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    So, nachdem auch Herr Niersbach vergeblich versucht hat, an "seinen Stuhl zu kleben", stellt sich (ähnlich wie bei VW), was ist das alles passiert und wie groß ist der Schaden?


    Ähnlich wie bei VW wird versucht werden, zunächst den Schaden in Form von "politischer Verantwortung" (ihr könnt mir nix) zu lokalisieren, doch werden die Fragen von Journalisten und der Justiz vermutlich nicht an der Oberfläche verharren. Ob danach noch ein Stein auf dem Anderen bleibt hängt sicher von der Reformwilligkeit der nunmehr handelnden Personen ab. Denn zuletzt hat es zu lange gedauert, bis modernens Know-How professioneller Arbeit an die Spitze eines auf den reinen Amateurfussball-Idealen beruhenden Präsidiums zu gelangen. Es braucht daher eine grundlegende Erneuerung, deren Spitze sich als Dienstleister für den Fussball und weniger als ihr Repräsentant verstehen. Nur dann, wenn die bisherigen Hirachiepyramide umgedreht funktioniert und man sich als Dienstleister für seinen Verantwortungsbereich fühlt, werden die Entscheidungswege effektiver werden.


    Ob allerdings der Leidensdruck groß genug ist, sich mit Reformen zu beschäftigen, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen!

    @Andre


    Vielen Dank für deinen Beitrag.


    Die meisten Deutschen haben sicher ein Problem damit, das Unterlassen einer uns bekannten Höflichkeitsgestik einfach zu ignorieren. Desweiteren haben Teile unserer Bevölkerung aus ihrer Werteempfindung heraus ein Problem, weil sich die Höflichkeitsverweigerung nicht generell, sondern ausschließlich auf das weibliche Geschlecht bezieht.


    Doch wie ich besreits schrieb, haben wir Deutschen uns über Generationen hinweg als den "Nabel der Welt" gefühlt und gemeint, alle anderen Menschen müssen so denken und fühlen wie wir. Wohin schließlich die fehlende Selbstreflexion eigenen Handelns führte, nun wir wissen es alle! Sollte dies nicht immer dann auch Anstoß zum Denken sein, wenn wir auf ungewöhnliche Situationen stoßen, statt uns reflexartig nach gewohntem Muster zu verhalten?


    Aber reflexartiges Verhalten, scheint in unserer Kultur "angeboren"! Denn geht man einmal ein gutes Stück in unsere Geschichte zurück, so treffen wir auf ein sehr subtiles Überzeugungsmittel! Denn die Christianisierung erfolgte nicht, weil Menschen hier davon überzeugt werden konnten, dass die Religion der Missionare besser wäre. Weil man das wußte und gleichzeitig dem Zwang unterlag, entweder zu überzeugen oder den Göttern als Opfer gebracht zu werden, zündete man kurzerhand die "heiligen Stätten" (in aller Regel Thing-Eichen) der Germanen an. Weil jedoch nach der Verninchtung die Rache der Götter ausblieb und die Missionare sich unmittelbar danach bei bester Gesundheit fühlten, glaubten die nach wie vor gottesfürichtigen Germanen daran, dass wohl dieser eine Gott der Christen größer und stärker sein müsse als ihre ganzen Götter. Denn der Beweis dafür schien erbracht.


    Auf die Moderne bezogen kann reger Austausch mit anderen Kulturen uns davor schützen, sich bereits auf den ersten Schein hin ein abschließendes Gesamtbild zu machen. Ängste gibt es häufig dort, wo es diesen Austausch noch nicht gegeben hat.


    Dennoch: Mißverständnisse sind zu erwarten, weil wir die jeweilige Handlungsmotivation nicht auf den ersten Blick verstehen. Aber lohnt sich nicht die Mühe, sie besser verstehen zu lernen? Offene Kulturen zeichnen sich nicht durch Beliebigkeit aus, sondern sei beeinflussen sich gegenseitig. Sie führen zu mehr Verständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Denn alles Andere wurde ja schon ausprobiert und hat uns nicht zu den gewünschten Ergebnissen gebracht.

    Meine ganz persönliche Wahrnehmung von Überlegenheit bei E-Junioren ist, das durch gezieltes Anwenden individueller Fähigkeiten Torchancen heraus gespielt werden.

    Na, ich denke mal schon, dass Tore "das Salz in der Suppe" des Fussballs sind. Kindern macht es Spaß, sich im Sport zu beweisen. Nur irgendwie vor des Gegners Tor zu gelangen, ohne realistische Chance auf einen Torerfolg, das hört sich schon etwas komisch an, findest du nicht?


    Neben den Fragen, warum man so wenig aus seinen Chancen macht, zählen sicher auch Fragen, warum es der Gegner so leicht hat, selbst zu Torerfolgen zu kommen? Schließlich führt es zu der Frage, ob man in der E-Jugend noch ohne gruppentaktisches Know-How auskommt?


    In jedem vermeintlichen Nachteil steckt auch eine Chance. Die Unerfahrenheit eines beträchtlichen Teils deiner Mannschaft mag auf den ersten Blick ein Nachteil gegenüber der Ligakonkurrenz sein. Andererseits gibt sie dir aber auch die Chance, den Kindern einen besseren Start in den Vereinsfussball zu gewähren. Es ist viel einfacher, etwas Neues zu vermitteln, als altherbebrachtes, fehlerhaftes Verhalten bzw. Techniken korrigieren zu müssen.


