@Totti
Du schreibst, manchmal hast du großen Spaß und dann wieder gibt es große Unruhe. Hast du schon mal überlegt, bei welchen Gelegenheiten es besonders interessant für dich war und wann Unruhe aufkam?
Man kann "Rituale" für den Trainngsbeginn einführen, wenn ein pünktlicher Beginn nicht möglich ist (z.B. berufstätige Eltern)
@Steini hat ein prima Beispiel dafür beschrieben. Es gibt weitere Rituale, die man zu Beginn eines Trainings machen kann.
Beispiel:
1. Feld (ca. 20 x 20 m bzw. je nach Anzahl der zu erwartenden Kinder größer oder kleiner machen) mit Hütchchen markieren. An jede der 4 Ecken wird ein 2 x 2 m Feld mit Hütchen unterschiedlicher Farben markiert
2. Ausreichend Bälle bereit legen
3. Sobald mehr als 2 Spieler da sind, läßt du folgendes Spiel starten
3.a.:Alle dribbeln los, bis das Kommando kommt: "Alle Spieler mit bloden Haaren rennen ins grüne Feld"
4. Nun rennen alle angesprochenen Spieler mit ihrem Ball in dieses Feld
5. Derjenige, des das richtige Feld als Erster erreicht hat, dar den nächsten Versuch mit anderer Spielerbeschreibung starten
Auch bei diesem Spiel können die Nachzöglinge sofort mitmachen.
Von Zeit zu Zeit kann man die Rituale auch wechseln, wenn man erkennt, dass einige Kinder es bereits etwas lustlos machen.
Weitere wichtige Hinweise finden sich bei anakiny. So ist z.B. auch die eigene Pünktlichkeit wichtig. Aber auch das sagt sich manchmal leicht dahin. Denn man hat andere, wichtigere Verpflichtungen. Wenn aber ein Co-Traienr oder Betreuer schon vor Ort ist, dann können die schon mal mit dem "Ritual" starten, bis du angekommen bist.
Zur Methodik:
Gleich mehrfach taucht der Hinweis auf, sich mit einfachen, klaren Übungshinweisen kurz zu fassen. Bis einschl. E - Jugend sollte die Übungsbeschreibung nach max. 1 Minute erledigt sein. Dann sollte man die Kinder sich daran probieren lassen. Wer schon vorher erklärt, was man alles nicht dabei machen sollte, der erkennt gar nicht, was für Fehler dabei überhaupt gemacht werden. Selbst bei Kindern, die zunächst noch nicht klar kommen, nicht sofort hinrennen, sondern einen Moment warten. Denn Kinder beobachten und können sehr gut von anderen Kindern lernen. Wenn du dir die Antwort auf meine Eingangsfrage überlegst, wirst du vermutlich zum selben Ergebnis kommen bei der Fehlersuche zunächst bei dir zu beginnen.
Schau ansonsten in den Infos zur F-Jugend unter www.dfb.de nach, um weitere altersspezifische Details zu erfahren. Spätestens dann wirst du erkennen, dass deine Kinder gar nichts falsch gemacht haben,, sondern du nach ein paar kleineren Korrekturen den Fussball, der euch allen am meisten Spaß macht, zu sehen bekommst.
@h4cher
Das Aufwärmeen als Verletzungsprävention gibts nicht mehr. Es gibt auch genügend wissenschaftliche Untersuchungen, die diesen Irrglauben wiederlegen. Aufgrund dessen hat die Aufwärmphase die Bedeutung erlangt, sich mental von den vorherigen Aufgaben (z.B. in der Schule) zu verabschieden und auf die kommenden Aufgaben (im Training) vorzubereiten.
Man kann die "Aufwärmphase" in 2 Elemente unterteilen:
1. Element: Abschalten von den vorherigen Aufgaben (z.B. in der Schule)
2. Element: Vorbereiten auf die kommenden Aufgaben (im Training)
Ich hoffe, die Hinweise helfen dir weiter?