Beiträge von TW-Trainer

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    @soccerbook


    Super Vorbildfunktion bei der Mannschaftsführung - ehrlich!


    Denn weitaus mehr Trainer sieht man bei jedem Gegentor ausrasten! Die interessiert es gar nicht, ob sie die Spieler dabei verunsichern. Und glaub mir, selbst Profis kannst du mit unangemessenem Gebrülle verunsichern! Es mag zwar immer auch Patzer geben, aber meist gehen Fehler voran. Beim ballorientierten Spiel ist nicht selten die halbe Mannschaft an einem Gegentor beteiligt.


    Klar löst man damit nicht die Frage, wie man das Training und dann natürlich auch das Spiel erfolgreicher gestalten kann? Da braucht es ein abwechselungsreiches, systematisch aufgebautes und altersgerechtes Training. Doch auch hier gilt: statt zu Brüllen, dosiert loben und unterstützen. Kinder sollen stark und selbständig werden. Gebrülle macht sie hingegen ängstlich und hemmt ihren Willen besser werden zu wollen! Es ist nicht immer leicht, ruhig zu bleiben, aber es wird mit der Zeit immer leichter! Wer in der Firma oder zuhause mit reichlich Dampf im Kessel ankommt, den empfehle ich einfach mal das Warmmachprogramm mitzumachen. Denn das Warmmachen soll vom Alltag ablenken und auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.


    So, nun noch ein Rat von einem "Alten Hasen":
    1. Mach dir erst gar keinen Kopf, wer nicht zum Spiel gekommen ist, sondern kümmere dich um die, die gekommen sind. Versuche einfach mit denen das Beste zu machen! Denk nicht mal drüber nach, was gewesen wäre, wenn der oder die dabei gewesen wären. Denn damit beleidigt du die, die dabei gewesen sind! Denn die haben ihr Bestes gegeben!


    2. Wer mehr kennt, der kennt sich auch mehr aus! Wer einmal den kompeltten Jugendbereich als Trainer durchlaufen hat, der hat schon mal eine grobe Vorstellung davon, wo ein E-Jugend-Spieler mal in ein paar Jahren in seiner Entwicklung stehen könnte. Dieses globale Wissen über den gesamten Jugendbereich kann den "Heißsporn" ein wengi besonnener machen. Den "Träumer" erinnert es daran, nicht unnötig Zeit zu verschwenden. Denn die Kinder kommen zu euch, weil sie bei euch den Fussball kennenlernen wollen. Dafür hängen sie an euren Lippen und vertrauen euch!


    Wer, wie du sogar erklären kann, warum er dies so und das anders macht, der hat schon mal einen riesen Vorteil gegenüber dem, der erst mal abwartet, bis ihm die Hutschnur reißt. Jeder Trainer hat das Recht Spaß am Fussball zu haben. Er ist kein Diener der Kinder, der zu liefern hat! Aber das "Geben und Nehmen" sollte in einem guten Verhältnis stehen.

    Ich finde, dass es diesen Spielern gegenüber nicht fair ist, sie im Kader zu behalten.

    Ich geh sogar noch einen Schritt weiter! Ich finde es nicht fair, sie in den Kader zu holen! Auch und erst recht nicht im Leistungsfussball!


    In diesem Zusammenhang hört man häufig die Ausrede nach 3 Spielen auf der Reservebank: "Der hat sich ja nicht so entwickelt"! Ich frage dann immer, wie habt ihr sie euch ausgesucht? Meist stellt sich heraus, dass der Selektionsprozess viel zu kurz war und/oder nicht im Trainerteam auch dem gesamten Jugendbereich erfolgt ist. Wer kann denn schuld? Das Kind, was voller Freude und Erwartungen auf sein Talent vertraut oder der Verein/Trainerteam, was sich nicht ausreichend Zeit zur Selektion genommen hat?


    Konkurrenzkampf um die Plätze in der C-Jugend? Ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich habe immer nur Mannschaften kennengelernt, bei denen manche Spieler ihre Leistungen überschätzen, andere unterschätzten und Andere sich einigermaßen so beurteilten, wie ich es sah.


    Da hab ich mir die Frage gestellt, wie ich bei den Spielern, die sich total über- oder unterschätzen die gewünschte Konkurrenzwirkung erzielen kann? Das ist ja schon in der Schule, wo die Schüler per Noten ständig ihr Feedback bekommen schwierig! Derjenige, der gute oder sehr Noten bekommt, wird motiviert sein, aber die meisten, die schlechte oder sehr schlechte Noten bekommen, werden zusätzlich demotiviert. Wie viel aber diese Noten überhaupt an Aussagekraft haben, bekommt der Schüler manchmal schon beim Lehrerwechsel, spätestens jedoch beim Wechsel in eine höhere Schulform mit!


    Also ich hab da so meine Zweifel, ob das mit dem Konkurrenzkampf die von mir gewünschte Wirkung hat? Denn wer nicht in der Startelf ist oder ausgewechselt wird, den kannst du noch so loben oder auch kritisieren, du wirst deshalb seine grundlegende Einstellung nicht ändern!


    Dennnoch sage auch ich: es kann solche Ausnahmefälle geben, wenn sich garvierende Veränderungen in dessen sozialem Umfeld ergeben. Es soll sich niemand hinstellen und behaupten, es gäbe Rezepte, die dauerhaft eine bestmögliche Regelung versprechen. Es ist immer nur die momentane Situation, die eine gute Lösung verlangt.


