Beiträge von TW-Trainer

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    @Danielano


    1. Mädchenquote
    Mädchenquote auf dem Stützpunkt für Jungen gibts nicht! Im Gegenteil: es werden meist nur solche Mädchen aufgenommen, die unter den Top 3 sind, damit es keine Diskussion unter den Trainern gibt! Dankbar ist der Mädchen- und Frauenfussball über jedes Talent, was bei den Jungen ausgebildet wird. Denn dieses Niveau gibt es bei den Mädchen-Stützpunkten leider (noch) nicht!


    2. 5 x Training plus Spiel in der D-Jugend
    In den Niederlanden gibt es eine Art D-Jugend-Landesliga. Dort ist es üblich 4 -5 mal wöchentlich zu trainieren. Lernen sollen die auch noch. Es gibt in einigen europäischen Ländern als Normalform die Ganztagsschule mit integrierter Freizeitgestaltung. Also das geht schon, ohne die Kinder zu überfordern.


    3. Die wird bestimmt nie ihr Geld mit Fussball verdienen ...
    Bitte nimm das jetzt nicht persönlich. Ich habe es nur deshalb aufgegriffen, weil es so oder so ähnlich (auch bei den Jungen) häufiger vorkommt, dass Trainer, die weder als Profi- oder Nationaltrainer Erfahrungen sammeln konnten, sich ein Urteil über die Perspektiven von Talenten bilden. Natürlich ist das schwierig, sogar fast ausgeschlossen. Aber dennoch hat doch jetztes Talent das Recht, seinen eigenen Weg gehen zu dürfen. Das muß auch kein Millionenvertrag sein, wie bei den Männern, sondern die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft zum 'Fussball nachgehen zu dürfen. Wie sagt man so schön: Reisende sollte man nicht aufhalten!


    4. Mädchen im oberen Jungenbereich
    Es kursieren auch hier allerlei Gerüchte (z.B. ein Mädchen in einem Jungenteam müßte eine Extra-Betreuerin haben, Mädchen dürften nur bis max. C-Jugend bei den Jungen spielen, usw.) Diese Dinge werden meist von Trainern oder Staffelleitern verbreitet, die sich nicht damit anfreunden können, wenn es Mädchen mit gleichaltrigen Jungen aufnehmen. Im gesamten Jugendbereich dürfen Mädchen in Jungenmannschaften spielen. So spielte bis vor wenigen Monaten eine U 17 Nationalspielerin in ihrem Heimatverein bei den A-Junioren mit. Grätsche: nein ich werde wieder keine Namen nennen. Dann musst du dir eine Blödzeitung kaufen! Ich versuche zu informieren, Vorurteile zu beseitigen, um den Blick aufs Wesentliche zu erleichtern.

    @Chris


    Eine abschließende und allgemeingültige Antwort läßt sich zum Thema: Vereins- oder Auswahltraining m.E. nicht finden.


    Habe ich z.B. in meinem Team Spieler, durch die meine Liga-Konkurrenten geschwächt werden, dann betrüge ich mich selbst. Denn dann muß sich mein Team weniger anstrengen, braucht nur noch auf Fehler des Gegners zu warten. Hier können sich, wenn überhaupt nur die offensiven Spieler entwickeln, denn es ist ja fast nur das Spiel auf einem Tor. Da sollte man die Talente besser noch in den Heimatvereinen belassen, wo sie mehr gefordert und von daher mehr Verantwortung übernehmen.


    Bei den DFB-Stützpunkt-Jahrgängen stellt man leider häufig eine zu geringe "Breite in der Spitze" fest. D.h. es ragen pro Jahrgang 1 - 2 Spieler hervor. Der Rest ist (noch) nicht soweit, wird jedoch benötigt, um dort Übungen, Spielformen und Spiele zu bestreiten. Alternativen dazu sind deshalb schwierig, weil man sehr viel am Alter festmacht. Eine flexiberle Einteilung der Talente in die jeweilgien Jahrgänge (wie in den Vereinen) wäre m.E. besser.


    Leider gibt es auf den DFB-Stützpunkten immer noch eine viel zu hohe Trainer-Fluktuation, deren Ursachen vielschichtig sind. Deshalb ist auch das Know-How und die Qualität der Ausbildung deutlichen Schwankungen unterlegen. Man probiert es jetzt damit, neue Stützpunkttrainer vertraglich für mehrere Jahre zu binden. Ob es dann besser wird ...?

