Beiträge von TW-Trainer

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    Ja, was die bisherigen Leistungen in der EM anbelangt, bin ich ebenfalls enttäuscht!


    Das Experiment mit 24 Startern in der EM hat viele langweilige Spiele in der Gruppenphase gebracht. Auch das Spiel des Gruppenersten gegen einen Gruppendritten war bislang nicht so prickelnd.


    Das gestrige Spiel: PoPo (Portugal ./. Polen) empfand ebenfalls was für den Ar...! Auch konnte man keine Steigerung in der zweiten Halbzeit bei den Polen erkennen. Der Goalgetter zum 2 : 1 und zukünftige Bayern-Spieler hat mir schon gut gefallen. Die Gesichtskrämpfe von Ronaldo kennt man ja schon. Aber warum die seinen Boddy mit "Photoshop" bearbeiten mußten, verstehe ich nicht! Wenn Tim Wiese gewußt hätte, wie man in 5 Minuten so aussieht, hätte er sich bestimmt die Schinderei in er Mukkibude gespart?


    Aber wenn man wie Portugal ins Halbfinale kommen kann, ohne einen einzigen Treffer in der normalen Spielzeit erzielt zu haben, dann ist das ein weiterer Beleg für die "Fussball-Schmalkost'", die uns diese EM bislang serviert wurde.


    Da ist man für jede Überraschung dankbar. Über die Engländer muß man, denke ich nicht viel sagen! Wer es gleich 2 mal in einer Woche schafft, aus "Europa rauszufliegen", der hat genug eigene Probleme.


    Zum Glück ist bis auf ein paar ausgeflippte Idioten (leider auch Deutsche darunter) nichts schlimmes passiert, sodass wir eine friedliche EM feiern konnten.


    Hoffen wir mal, dass die nächsten Spiele interessanter werden, unser Team im Wettbewerb bleibt und es weiterhin friedliche Spiele gibt. Allein, das nichts passiert wäre schon ein großer Sieg für den Sport als Friedensbote der Menschen aller Länder und Kulturen.

    Haben Laufleistungen von Leichtatheten etwas mit den fussballspeziischem Laufen (meist Sprints auf kurze Distanz) zu tun? Siehst du den Tschechen Emil Zatobeck als Vorbild für die Isländer?


    Natürlich sollte man die Leistungen immer auch im Verbund mit denen der Gegner sehen. Aber England war nicht das einzige Team, gegen den die Isländer gut aussahen! Man wird sehen, ob sie sich steigern können, wenn es gegen stärkere Teams geht!


    Dennoch finde ich, darf sich der Fussballzweg Island bereits jetzt über das Erreichte freuen, denn was jetzt kommt, dass ist der verdiente Bonus für die bereits erbrachten Leistungen.

    Meiner Erfahrung nach (auch von meinen eigenen Trainern her, wie die das so gemacht haben), kann man das verschieben in der Kette, breit machen bei Ballbesitz usw. gar nicht genug auf der Tafel zeigen bzw. ansprechen. Irgendwann hängt es den Spielern zum Hals heraus (so war das bei mir auch), allerdings ist das Thema dann irgendwann auch verinnerlicht.

    Tafel ist auf jeden Fall gut! Bei "Wiederholungstätern" kann man auch mal ein paar Schaubilder auf DIN-A 4 Blättern (falsch, richtig) machen und die an die Trainngsgruppe verteilen. Coachen mag Reichen, wenn sie es schon zum großen Teil verstanden haben.


    Eine 6-er Position ist immerhin schon mal was! Denn die müssen bei deinem System eine Reihe von Aufgaben erfüllen und sind die Schlüsselspieler beim Umschalten von Abwehr auf Angriff.


    Bei dieser Mannschaftstruktur wartet ein Haufen Arbeit auf dich! Günstiger wäre es gewesen, wenn du mehr Jüngere dabei gehabt hättest! Denn 15 - 20 Jahre lang Gegnespieler suchen, hinterher rennen, abgrätschen und Meter machen, das sitzt dann tief!


    Die beiden oder 5 Oldies, die ihre letze Saison spielen, würde ich wenn`s geht als Mittelfeld-Außen oder ausnahmsweise auf den AV-Positionen spielen lasen. Da haben sie noch die meiste Zeit und können die wenigsten spielentscheidenden Fehler machen. Zwar werden bei deiner Taktik vornehmlich Angriffe über die Außenbahnen vorgetragen, aber zur Unterstützung und/oder bei Gegenangriffen soll die zentrale Achse durch schnelle und technisch starke Spieler besetzt sein. Typische Anfangsfehler sind, dass aus der 4-er Kette zu lange Bälle nach vorn geschlagen werden, sodass die Defensive nicht schnell genug nachrücken kann. Es entsteht ein Loch im Mittelfeld, durch das der Gegner sehr einfach seine zentralen Angriffe vortragen kann.


