Beiträge von TW-Trainer

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    Ich finde diese Idee eigentlich ziemlich zweckdienlich. Hat jemand schonmal versucht seinem Jugendausschuss so einen Vorschlag zu machen?

    Ich würde mich zunächst einmal mit den Ideen der FPL-Liga vertraut machen. Der Erfolge hier u.a. ohne Schiedsrichter zu spielen, sind so überragend, als das sich der DFB dazu entschlossen hat, es bundesweit einzuführen. In den meisten Gebieten wird sie bereits gespielt. Dass es wie bei jeder Neuerung hier und dort mal zu einem Problem kommen kann, ist deshalb normal.


    Es wird in der FPL deshalb auf den Schiedsrichter verzichtet, weil hier in der Vergangenheit fast immer Laien gepfiffen haben, an dessen Entscheidungen sich die Gemüter erregten. Stattdessen wurde angeregt einen Spielbegleiter dort einzusetzen, wo soziale Brennpunkte dies für erforderlich erscheinen lassen.


    Kinder können eigentlich sehr viel besser ihr Spiel organisieren als wenn erwachsene Laien in unterschiedlich bewertbaren Szenen überreagieren.


    Dass der Fussball wieder zunehmend zum Frustabbau mißbraucht wird, zeigen u.a. vermehrt verhängte Strafen an Vereine wegen Fanausschreitungen. Beim NFV haben zuletzt die Schiedsrichter der Senioren-Bezirks- und Landesliga gestreikt, weil sie diffamiert ("Sowas wie euch sollte man vergasen!") und sich nicht mehr ausreichend geschützt sahen.


    Ich denke mal, wenn du dir ein ausgewogendes Bild über den Fairplay-Fussball gemacht hast, wirst du zu einer anderen Meinung gelangen?

    Schade, dass wir hier keinen Funktionär aus dem Schiedsrichterbereich in der Diskussion haben.


    Ein wenig schmunzeln mußte ich übers Argument, dass man ja Spieler, die einen schlechten Tag haben, auswechseln kann. Schiedsrichter jedoch nicht! Naja Traienr werden bei schlechten Leistungen ja auch nicht sofort von der Sportanlage verwiesen?


    Ich finde die Beschreibung von @Steini gar nicht so abwägig. Denn wie läßt sich eine Schiedsrichterleitung beschreiben, bei der lediglich eine Mannschaft betroffen ist?


    Ist man "übervorteilt" von den Schiedsrichterentscheidungen, dann regt man sich nicht darüber auf und sagt sich vielleicht: "ausgleichende Gerechtigkeit", weil man in einem anderen Spiel der Leidtragende von Schiedsrichterentscheidungen war.
    Aber fühlt man sich vom Schiedsrichter benachteiligt, dann fällt es schwer als das überlegene Team eine durch den Schiedsrichter herbeigeführte Niederlage zu akzeptieren. Gerade dann, wenn man nahezu seine gesamte Freizeit in den Fussball gesteckt hat. Doch wie kann man soetwas ausschließen? Gibt es doch schon Schiedsrichter-Beobachter (viellleicht zu Wenige) und die Möglichkeit sich als Trainer über eine Schiedsrichterleistung äußern?


    Auch die Schiedsrichtergilde muß sich von Zeit zu Zeit die Frage stellen, ob ihre Ausbildung noch zeitgemäß ist, so dass ihre Schützlinge gut (statt arrogant) ausgeibldet einen Wettkampf regel- und anwendungssicher leiten. Schiedsrichter mit Unfehlbarkeitsanspruch passen einfach nicht mehr in unsere Zeit. Sie zerstören das Vertrauen bei Trainern und Spielern nachhaltig, wenn die Neutralität nicht gewährleistet ist. Sie tragen aktiv dazu bei, wenn mehr Spieler sich einen Vorteil durch Vortäuschen eines an ihnen begangenen Fouls verschaffen wollen, weil ja der Schiedsrichter auch bei fair geführten Zweikämpfen gegen sie gepfiffen hat.


    Leider kann der Sollzustand einer ausreichend großen Zahl an gut ausgebildeten Schiedsrichtern nur in den obersten Profiligen erfüllt werden. Der Rest muß sich helfen! Will man also die Situation ändern, so kann dies lediglich auf den Blick darauf geschehen, der da lauten könnte: es kann alles passieren: mal bin ich der Bevorzugte und mal der Benachteiligte. Besser also, man vertraut seiner Mannschaft und seinen eigenen Trainerfähigkeiten, um erst gar nicht auf den Schiedsrichter angewiesen zu sein. Leider sagt sich auch das leicht, denn je höher es in den Ligen geht, je häufiger gibt es knappe Ergebnisse.


    Es ist letzendlich der eigene Umgang mit Siegen, Unentschieden und Niederlagen, der das Problem unerträglich werden lassen kann. Allerdings wird man mit der Erfahrung ein wenig besonnener, was vielleicht ein kleiner Trost sein. Aber über eine unverdiente Niederlage mehr ärgern als für einen unverdienten Sieg! :D

    Wenn man seine eigenen Grenzen kennt und einhält - und das mache ich schon sehr sehr lange, sowohl im privaten wie auch im Berufsleben - dann ist man schon mal einen Schritt weiter.
    Deshalb betone ich doch auch immer wieder, dass ich mich beim Fußball nur so lange im Geschäft fühle, wie die Kinder klein sind und im Anfängermodus rumturnen. Auch beim Volleyball macht es mir mit Anfängern viel mehr Spaß, als eine Bezirksklassemannschaft in die Bezirksliga zu führen.

    Das verstehe ich schon. Aber gerade, weil es sich um Anfänger handelt, ist der Begriff Leistungsträger nicht passend und kann leicht mißverstanden werden. Denn wie du schon richtig festgestellt hast, machen einige Kinder in den 3 Jahren, die du sie begleitest, verändert sich das Bild.