    @sara67


    Man sagt, man trainiert fürs Spiel und meint damit, dass man im Spiel das ausprobiert, was man im Training gelernt hat. Wenn es allerdings für deinen Jungen im Spiel "Stress pur" ist, dann ist das eine vorübergehende Kompromis-Lösung, bis sich die Situation ändert. Häufig gibt es nach Saisonende andere Trainer oder das Kind wechselt in einen anderen Jahrgang. Kann also sein, dass der "Spuk" für dein Kind und für euch schon in einigen Wochen vorbei ist, weil ein anderer Trainer das Sagen hat? Man kann die Situaion ein wenig mit der Schule vergleichen. Da haben die Kinder teils gute und teils schlechte Lehrer. Wer hätte da nicht am liebsten nur Guten? So ist es ein Kommen und Gehen, bis man endlich das Abschlußzeugnis in Händen hält. Kopf in den Sand stecken bringt nichts, aber wie gegen "Windmühlen" anzukämpfen überfordert auch. Also wählt man einen Kompromiß, der zumindest solange hält, bis sich Alternativen anbieten. Der sollte individuell mit dem Kind besprochen werden.


    Ob das Stützpunkt- oder Heimatvereinstraining nun gerade besser ist, hängt von den jeweils handelnden Personen (Trainern) ab. Es allein an der Lizenz oder der ehemaligen Liga als aktiver Spieler festzumachen, erscheint mir nicht weit genug gefasst, denn es geht darum Wissen bestmöglich an Talente zu vermitteln.


    Ein Laie wird jedoch überfordert sein, hier die richtige Wahl zu treffen. Im Regelfall wird das zusätzliche wöchentlichen DFB-Stützpunkttraining am Montag nützlich sien, weil das Talent hier mit ähnlich veranlagten Spielern kicken kann. Kinder lernen sehr gut von Einander. Sie verstehen und korrigieren sich gegenseitig. Das kann man nicht von einer normalen Dorfmannschaft nicht erwarten, weil hier die Leistungsstreuung wie auch die Erwartungen am Fussball unterschiedlicher sind.


    Die Situation, dass Kinder nicht zum Auswahltraining gelassen werden (und ihm andernfalls mit Ausschluß aus der Mannschaft gedroht wird) ist nicht neu! Auch das Abwerben, nur weil jemand für die DFB-Stützpunktmannschaft selektiert wurde, trifft man an.


    Am besten funktioniert die Ausbildung von Talenten, wenn Verein und DFB-Stützpunkt gut zusammen arbeiten, statt sich gegenseitig Inkompetenz vorzuwerfen.


    Eine Satzung gibt es so nicht, allenfalls die, dass Spieler, die schon auf dem Stützpunkt spielen und für Verbandsmaßnahmen eingeladen sind, vom Verein freizustellen sind.


    ich würde einfach mal beim zuständigen DFB-Stützpunkttrainer anrufen und ihn fragen! Weil der Stützpunkt sich als ein nach beiden Seiten durchlässiges System versteht, sollte die Teilnahme dann sehr unbürokratisch laufen. :D

    @Grätsche


    Wir befinden uns hier in einem öffentlichen Forum! Namen auszuplaudern würde das persönliche Umfeld dieser Leute nachhaltig beschädigen. Bin selbst Geschädigter, weshalb mir nie in den Sinn käme, hier den Namen einer oder mehrerer Person zu nennen! Es ging in meiner Kritik einzig um die Entscheidungsfaktoren beim DFB für die Auswahl und die Prüfungskriterien. Wenn du da irgendwas falsch verstanden hast, dann tut es mir leid. Björn und Silo scheinen es jedoch schon richtig verstanden zu haben.

