Beiträge von TW-Trainer

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    Wenn das immer so einfach wäre!

    Es ist einfach so, dass der mittelfristig und langfristige Erfolg nur auf freiwilliger Basis erzielt werden kann. Unter Leistungsdruck wird aus Spaß schnell bitterer Ernst, den nur die wenigsten dauerhaft als Anreiz sehen.



    Leider ist es doch gerade in den unteren Jahrgängen so das 1-2 bessere Spieler in einer Mannschaft den Unterschied aus machen.


    Mit überragenden Spielern Erfolge zu feiern, dafür braucht es keinen Trainer. Aus ihnen überragende Spieler zu machen, dass ist die wahre Trainerkunst! Es lohnt deshalb nicht zu jammern, dass man noch keine überragenden Spieler hat, sondern zu überlegen, wie man sich dahingehend weiterbilden kann, um aus ihnen bessere und vielleicht sogar aus einigen überragende Spieler zu machen.


    Wer nicht bereit ist, eine Durststrecke dorthin zu überwinden, mit Rückschlägen zu leben, der wird kaum wirkliche Glücksmomente erleben können. Denn mit den besten Spielern kann ja jeder gewinnen - das ist keine Kunst!


    Dazu bedarf es jedoch eigener Erkenntnisse, die man am besten dadurch gewinnt, in denen man sich neuen Herausforderungen stellt, zu improvisieren lernt, anstatt den "schwarzen Peter" beim Mißerfolg in den Umständen, unter denen die Mitbewerber weniger zu leiden haben, zu suchen.


    Man muß beim Erlernen des Trainerjobs zwar nicht in jedes Fettnäpfchen treten, aber manchmal kann es nicht schaden, daraus die wichtigen Erkenntnisse zu gewinnen. Nachhaltiges Training findet nicht einfach so statt, man muß sich schon ein wenig Mühe geben und durchaus mal bereit sein, etwas Neues auszuprobieren. Es braucht jedoch die Reflexion, sonst besteht die Gefahr, dass man für sich, aber nicht für die Mannschaft ein Trainnig macht.

    @Ftorres22


    Das ist prima! Motiviert sind die Kinder ohnehin, weil es auf für sie etwas Besonderes ist, vor einer größeren Trainerschar ihr Können zeigen zu dürfen. Jedoch ist die Eigenmotivation der Stützpunkt-Kinder meist so groß, als dass sie sogar kleinere Fehler ihres Trainers selbst korrigieren. Auch ist ihre Lerngeschwindigkeit größer als bei einer "normalen Mannschaft"!


    Dennoch ist weniger häufig mehr, weshalb es nicht darum geht, möglichst viele Übungen in dieser Zeit (ca. 10 Minuten) "abzuhaken", sondern altersgerechte Übungen in der Reihenfolge von einfach zu schwierig zu gestalten. Dabei sollte man viel loben und wirklich nur dann unterbrechen, wenn sie es gar nicht hinbekommen.


    Bitte nach der Lehrprobe gut zuhören! Denn dabei gibt es jede Menge wertvolle Tipps von Ausbilder. Denn in der C-Lizenz muß noch gar nichts perfekt sein. Es geht selbst bei der Prüfung darum zu zeigen, dass man auf einem guten Weg ist ein erfolgreicher und geeigneter Trainer zu sein. Was du daraus machst, das entscheidest du selbst!


    Freu dich einfach drauf, denn es gibt überhaupt keinen Grund zur Ängstigung oder besonderer Nervösität!

    @Spieler-papa


    Nun ja, zwar weiß ich immer noch nicht den Jahrgang deiner Tochter, aber jetzt kenne ich wenigstens den Verlauf dieser Geschichte. Selbstverständlich gibt Kommunikationswege zwischen dem DFB als Dachverband und den einzelnen Landesverbänden. Ja, es gibt sogar Trainer, die als Kreistrainer dem Verband und als Stützpunkttrainer dem DFB zugehörig sind.


    Allerdings ist es zunächst einmal ungewöhnlich, dass ein Vereinstrainer ein/e Spieler/in nicht direkt beim zuständigen Kreis- oder Stützpunkttrainer anmeldet sondern an den Verband sendet. Ich würde ganz einfach mal den Trainer deiner Tochter fragen, warum er nicht den normalen Weg gegangen ist?


    So, nun kommen wir zum Prozedere der Sichtung. Hier unterscheidet man zweischen den Terminen nach Eingangssichtung eines Jahrgangs und der Nachsichtung eines Jahrgangs. Liegt einer der beiden Termine in der Nähe einer Talentanmeldung, so wird das Talent für diesen Termin eingetragen. Normalerweise erhält der Anmelder (z.B. Trainer) eine kurze Bestätigung der Anmeldung. Eine zeitliche Verzögerung kann jedoch eintreten, wenn z.B. der alte Kreis-/Stützpunkttrainer seine Aufgaben an seinen Nachfolger überträgt, da dieser die Termine organisiert.


    ich würde dir im Zweifelsfall empfehlen, deine Tochter beim zuständigen Kreistrainer der Mädchenauswahl direkt für eine Sichtung anzumelden. Meist gibt es binnen weniger Tage eine verbindliche Antwort, wann und wo das Sichtungstraining erfolgt.

    @Ersatzbank


    Versuch sie doch einfach von deiner Methode dadurch zu überzeugen, dass du keinen Druck ausübt und dein Team trotzdem fast immer gewinnt! Dann werden doch auch die Eltern bemerken, dass die Kinder unter Leistungsdruck immer schlechter spielen, als wenn sie freiwillig gut Fussball spielen wollen.


    Es spielt also keine Rolle, ob man vorgibt, keinen Druck zu erzeugen oder den Druck nur anders zu verpacken! Letzendlich führt die bessere Methode (ohne Leistungsdruck in angstfreier Umgebung) auch dazu, den Kindern, die den Fussball unter Leistungsdruck erlernen mußten, ein Stück voraus zu sein.


    Insofern liegt es allein an dir (ob mit oder ohne Unterstützung aus dem Trainerteam), ob du mit deiner Methode die Kinder dauerhaft besser werden, weil du auch praktisch zeigst, dass die Mittel den Zweck bestimmen, jedoch nicht in jedem Falle heiligen!