    Es macht durchaus Sinn zunächst Sicherheit in die Defensive zu bringen, um sich langsam nach vorn zu arbeiten. Denn schnelle Gegentore verunsichern das in dieser Taktik noch unerfahrene Team.

    einer Unterklassigen Mannschaft dieses gruppentaktische Verhalten möglichst schnell anzueignen

    Da kann ich dir leider nicht helfen, denn im unterklassigen Fussball fehlen mir die Erfahrungen. Aber wenn man nicht mehr absteigen kann, weil man schon ganz unten spielt, dann hat man ja auch nichts zu verlieren oder?

    Der Fußball ist bei einigen Kindern der einzige Platz, wo sie Disziplin (mit Konsequenzen) und Struktur begegnen. Und dann soll man auch hier darauf verzichten? Und den anderen Kindern damit den Spaß am Fußball verderben lassen. Nein. -- Natürlich alles mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl.


    Der Fußball ist bei einigen Kindern der einzige Platz, wo sie Disziplin (mit Konsequenzen) und Struktur begegnen.


    Was hat Uwe denn für eine komische Forum-Software, bei der man den falschen Leuten Zitate zuordnen kann? Knapp am Fettnäpfchen vorbei :D !


    Also ich bin strikt gegen den "Ersatzvater" auf dem Fussballplatz! Auch bin ich gegen das "Einnorden" von Eltern meiner Spieler! Fussball und privates Umfeld sollte man sorgfältig voneinander trennen, sonst holt es einem irgendwann ein und mit unterhält sich im Wohn- und Schlafzimmer der ausgesuchten "Opfer" weiter!


    Da sollte man sich vielleicht erst mal ein bißchen Mühe bei der Erziehung der eigenen Kinder geben, bevor man sich zur "Inquisition" auf dem Fussballplatz und darüber hinaus aufschwingt! Also ich wäre da grenzenlos überfordert!


    Man kann Kinder gar nicht erziehen! Die machen einem doch alles nach! :thumbup:

    @sportsfreund
    Hab noch ein paar Fragen?


    1. Wie ist die Altersstruktur in deinem Team? (mehr Jüngere oder mehr Ältere)
    Begründung: junge Spieler lassen sich schneller formen als Ältere (Ausnahmen bestätigen die Regel!)


    2. Wie weit ist dein Trainer-Wissen über das ballorientierte Spiel bei dir in Theorie und Praxis verfestigt?
    Begründung: es genügt nicht richtig und falsch zu kennen, sondern durch Übungen, Spielformen als Mittel zu haben, um den Übergang vom gegner- zum ballorientieren Spiel mit zuverlässiger Erfolgsmethode zu beschreiben.


    Das 4 : 2 : 3 : 1 wird auch heute vielfach für eine Umstellung empfohlen. Denn es handelt sich hierbei um ein neutrales Spielsystem und hat taktische Vorzüge bei eigenem und gegnerischen Ballbesitz. Die Spieler, die zuvor nur von "4-er Kette" gehört haben und es meist nur aus dem Leistungs- und Profifussball kennen, sind zumeist skeptisch, ob das wohl etwas für sie ist?


    Damit selbst der "ungläubige Thomas", den es ja fast in jeder Mannschaft gibt, vom ballorientierten Spiel zu überzeugen, würde ich gar nicht gleich mit dem taktischen Laufen (ohne Ball) beginnen, sondern mit ihnen direkt mal eine kleine Übung machen.


    Probier es mal hiermit:


    Kurze Präsentation der Individual-Taktik:
    1. "anlaufen", "attackieren", "einrücken" der Nebenspieler


    A. Organisation
    1. Vier Hütchen ca. 6 m vor der Strafraumlinie in gleichmäßigem Abstand von einer Strafraum-Ecke zur Anderen positionieren
    2. Vier deiner Defensiv-Spieler an die Hütchen positionieren
    2.1. Präsentation der Begriffe: "anlaufen", "einrücken", "attackieren"
    3. TW dahinter zentral am 5-er positionieren
    4. Der "Rest" positiniert sich mit einem Ball an der Mittellinie
    5. Trainer positioniert sich hinter dem Keeper


    B. Übungsablauf
    1. Angreifergruppe hat die Aufgabe die 4-er Kette per Dribbling oder Pass zu überwinden und nähert sich mit Ball der 4-er Kette
    2. Sobald sich ein Spieler mit Ball der Kette nähert soll der ballnahe Spieler "anlaufen" und die Nebenspieler im gleichen Abstand "einrücken"
    2.1. "attackiert" wird nur dann, wenn der Gegner versucht durch die "Kette" zu dribbeln
    3. Wiederholung der Übung, sobald "Kette" den Ball erobert hat