    @sara67


    Das nennt man dann wohl: "vom Regen in die Traufe kommen"! Zuhause hat er zwar einen unerfahrenen Trainer gehabt und die Jungs sind nur dann zum Training gekommen, wenn sonst gerade nichts besseres lief! Mit dem Heimatverein hätte man vielleicht noch reden können, weil man dort wohnt, der Junge dort seine Freude hat, aber mal gleich einen "Lauten" nach dem 1. Vorbereitungsspiel machen, das will gut überlegt sein.
    Aber du steht nicht allein mit dem Problem! Jährlich lassen sich Tausende von Kindern und Eltern das Erzählen, was sie gerne hören wollen. Häufig wird man noch unter Zeitdruck gesetzt (z.B. wenn der Junge nicht sofort wechselt, dann wird nichts aus ihm)! Da sollte man sich besser in Ruhe mal ein Spiel beim vermeintlich besseren Verein anschauen, wenn dort ein Spiel gerade "vergeigt" wird. Denn ein Trainer, dessen Team gerade gewinnt, brüllt nicht so leicht!


    Tja, da ist wirkllich guter Rat teuer? Evl. sollte er zunächst lediglich am Training teilnehmen, was das wenigstens einigermaßen erträglich ist. Er kann außerhalb des Vereinstrainings weiterhin mit seinen Kumpels spielen. Er kann am zusätzlichen Training beim DFB-Stützpunkt teilnehmen (wenn er dafür "gesichtet" wurde)!


    Er sollte jedoch nichts machen, was ihm keinen Spaß macht und wo er sich einem ähnlichen Druck ausgesetzt fühlt!


    Fussball kann man nur in angstfreier Athmosphäre lernen und genießen!

    @Grätsche


    Ich werde einen Teufel tun und über irgendwelche Internas plaudern! Wenn du jemand wärst, dem man mit "sehr viel Wohlwollen" die Lizenz gegeben hättest, würdest du es wollen, dass öffentlich über dich hergezogen würde? Und nur darum geht es erst mal, nicht darum, was der Teilnehmer später daraus macht! Deshalb habe ich Silo und Björn recht gegeben!

    etztens hat mir eine fremder Trainer ein Formular für die Anmeldung zur Fußball Sportschule in die Hand gedrückt . Ersten möchte sie das nicht , zweitens ist sie erst 9 !!! und drittens nicht gut genug .


    Zusammenfassend möchte ich sagen : Mädchen haben es leider schwerer als Jungs . Es gibt viele Mädchen die gerne spielen würden und viele die guten Fußball spielen . Leider gibt es zu wenige Vereine die Mädchen-Mannschaften zulassen/haben.

    Super Kommentar und Glückwunsch zu deinen Entscheidungen! Deine Tochter wird es dir später danken, dass du sich nicht schon zu früh weggeschickt hast, damit Andere nach Fussballkritieren ihren Alltag bestimmen.


    Auch bei den Mädchen setzt der Hyp, sich so früh wie möglich die Talente zu sichern und wenigstens kleines Geld (in der Bundesliga sind`s dann schon mal 6-stellige Beträge) zu sichern. Das geht häufig an den Interessen der Mädchen vorbei, die eigentlich erst mal nur Spaß am Fussball haben wollen! Hinzu kommt (geschlechtsunabhängig) die Ungewissenheit darüber, in welche Schulform (Haupt-, Realschule oder Gymnasium) man sich empfehlen kann.


    Mögen es Mädchen in oder gegen Jungenmannschaften vielleicht schwerer haben, so ist für talentierte Mädchen das genau die Herausforderung, die sie gegen oder mit gleichaltirigen Mädchen ansonsten nur in den Auswahlmaßnahmen finden können. Doch auch hier steckt manches, was bei den Jungen schon selbstverständlich ist, noch in den Kinderschuhen. So findet das Auswahltraining bei den Jungen in aller Regel 1 x wöchentlich (meistens montags) statt, während bei den Mädchen eher 2 x monatlich der Standard ist.


    Manches mag sich durch das Rollenverständnis der Elterngeneration erklären, die als Funktionäre in allen Ebenen für eine Verbesserung der Mädchensituation in den Vereinen sorgen sollen. Jedoch gibt´s auch bei den Mädchen andere Vorstellungen vom und über den Fussball, die eine Berücksichtigung finden sollten.

    @GrätscheIch kann meinen Vorredner kaum noch etwas hinzufügen, außer der Frage, woher soetwas kommt?


