Beiträge von TW-Trainer

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    @Uwe
    Der Titel ist ein wenig verwirrend! Glaubt doch jeder zunäacht daran, alles richtig zu machen! Sonst gäbe es ja nicht eine sehr häufige Konstellation, dass jeder behauptet, genug Intelligenz und Fussballverstand zu besitzen!


    Wenn es nur die Hälfte von dem, was der Autor verspricht, auch tatsächlich halten kann, dann wäre das eine Lektüre, mit der sich jeder erstmalige Interessent für einen ehrenamtlichen Trainerposten lesen könnte. Denn leider geben derzeit mehr als 50 % bereits in oder nach ihrer 1. Saison als Trainer wieder auf. Ohne entsprechende Unterstützung und/oder Fachlektüre dauert es sonst mindestens 2 Jahre, bis die Routine erlangt wurde, um seine Aufgaben einigermaßen zu beherrschen und daran zunehmend Spaß zu gewinnen.

    Einer von den beiden Haupttrainern ist der Jugendleiter. Und ich bin kein Troll! Das ist bei uns wirklich so. Ich kann's nur immer wieder mit reden versuchen. Aber du änderst die Meinungen von denen nicht. Die wollen nur gewinnen. Ihre Söhne sind gut versorgt, dürfen bei beiden Spielen spielen, genug andere gute Spieler haben sie auch noch (v.a. weil die ja auch doppelt spielen können). Um die schlechteren Spieler ist es wahrscheinlich nach deren Meinung nicht schade (obwohl die jetzt auch alle nicht so schlecht sind). Bei uns ist es schwierig überhaupt jemanden zu finden der eine Funktion im Verein übernimmt. Wir haben keine ausgebildeten Trainer, bei uns darf jeder machen was er will, damit überhaupt jemand was macht, habe ich den Eindruck.

    @addi73
    Ich denke mal, dort wo nach den Grundsätzen des KIFU gearbeitet wird, entstehen derlei Probleme nicht, wie sie @Stonehendge beschreibt. Bei dir mögen ein paar Eltern denken, dass immer nur die Besten spielen dürfen, weil es ausschließlich ums Gewinnen geht. Bei @Stonehengde sind es jedoch die Trainer und Jugendleiter, die den Erwachsenen-Fussball aufs Spielfeld der Kinder kopieren!


    Eltern, die nicht nur deshalb aufbegehren, weil ihr Kind als schwächerer Spieler davon betroffen ist, sondern genügend Fachwissen besitzen, um festzustellen, dass diese Form des Kinderfussballs für eine hohe Dropout-Quote führt, haben nur ein paar Möglichkeiten. Sie können gemeinsam mit ihrem Kind einen neuen Verein suchen. Das hat jedoch meist den Nachteil, dass es dort mit Kindern zusammen spielt, zu denen es außerhalb des Fussballs keinen Kontakt hat. Ferner müssen Eltern wie Kind einen höheren Zeitaufwand betreiben. Nicht selten wird das Kind in der Schule oder auf der Straße von Kindern des Heimatvereins gemobbt. Es wird ihm unterstellt, etwas besseres zu sein. Der Vater kann das Gespräch zum Trainer oder Jugendleiter suchen. Dort wird es jedoch, wie im Zitat erläutert, meist auf taube Ohren stoßen. Schließlich bleibt ihm nur noch der Weg, selbst den Trainerjob zu übernehmen. Das will jedoch wohlüberlegt sein, denn so manch ein Trainerneuling hat den Zeitaufwand dafür zu gering eingeschätzt. Schließlich muß aber auch er sich mit den Eltern unterhalten, die gegen den KIFU sind, weil sie für ihr Kind Nachteile befürchten.


    Und sei mal ehrlich: kommst du dir dabei manchmal nicht wie ein "Don Quijote" vor, der gegen Windmühlenräder kämpft? Denn gerade hast du einigen Eltern die Vorzüge des KIFU für alle Beteiligten erklärt, dann hörst du schon wieder über Dritte, dass man dir gar nicht richtig zugehört hat, dir sogar das Wort im Munde umdreht, um es für sich günstiger erscheinen zu lassen!