    Wer nach Antworten auf diese Fragen sucht, der sollte zunächst einmal sein bisheriges Wissen infrage stellen, um offen für neue Einsichten zu gelangen. In wenigen Tagen ist Spielpause. Das ist immer eine gute Gelegenheit, mit dem nötigen Abstand einen besseren Blick auf die Mannschaft und sein eigenes Wirken zu bekommen. Denn für uns hier ist es nicht leicht, anhand weniger Angaben ein realisitisches Bild zu bekommen und einen guten Rat zu geben.

    @Karl


    Das Gespräch hätte die niederländische Reporterin sicherlich augenbilicklich beenden können. Das wäre dann ihre Entscheidung gewesen. Jedoch hat sie durch ihr Verhalten gezeigt, dass sie es nicht als Diskriminierung empfindet und somit "drüber" steht! Wenn wir also unsere Form der Zivilisation als modern ansehen, haben wir dann nicht auch das Recht selbst darüber zu entscheiden, was für uns eine unwichtige Nebensächlichkeit ist.


    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass selbst ein Geschäftsgespräch in den Niederlanden nicht mit der in Deutschland zu vergleichen ist? Man trinkt zunächst gemeinst eine Tasse Kaffee, knabbert an einem Plätzchen und tauscht ein wenig Persönliches aus, um darin einen gegenseitigen Respekt Ausdruck zu verleihen. Erst nach ca. 5 Minuten kommt man zum "eigentlichen Geschäft"! Es wäre sogar unhöflich sich mit den Worten: "Guten Tag, ich bin Herr Meyer von der Firma Müller. Ich möchte ihnen gern ein Angebot von unserem neuen XXY unterbreiten ..." beginnen würde.


    Eine lockere Athmosphäre, bei der man sich fast so wie zuhause fühlen darf, ist ihnen wichtig! Deutsche empfinden sie als manchmal "steif und arogant", weil wir uns selbst für viel zu wichtig nehmen.


    Ich habe dieses Thema deshalb bewußt gewählt, weil wir in Deutschland vermutlich anders mit der Situation umgegangen wären! Deshalb würde ich mich sehr um weitere Wortmeldungen freuen.

    Es gab auch Spiele da waren wir deutlich unterlegen

    Noch mal: wie definierst du Überlegenheit und Unterlegenheit? Da werde ich aus deinen bisherigen Äußerungen noch nicht so richtig schlau daraus? Siehst du Über-/Unterlegenheit in Verbindung mit Ballbesitz, mit dem Spielergebnis. Welche Kombination ergibt für dich die Entscheidung, ob eine Unter-/Überlegenheit vorliegt?


    Ja, ich mag auch keine "Paßmonster", denn das Dribbling ist ebenfalls wichtiges Element des Fussballs. Jedoch sollten die Kinder auch lernen, wann ein Dribbling und wenn ein Paß die klügere Entscheidung ist.
    Denn wer auch dann dribbelt, wenn es gar keinen Sinn macht, der schwächt sein Team. Denn je länger er mit dem Ball durch die Gegend rennt, je mehr seiner Spielkameraden bleiben stehen und schauen nur noch zu, weil der Zeitpunkt, wann er überhaupt zum Mitspieler paßt, für die anderen gar nicht erkennbar ist. Weil auf diese Weise das Spiel für den Gegner sehr einfach zu durchschauten ist, werden sie, sobald dieser Spieler in Ballbesitz gelangt, ihn mit mehreren Leuten attackieren. Wo kein Platz zum Torabschluß mehr ist, da gibt es auch keine guten Torchancen.



    Ich trainiere eine U 11, ca. 50 % sind erst seit einem halben Jahr im Verein

    Eine Ursache für die schlechte Chancenverwertung läßt sich ja nun anhand mangelnder Erfahrung erkennen. Denn es ist sicherlich ungewöhnlich, dass die Hälfe einer U 11 erst seit einem halben Jahr im Vereinsfussball spielt. Da muß man noch viel Geduld mitbringen, weil die meisten Gegner bereits seit den Bambinies den Fussball als Mannschaftssportart betreiben.


    Dennoch kann man mit der Neugier der Kinder, einer guten Portion an Trainer-Eigenkönnen in Kombination mit sehr viel Lob und Motivation schnelle Fortschritte erzielen, Denn in der F- und E-Jugend lernen die Kinder rasend schnell, weil sie über ihre visuelle Wahrnehmung die Bewegungsabläufe sehr gut kopieren können.


    In Richtung Mannschaftswahrnehmung gibt es In der E-Jugend bereits ein Grundverständnis dafür, was ein Egoist, ein guter Mannschaftsspieler und was ein Angsthase (Ballwegschießer) ist. Dafür braucht man noch nicht sehr tief in die Gruppentaktik hinein gehen, sondern eine besonnen regulierende Trainerhand, damit es sich in einem guten Gleichgewicht weiterentwickelt.

    Mal sehen wie die Langzeitwirkung aussieht.