    Um den Begriff Leistung im Sport anzuwenden müssen grob gesagt ein paar Bedingungen vorhanden sein. Zunächst einmal geht es darum Ziele und Zeiträume zu definiieren, die durch geeignete Maßnahmen und Kontrollmechanismen ereicht werden sollen.


    Nun ist es im Vereinssport so, als das iher lediglich zwischen Amateur- und Profifussball unterschieden wird. Jedoch kann es in beiden Bereichen Teams geben, in denen entweder nach Breitensport oder nach Leistungssportprinzipien trainiert wird. Für den Laien ist es schwierig zu unterscheiden, weil es dort vielfach heißt: "bei uns wird nach Leistung unterschieden", jedoch dahinter sehr unterschiedliche Inhalte stecken können.
    Der DFB hat sich dieses Themas angenommen und Grundvoraussetzungen für Leistungsausbildung in Nachwuchsleistungszentren (NLZ) geschaffen. Dort wird mit einem sehr hohen Kosten- und Personalaufwand die Talentförderung betrieben. Zwar wird der junge Athlet in der Mannschaft geformt, jedoch geht es primär um die Förderung einzelner Talente auf höchstmöglichem Niveau. Hier werden Ausbildungsverträge geschlossen, in denen die jeweiligen Rechte und Pflichten spezifiziert werden. ich denke @Sir Alex wird im Detail sicher noch bessser Auskunft geben können, da er als Trainer in einem NLZ arbeitet.


    Aus den vorgenannten Gründen wird man weder den Kindern im Breitensport gerecht, wenn man hier von Leitungsträgern spricht, nur um eine Wertigkeit in seinen Aussagen zu schaffen.


    Wie @Follkao bereits feststellte, werden permanent aus dem Profifussball Begriffe in den Nachwuchs-Breitensport transportiert, die doch nichts zu suchen haben und leider oftmals falsche Erwartungen bei den Kindern und deren Eltern zur Folge haben.


    Wenn Trainer ohne Grund durch diese Begriffsverwendungen "Druck auf den Kessel pumpen", dann dürfen sie sich nicht darüber wundern, wenn während der Wettkämpfe der Kinder viel zu hohe Erwartungen geschürt werden, sodass sich manche Erwachsenen daneben benehmen.


    Die Notwendigkeit zur Einführung der Fairplay-Liga resultiert aus der Übertragung von Begriffen aus dem Profibereich in den Kinderfussball! Deshalb lohnt es schon, sich mal Gedanken darüber zu machen, ob man die Profifussballbegriffe ungefiltert in den Kinderfussball übernehmen sollte. Denn der Profifussball eignet sich nicht als Vorbild für den Kinderfussball.

    Natürlich haben sie dadurch einen "Stundenplan" mit festen Zeiten und werden größtenteils bespasst - ich würde mir manchmal wünschen, dass sie sich mehr langweilen und mit sich selbst beschäftigen müssen, aber dem gehen sie aus dem Weg, in dem sie sich mit anderen treffen - und damit erzeugen sie eine weitere Aktivität im Stundenplan.

    Dass die Kinder uns Erwachsenen auch alles nachmachen müssen! :O Man arbeitet ja fast nur, weil es auf Dauer weniger langweilig ist als Nichts zu tun. Nur die Wenigsten haben das Glück ihr Hobby zum Beruf machen zu können.
    Noch schlimmer aber ist das Nichtstun. Selbst dann meditieren wir lieber, weil nur dadurch die Langeweile erträglich wird! :thumbup:


    Ich kann es dir sehr gut nachempfinden, wenn du dir als Trainer gern die Verbindlichkeit einer regelmäßigen Teilnahme unabhängig von der aktuellen Lust der Kinder erkaufen möchtest, indem du die Teilnahme als selbstverständlich erklärst. Aber brauchen Kinder diese Verbindlichkeit der Erwachsenen auch für sich oder brauchen sie die freie Zeit außerhalb der Schule, um sich an verschiedenen Dingen, die für sie im Moment wichtig erscheinen, spielerisch auszuprobierenn?


    Ein Hobby macht man gerne, dazu braucht es keine Verpflichtung. Aber es kann auch mal Momente geben, in denen etwas Anderes aus der Sicht des Kindes wichtiger ist.


    Wenn Eltern sich ins Hobby der Kinder allzusehr einmischen, dann kommt meistens nichts Gutes dabei heraus. Was macht es da für einen Unterschied, ob sie mit den Aktivitäten ihres Kindes prahlen oder verhindern wollen, dass ihr Kind auf eigene Ideen für seine Freizeitgestaltung entwickelt, mit denen die Eltern nicht angeben können? Wenn Badminton wenigstens Goodminton heißen würde, aber so ...! :thumbup:

    Für meine Geschmacksnerven reicht das.

    Setzt man die Präsmissen der Beurteilung auf den richtigen Rahmen, dann ist es O.k.


    Leider verallgemeinern aber Trainer ihre Beobachtungen über vermeintliche Talente innerhalb ihrer Mannschaft und der Staffel. Dieses ist jedoch ein sehr begrenzter Vergleich!


    Auch bei Ausbildung zur C-(Breitensport)Trainerlizenz stehen in aller Regel nur Teams auf Kreisebene zur Verfügung.


    Denn Technik und Taktik aber nur deshalb beim Spieler im eigenen Team klappt, weil der Gegner genügend Zeit und Raum läßt, dann verändert es socj, wenn alles in einem deutlich höheren Tempo unter unter deutlich größerem Gegnerdruck passiert. Wer die Unterschiede mal sehen möchte, dem emfehle ich sich mal ein Spiel von gleichaltrigen Auswahlteams anzuschauen.


    Es ist das besondere Merkmal von Talenten, wenn sie schon etwas können, was bei normal veranlangten Kinder erst einige Jahre später funktioniert. Aber allein daran läßt sich noch keine Erfolgsprognose ablesen. Hier gilt es die einzelnen Entwicklungszeiträume (welche Veränderungen ist im Zeitraum passiert) zu bewerten.