    In jedem Kind steckt ein Talent, was entdeckt werden will! Das ist harte Arbeit, aber es macht auch sehr viel Spaß! In jedem Trainer steckt ein Talent. Leider geben viele dadurch auf, als dass sie ihrer Umgebung die Schuld daran geben, wenn es nicht klappt. So kann es nicht entdeckt werden!

    @Spieler-papa


    Ich glaube, du bringst da immer noch einiges durcheinander! Generell muß man unterscheiden zwischen Landesverband (organisiert die Kreisauswahl und Verbandsauswahl) und dem DFB (organisiert die DFB-Stützpunkte und die Jahrgangs-Nationalmannschaften)


    Einen DFB-Landesverband gibt es nicht! Weder männlich, noch weiblich! Es gibt Landesverbände in den jeweiligen Bundesländern und einen DFB.


    Es ist nicht üblich, dass ein Verbandstrainer einen Kreistrainer und erst recht keinen DFB-Stützpunkttrainer (weil gar nicht sein Zuständigkeitsbereich) zur Sichtung eines bestimmten Talents auffordert. Denn es gibt in im Gebiet eines Verbandstrainere Tausende von Talenten in unterschiedlichen Altersstufen, weswegen diese Aufgabe an die Kreistrainer delegiert ist.


    Wie ich bereits sagte, kann es in sehr seltenen Ausnahmefällen vorkommen, dass ein besonders hochtalentiertes Mädchen mit den Jungen in der Kreisauswahl und/oder später auf einem DFB-Stützpunkt trainiert wird. Auch gibt es seit einigen Jahren einige DFB-Stützpunkte für Mädchen. Bei der Kreisauswahl wird dieses Mädchen von Sichtern für den Jungen-Fussball gesichtet. Beim DFB-Stützpunkt erfolgt dies nach der Information, dass das Mädchen in der Verbandsauswahl aufgenommen wurde. Hierbei findet jedoch keine Sichtung mehr auf dem DFB-Stützpunkt der Jungen statt, sondern das Mädchen bekommt eine zusätzliche Förderung, die gemeinsam mit der Jungenstützpunktmannschaft gemacht wird. Sie kann dort sogar an sämtlichen Wettbewerben mit den Jungen teilnehmen. Erst ab der Bildung von DFB-Jahrgangsteams wird nach Geschlecht getrennt gesichtet.


    Ich hoffe, es ist nun ein wenig klarer geworden. Für die Klärung der Zuständigkeit könnte es helfen das Geburtsjahr deiner Tochter zu erfahren?

    Generell geht es mir erstmal nur darum, dass sie das Fangen lernen und das in verschiedenen Positionen (Sitzen, Stehen, Laufen - Frontal - Seitlich). Alles nur ganz einfach...da ich kein Experte auf dem Gebiet bin. Da sollte, wie du sagst, der Schuster bei seinen Les


    In diesem Zusammenhang könnten die TW-Übungen den Zweck erfüllen, einen Keeper systematisch an den Bewegungsablauf einer Technik heranzuführen. (seitlich abkippen, Ball mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig umgreifen, über Oberschenkel, Hüfte und Schulter abrollen, Ball heranziehen und sichern)


    Als TW-Training sollten diese Übungen jedoch taktisch spielnah ausgeführt werden, da hier Routine im Wettkampfcharakter erworben werden soll.


    Aber natürlich baucht es im E-Jugend-Bereich noch keine tiefgreifenden TW-Fähigkeiten. Vielmehr reichen Ansätze, die man mit der gesamten Trainingsgruppe ins normale Training integrieren kann. Für besonders talentierte Keeper kann es Sondertraining geben, aber für den Dicken Paule und seinen Kumpels sollten die Sicherheitshinweise (beim Fangen die Finger nicht zum Ball hin ausstrecken, beim Hechten nicht Knie oder Ellenbogen stark anziehen, sondern Körper lang ausstrecken) sowie ein paar elementare TW-Techniken und ein bißchen TW-Taktik altterstypischer defensiver und offensiver Situationen. Dann bekommen die Kinder einen "schmerzfreien" Einstieg in die TW-Position, auf die man später aufbauen kann. Auch hilft es zu verstehen, dass nicht die Torwarthandschuhe, sondern die Hände des Torwarts den Ball fangen. Man kann also während des Trainings bei der Rotation auf der TW-Position auf das lästige Warten zum Überziehen der TW-Handschuhe verzichten.

    @RedDevil


    Weil du dir die Mühe gemacht hast, meine Sätze zu kommentieren, will ich dir gerne antworten.


    Es gibt einige Antworten von dir, die ich unterschreiben würde. Jedoch komme ich trotzdem zu anderen Schlüssen. Aber der Reihe nach!


    Der DFB beschäftigt sich in erster Linie nicht mit dem Breitensport. Das finde ich zwar schade, weil es ja die Masse an Sportlern betrifft! Meine Kritik orentiert sich dennoch an ihrer Aktualität im Detail. Die ist zwar nicht überall schon 10 Jahre alt, aber auch der DFB beteiligt sich noch heute in den überwiegenden Fällen an einer sehr frühen Beurteilung junger Menschen nach ihrem Leistungsbild. Hierbei sehe ich Widersprüche in der theretischen spezifischen Altersbeschreibung und der praktischen altersunabhängigen Beschreibung nach Leistungskriterien. Denn in Letztere wird vergessen, dass es sich um einen Nachwuchsbereich handelt, der einen Entwicklungsprozeß unterliegt. Vielmehr gewinnt der Betrachter den Eindruck einer Entgültigkeit.


    Wahr ist sicher, dass es komplexer Studiengänge benötigt, um pädagogisch wertvolles Wissen weitergeben zu können. Widersprüchlich empfinde ich es jedoch, das die Universität eines Bundeslandes die erbrachten Leistungen der Studenten in anderen Bundesländern die Anerkennung versagt, wenn sie nicht annähernd mit ihren Eigenen übereinstimmt.