    Eine Einteilung kann immer nur auf eine bestimmte Mannschaftssituation bezogen die Bestmögliche sein. Wer nach einem Erfolgsrezept sucht, der wird immer wieder an Grenzen stoßen, bei denen sein Rezept mehr Nachteile als Vorteile hat.

    @soccerbook


    Ich will dir das alles ja gerne glauben und finde viele deiner Einstellung auch vernünftig, aber meinst du nicht, dass es ein paar gravierende Unterschiede gibt, ob ich im unteren oder oberen Jugendbereich trainiere? Schau mal oben, von welcher Jugendmannschaft gesprochen wird!


    So gebe ich den Punkt: was gehört zum Thema gern zurück!


    Nun zu den Ergebnisssen: Gern wiederhole ich mich! Es liegt für mich keinen Widerspruch zwischen guter Ausbildung und guten Ergebnissen. Ich setzte es bewußt in Relation, weil ja auch immer die Gegner gute Ausbildungsarbeit leisten können. Allerdings sollten Meisterschaften und Pokale nicht der Fokus im Jugendberich sein.


    Wenn es also regelmäßig zu "schlimmen Ergebnissen" kommt, wie lange wirst du deine "schöne heile Trainingswelt" aufrecht erhalten können? Machst du dir vielleicht selbst etwas vor? Wie gehst du mit den teils enttäuschen, teils mitleidigen Bemerkungen Anderer um und wie willst du deine Spieler davor schützen? Fussball ist eine Wettkampfsportart, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Schöne dabei ist, dass man nach einer Niederlage schon das nächste Spiel gewinnen kann. Aber was ist, wenn diese Chance in unerreichbare Weite entrückt ist und das Gefühl "schlimmer Niederrlage" häuf8ig überwiegt? Macht es Spaß, dennoch Trainer zu sein, nur weil man keinen Anderen findet? Ich weiß nicht so recht? Vielleicht fehlt mir einfach auch die Erfahrung Trainer einer Mannschaft zu sein, die ständig was auf die Mütze bekommt? Vielleicht dominiert bei mir das Wissen, häufig oben dabei sein zu dürfen? Hab ja auch so gut wie keine Erfahrungen im Breitensport-Fussball! Aber das es dort so ganz anders sein soll, wie im Leistungs- und Profifussball, na da hab ich so meine Zweifel!


    Wer gegen die Strom schwimmt, der sollte erfolgreiche Alternativen haben! Sonst wird er über kurz oder lang vom Strom überrollt! Genau das ist @Andre schon ein paar mal passiert! Er kommt zwar immer wieder auf die Beine, aber er lernt nicht genug daraus.

    @raicoon


    Sorry, aber hier werden "Äpfel" mit "Birnen" verglichen. Im Breitensport wird normalerweise jeder, der Interesse hat, in den Verein aufgenommen und in eine für ihn altersmäßig zuständige Mannschaft integriert. In einer C-Jugend im Leistungsbereich wird gesichtet und es liegt am Trainer selbst, wieviele Spieler er für sich seine Mannschaft aussucht. Grob kann man sagen, dass eine Untergrenze von 16 und eine Obergrenze von 18 Spielern ein gutes Mengengerüst darstellt.


    Wenn sich also ein Trainer mehr Spieler holt, dann mag er dies mit dem Argument machen, auch "auf der Reservebank gut aufgestellt" zu sein. Aber stimmt das überhaupt? Was spricht dafür, was dagegen? Dafür mag sicher in der Anfangsphase stehen, dass der Trainer mehr Alternativen hat, um Verletzungen, Krankheit oder andere Abwesenheit (z.B. Schule) kompensieren zu können. Dagegen spricht, dass ein Wechsel in einen Leistungsverein und -mannschaft nur dann Sinn macht, wenn eine bessere Ausbildung als im Heimatverein realistisch ist. Aber kann man sich wirklich kontinuierlich verbessern, wenn man im Training neue Fähigkeiten erwirbt, aber sie mangels Spieleinsatz nicht ausprobieren darf und nicht festigen (automatisieren) kann? Was wird also mit denen, die meistens die Reservebank drücken, passieren? Sicher, darunter befinden sich "Vereinshopper", die mal hier und mal da ihr Glück versuchen! Aber es befinden sich auch "Rohdiamanten" darunter, die z.B aufgrund besonderer Schüchternheit oder wegen physischer Nachteile gegenüber früher im Jahr geborenen Jungs eigentlich eine gute Ausbildung verdient hätten. Diese Junge kehren meist nicht nur frustriert in ihre Heimatvereine zurück, nein glauben selbst versagt zu haben und suchen sich ein anderes Hobby!


    Es wird zwar immer behauptet, man würde ausbilden, aber es ist fast immer Schluß mit lustig, wenn der Tabellenplatz den Verantwortlichen nicht paßt! Ich will hier jetzt gar keine Partei ergreifen, denn eigentlich sollte man im Leistungsfussball konkrete Ziele vereinbaren können. Denn wenn hier mit weitaus größeren Aufwand eine Förderarbeit betrieben wird, dann sollte sie sich schon klar von der eines Dorfvereins abgrenzen. Allerdings wehre ich mich gegen eine Schwarz/Weiß-Sicht, weil auch andere Vereine in der Liga gute Arbeit, die respektiert werden sollte, betreiben.


    Wer glaubt, ein Rezept zu besitzen, womit man alle eventuell auftretenden Probleme lösen kann, der sollte am besten gar nicht erst Trainer werden. Man kann, wenn überhaupt, aus Erfahrungen lernen und sich fürs kleinere Übel entscheiden. Denn allen wird man es sowieso nie recht machen können.