    Korrekturen
    1. Trainer dirigiert die "Kette", wenn sie zu früh oder zu spät "anlaufen" will (typischer Anfangsfehler)
    2. Traienr überläßt Torwart nach und nach das Dirigieren der Kette


    Angreifergruppe wird zunächst glauben, dass die "Kette" nicht in der Lage ist, ihre Überzahl zu neutralisieren, aber rasch bemerken, dass es nicht auf die Anzahl der Spieler, sondern auf die (durch verschieben) in Ballnähe ankommt! Damit hat man ein erstes "Aha-Erlebnis" in der Mannschaft geschafft! Es wird dir helfen, auch die Zweifler zu begeistern.


    Die Geschwindigkeit des Lernprozesses beeinflusst zu zwar, aber je älter die Spieler sind, je mehr Geduld mußt du mitbringen. Manchmal kann es helfen, eine Spielform nach der alten und der neuen Methode spielen zu lassen, damit die Spieler den Unterschied erkennen und verinnerlichen können. Aber es ist immer sehr viel schwerer, etwas im Nachhinein korrigieren zu müssen. Aber wie du schon sagt, es gibt dabei eine Reihe von Baustellen im technischen und taktischen Bereich.


    Bis zum Ende der Hinserie wirst du aufgrund deiner Schichtarbeiter mit unterschiedlichen Kenntniss-Ständen operieren müssen. Wichtig wird auch sein, dass jeder Spieler mindestens 2 Positionen kennenlernen soll. Denn das bietet die Gewähr dafür, dass ihr auch mit anderer Besetzung "ballorientiert" spielen könnt. Sonst hast du z.B. einen Spieler in deiner "Kette", der es anders machen will!


    Falls du weiteres Interesse hast, dann kann ich dir eine Übung erläutern, mit der man bei dieser Taktik einfach und effektiv Torchancen generieren kann. Denn dein klassischer "Mittelstürmer" ist normalerweise recht gut von den gegnerischen IV und den 6-er ausser Gefecht zu setzen. Da braucht es ein (wenig Bewegung) paar einfache Lauf- und Passwege.

    Das Konzept des DFB ist an der Stelle eigentlich recht konkret für jede Altersstufe.
    Die Bewertung von Leistung ist für was für den Jugendbereich.

    Was nützt ein Konzept, dass nicht konzeptgetreu praktiziert wird? Daran muß es sich messen lassen!


    Der DFB gibt im Breitensportbereich häufig Empfehlungen, die manchmal sogar von Kreis zu Kreis unterschiedlich praktiziert werden. Selbst bei Einführung der Fairplay-Liga hielt er sich vornehm zurück, anstatt der Gewalt beim Kinderspiel ein Ende zu setzen. Es gibt da noch eine Reihe an Baustellen, bei denen die Theorie nicht mit der Praxis übereinstimmt. So unternimmt der DFB wenig, um den Standard: Trainer ohne Lizenzausbildung im Kinderbereich zu verändern.


    Mir gefällt deine Definition: Spaß und Wettbewerb besser als Spaß und Leistung! Denn im Wettbewerb beinhaltet die Neugier, während die Leistung durch Dritte fremdgesteuert bestimmt wird. Ich sehe darin auch eine gute Chance sich vom Leistungsgedanken im Kinderfussball zu verabschieden! Denn das erscheint mir eine Notwendigkeit, die brüllenden Trainer und Eltern andere Ziele als die im Erwachsenenfussball begreiflich zu machen.


    Damit kommen wir schon zur Schule, die du als Vergleich heranziehst. Da gibt es sicher Elemente, die sowohl als auch vorkommen wie auch deutliche Unterschiede.
    Z.B. sind die Eltern in der Schule nicht dabei und können dementsprechend nicht bei der Vermittlung von Lehrstoff mitwirken. Lehrer haben eine Ausbildung, Eltern haben eine Schule besucht. Der Standard-'Trainer im Breitensport hat das nicht!


    Auch in der Schule gab/gibt es unterschiedliche Vorstellungen, die sich an den Werten der jeweiligen Generation orientiern und noch von Bundesland zu Bundesland im Detail variieren.


    Jegliche Versuche altersgerechte Leistungen ganzheitlich im Fussball zu beschreiben scheitern bereits daran, als das im Breitensport sehr häufig Laien auf Laien treffen! Aber selbst bei der Eliteförderung des DFB gibt es kaum ein Thema, was mehr diskutiert wird als das "Talent"! Immer wieder scheitert man an Messmethoden, weil der Fussball keine Einzelsportart ist, sondern aus eine Unzahl an Interaktionen besteht.