    Was erwartest du denn? Spielerische Überlegenheit? Die hast du ja nach deinen Aussagen jetzt schon! Oder sollen deine Jungs mehr Spiele gewinnen? Dann solltest du als Erstes das mit der spielerischen Überlegenheit infrage stellen. Denn wie kann eine Mannschaft, die fast immer verliert, wirklich überlegen sein?


    Ich vermute, du bist den eigentlichen Ursachen von Niederlagen noch nicht näher gekommen oder du blendest sie deshalb aus, weil dein "wichtigster Spieler" in der Offensive spielt?


    Ansonsten würde ich dir den Rat geben, zunächst einmal deine Mannschaftstaktik soweit zu verändern, dass eure Gegner nicht immer das erste Tor erzielen und ihr immer nur Rückständen hinterher laufen müßt!


    Was bedeutet das?
    1. Trainingseinheiten mit Schwerpunkt Torwart bzw. Defensive
    2. Mannschafttaktik verändert in Richtung: Absicherung bei eigenem Ballbesitz


    zu 2.
    HÄufig beobachtet man in Ligen auf Kreisebene oder etwas darüber, dass nach Balleroberung:
    a. der Ball so weit wie möglich nach vorn geschlagen wird
    b. der Ball und fast alle Spieler sofort nach vorn rennen


    In beiden Fällen entsteht ein Loch im Mittelfeld, welches eine zeitlang noch geschlossen werden kann. Jedoch sind immer weniger Spieler bereit, die lange Wege beim Ballverlust vor dem gegnerischen Tor, zurück zu gehen, wodurch die Konterchancen der Gegner immer gefährlicher werden. Hinzu kommt, dass die "Hintengebliebenen" meist wie "Zinnsoldaten" auf ihren Positionen verharren, anstatt den Gegner anzulaufen, seitlich abzudrängen, das Tempo herauszunehmen und zu attackieren oder den Gegner zum Fehlpaß zu provozieren.


    Eine Ballabsicherung bedeutet, dass jeweils hinter der ballführenden Person im Abstand von ca. 10 m ein zweiter Spieler läuft, der sowohl als Anpielpartner zur Verfügung steht, als auch bei Ballverlust sofort zur Stelle ist. Entweder, um den Ball zurück zu erobern oder aber um Zeit zu schaffen, damit genug Mannschaftskameraden wieder hinter den Ball kommen.


    Mit einer in der Weise "kontrollierten" Offensive gibt man dem Gegner weniger Großchancen. Normale Chancen wird man hingegen nie ganz vermeiden können. Aber die sind ja auch nicht so erfolgreich, wie du es ja selbst bei deinem Spiel beobachten kannst!


    Kommen wir also noch kurz zur Offensive. Für gewöhnlich geben Trainer ihren Spielern das Kommando "mach Meter", wenn nach der Balleroberung ein freier Raum vorhanden ist. Was macht also der ballführende Spieler? Er dribbelt mit dem Ball! Weil er dabei meist nicht über 80 % seiner maximalen Laufgeschwindigkeit kommt, gibt er seinem Gegner Zeit, sich zu sortieren. Ja, er hat sogar weitere gegnerische Spieler in seineme Schlepptau. Diese Spieler helfen dann mit, den Passraum zuzustellen, wenn der "Dauerdribbler" irgendwann im gegnerischen Drittel "gestellt" wird. Schon der zweite, manchmal der 3. Paß landet so in die Füße des Gegners, der nunmehr den Spieler, der das Mittelfeld bildet, frei anspielen kann, sodass ein gefährlicher Konter gestartet wird. Denn was fehlt, das ist der absichernde Spieler im Mittelfeld.


    Die hängenden Köpfe erklären sich deshalb leicht! Sie spielen so, wie es ihr Trainer verlangt. Aber sie gewinnen kaum ein Spiel und weil sie immer "Meter machen müssen", weil ihr Trainer auf eine "optische Überlegenheit" mit viel Ballbesitz achtet, gewinnen sie kaum ein Spiel. Denn nur Rennen und Dribbeln, macht im Kopf müde. Selbst, wenn man mehr Kondition als der Gegner hat, so hat doch der Ball noch die beste Kondition. Das Team, welches das Leder am besten "laufen" läßt (statt damit durch die Gegend zu laufen), wird meist das bessere Ende für sich haben.


    Kommen wir zum "letzten Mann"! Er macht fast immer den Unterschied bei zwei sonst gleichstarken Teams aus. Aber er kann auch die Leistungen, den Mut und das Selbstvertrauen eines spielstarken Teams bedeutend schwächen, wenn fast jeder Schuß auf den eigenen Kasten ein Treffer ist. Leider fällt die Wahl der Trainer auf den Keeper meist nach Körperlänge, statt nach eignungsrelevanten Anlagen wie die körperliche und geistige "Beweglichkeit". Oberste Priorität gilt nach wie vor der Torvermeidung. Erst danach kommt die Spieleröffnung. Denn hierbei soll die gesamte Defensive (Abwehr/Mittelfeld) mitwirken, indem man sich freiläuft, statt auf "Zuschauermodus" umzuschalten, um dabei zuzusehen, wie der Gegner in jeden Flankenball hinein läuft.


    Weder verbale Gewaltausbrüche, noch mitleidiges Trösten können fehlendes Verständnis für das Fussballspiel dauerhaft ersetzen. Dabei gilt es, die gesamte Mannschaft sportlich voran zu bringen.