    Das wars auch, was ich eigentlich sagen wollte: egal, für was man sich entscheidet, man wird niemals Allen gerecht werden! Aber es kann doch auch Spaß machen, aus der jeweiligen Situation das Beste machen zu wollen. Als Trainer sollte man ein fussballbekloppter Optimist sein. Denn nur dann, wenn ich selbst diese Leidenschaft spüre, kann ich Andere damit anstecken! Hab ich also eine Wahl?

    @M3rlin


    Guter Hinweis! Das ist übrigens auch ein guter Rat für Teams, die entweder zu stark oder zu schwach für die aktuelle Staffel sind, um aktuell für sie Teams zu finden, gegen die sie auf Augenhöhe spielen können. Denn wenn`s nicht um Punkte und Tabellenplätze geht, sie viele Trainer relaxter und das spüren die Spieler dann auch gleich!

    @soccerbook


    Mal wieder ne richtig gute Diskussion mit vielen lesenswerten Beiträgen.


    Was mir allerdings noch fehlt ist die Durchgängigkeit innerhalb des Jugendbereichs. Ich meine damit, dass man die Talente des älteren Jahrgangs bereits in der Rückserie Spielzeiten in der nächsten Jahrgangsstufe geben sollte, um ihnen die gewünschten Herausforderungen, die gerade gegen besonders schwache gegnerische Teams fehlen, zu geben. Auch dadurch können andere Spieler mehr Zeiten bekommen.


    Dass man die Motive der Jungs nicht kennt, das ist auch so ein Punkt, wo viele Trainer meinen, sie könnten bei ihrer Einschätzung auch barfuss in den Köpfen ihrer Spieler herumtrampeln (wie ein Elefant im Porzellan-Laden). Wer weiß schon, wie es beim ein oder anderen wirklich zuhause zugeht und wieviel Frust beim Fussball erst mal abgeladen werden muß, um erstmal Spaß zu haben?


    Ja, nicht zu vergessen ist das Thema: dem traue ich mal zu, ein guter Spieler zu werden und dem nicht! Zugegeben steckt in dieser Annahme viel mehr Hoffnung, als später daraus wird. Denn auch ohne unser Zutun gibt es für die jungen Menschen sehr viele Türen, die man besser nicht öffnet! Aber wir können ihnen nicht alle Erfahrungen abnehmen.


    Mit der negativen Erfolgsprognose ist es wohl ähnlich! Aber auch hier gibt es immer wieder auch sehr positive Überraschungen, weshalb es gar keinen Grund gibt, die Flinte schon frühzeitig ins Korn zu werfen.


    Es mag auf den ersten Blick nicht viel sein, sein Bestes geben zu wollen und dabei ständig auch Fehler zu machen. Ob man dabei mit oder gegen den Strom schwimmt, hängt im wesentlichen von der subjektiven Sichtweise ab.


    Dass ich häufig gegen den Strom geschwommen bin und trotzdem weiter machen durfte, lag nur an einem einzigen Punkt! Ich hatte dabei mehr Erfolg als die "Mitläufer"! Denn wer will schon jemanden beschäftigen, der eine eigene Meinung hat? Zur Fussballtradition gehört zwar der Meinungsaustausch. Aber der hat gefälligst so auszusehen, dass man zwar mit der eigenen Meinung in ein Gespräch mit dem Vorsitzenden gehen darf, aber doch gefälligst mit dessen Meinung wieder raus. Warum auch sonst sollte man es "Meinungsaustausch" nennen.


    Da komm ich gern auf @tobn zurück. Beim eigenen Weg, der sicher manchmal schwerer ist, weil man angreifbar ist, aber man belügt sich nicht! Allerdings hilft das kritische Hinterfragen seiner Positionen auch dabei, nicht in eine Einbahnstraße zu geraden, die später in eine Sackgasse führt! Gute Freunde können die Augen öffnen, wenn man allzublind durch die Gegend rennt!

    @tobn


    Ich finde deine Kritik angebracht, denn bei jeder Form von "Schubladen-Denken" gibt es Gewinner und Verlierer! Aber ist es nicht vielfach so, dass wenn ein neuer Trainer kommt, sich das "Stammpersonal" erst einmal besonders anstrengt, aber wenn man seine Stammplatzgarantie hat, das Engagement zurück fährt? Ähnlich ist es mit den "Stars"! Ein Trainer, der sich auf sie verläßt, den lassen sie "am langen Arm verhungern", wenn sie nicht ständig gelobt und in Watte gepackt werden!


    Spätestens dann, wenn der "Star" sich eine Auszeit nimmt, wird der Trainer, der zu lange und zu viel auf ihn allein gesetzt hat, in ein Dilemma geraten. Deshalb tut er gut daran, von Anfang an jeden Spieler nach dessen Möglichkeiten optimal zu fördern.


    Weil aber jeder Spieler deshalb trainiert, um sich fürs nächste Spiel zu verbessern, muß ihm der Trainer diese realistische Chance garantieren können.


    Dennoch gibt`s es Momente, wo man entscheiden muß. Ob es die beste oder nur die zweitbeste Entscheidung war, dass erfährt man fast immer erst hinterher. Denn nur sehr selten hat man alle Informationen, die man benötigt. So spricht man von einem "guten Händen" oder man hat "ins Klo gegriffen"! Die Welt geht jedoch davon nicht unter, sondern man gewinnt eine neue Erfahrung. Dabei ist es nicht schlimm Fehler zu machen. Dumm ist es aber, 2 mal den gleichen Fehler zu machen, denn das ist genau einmal zu viel!