    Ich hatte als Lösung für ein besseres Verständnis schon einmal vorgeschlagen, genauere Kriterien in den Themen zu vergeben. Denn was @Zodiak mit seinen Kindern macht, dass läßt ich nicht 1 : 1 auf eine normale Dorfmansnchaft übertragen, weil dort die Streuung der Anlagen und die Motivation zum Fussball eine ganz Andere ist. Deshalb sollten besonders Trainer-Anfänger darauf aufmerksam gemacht werden, dass dies keine altersgerechten Übungen für ihr Team ist. Denn sonst könnte die Enttäuschung groß werden, wenn die Kinder es einfach nicht hinbekommen!


    Deinen Vorschlag mehr Spielformen statt Übungen zu machen, finde ich gut! Leider wird auf unseren Plätzen noch viel zu viel geübt und viel zu wenig Fussball gespielt! Gerade im Breitensport kommt es doch gar nicht auf Perfektion an, sondern der Spaß am Wettbewerb!

    - Dienstag normales Training (voraussichtlich Lauf für Grundlagenausdauer)

    Hier wollen wir dann schon die Theorie in die Praxis umsetzen und Trainingsformen bzgl. der 4er-Kette durchspielen.

    Hab mal ein paar Fragen dazu:


    1. Wie soll das mit den Schichtarbeitern klappen, wenn die beim taktischen Laufen bei Bllbesitzt und gegnerischem Ballbesitz gar nicht regelmäßig dabei sind?
    2. Wie soll die dafür notwendige Technik erlernt werden, um taktische Spielzüge realisieren zu können?
    3. Welche Mannschaftstaktik möchtest du spielen lassen? (Du hast ja noch mehr als nur die 4-Kette in der Devensive)
    4. Was kannst du aus deiner C-Lizenz oder aus sonstigen Erfahrungen an Taktik für deine Mannschat mitnehmen?
    5. Hast du einen Zeitplan, bis wann ein grobes Verständnis für das ballorientierte Spiel bei allen Spielern funktionieren soll?


    Hier mal einige häufigen Beobachtungen in der Anfangsphase
    1. Wechsel von ball- in gegnerorientiertes Spiel
    Typischerweise rennen erst mal alle Spieler spätestens nach dem 3. Paß ihren Gegenspielern hinterher, anstatt aus ihrer Position in der jeweiligen Gruppe zu agieren. Da kannst du ihnen vorher an der Taktiiktafel erzählt haben, was du willst. 15 Jahre Manndecken und Grätschen lassen sich nicht in wenigen Spielzügen "abtrainieren"!


    2. Die "Bodenscanner" kommen nicht mit dem neuen Tempo klar
    Als Bodenscanner bezeichnet man Spieler, die keine enge Ballführung beherrschen und deshalb permanent auf den Boden zum Ball schauen. Sie haben es nicht gelernt, berieits beim Ballkontakt eine Entscheidung zu treffen, ob sie Dribbeln oder Passen sollen. Deshalb "stoppen" sie den Ball, um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen.


    3. Die Dauerdribbler (...mach Meter ...)
    Statt bei der Balleroberung zügig den Angriff einzuleiten, laufen die "Dauerdribbler" erst mit dem Ball, bis sich ein Gegenspieler in den Weg stellt! Auf diese Art und Weise zieht er gleich die gegnerischen Spieler mit, die nun den Raum nach hinten immer enger machen können und die bis dato freien Mitspieler anhalten müssen oder ins Abseits laufen. Abgespielt wird, wenn überhaupt nur an solche Spieler, die selbst unter Gegnerdruck stehen, damit man den Ball mit dem Kommando (...wieder ..) gleich zurück bekommt. Die ballorieniterte Taktik kann nur dann einigermaßen gelingen, wenn ein entsprechendes Entscheidungsmuster verinnerlicht und angewendet wird.


    4. Die Einfüßler (bei jedem Ballkontakt)
    Egal, welche ballorientierte Taktik angewandt wird, ergeben sich durch das höhere Tempo mehr Ballkontakte. Dabei ist es wichtig, den Ball sofort kontrollieren zu können. Wird der Ball jedoch mit dem Außenrist gepaßt, so ist er aufgrund des Effet für den Mitspieler nur schwer zu kontorllieren. Der Angriff stockt und es muß zunächst über einen Seitenwechsel neu aufgebaut werden.


    So, jetzt soll`s erst einmal genug sein. Jeder sollte auch seine eigenen Erfahrungen machen dürfen.