    @fak


    Das Recht auf eine persönliche Meinung ist ebenfalls ein wertvolles Gut! Trotzdem Danke für diese Hintergrund-Informationen.


    Vielleicht noch ein klein wenig Info über das Selbstbewußtsein von Niederländerinnen. Denn besonderes Kennzeichen der Niederländerinnen ist es, dass sie im Durchschnitt deutlich selbstbewußter sind als die deutschen Mädchen und Frauen. Selbst auf dem Lande! Daraus erklärt sich ggf., dass in den Niederlanden die Sache gar nicht so hoch gekocht wird. D.h., ob da irgendwer irgendwem aus irgendwelchen Gründen nicht die Hand zur Begrüßung gibt, interessiert sie gar nicht! Sie würden darin auch nicht, wie hier in Teilen unserer Gesellschaft eine Mißachtung des weiblichen Geschlechts vermuten. Mag es einerseits daran liegen, dass sie als kleines Land sich gar nicht gegen andere Kulturen so abschotten konnten, sondern mit ihnen interagierten und dadurch die Frage erst gar nicht von Belang war, welcher Gott nun der Wahre ist. Anders formuliert: es hat sie nicht so sehr interessiert, wer Adam und Eva geschaffen hat, sondern wie sie Kain und Abel gemacht und erzogen haben!


    Vermutlich haben wir in der Harmonisierung von (gesellschaftlichen) Werten aus unterschiedlicher Herkunft noch Nachholbedarf?

    @SteMel4


    Wenn Lizenz vorhanden, dann sollte dennoch danach geschaut werden, dass man als Trainer im Mädchen-/Frauenfussball auf den Schwerpunkt Erlebnisfussball schaut. Denn ein "normales" Team besteht aus ein paar Mädels, die sich "ein Bein ausreißen", um bei jedem Training und Spiel dabei zu sein, einem Teil, der seine Teilnahme davon abhängig macht, wer sonst so zum Training und Spiel kommt und einem Teil, der nur dann dabei ist, wenn sonst wo nichts läuft. Je nach Alter spielt auch der Grad der Unterstützung durchs Elternhaus eine Rolle, wie hoch die Teilnahme ist.


    Wie du schon richtig erkannt hast, ist ein Positionskampf bei den Mädels nicht drin, weshalb die Trainer meist versuchen, alle "bei der Stange zu halten"! Allerdings gibts da irgendwo Grenzen, wo man sehen muß, ob es noch etwas mit Fussball und Mannschaftssportart zu tun hat oder wo es um eine fachmännische Betreuung/Therapie geht, wo man als Trainer überfordert ist.


    Sicherlich wird dir das Gespräch helfen, diese Grenzen deutlich zu machen und eine gemeinsame Entscheidung zu finden, was das Beste ist.

    @st_84
    Ja, jeder Fussballer hat ein Recht auf ein Privatleben. Denn leider kommt die andere Seite (Mobbing vermeintlicher Fans) nur allzu selten ans Tageslicht, weil man meint: der verdient genug, da muß er das auch ertragen können.


    Hier aber stellt sich die Frage, wie wir Mitteleuropäer mit unserer Vergangenheit auf eine religiös motivierte, aber nach unseren Vorstellungen diskriminierende Handlung im Fussball umgehen wollen? Wäre es so, dass diese Person niemand die Hand gibt, dann wär`s sicher kein Problem. Aber hier wird lediglich einer Person der Handgruß verwährt, nur weil sie eine Frau ist. Denn hierzulande hat man sich nach den schwierigen Anfängen des letzten Jahrhunderts im Fussball kalr zur Gleichberechtigung geäußert. Eine vergleichbare Meinung vertreten dazu auch unsere Nachbarn aus den Niederlanden.


    Wie aber kann man als Privatmensch streng nach seinem Glauben leben und als "öffentlicher Mensch" (Profi) gegen Teile davon verstoßen? Was kann ein Verein verlangen und wo enden die Rechte?

    @Barcley


    Ich sehe, dass du hier einige für dich nützliche Informationen holen konntest. So soll es auch sein!


    Natürlich ist es etwas ganz anderes eine Seniorenmannschaft zu trainieren. Aber du hast hier die Chance, nicht die gleichen Fehler zu machen, die bei den Senioren dazu geführt haben, dass die meisten Spieler nur mit ihrem starken Fuß dribbeln, passen und schießen. Du kannst sie nahezu beidfäßig entwickeln, wenn du darauf achtest, jede übungen mit dem rechten und dem linken Fuß machen zu lassen. Aber nicht nur das: du kannst sie durch geschickte Fragestellungen dazu animieren, selbst ein besseres Verständnis für den Fussball zu entwickeln. Als Seniorentrainer bringen gehts nur um Ergebnisse und selbst dann bist du von den Sponsoren und Vereinsbossen stark abhängig, weil du das schwächste Glied in der Kette bist. Wenn dein Team gegen dich spielt, bist du nach 3 Niederlagen weg vom Fenster. Im Kinderbereich solltest du dir diesen Erfolgsdruck erst gar nicht setzen, sondern dir die Zeit geben, dich mit Geduld und einer guten Portion Besonnenheit an die neuen Aufgaben zu gewöhnen. Denn als Jugendtrainer mußt du keine Pokale und Titel für den Verein holen, sondern Kinder durch Spaß am Fussball perspektivisch umfassend und abwechselungsreich ausbilden. Dafür bringst du als Seniorentrainer sehr gute Voraussetzungen mit, denn im Gegensatz zu den meisten Kollegen weißt du auch, wo es mal hingehen sollte, damit sich möglichst viel deiner Jungs für spätere Aufgaben im Seniorenbereich empfehlen.