    Wie aber bekommt man es hin, dass alle Interessensgruppen im Verein auschließlich nach den KIFU-Regeln denken und handeln?

    @addi73


    Ein Kind eine Klasse überspringen lassen, dass passiert in der Schule sehr selten. Beim Fussball sieht man dieses Phänomen jedoch weitaus häufiger. Nicht, weil es das Kind will, sondern weil es Trainer und/oder Eltern wollen. Anfänglich scheint der Wunsch, dass Kind bereits mit den Älternen mitspielen zu lassen ganz gut zu funktionieren. Aber spätestens, wenn es als D-Jugend-Spieler gegen eine einigermaßen gut organisiserte C-Jugend mit vornehmlich älterem Jahrgang spielt, schrumpfen die Erfolgserlebnisse arg zusammen.


    In den allermeisten Fällen handelt es sich lediglich um eine zeitweilige Unter- oder überforderung. Die kann man aber auch ganz gut dadurch ausgleichen, als dass man es nicht direkt in ein anderes Team schickt, sondern dort lediglich zusätzlich mittrainieren läßt, wenn es denn das Kind so auch gerne möchte.


    Es hat in den vergangenen Jahren diverse Versuche (teilweise laufen sie noch) gegeben, in denen vollständige D-Jugend-Jahrgänge in C-Jugend-Ligen spielen. War dies anfangs lediglich eine Reaktion auf das von Matthias Sammer eingesetzte 9-er Spiel in der D-Jugend, so glaubte man später, dass sich die Talente möglichst früh gegen ältere Spieler durchsetzen lernen müßten. Ich fand dazu den Kommentar von Lukas Podolski recht passend, als er meinte: "mein Sohn soll in Ruhe und mit viel Spaß Fussball spielen lernen, als wenn er schon so früh ständig an sein Limit gehen muß!"

    Man muss es dann gleich selber machen oder ruhig sein?

    Ich denke mal, deine Motivation ein Ehrenamt zu übernehmen, liegt in erster Linie darin, dass du selbst mitwirken möchtest, Mißstände zu beseitigen und das nicht allein Anderen überlassen möchtest. Das ist damit gemeint! Diese Möglichkeit wird gerade im Breitensport besonders leicht gemacht.


    Aber es gibt natürlich auch Menschen, die aufgrund von Beruf, Familie und anderer "Ämter" zeitlich soweit eingeschränkt sind, dass sie einen Trainerjob so gar nicht übernehmen können. Entweder man muß dafür ein anderes Ehrenamt aufgeben oder es klappt gar nicht.


    Zu einer konstruktiven Kritik gehören für mich immer auch das Aufzeigen von Alternativen sowie deren Realisierung. Wenn ich also gute Ideen habe, die jedoch nicht von Dritten übernommen werden, dann bleibt als letzte Alternative übrig, es selbst dadurch zu probieren, Trainer zu werden. Meine Optimierungsargumente bleiben zunächst einmal davon unberührt. Erst dann, wenn die Praxis zeigt, dass etwas zum Besseren geleitet wurde, kann man dokumentieren, dass es gewirkt hat. Eine Wirkung wird jedoch stark eingeschränkt, wenn die Verbesserungsvorschläge und die Aufforderung, es dann selbst zu probieren, gleichermaßen abgelehnt werden.


    Wenn andere etwas nicht wollen, was du willst, dann ist das noch lange kein Todschlageargment!


    Das mit den Tucken find ich nicht so schlimm und auch keine Beleidigung. Es kommt halt auch darauf an, was man darunter versteht. Weitaus mehr hat mich das Argument überzeugt, dass bei euch 17 Spieler aufgehört haben. Ob jedoch die Pauschalaussage zutrifft, dass hier als einzige Ursache unfähige Jugendtrainer/-leiter infrage kommen, ist damit allerdings noch nicht gesagt. Das Freizeitangebot ist riesig. Manchmal ist auch die Handballabteilung so gut, dass dorthin viele gute Fussballer wechseln. Das läßt sich dann auch nicht so von einem auf den anderen Moment ändern!

