Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @BigMacWilli


    Aber immerhin haben die DFB-Verantwortlichen (hinter vorgehaltener Hand) zugegeben, dass ihr Konzept der Torwarttrainerausbildung noch in den Kinderschuhen steckt und man deshalb keine Prüfung und Lizenzerteilung will. Denn der DFB scheint nach wie vor seine Klientel nicht zu kennen, die aus dem Profibereich gereichten Hände zur Know-How-Bildung abzulehnen, um endlich paasende Angebote zu schaffen. Wenn`s denn für die Teilnehmer nach wie vor eine Farce ist, dann spart euer Geld oder investiert es in eine Ausbildung aus gewünschte Niveau bei guten TW-Trainern im Verein.


    In den Verbänden und den DFB-Stützpunkten sichtet man auch Torwarttalente. Aber anders als die Feldspieler, die sich auf eine gute Ausbildung freuen dürfen, gibts dort keine Torwarttrainer für eine Talentförderung. Dafür hat man dann den Satz geboren: "Der Torwart trainiert die Mannschaft! Die Mannschaft trainiert den Torwart". Wenn dann der Keeper nach einer längeren "Ballbatterie" müde ist, ruft ihm sein Stützpunkttrainer zu: "Keeper, so langsam kannst du mal wieder einen halten..!"


    Man sichtet zwar Torwarttalente für die Auswahl, aber man hat gar keine Torwarttrainer bzw. ein Budget dafür, um sie dort auszubilden. Diese Budgets gibt lediglich auf Landes- und Bundesebene. Aber auch dort interessiert man sich nicht wirklich für sie. Vermutlich wäre Sepp Maier noch heute der DFB-Torwarttrainer, wenn er sich nicht seinerzeit persönlich für Oliver Kahn beim DFB-Trainer eingesetzt hätte? Auch Andi Köpke braucht keine Angst zu haben, zwischen der Vielzahl gut ausgebildeter Keeper irgendwas falsch zu machen. Außer er sagt was, was irgendjemand ärgern könnte!


    Ich hatte die fehlende Lizenz bei den Torleuten nur deshalb erwähnt, weil Dirk wissen wollte, wie man den ausbilden kann, ohne selbst in einem transparenten Lehrsystem den Nachweis einer Ausbildung erbracht zu haben. Das geht schon! Man wird ja auch nicht als Vater oder Mutter mit Lizenz ausgebildet, sondern man ist es plötzlich und die meisten bekommen es auch gut hin!

    @davidizzle
    Vielen Dank für die Auskünfte. Wenn eure 1. Senioren den Sprung in die Bezirksliga schafft, wird euer Trainer vermutlich nicht mehr ein drei-, sondern ein vierstelliges Honorar (fixer und variabler Teil) pro Monat freuen. D.h. er kassiert in 2 Monaten genauso viel wie eure gesamte Jugendabteilung in einem Jahr. Darüber hinaus wird er noch geldwerte Vorteile direkt von Sponsoren genießen, von denen manchmal nicht mal der Obmann oder der gesamte Vorstand eine Ahnung hat. Sicherlich darf man hier von einer Entfremdung des ursprünglichen gemeinnützigen Vereins unter der Leitung von Ehrenamtlichen sprechen. Nur sind wir seltsamerweise meist zu vereinsblind, sodass derlei Praktiken wenn überhaupt nur beim Erzfeind als verwerflich erachtet wird. Wenn aber die Emotionen so weit gehen, als das die Ratio beim Fan nicht mehr zuverlässig funktioniert, dann ist von "unten" kaum eine Verbesseerung in Form von Transparenz und eines ausgewogeneren Vereinshaushalts zu erwarten?


    @Sir Alex
    Eigentlich wollte ich es nicht zum Thema: Bezahlung von DFB-Stützpunkttrainern machen. Klar kann man das so sehen, dass der Arbeitsaufwand für knapp über 300,- € im Monat für größtenteils überschaubaren Aufwand nicht schlecht ist. Punkt ist jedoch, dass der DFB Pseudo-Jugendtrainer durch eine Veränderung in seinem Lizenzsystem angelockt hat. Wer seine C (heute B-Lizenz) mit Mühe bekommen hat, aber über die A-Lizenz an die "fetten Fleischtöpfe" gelangen will, der macht es gern mal über den "Stützpunkttrainer", weil ihm dann die "Zwischenlizenz" etwas leichter fällt. Also ein DFB-hausgemachtes Problem. Eine große Konkurrenz sind jedoch die DFB-Stützpunkttrainer fur die NLZ. Begehrt sind sie ebenfalls im Seniorenbereich. Natürlich gibts auch andere Gründe (z.B. DFB-Koordinator), warum sich in machen Stützpunkten die Trainer die Klinke in die Hand geben, sodass es letzendlich keine Lösung gibt, die Fluktuation sehr viel weiter herunter zu fahren. Die Alternative einer längerfristigen vertraglichen Bindung von DFB-Stützpunkttrainern scheint nur auf den ersten Blick ein guter Lösungsansatz. Denn irgendeinen Grund (z.B. beruflich eingespannt) zur vorzeitigen Kündigung einer ehrenamtlichen Aufgabe gibt es immer.


    Kommen wir deshalb zurück zum Kernproblem, das immer weniger junge Fussballer in die A-Jugend eines Dorfvereins gelangen. Als ein Punkt wurde das Ungleichgewicht zwischen der Aufgabenstellung, dem zeitlichen Aufwand und der Anerkennung, die zu einem Teil in der Aufwandsentschädigung anzusehen ist. Unbestritten ist wohl, dass im Breitensport kaum jemand auf dieses Geld angewiesen ist, andererseits private Auslagen (z.B. Spritkosten) erstattet werden sollten. Man schenkt dem Verein ja schon seine Freizeit, was jedoch bei jedem anderen Vereinshobby auch der Fall wäre.