    Liebe Trainerfreunde


    Folgende Situation erregte bei unseren niederländischen Nachbarn öffentliches Ärgernis. Eine Reporterin wollte, wie sie es für gewöhnlich tat, einem Spieler vor dem Interview die Hand geben. Dieser Spieler war jedoch ein streng gläubiger Moslim aus Marokko. Man hatte ihm vertraglich zugesichert, seinen Glauben leben zu dürfen, solange es nicht seine fussballerischen Leistungen störe.


    Ich habe bewußt auf nähere Angaben verzichtet. Bevor hier jemand einen Rundumschlag macht, erwähne ich besser gleich: wir Fussballenthusiasten haben mit Sepp Blatter einen "Vorturner" haben, der Mitglied in einer reinen Männer-Verbindung ist und den Fussballfrauen empfohlen hat, ihre Tricots doch ein bißchen mehr sexy zu gestalten, statt wie die Männer nach rein funktionalen Gesichtspunkten. Die Meinung, das Frauen besser an den Herd als auf den Fussballplatz gehören, vertreten ja immer noch genug.


    Mir geht es um einen sensiblen Umgang mit der Thematik, wo die Grenzen von privaten Überzeugungen (hier Religion) zu finden sind!


    Deshalb würde ich mich über viele Beiträge von euch freuen!

    Es gibt Trainer, die schimpfen über den Hallenfussball aus unterschiedlichen Gründen. Fast allle Argumente lassen sich widerlegen, weil man auch in der Halle seine Mannschaft sportlich weiterbringen kann. Natürlich kommt es bei der Wahl der richtigen Taktik aufs jeweilige Alter schon schließlich auch noch auf die Hallengröße an.


    Generell sehe ich ein 1 : 2 : 1 für eine F- und auch E-Jugend-Mannschaft als Mist an. Denn hier stehen sowohl offensiv wie auch defensiv zu viele Spieler rum. Heißt, sie beteiligen sich nicht aktiv an der Spielsituation, sondern schauen auf "Zuschauermodus" zu und warten, ob der Ball irgendwann man in ihre Nähe kommt.


    Viele Pässe könnte man als Zufallsergebnis betrachten. ist doch das Motiv ihres Trainers hauptsächlich darin begründet, dass der Gegner mal einen Ball unterläuft oder unglücklich abprallen läßt, woraus sich eine Großchance mit erfolgreichem Torabschluß ergeben soll.


    Natürlich spiegelt sich erfolgreiche Trainerarbeit auch in Siegen wieder. Jedoch kommt in diesem Fall eine Nachhaltigkeit aufgrund der angewandten Methode hinzu. D.h. das, was die Kinder in der Hallensaison gelernt haben, können sie auch draussen gut gebrauchen.


    Der Hinweis, die Hallenwand als zusätzlichen 5. Spieler zu benutzen, wäre demnach kontraproduktiv, weil es diese Wand draußen nicht gibt.


    Kommen wir also zum 2 : 2. (Natürlich wäre ein 3 : 2 besser, aber dazu braucht es Hallengrößen, die es nur wenig gibt). Aus der Grundordnung mit 2 Linien lassen sich sowohl flache wie auch hohe Positionen schaffen. Doch im Unterschied zum 1 : 2 : 1 braucht es hier keine langen Pässe. Denn selbst bei älteren und höher spielenden Teams beobachtet man recht häufig, dass sich die 1 : 2 : 1 Raute bei eigenem Ballbesitz zwar weit auseinander strahlt, jedoch bei gegnerischem Ballbesitz (und in der Halle wechselt er schneller) gar nicht schnell genug in die Räume kommt, sodass man (aus dieser Not geboren) wieder auf eine Art Libero zurückgreifen muß. Dieser hat jedoch (anders als draußen) häufig nicht die Aufgabe, eine Flanke abzulaufen (das kommt mur bei den Kleinen vor), sondern den Gegner ein wenig aufzuhalten, damit die anderen Mitspieler nachrücken können. Bei einem 2 : 2 kann man jedoch den ballnahen Raum (von dem es in der Halle ja genu gibt) besser zuzustellen und bei Ballbesitz durch eine kleine Positionsveränderung schon eine neue Situation schafft.


    Allerdings würde ich mir auch wünschen, dass man darüber nachdenkt, 2 Dinge wieder abzuschaffen:


    1. Abstoß, Abschlag in die gegnerische Hälfte zulassen.
    Es läßt sich nicht begründen, warum ein Ball auf gleicher Höhe seitlich von einem Feldspieler weit nach vorn geschlagen werden darf, der Keeper jedoch auf ein taktisches Mittel (weiter Abschlag/Abstoß) bei weit aufgerückten Gegner verzichten soll.