    Ist es sinnvoll wenn er in sein Jahrgang wechselt und um Aufstieg spielt oder er bleibt in 3 C und spielt bis zum A Jugend in der Bezirksliga...
    Danke

    Dein Sohn kann noch D-Jugend spielen. Da macht es keinen Sinn, sich in dieser Phase bereits Gedanken darüber zu machen, was nach über einem halben Jahrzehnt sein kann!


    Zwar findet in vielen Vereinen bereits in der D-Jugend eine Zuordnung nach Leistung statt, jedoch gehört diese Zeit noch eindeutig in den Bereich des "Just for fun" Fussballs, in der die Grundlagen des Fussballs vermittelt werden. Erst ab der C-Jugend kann man von Leistungsfussball sprechen, weil hier entsprechend ausgebildete Trainer mit entsprechenden Leistungszielen arbeiten.


    Wenn du das Gefühl hast, dass dein Sohn in der C 3 unterfordert ist, wer hält dich davon ab, selbst mit den Trainern der C 2 zu sprechen? Dann wirst du dir sehr schnell darüber im Klaren, ob da jeder für sich arbeitet oder ob die Nachwuchstrainer sich als Team verstehen und die Kinder im Mittelpunkt ihres Interesses stehen.


    Es kommt übrigens sehr häufig vor, dass Eltern die sportlichen Leistungen ihrer Kinder entweder über- oder manchmal auch unterschätzen. Das führt zu dem Problem, dass das Kind zwar Spaß am Fussball hat, durch`s häufige Einmischen der Eltern jedoch irgendwann aufhört und sich ein Hobby sucht, das es ungestört ausüben kann. Meist hören dann Vater und Kind gleichzeitig mit dem Fussball auf.


    Natürlich sollst du solange für dein Kind die Entscheidungen treffen, bis es selbst dazu in der Lage ist. Aber du solltest es dabei einbeziehen! Wenn es ihm wichtiger ist, dass er dort spielt, wo auch sein bester Freund spielt, dann hat das für ihn die Entscheidung stark beeinflußt. Du aber siehst in erster Linie die Liga, in der dein Sohn spielt. Da paßt was nicht!

    @d-rose1


    Oder präsentiert er seine Vorschläge fürs Winteroutfit der Schiedsrichterinnen? Also das Bild mit dem lächelnden Mädchen gefällt mir am Besten. In jedem Fall könnte es das Bild des Jahres werden?


    Denke mal, dass er seinem Verein mit diesem Auftritt einen "Bärendienst" erwiesen hat. Wie man dann jedoch noch auf die Idee kommen kann, diese peinlichen Bilder auf die Facebook-Seite zu setzen, bleibt wohl ein Rätzel?


    Man sollte einfach besser auf seine "Fettnäpfchen-Kandidaten" aufpassen!

    Nachtrag:


    Besagter Spieler bekam nun seine Strafe vom Verein. Er mußte als Schiedsrichter das Spiel einer Mädchenmannschaft leiten. Geduldig lies er sich anschließend mit den Mädels für die Presse ablichten! Ob das allerdings eine "Lehre" für ihn war und der weibliche Fussball doch irgendwie seinen Platz in der Männerwelt gewonnen hat, wurde nicht bekannt?!

    @seko38


    Du solltest unterscheiden zwischen der Liga, in der dein Sohn aktuell spielt und den Entwicklungsmöglichkeiten deines Sohnes.


    Zwar werde auch ich nicht ganz schlau aus deinen Angaben, aber irgendwie scheint es so zu sein, als dass die Leistungseinstufung anhand der beiden Probetrainingteilnahmen ergeben hat, dass er zur Zeit nicht das Zeug hat, um im C-Jugend-Leistungsfussball spielen zu können. Das ist auch nicht weiter schlimm, da er ja ohnehin noch in der D-Jugend spielen kann. Also wäre an euch vermutlich die Frage gerichtet worden, ob ihr die C (3) Jugend oder D-Jugend bevorzugt?


    Die Korrektur wäre also, dass er technisch und taktisch in der D 1 besser gefördert werden könnte. Doch ich nehme mal an, dass sich das Trainergespann von Victoria darüber gewiss auch ihre Gedanken gemacht hat und entschieden hat, dass es auch dafür nicht reicht. Deshalb gabs wohl nur die Alternative zwischen D 2 und C 3?