    Ein Standard-Rezept gibt es deshalb nicht, sondern lediglich den Hinweis aus dem Vorhandenen das Bestmögliche zu machen. Nur sehr selten gelingt es, weil Fehler einfach passieren (dürfen)!
    Denn, wenn alle Anderen Fehler machen dürfen, dann darf das selbstverständlich der Trainer auch!


    Wer noch darüber im Zweifel ist, der sollte sich mal an seine ersten Schritte als Trainer erinnern! Was hat man da für einen Blödsinn verzapft? Alles natürlich im besten Glauben das Richtige zu tun. Heute kann man darüber schmunzeln, aber damals hat mans als absolute Weisheit verkauft! :thumbup: '! Der Politiker sagt ja nicht umsonst: "Was stört mich mein Geschwätz von gestern"! Kollege Günter, man hat lang nichts mehr von ihm gehört, wußte manchmal gar nicht mehr, dass er an anderer Stelle genau das Gegenteil von dem, was er nun für eine felsenfeste Weisheit publizierte, geschrieben. Und, wir haben`s ihm doch immer wieder verziehen oder? Über meinen Böldsinn will ich erst gar nicht reden. Da müßte ich mich ja nur noch schämen!


    Liegt nicht gerade die Stärke eines Menschen darin, sich seiner Schwächen bewußt zu sein und deshalb dazu zu stehen?

    @Chris


    Der gesamte A-Lizenz-Kurs von 1996 war nix! Da können die Ausbilder: Bernd Stöber und auch Erich Rutemöller nix dafür. Da war Frau Neid eher die positive Ausnahme. Mehr sag ich nicht dazu:) O.K. vielleicht noch das: diese Trainer wurden noch im gegnerorientierten Spielsystem ausgebildet. Wer sich nach dem Taktik-Wechsel in das ballorientierte Spielsystem nicht selbst auf den Hosenboden setzte, um das nunmehr taktisch notwendige Wissen zu erlernen, der wurde aussortiert. Frauentrainer waren schon von Anfang an eine Nische! Weil sie sich fast ausschließlich im weiblichen Fussball aufhielten, der nunmal Unterschiede zum Männerfussball aufweist, gibt dort auch noch andere Vorstellungen.


    @Sir Ales
    Nach deinen letzten sehr guten Kommentaren antworte ich dir gern. Ich hoffe, es bleibt so, dass man zwar kontrovers diskutiert, aber immer fair bleibt? Klar hast du recht, dass es weitaus weniger Frauen mit Trainer Lizenz sind. Aber es gibt ja auch weniger Politikerinnen und trotzdem haben wir seit vielen Jahren eine Bundeskanzlerin. Ich hab dieses Beispiel ganz bewußt gewählt, um nicht über Quantität und Qualität diskutieren zu müssen. Denn es geht hier ja zum einen um Chancengleichheit und zum Anderen dann auch um die Trainerunterstützung innerhalb der Vereine.


    Gerade im Fussball habe ich das Gefühl, das man dort besonders gerne unter sich sein möchte und dadurch im Umfeld vorhandenes Potenzial nicht nutzt, teilweise sogar verschreckt, weil man ihnen per se Kompetenz absprcht! Das Beispiel: Bundeskanzlerin zeigt, dass das so nicht stimmt. Warum sollte es im Fussball anders sein?


    Ein weiterer Bereich stellt hier die Talentforderung da. Manches hat sich zum Positiven verändert: z.B. das hoch talentierte Mädchen mit den gleichaltrigen Jungen auf den DFB-Stützpunkten mittrainieren dürfen, besonders starke Mädchenteams in Jungenligen spielen dürfen. Aber es gibt noch viele andere Baustellen. Sehr krasse Unterschiede gibt es schon bei der Info-Weitergabe über anstehende Jahrgangssichtungen. Dort melden sich Vereinstrainer von sich aus und fragen bei den Stützpunktverantwortlichen nach, wann die nächste Sichtung ist. Auch die Eltern sind beim Training in großer Anzahl vertreten, als wäre die Teilnahme an der Nationalmannschaft ihres Sprößlings nur noch ein kleiner Schritt. Ferner wird in der Zeitung über jedes Event berichtet. Ganz anders ist es bei den Mädchen. Da werden die Infos an die Vorstände der Vereine gar nicht an die Jugendleiter oder Trainer weiter gegeben. Auch manche Trainer sagen sich, warum soll ich das Mädchen in meiner Jungenmannschaft unterstützen. Die wechselt doch später sowieso in ein Mädcheteam und ein anderer Triner freut sich! Oder aber es sagen sich die Eltern, dass Mädchen ja sowieso später kein Geld mit Fussball verdienen können, weshalb man der Tochter erst gar keinen Floh von wegen Talentförderung ins Ohr setzen sollten. Wenn man sich also fragt, warum kommt nicht mehr weibliche Kompetenz? Hier finden sich einige Gründe!


    Gerade im unteren Jugendbereich stelle ich eine unzureichende Kommunikaiton zwischen den weiblichen Ansprechpartnern im Kindergarten und den Grundschulen zu den Vereinen fest. Denn hier wird mehr übereinander statt miteinander gesprochen. die Camps nutzen diesen Zwist rivalisierender und konkurrierender Meinungen zwischen Männern im Fussball und Frauen in den Erziehungsinstituten andererseits aus, um für sich den Spaß an der Bewegung und im speziellen am Fussball in den Mittelpunkt zu stellen.


    Ja, ich weiß, wir sind jetzt ein Stückchen vom Kernthema des ungerechten Vaters abgekommen. Aber es kann nicht schaden, dass Umfeld ein wenig zu beleuchten.