    Meine Frage wäre, ob man durch eine Umverteilung der Ausgaben (Seniorentrainer weniger, Jugendtrainer mehr) eine insgesamt konstante und zuverlässige Jugendvereinsarbeit hinbekommen würde, wodurch auch ein Mehrwert für die Nachwuchsspieler (großere Zufriedenheit durch bessere Ausbildung und Mannschaftsführung) entsteht, der einen höheren Mitgliedsbeitrag rechtfertigt oder ob in jedem Falle mit einem Massenaustritt zu rechnen wäre, sobald man das Thema: "Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen" anfasst?


    Es kommt mir irgendwie vor, als wolle man die Zukunft mit den Methoden der Vergangenheit (als es genug aktive Mitglieder gab) gestalten. Aber wie viele Mitglieder kommen denn zu den Generalversammlungen, um dort die Zukunft des Vereins mitgestalten zu wollen?

    Aufwandsentschädigung gibt es bei uns. Unser Nachbarverein, der in etwa genauso groß ist wie wir, zahlt aber ca. Das doppelte.

    Leider wechseln jedes Jahr gute DFB-Stützpunkttrainer, weil es woanders mehr, manchmal viel mehr Geld in den Vereinen gibt! Wie kommt es, dass das Tranierhonorar im Vergleich zum Nachbarverein keine Rolle spielt?


    Eigentlich sollte man meinen, dass es beim Ehrenamt nicht aufs Geld ankommt.? Die meisten machen es ja, weil sie Spaß daran haben, nicht weil sie finanziell davon abhängig wären.


    Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn die Aufwandsentschädigung als Teil der Anerkennung für verdienstvolle Aufgaben im Verein angesehen wird.


    Wenn Jahr für Jahr Jugendliche zu euch wechseln, spricht das für sich und eure gute Trainerarbeit im Jugendbereich! Die muß allerdings durchgängig gut sein, sonst können mittelfristige Schäden drohen, wenn Trainer (bei euch C-Jugend) ohne ausreichende Kontrolle keinen guten Job machen. Denn die Spieler, die man mal vergrault hat, sind schwer zurück zu gewinnen.


    Wie wird eure Jugendarbeit finanziert?
    Wie hoch sind bei euch die Mitgliederbeiträge?
    Wie hoch ist bei euch die Aufwandsentschädigung an die Jugendtrainer, bzw. die Seniorentraner?

    @Trainerin_09


    Ihr müßt einen Antrag auf Zweitspielberechtigung stellen. Weil die Spielerin jezt bereits "älterer jahrgang" ist und nach der Sommerpause sowieso nicht mehr bei den B-Juniorinnen spielen darf, stellt sich natürlich die Frage, ob sich das für die paar Wochen noch lohnt. Aber nehmt das mit der Zweitspielberechtigung mal ruhig für die Zukunft für ähnlich gelagerte Fälle mit.

    @Dirk


    Bei der Auflistung deiner Fragen mußte ich ein wenig schmunzeln! Warum? Weil man eigentlich schon mal vor Jahren zur Erkenntnis gelangt ist, dass dies für jeden Trainer (also auch für Exprofis) eine wichtige Voraussetzung ist. Ja, man bereute sogar überhaupt diesen Schritt gegangen zu sein, Exprofis auf Mannschaften"loszulassen", weil sie nicht den Grundansprüchen eines Trainers entsprachen. Denn es ist immer noch ein Unterschied, ob ich dort als Schüler (Spieler) oder als Lehrer (Trainer) unterwegs bin.


    Als ich vor einiger zeit anmerkte, das diesmal alle "A-Lizenz-Teilnehmer durchgewunken wurden", regte sich Protest, weil sich ja darunter auch Kandiaten befunden hätten, die es dank großer Anstrenungen geschafft hätten. Aber eigentlich meint durchgewunken eher die, die es (noch) nicht verdient hätten.


    Leider verbietet es mir ja die Anonymität hier mehr aus dem Nähkästchen zu plaudern. Aber "didaktische Wunder" gibts immer wieder. Selbst und gerade bei denen, die sich als Spieler eher weniger als Genies in der Spielanalyse hervor getan haben. Dennoch sehe ich es so wie du, dass eine Komeptenzübertragung immer nur mit ausreichendem fachlichen Untergrund erteilt werden sollte. Was dann der einzelne Trainer daraus macht, das liegt in seiner Hand. Die Torwarttrainer zeigen es ja seit Jahrzehnten, dass sie auch ganz gut ohne DFB-Lizenz hervorragende Keeper ausbilden können. Allerdings glaubt der DFB, dass man das bißchen Wissen schon in 40 LE vermitteln kann, wozu die meisten TW-Trainer Jahre harter Arbeit brauchen. Oder hat schon mal jemand einen TW-Trainer in Turnschuhen und Trillerpfeife gesehehen :D ?