    Es gab und gibt Versuche, D-Jugendspieler sowohl als Einzelspieler wie auch als Mannschaft im C-Jugendbereich spielen zu lassen. Die Hinrunden verlaufen einigermaßen ausgeglichen, aber in den Rückrunden macht sich die einsetztende Pubertät sehr stark bemerkbar, weil die C-Jugend-Spieler nun deutlich mehr Muskelkraft und Körperlänge verfügen, sodass eventuelle Vorteile in der Handlungsschnelligkeit und taktisches Verständnis die Unterschied nicht mehr ausgleichen können. Wenn es also die Möglichkeit gibt, das Kind in der D-Jugend spielen zu lassen, es durt gut Trainer hat und sich wohlfühlt, dann ist es dort vermutlich besser aufgehoben.


    Dasss die Fluktuation bereits im mittleren Jugendbereich des Leistungsfussballs sehr hoch ist, wurde in diversen Beiträge bereits bemängelt. Das die Teams dort nicht zur Ruhe kommen, weil ständig Neue zum Probetraining hinzu stoßen und die aktuellen Spieler um ihren Platz und sogar Rauswurf fürchten müssen, wurde ebenfalls erwähnt. Weil es hier bereits um sehr viel Geld gehen kann, wird leider viel zu wenig auf mittelfristige Förderung gesetzt, sondern man ist ständig auf der Suche nach Ausnahmetalenten. Daran wird sich so schnell wohl nichts ändern, selbst wenn dies allen neuen Spielern und deren Eltern erzählt wird.

    @desmodiavolo


    Ich habe mir deinen Eingangsbeitrag nochmals durchgelesen.


    Ob allerdings die Kinder mit dir wechseln würden, das steht sicherlich auf einem anderen Blatt. Denn du mußt ihr jetziges Verhalten immer in Bezug auf die jetzige Situation setzen. Aber ich glaube, darum geht es dir gar nicht?


    Also verstehen kann ich dich sehr gut, denn dein Heimatverein behandelt seine Nachwuchstrainer scheinbar wie der letzte Dreck. Er nutzt die Situation, dass die Kinder der Trainer dort spielen für sich schamlos aus. Leider kein Einzelfall! Aber solange sie es immer wieder schaffen, auf diese Weise (wenn du es nicht machst, dann müssen wir die Mannschaft abmelden) neue Trainer unter den Eltern zu finden, solange funktioniert das.


    Ich habe vor einiger Zeit einmal angeregt, dass sich die Nachwuchstrainer innerhalb der Staffeln einen Spieltag lang die Spiele ausfallen lassen, um auf diese Weise auf die Mißstände im Jugendbereich aufmerksam zu machen.
    Denn leider ist mit dem Einzug der "Söldner" in den Seniorenfussball vielerorts die Nachwuchsarbeit vernachlässigt worden. So sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass Jugendtrainer für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten eine angemessene Aufwandsentschädigung erhalten, statt auch noch auf ihre privaten Kosten sitzen zu bleiben.


    Wer als Vereinsverantwortlicher eine Anfrage mit den Worten "Topf leer" kommentiert, leugnet gleichermaßen, dass es Zuschüsse nach Vereinsmitgliedschaft aus dem Sport und von den Kommunen gibt. Leider sind diese Gelder nicht zweckgebunden, weshalb sie vielerorts fast ausschließlich für die Söldner der 1. Senioren ausgegeben werden. Aber so ehrlich ist man denn auch wieder nicht!


    Problem ist sicherlich, dass es fast niemanden im Verein interessiert. Jeder will seinen Nutzen daraus ziehen, aber kaum jemand interessiert sich für die Probleme und noch weniger für deren Lösung. Schon jetzt sind viele kleineren Vereine "Auslaufmodelle". Deren Jugendbereich nur noch über die Bildung von JSG künstlich für einige Zeit am Leben erhalten wird. Aber auch dort ist ein stetiger Rückgang der gemeldeten Mannschaften zu erkennen.

