Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @Skyliner


    Erst mal Herzlichen Glückwunsch!


    Na, das war aber dann mal wirklich eine Überraschung mit der Damenmannschaft (für die Trainerlizenz Breitensport Kinder und Jugend) :D .


    Aber der Fussball spricht nur eine Sprache, weshalb man auch mit den Ladies eine Trainingseinheit (bzw. einen Teil als Lehrprobe) machen kann. Zusätzlich haben sie es dir dank ihrer geringen technischen Fähigkeiten leicht gemacht, korrigierend einzugreifen.


    Willst du jetzt auch eine Damenmannschaft trainieren oder doch erst mal mit einem einfachen Trainerjob anfangen?

    @DSV
    Wenn nach deiner Meinung in den Augen der Kinder nur der Sieg zählt, wie willst du sie denn im Falle einer Niederlage leistungsmäßig voranbringen, bzw. wie willst du sie im Falle von mehreren Niederlagen überhaupt dazu motivieren, wenn doch ein Sieg in unerreichbarer Nähe zu sein scheint. Denn für jeden Sieger muß es gleichzeitig auch einen Verlierer geben. Wenn sich das, wie zu sagst, tief ins Herz der Kinder brennt, dann kann es ja nur im Fall vom Sieg eine leistungsmäßige Verbesserung geben!


    Doch bevor wir weiter diskutieren, noch ein paar Fragen. Bei dir steht A-Jugend. Aber leider keine Angabe über die Liga. Wenn da z.B. ein Team ist, in der man kickt, weil es sonst noch langweiliger wäre, kaum Chancen vorhanden sind, als Mannschaft mal einen Erfolg zu feiern, dann kann ich mir schon vorstellen, dass diese zufällige Ansammlung junger Menschen ähnlich wie im sozialen Netzwerk mit Mobbing reagiert. Dass man als Trainer eines solchen Haufens nicht einfach hat, zwischen den Streithähnen zu schlichten, ist ebenfalls vorstellbar.


    Nicht, dass wir völlig unterschiedliche Altersgruppen meinen. Denn mein Statement bezog sich auf Kinder im unteren Jugendbereich (Bambini - D-Jugend).


    Ich denke mal, kindliche Neugier ist besser geeignet, die fussballerischen Fähigkeiten zu verbessern. Denn zunächst einmal muß der Spaß am Fussball entstehen und erst dann kann kann der Spaß an der eigenen Leistung wachsen. Wenn ich deiner Theorie folgen würde, dann gäbe es ja nur für die Tabellenoberen eine gute Chance zur Weiterentwicklung. (By the way, bei einer "Sichtung auf oberster Ebene" wurden gleich mehrere Spieler vom späteren Turnierletzten ausgewählt! Wie würde das in deine Theorie passen?)

    @Libra


    Generell sollte man die persönlichen Freundschaften und die Traineraufgaben voneinander trennen. Was passieren kann, wenn man beides miteinander vermischt, erfährst du gerade am eigenen Leibe.


    Eigentlich hätte ich bei deinem Statement irgendeinen Hinweis erwartet, was die Eltern mit ihrem Jungen anstellen? Denn als normal ist das Verhalten ihres Kindes ja nicht zu bezeichnen.


    Nun gehöre ich zu den Verfechtern, die in den Traineraufgaben eine klare Abtrennung sehen, wenn es um den Ersatz elterlicher Erziehungsmaßnahmen geht. Dafür sind wir nicht als Trainer ausgebildet und wir können deshalb auch manchmal mehr Schaden als Nutzen dabei anrichten, weil wir die Gefühle der Kinder häufig gar nicht kennen.


    Eine "öffentliche Vorführung" inform von Strafen (z.B. Verkürzung) der Spielzeit führt bei den Bambines eher in Ausnahmefällen zu einer Leuterung! Das hat m.E. auch nichts mit "kein Kind aufgeben" zu tun, sondern vielmehr mit dem Bedürfnis, dass möglichst alle so denken sollen, wie man es selbst am liebsten hätte. Nicht umsonst wird gesagt, dass Pfarrers- und Professorenkinder am seltensten geraten. Hilft doch weder der feste Glaube noch die aussergewöhnliche Intelligenz dabei, ein Individuum nach eigenen Wünschen so zu formen, dass es als Ebenbild taugt.