    Allerdings würde ich mir überlegen, ob ich gerade in der Umstellungsphase vom gegner- ins ballorientierte Spielsystem andere als die üblichen Trainngsinhalte plane? So würde ich die Kondition in die Übungen und Spielformen einbauen, spezifisch belastete Körperteile durch "Stabi-Übungen" begleitend und in der Steigerungsphase aktive Regeneration einbauen.


    Ich hoffe, ihr werdet im Trainingslager das nötige Feedback von der Mannschaft bekommen, um gemeinsam das Machbare zu planen. Dort werdet ihr sicher auch die "Hackordnung" bzw. das "Standing" der Spieler im Team erfahren.


    Viel Erfolg!

    Ich denke so kann ich für mich eben sehr viel lernen - ich erhebe keinen Anspruch auf Perfektion und will mich stets verbessern. Konstruktive Kritik nehme ich dabei immer gerne an - ich kenne schließlich auch meine Schwachstellen

    Wenn es überhaupt was zu kritisieren gibt, dann denke auch ich, dass die Kinder sich vielleicht ein bißchen mehr auf den Fussball konzentrieren, weil sie so all ihre Sinne auf das, was sie gerade tun, richten können.


    Es ist noch gar nicht so lange her, dass glaubten die Verantwortlichen des DFB, dass man unverzüglich unterbrechen müßte, sobald auch nur im Ansatz etwas Falsches geschieht, weil sich sonst Falsches einschleifen könnte! Mitlerweile weiß man es besser und hat erkannt, dass man den Kindern etwas mehr Vertrauen schenken sollte und nicht gleich unterbricht oder sie wortreich in die entsprechende Richtung lenkt, sondern sie spielerisch an verschiedenen Möglichkeiten ausprobieren läßt. Man kann den Lernprozess nicht endlos dadurch komprimieren, indem man es mit zusätzlichen Kommentaren begleitet.


    Man meint, dass die Zielstebigkeit des Handelns erst nach ausreichender Vielseitigkeit von Anwendbarkeiten entstehen kann.


    Aber gerade diese Vielseitigkeit und Kreativität ist bei deinem Training der Träger der Botschaften für die Kinder. Es sind hervorragende Beispiele dafür was möglich ist, wenn Trainer entsprechende Impulse setzen. Der ausdrückliche Verzicht auf Perfektionismus ist überhaupt die Grundvoraussetzung dafür, dass die Kinder Neues ausprobieren wollen. Denn sonst entsteht die Angst Fehler zu machen, weil man keine Fehler machen darf.


    Es gehört für jeden Trainer sehr viel Diszplin dazu, sich an Phasen des Ausprobierens, einer starken Unterstützung im technich, taktischen und mentalen Bereich sowie lediglich gelegentliches Lob beim Abschlußspiel als Generalprobe für den nächsten Wettkampf zu halten.


    Auch wir Trainer sind nicht perfekt und werden es niemals sein. Grund genug, uns Fehler einzugestehen, denn sonst werden wir aus Angst vor Fehlern unsere Kreativität in großem Maße einschränken. Die aber braucht es, um eingetretene Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren.


    Ich habe diese eingetretenen Pfade (ohne es zu wissen) bereits vor Jahren verlassen, damit sehr gute Ergebnisse erzielt, weshalb ich mich freue auf Kollegen zu treffen, die gegen den Strom schwimmen und deshalb Dinge entdecken, die Andere einfach übersehen.


    Mach weiter so und stell sie ins Netz, damit Andere davon erfahren!

    @soccerbook und @Ersatzbank


    Ja, genau das was ihr schreibt, finde ich auf O.K.! Man kann vieles, aber man muß nichts! Die Kinder kommen doch zu euch, weil sie Spaß am Fussball haben und selbstverständlich wollen sie das, was sie im Training gelernt haben, auch mit anderen Freunden ausprobieren. Dazu sind eure Anregungen sehr sinnvoll!


    Hausarbeit versteht jedoch das Kind im Zusammenhang mit Schule, dem entsprechenden Zwang und der Zensur des Geleisteten! Nein Hausarbeit ist auch kein Unwort,sondern ein allgemein verständlicher Begriff, bei dem es keinen Unterschied macht, ob man es freiwillig oder unter Zwang macht, denn gemacht werden muß es eh! Für freiwilliges Fussballspielen braucht man keine Hausaufgaben aufzugeben! Was soll also der Nutzen darin sein? Doch nur, damit der Trainer vor allen Leuten damit prahlen kann, als "harter Hund" Hausaufgaben aufzugeben. Das dahinter dann ein Strafenkatalog steckt, wird wohl nur dem Naiven nicht gleich auffallen.


    Wenn die Kinder schon genug Stress in der Schule haben, weil sie nur über bessere Noten den Zugang zu höheren Schulformen und besseren Abschlüssen bekommen, dann brauchen sie dieses System nicht auch noch in ihrer Freizeit, wo sie Spaß und Erholung vedient haben.