    @Björn


    Ach lass nur, ich bin ja Beleidigungen gewöhnt! Es ist immer etwas schwieriger durch Wahrung der Anonymität Dritte zu überzeugen, dass man sich schon ein wenig in der Thematik auskennt. Leider wurde es von unserem "neuen Kollegen" auch ein wenig fehlinterpretiert, worum es mir eigentlich ging und warum ich die Beispiele anführte, in denen eine Schwalbe die persönlichen, technischen Unzulänglichkeiten in der Beidfüssigkeit sogar der Mannschaft zum Vorteil gereicht! Leider verklären viele Fans ihre Idole, indem sie bei diesen scheinbar perfekten Profis gar keine Schwächen ausmachen können. Es sind aber ganz normale Menschen, die durch eine Reihe von Zufällen dort hingelangt sind, wohin es auch viele Tausend Andere es probiert haben. Das sie es trotz ihres teilweise schwierigen Charakters dorthin geschafft haben, darüber sieht der "Edelfan" gern mal hinweg.


    Profis taugen deshalb immer nur bedingt als Vorbilder für die Jugend! Es ist auch nicht sonderlich nützlich, die Koordinationsfähigkeit eines F-Jugend Spielers mit dem eines erwachsenen Sportlers zu vergleichen. Denn dazwischen liegen viele Jahre an körperlicher und geistiger Entwicklung. Die geistige Entwicklungsarbeit hat, da gebe ich dem Kollegen recht, in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Das mit recht, denn wenn man erst einmal erkannt hat, dass der Fussball vom Kopf in den Fuss gespielt wird, dann sollten auch beide Füsse gleichermaßen traniert werden. Je reifer die Taktik wird, je mehr kann sie durch fehlende technischen Fähigkeiten limitiert werden.


    Aus den vorgenannten Gründen sehe ich keine Widerspruch zwischen Taktik und Technik, weil sie einander bedingen.

    @Andre
    In einer Sache bin ich vollkommen deiner Meinung! Entweder man verbietet kraft Gesetz jegliche Aufwandsvergütung für alle Vereine des Breitensports oder aber man bezahlt den Ehrenamtlichen ihre nachgewiesenen privaten Kosten. Optional könnte man eine Ausbildungsvergütung für Lizenz-Trainer einführen, da sie weitaus mehr ihrer privaten Freizeit investiert haben.


    Ich denke jedoch, dass die Vereinsvorstände alles daran setzen werden, um ihr "Aushängeschild" auch weiterhin durch Sponsoren finanziell unterstützen zu lassen, sodass es auf eine Aufwandsentschädigung der übrigen ehrenamtlich Tätigken hinaus laufen wird. Leider ist die heutige "Zweiklassen-Gesellschaft" in den Vereinen zu einem Problem geworden, dessen man sich als verantwortungsvoll handelnder Vorstand stellen und nach sinnvollen Lösungen suchen muß. Die Mitgliederbeitragserhöhung ist eine Sache, die freie Verwendung von Sponoreinnahmen (um die Gemeinnützigkeit in den Mittelpunkt zu stellen) eine Andere.


    Leider sind wir Deutschen ein Volk, die einen festen Glauben an Regelwerke haben und immer auch nach einer Perfektion in diesem Regelwerk streben. Dass es auch "Ohne" ganz gut funktionieren kann, zeigen uns die Nachbarländer. Ohnehin sind es die Menschen, die die schriftlichen Vereinbarungen (z.B. Jugendkonzept) mit Leben füllen.


    Ein "weiter so" gibt es jetzt schon in den kleineren Vereinen nicht mehr. Auch die mittelgroßen Vereine müssen sich in den nächsten Jahren auf drastische Einbrüche im Nachwuchsbereich einstellen. Diese werden derzeit noch auf die vermehrte Anwerbung von Mädchen abgefedert. Aber was nützten die jährlichen Neuzugänge, wenn dann doch kaum noch jemand in den A-Jugend und ganz selten man jemand in die heimische 1. Seniorenmannschaft ankommt? Da muß man sich die Frage stellt: in wiefern bietet der Verein seinen Aktiven noch eine Heimat, sodass er zurecht als Heimatverein betrachtet werden kann. Obwohl man sich durch eine einfache Umfrage mit einer einzigen Frage: "Wie gut gefällt es dir in deinem Verein" binnen kürzester Zeit eine Situationsaufnahme bekommt, scheuen es die Vorstände, weil sie keine "schlafenden Hunde" wecken wollen. Genauso, wie sie bei einer Beitragserhöhung Massenaustritte befürchten. Es plagt sie das schlechte Gewissen! Selbst dann, wenn ein Fussballcamp in ihren Verein kommt und die Eltern sehr viel Geld dafür ausgeben, kommt ihnen nicht die Idee, für ihren Verein einen besseren Service durch höhere Zufriedenheit zu erreichen!


    Eine Beitragserhöhung mit dem Angebot von besser ausgebildeten Trainern als mittelfristiges Ziel zu beschließen, wäre ein Möglichkeit, sich für die Zukunft neu auszurichten. Wer jedoch glaubt, dass die Talente auf den Bäumen wachsen (also von größeren Vereinen ausgebildet und dann vom Sponsor "gekauft" werden), der wird mittelfristig erkennen müssen, dass diese Söldner dem Verein nicht weiterhelfen, weil die eigenen Talente dabei kaum eine Bedeutung haben. Die stetig nachlassenden Zuschauerzahlen (Ausnahmen gibt es immer mal wieder) zeigen das sinkende Interesse am Heimatverein, dessen Trainer und Spieler nicht mir die Jungs um die Ecke, sondern wildfremde Leute ohne jegliche Vereinsbindung sind, die heute hier und morgen dort sich ein nettes Taschengeld verdienen.