    Übungen für Übungen mit Kindergartenkindern einzustudieren! Geanu das habe ich auch gedacht, als ich mich in diesem Formum mit neuen Ideen im Kinderfussball beschäftigt habe. Man sollte durchaus Neuem gegenüber kritisch sein. Aber man sollte es nicht schon ablehnen, bevor man es in der Praxis beobachten konnte. Denn hierbei läßt sich feststellen, dass es sich weder um Drill, noch um Gehirnwäsche, noch um irgendetwas handelt, was die Kinder nicht wollen und/oder daran keinen Spaß haben.


    Leider lese ich immer wieder, dass bei jeglicher Form von Leistung der Spaß nicht unbedingt dabei sein müßte! Da frage ich mich: wie soll das funktionieren, wenn der eigene Anreiz dazu fehlt? Dass Leistungen auch unter Druck/Zwang erbracht werden können, ist sicher keine neue Erkenntnis! Das man festgestellt hat, das sich systematische Ausbildung letzendlich auszahlt, mag ebenfalls als unbestritten gelten.


    Dennoch darf darüber über inhaltliche Verbesserungen diskutiert werden. Jede Erkenntnis darf nur solange Gültigkeit besitzen, bis sie widerlegt wurde. Jede Theorie muß auf das eingeschrämnkt werden, wo sie keine gültigen Antworten mehr liefert. Geschieht dies nicht, so reden wir von Dogmen, die eine Vergangenheit beschreiben, jedoch differenziert zu Gegenwarts- und Zukunfsaussagen zu sehen sind.


    Natürlich ist es schwierig Neues mit Kindern auszuprobieren. Denn man muß die nötige Erfahrung und Sensibilität besitzen, um zu erkennen, wie weit es gehen darf. Nicht alles, was man machen kann, sollte man auch Machen. Das kann zu Sackgassen in der Entwicklung führen, sobald etwas gemacht wird, was nicht verstanden wird. Das ist das Ergebnis von Drill, die du sehr gut beschrieben hast!


    Es kann und darf gerade bei der Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern keine einheitliche Meinung geben, weil sonst keine effektive Kontrolle und Weiterentwicklung möglich wäre. So dürfen sich jedoch nicht gegenseitig blockieren, denn dann ginge es lediglich darum, wer Recht hat. Gute Ideen werden erst gar nicht geprüft!


    Aus persönlichen Erfahrungen heraus habe ich schon oft miterlebt, wie junge Menschen nach Einheitsbrei beurteilt später zu großartigen Leistungen fähig waren. Jedoch ist es mir bis heute nicht gelungen, sie im altersmäßigen Vergleich oder anlalog des DFB-Konzepts zu beschreiben. Zu start waren individuell unvorhersehbare Faktoren. Sollte das nicht aber auch Grund genug sein, der Invidiualität stärkeren Raum zu lassen, um sich unabhängig gängiger Theoriken in der Praxis entwickelnt zu dürfen?


    Wenn ich ehrlich bin, ich habe fast keine Antworten darauf, weil sich nach jeder neuen Erkenntnis wieder mindestens 2 neue Fragen auftun. An dieser Ehrlichkeit fehlt es mir manchmal, sondass ich das Gefühl habe: "ich sagt euch jetzt mal was! Aber ob es stimmt, weiß ich auch nicht .."! :D

    @Ftoores22


    Zunächst einmal solltest du uns verraten, für welche Altersklasse deine Lehrprobe geplant ist. Denn davon kann man den Schwierigkeitsgrad abhängig machen. Ich gehe mal davon aus, dass du die C-Lizenz (früher C-Breitensport) machst? Von daher solltest du den Schwierigkeitsgrad auch an deine Leistungen anpassen.


    Sofern es sich um Breiensportfussball handelt würde ich kein 4 gegen 3 mit gleichzeitig 2 neutralen Spielern über außen wählen. Da blickt kein Spieler durch, was er wann zu tun hat. Dein Thema ist der Torabschluß. Je nach Alter- und Leistungslevel deines Teams bietet sich eines der Formen besonders an.


    Hab mir vor kurzem ein TW-Trainng eines Ex-Bundesliga-Keepers angeschaut! Es sträubten sich mir die Haare, was der alles machen wollte und was dabei herum kam. Wenn die sich schon blamieren dürfen, dann darfst du es zwar auch, aber mach es den Ausbildern nicht gar so leicht! "Take it simple", denn es ist immer leichter, vom einfachen (bekannten) einen höheren Schwierigkeitsgrad zu wählen, als wenn alle sehen, es funktioniert nicht und man sieht sich gezwungen es zu vereinfachen.

    d) Druck durch das DFB-System? Es fanden jetzt im Saisonendspurt die Sichtungsspiele statt. Der betreffende Spieler ist auch gesichtet, aber nicht für gut genug für die Auswahlmannschaft befunden worden. Da taucht es auf jeden Fall auf, "nicht gut genug". Dieser DFB mit diesen so tollen DFB-Standards und Elite-Programm und Fairplayliga und was weiß ich, trägt durch diesen totalen Sichtungsterror – ich nenne das mal etwas provokativ so – m.E. nicht unerheblich zum Druck im Kessel für Fußballkinder bei. Ich frage mich schon, ob das Sichtungssystem nicht etwas zurückhaltender funktionieren könnte!?

    Es handelt sich hierbei nicht um eine Sichtung für den DFB-Stützpunkt, sondern um eine vom Landesverband organisierte Sichtung für die Kreisauswahl.


    Weil aber auch hier werden analoge Sichtungsmerkmale herangezogen werden, spielt es gar keine Rolle, ob ein Kind in seiner Heimatmannschaft dominant ist, sondern ob es diese Dominanz auch im Zusammenspiel mit Talenten aus anderen Mansnchaften zeigen kann?


    Natürlich erzeugt jede Erwartungshaltung Druck, wenn sie dem Kind auf die eine oder andere Art und Weise entgegen gebracht wird. Hier sind es in erster Linie die Eltern, die ihr Kind als das größte Talent ansehen. Auch findet kaum eine Sichtung ohne das Kind des Trainers statt! Wer wollte da eine subjektive Wahrnehmung von Leistungen gänzlich ausschließen?