    Man muß es zunächst verstehen, dass nicht jeder Weg, der möglich ist, gegangen werden sollte. Denn jedes Kind hat unabhängig von seinem Leistungspotenzial einen Anspruch den Spaß am Fussball zu gewinnen. Gerade läuft das Projekt "Inklusion", wo Kinder mit und ohne geistige Einschränkungen gemeinsam Fussballspielen. Hier wäre die Hausarbeit für Kinder mit Behinderung geradezu eine Perversion des Gewollten, denn diese Kinder sollen endlich einen Zugang zu normalen Freizeitaktivitäten finden und dort nicht schon wieder per Hausarbeit in Zwangssituationen versetzt werden, denen sie gar nicht gewachsen sind.


    Wer Kindertrainer werden möchte, der sollte zunächst einmal prüfen, ob er ein großes Herz für Kinder hat und sie in den Mittelpunkt seines Interesses stellt oder ob er sie lediglich dazu braucht, um private Ziele auf dem Rücken der Kinder zu erreichen?

    Ob man das ganze nun "Anregungen für zu Hause" oder "Hausaufgaben"

    Ich sehe darin schon einen deutlichen Unterschied! Eine Anregung kann auf Wunsch der Teilnehmer gegeben werden, eine Hausaufgabe verpflichtet alle Teilnehmer ist zu der festgesetzten Frist auszuführen. Zwänge sind im Kinderfussball fast immer kontraproduktiv für die, die darunter zu leiden haben. Denn so erzeugt man Angst bei den schwächeren Kindern!


    Leistunggedanekn und Leistungszwänge haben m.E. im Breitensportbereich nichts zu suchen! Denn dort findet meistens keine Kontrolle der Trainer (z.B. altersgemäßes Training) statt, weil es dafür keine entsprechend ausgebildeten Jugendleiter und Koordinatoren gibt. Ohne zu wissen, was man tut, tut man den Kindern nichts Gutes, wenn man sehr ehrgeizige eigene Ziele definiert, die unter entsprechendem Druck erzielt werden sollen!


    Diese Szenerie setzt auch den Trainer unter Erfolgsdruck! Wofür eigentlich?

    Auch ein Grund, warum ich daran denke für meine E Hausaufgaben einzuführen.

    Probiere es doch erst mal damit, im Trainnig sämtliche Übungen beidfüssig zu machen?


    Wenn deine Jungs zuhause den Ball gegen eine Mauer kicken können, dass werden sie binnen kurzer Zeit den schwachen Fuss automatisch einsetzen, damit sie den Ball nicht so häufig zurück holen müssen.
    Kleine Finten kann man nach vorheriger Präsentation im Trainng und anschließendem Üben gern als Anregung für Zuhause mitgeben! Die Kinder finden es toll und sind stolz, wenn sie ihren Freunden etwas Neues zeigen können.
    Ich muß es einmal deutlich sagen: Aber als Oberlehrer aufzutreten und Hausaufgaben für eine Freizeitbeschäftigung (denn mehr ist das Hobby ja noch nicht) aufzugeben, da schießt man vermutlich mit Kanonen auf Spatzen, weil man mit seinem Begehren kaum dauerhafte Freude bei der Masse seiner Spieler auslöst? Was machst du denn, wenn es die Hausarbeit nicht oder unzureichend gemacht hat? Liegestütz, Rundenlaufen oder eine andere Strafarbeit? Überleg es dir bitte noch einmal!


    Der Fussball sollte nicht als Fortsetzung des Schulunterrichts verstanden werden! Weder sollte er in Form von Frontalunterricht stattfinden, sondern in partnerschaftlicher, interaktiver Erlebnisarbeit. Es müssen weder Prüfungen noch Zensuren gegeben werden, sondern jedes Kind darf das zeigen, was es imstande ist, ohne dadurch Vor- oder Nachteile zu erlangen.

    "ein isländischer Fussballer, physisch robust, mental stark, so sind sie halt, die Isländer"


    Aber wohl nicht nur die Isländer, sondern dieses Merkmal trifft mehr oder weniger auf alle Skandinavier zu! Im Frauenfussball ist ihre Robustheit gerade im 1 vs 1 schon lange ein Erfolgsgarant und ein Beleg dafür, dass man für Klasse nicht immer nur ein große Masse braucht!


    Besonders für Turniere braucht man Individual-Eigenschaften, weil sie stark an den Kräften zehren. Denn ist der Körper nicht mehr fit, so ist auch die Konzentration und die Handlungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Ferner profitieren Außenseiter immer auch ein stückweit davon, dass man ihr System weniger unter die Lupe nimmt. (dem deutschen Taktik-Stab dürften sie mitlerweile wohl auch einiges an Kopfzerbrechen geben, jedoch sehe ich es durchaus als lösbare Aufgabe. Aber unsere Jungs müssen sich erst mal gegen die wiedererstarkten Italiener behaupten!)


