personen noch nie jemand TW-Erfahrungen gemacht hat, mit Spaß Inhalte auf dieser Position vermittelt?

    tobn


    Vielen Dank für deine Hinweise.


    Sicherlich könnte man sich besser schützen, wenn man vorher genau wüßte, wo ein Körperkontakt stattfindet. Ohne Zweifel spielen Muskeln beim Schutzreflex eine entscheidende Rolle. Jedoch gilt zum einen das Hauptaugenmerk dem Ball und zum Anderen das Kalkül das Spielgerät als Erster zu erreichen. Gleichzeitig will man sich schützen, aber auch seinen Gegner nicht verletzen. Doch gelingt dies auch immer?


    Bei den Hochleistungssportlern sollte man davon ausgehen, dass sie das jeweilige Risiko kennen. Nicht umsonst heißt es: "Fussball ist Tagesgeschäft". Besonders bitter ist es, wenn das Verschulden allein beim Gegner lag. Dennoch muß auch hier die Frage erlaubt sein, wo sich der Leistungsdruck negativ auswirkt und resultierend aus der Antwort, wie hoch der Druck sein darf?


    Ich sehe es als interdisziplinäre Aufgabe aller Interessensgruppen im Fussball an, die Quote der Spieler zu erhöhen, die ihre Karriere dann beenden können, wenn sie es wollen, statt als Sportinvalide den Anderen zuschauen zu müssen. Regeln, die für einen höheren Verletzungschutz sorgen, sollten generell diskutiert werden.

    Die Jahre, in denen der Frauen-Profifussball nur belächelt wurde, scheinen nach der Einverleibung dieser Sparte in bekannte Proficlubs des Seniorenbereichs endgültig Vergangenheit zu sein. Zwar kann man die erwirtschafteten Zuschauereinnahmen längst nicht mit denen im Seniorenbereich vergleichen, dennoch kann man ein wachsendes Interesse und damit auch der Sponsoren entdecken.


    Zur neuen Saison hin wird es einige positive Veränderungen geben. So wird es zusätzlich zu den vom DFB garantierten TV-Einnahmen in Höhe von 180.000 € jährlich noch mit der Allianz einen Liga-Sponsor geben, der nach Vertragsabschluß weitere 100.000,- an die Clubs aus der 1. Frauenbundesliga zahlen wird, sodass jedem Verein insgesamt 280.000,- als jährlicher Etat-Zuschuß zur Verfügung steht.


    Zwar gibt es, wie auch bei den Senioren einige Vereine, die finanziell deutlich besser dastehen, dennoch ergibt sich ein aktueller durchschnittlicher Etat von 900.000,-. Die Tendenz ist steigend, da auch internationale Konkurrenz die deutschen Topspielerinnen mit finanziell attraktiven Angeboten lockt. Ca. 60 % des derzeitigen Budgets fallen auf Personalkosten.


    Die Frage, ob der Frauenfussball das wert ist, stellt sich längst nicht mehr. Vielmehr beschäftigt man sich damit, dass mit den Mehreinnahmen die nach wie vor schlechten Strukturen verbessert werden, statt es lediglich in höhere Gehälter zu stecken.

    Andre


    Ein Wochenende würde vollkommen genügen! Am besten das letzte Wochenende der Saison, wo alle Spiele gleichzeitig ausgetragen werden!


    Es ist deine Idee - los, mach was draus. Ich denke mal, du wirst genug Untestützer finden!

    Pino


    Vielen Dank für deinen Beitrag, in der die "andere Seite der Medaille" beleuchtet wird. Genauso oder sehr ähnlich hören sich die Diskussionen in den Vereinen an, wenn es ums Thema einer finanziellen Unterstützung zur Förderung des Nachwuchsbereichs geht! Wenn du gestattest, würde ich deinen Satz "Ehrenamt ist wichtig" gerne vollenden mit: "aber wo bekomme ich die ganzen Trottel her, die sich mit einem warmen Händedruck abspeisen lassen?" Warum sonst wird in vielen Vereinen ein Geheimnis daraus gemacht, welcher Trainer vom Verein wieviel bekommt?