    2. Auftaktbewegung (statt seitlich freizulaufen)
    Leider sieht man diesen Unfug, der noch aus alten "gegnerorientierten" Zeiten stammt, hin und wieder sogar noch in NLZ. Im normalen Spiel macht das sowieso niemand, weil es Kraft kostet und der ballnahe Gegner sowieso den Ball checkt und nicht den gegnerischen Spieler ohne Ballbesitz. In der Halle sollen die Kinder aber diese "Verrenkungen" machen, weil es ihre Trainer so wollen. Nutzen die Abwehrspieler bei Spieleröffnung durch ihren Keeper den Raum, indem sie sich seitlich freilaufen, dem gepaßten Ball entgegen gehen, dann ergibt sich auch eine gute Spieleröffnung. Aber das sollte man trainieren, statt "Wunder" im Wettkampf zu erwarten.


    Wenn ihr also über Hallentaktik nachdenkt, dann behaltet es im Hinterkopf, dass ihr alles auch für "draußen" nutzen wollt!

    @M3rlin


    Sicher hast du recht, dass ein Verbindung zwischen den beiden Skandalen auf den ersten Blick schwierig ist. Auch wenn an einer WM-Vergabe genauso gut Umsätze und Gewinne im Hintergrund eine große Rolle spielen.


    Mir kam es auf die Parallelen auf die Visionen an. In beiden Fällen ging es um Macht (-zuwachs bzw. -erhalt) In beiden Fällen war dies eng an bestimmte Personen verknüpft. In beiden Fällen kam der Protest zunächst aus den USA (weil man sich dort als Verlierer fühlte) und es sprängen die hieisgen Verlierer (Piech bei VW, Zwanziger beim DFB) auf den Zug, um ihren Nachfolgern kräftig eins auszuwischen und sie vom Thron (der viel eher ihnen gebührte) zu stoßen.


    Wer also 2 und 2 zusammenzählt, der wird schon seine eigenen Erkenntnissse daraus ziehen, dass es trotz oder gerade dort, wo sehr viel Geld (Umsätze) fließen nicht (immer) mit rechten Dingen zugeht. Es geht um Erlangung von Kompetenz zur Erhaltung von Macht. Wie ließe sich sonst die Weigerung erklären, trotz fortgeschrittenen Altes an ihren Positionen zu kleben, als gäbe es danach kein Leben mehr? Auch ein Sepp Blatter wird im kommenden Jahr 80 und könnte längst in den Ruhestand gehen. Aber es macht ihm ganz offensichtlich noch mehr Spaß, Menschen wie Marionetten Dinge tun zu lassen, die sie freiwillig nicht machen würden.


    Leider kommt die Realität nur selten ans Tageslicht. Aber selbst wenn, wie lange würde sie Menschenmassen davon abhalten, neuen "Prinzen und Monarchen" auf den Leim zu gehen?

    Hab mich erst mal sehr gefreut, dass ihr für @Blaukult ein paar richtig gute Antworten gefunden habt. Denn sonst hätten sich hier nicht weitere Trainerkollegen, die ähnliche Probleme haben, ebenfalls zu Wort gemeldet.


    Wie richtig festgestellt wurde, fehlt es einerseits an ausreichend altersgerechten Übungen und Spielformen. Dazu kann ich nur sagen: schaut hier mal bei in der Rubrik "Trainingsübungen" nach. Für die "Profis" unter euch: klar sind da ein paar olle Kamellen drunter, aber die findet man auch bei meinem nächsten Tipp. Unter www.dfb.de findet ihr im Bereich Training komplette Trainingseinheiten.


    Kinder sind generell neugierig. Ihnen wird jedoch auch rasch langweilig. Ferner können sie sich noch nicht über einen längeren Zeitraum konzentrieren. Was heißt das für uns Traner?


    1. Ich kann die Neugier dazu nutzen, ihnen neue Fähigkeiten (z.B. Technik-Grundlagen) vermitteln
    2. Altersgerechte Übungen und Spielformen sind besonders geeignet, weil sie viele Ballkontakte und damit Wiederholungsmöglichkeiten vorsehen
    3. Der Trainer sollte sich disziplinieren, seine Hinweise in maximal 3 einfache, klare Sätze zu formulieren
    (Besonders Anfänger machen hier den Fehler, jedes Detail erklären zu wollen und schon vorher alle möglichen Hinweise zu geben, was man alles nicht dabei machen soll. Warum über Dinge sprechen, die anschließend gar nicht falsch gemacht werden, weil sie schon selbst von den Kindern als falsch erkannt werden?)
    3.1. Entweder dann selbst präsentieren oder von einem Kind, was diese Übung schon kann
    3.2. Sobald die Erfolgserlebnisse bei den übungen nachlassen, ist eine kleine Pause fällig
    (Kraft und Konzentration sind noch nicht für längere Zeit vorhanden, weshalb man nur jeweils ein paar Minuten nutzen kann. Danach braucht es Ruhe. Wann es wieder losgehen kann, zeigen die Kinder ihrem Trainer. Denn dann suchen sie sich einen Ball und wollen weitermachen.)
    4. Richtige Traineransprache
    Falsch: Was hast du gerade falsch gemacht? (alle zucken zusammen - jeder sagt sich - ich darf nichts falsch machen, sonst bekomme ich Ärger)
    Richtig: Wie kann man das noch besser machen? (alle fühlen sich positiv angesprochen und trauen sich Verbesserungsvorschläge zu machen.
    4.1. Man kann zur besseren Einprägung das Kind bitten, seinen guten Vorschlag direkt zu präsentieren. (Dann prägt es sich für alle besser ein)


    5. Wir spielen Fussball (wir Spielen gemeinsam, wobei der Ball mit Mittelpunkt unseres gemeinsamen Interesses steht. Den "Ball begreifen" lernen ist unser Tenor, wobei uns fast alles dabei hilft, außer wenn der Ball nicht oder zu selten dabei sein darf!