    Allerdings ist dieTaktik der Isländer so kompliziert nicht. Sie versuchen den Gegner zunächst mit ein paar kurzen Pässen auf eine Seite zu locken, um dann mit einem langen Ball auf die andere Seite in den torgefährlichen Raum einzudringen. Als weiteres probates Mittel werden Bälle gern hoch ins Mittelfeld oder in den torgefährlichen Bereich gespielt. Als Kopfballverlängerung trainiert sollen daraus direkte Torchancen kreiiert werden. Aufgrund ihrer physischen Stärke suchen Sie sehr viel häufiger das 1 vs 1, um so immer auch eigene Freistöße und gelbe Karten für die Gegner zu generieren. Gerade dieses Mittel setzt fast jeden Gegner unter Druck, sodass man weitaus mehr Defensivarbeit übernehmen muss als einem lieb ist.


    Man wird sie sofort unter Druck setzen müssen, um sie zu Fehlpässen zu zwischen und erfolgreich am Spielaufbau hindern zu können. Aber das allein wird sie nicht aufhalten! Taktisch wird der ballferne AV und der ballferne 6-er nicht so hoch agieren dürfen, um nach gegnerischer Balleroberung schnell genug die Ball beim Seitenwechsel erobern zu können. Hier ist dann auch der Raum für den schnellen Konter über den AV und/oder 6-er. Denn die Isländer rücken an dieser Seite nicht schnell genug nach!


    Doch bislang war auch der Fussballgott auf der Seite der Isländer! Ob die Isländer indes "Eintagsfliegen" wie die Griechen werden oder sich an die europäische Spitze durch Wiederholung ihrer Erfolge herankämpfen können, bleibt abzuwarten? Denn allein gute Jugendarbeit macht es nicht! Es muß auch einen sehr guten Übergang in den Seniorenbereich geben. Jedoch ist man es in kleinen Ländern von der Kindheit auf gewohnt, sich mit Menschen aus anderen, größeren Ländern auszutauschen. Das macht sie anpassungsfähiger und flexibler für neue Herausforderungen. Aber natürlich sind sie sehr stolz auf ihre Identität und ganz besonders, es als kleines Land mit den Großen aufgenommen zu haben. Es zeigt einmal mehr, dass man über sich hinauswachsen kann, wenn man fest daran glaubt immer eine realistische Chance zu haben.
    Für die Isländer ist es schon jetzt ein besonderer Erfolg, weil der Fussball nun einmal weitaus mehr Fans hat und man so sein Land weit über die Grenzen hinaus ein positives Image (schaut her, was wir zu leisten vermögen) geben kann. Deshalb wäre es nicht verwunderlich, wenn die Scouts größerer Vereine sind nunmehr auch diese erfolgshungrigen Spieler etwas genauer unter die Lupe nehmen!

    o versuche ich das auch: Egal wie der Spielstand ist, alle spielen gleich und rotieren gleich. Denn für mich ist ein Sieg den ich ohne dieses Erreiche kein Erfolg! Erst wenn die Siege TROTZ der Rotation und dem Einsatz der Schwächeren kommen, dann bin ich auf dem Weg den ich den Eltern vermitteln will!

    Besser hätte ich es auch nicht formulieren können!


    Wenn man immer nur die Besten spielen läßt und Andere spielstandabhängig auswechselt, dann wird der Unterschied zu den Besten und den Anderen von Spiel zu Spiel größer und man bekommt keine homogene Mannschaft. Denn Traingszeit braucht es zum Erlernen und Verfeinern von Fähigkeiten, die im Spiel unter echten Wettkampfbedingungen ausprobiert und dadurch vertieft werden müssen.


    Ein Trainer, der nur die Besten spielen läßt, kann entweder Profitrainer oder ein fauler Trainer sein, weil er gar kein Interesse hat, jedem einzelnen Spieler zu helfen! Er möchte nur seinen Wert und sein Image rechtfertigen. Er erkennt seinen vorübergehenden Status und versucht daraus das Beste für sich zu machen.


    Er kann aber auch ein noch sehr unerfahrener Trainer sein, der von seiner Mannschaft noch sehr viel lernen muß, bevor sie von ihm lernen kann! ich denke, das merken die Kinder und Eltern schnell. Da hilft nur Ehrlichkeit, anstatt mit wichtiger Miene (bei gleichzeitig vollkommener Unwissenheit) Unsinn zu erzählen, nur weil man glaubt, die Anderen wollten so etwas hören. Ehrlichkeit und ein wenig Demut vor der Aufgabe erleichtern den Start in diese neue Herausforderung.