    @raicoon


    Der Lösungsvorschlag von Chris könnte auch nach meiner Meinung am besten zu deinem Team passen. Denn die Zuverlässigen sind nicht nur immer beim Training, sie wollen sich auch dort verbessern, um es im Spiel aufzuprobieren. Wer unregelmäßig zum Training kommt oder mehrfach kurz vor einem Spiel absagt, für den ist der Fussball nur dann interessant, wenn sonst nichts Besseres vorliegt.


    Natürlich kommt hinzu, dass die Situation zu Saisonbeginn häufig eine Andere ist, als zur Mitte oder dem Ende einer Saison. Denn schon nach den ersten Punktspielen stellt sich das Team häufig von alleine auf, weil es Verletzte oder Kranke gibt, weil es Paralleltermine mit Schule, Kirche, Feuerwehr, usw. gibt oder weil eben der Ein oder Andere für sich erkannt hat, dass ihm der Fussball doch nicht so viel bedeutet.


    Trotzdem würde ich eine Mannschaft immer als Ganzes sehen, bei dem jeder zunächst einmal gleich wichtig ist! Denn nur so kann ein Vertrauensverhältnis entstehen, um eine Mannschaft mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zu führen. Teilst du dein Team streng in Stamm- und Reservespieler ein, dann gehst du damit eine Wertung ein, die im Breitensport und selbst im Leistungssport Probleme bereiten kann, weil du sie je nach Leistungsentwicklung deine "innere Mannschaftsaufstellung" immer wieder umstoßen mußt.


    Weil man als Trainer lernt zu improvisieren, sollte man im Vorfeld nicht zu viel Unumstößliches festlegen wollen, sondern versuchen aus dem, was möglich ist im Training oder Spiel, das Beste zu machen! Wenn die Jungs diesen ehrlichen Willen erkennen, dann wirst du immer gute Argumente für deine Entscheidungen finden.

    @Karl


    Klar mag es am Rollenverständnis (später mal Mutter zu werden) liegen, eher den Kompromiß zu suchen, statt zunächst einmal seine Maximalforderungen auf den Tisch zu legen, um danach mit Verhandlungsgeschick das Bestmögliche heraus zu holen. Dennoch würde ich nicht generell unterstellen, dass Männer soetwas können und Frauen grundsätzlich nicht dazu in der Lage wären.


    Weitaus öfter mag es jedoch daran liegen, dass man im Berufsleben wie auch in der Freizeitbeschäftigung gern "unter sich" ist und Frauen den Zugang dazu verwehren oder möglichst schwer machen wollen.


    Aber ich vermute, dass vielerorts der Fussball nach wie vor eine Männerdomäne ist, in der eine Frau per se weniger Ahnung hat oder selbst bei gleicher Ausbildung man ihr keinen geeigneten Führungsstil zutraut. Das es dabei sehr viel um Vorurteile geht, zeigt ja, dass wir seit vielen Jahren von einer Frau regiert werden und dies auch kaum noch jemand infrage stellt.


    Doch in traditionsbehafteten Gremien, wie z.B. dem Fussball gibt es vielerorts noch das unausgesprochene "Zölibat" des Frauenverbots in einigen Positionen. Dazu zählt insbesondere das "Aushängeschild" des Vereins. Hier hätte es jeder Vorstand schwer, seinen Mitgliedern, Fans und Sponsoren zu erklären, dass dieses Amt ab sofort von einer Frau bekleidet würde. Da kann sie noch so gut ausgebildet sein und jeden Cent ihres Honorars wert sein, sie wird dieses Amt nicht bekleiden dürfen.


    Wie soll man sich denn in der dritten Halbzeit über die schönsten und zweitschönsten Dinge der Welt unterhalten, wenn "Feind mithört"?


    Und um zum Thema zurück zu kommen: m.E. wird ein zorniger Vater bei einer Trainerin in einer Sportart mit traditioneller Männerdomäne noch weniger Skrupel haben, ihr die Meinung zu sagen? Denn ihr wird traditionell die fehlende Kompetenz unterstellt. (frei nach dem Motto: eine Frau muß deshalb schön sein, weil ein Mann besser sehen als denken kann oder woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es nicht gesagt hab? :thumbup: )


    Hier bräuchte gerade Frau Trainerin noch mehr Unterstützung durch die Vereinsverantwortlichen, womit wir wieder beim eigentlichen Dilemma der 2 Gesichter eines Mannes angelangt wären, dass Frau so richtig und nachhaltig nicht mit der gewünschten Akzeptanz rechnen darf!

    @Evamaria


    Wenn du deinen Trainerjob einigermaßen ernst nehmen willst, dann mußt du die Meinungen und Ansichten der Eltern ein stückweit ausblenden. Denn sonst verbringst du zu viel Zeit damit, was Andere wohl über dich und jeden einzelnen deiner Kinder denken mögen. Alles sollte seine Zeit haben, weshalb auch Eltern nicht permanent, sondern nur ab und an die Gelegenheit haben sollten, dir ihre Gedanken mitzuteilen, bzw. von dir eine Meinung zu hören.


    Ansonsten hast du hier schon sehr viele nützliche Tipps lesen können.


    Solltest du dich für den Trainerjob entscheiden wirst du auf ein generelles Problem treffen, was alle Eltern, die gleichzeitig Trainer sind betrifft. Sobald dein Kind in der selben Mannschaft spielt, die du trainierst, bist du als unerfahrene Trainerin nicht mehr in der Lage zwischen sachdienlichen und emothionalen Entscheidungen zu unterscheiden. Entweder dein Junge bekommt ab diesem Tag einen Stammplatz und alle anderen Mannschaftsmitglieder werden zu Statisten degradiert oder aber dein Kind wird immer als letztes ein oder als erstes ausgewechselt, um vor den anderen Eltern zu demonstrieren, dass es keine "Extrawurst" bekommt.