    Es wird so oder so seine Erfahrungen machen (müssen) und in den allermeisten Fällen wird es zu guten Einsichten (mit/ohne Strafe) gelangen.


    Ich würd es relativ einfach halten und gemiensam mit den Eltern eine rasche Lösung herbeiführen. D.h. ein Elternteil ist beim Trainng und kümmert sich sofort um das Kind, wenn es mal wieder eine "Attacke gegen Mannschaftskameraden fährt" oder es kann frühestens dann wieder um Mannschaftstraining eingeladen werden, wenn es sich normal in der Gruppe verhalten kann

    Zitat: "Die Fastenvorschrift im Monat Ramadan gilt für jeden geistig zurechnungsfähigen Muslim, Mann oder Frau, der die Pubertät erreicht."


    Geistig Zurechnungsfähige spielen doch nicht Fussball - also darf er Essen und Trinken soviel er will
    :thumbup: !

    Hallo Trainerfreunde!


    Was mag sich die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt dabei gedacht haben, dass Halbfinale (Deutschand - Portugal) der U 21 Europameisterschaft zur besten Abendsendezeit zu präsentieren?


    Was ist eure Meinung dazu?

    @Totti


    Du schreibst, manchmal hast du großen Spaß und dann wieder gibt es große Unruhe. Hast du schon mal überlegt, bei welchen Gelegenheiten es besonders interessant für dich war und wann Unruhe aufkam?


    Man kann "Rituale" für den Trainngsbeginn einführen, wenn ein pünktlicher Beginn nicht möglich ist (z.B. berufstätige Eltern)


    @Steini hat ein prima Beispiel dafür beschrieben. Es gibt weitere Rituale, die man zu Beginn eines Trainings machen kann.


    Beispiel:
    1. Feld (ca. 20 x 20 m bzw. je nach Anzahl der zu erwartenden Kinder größer oder kleiner machen) mit Hütchchen markieren. An jede der 4 Ecken wird ein 2 x 2 m Feld mit Hütchen unterschiedlicher Farben markiert
    2. Ausreichend Bälle bereit legen
    3. Sobald mehr als 2 Spieler da sind, läßt du folgendes Spiel starten
    3.a.:Alle dribbeln los, bis das Kommando kommt: "Alle Spieler mit bloden Haaren rennen ins grüne Feld"
    4. Nun rennen alle angesprochenen Spieler mit ihrem Ball in dieses Feld
    5. Derjenige, des das richtige Feld als Erster erreicht hat, dar den nächsten Versuch mit anderer Spielerbeschreibung starten


    Auch bei diesem Spiel können die Nachzöglinge sofort mitmachen.


    Von Zeit zu Zeit kann man die Rituale auch wechseln, wenn man erkennt, dass einige Kinder es bereits etwas lustlos machen.


    Weitere wichtige Hinweise finden sich bei anakiny. So ist z.B. auch die eigene Pünktlichkeit wichtig. Aber auch das sagt sich manchmal leicht dahin. Denn man hat andere, wichtigere Verpflichtungen. Wenn aber ein Co-Traienr oder Betreuer schon vor Ort ist, dann können die schon mal mit dem "Ritual" starten, bis du angekommen bist.


    Zur Methodik:
    Gleich mehrfach taucht der Hinweis auf, sich mit einfachen, klaren Übungshinweisen kurz zu fassen. Bis einschl. E - Jugend sollte die Übungsbeschreibung nach max. 1 Minute erledigt sein. Dann sollte man die Kinder sich daran probieren lassen. Wer schon vorher erklärt, was man alles nicht dabei machen sollte, der erkennt gar nicht, was für Fehler dabei überhaupt gemacht werden. Selbst bei Kindern, die zunächst noch nicht klar kommen, nicht sofort hinrennen, sondern einen Moment warten. Denn Kinder beobachten und können sehr gut von anderen Kindern lernen. Wenn du dir die Antwort auf meine Eingangsfrage überlegst, wirst du vermutlich zum selben Ergebnis kommen bei der Fehlersuche zunächst bei dir zu beginnen.