    Wird dem Kind noch keine ausreichende Eignung für eine weitere Förderung bescheinigt, wollen Eltern meist ihr Kind trösten. Anders sieht die Antwort von Trainern auf derlei Absagen aus. Sie vermuten eine sujektive Wahrnehmung der Auswahltrainer, die nur ihre "Lieblinge" spielen lassen wollen.


    Letzteres verdient sicher einer genaueren Betrachtung. Denn in den Gebieten, wo sich die Auswahltrainer "die Klinke in die Hand geben", sind solche Schwankungen bei der Beurteilung der Förderarbeit von Heimatvereinen meist deutlich zu erkennen. D.h. kommt der neue Auswahltrainer aus einem anderen Verein, so kommen anschließend auch die Talente aus anderen Vereinen. Um Sichtungen objektiv zu gestalten, sollte ein besserer Kontrollmechanismus erfolgen. Dazu müßte zunächst einmal festgestellt werden, wer überhaupt sichten darf? Ich erachte es nicht als sinnvoll, wenn Trainer ohne entsprechende Ausbildung und Erfahrungen im entsprechenden Altersberech an diesen Sichtungen ein Stimmrecht haben. Ferner sollte eine ausreichende Anzahl von Sichtern die Basis für eine ausgewogene Leistungsbeurteilung bilden. Auch die Sichtungsmerkmale sollten so transparent gestaltet werden, als dass es nur in Grenzfällen über Subjektivität diskutiert werden darf. Schlußendlich darf sich jede Talentförderung nur als nach beiden Seiten hin durchgängiges System verstanden werden. Schon allein deshalb, weil nicht jedes Kind auch das will, was es kann und ein anderes Kind zwar will, aber noch nicht kann. Eine Stichtagssichtung nach rein fussballerischen Merkmalen zu gestalten, macht wenig Sinn. Aus diesem Grund werden die Ergebnisse meist in den ersten 3 Trainingseinheiten abgeglichen. Schließlich sollte ja nicht das Talent des Heimatverein-Trainers, sondern das des Kindes beurteilt werden.


    Bei der Talentförderung des oberen Jugendbereichs wurde in den vergangenen Jahren schon viel geleistet. Trotzdem ist es auch heute möglich, dass ein Spieler (z.B. Hector) sich für die Nationalmannschaft empfehlen kann, welches nicht von der DFB-Eliteförderung profitieren konnte. Leider werden häufig nur die Talente herangezogen, die sich für höchste Aufgaben empfehlen konnten. Würde man nach den Ursachen Derjenigen forschen, für die der Weg vorzeitig zuende ging, dann würde der Faktor "Druck" vermutlich eine der wesentlichen Kritierien ausmachen.


    Natürlich sollte man mithelfen, dass sein Kind angemessen gefordert und gefördert wird. In diesem Zusammenhang kann ich aus langjährigen Erfahrungen nur davor warnen, sein Kind wie Sauer Bier jährlich unterschiedlichsten Vereinen anzubieten. Der Schuß geht meistens nach hinten los, weil das Kind nach wiederholten negativen Erfahrungen irgendwann den Spaß am Fussball verliert!

    Was macht ihr, damit ihr nicht soviel laufen müsst?

    Klare Antwort: irgendwas geht immer! Man braucht lediglich ein wenig Kreativität dafür


    Von unseren niederländischen Freunden lernte ich vor Jahren, dass es kaum einen Grund gibt, nicht zum Training zu kommen. Denn irgendwas geht immer! Egal, ob man gerade eine Verletzung hat oder sonst wie eingeschränkt ist. Solange man nicht "bettlägerich" ist, muß man sich nicht zuhause langweilen. Es gibt jede Menge Dinge, die man drinnen oder draußen mit anderen Kindern machen kann! Also das Kind nicht in Watte einpacken, wenn`s mal ein Wehwechen hat!


    Nun noch was zur Trainingssteuerung! Klar sollte man bei extremen Witterungsverhältnissen auch darauf Rücksicht nehmen, aber es gibt ein paar wenige Regeln, die insbesondere im Nachwuchs-Fussballtraining von Vorteil sind:


    1. Hinführendes "Warmmachen" zum Abschalten vom Alltag und der Vorbereitung auf die Trainngsinhalte
    (je nach Altesgruppe und Trainingsschweripunkt (ca 3 -5 bis zu 5 - 10 Min.)


    2. Übungen zum Themenschwerpunkt mit hohem Schwierigkeitsgrad
    Aufgrund der hohen Konzentration in dieser Phase können die Schritte von "einfach"(bekannt) auf "schwer" (unbekannt) etwas schneller gemacht werden. Sobald man erkennt, dass die Erfolgserlebnisse in der Trainngsgruppe nachlassen, eine kleine Regenerationspause einlegen. Zwar wird bei extremen Witterungsbedingungen wird die Ermüdung etwas schneller eintreten, aber man muß trotzdem keine Angst vor Überforderung haben, wenn man die Kinder aufmerksam beobachtet. Werden jedoch die Übungen weiterhin durchgeführt, weil man meint, das müsse doch irgendwann wieder klappen, so werden die Kinder es znächst widerwillig machen. Hat jedoch die Konzentration und die Kraft berets sehr stark nachgelassen, dann besteht Verletzungsgefahr.


    3. Spielformen
    Es können Spielformen mit unterschiedlicher Intensität gewählt werden. Wichtig hierbei ist wieder, die Trainingsgruppe genau zu beobachten, um die Phase höchster Konzentration und Kraft nicht zu überschreiten. Bei großer Hitze sollten die Spielformen jedoch kürzer sein und mehr kleine Pausen eingelegt werden. Wenn ein Kind signalisiert, dass ihm schwindelig ist. so ist dies als deutliches Zeichen zu erkennen, unverzüglich eine Pause im kühlen Schatten einzulegen.