    Ein weiterer Schritt, um aus dem zweigeteilten Verein wieder einen Verein zu machen, wäre nach meiner Ansicht eine direkte Vertretung der Jugend im Vorstand. Wenn woanders mit 16 gewählt werden darf, dann sollte dies ebenfalls für den Verein gelten! Denn leider ist das Durchschnittsalter in den Vereinen im Rahmen des demografischen Wandels weiter nach oben gegangen, weshalb es junge und frische Ideen baucht, die wohl eher nicht von den "traditionstrunkenen Vereinsmeiern" zu erwarten sind. Jugend an die Macht!

    @Chris


    Die, die jetzt als Profis unterwegs sind, haben noch unter anderen Bedingungen ihre Jugendzeit erlebt. Klar gabs damals auch einen Leistungsdruck, aber es sind andere Umstände (z.B. Turbo-Abi, früheres Studium, usw.) hinzu gekommen, die es damals noch nicht gab. Auch war der Konkurrenzdruck, sich bereits im oberen Jugendbereich international messen zu müssen, damals noch nicht so groß.


    Ferner kommt bei einem etwas späteren Wechsel ein größerer eigener Wille des Talents hinzu, selbst die drastische Veränderumg seines Tagesablaufs mitentscheiden zu können.


    Wenn man es rein statistisch betrachtet, dann spielt der Einzelfall kaum eine Rolle, weil ja jede 'Statistik wertneutral ist. Aber mir haben auch Aussagen von aktiven oder Ex-Profis zu denken gegeben, als sie meinten, wenn sie es aus heutiger Sicht entscheiden dürften, dann würden sie gern etwas später wechseln, um etwas mehr Zeit für ihre Kinderfreizeit mit Freunden zu haben.


    Deshalb ist nicht alles, was möglich ist, auch gleich der beste Weg fürs Inidividum! Zunächst den Spaß am Fussball und dann an seiner Leistung zu finden, das braucht seine Zeit. Die aber ist für jeden jungen Menschen individuell anders. Das ist für mich auch der Grund zu sagen: es ist schwierig, eigentlich unmöglich eine positive Erfolgsprognose zu wagen. Aber genausogut trifft die Aussage zu, dass das kein Grund dafür ist, es nicht zu wagen? Wichtig dabei erscheint mir immer auch das soziale Umfeld, die das Kind unterstützen, aber nicht Inhalt eigener überehrgeizier Pläne werden läßt und so gemeinsam mit dem Kind durch "dick und dünn" geht, anstatt es in einen "goldenen Käfig" sperren zu wollen. Denn selbst, wenn der aus Gold ist, bleibt er doch ein Käfig!


    Im Leben seinen eigenen Weg unabhängig von denen Anderer zu finden und zu gehen, darum geht es letzendlich, egal mit wieviel Talent ausgestattet!

    Nach meinen Beobachtungen war eine signifikant unterschiedliche Leistungsentwicklung der Kinder nicht festzustellen.

    Kinder entwickeln sich auch nicht anders, egal ob sie auf einem NLZ oder woanders Fussballspielen. Allerdings ist es ein Unterschied, ob man sie durch permanente Selektion häufig infrage stellt oder ob sie sich in einer angstfreien Umgebung frei entwickeln können.


    Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, läßt sich fast immer nur im Nachhinein beantworten, weil es sehr viele Einflußfaktoren gibt. Zwar sind die meisten NLZ aus der 1. Bundesliga dazu übergegangen, eine 2-jähre Aufnahmedauer mit den Eltern zu vereinbaren. Was diese Zusage jedoch dann wert ist, das erfährt man immer erst nachher!


    Weil eine seriöse Erfolgsprognose erst im älteren Jugendbereich möglich ist, verlassen sehr viele früh gewechselte Talente die NLZ, weil sie sich nicht so entwickelten, wie man es sich gewünscht hätte. Weil aber die Kinder im Regelfall nichts dafür kannen, dass ihnen die weiteren Schritte nicht schnell genug gelungen sind, habe ich die besten Erfahrungen mit den Talenten gemacht, die erst später, dann aber aufgrund ihrer "unverbrauchten Vergangenheit ohne Leistungsdruck" mit mächtigem Tempo die arrivierten Talente überholten. Eine abschließende Erklärung, warum dies häufiger vorkommt, habe aber auch ich nicht!

    Zieht Euer Spiel durch und komme nicht mit etwas Ungewohnten bzw. Neuen für Deine Spieler kurz vor einem so wichtigen Spiel daher.

    Für mich ist jedes Spiel wichtig :D genug, im Training mit "Gewohntem" zu starten, um ins "Ungewohnte" zu wechseln! Aber das sollte sicher immer auch im Einklang mit den Wünschen der Mannschaft sein.

    @Manndecker
    Dass die heutigen Jugendlichen mehr Geld haben und Geburtstage usw. entsprechend feiern, hatte ich unter dem Oberbegriff der Mobilität zusammen gefaßt.


    Klar hast du recht, dass bei den älteren Jugendlichen ein "geistiger Dünnbrennbohrer" als Trainer eher auffällt. Bei den Jüngeren sind es jedoch deren Eltern. Dazu gibts auch hier im Forum jede Menge Lesestoff.
    Bei Andre`s Anmerkungen grummelt es mir im Magen, dass immer nur Andere die schlechten Trainer sind! Jeder noch so gut mit Fachwissen vollgestopfte Trainer braucht seine Zeit, um die seine Theorien an die Praxis anzupassen. Das soll zwar kein Freibrief für Alles sein, aber es erklärt doch, warum es auch aus Sicht des Vereins sinnvoll ist, nicht Jeden gleich ins kalte Wasser zu werfen, der auf die Frage nach einem Traineramt mit "vielleicht" geantwortet hat. Desweiteren sollte man auch und gerade vor den unerfahrenen Trainern seinen besonderen Respekt zollen, weil sie gegenüber den "alten Hasen" noch am meisten lernen müssen. Diese Achtung habe ich leider häufig nur unter den Torwart- und weniger unter den Mannschaftstrainern angetroffen. Denn wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, statt das jeder allein sein Ding dreht, lassen sich gerade die einfachen Ziele besser erreichen.