    Schau ansonsten in den Infos zur F-Jugend unter www.dfb.de nach, um weitere altersspezifische Details zu erfahren. Spätestens dann wirst du erkennen, dass deine Kinder gar nichts falsch gemacht haben,, sondern du nach ein paar kleineren Korrekturen den Fussball, der euch allen am meisten Spaß macht, zu sehen bekommst.



    @h4cher
    Das Aufwärmeen als Verletzungsprävention gibts nicht mehr. Es gibt auch genügend wissenschaftliche Untersuchungen, die diesen Irrglauben wiederlegen. Aufgrund dessen hat die Aufwärmphase die Bedeutung erlangt, sich mental von den vorherigen Aufgaben (z.B. in der Schule) zu verabschieden und auf die kommenden Aufgaben (im Training) vorzubereiten.


    Man kann die "Aufwärmphase" in 2 Elemente unterteilen:
    1. Element: Abschalten von den vorherigen Aufgaben (z.B. in der Schule)
    2. Element: Vorbereiten auf die kommenden Aufgaben (im Training)



    Ich hoffe, die Hinweise helfen dir weiter?

    @davidus


    Weil ich nun bis auf die Info, dass du vom TW-Training keine Ahnung hast, mit deinem Beitrag nichts anfangen konnte, hab ich mir mal deine Wissensquelle angeschaut und schon beim ersten Themenklick http://www.fussballtraining.de…orhueter/18194#more-18194 jede Menge "altbackenes Wissen" entdeckt. Denn wer Oli Kahn und Jens Lehmann, die in ihrer Zeit Weltklassekeeper waren, mit den Eckpfeilern des moderen TW-Spiels in Verbindung bringt, der hat den letzten Schuß nicht mitbekommen! Denn in der Zeit, in der die Keeper Torlinien-Athleten sein mußten, war die Sprungkraft ein entscheidender Faktor. Jedoch wurde durch die Veränderungen im ballorientierten Spiel der Torlinien-Keeper zum Torraum-Spieler, weshalb andere Faktoren (differenziertes Stellungsspiel, beidfüssig Ballverarbeitung) an Bedeutung gewannen.


    Aber als wäre das noch nicht schlimm genug! Da wird dem interessierten Laien weißgemacht, dass der mit 1,82 m eher klein geratene Iker Casillas nur aufgrund seiner Sprungkraft zum 5-maligen Welttorhüter ernannt wurde.


    Was machen 10 cm an Körpergröße aus, wenn sich der Keeper ca. 3 Meter neben seiner bestmöglichen TW-Position befindet? Nimmt denn der Blödsinn mit der Körpergröße und der Sprungkraftungeheuer gar keine Ende?


    Es gibt viele gute Internet-Plattformen mit mehr Qualität. Ich hoffe, dass du bessere und interessantere Quellen fürs TW-Trainng findest.


    Wer in der Altersstufe der E- und D-Jugend TW-Übungen machen möchte, der sollte lediglich ein paar Grundregeln beachten, damit jeder Interessierte die Chance bekommt, auch diese Position mit großem Spaßfaktor kennen zu lernen:


    1. Sicherheitsregeln
    1.1. Fangübungen
    - Hände nicht in Ballrichtung ausstrecken, sondern nach oben, unten oder zur Seite (sonst besteht Gefahr von Fingerprellung)
    1.2. Abkippen (abrollen)
    - Fuß an Abkippseite leicht nach vorn in Position bringen, über Oberschenkel, Hüfte und Schulter abrollen (wer sich einfach seitlich fallen läßt, landet meist auf der Hüfte oder Schulter, dass tut weh!)
    1.3. Hechten
    - beim Sprung über die Fußspitze abdrücken, seitlich drehen (sonst fällt man aufs Gesicht und auf den Bauch; andere Fehlervariante ist der seitliche "Bogensprung" mit Schulterlandung)


    2. TW-Technik-Übungen


    2.1. Defensivaktionen
    2.1.1. Fangübungen
    - Fangen flacher, halbhoher und hoher Bälle (ohne und mit TW-Handschuhe)
    2.1. 2. Zonen-Übungen
    - Stand- Abkipp-, Sprungübungen
    2.1.3. Stellungsspiel
    2.1.3.1. Standards im torgefährlichen Bereich


    2.2.Offensivaktionen
    2.2.1. Varianten der Spieleröffnung
    - beidfüssige Ballverarbeitung und Paßspiel
    - Abstoß, Abwurf, Abschlag


    Mit den jeweiligen Themenschwerpunkten hat man normalerweise eine Saisonplanung erstellt. Wenn etwas Erfahrung hinzu kommt, findet man rasch neben dem Alter- auch das jeweilige Leistungsniveua, damit jeder Keeper entsprechend gefordert wird.