    Was heißt das für uns Trainer? Björn wäre sicherlich hier der perfekte Moderator oder?

    @Uwe


    Ich finde die "Wiederentdeckung" des Zweikampfes auch im modernen Fussball eine große Chance, vom derzeit für viele Zuschauer langweiligen Ballbesitzspiel wegzukommen.


    Denn sind es nicht gerade die Messis, Ronaldos, die durch ihre besonderen Dribblingfähigkeiten den Unterschied zur Masse ausmachen?


    Wann und wie man ein erfolgreiches Dribbling suchen sollte, das sollte nicht nur das Geheimnis von wenigen Spitzenspielern, sondern einer breiteren Masse zugänglich gemacht werden. Insofern sollte es das Interesse von engagnierten und fussballbegeisterten Trainern finden, das Spiel schnell, für den Gegner kaum vorhersehbar und deshalb erfolgreich zu gestalten. Selbst dann, wenn man solche Ausnahme-Könner nicht in seinem Team hat!

    @JSG-Rock


    Also so ganz kaufe ich dir diese Nummer nicht ab!


    1. Externe Sichtungstrainer
    Externe Stützpunkttrainer haben sich generell aus vereinsinternen Angelegenheiten rauszuhalten. Man kann sie sich auch nicht zu vereinsinternen Sichtungen mieten! Dazu hätten die meisten von ihnen auch gar keine Zeit!


    2. Begründung für externe Sichtungstrainer
    Zumindest haben 2 der 3 D-Jugend-Trainer ihre Teams sportlich erfolgreich weiter entwickelt. Diese kontinuierlich positive Arbeit wäre wohl nicht mit großem Mißtrauen seitens der Vereinsverantwortlichen möglich gewesen?


    3. Einteilung in die Teams
    Wenn die Teams schon seit Jahren so spielen, dann kennt man die jeweiligen Stärken und Schwächen. Die ändern sich weder über Nacht noch im Rahmen eines Freundschaftsspiels.


    4. Leistungskompetenz in den 3 D-Jugend-Teams
    Wie bereits in Pkt. 2 beschrieben zeichnet sich gute Trainingsarbeit darin aus, das alle Teammitglieder sich bestmöglich entwickeln können. Das von dir gezeichnete Bild, wonach in der D 2 und D 3 jetzt fast nur noch "Graupen" spielen, obwohl darin auch ehemalige Mitglieder der D 1 und D 3 spielen, steht jedoch im Widerspruch darin. Es mag sich jeweils eine Leistungsabstufung ergeben, jedoch nicht in dem von dir beschribenen Maßstäben.


    5. Widerstand der Eltern
    Das sich die Interessen der Eltern nicht immer mit denen des Vereins decken, mag verständlich sein. Nicht nachvollziehbar wäre allerdings, dass eine Verein sich gegen die absolute Mehrheit der Eltern für eine Einteilung nach Leistungspotenzial im D-Jugend-Alter entscheidet. Sie müßten in diesem Falle mit einer kurzfristigen starken Abwanderung rechnen.


    6. Sonstiges
    Ob eine Veränderung in der D-Jugend eher positive oder negative Auswirkungen hat, kann man aufgrund deiner Angaben gar nicht beantworten. Denn dazu müßte man die gesamte Struktur der JSG angeschlossenen Vereine kennen. Erfahrungsgemäß braucht es ein paar Jahre, bevor sich die einzelnen Vereine an die geänderten Rahmenbedingungen gewöhnt haben und aus den gemachten Erfahrungen ein für sie günstiges Konzept erstellen können. Für uns Aussenstehende ist es ohne spezfische Kenntnisse eures Konzepts lediglich eine Art von "Kaffeesatzlesen"!

    @Caputo


    Wie ich aus deinen Antworten entnehme, bist du bereits bestens mit der sehr breiten Streuung der Prioritäten und daran gekoppelt der Grad der Eigenmotivation für den Fussball innerhalb einer Frauenmannschaft vertraut. Nur so eine "Perfektionistin" hattest du wohl noch nicht? Bei Jungen- bzw. Männermannschaften kommt soetwas öfter vor. Dort ist es jedoch meist kein Problem, weil die Streuung der Eigenmotivation dort nicht so groß.


    Aber das Gespräch hat ja nun stattgefunden. Sie wird nun wissen, welche Erwartungen sie in dieser Mannschaft haben kann und was einfach nicht mehr passt, weil es die Anderen incl. ihrem Trainer so nicht wollen. Das du jetzt mit ihr gemeinsam diesen Rahmen abgesteckt hast, das ist schon wichtig!