    4. Abschlußspiel
    Hier gilt ähnliches wie für die Spielform. Lieber kürzer und dafür mehr Pausen.



    Ein wenig Schmunzeln mußte ich bei der Übungsform "Fallen"! Ich finde es zwar toll, wenn sich Trainer auch an TW-Übungen heran trauen, aber sie sollten besser mit den einfachen Sachen starten.


    Ansosnten findest du nachfolgend ein paar Tipps!
    A. die Torwartsprache
    Wenn du deinen Kinds im Spiel zuruft, sie sollen sich "fallen" lassen, dann erwartest du eher nicht, dass sich gleich alle hinlegen, weil sie verstanden haben, dass es hier nicht wörtlich zu nehmen ist. Wenn du einem Torwart sagst, er soll fallen, dann wird er damit wenig anfangen können, weil es diesen Begriff so gar nicht gibt. Man spricht in diesem Zusammenhang von den 3 Standardformen der Defensivtechniken: Stand-, Kipp- und Abdrückphase! Bei der Standphase geht es darum sich möglichst groß zu machen, um bei einen Ball aus spitzem Winkel die größtmögliche Torfläche mit seinem Körper abzudecken. Der Keeper wehrt den Ball im "Stand" ab!
    Jetzt kommen wir zum "Fallen"! In der Kippphase befindet sich ein Torwart, um einen Ball mit den Händen abzuwehren, der zwar nahe plaziert ist, jedoch nicht mehr per Fußabwehr erreicht werden kann. Bei weiter entfernt plazierten Bällen wird der Hechtsprung durch das Abdrücken über die Fußsspitze des hinteren (ballfernen) Fußes eingeleitet. Zwar "fällt" der Keeper in beiden Phasen, jedoch ist der Fallwinkel und der Bewegungsablauf sehr ähnlich.


    B. das Procedere (beim "Fallen"):
    a. abkippen: ballnahe Fußspitze in Ballrichtung positionieren
    a.1. abdrücken: kleine Schrite in Ballrichtung, sonst wird der Körperschwerpunkt beim Abdrücken nicht präzise gewählt. Die Folge: Bogensprung und harte Landung über Kopf/Schulter
    b. Ballnahes Knie leicht anwinkeln
    c. abkippen bzw. abdrücken
    d. mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig den Ballkontakt vor dem Körper suchen und dank Körperspannung der Federwege (Finger, Handgelenk, Arme, Schulter, Oberkörper) sicher
    fangen
    d. Landung über Oberschenkel, Hüfte, Schulter
    e. Heranziehen und Sichern des Balles


    Die häufigsten Fehler sind
    1. es wird seitlich (statt über die Fußspitze) abgekippt oder gehechtet. Dabei liegt der Keeper quer in der Luft oder springt in einem Bogen. Die Landung ist hart und kann schmerzhaft sein.
    Hier gibts jeweils 1 Übung:
    A. Abkippen
    TW positioiert sich ca. 1 1/5 Armlängen vom TW-Trainer entfernt in tiefer Hochstellung. TW-Trainer hält ihm den Ball etwas seitlich hin. Dabei soll er den Ball mit einer Hand darunter und der anderen darüber festhalten. Der Keeper stratet die Übung, indem er sich zum Ball hin lang macht, mit fast ausgestreckten Armen den Ball gleichzeitig mit beiden Händen umgreift und über Oberschenkel, Hüfte und Schulter abkippt


    B. Hechten
    TW positioniert sich in Tormitte. TW-Trainer ca. 8 m vor dem Tor. Auf "Hepp-Kommando" sprintet der Keeper zunächst zu einem Pfosten, tippt ihn kurz an und wieder zurück, jedoch schräg (ca. 15 Grad) vom Tor weg. Hat der TW ca 1/3 der Wegstrecke erreicht, wird der Ball vom TW-Trainer halbhoch zur anderen Torseite geworfen. Der TW drückt sich nun über die Fußspitze des hinteren (ballfernen) Fußes ab, macht sich beim Hechtsprung lang, fängt den Ball vor dem Körper und landet (fällt) über Oberschenkel, Hüfte und Schulter. Ganz wichtig dabei ist, dass er den Ball erst nach der Landung an den Körper heranzieht, sonst besteht die Gefahr, dass er unglücklich auf seinen Oberarm landet. Durch den Trick sich rasch in Ballrichtung zu bewegen, hat der TW gar nicht die Möglichkeit seitlich mit beidne Beinen gleichzeitig über den ballnahen Fuß abzuspringen, sondern er wird automatisch über die Fußspitze abspringen, dabei Knie des Sprungbeines leicht anwinkeln, um in die gewünschten Hechthöhe zu gelangen. Auch die Drehrichtung frontal zum Ball ist schon dadurch vorgegeben, dass er sich mit dem hinteren Fuß abdrückt. Man kann bei Anfängern sehr gut beoabachten, dass ihnen die Koordination über ihre starke Seite einfacher gelingt. Aber sie werden es mit dieser Übung auch beidseitig hinbekommen.


    Aber eigentlich sind das gar keine Torwartfehler, sondern sie passieren, wenn der Trainer noch nicht genügend Wissen und Übung dafür hat. Denn das, was ich da beschrieben habe, kann bei fachgerechter Anleitung jeder Laie (der einigermaßen fit ist) in 10 - 20 Minuten erlernen.

    Nicht nur die. Habe es selbst schon erlebt, das die Vereinsführung (JL etc) zum Trainer sagt (der dann "Kindgerecht trainieren wollte"), das man Erfolg sehen will, ansonsten könne er gehen.

    Vielen Dank für soviel Ehrlichkeit. Denn diesen Satz muß man sich zunächst einmal auf der Zunge zergehen lassen! Denn er deutet auf den Trend hin, dass nicht nur in der 1. Seniorenmannschaft "Dorf-Bundesliga" gespielt wird, sondern nunmehr auch der Jugendbereich und dort sogar der Kinderfussball sich Ziele steckt, die konträr zu kindlichen Erwartungen stehen.


    Zwar mit ein paar hundert Jahren Verspätung scheint nunmehr die Schulverwaltung kapiert zu haben, das man nicht allein mit Zensuren (kommt von zensieren!) in den Zeugnissen das Leistungspotenzial eines Kindes beschrieben werden kann. Deshalb gibt es bereits Gebiete, wo der Leistungsdruck und der Spaß am Lernen durch eine individuelle Beschreibung ersetzt wurde.