    Es ist ja durchaus bekannt, dass ein Niedrigverdiener mit Großfamilie von der "Übungsleiterpauschale" auch nix hat! Mit der Einführung war man sehr froh! Konnte man doch das Problem wachsender Ansprüche der Jugendtrainer mit dem Hinweis: "von uns gibts nichts, aber vom Finanzamt kannst du dir Kohle holen" abwehren.


    Genauso wenig wie die jungen Leute ohne Verdienst! Aus dieser Klientel und nicht aus den großverdienenden Ledigen rekrutiert sich meistens der Nachwuchs-Trainerbereich. Insoweit die ganze weitere Aufzählung, insbesondere jedoch der mitlerweile ungekrönte König des "Hauptsponsors" seine eigene Sprache, die litaneihaftig immer wieder vorgetragen wird, wenn Nachwuchstrainer berechtigte Interessen an die Vereinsverantwortlichen vortragen. Denn fast immer ist dieser Hauptsponsor der Mitverursacher einer Vereinsinsolvenz und damit einhergehend auch der Verlust jahrelanger, mühevoller Vereinsarbeit. Wie mögen sich dabei die vielen ehrenamtlichen und größtenteils kostenlosen Eigenleistungen der treuen Vereinsmitglieder vorkommen, wenn sie plötzlich mit anschauen müssen, wie "ihr Verein" von ein paar "Selbstdarstellern in der Vereinsspitze" gemeinsam mit einem Hauptsponsor, der plötzlich keine Lust mehr hat (weil ihm zB. die Steuerfahnung aufgrund nicht gezahlter Sozialabgaben bei geldwerten Vorteilen seiner Söldner im Nacken sitzt) mehr hat?


    Leider funktioniert eine Vereinsrevision mit dem finanziellen Zuwachs durch Sponsoren längst nicht mehr. Denn wen Laien die Kassenprüfung übernehmen, wie will man dabei gewährleisten, dass die sich nicht die Frage stellen, woher das ganze Geld für die Stadtionverschönerung kommt, bzw. nicht einmal wissen, wieviel Geld der Trainer und die Spieler der 1. Seniorenmannschaft direkt bzw. durch geldwerte Vorteile bekommen. Erst, wenn das Ganze einen größeren Rahmen hat, dann interessiert sich der Fiskus dafür und nicht selten sind dann Steuernachzahlungen fällig.


    Aber ich gebe dir vollkommen recht, dass es wie beim Beispiel der selbstverständlichen Bezahlung von Schiedsrichtern nicht allein mit dem Geld getan ist, wenn nicht auch die Aufgabe entsprechend bewertet wird. Allerdings sollte man schon einen Unterschied darin sehen, ob die Schmerzgrenze von 1.000,- und mehr im Monat bei einer Senioren-Gurkentruppe beim Traing ein wenig höher ist, als die paar Euro fürs Spiel, bei dem man auch noch permanent beschimpft und beleidigt wird. Hinzu kommt, dass die Junioren-Schiedsrichter ja nur dann auch pfeifen können, wenn sie einen Fahrer finden, der sie zum Spiel fährt. Glaubst du, dass der Fahrer viel Bock hat, sich die Beschimpfungen seines/r Sohnes/Tochter oder Freund/Freundin jedes Wochenende anzuhören?


    Es geht hier doch gar nicht um den Erwerb von Reichtümern übers Ehrenamt, sondern um eine Aufwandsentschädigung für tatsächlich entstandene, private Kosten in Kombination mit Dank für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Aufwandsentschädigung ohne Lob allein ist genauso wertlos wie ein Lob ohne Aufwandsentschädigung. Es sei denn, man würde generell keine Aufwandsentschädigung an alle Vereinsmitarbeiter zahlen, stattdessen die eingesparten Mittel in die Verbesserung der allgemeinen Rahmenbedingungen in den Verein stecken.