    Je nach dem, wie sich ihre Leistungen entwickeln, käme irgendwann auch mal die Frage, ob sie höherklassig spielen kann und will? Ich betone deshalb das Können und Wollen besonders, weil auch hier ein weiterer Unterschied zum Junioren- und Männerfussball zu finden ist. Denn bei den Mädels ist es ca. nur jede Dritte, die aufgrund vorhandener Anlagen höher spielen möchte, weil ihr der Zeitaufwand zu hoch ist, die Freundinen wichtiger sind, als eine Karriere als Fussballerin.


    Deshalb ist es, wie du schon sagst so, dass man meist mit den vereinseigenen Potenzial arbeitet. Leider fehlt oftmals ein ausreichender Unterbau, weshalb die Mädchen ab dem älteren B-Juniorinnen-Jahrgang bereits ins "kalte Wasser" bei den Frauenteams geworfen werden. Denn sonst müßte man das ein oder andere Punktspiel absagen. In manchen Situationen retten diese jungen Mädchen den Verein davor, diese Frauenmannschaft vom Spielbetrieb abmelden zu müssen.


    Wer als Trainer vom Männerfussball in den Frauenfussball wechselt und meint, er könne die dort erlernten Methoden übernehmen, der wird sehr rasch merken, dass das nicht klappt.


    Hier mal 2 Beispiele für unterschiedliches Verhalten nach Punktspielen:


    1. Unerwarteter oder besonders hohen Sieg
    1.1. Reaktion Männer
    - hohe Trainingsbeteiligung
    - hohe Konzentration auf Trainer-Analyse und Optimierungspotenzial


    2. Reaktion Frauen
    - niedrige Trainingsbeteiligung
    - wenig Konzentration auf Trainer-Analyse und Optimierungspotenzial


    Was könnten die Ursachen dafür sein? Bei den Männern steigt durch den sportlichen Erfolg die Eigenmotivation. Bei den Frauen ist die Ursache für die anschließende geringe Beteiligung darin begründet, dass sie sich sagen - ich hab doch gut gespielt - da brauch ich doch nicht unbedingt zum Training.


    2. Unerwartete oder deutliche Niederlage
    2.1. Reation Männer
    - geringere Trainingsbeteiligung
    - geringere Konzentration auf Analyse und wenig Vertrauen in Optimierungspotenzial


    2.1. Reaktion Frauen
    - hohe Trainingsbeteiligung
    - hohe Konzentration auf Trainer-Anlayse und Optimierungpotenzial


    Als wahrscheinliche Ursachen kommen infrage: bei den Männern wirkt der Frust über die Niederlage nach. Die Spielerin denkt sich: wir haben das Spiel verloren, da kann ich wohl nicht gut gespielt haben. Besser ich geh zum Training, damit ich bei nächsten mal wieder mitspielen darf.


    Während bei den Männern das Verhältnis bei der Trainings- und Spielbeteiligung in etwa gleich hoch ist, ist die Trainingsbeteiligung bei den Frauen geringer als beim Spiel. Umgekeht sieht es jedoch bei der Vereinstreue aus. "Vereinshopper" gibt es bei den Frauen deutlich weniger.


    Wer sich als Trainer für den Frauenfussball entscheidet, der kann dann große Freude dabei empfinden, wenn er sich auf die jeweiligen Gegebenheiten einläßt, statt dagegen anzukämpfen.

    1. Organisation der Trainingseinheit
    - Trainingsschwerpunkt,
    - passende Übungen und Spielformen suchen
    - passende Farben (z.B. Leibchenfarbe = Farbe der Markierungshütchen) zusammen stellen


    2. Trainingsblätter mit PC gestalten
    Vorteile:
    1. Einfache Gestaltung von Trainingsunterlagen
    - hat man 1 x alle Utensilien (Spieler, Tore, Hütchen, Pfeile usw.) erstellt, kann man sie immer wieder per Kopieren in andere Blätter aufnehmen
    2. Trainingsnachbearbeitung
    - auf Basis der Trainingserkenntnisse für spätere TR-Einheiten korrigieren. (Schreibt man von Hand, dann muß man es meist komplett neu gestalten.)
    - ergeben sich beim Training wichtige Punkte, so kann man sie entsprechend einfügen
    3. Wachsender Fundus für spätere Trainingsgestaltung
    - Durch Speicherung der TE bekommt man einen immer größeren Fundus, aus der sich durch kleinere Veränderungen andere TE rasch mit gewünschten Schwierigkeitsgrad anpassen lassen.


    Nachteile:
    - manchmal fallen die Seiten aus der Tasche (aber das kann je nach Aktivität des Trainers natürlich auch mit anderen "Gedächnisstützen" passieren


    Fazit:
    Je nach Erfahrung und Liga braucht man mehr oder weniger Trainingsunterstützung. Video-Zusammenschnitte sind erst im oberen Amateur- oder Profi-Fussball erforderlich. (Ganz schlimm empfinde ich es, wenn Kinder von ihren vermeintlich stolzen Eltern oder Trainern ins Netz gestellt werden. Man kann auch auf andere Art und Weise den Stolz gegenüber seinen Kindern zeigen.) Wenn man sich von Anfang an mit Symbolen beschäftigt ist der Aufwand am geringsten und dennoch erkennt man in den Bildern die gewünschten Informationen.