    Ein TW-Training, bei dem der Keeper anschließend "völlig platt" ist, wenn sein TW-Trainer lediglich durch das Abfeuern von Ball-Batterien die Ermüdung im Sinn hat, hat rein gar nichts mit modernen TW-Übungen zu tun! Denn hier ist der Lerneffekt gleich Null, da keinerlei Wert auf das Erlernen des TW-Spiels gelegt wird und sich auf diese Weise fehlerbehaftete Techniken automatisieren werden. Für spätere TW-Trainer wird es dann schwierig, diese Fehler nachträglich zu korrigieren.

    @Skyliner74


    Also dein Parcours paßt schon mal zum Thema deines Trainingsschwerpunktes. Jetzt brauchts nur noch 2 Dinge: Erstens die Übungen zum Laufen bringen. Zweitens sich auf Korrekturen vorzubereiten. Bei letzterem sind die Prüfer besonders pingelig. Denn wenn da jemand so ziemlich alles falsch macht und du stehst schweigend daneben. Dann darfst du dich auf eine erneute Prüfung freuen.


    Zwar weißt du jetztn noch nicht genau, welche Mannschaft und damit welches Niveau du in der Lehrprobe zu erwarten hast. Jedoch kannst du es spätestens erkennen, wenn sich die Spieler warmmachen oder aber bei den Teilnehmern, die vor dir dran sind. Hier kannst du vermutlich rasch erkennen, welche Spieler technisch versicherter sind. Die gehören dann an den Start und die etwas Schwächeren folgen ihnen.
    Motiviert sind bei dieser Lehrprobe normalerweise alle Teilnehmer, weil sie nicht jeden Tag vor so vielen Trainern und Ausbildern ihr Können zeigen dürfen.


    Nun zu den Korrekturen:


    1. Kleine Korrektuen
    Wenn du jemanden aus deiner Trainngsgruppe besonders lobst, schauen die Anderen automatisch dem Gelobten zu, weil sie es genau so gut machen wollen.


    2. Größere Korrekturen
    Weil du den Vollspannstoß gewählt hast, wird es vermutlich in der D 2 einige Kandidaten geben, die es nicht hinbekommen. Schau genau hin, was das Defizit ist. Nach Beendigung des Parcours bittest du einen Teilnehmer, der den Vollspannstoß besonders gut hinbekommen hat, es noch einmal zu für die Anderen in "Zeitlupe" zu demonstrieren. Dabei erklärst du die wichtigsten Details (z.B. fast gerader Anlauf, Standbein neben dem Ball, Oberkörper leicht über den Ball, Fuß leicht nach vorn gekippt, Ballkontakt bei ausgestrecktem Schußbein). Das muß auch noch gar nicht perfekt sein, denn der Prüfer will lediglich sehen, ob du in der Lage bist Defizite zu erkennen und diese mit geeigneten Methoden zu korrigieren.


    3. Ganz große Korrekturen
    Wenn du feststellst, dass deine Trainingsgruppe den Parcours nicht wie gewünscht einhält, dann unterbrich kurz und zeige ihnen den Weg bzw. die an der jeweiigen Station geforderte Aufgabe.


    Wichtig ist, dass du stets einfache, klare Informationen gibst. Aber laut genug, damit sie jeder versteht! Sollten einzelne Teilnehmer zu weit von dir entfernt sein, bitte die gesamte Gruppe kurz zu dir. Gut ist es ebenfalls, wenn du kleine Fragen einstreuhst, durch die die Teilnehmer zur gewünschten Aufgabe gelangen.


    Nun gibts ja Kandidaten, die vor jeder Prüfung besonders nervös sind. Bei Einigen ist das so gravierend, dass ein Blackout droht. Normalerweise erhöht leichte Nervöistät bzw. ein wenig Angst die Aufmerksamkeit. D.h. wenn du weißt, dass du sowieso zuerst immer nervös bist, dann lasse es einfach zu, weil du weißt, dass sie ohnehin nach 1 - 2 Minuten verschwunden ist.