    Genau deshalb solltest du:
    1. so schnell wie möglich eine Trainerlizenz machen
    2. auf eine gründliche Einarbeitung in den neuen Trainerjob durch die Jugendleitung bestehen


    Denn sonst besteht die Gefahr, dass du nur noch beim Training den erhofften Spaß am Fussball miterlebst, aber beim Spiel permanent zwischen die Fronten der Elternschaft gerätst. Ein Übel, was bei über 50 % aller Trainerneulinge schon während oder nach der ersten Saison zur frustrierten Jobaufgabe führt.


    Also überlege, ob du diese zusätzliche Zeit investieren kannst und dazu bereit bist, dich als Fussballtrainerin ausbilden zu lassen. Denn diese Aufgabe zu übernehmen, nur weil der Sohn gern Fussball spielt und es sonst kein anderer machen will, dass ist zu wenig, um dauerhaft an dieser Aufgabe Spaß zu finden.


    Schließlich stellt sich noch die Frage der Kosten:
    1. Lizenzkosten
    Die Lizenzgebühren werden im Regelfall vom Verein übernommen. Denn der profitiert durch einen jährlichen und bis zu 4-stelligen DFB-Zuschuß für seine Lizenztrainer. In gut geführten Vereinen werden darüberhinaus auch die Fahrtkosten zum Ausbildungsort übernommen. Es gibt 2 Möglichkeiten für den Lizenzerwerb: a. 3-wöchige Ausbildung in der Verbandszentrale. b. heimatnahe ca. 1/4 jährliche Wochenendeausbildung. Dein Jugendleiter wird dir Infos und Kontaktdaten dazu geben können.


    2. Trainer-Aufwandsentschädigung
    Damit du nicht auf deine privaten Kosten (z.B. Fahrzeugabnutzung und höhere Versicherungsbeiträge aufgrund höherer KM-Leistung, Spritkosten für auswärtige Punkt-, Pokal-, Freundschaftsspiele, Turniere, Teilnahme an Staffeltagen, Vereins-Sitzungen, Telefon- u. ggf. Internetkosten), die dann schon mal in einen 3-stelligen Monatsbetrag addieren können, sollte eine Vereinbarung zur Kostenübernahme getroffen werden. In gut geführten Vereinen ist auch dies kein Problem, da diese Kosten über Mitgliedsbeiträge, kommunale Zuschüsse, Spenden und Sponsorengelder leicht erwirtschaftet werden können. Nur die schlecht geführten Vereine, deren Geld fast ausschließlich in die Hosentaschen der Spieler und Trainer der 1. Seniorenmannschaft fließen, dies jedoch verheimlichen, glauben nach wie vor, dass die Jugendarbeit nichts wert sei und man deshalb hier auf solche Trainer (mit Vorliebe Elterntrainer) setzt, die keine Lizenz anstreben, nebenbei noch den Platzwart sowie andere ehrenamtlichen Aufgaben im Verein übernehmen, aber das Geld dafür selbst mitbringen. Auch die Kosten für einen neuen Tricotsatz sollen sie über das Klinkenputzen bei potenziellen Sponsoren selbst erwirtschaften. Von diesen schlecht wirtschaftenden Vereinen bekommt man meistens noch nicht einmal ein Dankeschön für jahrelange Arbeit.


    Wer nicht blind ins Unglück rennen, sondern von Anfang an Spaß an der Traineraufgabe, der sollte vorher gründlich prüfen, ob sich seine Wünsche mit den Erwartungen des Vereins decken!?!

    Ja, es wird vermutlich in der Weise eine Anpassung des TW-Stellungspiels geben, wenn die Versuche zunehmen, aus diesen seitlichen Mittelfeldpositionen den Torerfolg zu suchen, bzw. noch mehr Tore daraus resultieren.


    Der Keeper wird dann ein klein wenig tiefer stehen als bei zentralem gegnerischen Angriff.


    Ich denke mal, dass sein Trainer bewußt jeglichen Druck von seinem jungen Ersatzkeeper Ter Stegen nehmen wollte, als er sagte, er selbst habe ihm diese hohe Position zugewiesen. Denn kein Trainer gibt seinem Keeper einen "Persilschein", in bestimmten Situationen ein zu hohes Risiko zu wählen. Es sei denn, man gelangt zur Erkenntnis, das es ein "Sonntagsschuß" war und hält daher das Risiko für kalkulierbar gering!

    Ich fand den Wunsch in keinster Weise schlimm und bin dankbar für Eure klaren Worte, vielleicht sollte ich ihn da echt einbremsen in seinem Ehrgeiz. Vermutlich ist dieser auch so groß, weil er sich in der Schule schwerer tut als andere und im Sport seine Bestätigung von außen bekommt.

    Ja, das hast du schon richtig erkannt!


    Normalerweise hilft der Sport auch den schulischen Alltag besser zu koordinieren. Wer aber versucht, fehlende Bestätigung in der Schule durch Lob im Fussball zu kompensieren, der schwebt auf dünnem Eis. Denn je weiter die Entwicklung im Sport geht, je mehr wird auch der Kopf verlangt, um z.B. die Spielintelligenz zu fördern.


    Beides (Schule und Sport) sind wichtig, aber nicht austauschbar! Selbst, wenn er jetzt noch schneller den sportlichen Erfolg sieht, werden ihn Mitschüler, die sich sowohl auf die Schule wie auf den Fussball gerne konzentrieren, überflügeln. Und dann hat er weder in der Schule noch im Sport den gewünschten Zuspruch.