    Beim Fussball scheint man indes eine Kehrtwendung in Richtung MIttelalter zu machen, wo das Kind wie ein kleiner Erwachsener schon früh an harte Arbeit gewöhnt werden soll. Denn nur die Besten sollen "überleben"! Um den Schrott sollen sich die Nachbarvereine kümmern. Deshalb sollen auch Kindertrainer an ihren Leistungen (Meisterschaft und Pokale) gemessen werden.


    Dort, wo im Kinderfussball ein Leistungsdruck für Kinder und Trainer erzeugt wird, sollten sich die Vereinsverantwortlichen etwas schämen. Aber auch die Eltern sollten ihr Gewissen prüfen, ob sie ihren Kindern wirklich damit etwas Gutes antun, wenn sie keinen Spaß mehr haben dürfen, sondern nur noch überall die Besten sein sollen!


    Natürlich wollen alle Kinder in diesem Alter von den Erwachsenen geliebt werden und würden dafür auch Alles tun! Aber die Antwort darauf wird folgen. Denn so, wie ihr mit euren Kindern umgeht, so werden sie eines Tages auch mit euch umgehen! Ob ihr das dann auch so toll findet, bleibt abzuwarten! Ein Mensch definiert sich nicht nach seinen Leistungen, sondern nach seinem Charakter! Wer ein Kind als Arschloch erzielt, der darf sich nicht wundern, später ein erwachsenes Monster zu sehen, dass keine Verwandten mehr kennt!

    Ich wage mal einen Schlichtungsversuch?


    Ohne Zweifel ist das, was auf dem Video zu sehen ist, für jedes F-Jugend-Team mit normalen Jungs und normalen Trainern eindeutig der 2. Schritt vor dem Ersten. Denn für komplexe Passformen müssen die Grundvoraussetzungen der Ballverarbeitung bereits vorhanden sein. Aber wer genau hinschaut, der wird feststellen, dass die Jungs manchmal noch nicht genau wissen, mit welchem Fuß sie den Ball mitnehmen oder passen sollen. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil sie es koordinativ bereits drauf haben und man durch Korrektur auf sicherem Wege dort hin gelangt.


    Die Frage nach einem "sicheren Weg" darf gestellt werden. Als falsch sehe ich sie jedoch an, wenn sie mit DFB-Dogmen, die bereits in die Jahre gekommen sind, abgeglichen werden. In einem anderen Thread wurde wie ich finde sehr gut begründet, dass es keine unumstößlichen Gesetze für den Kinderfussball gibt.


    Die Angst, Kinder könnten zum Experimentierfeld von überehrgeizigen Trainern werden, ist berechtigt. Aber dann muß man sich zunächst einmal darüber unterhalten, was denn einen überehrgeizigen Trainer ausmacht? Björn hat ihn beschrieben als einen Menschen, der nicht weiß, was er (seinen Kindern) antut!


    ich denke aber das wir Leute wie Björn oder auch Sir Alex brauchen, um DFB-Dogmen zu hinterfragen, um heraus zu bekommen, wo es Optimierungsmöglichkeiten gibt! Denn es ist weitaus schwieriger, bereits unzulängliche oder gar falsche Abläufe zu automatisieren oder auch zu spät nicht Trainiertes nachzuholen, als wenn man sich beim ersten Mal ein wenig mehr Mühe gibt, es gleich gut zu machen.


    Dennoch finde ich die Meinungen der anderen beiden Kollegen wichtig, weil hierbei deutlich gemacht wird, ob die Masse der Kinder in diesem Alter mit "normalen" Trainern vermutlich kaum Erfolgserlebnisse haben wird. Denn wenn nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Trainer damit überfordert sind, dann macht es keinen Sinn, weil der Frust darüber, dass kein "sicherer Weg" gefunden wurde, zurück bleiben wird.


    Jedoch möchte ich all diesen normalen Trainern den Mut geben, kristische Fragen zu stellen, aber auch mal Neues auszuprobieren.

    Wenn Ich ihm dann sage, das doch erstmal Spaß im Vordergrund stehen sollte, dann antwortet er: Wenn Ich Spaß haben will, spiele ich draußen mit Kumpels, im Verein will ich Erfolg haben.

    Kinder probieren sich gerne aus und lernen dabei mit dem Erfolg und dem Mißerfolg umzugehen. Da macht es bei 9 - 10 Jährigen kaum einen Unterschied, ob sie mit Kumpels oder in ihrem Fussballteam stattfindet.


    Aber ich gebe dir vollkommen recht, dass es auch Kinder gibt, denen die Erfolgs zuhause so leicht gemacht werden, als das sie dies auch draußen erwarten! Reines Ergebnisdenken ist deshalb in dieser Altesgruppe eher selten.


    Wenn es jedoch nicht von ganz allein darauf kommt, dass Kumpels wie auch der Fussball weitaus mehr als ein 1 : 0 ist, dann lass ihn doch seine Erfahrungen machen und lass ihn ein Probetraining beim "Spitzenreiter" machen. Natürlich besteht das Risiko, dass man ihm dort sagt, er sei nicht gut genug fürs Team, aber auch das wird eine wichtige Erfahrung für ihn sein.


    Unsere Kinder bekommen meist das mit, was gar nicht für ihre Ohren bestimmt ist. Deshalb würde ich schon mal nachfragen, woher er diese oder jene Weisheit hat, um heraus zu bekommen, ob er gerade etwas aufgeschnappt hat oder ob er zu einer für ihn wichtigen Erkenntnis gelangt ist?

    Also ich schwöre und garantiere, dass du beim coever deutlich bessere Fortschritte machst, als wenn du gar nicht trainierst!

    Na, wenn das mal kein Meineid war :thumbup: ?



    Jede Methodik ist eben nur so gut wie der Trainer der es vermittelt.