    Ganz einfach: nach ihrer Lizenz-Ausbildung gibts keinerlei Wissenskontrolle mehr. Selbst als LKW-Fahrer muß man einen Sehtest wiederholen, aber als A-Lizenz-Trainer darf man als schon "Blinder" weiter arbeiten. Mit den Ligen steigen die Anforderungen und Ansprüche! Hast du dir nie die Frage gestellt, warum die "Halbwertzeit" der Trainer mit diesen Lizenzen doch relativ kurz ist?


    Über A-Lilenz-Teilnehmer, die nicht mal genug Deutsch verstehen, will ich erst gar nicht sprechen!

    @Schmabel


    Dem Statement von @MichaMittelfeld ist fast nichts hinzuzufügen. Es ist zunächst einmal wichtig, die Mannschaft da abzuholen, wo sie in ihrer fussballerischen Entwicklung stecken. Zu meinen, man könnte etwas überspringen, um im übernächsten Schritt leichter Siege einzufahren, dieser Schuß geht fast immer nach hinten los. Denn was nützt es dir, wenn deine Gegner bereits ein gutes Stück weiter sind und deine Jungs schon nach ein paar Minuten Spielzeit nur noch hektisch den Ball wegschießen?


    Wenn du in dem Thread: mal ist das Dribbling und mal der Pass beim Kollegen @Coever reinschaust, dann findest du auch die Erklärungen dafür. Dein Team besteht nahezu ausschließlich aus "Bodenscannern". D.h. sie haben noch so große technische Probleme mit der Ballverarbeitung, dass sie dabei nur den Ball, ihre Füße und den Quadratmeter Gras drumherum sehen. Um den Kopf zu heben, die nächere Umgebung zu beobachten und dann eine gute Entscheidung (Dribbling oder Paß) zu treffen, fehlen wichtige Elemente. Wer sich dann zum "180 - Grad - Scanner" (Aussenbahnen) oder "360 - Grad-Scanner" entwickelt, wird sich frühestens in der B-Jugend (Positionsausbildung) zeigen.


    Mich würde jedoch noch interessieren, was du derzeit aus deiner Katographie einsetzt und wie du deine Trainingseinheit steuerst? (Kann erst mal ganz einfach sein!)

    @'Siso


    Fast richtig! Gibt beim DFB viele "Lizenzmeier", die die Arbeit von Fussballschulen generelle schlecht einschätzen. Denn nach deren Meinung kann eine Trainerarbeit nur mit der entsprechenden Trainerlizenz gut sein.


    @Zodiak
    Das ist korrekt! Es wird beim Bewerber geschaut, ob man ihm danach eine Aufgabe zutraut, für die die entpsrechende Lizenz benötigt wird. Dabei werden bisherige Erfahrungen (z.B. Ex-Profi berücksichtigt. Leider ist das Ganze so realitätsfern, als dass man gar nicht die Unterschied erkennen will, ob man selbst einen guten Ball spielen kann oder ob man das Anderen beibringen soll. Hatte ja schon angemerkt, dass beim A-Lizenz-Lehrgang alle durchgewunken wurden. Darunter auch Trainer, die schon bei der C-Leistungslizenz ihre Schwierigkeiten hatten. Wenn man sich dann als DFB-Stützpunkttrainer zur Verfügung stellt, dann hat man es sehr viel einfacher. (Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing!) Leider hat die "halbamtliche DFB-Zentrale" derweil viel zu viel mit sich selbst zu tun, als dass man im Traum an Reformen in der Lizenzausbildung denken könnte. Hatte ja schon mehrfach daraauf aufmerksam gemacht, dass man beim Thema TW-Trainer-Lizenzausbildung noch keinen Deut vorran gekommen ist und die Schweizer schon zig Millionen für ihre Torhüter in der 1. Bundesliga abkassiert haben. Da wird nach wie vor das Know-How aus unserer Bundesliga und deren NLZ ausgeschlagen! Die Seminare sind zwar voll, aber die meisten Teilnehmer kehren enttäuscht nach hause, wenn sie merken, dass sie sich für diese Urkunde nichts kaufen können.

    @tibo


    Ich halte diese App zunächst einmal für brauchbar, sofern sie eine Unterstützung für Spielzeiten darstellt. Vom sekundengenauen Wechsel halte ich genauso viel wie Chris und Björn. Allerdings gibt es auch andere Faktoren, die die Einsatzteilen von Spielern bestimmen.