    @addi73


    Finde es gut, dass du diejenigen, denen eine Kritik schon reicht, einmal die Grenzen ihres Denkens aufzeigst. Die Tür aufzumachen, etwas hineinrufen und dann schnell wieder zu schließen, was soll die Wirkung daraus sein? Allerdings muß man als leidenschaftlicher Eiferer des Fussballs nicht unbedingt Fachmann auf allerhöchstem Niveau sein, um seine Meinung sagen zu dürfen.


    Wie man nun die besten Spieler entwickelt, darüber gibts zum Glück viele Ansichten. Schmunzeln mußte ich jedoch bei deiner Beschreibung über die Tucken! Was glaubst du, wieviele äußerst schwierige Charaktere man bei den Profis hat. Da gibts weitaus mehr Tucken, als man denkt. Deshalb dürfen die auch nicht frei vor der Kamera reden, sondern nur das sagen, was man ihnen beigebracht hat. Trotzdem fängt fast jeder Satz mit "Ich denke ..." an!


    Aber ich gebe dir vollkommen recht! Wenn wir im Jugendfussball die viel zu hohe Outdrop-Quote senken wollen, dann müssen weitaus mehr Leute wie @Stonehendge davon überzeugt werden, nicht nur gute Vorschläge zu haben, sondern auch mitzuhelfen, damit sie in die Tat umgesetzt werden.

    Alle Bälle,Trikots, Leibchen und sogar die Passmappe wurden aus der Mannschaftskasse gekauft !

    Also beim neuen Verein haben die bestimmt nicht so eine große Mannschaftskasse, in der Bälle, Tricots, Leibchen und Passmappe passen. Da passen bestimmt nur ein paar Münzen und Scheine drin :thumbup: !


    Den Verein zu wechseln ist die eine Sache, den Verein nachhaltigen Schaden durch Mitnahme von Spielern zuzufügen eine andere! Weshalb willst du, dass die Kinder mit dir den Verein wechseln?

    Letzte Woche beim Spiel wurde ich vor versammelter Truppe angemacht mit den Worten "wer ist hier der Cheftrainer? Laber nicht so eine Scheiße".

    Das geht natürlich überhaupt gar nicht! Es bedarf eines unverzüglichen Gespräch zwischen dem Vorstand, deinem Trainerkollegen und dir, um die Kompetenzen klar zu definieren!


    Wie meine Vorredner schon sagten, ist da etwas durch dein Schweigen aus dem Ruder gelaufen. Selbst mit wohlmeinendem Teamgedanken muß die Mannschaft und auch der Verein wissen, wer wofür die Verantwortung trägt. Denn wenn jeder nur ein bißchen Verantwortung hat, dann hat sie letzendlich niemand!


    Also rasch das Gespräch suchen, statt beleidigt zu schmollen. Selbst wenn als Ergebnis eine vorzeitige Entbindung von der Verantwortung herauskommt ist es immer noch besser, als weiterhin gute Miene zum bösen Spiel zu machen!

    @Ingedion


    Ja, es geht im Frauenfussball teilweise sehr kurios zu! Da kann es vorkommen, dass in der obersten Amateurliga eine Mannschaft zur Winterpause abmeldet, weil der Trainer zurück getreten ist und man einfach keinen Ersatz findet. Oder aber sich die halbe Mannschaft vom Spielbetrieb abmeldet, weil ihnen eine Vorstandsentscheidung nicht gepaßt hat. Da müssen dann die B-Juniorinnen aushelfen, so dass man in der Tabelle nach unten hin durchgereicht wird.


    Neben der schlechten Laune gibst auch Leistungseinschränkungen wegen Liebeskummer bzw. Streitigkeiten in Beziehungen. Auch kann es bei der Mannschaftsaufstellung zu Unmut führen, wenn bei einem gleichgeschlechtlichen Pärchen die Eine in der Startelf steht und die Andere zunächst die Reservebank drückt.


    Eine Mannschaft nur nach sportlichen Fähigkeiten zusammen zu stellen, dass geht so gut wie gar nicht! Die Chemie muß immer stimmen, egal ob es sich um ein Team von End-Zwanzigern oder einer "Kükentruppe" handelt. Als Trainer dort gleichzeitig den Friedensrichter zu spielen, dass wir nicht von langer Dauer sein. Diese Aufgabe obliegt dem Mannschaftskapitän, der eine hohe soziale Kompetenz und ein unangefochten hohes Standing in der Mannschaft haben muß.