    Dabei ist es von großem Vorteil, wenn ein Trainer in allen Altersgruppen über Erfahrungen verfügt. Wie sonst soll er feststellen, was möglicherweise noch in diese Altergruppe gehört?


    Ob ein Torwart träumt oder ob er nur einen träumenden Trainer hat, weil der ihm nichts vermitteln kann, ist auch immer so eine Frage? Denn wenn ein Torwart nur deshalb nicht handelt, weil er gar nicht weiß, was er tun soll, wie kann man es dann dem Keeper allein anlasten?
    Leider wird das TW-Training im Nachwuchsbereich stark vernachlässigt. Sonst würden nicht so viele Keeper beim hohen Ball mit starkem Druck vor Ehrfurcht auf die Knie fallen und die Arme über dem Kopf nach oben strecken. Gerade wei es bei dieser schlechten technischen Ausführungen sogar zum Bruch des oberen Fingerglieds kommen kann, meinen manche Trainerkollgen, es wäre fahrlässig und sogar eine Form der Körperverletzung, wenn man allen Feldspieler zeigt, wie sie sich schützen können, nur dem Torwart diese Ausbildung verwährt!


    Das vermeintliche Träumen läßt sich übrigens altersunabhängig im Breitensport beobachten und ist nicht allein auf Torhüter bezogen. Immer dann, wenn ein Wettkampfteilnehmer auf seiner Position verharrt, ist er vom aktiven Spieler, der seine Position dem Ball anpasst auf den passiven "Zuschauermodus" gewechselt.


    Ich hoffe, liebe @Goodie du bist lernbereit und stellt deine Meinung auch diesbezüglich auf die Probe? Kann dich dahingehend trösten! Manchmal schäme ich mich heute noch dafür, was für einen Blödsinn ich früher gemacht hab. Und in ein paar Jahren werde ich mich sicher wieder bei einigen dafür entschuldigen müssen, was ich jetzt dazu abgelassen habe.


    Wenn man sich selbst nicht so wichtig nimmt, dann ist das ein guter Weg hinzuzulernen.

    Na ja, so ist es etwas aus dem Zusammenhang gerissen, ne?

    War Absicht! :D Aber wir müssen gar nicht zitierfähig kommunizieren. Dafür ist es ein Forum, in der jeder seine Meinung sagen kann.


    Hier bekommen einige Schnappatmung, Hitzepickel und Stressflecken, wenn man im Zusammenhang mit Kindern das Wort Leistung(sträger) benutzt. Hier finde ich, dass die Trainer, die diesen Begriff benutzen durchaus wissen was sie tun und dies auch nur im Zusammenhang mit ihren eigenen Strafraumhelden benutzen. Machen wir auch.

    Da habe ich leider in vielen Jahren ganz andere Erfahrungen gemacht. Gerade die Trainer-Anfänger oder Eltern, die selbst nicht mal Fussball gespielt haben, lassen sich besonders gern über "Leistungsträger" und "Nieten" aus!


    Ich finde die Beurteilung der fussballerischen Leistungen sollte man am besten denen überlassen, die dafür eine entsprechende Ausbildung und erfolgreiche Erfahrungen besitzen.


    So hart es nun klingen mag, dir würde ich die Fähigkeit einer Leistungsbeurteilung im Fussball absprechen. Für den Volleyball kann ich es hingegen nicht beurteilen. Hitzepickel bekomme ich deshalb nicht, sonst müßte ich sie ja auch bekommen, wenn Woche für Woche zig-Tausend Zuschauer mit "Fernseh-Bundestrainerlizenz" alles ganz genau wissen!

    Warum also neigen wir immer dazu dem SR die Schuld zu geben?

    Dazu sollte man sich vielleicht einmal ein stückweit Distanz zum eigentlichen Wettkampf finden, um sich über die unterschiedlichen, teiis vielleicht widerstrebenden Motiven auseinander setzen.



    1. Trainer
    Wollen tolle Leistungen ihrer Mannschaft sehen und gewinnen.


    2. Spieler
    Wollen Spaß beim Fussball und Lob vom Trainer und den Eltern


    3. Eltern
    Wollen ein spannendes Spiel sehen und stolz auf ihr Kind sein, weshalb es an den spielentscheidenden Aktion beteiligt sein soll


    4. Schiedsrichter
    Wollen ein interessantes Spiel begleiten, auf Regeleinhaltung achten, Lob von den Trainern als Feedback für ihre Leistungen bekommen.


    5. Verein
    Wollen, dass ihre Mannschaft überall "oben" mitspielen und sich über Titel und Pokale für Sponsoren und Gönner möglichst oft ins Gespräch bringen.


    6. Medien
    Wollen mit schlagzeilenreifen Berichten u.a. aus dem Regionalsport eine große Anzahl an Lesern in ihren Stimmungen und Wertigkeiten erreichen.



    Eskalationspotenzial


    zu 1.
    - der siegreiche Trainer feiert, das der Verlierer sportlich unfaires Verhalten (Sieg = Vernichtung des Gegners) empfindet
    - der Traner des Verlierer brüllt seinen Unmut lauthals heraus und beleidigt ggf. sogar noch den Gegner aufgrund seines harten, unfairen Spiels
    (im Falle einer drohenden Niederlage wird bereits während des Spiels der Schiedsrichter als Alleinschuldigen ausgemacht und beschimpft)


    zu 2.
    - Spieler feiern feiern überschwänglich und einige beileidigen gegnersiche Spieler
    - Spieler geraten in Rage über die Niederlage, beleidigen zunächst Gegner, dann auch Mitspieler
    (sofern Trainer, Eltern sich negativ über den Schiedsrichter ausgelassen haben, stimmen die Spieler durch Negativaussagen überein)


    zu 3.
    - Eltern feiern ihre Mannschaft sehr laut, überschütten ihr Kind mit Lob, während die Gegner die Häme über Fehlleistungen zu spüren bekommen
    - Eltern beschimpfen andere Beteilitgte (Spieler, Trainer, Schiedsrichter, gegnerische Zuschauer) und drohen ihnen Schläge an


    zu 4.
    - freut sich über eine gutes Spiel und faire Beteiligte
    - ist wütend oder in großer Angst, schließlich traurig, wenn das Spiel durch Ereignisse, die er größtenteils gar nicht beeinflussen kann, aus dem Ruder gerät


    zu 5.
    - freut sich über die gute Jugendarbeit und Trainer, für die man auch im Umkreis großes Lob erntet
    - schraubt jenseits jeglicher Realität Pläne, die weder Trainer, Spieler noch Eltern erfüllen können oder wollen