    Die rein nach Stoppuhr basierende Einsatzzeit birgt jedoch auch Gefahren. Diese sind im Mädchen- und Frauenbereich sehr viel größer noch als im Jungen- und Määnerfussball.


    1. Falsche Prioriäten bei gleichgroßen Einsatzzeiten
    Wenn man trotzdem genauso lange wie die Anderen beim Punktspiel mitmachen darf, führt dies bei einer Reihe von Mädchen zur Einstellung, dass man nur noch dann am Training teilnimmt, wenn sonst gerade nichts Besseres läuft. Ohne regelmäßige Trainngsteilnahme ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung schwerlich möglich, weil viele Übungen und Spielformen eine Trainingsgruppe in Mannschaftsstärke benötigen.


    2 Äußerer Einfluß auf Meisterschaften
    Treten Teams mangels Spielerinnen in der Saison (besonders gern zum Saisonende) nicht an, so ergibt sich dadurch eine Verschiebung inder Tabelle und Auf- bzw. Abstiege werden nicht mehr auf dem Rasen, sondern am "grünen Tisch" entschieden.


    3. Abmeldung von Mädchen- und Frauenmannschaften während der Saison
    Leider ist die Zahl der Teams, die aufgrund von zunehmender Spielerknappheit während der Saison vom Verein abgemeldet werden, bei den Mädchen- und Frauenteams sehr hoch. Hier liegen die Ursachen dafür häufig in den Anfangsjahren des Mädchenfussballs. Denn wer nicht von Anfang an auf regelmäßige Trainings- und Spielteilnahme achtet, der wird sich später nicht wundern dürfen, dass es dann auch nicht klappt.


    3.a. Falsche Teilnahme-Signale fürs Spiel
    Bei Jungen kommt es gelegentlich mal vor, dass jemand später kommt oder früher geht. Bei Mädchen wird diese Form der latenten Teilnahme dadurch gefördert, als das man ihnen zu verstehen gibt: du spielst genauso lange wie die Anderen, egal ob und wie häufig du beim Trainng mitmachst.


    4. Hohe Trainerfluktuation
    Weil man für viele Übungen und Spielformen eine Trainngsgruppe in Mannschaftsstärke benötigt, sieht man als Trainer kaum Entwicklungschanen für die Männschaft, wenn man fast immer nur mit kleinen Grüppchen im Training kickt.


    Hier noch eine App für die leichte Abmeldung: www.spielerplus.de Da kannst du die Mannschaft anlegen, Apps verteilen und schon gehts los mit den Abmeldungen! :thumbup: Ist doch blöd für die Mädchen, wenn die sich auch noch beim Trainer persönlich abmelden müssen :D

    neutralen Beobachter

    Wen oder was meinst du damit?


    Falls du "Sichter" damit meinst, kann ich dir nur sagen, die sind auch nicht neutral! Hier gilt es ebenfalls, relativ schnell eine Einigung herbei zu führen, die da klaur lautet Ja oder Nein. Sonst gibt es eine Endlosdiskussion, bei der man keinen Deut weiterkommt!


    Einerseits ist eine Konstellation über 2 Jahre ein Team zu führen ganz gut, denn dann spielen ja nicht nur Saisonziele eine Rolle. Andererseits gibt es kein Allheilmittel fßr die Aufgabe der Leistungsbeurteilung.

    @tobn
    Für die bestmögliche Mannschaftszusammenstellung orientiert sich sicher zunächst einmal an den Möglichkeiten innerhalb des Vereins. Dabei gilt es alle Interessen bestmöglich miteinander zu kombinieren. Werden Entscheidungen getroffen, die vereinsintern an der Realität vorbei gehen, bzw. nicht einmal vorher mit den verantwortlichen Trainern für eine Übereinstimmung gesorgt, dann verlassen als Erstes die Kinder und danach auch die Trainer den Verein, um sich bessere Rahmenbedingungen zu suchen.