    Wer sich als Trainer einer Frauenmannschaft schon zur Winterpause hin zu viele Gedanken über einen möglichen Tabelllenplatz hat, der begibt sich leicht auf ein Randgebiet, für das sich nur wenige Spielerinnen seiner Mannschaft wirklich besonders interessieren.


    Fang am besten erst gar nicht an, irgendwelche Erfahrungen und Methoden aus dem Männerfussball auf den Frauenfussball übertragen zu wollen! Höre ihnen lieber zu und versuche das, was sie wollen, zu erkennen. Ein Meistertitel und ein Aufstieg sind deshalb auch unterschiedlich zu bewerten und sowieso ein fernes Ziel, welches man erst dann ernsthaft in Erwägung ziehen sollte, wenn er so gut wie sicher ist!

    @Leverkusener


    Die Frage, ob die Karte so O.K. war, wurde in diesem Zusammenhang gar nicht zur Debatte gestellt. Auch er Übeltäter äußerte sich nicht explizit dazu.


    Vielmehr stellt sich die Frage, ob ausschließlich von einem "Macho" so eine Reaktion zu erwarten ist oder ob eine Mehrheit aller Fussballinteresierten Männer davon überzeugt ist, dass Frauen nichts im Männerfussball zu suchen haben, weil sie eben Frauen sind und deshalb schlechter die richtigen Entscheidungen treffen können als Männer? In diesem Zusammenhang wäre sicherlich interessant, ob diese Klientel auch Frauen als Chefs akzeptieren oder weibliche Staatsoberhäupter wählen? (unlängst kam sogar aus einem Bundesland die Aufforderung, das sich Flüchtlinge noch mal extra zu unserem Grundgesetz und Strafgesetz bekennen sollen. Dort muß wohl was durcheinander geraten sein, wenn man es für ein Extra hält.) Aber wir wollen´s ja erst mal "im Kleinen" klären!

    Vielleicht macht es dir ja ein wenig Mut, dass ich vor vielen Jahren vor einer ähnlichen Frage stand wie du? Allerdings hab ich mir damals gesagt, dass man am besten dann etwas ändern kann, wenn man selbst einen Trainerjob übernimmt. Was einmal daraus werden konnte, das hab ich mir nicht erträumen können!
    Es genügt jedoch nicht, über den Dingen zu stehen, sondern sie auch theoretisch begründen und in der Praxis erfolgreich (z.B. weniger Dropout) belegen zu können. Nur dann, wenn man besser ist, als die Kollgen mit den konventionellen Methoden wird man überhaupt wahrgenommen.


    Also, wie wärs mit einem Trainerjob, wo du das besser machen kannst, was dich stört? Wir helfen die hier im Forum dabei! Das ist versprochen!

    Das glaube ich nicht. So hoch sind die Anforderungen an die Schiedsrichter, was die Athletik anbelangt, ja nun doch nicht.

    Die physischen Anforderungen für FIFA-Schiedsrichter kannst du unter folgendem Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Helsen-Test oder
    http://www.capitalfootball.com…eree%20Fitness%20Test.pdf
    nachlesen.
    Darin bestätigt sich die Vermutung, dass die physische Leistungsfähigkeit durchaus auch von Frauen zu erreichen ist.


    Ein Problem stellt in der Tat die unterschiedliche Schiedsrichter-Entwicklung da. Denn weil es relativ gesehen viel zu wenig Mädchen und Frauen "an der Pfeife" gibt, werden diese trotz fehlender Qualifikation häufig "durchgewunken".
    Ein weiteres Problem taucht jedoch dann auf, wenn eine Schiedsrichter-Fehlentscheidung analysiert wird. Bei einm Mann fühlt man sich bereits sicher, wenn man an seinen Schiedsrichterfähigkeiten zweifelt. Anders schaut es jedoch aus, wenn man nur deshalb an Schiedsrichterfähigkeiten zweifelt, nur weil sie eine Frau ist! Dieser Punkt sollte hinterfragt werden, da es sich um eine Form der Diskriminierung handelt, die es so in anderen Berufen längst nicht mehr gibt!