    Eine weitere Methode der Überwindung von Nervösität ist das Versetzen in eine "innere Meisterstimmung"! D.h. du besinnst dich unmittelbar vor einer Prüfung an eine Situation, die für dich sehr schwierig war, die du jedoch mit besonderem Lob bewältigt hast. Das innere Fazit daraus lautet, dasss du diese Prüfung "mit links machst", weil du schon weitaus schwierigere Dinge "gemeistert" hast!"



    Viel Erfolg.

    .da sollte man dann hier gut differenzieren und nicht alles für jeden "Freigeben", das wäre für mich ein kathastrophaler Freifahrtschein für genau diese Leute und verantwortungslos.

    @Andre


    Vielleicht hat es ja auch bei euch in der Zeitung gestanden, dass die Mutter eines Kinde nunmehr durch Unterschriften zur Abschaffung oder grundsätzlichen Veränderungen der Bundesjugendspiele wirbt. Sie sieht darin eine "Zwangsleistungsveranstaltung", in der die Kinder mit unterdurchschnittlichen Leistungen vor der Gruppe vorgeführt werden sollen, weil ihnen die Urkunde für ihre persönlichen Leistungen verwehrt wird.


    Daraus resultiert nach ihrer Meinung die Erkenntnis, dass es hierbei keineswegs um eine entwicklungsfördernde und kindgerechte Unterstützung geht, sondern lediglich um eine öffentliche Demonstration nach nützlichen und unnützen (weil sportlich nach begabt) Mitgliedern unserer Gesellschaft. Denn wer Kritik erfährt, ohne eine Chance zu haben, sich mit gutem Ausgang dagegen zur Wehr zu setzen, der erlebt eine Machtdemonstration gegen sich als eine Minderheit, Er wird auf Basis eine nicht erfüllten Leistung ausgegrenzt!


    Verfechter der reinen Leistungstheorie kommen gern mit dem Argument einer Kuschelpädagogik, wenn von diesem Leistungsschema abgewichen wird.


    Ihnen ist es fremd, dass KInder beim (Fussball-) Spiel die Momente purer Freude erleben wollen. Sie wollen sich nur deshalb miteinander messen, weil sie wissen, dass der Unterschied zwischen Sieger und Verlierer nur gering und von kurzer Dauer ist, weil der Verlierer im einen Moment schon der Sieger im nächsten Moment sein kann.


    Nicht umsonst sehen Kinder die Leistungen ihrer (Mannschafts-)spielkameraden mit anderen Augen als die Erwachsenen, die sich vielfach nur dafür interessieren, ob das Geleistete zum Sieg gereicht hat.


    Ob es die Angst vor dem Versagen bei den Bundesjugendspielen, in den Klassenarbeiten oder dem Platz auf der Reservebank bzw. der Trainerkritik anbelangt, immer findet eine Ausgrenzung statt, die nachhaltig demotiiverend ist. Schlimmer noch: schaut man hinter die Kulissen, so entlarvt man die "Leistungsverfechter" dabei, wie nach "Sympathien" ihre Beurteilung Nachdruck verleihen und Kinder bei Mißfallen aussortieren und mit dieser Machtdemonstration einer Ausgrenzung Tür und Tor öffnen.


    Wenn Fussball mehr als ein 1 : 0 sein soll, dann müssen wir in die Herzen unserer Kinder schauen! Nur dann, wenn sie die eigenen Erwartungen mit denen der Kinder decken, kann es den alters- und entwicklungsgerechten Weg geben.


    Ich gebe zu, es ist für viele Erwachsene ein schwieriger Weg, sich von eigenen, häufig gar nicht hinterfragten Erwachsenenregeln zu trennen, um sich auf einen neuen Weg aufzumachen, bei dem die Frage, was denn das Kind will, zu machen?!