    ich meinte mit der unzureichenden Vertretung im Jugendbereich vielmehr die fehlenden aktiven Jugendlichen im Vereinsvorstand. Während es fast in jeder Schule auch einen Schülervertreter gibt, fehlt diese Funktion fast gänzlich in den Vereinen oder sie wird in Personalunion vom Jugendobmann/-leiter vertreten. Dies wurde insofern in den Vereinsgruünderjahren gar nicht berücksichtigt, weil es damals lediglich um Sport unter Erwachsenen ging. Jugendliche sollten auch in den Vereinen stärker Verantwortung tragen (dürfen), um so auf Veränderungen ihrer Wünsche unmittelbar (statt mittelbar) Einfluß zu nehmen.

    Na ja, 100 %-ige Beidfüßler trifftt man wohl selten an? Wenn "Arien Robben" nicht mit seinem starken Fuß abziehen kann, "schwalbt" er vorsichtshalber, was sein Kollege Vidal unlängst ebenfass in Perfektion unter Beweis stellte und damit seine Gegner zur Weißglut brachte.


    Aber man kann die Beidfüssigkeit soweit trainieren, als das es keine Spielsituation gibt, wo es nicht auch mit dem schwächeren Fuß funtioniert, wenn auch nicht mit der zuverlässigen gleichhohen Qualität. Allerdings wird es mit fortlaufendem Alter immer schwieriger, allerdings niemals unmöglich, die Beidfüssigkeit erfolgreich zu trainieren.


    Ein Robben mag auch ohne Beidfüssigkeit noch schnell und trickreich genug sein, um einen normalen Abwehrprofi schwindelig zu spielen, aber bei den "Normalbegabten" ist die Beidfüssigkeit schon ein besonderer Vorteil. Denn der trainiert ja noch so häufig wie ein Profi und so schützt ihn sein zu beiden Körperhälften (man läuft ja nicht nur mit den Beinen) gut trainierter Muskelapparat auch vor Verletzungen an Knochen, Gelenken, Sehnen und Bändern.


    Dennoch hat der Fussball in den letzten 10 Jahren nicht nur an Dynamik, sondern auch an Vielseitigkeit gewonnen. Insbesondere ist die Taktik weiter gereift, sodaß sie einen größeren Anteil beim Fussballtraining einnimmt. Dabei besteht die Gefahr, die Basisarbeit (hier die Beidfüssigkeit) zu vernachlässigen. Doch das wird sich dann als Fehler erweisen, wenn die Spieler zwar komplexe Spielsituationen zu lösen versehen, aber schon einen nicht 100-%-ig präzisen Paß sicher verarbeiten, weil es mit dem schwachen Fuß nicht funktioniert.

    @Butze
    Es gibt einige Faktoren, die sich für den Fussball negativ auswirken, wie:
    - demografischer Wandel (immer weniger Kinder pro Jahrgang im direkten Umfeld des Vereins)
    - "Turbo-Abi" (der Anteil der Gymnasialschüler steigt von Jahr zu Jahr) mit sehr hohem Leistungsdruck in der Schule
    - durch Ganztagsschulen gibt es Terminüberschneidungen
    - größeres Freizeitangebot (in Kombination mit größerer Mobilität)
    - Jugendliche fühlen sich nicht bzw. schlecht im Verein vertreten (teilweise durch Einfluß von Sponsoren, die lediglich die 1. Senioren unterstützen)
    - zu wenig Unterstützung durch die Verbände und den DFB (mangelnde, bzw. fehlende Präsentation) der Jugendarbeit
    - Trainermangel (im unteren Jugendbereich sind es meist Vatertrainer, im oberen Jugendbereich Trainer, die ihre privaten Aufwendungen erstattet bekommen wollen)
    - "Fussball-Burnout", weil der Hyp nach Talenten viel zu früh beginnt und der Spaß an dieser Sportart leider nicht selten auf der Strecke bleibt


    Sicher könnte man die Liste noch um eine ganze Reihe von Punkten erweitern. Leider hat man in den Vereinen kaum tiefgreifende Ursachen-Analysen betrieben, gab es doch in den vergangenen 2 Jahrzehnten mehr als genug an Geld für den Sportanlagenausbau sowie dem "Aushängeschild des Vereins" (1. Senioren). Auch heute tun sich viele kleineren Vereine schwer, sich den Realitäten zu stellen und schließen sich lieber zu Spielgemeinschaften zusammen, als dass man sich mit den Jugendlichen über konkrete Verbesserungsmaßnahmen im Verein unterhält. Selbst die Kommunen, für die die Vereine eigentlich wichtige Ansprechpartner mit hoher sozialer Funktion hätten, kümmern sich lieber ums Grasmähen, als das sie mit sanftem Druck dafür sorgen, dass es in den Vereinen Jugendvertreter mit Stimmrecht im Vorstand gibt. Denn während Schülervertreter längst Alltag in den Schulen darstellen, versteht man in den kleinen Dorfvereinen unter Tradition nicht allein die Wahrung des Guten, sondern leider auch eine rückwärts orientierte Vereinspolitik (früher war alles gut und so soll es auch bleiben), in der die gesellschaftlichen Veränderungen kaum bzw. zu wenig wahrgenommen werden.