    Zwar hat sich der Düsseldorfer Spieler im Nachhinein bei Frau Steinhaus entschuldigt, aber es darf vermutet werden, dass ein Grund dabei auch die Hoffnung um eine mildere Strafe sein wird? Deshalb möchte ich meine Frage erneuern: spricht dieser Spieler nicht das aus, was viele Männer über weibliche Schiedsrichter denken?

    Ich will dich ja nicht entmutigen. Denn manchmal, meistens dann, wenn eine neue Vereinsführung gewählt wird, kommt auch etwas positives heraus.


    Jedoch in den vielen kleinen und mittleren Vereinen wird man die Antwort zu hören bekommen: wir müssen jedes Jahr Bäume ausreißen, um überhaupt für jede Mannschaft Trainer zu finden. Wenn man ihnen dann auch noch Vorschriften bezüglich der Mannschaftsaufstellung machen will, dann hören sie gleich auf. Zur Einsicht, dass damit auch fachliche Überzeugungsarbeit zu leisten ist, gelangen die Wenigsten. Auch die vom DFB angebotenen Seminare für Vereine bzw. deren Jugendleitungen beschäftigen sie viel mehr mit der Gewinnung neuer Mitglieder, anstatt damit, wie man sie hält. In der Tat ist es ja auch so, dass es in vielen Vereinen einen großen Anteil von passiven Mitglieder gibt. Auf den Generalversammlung finden sich meist nur ca. 5 - 10 % der Mitglieder ein. Die 1. Seniorenmannschaft ist jedoch vollständig vertreten, damit hier ja niemand auf die Idee kommt, andere Leistungsmerkmale für die Mannschaften und Spieler einzuführen!


    Obwohl viele führende Fussballexperten (u.a. Horst Wein) bereits festgestellt haben, dass man unbedingt etwas am ca. 70 % Dropout im Jugendbereich verändern muß, kommt an der Basis leider immer noch so gut wie nichts an, wodurch sich eine positive Veränderung erkennen läßt. Dabei wäre schon mal ein guter Anfang gemacht, wenn man die Mannschaftsführung im Breitensport in die C-Lizenzausbildung soweit integriert, dass sie auch Teil der Prüfung werden. Ansonsten entläßt man weiterhin Lizenztrainer, die felsenfest davon überzeugt sind, dass die Erwachsenenregelung (1. wer spielen will, muß sie im Training empfehlen; 2 nur die Besten dürfen sich über einen Stammplatz freuen, 3. Jugendzusatz: zu den Besten zählt immer der Trainersohn) auch für den Nachwuchsbereich Gültigkeit hat.


    Aber wir schaffen es ja nicht einmal, vernünftige NLZ oder Stützpunktregeln zu schaffen, die jederzeit transparent und damit nachprüfbar sind.

    @Ingedion


    Es ging mir weniger darum, dich an einen bestimmten Trainertpy zu koppeln, sondern vielmehr wollte ich dir die Frage stellen, ob es bei einer Frauenmannschaft in der Kreisliga notwendig ist, spielstandsabhängig zu entscheiden, ob man leistungsschwächere Spielerinnen einwechselt? Zumal diese Spielerinnen zu dem Teil des Kaders gehört, die regelmäßig am Training und Spiel teilnehmen. Man ist es als Trainer im Seniorenbereich gewöhnt, dass die Spieler, die für die Saison ihre Zusage geben, dann auch selbstverständlich zum Training und den Spielen erscheinen. Weil es sich ja nicht um Profis handelt, gilt diese Zusage natürlich immer in Kombination mit Schule/Studium, Ausbildung und Beruf. Bei den Frauen gibt es dieses Selbstverständnis auf dieser Ligaebene (noch) nicht. D.h. obwohl sie ihre Zusage an den Verein bzw. stellvertretend an den Trainer gegeben haben, denken sie gar nicht daran, andere Freizeitaktivitäten, die sich teilweise zeitlich überschneiden, deshalb aufzugeben oder einzuschränken. Ähnliches Verhalten ist zu beobachten, wenn es sich um die Entscheidung handelt, ob man zum Training/Spiel oder zu einer Feier geht? Bei den Senioren wäre die Entscheidung meistens so, dass man zunächst zum Training oder Spiel fährt, um dann etwas später zur Feier fährt. Bei den Frauen gibts da häufig nur ein Entweder/Oder!