    Weil es weitaus mehr als die zuvor dargestellten Szenarien in der Kontakt- und Mannschafts-Kampfsportart Fussball gibt, lassen sich 1000 und 1 Möglichkeiten finden, in denen man in emothional gelandener Athmospäre der Schiedsrichter als "gemeinsamer äußerer Feind" gefunden wird. Denn beleidigt man Kinder des eigenen Teams oder gar den Trainer des Kindes, dann kann das eigen Image darunter leiden und das Ego einen Kratzer bekommen.
    Doch mancher "schlechten Verlierer" verliert schon kurz nach Spielbeginn seine gute Kinderstube zu vergessen und jeden Pfiff, der nicht fürs eine Team ist, mit gemeinen Kommentaren gegen den Schiedsrichter zu begleiten. Zwar sind die Kinder fast nie die Ersten, die gegen den Schiedsrichter lamentieren, jedoch lassen sie sich leicht vom Trainer oder den Eltern anstecken. Nicht besonders überrascht es allerdings, dass die Spieler und Trainer, die sich auf den Schiedsrichter "eingeschossen haben" immer weniger aufs Spiel konzentrieren können.


    Ein guter Trainer sollte sich aufs Spiel konzentrieren! Damit hilft er auch dem Schiedsrichter, es fair zu leiten.

    @Grätsche


    Prima Antwort finde ich!


    Es gibt kein Patentrezept, weil sich die relevanten Determinanten in jedem Verein und darin in jedem Jahr etwas anders darstellt. Hier gilt es zu prüfen und zunächst gut zuzuhören, wie es sich darstellt, um schließlich eine individuelle Lösung hierfür zu entwickeln.


    Solange man keine Größenwahnvorstellungen hat eine Zweigenbundesliga-Mannschaft einführen zu wollen, wird man eigentlich keine groben Fehler machen. Diesen Eindruck konnte ich jedoch nicht bei Trainern, die hier ihre Probleme geschildert haben, erkennen.


    Denn in dieser Altersgruppe ist auch noch viel "Bewegung". Da gibt es Kinder, es zunächst einmal den Vereinsfussball nur ausprobieren wollen. Einige von ihnen ("Blümchenpflücker") erkennen, das es (noch) nicht so ihr Ding ist. Über Zu- und Abwanderung gibt es ebenfalls eine Fluktuation, weshalb die hier gesetzten Maßstäbe in kürzeren Zeitabständen geprüft werden sollten, damit alle Kinder gute Rahmenbedingungen finden.


    Gegen ein Jugendkonzept spricht hier auc gar nichts! Denn darin werden alle relevanten Themen dargelegt, sodass es leidiglich einer sinngemäßen Interpretation der Willenerklärungen im Konzept bedarf, die gute Entscheidungshilfen sein können. Denn wenn auf diese Weise von Jahr zu Jahr anstehende Fragen einer guten Lösung bedürfen, dann können Erfahrungen dabei helfen, erfolgreiche Lösungen zu finden.

    Auf der anderen Seite die Schiri-Ausbildung... Ich habe einen solchen Lehrgang mitgemacht. Dort wurde definitiv Arroganz gelehrt. Leider sehe ich dieses Verhalten dann auch oft gerade bei jungen Schiris. Natürlich ist die Arroganz ein Schutz gegen die Schwierigkeiten des Geschäftes, die ich oben beschrieben habe. Aber ist das der richtige Weg?

    So sehe ich es auch! Vordergründig mag es helfen, wenn ich als Schiedsrichter per Pfiff entscheide. Denn Diskussionen könnten das Spiel unnötig lange unterbrechen. Doch die Zeiten, in denen man durch Uniformierung allein bereits Autorität verlieh, die ist nun einmal nicht mehr in diesem Maße vorhanden. Moderne Menschen sind es gewohnt, dass man ihnen zuhört, wenn sie etwas zu sagen haben. Das kann gerade dann wichtig sein, wenn es darum geht einen Irrtum zu beseitigen.


    Denn je schneller das Spiel wird, je höher ist die Irrtumswahrscheinlichkeit. Wenn ich mir als Schiedsrichter nicht sicher bin, warum befrage ich nicht einfach die an der Aktion teilgenommenen Spieler. Sie hatten eine bessere Sicht darauf. Auf diese Weise nehme ich sie mit in die Verantwortung.


    Auch ich würde mir deshalb wünschen, dass man das Spiel gemeinsam leitet. Dadurch bekommt jeder eine Verantwortung. Nur die letzendliche Entscheidung liegt beim Schiedsrichter, damit das Spiel schnellstmöglich fortgesetzt werden kann.


    Der Profibereich läßt gar keine Zweifel daran, dass der Schiedsrichter manchmal überfordert ist. Deshalb gibt es bereits die Torkamera und der Videobeweis wird erprobt. Im Amateurfussball wird es diese technische Unterstützung vorerst nicht geben. Aber das ist für mich kein Grund, weiterhin am Schiedsrichterstatus aus vergangenen Tagen festzuhalten.


    Ich würde mir deshalb Diskussionsrunden in den Verbänden, Bezirken und Kreisen wünschen, wie man den Schiedsrichter zukünftig besser unterstützen kann. Denn eins ist mal klar! Der Schiedsrichter freut sich deshalb aufs Spiel, weil auch er sein Bestes geben und dafür Lob ernten möchte.