    Na, da hast du aber sowas von recht! :thumbup:


    Ein guter Trainer ist wie ein Entertainer, der aus Mist sogar Gold machen kann. Denn er hat erkannt, dass er nicht Theorien, sondern praktisch sich selbst verkauft! Kann er sich überdies noch kurzweilig und verständlich ausdrücken und seine Rede mit Humor gewürzt, wird er sich um die, die an seinen Lippen hängen, nicht Sorgen müssen.


    Eine andere Frage ist es jedoch, ob er jeden "sauren Wein", der ihm vorgestzt wird, auch trinken will oder ob er sich irgendwann überlegt, etwas Eigenes zu präsentieren. Denn es geht ja um`s Kapieren, nicht um`s kopieren!

    Objektivität von Messverfahren

    Solange man sich streng an die Methodik hält, wird niemand sagen können, wird man übe Varianzen und Korrelation objektiv keinerlei Mängel finden. Auch Methoden der Messwert-Güte können hier helfen, Datenreihen als objektiv erhoben zu bezeichen. Jedoch macht die Interpretation der Daten erst die Bedeutung der Erkenntnisse frü Dritte sichtbar.


    Hier mal 2 Beispiele, die eigentlich für jeden Laien verständlich sind:


    1. Es ist erwiesen, dass dicke Menschen nicht so lange leben. Die gewonnene Erkenntnis daraus würde mathematisch lauten: je dünner desto besser! Biologisch hätte dies jedoch zur Folge, dass man irgendwann verhundert wäre.


    2. Wenn man statistisch ermittelt, dass es eine positive Korrelation zwischen der Anzahl der Geburten und der Storchennester in einem bestimmten Gebiet ermittelt hat, dann sollte dies mathematisch gesehen eine günstige Verbindung sein. Biologisch wissen wir jedoch sein neuestem, dass der Klapperstorch die Kinder nicht bringt!


    Um auf die PR zurück zu kommen, ist es für mich schwierig, die gewonnenen Erkenntnisse jederzeit in ein anderes Team zuverlässig zu übertragen? Für mich ist das noch nicht erwiesen, aber man muß es ausprobieren!

    @Skriwer


    Nur weil es Geld kostet, muß es nicht schlecht sein!


    Aber ich gebe dir recht, dass es da doch gewisse Widersprüche im Konzept gibt. Denn wenn ich mir den Ursprung zur Entwicklung der Coever-Methode von Wiel Coever (Unzufriedenheit mit dem Ausbildungsschwerpunkt Defensive und zwecks Umorientierung auf Offensive eine bessere Ballführung und erfolgreiches 1 vs 1, dann verträgt sich soetwas nicht mit einem Campcharakter. Denn im Camp geht es vornehmlich nicht um eine Ausbildung, weil dafür ein jahrelanger kontinuierlicher Ausbildungsprozess erforderlich wäre. Coever grenzt sich selbst bereits stark vom modernen Fussball ab, als dass es die Altesgrenze dort setzt, wo es um moderne Mannschaftstaktik geht.


    Ob Coever den Wandel mitgeht, hängt sicherlich auch vom Marketingkonzept ab?


    Denn die Zeiten ändern sich! Früher glaubte man, dass sich jedes Angebot seine Nachfrage sucht, heute weiß man, dass dies nur solange der Fall ist, als das dieses Angeobt ausreichend attraktiv abgebildet werden kann. Denn im Zeitalter des rasanten Informationsaustausches kann man sich nicht mehr allein auf "Laufkundschaft" verlassen, weil bereits der Stempel "kalter Kaffee" als Makel haftet!


    Konkurrenz belegt das Geschäft! Darauf basiert auch unser Verständnis vom Freizeitangebot. Konnte sich der Fussball lange Zeit daürber freuen, sich in einem Elfenbeinturm eigene Maßstäbe zu setzen, drängen kommerzielle Fussballschulen auf den Markt. Sie haben die Lücken im Vereinsfussball erkannt, wo schon viel zu früh der Spaß durch Leistungsdruck ersetzt wird, sodass Neugier durch Zwang ausgetauscht wird. Hier haben Coever und Co. weiterhin ihre Berechtigung, denn hier fragt man sich, was der Kunde will!

    In meinem Fall kommt nun eine generelle Entwicklungsschwäche hinzu weshalb ich die Eltern durchaus verstehen kann. Dennoch würde ich einen "ärztlichen Antrag" nicht befürworten. Gerade weil es sich um ein Mädchen handelt und hier viele auch erst im D-Alter beginnen. In den nächsten Jahren wird auch diese Spielerin eine Entwicklung beschreiten welche Sie zu einem vollen Mitglied der Mannschaft macht. Sie ist ja auch in meiner Truppe volles Mitglied und bei allen akzeptiert. Daran möchte ich ungern was ändern.

    Ich würde genauso handeln! Auch fände ich es schlimm, wenn Fussballlaien (das sind Eltern im Regelfall) darüber bestimmen dürfen, wer in welcher Mannschaft spielt! Als nächstes bestimmen die noch deine Mannschaftsaufstellung und wenn du dir diesen "Affen aufgebunden hast", wann du wo den Wassserhahn reparieren, den Rasen mähen oder den Hund ausführen darfst.


    Alles hat seine Grenzen! Hier gehts darum, dass der Verein dir die Kompetenz übertragen hat, eine Mannschaft zu führen. Es ist also bis auf Widerruf durch die Verantwortlichen deine Aufgabe, alle relevanten Entscheidungen zu treffen. Ob und inwieweit du die Eltern darin einbindest, dass ist ebenfalls deine Entscheidung.


    Als seinerzeit im Rahmen der Einführung der FairPlayLiga u.a. ein Mindestabstand der Eltern vom Spielfeld als neue Regel vorgetragen wurde, hagelte es Proteste. Man meinte dazu ein Recht zu haben, um den Trainer zu kontrollieren. Andernfalls würde man das Kind vom Verein abmelden. Die gelegentlichen Randalen im unteren Jugendbereich sprechen ihre eigene Sprache!


    Wenn man den Eltern erklärt, dass sie ihre Kinder zum Training und Spiel in deine Obhut abgeben können und sie danach wieder heil zurück bekommen, sollte eine klare Abgrenzung der Kompetenzen damit verbunden werden.