    Wenn er jetzt unbedingt etwas mit dem Ball machen möchte und keine Spielkameraden findet, dann kann er sich z.B. eine breite Wand suchen und die Wand als Anspielstation nutzen. Dabei kann er den Ball flach, halbhoch oder hoch gegen die Wand schießen. Er kann ihn entweder zunächst mit dem Fuß, Knie, Oberschenkel, Brust oder Kopf annehmen und oder auch direkt mit einem dieser Körperteile wieder zur Wand zurück schießen. Er kann gezielt eine Körperseite (z.B. seine schwächere Seite) trainieren oder aber abwechseld nach die rechte und mal die linke Körperhälfte mit dem Ball arbeiten.


    Aber es sollten sich keine Fensterscheiben oder sonstige wertvolle und/oder fragilen Gegenstände in der Nähe befinden.

    @tobn
    Ja, dass habe ich auch gedacht. Aber mir fiel es schwer, der Mutter einen Rat zu geben, ohne dass sie sich evl. gekränkt fühlt. Denn nicht alles, was gut gemeint ist, kommt auch gut rüber! Gewundert hab ich mich allerdings, was heutzutage an Trainingsequiptment so zuhause herum liegt?

    Um überhaupt zu einer Vorhersage zu gelangen, müßte m.E. zunächst einmal geklärt werden, wie hoch der Anteil der Trainerleistungen an der individuellen Entwicklung jedes einzelnen Spielers ist?


    Ist dieser Traineranteil hoch oder sogar sehr hoch, so kann nahezu jedes Kind große Fortschritte erzielen. D.h. ein Trainer mit hohem Potenzial kann nahezu jedes Team rasch zu großem sportlichen Erfolg verhelfen. während ein Trainer mit fast gar keinen spezifischen Fähikgeiten und einem Team ohne Talente immer auf einenm unterdurchschnittlichen Level bleiben wird.


    Spielen hingegen die Talentanlagen eine dominierende Rolle, so kann ein Kind auch bei deutlich unterdurchschnittlichen Trainerleistungen zu großen Fortschritten gelangen.


    Was glaubt ihr? Wie hoch ist dieser Traineranteil?

    Liebe Trainerfreunde


    Nicht nur im Breitensport gibt es Kritik an den Transferregeln, auch bei den Profis. Dabei wird bemängelt, dass nur die kapitalkräftigsten großen Vereine einen überproportionalen Profit erwirtschaften können. Den kleinen und mittleren Vereinen bleiben auf der Strecke. Nicht einmal ihre Talentförderung wird entsprechend gewürdigt. Besondere Aufmerksamkeit gibt es immer dann, wenn ein Spieler trotz gültigen Vertrages den Verein wechselt und die Ablösesummen sich dafür in gigantische Höhen entwickeln. Zuletzt war es Kevin de Bruyne, der für 74 Mill. zu Manchester City wechselte. Sei allein von den Ölscheichs bis Ende August ca. 1,2 Milliarden € in neue Spieler investiert worden. Damit verbunden wächst auch der Erfolgsdruck der eingekauften Spieler, ihrem Sponsor gegenüber "abzuliefern"! So möchte die Spielergewerkschaft diese Transferzahlungen ganz abschaffen und damit die Möglichkeit schaffen, damit alle Profivereine bessere Chancen haben.


    Aber es gibt nicht nur diese Kritik in der mit ca. 65.000 Spielern großen Spielergewerkschaft Fifpro. Es geht insgesamt um die Wechselmodalitäten. Denn in keinem anderen Beruf seine die Verträge selbst dann bis zum Saisonende einzuhalten, wenn der Verein schon seit mehreren Monaten insolvent sei und keine Spielergehälter mehr zahlen könnne oder wolle. Davon sei fast jeder 3. Spieler schon einmal betroffen gewesen.


    Natürlich ist nicht mit einer schnellen Veränderung zu rechnen. Sollte man sich jedoch in der Weise einigen, dass nicht nur ein Spieler während der Saison vom Verein suspendiert sondern auch ein Spieler in der Saison rechtswirksam kündigen kann, so dürfte mit einer allgemeinen Bewegung beim begründbaren Vereinswechsel eines Spielers während einer Saison zu rechnen sein.


    Ich sehe allerdings in den Förderungen Maximalansprüche, aber man kann ja nie wissen, was sich daraus entwickelt?


    Glaub ihr, dass sich bei einer Veränderung im Profibereich auch im Amateurfussball eine Bindung zwischen Vereinsmitgliedschaftskündigung und einem Vereinswechsel ergeben könnte?

    @Karotte
    Bei der Auswahl zum Tor des Monats gab es ein Tor aus 83 Metern. Der Keeper war dabei ca. 30 m aus seinem Kasten! Aber es war nicht Ter Stegen! Warum sollte ein Keeper dann, wenn er erkennt, dass er den Ball nicht mehr erreichen kann, dennoch weiterrennen? Man wirft doch auch keinem Goalgetter vor, einer Flanke, die für ihn zu weit ist, nachzurennen?


    Die Frage, ob es ein "Patzer" war und damit der Ball "haltbar", wird uns sicher noch einige Zeit beschäftigen. Denn es geht im Kern darum, ob die Torverhinderung alleroberste Priorität von einen Keeper darstellt oder aber gewisse Risiken bewußt inkauf genommen werden sollen, um bestimmte Spieltaktiken (z.B. Ballbesitzspiel mit hochstehender Abwehr) Priorität genießen?