    Wenn wir ohne die Zustimmung der Eltern die Mannschaften einteilen würden, dann gäbe es Mord und Totschlag. Dann würden wir sicher 4-5 Kinder verlieren...

    vielleicht, weil es oft nicht so heiß gegessen wie gekocht wird?

    Liebe Goodie, vielleicht kannst du uns den Widerspruch in deinen Aussagen ein wenig erklären? Gibts jetzt "Mord und Totschlag" oder wird alles nicht so "heiß gegessen wie gekocht" ?


    An anderer Stelle wurde übrigens das Thema: Eltern (nicht unbedingt ihre Kinder) wollen den Verein wechseln diskutiert. Klar wird es immer Wechselwünsche geben, weshalb es ein ganz normaler Vorgang ist und manchmal ein glückliches Händchen dafür braucht. Erpressbar sollte man sich jedoch nicht machen. Schon deshalb nicht, weil ein Verein mit Gemeinnützigkeitsanspruch ausschließlich langfristige Ziele verfolgen sollte.


    Wie sich mehrere Teams eines Jahrgangs bestmöglich aufteilen lassen, dafür gibt es kein Patentrezept. Aber so schwierig ist es jedoch nicht, hat es solche Prozesse doch schon bei Vereinen mit entsprechender Größe immer schon gegeben, ohne das es Mord und Totschlag gegeben hätte. Das bekommt ein Jugendleiter mit seinen Trainerkollegen schon hin!

    Worum gehts da wenn man vom Leistungsträger redet ?


    Gehört das in diesen Altersbereich?

    Ach, wenigstens Einer, der mich habwegs versteht :thumbup:


    Es ist leichter sich auf vorhandene Rahmenbedingungen


    - Freunde und Klassenkameraden kicken unabhängig von den jeweiligen fussballerischen Leistungen miteinander
    - dabei steht der Spaß an oberster Stelle
    - man darf immer gewinnen, muß es aber gar nicht!)


    einzustellen.


    OffTopic

    Warum "OffTopic"?
    Breitensport mit Leistungseinteilung > paßt doch genau zum Thema!


    Warum eigentlich erst ab der F-Jugend die Leistungseinteilung?
    Nur mal so als Vorschlag: Im übrigen Tierreich wird bereits bei der "Wurfankündigung" der spätere Wert anhand der Ahentafel festgelegt!


    Wenn`s nicht so traurig für diese Kinder wäre, man könnte glatt drüber lachen ?( !

    @eisenfuß


    Obwohl eigentlich auch jeder Schiedsrichter mit dem Vorsatz ein Spiel pfeift die in seiner Ausbildung erlernten Regel bestmöglich zu pfeifen, mögen unterschiedliche und teils unbewußte Prioritäten seine Leistungen manchmal schmälern.


    Da kann man als Zuschauer durchaus mal den Eindruck gewinnen, der Schiedsrichter würde dem körperlich schwächeren Team eine Art Welpenschutz durch etwas kleinlichere Regelauslegung gegen das stärkere Team geben.


    Es gibt schon unmittelbar nach Einführung der Abseitsregel Befürworter für deren Wiederabschaffung. Selbst im Profibereich gibt es Befürworter einer Abschaffung des Abseits mit der Einführung des Videobeweises. (Dabei könnte das Video gerade beim Abseits eine wertvolle Entscheidungshilfe sein) Ich würde mir allerdings wünschen, das Abseits zu belassen, aber ggf. für den Jugendbereich eine Regelvereinfachung (Aufhebung der Unterscheidung von passiven und aktivem Abseits) wünschen. Das würde sicher auch den Schiedsrichtern helfen.


    Angst vor den Reaktionen wütender Erwachsener ist nach meiner Meinung der Hauptgrund, warum viele junge Schiedsrichter schon nach kurzer Zeit die Pfeife wieder an den Nagel hängen. Denn wenn der Schiedsrichter nicht einmal sicher sein kann, dass er vom Gastverein auch dann ausreichend geschützt wird, wenn er mal einen Fehler macht, dann wird es schwierig.


    Das Problem ist leider, dass wir unseren Trainern und Spielern die Fehler verzeichen, nur nicht dem Schiedsrichter! Warum eigentlich?

    Eine erste Reaktion ist nun erfolgt. Der NFV-Verbandspräsident beruft Sondersitzung für den 24.03. ein.


    Dabei heißt es in der Pressestelle des NFV: "Hintergrund ist eine verbale Entgleisung eines namentlich nicht zu ermittelnden Zuschauers („So etwas wie euch sollte man vergasen") gegenüber dem Schiedsrichtergespann nach der ohne jede Auffälligkeiten verlaufenden Bezirksliga-Partie zwischen Grün-Weiß Firrel und TuRa Westrhauderfehn im September 2016."


    Lt. "www.fubanet.de" ist der Zuschauer jedoch verifiziert, bereits aktenkundig, weshalb die Verantwortlichen für die Schiedsrichteransetzung das Sportgerichtsurteil nicht verstehen, sieht die Schutzbedürftigkeit der Schiedsrichter in Gefahr und reagiert mit ihrem Streit darauf.


    Warum der Verband dazu seine Zustimmung geben muss, wenn man doch weiß, dass hier nur noch das Faß zum überlaufen gebracht wurde, ist nur schwer zu verstehen. Ist doch die Diskussion darüber, wie man Schiedsrichter bekommt und ihnen günstige Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung gibt, Jahre wenn nicht Jahrzehnte alt.


    Wichtig und richtig ist aber die sofortige Reaktion darauf, bevor es noch weiter aus dem Ruder läuft! Denn es wurde in jüngster Vergangenheit zu wenig miteinander gesprochen und zu wenig über gute Kompromisse nachgedacht.


    Die Gleichschaltung von unterschiedlichen Formen der Gewalt in den Stadien ist m.E. längst überfällig. Dazu zählt auch die Diskriminierung. Wie jedoch erkennbar ist, sind die Vereine und Sportgerichte damit überfordert, weil sie sich außerstande sehen, die Täter zur Strafanzeige zu bringen. Allenfalls würde der Verein gern Regress bei verurteilten Stadiontätern für die Strafen des Verbands oder des DFB nehmen.