    Verbände verfolgen nicht immer gleiche Interessen. Letzendlich geht es jedoch darum, im Verdrängungswettbewerb um die Freizeitgestaltung "Gewinne" in Form von Mitgliedsbeiträgen zu erzielen. Je nach dem aus welchem Stall die Führungsspitze kommt und welche Lobby dort der Mädchen- und Frauenbereich hat, werden Entscheidungen so oder so getroffen. Der NFV ist stark VW-lastig. Die Wolfsburger machen sich jedoch auch sehr für den Mädchen- und Frauenbereich stark. Beim Bayrischen Fussballverband werden andere die Lederhosen anhaben und dort die Geschicke nach ihren Vorstellungen lenken. Die Uneinigkeit in den Vereinen macht es ihnen leicht, ihre Ziele auch ohne gute Argumente zu verfolgen!

    @MilkyWay


    Nicht die Besten, sondern Diejenigen, die sich am schnellsten an die neue Situation anpassen können, dabei besonders frustresistend sind, schaffen es. Eine Portion Naivität, heute dies und morgen jenes zu glauben, gehört sicher ebenfalls dazu. Intelligenz gepaart mit einem Mangel an Lebenserfahrungen, sodass man sie leicht beeinflussen und steuern kann. Wer dumm Maul aufmacht und muckt, fliegt! Das gilt ganz besondes für die Masse der jungen Helden der Trainingsplätze. Wer seine Ansprüche durch für alle sichtbare Leistungssprünge anmeldet, der wird seine Chance im "Haifischbecken" bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich mit einem Fachmann (seriösen Spielerberater) trifft, um die Chancen im Markt stets aktuell auszuloten. Denn nicht nur der Verein, sondern auch der Spieler hat das Recht (Pflicht!) sich nach anderen und besseren Möglichkeiten umzuschauen.


    Du hast unter denen Beiträgen den Satz: "Bevor wir für einen Torwart 15 bis 20 Millionen Mark bezahlen, stelle ich mich selbst ins Tor. (Reiner Calmund)! Dieser Satz bringt genau das zum Ausdruck, wofür der Fussball im oberen Amateur- und Profifussball steht! Es sind einerseits Aussagen, von denen man meint, sie hätten Bedeutung für die Ewigkeit! Aber in Wirklichkeit sind es nur wage Behauptungen für die Zukunft, die nicht mehr als Versprechungen in die Zukunft sind.


    Die Frage, was für den Verein wichtig ist, definiert man nicht aus der Sicht junger Talente, solange es genug davon gut und solange das Budget auch den Einkauf von Spielern mit Profierfahrungen gibt. Spieler sind zu Ware degradiert, die man je nach Marktlage ein- oder verkauft! Mag hart klingen, aber es ist so, dann man auf dieser Ebene nichts mehr mit Vereinsidentifikation anfangen kann. Das mag allenfalls die Fans, die sich gerne Namen merken können, interessant sein. Aber auch die wollen letzendlich nur "Brot und Spiele"!

    Der Wert von Messwerten ist mMn die Objektivität.

    Ist das so? Oder unterliegt der Beobachter einen Trugschluß, dass auch er mit mehr oder weniger voreingenammenem Blick analysiert, um für ihn wünschenswerte Ergebnisse zu präsentieren, die ihn erfolreicher für seine Umwelt erscheinen lassen? Selbst in der Wissenschaft geht`s fast immer nur um die Karriere, die allzuhäufig auf dem Rücken anderer gewonnen wird! Wenn alle Stricke reißen, glaubt man nur der Statistik, die man selbst gefälscht hat!


    Es gibt stets gute Gründe zu zweifeln, um nicht allzu lang Irrtümern hinterher zu rennen.


    Bislang wurde hier ja nur die PR beim Passen näher betrachtet! Wie sieht es denn bei dieser EM mit den "Vollstreckern" ala Ronaldo und Ivanisevic aus? Hab ihr den Eindruck, dass diese Ausnahmekönner am Ball ihr Publikum verzaubern konnten oder meint ihr, dass die größtenteils abgemeldet waren, weil sie entweder bereits bei der Ballannahme entscheidend gestört wurden oder ihre Tricks so präzise analysiert wurden, dass es für jeden guten Abwehrspieler kein Problem war, sie am erfolgreichen Torabschluß zu hindern?


    Was kann uns die PR über die Zielstrebigkeit der Angriffsbemühungen Neues sagen?


    @Ersatzbank
    Ich würde nicht so weit gehen und die PR allein aus dem Medieninteresse zu sehen, spektakuläre Spiele zu sehen. Denn jedes Team und ihre Trainer haben eine Erfolgsphilosophie, die unabhängig von den Einschaltquoten ist. Nachhaltige Wirkungen haben ohnehin immer nur die Sieger! Das waren zuletzt die Spanier mit ihrem Ballbesitz- Kurzpaßspiel! Es war zwar fürs Publikum nicht besonders ansehnlich, aber sehr erfolgreich. Aber selbst das hat den Nachahmern (z.B. Bayern München) nicht geschadet. Man konnte aber ihre Grenzen erkennen, weshalb Pep nunmehr sein Glück bei den Clockwoodmonkeys auf der Insel probiert.


    Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Attraktivität und sportlichem Erfolg. Weil das im Fusball besonders gut gelungen ist, wurde sie in vielen Ländern zur Volkssportart und zur "zweitschönsten Sache der Welt!


    Medien möchten gerne Mindmaker spielen und ein Bild erzeugen, was jedoch nur von kurzer Dauer sein darf. Nichts ist so alt wie die Zeitung von Gestern! So muß es ständig etwas Neues sein! Und sei es, asl dass man etwas Altes (weite Pässe, erfolgreiche Dribblings) in neue Kleider steckt! Der Fussball ist schneller geworden. Ihre Interaktionsvielfalt ist stark gestiegen. Sie in Momente "einzufrieren" wird immer schwieriger, weil sich kaum verwertbare Aussagen daraus ableiten lassen.


    Es bleibt, wie es ist: hinterher ist man immer schlauer!