Super Vorbildfunktion bei der Mannschaftsführung - ehrlich!
Denn weitaus mehr Trainer sieht man bei jedem Gegentor ausrasten! Die interessiert es gar nicht, ob sie die Spieler dabei verunsichern. Und glaub mir, selbst Profis kannst du mit unangemessenem Gebrülle verunsichern! Es mag zwar immer auch Patzer geben, aber meist gehen Fehler voran. Beim ballorientierten Spiel ist nicht selten die halbe Mannschaft an einem Gegentor beteiligt.
Klar löst man damit nicht die Frage, wie man das Training und dann natürlich auch das Spiel erfolgreicher gestalten kann? Da braucht es ein abwechselungsreiches, systematisch aufgebautes und altersgerechtes Training. Doch auch hier gilt: statt zu Brüllen, dosiert loben und unterstützen. Kinder sollen stark und selbständig werden. Gebrülle macht sie hingegen ängstlich und hemmt ihren Willen besser werden zu wollen! Es ist nicht immer leicht, ruhig zu bleiben, aber es wird mit der Zeit immer leichter! Wer in der Firma oder zuhause mit reichlich Dampf im Kessel ankommt, den empfehle ich einfach mal das Warmmachprogramm mitzumachen. Denn das Warmmachen soll vom Alltag ablenken und auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.
So, nun noch ein Rat von einem "Alten Hasen":
1. Mach dir erst gar keinen Kopf, wer nicht zum Spiel gekommen ist, sondern kümmere dich um die, die gekommen sind. Versuche einfach mit denen das Beste zu machen! Denk nicht mal drüber nach, was gewesen wäre, wenn der oder die dabei gewesen wären. Denn damit beleidigt du die, die dabei gewesen sind! Denn die haben ihr Bestes gegeben!
2. Wer mehr kennt, der kennt sich auch mehr aus! Wer einmal den kompeltten Jugendbereich als Trainer durchlaufen hat, der hat schon mal eine grobe Vorstellung davon, wo ein E-Jugend-Spieler mal in ein paar Jahren in seiner Entwicklung stehen könnte. Dieses globale Wissen über den gesamten Jugendbereich kann den "Heißsporn" ein wengi besonnener machen. Den "Träumer" erinnert es daran, nicht unnötig Zeit zu verschwenden. Denn die Kinder kommen zu euch, weil sie bei euch den Fussball kennenlernen wollen. Dafür hängen sie an euren Lippen und vertrauen euch!
Wer, wie du sogar erklären kann, warum er dies so und das anders macht, der hat schon mal einen riesen Vorteil gegenüber dem, der erst mal abwartet, bis ihm die Hutschnur reißt. Jeder Trainer hat das Recht Spaß am Fussball zu haben. Er ist kein Diener der Kinder, der zu liefern hat! Aber das "Geben und Nehmen" sollte in einem guten Verhältnis stehen.