    Jeder interessierte Trainer wird seine Zeit gerne dem Verein schenken, weil der Spaß an dieser Aufgabe ein wesentlicher Kern des Ehrenamtes darstellt. Die soziale Verantwortung im Rahmen der Gesellschaft wird er gern übernehmen, solange auch seine Arbeit gewürdigt wird. Eine Differenzierung zwischen 1. Seniorenmannschaft und dem Jugendbereich ist im Breitensport von Nachteil, da sie zu immer weniger Interesse bei den potenziellen Trainernachwuchs führt.


    Besser man stellt sich schon heute den berechtigten Forderungen, als wenn man zu spät bemerkt, dass auf die "Latrinenparolen" von wegen kein Geld für diese Arbeit niemand mehr reagiert!

    @Don


    Nein, das Forum hat damit nichts zu tun! Man diskutiert besonders über Entscheidungen im Spitzenfussball und beobachtet Trends.


    Nun zu der Situation beim Pokalspiel: BVB ./. Bayern
    Meistens kommt der Angreifer "mit Tempo" auf den TW zu und der Keeper ist der "Prellbock"! Hier war es umgekeht, weil der Torwart mit Tempo auf den Angreifer zukam. Unter Gegnerdruck faustet ein TW den Ball. Das Risiko einer Verletzung ist hier beim Angreifer höher.


    Es ging hier auch weniger darum, dass Berufsfussballer ganz besonders auf ihre Gesundheit achten, was bei einer Kampfsportart auf Hochleistungsniveau nicht immer einfach ist, sondern um eine Regelauslegung, die zur Chancengleichheit führen kann.


    Ich erkenn ja auch an der Mehrzahl eurer Antworten, dass eure Erfahrungen im Angreiferspiel sehr viel größer sind als die eines Keepers. Da kann ich doch diese Antworten nicht kritisieren, sondern nur den weiteren Versuch unternehmen, euren Blickwinkel anhand von Situationsbeschreibungen zu erweitern.

    renek


    Sind denn aus entsprechend ausgebildete Jugendleiter vor Ort, um die Eignung ihrer Trainer zu sichten? Nicht, dass man nachher die richtigen Jungs, aber die falschen Trainer habt :thumbup: ?


    Ne, mal im Ernst: wer eine Sichtung macht, der sollte schon irgendein Ziel verfolgen? Denn die Gegner durch Abwerbung ihrer Leistungsträger zu schwächen, gegen die man anschließend Punktspiele bestreitet, dass kann doch jeder oder?

    Steini


    Ich denke mal, da hast du recht, dass sich kaum ein Einsteiger darüber Gedanken macht, was außer Training und Spiel sonst noch so dazu gehört. Oder ist hier irgendjemand im Forum, dem vom Jugendleiter aufrichtig gesagt wurde, wie viel Zeit er am Telefon, in sonstigen Gesprächen mit Spielern, Eltern, Vereinsfunkitonären, Staffelleitungen, ect. verbringt und wie sehr sein Leben dadurch vom Freundes- und Familienkreis beschnitten wird.
    Aber ich möchte auch gar nicht aufwiegen wollen, ob man mehr Zeit als Trainer oder bei der freiwilligen Feuerwehr verbringt. Nicht aufwiegen möchte ich, warum Eltern wie selbstverständlich höhere Geldbeträge für die Mal- oder Musikschule ausgeben, jedoch sich die Vereine weigern, einen kleinen Teil ihrer Einkünfte aus Migliedschaft, komunalen Zuschüssen, Zuschüssen vom Verband und dem DFB, Sponsorengelder aus Dankbarkeit an alle Trainer weiterzugeben, damit sie nicht auf ihre privaten Kosten sitzenbleiben.


    Günter
    Nur noch kurz zu deiner Statistik. Das in aller Regel sich über 16-Jährige für Ehrenamt engagieren, sollte keine Besonderheit darstellen. Wie sich die Anteile von älteren und jüngeren Ehrenamtlichen verhält, sagt diese Statistik leider genauso wenig aus, als die Veränderung der Ursachen für ehrenamtliches Engagement. Auch sagt es nichts daraüber aus, wie lange jemand ein Ehrenamt bekleidet. Anhand dieser Daten einen Wertewandel zu erkennen, ist also schwierig.