    @d-rose-1


    Kondition bolzen ohne Langeweile und am besten mit Ball? Ja das geht! Probiers mal mit folgendem Vorschlag:


    1. Spielfeldgröße bei ca. 16 Spielern für 9-er Mannschaft wählen (sonst Feld der Anzahl der Spieler anpassen)
    2. Alle 10 Meter an den beiden Außenlinien einen Ball legen


    3. Regeln:
    3.1. wer den Ball ins Aus schießt, muß ihn sofort wieder holen
    3.2. der Gegner kann sofort einen in der Nähe liegenden Ball von der Außenlinie nehmen und zum Mitspieler einwerfen
    3.3. Option: TW soll ebenfalls ins Toraus abgelenkten Ball wiederholen. Denn so lernt er zur schnellen Spieleröffnung jeden Ball, wenn irgend möglich, ins Spiel zu behalten!
    (Die Spielverzögerung paßt besser zum Thread: Torjubel trainieren! :thumbup: )



    Lehrinhalte
    1. Hohe Intensivtät für alle Spieler, da es kaum Verschnaufpausen gibt
    2. Präzises Pass-Spiel, da schon Aus-Ball eine Strafe (Ball wiederholen) nach sich zieht
    3. Schnelles Umschaltspiel, um Vorteil Aus-Balls zu nutzen, bzw. den Nachteil durch temporäre Unterzahl beim Aus-Ball zu nutzen
    4. Rasch wechselnde Über- und Unterzahlsituationen in allen Feldbereichen für alle Spieler
    5. Viele Antritte, da Kurzpass-Spiel forciert wird (der Ball soll nicht ins Aus!)
    6. Kondition mit Ball über fussballspezifisches Laufen


    Viel Spaß dabei!
    (Ach ja, das Trainngsspielchen eignet sich von F-Jugend bis zu den Senioren. Entsprechend dem Alter und Größe der Trainingsgruppe die Spielfeldgröße und Anzahl der bereitgelegten Bälle
    anpassen)

    @Andre


    Über die "4-er Kette" könnte man ebenfalls ein ganzes Buch schreiben.


    Sagt ein Trainer auf der Fortbildung: "Bei uns können wir keine 4-er Kette spielen. Wir haben dafür nicht die richtigen Schiedsrichter."


    @16-er
    Natürlich haut jeder Trainer im Laufe seiner Jahre jede Menge Unfug raus! Das ist doch normal. Wenn man aber selbst darüber lachen kann, dann steht man drüber, hat daraus selbst gelernt und ist schon ein gutes Stück weiter. Die Chance selbst über sich lachen zu dürfen bekommen ja nur die, die Spaß an der Aufgabe haben und dabei immer besser werden.


    Es gibt also gute Gründe über sich selbst lachen zu können!

    @raicoon


    Es geht nicht darum, das es Ewig Gestrige und Unbelehrbare gibt. (Erst vor wenigen Tagen wurde mir ein Fall zugetragen, in der es um ein "wichtiges" Entscheidungsspiel ohne Schiri ging, als einer der beiden Trainer sich unmittel vor einer brenzligen Situation vorsichtshalber wegdrehte und dann "natürlich nichts" gesehen haben wollte) Es geht darum, dass die Anzahl dieser Schwarzen Schafe immer kleiner wird. Ganz ausmerzen wird man sie wohl deshalb nicht, weil immer wieder Neue hinzukommen!


    Es wäre für diesen Fussball schädlich, wenn man ihn nur deshalb nicht an die Kinder zurück gibt, nur weil sich ein paar Idioten nicht daran halten. Stellt diese Leute von mir aus an den Pranger, damit ihr falsches Handeln öffentlich wird, aber resigniert nicht vor ihnen. Denn dann wird der Fussball nur ein noch schlechteres Hobby für euch und eure Kinder!

    @Strznievski


    Wenn du dir mal die Oldie-Teams der Bundesliga-Mannschaften anschaust, dann Dehnen und Stretchen die sich sehr ausgiebig. Natürlich haben sie das so zu ihrer Aktivtenzeit gelernt. Aber bei einem nicht durchtrainierten, älteren Körper ist die Verletzungsgefahr gerade auch in den ersten Minuten so hoch, weil sie in aller Regel zu wenig Fitness besitzen.


    Andererseits glaube ich nicht, dass sich Robben vor einer erneuten Verletzung bewahrt hätte, wenn er sich nur ausreichend gedehnt hätte. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Meinungen des Trainers und seines Fitness-Arztes über die Einsatzfähigkeit des Spielers zu weit auseinander gingen.