    Erst, wenn die Vereine ihre Sportanlagen endgültig mangels Mannschaften schließen müssen, wird vermutlich die Einsicht einkehren, dass man was falsch gemacht hat. Aber dann ist es vermutlich schon zu spät, denn andere Sportarten bzw. Freizeitgestaltungsmöglichkeiten haben sich besser für die Zukunft gerüstet.

    @Butze


    Schön, dass du dich mal wieder meldest. Jetzt bist du also schon in der A-Jugend angekommen. Meinen Herzlichen Glückwunsch!


    Weil das "Gegenpressing" als Unterform des "Angriffspressing" unverzüglich nach Ballverlust im gegnerischen Drittel angewandt wird, will man den Ball bereits zurück erobern, noch bevor ein gegnerischer Mittelfeldspieler "abkippt", um mehr Tiefe und eine Überzahl beim Spielaufbau zu erreichen. Wichtig ist beim "Gegenpressing", dass alle ballnahen Spieler des eigenen Teams die Situation sofort erkennen und handeln, indem sie an mindestens 3 Seiten den Paßweg des Gegners "zulaufen". Damit wird entweder ein Rückpaß zum gegnerischen Torwart oder ein weiter, unpräziser Paß provoziert. Wird unpräzise zurück gepaßt, so droht ein Eigentor, ein Eckball oder ein unpräziser Paß des Torwarts zum Gegner. Wird unpräzise weit nach vorn gepaßt, so gelangt man gleich wieder in Ballbesitz und ist aufgrund der Konstellation mit 1- 2 Pässen wieder vor des Gegners Tor.


    Weil jedoch Angrifspressing immer auch ein hohes Risiko birgt, lassen sich nicht über die gesamte Spieldauer präzise weite Pässe in die eigenen Schnittstellen vermeiden. Hat der Gegner dazu noch schnelle und abschlußsichere Angreifer sowie einen guten Keeper mit ausgeprägtem Stellungspiel, kann es trotz hoher Ballbeistzquote und Zweikampfdominanz zu Niederlagen kommen.
    Meist hat der Gegner lediglich einen "brandgefährlichen" Mittelstürmer. Den könnte man durch kleine Veränderungen erfolgreich am Torabschluß hindern. Dazu sollte sich ein IV vor den Angreifer positioniren, um den gegnerischen Paßweg zuzustellen, während sich der andere (schnelle IV) rechtzeitig und weit genug (min. 5 m hinter Angreifer) absetzt, um den gegnerischen Laufweg zuzustellen. Rechtzeitig heißt: Torwartabschlag oder wenn ein Gegner Anlauf zum Ball nehmen kann, um einen weiten Paß zu schlagen.


    Beide AV können hoch stehen, um den Angriff zu unterstützen, da sie bei dieser Konstellation mit einem Mittelstürmer hinten nicht gebraucht werden, sondern nur beim gegnerischen Angriff über die Außenbahnen früh attackieren.


    Wie du rasch erkennst, sind es lediglich kleine Veränderungen in der Defensive, die jedoch goße Wirkung bei der Absicherung haben. Wenn deine Jungs das Gegenpressing bereits gut beherrschen, dann macht ihnen Taktik Spaß, sodass sie auch diese Hinweise rasch verstehen.


    Viel Erfolg bei der Meisterschaft!

    Ich bin mir auch sicher, dass wenn wir Alters gerecht, sinnvoll trainieren und wir allen in etwa die gleiche Spielzeit geben,, dann wird jeder Spieler besser.

    Da hast du meine volle Zustimmung! Denn wenn ich nur die Besten meiner Mannschaft meine ganze Aufmerksamkeit schenke, dann wird der Unterschied zwischen ihnen und dem Rest der Mannschaft immer größer. Letzendlich gebe ich mir durch diesen für jedermann sichtbaren Unterschied sogar noch die Rechtfertigung meines Handelns.


    Allerdings sehe ich in der bestmöglichen Förderung aller Spieler meiner Mannschaft dann keinen Widerspruch zwischen Ausbildung und Erfolg! Wenn aber die Ausbildungsziele konform mit Erfolgen gehen, warum dürfen sie dann von solchen Trainern mißbraucht werden, die die Ausbildung als Entschuldigung für ihre Mißerfolge anführen? Aus diesem Grund habe ich nachgefragt, ob es einen Trainerplan geben muß, wenn ich erfolgreich Ausbildung betreiben muß? Deshalb würde ich deine Aussage gerne wie folgt erweitern: "Tore gemeinsam mehr erzielen und Tore gemeinsam mehr verhindern". Ich sehe es nicht als verwerflich an, als Ziel der Ausbildung Siege anzustreben, dabei jedoch auch Niederlagen inkauf nehmen zu dürfen, ohne das die Welt zusammen bricht! Derart definiert kann sich dann kein Triainer mehr hinter einer Ausbildung, der jeglicher Plan fehlt verstecken. Zum Glück werden die Biertrinker und Zigarettenraucher, die man früher auf den Nebenplätzen fand, immer weniger! Die Qualität der Trainer geht einher mit der Qualität der Ausbildung. Da bedarf es schon eines Planes für erfolgreiches Handeln, finde ich

    @Andre
    Sicher bin ich mir da auch nie!
    (Hab bis heute nicht genau gewußt, das Talent von Gott kommt? Aber wieso entscheiden dann Menschen darüber? :D )


    Allerdings definiert sich Fußball-Taktik allgemein als Plan ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Wenn man dann gebetsmühlenartig zu seinen Spielern sagt: dir seit die Besten, obwohl ihr immer nur verliert, dann könnten irgendwann leise Zweifel darüber aufkommen, ob den der Trainer überhaupt irgendeinen Plan hat?