    Andre und Andere haben ihre persönliche Wahrnehmung in der Wertigkeit potenzieller Nachwuchs-Trainer beschrieben, die sich nach ihrer Meinung nicht mehr "für einen warmen Händedruck allein" in einem Verein engagieren. Die Frage, wo das Geld dafür herkommen soll, die ist noch am schnellsten beantwortet. Denn es ist in den meisten Vereinen vorhanden. Woher sollten sonst die Rechnungen für die Verschönerung der Vereinsanlagen sowie die Bezahlung der Trainer und Spieler der 1. Seniorenmannschaft herkommen.


    Es bedarf lediglich eine Umverteilung, durch die dann alle Vereinsmitglieder profitieren.

    Wer in den vergangenen Wochen diverse Bundesliga-Spiele beobachtet hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Schiedsrichter nicht mehr beim leisen Verdacht auf den "Punkt" zeigen, sondern sich nur für den Fall für einen Elfmeter entscheiden, in der sie eine "deutlich wahrnehmbare" Regelverletzung im Strafraum erkannt haben.


    In den diversen Gesprächsrunden wurde ebenfalls deutlich, dass man aufgrund des hohen Dribblingtempo der Angreifer nur noch schwer erkennen könne, ob es beim "Abflug des Angreifers" wirklich zu einem Körperkontakt gekommen sei, sodaß bei der Entscheidung zu berücksichtigen sei, inweiweit der Körperkontakt den Angreifer regelwidrig behindert habe.


    Der Elfmeter beim Spiel gegen Porto hat die notwendige Diskussion in Gang gesetzt, inwieweit die bisherige Auslegung für den Elfmeterpfiff sowie einer "gelben" oder "roten Karte" dem Fussballspiel die gewünschten Impulse verleiht, die die Chancengleichheit auf dem gesamten Spielfeld gewährleisten soll?


    Natürlich können nach wie vor Schiedsrichter falsche Tatsachenentscheidungen treffen. Jedoch dürfte der Irrtumsfaktor geringer werden, wenn man sich in Zukunft wieder mehr auf seine Augen, statt auf sein Gefühl bei einer Elfmeterentscheidung verläßt. Selbst der Angreifer kann sich nunmehr ziemlich sicher sein, dass eine Schwalbe kaum noch Sinn macht, weil sein Verhalten vom Schiedsrichter ignoriert wird. So gibt es keine Diskussion mehr, ob es ein "freier Abflug" war oder ein regelkonformer Körperkontakt dieses Verhalten herauf beschworen hat. Es wird lediglich als technischen Fehler des Angreifers angesehen. Danach dürfte auch sien Trainer ein Interesse daran hat, dieses Verhalten zu rügen.


    Auf Verbands- und Bundesebene werden Nachwuchs-Angreifer, deren häufige Absicht für "Schwalben" zu erkennen ist, zunächst gerügt und im Wiederholungsfalle ausgeschlossen. Denn dieses Verhalten reduziert gewünschte Angriffsvarianten, da es lediglich einen Schiedsrichterpfiff provozieren will. Leider gibt es nach wie vor Vereinstrainer, denen auch die Schwalbe als Mttel zum Erfolg billig ist und faires Verhalten nur einen geringen Raum im Sport einräumen. Es besteht jedoch immer die Hoffnung auf ein Umdenken, nicht von Spiel zu Spiel zu denken, sondern auch eine persönliche Vision zu entwickeln.


    Denn wer besonders engagiert ist und gleichermaßen erfolgreich trainiert, der kann auf "Schwalben" verzichten. Das haben die Bayern indrucksvoll im Rückspiel gegen Porto bewiesen.


    Es war in keinem Moment dieser Diskussion meine Absicht, den Torwart besser als den Angreifer darzustellen, sondern lediglich eine Chancengleichheit herzustellen, die ich in der aktuellen Regelauslegung nicht mehr gesehen habe.