    Natürlich hat auch der "Plazebo-Effekt" immer eine Bedeutung in Grenzbereichen. Aber generell sollte man durchaus sportwissenschaftlichen Erkenntnissen vertrauen können.


    Die sehr kurze Aufwärmphase hab ich mir übrigens bei einer niederländischen Erstliga-Mannschaft abgeschaut. Wäre ich jedoch Trainer einer Altherren-Mannschaft, dann würde ich die nicht ohne ausreichende Dehnübungen und mahnender Worte, es mit dem Ehrgeiz nicht zu übertreiben, auf den Platz schicken!

    @Andre


    Wenn wir den pädagogischen Wert, insbesondere beim Coaching mal außen vorstellen, dann sucht Steini in erster Linie Übungen, die er sich selbst für seine Jungs zurecht basteln möchte. Die Übungen selbst finde ich O.K. Was mir nicht gefällt ist, dass der Trainer:
    - keinen Wert auf die Antizipation des Paßnehmers legt. Zwar bestimmt dieser die Paßrichtung, jedoch muß der Paß auch irgendeinen Sinn ergeben
    - ihm die technische Ausführung von Pass und Ballmitnahme schnuppe ist


    Natürlich soll der Paßnehmer die Umgebung vor seinem Ballkontakt scannen! Dafür eignen sich die Übungen generell schon. Nur reicht es nicht, wenn man Teile daraus selektiert trainiert und im Spiel deshalb wenig davon sieht, weil wesentliche Elemente (Technik, Individualtaktik) noch nicht intensiv mit-trainiert wurden.


    Wenn aber Steini sagt, er besitzt genügend Erfahrung und sucht Inhalte, dann kann er sich vielleicht mit etwas Mühe daraus etwas Gutes machen?

    @raicoon


    Wieso paßt doch prima Ich finde, es eigentlich sich sehr gut als Lehrfilm zur Begrüßung der neuen (und alten) Trainer! So manch einer erkennt sich selbst bei den Szenen wieder! Humor ist fast immer ein guter Begleiter, damit aus Einsicht eine Verbesserung wird. Ebenfalls wäre es für Jugendleiter eine gute Gelegenheit, in Anbetracht der gezeigten Bilder die Notwendigkeit eines Jugendkonzeptes kurz zu erläutern.

    @Dirk


    Ich glaube, man sollte sogar eine deutliche Warnung davor aussprechen, nunmehr alles infrage zu stellen und die Bambinies zum Experimentierfeld zwar gutgemeinter, aber übereifriger Trainer werden zu lassen. Denn hier können sich weder die Kinder noch deren meist im Fussball unerfahrenen Eltern über mehr als ein bloßes Bauchgefühl heraus äußern.


    So sehe auch ich die Gefahr daran, was man mit denen, deren Wunschbild am Lerntempo nicht mit dem seines Trainers entspricht, anfängt? Wenn die natürliche Neugier zu sehr in Richtung Leistungsanforderungen ge- und vielleicht mißbraucht wird, dann befürchte auch ich, das so ein Video von @Zodiak eher Hoffnungen für die "falschen Trainer-Klientel" setzt. Natürlich gibt es in ganz seltenen Fällen Talente, die schon sehr früh fussballerische Fähigkeiten besitzen, jedoch ist die parallele soziale Kompetenz fast immer identisch mit den anderen Kindern in derr Mannschaft. Insofern sehe ich es als unabdingbar, die Kinder nicht auf ihre fussballerischen Fähigkeiten zu reduzieren, sondern als Indviduen partnerschaftlich und gemeinsam mit den Eltern ein altersgerechtes Angebot zu gestalten.


    Es schließt jedoch nicht aus, dass die auf dem DFB-Blatt aufgezeichnete Darstellung für immer in Stein gemeißelt sind. Ich finde, dass man das mit dem "goldenen Lernalter" endlich mal rausnehmen sollte! Man sollte Lernen nicht mit Beeinflussen verwechseln! Es ist schon ein Unterschied, ob ich etwas mache, was ein Dritter von mir verlangt oder ob ich es gern mache, weil ich es verstehe! Letzteres führt zur Selbständigkeit, während man bei Ersterem die Duckmäuserhaftigkeit fördert! Gerade der Fussball braucht starke Persönlichkeiten, für die man keine Zeit verplempern muß!