    Denn sollte es keine Reaktion geben, so wird diese Torvariante verstärkt trainiert werden, weil der Keeper bei diesem Distanzschuß nicht nur die Distanz zum Tor rechzeitig verkürzen, sondern gleichzeitig die größtmögliche Tiefe seines Tores effektiv verteidigen können muß.

    @bonyamin


    Für den Verein wäre es sicher am besten, wenn er 2 gut funktionierende B-Jugend-Teams hat. Eine Abgrenzung: in der einen Mannschaft spielen die netten Jungs und in der anderen die Bösen, wird immer wieder Probleme machen.


    Für den Breitensport gilt das Prinzip: "jeder trainiert für den Wettkampf" ganz besonders. Deshalb ist die Weiterentwicklung aller Mannschaftsmitglieder ein besonderes Ziel. Eine Unterscheidung zwischen Stamm- und Reservespieler sollte es nicht geben, weil alle gleich Wichtig sein sollten. Nur so und in Kombination mit einem guten Training und einer gewissenhaften Mannschaftsführung kann man eine hohe Trainingsbeteiligung bekommen. Zwar sollte die Trainngsbeteiligung ein Faktor für die Ausstellung sein, jedoch nicht in der Weise, als das sie als Trainerknüppel eingesetzt wird. Die Jungs wünschen sie Gerechtigkeit und Fingerspitzengefühl, aber keine Trainerallmacht!


    Damit kommen wir schon zum hinkenden Vergleich zwischen B-Junioren (Spaß und Leistungssteigerung) zu den Damen (Spaß und einige wollen sich auch verbessern)! Während sich bei den B-Junioren fast alle wichtigen Entscheidungen auf oder am Platz stattfinden, gibt es bei den Damen meist mehrere Parrallelkommunikationen, bei denen sich negative Entwicklungen sofort, aber Positive erst mit gemäßigterem Tempo herumsprechen. Daraus resultiert, dass man mit einem Kader von 13 - 14 Spielerinnen eher ein gutes Team bekommt, wo sich jeder auf den Anderen verlassen kann, als wenn fast jeder dieser 30 Spielerinnen das Gefühl hat, dass man gut und gern auf sie verzichten kann. Hier wird der gewünschte Effekt über die Anzahl der Spielerinnen einen Konkurrenzkampf aufzubauen, gar nicht funktionieren.


    Ein Team nach Leistung aufzustellen sollte möglichst auch den Trainern vorbehalten werden, die die Leistungen ihrer Spieler einigermaßen einschätzen können. Dies bedarf einer entsprechenden Aus- und Fortbildung sowie Erfahrungen in der jeweiligen Altersklasse und Liga.

    @DasRundeineinsEckige


    Kann deine Argumentation wohl nachvollziehen. Es besteht immer die Gefahr, mehr in eine Veränderung (Fairplayliga), die nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann, hinein zu interpretieren und dann meistens enttäuscht zu werden.


    Leider hat man sich lediglich auf die Bambini- und F-Jugendzeit einigen können, weil die große Mehrheit davon überzeugt war, dass irgendwann die Leistungen selbst im Breitensportbereich öffentlich dokumentiert werden müssen. Es kann darin ein Vorteil liegen, denn im Fall von sehr hohen Niederlagen werden die Verantwortlichen von Vereinen mit größeren Jugendabteilungen auch über diesen Weg angesprochen und können entsprechend kurzfristig handeln.


    Es ging jedoch lediglich darum, mehr Ruhe ins Spiel zu bringen. Weil es in diesen Ligen üblich war/ist, dass Laien und keine ausgebildeten Schiedsrichter pfeifen, entzündete sich Streit nicht selten über einen Schiedsrichter. D.h. die Fairplayliga sollte gar nicht generell den Schiedsrichter im Jugendbereich, sondern lediglich in Altersklassen, in sowieso Laien zur Pfeife greifen, abschaffen.


    Weil aber im untersten Jugendbereich meistens Laien-Trainer auf noch sehr unerfahrene Trainer treffen, würden vermutlich Schiedsrichter-Neulinge ebenfalls überfordert werden. Nicht so sehr in der eigenen Regelkenntnis, sondern vielmehr in der emothionellen Stimmung von Eltern und Trainer ohne fundierte Regelkenntnisse.


    Was auch ich schon beim Start bemängelt habe war, dass nicht über die Zeit der Fairplayliga gedacht und geplant wurde, damit die in dieser Zeit gewonnenen guten Erfahrungen hinüber gerettet werden können. Denn wenn es aber E-Jugend sowieso wieder beim Alten bleibt, welche Argumente bleiben dann den Befürwortern der Fairplayliga.


    Und aus der Sicht der Senioren kann ich nur sagen: dort lacht man sich über die Fairplay-Punkte schlapp. Denn hier wird auf der einen Seite der unfairste Gegner Meister und medial geehrt, während der Fairplaysieger meistens absteigt und sich für seine Fairplay-Urkunde allenfalls höhnisches Gelächter einheimst.


    Wenn man hier wirklich etwas bewirken wollte, dann müßte man den Meistertitel in Kombination mit den Ergebnissen und Fairplaypunkten setzen. Aber wer will das schon? Gehen doch auch heute noch Zuschauer deshalb ins Stadion, weil hier und da Blut fließt und sich Gegner gegenseitig an den Kragen gehen!

    .Ich mag keinem Trainer so recht glauben, wenn er sagt, dass er strittige Entscheidungen absolut objektiv sieht.

    Naja, wenn man deutlich führt, kann man mal ein Auge zudrücken :D !