    An wirksamen Präventionsmaßnahmen, wie z.B. eine bessere Kontrolle von Stadionverboten scheinen die Verantwortlichen wohl zu allerletzt Gedanken zu verschwenden?

    Die machen eventuell auch mal trara, aber eher nicht in der U11, sondern in der U14/U15, wenn es darum geht, wo der Vertrag unterschrieben wird.

    Kann da zustimmen, weshalb ich nur dann einen vorzeitigen Vereinswechsel zustimmen würde, wenn es im aktuellen Verein gar nicht mehr funktioniert.


    Gerade im unteren Jugendbereich ist die Qualität der Ausbildung in den NLZ sehr viel unterschiedlicher als darüber. Eigentlich waren die NLZ dazu eingerichtet worden, um eine komplette, gute Ausbildung über die Jugendzeit zu gewährleisten. Aber das Abwerben von "unten" nach "oben" nimmt leider zu. Es gibt leider auch zu viele Schlupflöcher, in denen die NLZ sich vor ihrer Ausbildungsverpflichtung drücken können.


    Manche Probleme könnte man lösen, wenn sich mehrere Vereine zu einem NLZ zusammenschließen würden. Denn dann würde das Interesse größer werden, möglichst viele Talente auf ein hohes Niveau auszubilden, anstatt Anderen deren Talente abzuwerben. Man könnte sich den Personalaufwand und die Kosten teilen. Die Ausbildung würde nicht so stark durch die schwankende Vereinskoordination leiden. Nachteile einer eventuellen intransparenten "Vereinseinfärbung" (der NLZ-Trainer möchte gern seinen Kumpel holen) einem transparenten, gleichförmigen Prozeß (öffentliche Ausschreibung von vakanten NLZ-Trainerpositionen) weichen. Ein NLZ sollte nicht nur die besten Talente, sondern auch die besten Trainer haben.


    Was mir nach wie vor auch fehlt ist eine neutrale Beratungsstelle, an die sich die meist im Fussball unerfahrenen Eltern wenden können, um alle Vor- und Nachteile einer Veränderung ihres Kindes durch Vereinswechsel einigermaßen ausloten zu können. Natürlich gehört dazu auch der ideale Zeitpunkt der Mitteilung, damit das Kind keine Nachteile erleidet und die Zeit bis zum Wechsel einem Spießrutenlaufen gleicht. Denn jeder Verein wird aus seinen ureigenen Interessen heraus seine Entscheidung treffen. Das Talent ist darin eine Ware, deren Wert sich allein durch seine fussballerischen Fähigkeiten und der sich daraus ableitenden Erfolgsprognose herleiten läßt. Je mehr Geld bereits in die Disposition des Jugendbereichs fließt, je größer werden damit verbunden die Kapitalinteressen. Da braucht es ein Gleichgewicht, damit man nicht über den Tisch gezogen wird. Viele ältere Jugendliche wenden sich an Spielerberater, die jedoch am meisten Provisionen verdienen, wenn der Spieler wechselt. Da auch hier weder Eltern noch Talent ausreichend Fachkenntnisse besitzen, wäre auch hier die neutrale Beratungsstelle eine mögliche Alternative. Ich kann es zwar nicht mit Zahlen belegen, aber ich habe das Gefühl, dass durch die deutlich zunehmenden Interessen auch Talente durchs Raster fallen, weil sie den viel zu frühen, äußeren Druck durch den Hyp um sie nicht mehr standhalten können und so auf einem guten Weg in ihre Fuusballkarriere scheitern.


    Mir wäre eine systematische Ausbildung lieber als ein Stufenausbildung, die durch den Wechsel von NLZ zu NLZ entsteht.


    Schaut man sich mal einige aktuelle Toptalente in der Bundesliga an, dann fragt man sich, ob es wirklich notwendig war, in so vielen Vereinen herum gereicht zu werden oder ob mehr Ruhe und zuverlässige Rahmenbedingungen, bei der das Talent (statt ausschließlich der Verein) im Mittelpunkt stehen sollte.


    @Sir Alex und ich haben uns in den vergangenen Jahren häufig über dieses Thema gefetzt. Gleicher Meinung werden wir wohl nie ganz sein - muß aber auch gar nicht. Denn man nimmt immer auch was mit - das glich vermutlich auch für die interessierten Leser.

    Schuhball" klingt auch gut - nur muss ich dann wieder so viele Schuhe binden -> hat mich aber wieder auf die Idee gebracht Barfuß spielen zu lassen

    1. Schuhe binden
    Wie wärs mal mit einem gemeinsamen "Schuhe binden" fürs Team? Ist doch für jeden Trainer nervig, wenn er seine Spieler ständig darauf aufmerksam machen muß, die Schnürsenkel zuzubinden!
    Kleiner Trick: die Schnürsenkel 2 mal (statt 1 mal) knoten und erst dann die Schleife binden. Der Druck des Knotens wird auf einegroßere Fläche verteilt. Man hat das Gefühl, dass der Schuh jetzt besser paßt. Man merkt den Schuhknoten beim Vollspann- oder Volleyschuß am Fuss deutlich weniger. Nach dem Training/Wettkampf sind die Füße entspannter. Die Schleife löst sich ebenfalls nicht so schnell. Die Unterschiede mit einem oder zwei Knoten wirken umso deutlicher, je größer und schwerer der Spieler ist. Aber auch bei den Kleinen sollte schon eine Verbesserung bemerkbar sein.


    Probiert es einfach mal selbst aus und beschreibt, ob und welche Veränderungen ihr bemerkt habt.