    @h4cher


    Ne, das meinte ich nun gar nicht! Multitasking heißt in jeder Phase und für jede Phase ein sinnvolle Handlung! Hier erscheint so manches eher als Zufall


    Verfolge mal im unteren Clip die "Nr. 82" und vergleiche, ob dieser Spieler für jede Phase eine sinnvolle Handlung zeigt oder eher planlos rumrennt?


    Zwar gilt auch hier das Prinzip, das Sicherheit vor Schnelligkeit geht, jedoch sollte zur Verfeinerung der Fähigkeiten irgendwann auch eine Tempoerhöhung (z.B. durch Gegnerdruck) stattfiden. Denn wenn man sehr viel Zeit hat, werden jeweils die Fehler gleich mitkorrigiert, für die im Wettkampf dann keine Zeit mehr vorhanden ist.


    Wenn du dir z.B. die technischen Fähigkeiten einiger Teilnehmer anschaust, dann bekommen sie nur deshalb das Multitasking in der Übung hin, weil der Trainer darauf gar nicht eingeht, sondern stur seine Übungen durchzieht.

    @'Skyliner74


    Natürlich wäre noch wichtig, wie alt diese Kinder sind und in welcher Liga sie kicken. Ich nehme mal an, es wird eine C oder D-Jugend aus dem Breitensportbereich sein?


    Es gibt manche Trainerkandidaten, die wollen unbedingt auch noch in der Prüfung dadurch glänzen, dass bei ihnen der Schwierigkeitsgrad besonders hoch ist! Weil aber nicht sie, sondern die Kinder den Parcours erfolgreich absolvieren sollen, geht sowas regelmäßig in die Hose. Als Ergebnis ist eine "Kopfwäsche" vom Prüfer sowie die Ankündigung zur Nachprüfung fällig!


    Wähle also den Schwierigkeitsgrad so, dass es alle Kinder gut schaffen können. Falls du kein Gefühl fürs Niveau hast, unterhalte dich vorher mit dem verantwortlichen Mannschaftstrainer. Der wird dir sagen können, welche Spieler versierter sind und auch seine "Grobmotoriker" kennen. Damit es später nicht so schnell einen Stau gibt, ist es von Vorteil, wenn deine Ballkünstler starten und die weniger talentierten in aller Seelenruhe am Ende der Trainingsgruppe den Parcours absolvieren können. Die brauchen dann besonders viel Ansporn und Lob von dir!


    Für die praktische Prüfung hier noch ein paar Tipps.
    1. Parcour aufbauen und noch mal überprüfen, ob alles Details mit deinem Plan übereinstimmen.
    2. Trainingsgruppe zusammen kommen lassen, einen Halbkreis bilden (falls starke Sonnenenstrahlung vorhanden, stell dich so, dass die Kinder nicht in die Sonne schauen müssen)
    3. Trainingsschwerpunkt nennen, Parcours erklären und kurz präsentieren
    4. Startaufstellung einnehmen lassen
    5. Übung starten und gleich darauf achten, dass die Abstände groß genug sind, sodass es keinen Stau gibt



    Viel Erfolg!

    In einer E-Jugend: "Du bleibst an dem Gegenspieler dran, egal wohin er geht." Kurz darauf wurde der Gegenspieler ausgewechselt. DerE-Jugendspieler befolgte die Anweisung seines Trainers und folgte seinem Gegenspieler auf dessen Auswechselbank.

    Sowas überträgt sich dann auch in die Schule.


    Lehrer bringt Klassenarbeit von seinen 25 Schülern mit. Er erklärt, dass er nur 24 Namen für eine Benotung aufschreiben konnte. Allerdings fehlt ein Name, während ein Anderer doppelt auftaucht. Der Lehrer konnte den FAll jedoch rasch aufklären. Ein Schüler so aufgeregt in die Klassenarbeit gegangen, dass er sogar den Namen seines Tischnachbarn mit abgeschrieben hatte.


    Ich aber auch noch einen für euch:


    "5 Leute in die Mauer" sagt der Trainer zu seiner neuen Mädchemannschaft. Daraufhin ein Mädchen: "Trainer, wo sollen wir so schnell eine Mauer herkriegen?"