    Dies darf insofern bezweifelt werden, als dass sich gerade als Trainer dieser Altersgruppe recht viele unerfahrene Trainer tummeln. Da sollte man den engagierten Trainern ruhig ein paar Tipps geben, sich u.a. auch ein wenig Gedanken über den Plan von erfolgreichem Fussballspiel (Taktik) zu machen. Denn auf Dauer ist Mißerfolg schwer zu ertragen, was sicher einer der Gründe dafür ist, warum so viele Trainer schon nach einer Saison wieder aufgeben?
    Der Umkehrschluß: "wir sind ehrfolgreich, weil ich einen Plan habe" ist ebenfalls schwierig, denn ein unerfahrener Trainer, der sich engagiert um altersgerechtes Taktik-Training bemüht, wird noch nicht abschließend die Gründe seines Erfolges beschreiben können. Das muß er auch gar nicht, denn er ist auf einem (guten) Weg, der ihm von Zeit zu Zeit eingeschränkt gültige Erkenntnisse schenkt.


    Eine kurze Antwort ist immer gut, wenn sie Umfassendes sehr gut beschreibt. Sie sollte jedoch immer auch belastbar sein, was man hier hinterfragen muß. Gern hätte ich als Alternative: "sei neugierig" gesagt! Aber unser guter Trainerkollege @Günterund vielliecht noch ein paar Andere verstehen darunter, sich aus Neugier in die Familienverhältnisse ihrer Spieler einzumischen, um dann über die Kinder auch deren Eltern kraft ihres Traineramtes "einzunorden"! Aber vielleicht fällt die ja eine geniale Antwort dazu ein?

    @sportsfreund


    Erst mal viel Erfolg für deinen ersten Trainerjob als "Chefcoach". Ich denke mal, wer eine Trainerlizenz macht, der darf auch diesen Anspruch selbständig arbeiten zu wollen, erheben.


    Natürlich macht man sich seine Gedanken, jedoch würde ich dir den Rat geben, deine Planungen vorher mit dem Vorstand abzusprechen, damit sie dich von Anfang an gut unterstützen können.


    Wenn die Personalgespräche (Abgänge, Zugänge) erstaunlicherweise jetzt bereits abgeschlossen sein sollten, dann gehts um die Planung der Saisonvorbereitung (Trainngseinheiten, Testspiele, Trainingslager wohl eher nicht?) und irgendwann dann auch das erste Training.


    Nützlich kann es sein, wenn du dir ein paar Spiele deines neuen Teams anschaust. Dann kannst du deine Eindrücke später mit den persönlichen Angaben deiner Spieler abgleichen, um dir ein besseres Bild zu machen. Aber natülich kannst du aus dem Kader einen Saisonplan schmieden, wie du sie technisch und taktisch weiterentwickeln möchtest. Du kannst diesen Plan in Zwischenschritte gliedern. D.h. zunüächst mit dem für dich am wichtigsten Elementen starten und dann nach und nach weitere Elemente mit hoher Priorität anschließen. Viele unerfahrene Trainer machen den Fehler, als dass sie zu schnell den Erfolg suchen und dafür zu viele "Baustellen" gleichzeitig aufmachen und erfolgreich bearbeiten wollen. Gönn dir mindestens 2 Jahre Zeit, bevor du wirklich "harte Ziele" definierst. Diese Zeit wirst du brauchen, um deine Vorstellungen mit der jeweiligen Realität abhzugleichen. Wichtig ist, sich hin und wieder ein paar Tage Ruhe vom Fussball zu gönnen, um mit dem nötigen Abstand die aktuuellen Geschehnisse um dich herum zu reflektieren.


    Das ein Verein immer Ambitionen hat, ist natürlich klar. Aber du erkennst mittels gründlicher Recherche auf und neben dem Rasen, in wieweit deren Ziele realisitisch sind.


    Ob man vorher einen Info-Abend machen oder sich vor dem ersten Training sich die Zeit nehmen, um die Spieler zu ihren Stärken und Schwächen sowie Saisonzielen zu befragen. Der Unterschied ist nicht so groß, wobei der Info-Abend gleichzeitig fürs Teambuilding (Stichwort: neue Spieler, neuer Trainer) genutzt werden kann, während das Gespräch vor dem Training schon einen eher offiziellen Charakter hat.


    Je nach Altersschnitt können dann auch andere Punkte relevant werden. Denn wenn im Team mehrere Jungs spielen, die schon ein paar Jahre vor dir die Fussballschuhe angezogen haben und deine Schwächen als Spieler erkennen, dann sollte man besonderes Fingerspitzengefühl bei seinen Traineransprachen zeigen.


    Natürlich ist jeder Verein und jede Mannschaft anders. Das macht die Herausforderung auch interessant. Wichtig ist es zunächst auf dem Teppich zu bleiben und sich regelmäßig mit den für dich wichtigen Personen auszutauschen, bevor man sich in irgendetwas verrennt. Ziel muß es sein, dass für die der Trainerjob Spaß machen soll, denn du übst ihn ehrenamtlich aus. (die größten Nervensägen sind übrigens nicht die mit Fach- und Sachverstand, sondern die die sich dafür halten. Denn beim Fussball ist es wie mit dem Verstand. Keiner würde sagen, er hätte davon zu wenig! :D )

    @Spieler-papa


    Natürlich ist es etwas anderes, wenn Trainer untereinander Themen diskutieren und dabei zu unterschiedlichen Ansichten gelangen, als wenn Eltern mit ihren Kindern und Kinder mit ihrem Trainer zu unterschiedlichen Ansichten gelangen.