    Ja, du hast sicher auch Recht, als das mit der Sichtung für die Kreisauswahl, später dem DFB-Stützpunkt ein weiterer Konkurrenzkampf startet. Jeder möchte gerne daran teilnehmen, jeder hat verschiedene Vorstellungen, wer daran teilnehmen darf. Auch unter den Auswahltrainern gibt es unterschiedliche Vorstellungen, sodass selbst die "Gutmeinenen" nicht sicher sein können, ob sie sich gerade in einem "Wolkenkuckucksheim" befinden oder sich bei ihren Ideen im Klaren sind, was später daraus werden soll. So haben z.B. die Nachwuchs-Internate der Buli-Vereine auf Basis ihrer Erfahrungen eine Art "Talent-Pflichtenheft" für die wenigen, heißbegärten Ausbildungsplätze entwickelt. Ihnen genügt es nicht, dass Spieler A in irgendwelchen Auswahlen gespielt haben. Für sie zählen auch internationale Talent- und Ausbildungsmaßstäbe. Dennoch ist eine zuverlässige Erfolgsprognose schwierig. Sobald ein Talent auch nur in die Nähe der gewünschten Karriere gelangt, halten auch schon Berater ihre Hand weit auf.


    Aber kommen wir zurück zur Situation im F und E-Jugend-Bereich. Natürlich hat man rasch Erfolge, wenn man sich die Besten aussucht! Jedoch hat dies kaum eine Aussagekraft für die spätere Entwicklung, denn sämtliche Aussagen treffen nur auf das hier und jetzt zu. Talentmerkmale lassen sich nicht zuverlässig nach Verein, Wohnort oder Geburtsdatum festschreiben. Wenn aber selbst Auswahltrainer von NLZ, DFB oder dem Verband lediglich Leistungen begleiten können, wie schwierig wird es dann erst für "normale Vereinstrainer" die Leistung als alleiniges Merkmal einer Mannschafszusammenstellung zu wählen.
    Da sollte man sich doch besser in dem Terrain aufhalten, in dem man sich dank seines Sozialisierungsprozesses sehr gut auskennt. Das sind die Mitmenschen, für die es gute Kompromisse im Verein zu schmieden git! Bei einem hohen Maß an Zufriedenheit werden sich alle Kinder gut entwickeln können, sodass man zu einem späteren Zeitpunkt eine größere und bessere Auswahl treffen kann.

    Schick eure Jugendleiter auf den Trainerlehrgang (Trainer C), dann hätten sie nicht solche blöden Ideen.

    Wenn man dabei sicher stellen könnte, dass sie dort nicht auch noch so`n Blödsinn von wegen Leistungseinteilung, sobald die Kinder keine Pampers mehr tragen, erzählt bekommen?


    Dass auch Jugendleiter gerne "Kinder-Dorfbundesliga" spielen wollen, ist nicht ganz neu. Häufig wird die Einteilung nach Leistung als Argment für die Gründung einer JSG genannt. Das Ergebnis dieser Form von Leistungseinteilung ist dann, das sich die Anzahl der JSG-Spieler nach einer Saison nahezu halbiert, weil man sich ja nur noch um die Elite kümmern muß.

    @peter31


    Super Beitrag. So oder so ähnlich hat es jeder erfahrene Trainer schon mal miterlebt. Mit konsequentes, aber nicht hysterisches Eingreifen lassen sie sich fast immer sehr schnell lösen. Aber auch der gegnerische Trainer hat sehr gut gehandelt. Denn gerade im unteren Jugendbereich ist es wichtig, dass alle Kinder Spaß am Fussball haben. Gute Trainerarbeit zeigt sich nicht erst auf dem Platz. Das fängt schon beim Training an. Aber er hat dies nicht dadurch zum Ausdruck gebracht, als dass er seine Gegner demütigen wollte, sondern dafür gesorgt, dass keines der Kinder traurig nach Hause gehen mußte.


    Durch euer vorbildliches Verhalten können sich alle als Sieger führen. Vielleicht reift ja auch bei diesen Eltern nunmehr die Einsicht, dass es für alle (insbesondere der Kinder) noch mehr Spaß macht, wenn es friedlich zugeht?

    @Andre


    Ich denke mal, die Beurteilung überlassen wir am Besten den Lesern des Forums.


    Eine wesentliche Fähigkeit eines Trainers besteht auch darin, Kritik zu ertragen und eine "breite Schulter" dafür zu haben, um den emotionalen Teil zu ignorieren und den Kern von Aussage und der darin enthaltenen Kritik zu erfassen.