    Barfuß Fussballspielen. Klar braucht es dafür schon günstige Temperaturen. Aber dann macht es Spaß. Es fördert nebenbei die Abrollbewegung über die Fußspitze und der Gesundheit soll es ebenfalls zuträglich sein. (Letzteres war wohl irgendwie in Vergessenheit beraten, weil man der Werbung der Schuhindustrie nicht widerstehen konnte. :D )

    @eisenfuß


    Jede Liga bekommt die Schiedsrichter, die es verdient hat! Wer also bessere Schiedsrichter will, der muß aufsteigen!


    So, nun mal zu deinen Punkten:


    Die Schiedsrichter bewegen sich ungern ...
    Das sollte in der Bezirksliga sicher nicht mehr der Fall sein. Darunter mag es Schiris geben, die deshalb lieber Pfeifen, weil sie es nicht so mit der Rennerei haben. Der Maßstab ist letzendlich gute Beurteilung einer Situation.


    Abseitsentscheidungen
    Es vergeht kein Bundesliga-Spieltag, in denen es nicht per Video-Beweis falsche Abseitsentscheidungen gibt. Obwohl das Schiedsrichtergespann sehr nah am Spielgeschehen ist, ist diese Entscheidung fehlerbehaftet. In der B-Jugend-Bezirksliga stehen dem Schiedsrichter jedoch nicht einmal Assistenten zur Verfügung. Wer selbst schon mal so ein Spiel gepfiffen hat, der weiß, wie häufig andere Spieler genau in dem Moment die Sicht versperren, in der es um eine vakante Abseitsstellung geht.


    Pfiff bei Zuschauerbeschwerde
    In der Tat ein schwieriges Thema! Das Vergnügen des Schiedsrichters wird durch wiederkehrende Beschwerden stark getrübt. Ca. 50 % der Schiedsrichter-Neulinge hören während der 1. Saison auf, weil sie Zuschauerbeschwerden (egal ob zu recht oder nicht) für unerträglich halten. Denn während die Schiedsrichter-Neulinge zunächst noch lernen müssen, sich über die gesamte Spieldauer hochkonzentriert zu sein, kann ein Zuschauer sich schon mal ins Gespräch vertiefen und sich nur für die Situationen interessieren, an der seine Lieblingsspieler beteiligt sind. Doch im Unterschied zum Zuschauer muß ein Schiedsrichter zunächst eine Ausbildung durchlaufen. Gerade auf Kreisebene gibt es viele Zuschauer und Trainer, die keine ausreichenden Regelkenntnisse besitzen.


    Körperlich überlegene Mannschaften werden tendenziell benachteiligt
    Diesen Punkt müßtest du schon etwas näher erläutern? Jede Mannschaft und darin jeder Spieler wird versuchen, seine Vorteile in die Waagschale zu werfen. Daran ist nichts falsch. Wer also kräftiger ist, der wird versuchen, seinen Gegner (mit fairen Mitteln) im Zweikampf abzudrängen. Wer schwächer ist, der wird versuchen, seine Spielübersicht, Schnelligkeit und Dribbelstärke auszunutzen. Hinzu kommt, dass immer mehr Teams ballorientiert spielen, weshalb die Zahl der Zweikämpfe außerhalb des Strafraums geringer wird. Körperliche Überlegenheit allein ist im Leistungsfussball keine Garantie für den Erfolg. Daran kann auch der Schiedsrichter nichts ändern, denn er hat Ist-Situaitonen zu bewerten.


    Nachspielen lassen
    Primär sollen in der Nachspielzeit Spielverzögerungen ausgeglichen werden. Manche Spielverzögerungen kann der Schiedsrichter (z.B. Abstoß, Freistoß) beeinflussen, jedoch nicht alle (z.B. Verletzung)! Wo will man da anfangen und wo aufhören über objektive Merkmale, die eine Verzögerung rechtfertigen zu diskutieren? Mitlerweile hat es der "Bayern-Dusel" sogar ins Wikipedia-Wörterbuch geschafft, weil es dieem Team besonders häufig gelingt den Fussballgott auf seiner Seite zu haben.


    Bei besonders schnellen Sportarten (z.B. Handball, Eishochey) mit sehr vielen Torchancen in kurzen Zeitabständen gibts das Timeout und Spielschluß per Signal ohne Schiedsrichtereinwirkung. Beim Fussball hat man sich darauf verständigt, bei einer unmittelbaren Torsituation nicht abzupfeifen. Das klappt in aller Regel ganz gut, kann jedoch dann, wenn ein Spiel auf der Kippe steht zu einer Nervenprobe werden. Aber gerade diese Spannung macht ja den Reiz des Fussballs aus. Wer möchte schon Zuschauer eines Spiels mit klarer Überlegenheit einer Mansnchaft als spannend betrachten?

    Klar ist es immer besser, wenn man nicht über strittige Schiedsrichterentscheidungen diskutieren muß. Dazu zählt auch die Nachspielzeit, die im Ermessen des Schiedsrichters liegt.


    Hätte der Gast in den 80 Minuten 2 Tore erzielt, hätte niemand darüber gesprochen. So aber soll er der Hauptschuldige fürs Unentschieden sein!


    Eigentlich pfeifen angesetzte B-Jugend-Schiedsrichter in der Bezirksliga schon auf einem ordentlichen Niveau. Hier werden bewußt junge Schiris gewählt, die Talent besitzen, aber für höhere Aufgaben noch Erfahrungen sammeln sollen.


    Welche andere Verein hat denn am meisten durch das Ergebnis profitiert? Vermutlich nicht der des neutralen Beobachters?

    @Follkao


    Vielen Dank für die Verlinkung mit Beiträgen, die den Hintergrund besser darstellen.




    Ich denke eher das Sportgericht folgt genau deiner Meinung. Die Beleidigung gehört vor ein Zivilgericht (und da Stimme ich zu). Was also bleibt für das Sportgericht zu Ahnden? In meinen Augen ist es die Tatsache das der "Beleidigende" überhaupt auf den Platz treten konnte, scheinbar ohne daran gehindert worden zu sein. Warum, Wieso, das kann ich nicht beurteilen. War es vielleicht ein Spieler der Reserve oder ein fremder, keine Ahnung.