    Wie sollen sich denn die 8 Jährigen deiner Meinung nach verhalten, wenn Trainer und Eltern unterschiedliche Ansichten über erfolgreiches Fussballspiel haben? Mit einem der beiden Parteien läuft es dann wohl auf Streit hinaus! Aber glaubst du, dass dieser Streit mit Erwachsenen einem 8-Jährigen gut tut?


    Du schreibst, ihr wollt die Kinder in den Mittelpunkt eures Interesses stellen. Dann läßt sie doch auch ihren Fussball spielen. Kinder in diesem Alter nehmen nicht das Spielergebnis, sondern in erster Linie jede Situation, an der sie beteilgit waren, für sich wahr. Deshalb sind sie (unabhängig vom Ergebnis) davon überzeugt, die Besten im Spiel gewesen zu sein.


    Kann es sein, dass dein "Kleiner" dort das Tor hütet, weil dir aufgefallen ist, dass da mal 4 gegnerische Angreifer vor eurem Tor standen? Wenn ja, keine Angst, er kommt damit klar! Nur, wenn du ihm erzählst, dass er ja chancenlos ist, wenn es der Trainer zuläßt, dass der Gegner allein vor dein Tor kommen darf, dann wird er Angst bekommen, dass das noch mal passiert und er dann die Erwartungen seines Vates nicht erfüllen kann!


    Kinder sollen in diesem Alter das Gewinnen, aber auch das Verlieren erlernen. Beim Fussball kann man Beides im Team sehr gut erlernen, weil es mehr als nur ein 1 : 0 ist. Gerade Eltern ohne oder mit wenig Fussballerfahrung haben es schwer, sich daran zu gewöhnen, dass man auch sehr leicht mit Niederlagen klarkommen kann und die Siege nicht "in Stein gemeißelt" werden.


    Überlaßt dem Trainer eure Kinder fürs Spiel. Ihr bekommt sie ja danach heil wieder zurück! :D

    @NWObmann


    Die Vereine in eurer Größe können sich nur dann für die Zukunft rüsten, wenn sie Spielgemeinschaften mit Nachbarvereinen eingehen. Weil man sich jedoch zuvor wenig Gedanken darüber macht, geht es meist nicht nur chaotisch los in der neuen Spielgemeinschaft.


    1. Starker Aderlass bei den Spielern während/nach der ersten Saison in der neuen Spielgemeinschaft
    Leider bleiben dabei häufig 50 % und mehr Kinder auf der Strecke, weil man sich zu wenig oder gar nicht um sie kümmert. Meist fängt es schon damit an, als das es zwar genügend Bewerber fürs Traineramt der 1. Mannschaft gibt, sich jedoch kaum ein Trainer, der auch diesen Namen verdient, für die 2. Mannschaft findet.


    2. Kritierein zur Mannschaftsbildung
    Vermutlich werden unterschiedliche Vorstellungen zur Mannschaftsbildung aufeinander treffen. Egal, ob es um die Kritieren der Spieler für die Mannschaftszusammenstellung, die Trainings- und Spielorte geht, überall gibts unterschiedeliche Denkansätze. Manchmal kann sogar der Streit über die Tricotfarben der neuen JSG entfachen.


    3. Wenig Transparenz
    Weil auch die Trainings- und Spielorte ändern, müssen Spieler, Trainer und Betreuer rechtzeitig informiert werden. Wird das nicht gemacht, dann droht schon ein Verlust noch bevor es überhaupt losgeht.


    Es gibt sicher noch eine Reihe mehr an Startproblemen, die es zu lösen gilt.


    Wichtig ist deshalb, dass man noch bevor es losgeht günstige Rahmenbedingungen schafft. Dazu sollte es eine aus beiden Vereinen zu gründende Arbeitsgruppe geben, die sich regelmäßig trifft, um zunächst einmal ein Jugendkonzept zu erarbeiten, in denen alle wichtigen Punkte beschrieben sind. Daran lassen sich später 99 % aller Einzelfall-Entscheidungen ableiten, sodass es dann kaum einmal zweierlei Meinungen darüber geben kann. Über dieses Jugendkonzept müssen alle Verantwortlichen des Vereins, aber auch die Spieler und deren Eltern jederzeit einen Zugang haben. Auch muß es Ansprechpartner für sie geben, an die sie sich im Zweifelsfall wenden können. Feste Ansprechpartner bieten den Vorteil, als dass A und B über das selbe Thema die gleichen Informationen bekommen, als wenn mal der Trainer, mal der Betreuer, mal der Jugendleiter von Verein A oder B und mal ein Vorstandsmitglied als Auskunftsberechtigter seine Version der Dinge abgibt.


    Die Jugendkooridinatoren tragen deshalb eine hohe Verantwortung für das Gelingen des Starts sowie dem Einhalten mittelfristiger Ziele, weshalb sie mit ausreichender Kompetenz und eigenem Budget ausgestattet sein müssen.


    Die Veränderungen der Spielerzahlen geben jederzeit Auskunft darüber, wie gut die JSG arbeitet. Denn dort, wo man sich wohlfühlt, dort bleibt man bzw. dorthin wechselt man gerne. Wenn es gelingt, den Jugendbreitenfussball zu etabieren und als Bonus hin und wieder im Leistungsfussball aktiv zu sein, dann hat man einen guten Job im Rahmen seiner Möglichkeiten gemacht!