    Warum soll man sich also als Trainer selbst einen Entscheidungsdruck aussetzen, wenn es den meisten Mädels der Mannschaft am Allerwertesten vorbei geht, wenn man sich bei entscheidenden Spielen gegen Ligakonkurrenten entweder nicht beim Training oder beim Spiel blicken läßt? Warum soll man sich über deren Entschuldigungen, die man glauben kann, aber nicht muß? Soll man dann auch noch die Ausreden entlarven, um seine Entscheidungen bei der Mannschaftsaufstellung zu planen? Für sehr viele Trainer der Kreisliga würde man rasch zur Frage kommen, müßte ich dann nicht die Mannschaft vom Spielbetrieb ammelden, wenn ich nur 4 - 5 sich als zuverlässig erwiesene Spieler in der Mannschaft habe? Und doch existieren diese Teams weiter, weil sie sehr vieles ohne Trainerhilfe regeln. Natürlich immer mit dem Risiko starker Leistungsschwankungen verbunden, aber wie schon gesagt: der Tabellenrang interessiert viele gar nicht! Wenn du es nicht glaubst, dann frag einfach mal beim nächsten Training, welche Mannschaften sich momentan auf den ersten 3 Plätzen befinden oder wie das erste Saisonspiel endete?


    Freu dich einfach mit den Mädels und genieße die Zeit mit ihnen, aber versuche erst gar nicht sie in ein bestimmtes Leistungsmuster zu pressen. Wenn dann am Ende der Meistertitel heraus kommt, dann ist`s doch auch O.K.! Denn Aufsteigen wollen die ja eh nicht! Übrigens, selbst in der Bezirks- oder Landesliga ist diese beschriebene Einstellung noch nicht wesentlich anders. Die Trainerfluktuation ist dort ebenfalls recht hoch und ein Teil der gegnerischen Trainer sagt dir offen: "ich mach das nur vorrübergehend".


    Es ist eine Herausforderung, in einem hochemotionalen Umfeld mit sehr viel Fingerspitzengefühl eine Frauenfussballmannschaft zu führen. Wenn es gut gelingt, bekommt man von den Mädels sehr viel mehr zurück als wenn man Trainer-Nr. 37 in einer Seniorenmannschaft ist.

    Danke erst mal für eure Antworten.


    Ohne ausreichende Kondition und Sprintschnelligkeit wird man nicht zum Profi-Schiedsrichter. Ich denke mal, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Jedoch arbeiten die Profi-Schiedsrichter anders als im Breitensport immer im Team mit ihren Assistenten. Die Schwierigkeit dieser Aufgabe sehe ich zum Einen sicher in der Dynamik, die ein schnelleres Entscheiden erforderlich macht. Ferner sollte ein Top-Schiedsrichter ein Fingerspitzengefühl in der Auslegung seiner wahrgenommenen Situation haben.


    Wie hoch der anzulegende Maßstab für Top-Schiedsrichter/innen sein sollte, darüber läßt sich gerade angesichts der vielen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen in der Hinserie trefflich streiten. Oder kann es sein, dass von den Frauen dann noch bessere Leistungen erwartet werden, wenn sie in eine Männerdomäne als Bundesliga-Schiedsrichter eindringen wollen?


    Ich denke mal, dass die emotionale Aussage eines Profis im Moment, als er von einer Frau vom Platz geschickt wurde, weitaus tiefer aus dem Unterbewußtsein als eine Art von Selbstverständlichkeit heraus kam und von daher schon einer intensiveren Betrachtung bedarf! Denn wenn der Schiedsrichterausschuß nach Ablegung sämtlicher Prüfungen einer Frau grünes Licht als Schiedsrichterin für den Profifussball gibt, wie kann es dann zu derlei Aussagen kommen?