    Irgendwie gewinnt man den Eindruck, als wolle das Gericht den "schwarzen Peter" von sich schieben, als es in Revision den Verein von einer Geldstrafe freisprach. Auch Satzungen bedürfen einer Interpretation, die in diesem Falle aus Sicht der Schiedsrichter dermaßen fehlgeschlagen ist, dass sie eine klare Antwort in Form eines Streits darauf gaben.


    Dennoch hat die Diskriminierung dort stattgefunden, weshalb in meinen Augen kein Unterschied darin bestehen sollte, um welche Form einer Straftat es sich hier handelt. Denn bei Böllerwürfen wird der Vorstand ja auch nicht vorher darüber in Kenntnis gesetzt. Aber der Verein haftet dennnoch, weil es im Stadion stattfand. Dass eine historisch rassistische Äußerung auf Schiedsrichter gemünzt nicht einmal eine Strafe von 400,- € wert sein soll, ist für mich beschämend!


    Sicher kann man als Verein niemals sein, dass auf ihrem Gelände nicht auch Straftaten geschehen. Gibt man ihnen jedoch die Möglichkeit, sich aus der Verantwortung zu stehlen, dass ist dieser Freispruch ein Freibrief für alle ULTRAS und Anderen, die sich besonders in der Anonymität der Stadien wohlfühlen, um ihren Frust an unschuldige Dritte auszulassen. Der Verein kann dann immer sagen: klar war das eine Diskriminierung, aber solange nur die Schiedsrichter beschimpft, haben wir nichts damit zu tun. Da sollte man doch gleich das Schild: "Wer den Schiedsrichter beleidigt, wird des Platzes verwiesen" entfernen, sodass der Schiedsrichter direkt am Stadioneingang entscheiden kann, ob der das Spiel anpfeift oder lieber gliech wieder fährt.


    Es müssen nicht immer Böller sein, die aufs Spielfeld geworfen werden. Es ist auch ein Mitwirken für ein sportliches und faires Verhalten, damit alle Spaß beim Fussball haben. Durch das passive Verhalten machen sich Vereine mitschuldigt. Das ist auch der Grund des Schiedsrichterstreiks. Denn sie sehen ihre Person nicht mehr sicher im Stadion.


    Die "private Meinung" des NFV-Präsident dazu lautet: "„Als Privatmann sage ich aber offen: Mir gefällt nicht, dass man den Fall auf dem Rücken der Vereine austrägt“, so Rothmund." Mit anderen Worten: "wes Brot ich es, des Lied ich singt!" Insofern haben die, die hier gemeint haben, es wäre eine "Trallala-Aktion" schon recht.


    Hier noch ein wenig Hintergrund (den Herr Rothermund vielleicht zum Zeitpunkt seiner Aussage noch nicht hatte)
    Andreas Janssen
    Gestern, 17:28 Uhr
    Der Verfasser dieses Kommentars kennt offenbar die wahren Hintergründe nicht. Der wahre Hintergrund ist der, dass es sich mutmaßlich um einen Wiederholungstäter handelt. Derselbe Zuschauer - ein Spielervater - hat vor einem Jahr in Firrel schon einmal einen Schiedsrichter geschlagen. "Offiziell" hat GW Firrel erklärt, man hätte ihn mit einem lebenslangen Platzverbot belegt. Tatsächlich aber treibt der da offenkundig immer noch sein Unwesen und hat nun wohl innerhalb von 12 Monaten zum 2. Mal "zugeschlagen", wenn auch diesmal nur verbal. Firrel hat dieses letztlich abgestritten und sogar eine Gegenüberstellung der Personen vor dem Sportgericht verhindert. Dass das Oberste Verbandssportgericht nun zu der Einschätzung kommt, den Verein GW Firrel treffe hier keine Schuld, empfinden die Schiedsrichter vor diesem Hintergrund natürlich als blanken Hohn. Wenn der Zuschauer in Firrel weiterhin sein Unwesen treiben darf, ist es schließlich nur eine Frage der Zeit, wann er zum 3. Mal zuschlägt."

    Generell bin ich der Meinung das sich Schiedsrichter allgemein viel zu viel bieten lassen (müssen?).

    Sehe ich auch so!


    Allerdings gehört m.E. eine derartige Beleidigung vor ein Zivilgericht. Hier hätte ich Strafanzeige erstattel, wiel m.E. der Straftatbestand einer Beleidigung vorhanden. Die Würde des Menschen ist unantastbar. (das gilt auch für Schiedsrichter)


    Aber für mich ist auch die Reaktion des Sportgerichts interessant. Denn in ihrer Besetzung findet sich ein gesellschaftliches Spiegelbild. Man erkennt m.E. durch das Herunterspielen die Tendenz einer gesellschaftlichen Verrohung. Selbst die Androhung: "sowas wie dich sollte man vergasen" erntet keine Emphörung, sondern gilt nur noch als ein erträgliches Cavaliersdelikt, weshalb eine einfache Ermahnung reicht.


    Aber kommen wir auf das Sportliche zurück:
    Wenn darauf die Schiedsrichter durch einen kollektiven Streit diesem Sportgericht die "rote Karte" zeigen, so sollte die Sportgerichtsbarkeit schleunigst in Klausur gehen. Denn offensichtlich war dies nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Ganz leicht könnte diese Reaktion zu einem Flächenbrand werden, weil Schiedsrichter nicht mehr zu allen Kommentaren schweigen.


    Denn es zeigt gerade in diesem Beispiel einmal mehr, dass sich die Sportgerichte unabhängig von der Gesellschaft ihre eigenen Gesetze gegeben haben, die von den unterschiedlichen Interessensgruppen nur dann hinterfragt werden, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.


    Es fehlt ganz offensichtlich an der notwendigen Weitsicht in den Urteilen deutliche Hinweise zu geben, wie man sich den friedlichen Fussball der Gegenwart und Zukunft vorstellt.


    Mir fehlen fast die Worte!