    Gute Trainer können beide Typen werden, wenn sie sich ein wenig Mühe geben und ihr Ziel auch Traner zu bleiben, vorhanden ist. Denn leider gibt es zu viele "Nottrainer" im Breitensport, denen man den Job aufs Auge gedrückt hat, weil man sonst keine Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden könnte. Dazu sagte Ralf Klohr (Erfinder des Fairplay-Fussballs) "Wer keine Trainerausbildung hat, der sollte nicht mit einer Mannschaft am Punktspielbetrieb teilnehmen, sondern Freundschaftsspiele austragen." Würde man das wörtlich nehmen, dann müßte wohl ein sehr großer Teil des Breitensports auf den Punktspielbetrieb verzichten. Andererseits bietet auch die Trainerlizenz keine Gewähr dafür, nicht zum überehrgeizigen "Brüllaffen" zu werden. Aber der Lizenztrainer hat zumindest die Chance erhalten, sich Trainer-Basiswissen anzueignen, sodass er nicht mehr eine Notlösung darstellt.

    dass es vor allem für das normale Passspiel nicht mehr drauf ankommt, welchen Fuß sie nehmen.

    Perfekt beidfüssig werden die Wenigsten! Aber man sollte einfache Lösungen auch mit dem schwachen Fuß hinbekommen. Desweiteren gibt es Regeln, nach denen die größere Trefferfläche mit dem jeweiligen Fuß darüber entscheidet, ob man mit rechts oder links einen Ball verarbeitet.


    Beim Paßspiel sollte man generell den Fuß nehmen, mit dem der Ball mit dem gewünschten Druck, aber ohne Effet (Drall des Balles) sehr einfach vom Paßnehmer kontrolliert werden kann. Ist der Paßweg versperrt, so bietet es sich an, über den Gegenspieler hinweg zu spielen. Auch dieser Paß dürfte schneller zu kontrollieren sein, wie ein Paß mit Effet!


    But nobody is perfect! So kann es sein, dass ein Spieler in einer Situation das Gefühl hat, diesen Ball mit dem Außenrist seines starken Fußes besser plazieren zu können.


    Ob man einen Distanzschuß mit dem Außenrist des starken Fußes wagt oder mit einen gut trainierten schwachen Fuß dem Ball den gewünschten Effekt geben kann, mag im Einzelfall unterschiedlich sein.


    Recht gebe ich allerdings den Leuten, die erkannt haben, dass ein Torabschluß in 1 vs 1 Situationen bei einem guten Keeper kaum möglich ist! Denn der erkennt sofort, mit welchem Fuß der Ball geführt wird und weß deshalb, in welche Ecke geschossen werden soll bzw. an welcher Seite er vom ballführenden Gegner umkurvt werden soll. Ist die Torfläche aufgrund des spitzen Anlaufwinkels gering, dann spielt der Fuß häufig die entscheidende Rolle, ob der Keeper, der sich hierbei "groß" macht, überwunden werden kann.


    Aber man muß als Trainer auch nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn jemand sagt: " .. das kann ich nicht ...", denn dann kann er es lernen. Sagt er hingegen: "... das will ich nicht ...", dann bedarf es einiger Überredungskünste und Übungen, bei denen er seinen schwachen Fuß besonders gut gebrauchen kann.


    Dazu fällt mir der folgender Satz ein, der mal in einem Training gefallen ist: "Bei mir ist heute der schwächere Fuß der Stärkere!"

    Liebe Trainerfreunde,


    nicht erst die Perfektionierung der Schwalbenkönige hat die Diskussion nach dem Videobeweis entfacht. Weil der Profifussball immer dynamischer wurde, aber der freie Blickwinkel des Schiedsrichters und seiner Assistenten auf die Situation gleichzeitig schwieriger wurde, wurde der Ruf nach einer technischen Unterstützung immer lauter.


    Aber selbst bei ausreichender technischer Unterstützung braucht es einen sachkundigen Entscheider! Doch dazu mußte man gar keinen neuen Namen erfinden! Denn es gibt ihn längst in anderen Sportarten, den "Video Assistant Referee"!
    Die Testphase soll zur neuen Saison hin starten. Um die Mehrbelastung der Schiedsrichter durch die zusätzliche Funktion als "Video Assistant Referee" bewältigen zu können, werde das Schiedsrichterkontingent aufgestockt.


    Die Fan`s des Fussballs dürfen nun gespannt darauf sein, ob der Video-Beweis und die Entscheidungen des Video Assistant Referee mehr verdiente als durch Schiedsrichterglück herbeigeführte Erfolge gefeiert werden können.


    Fazit: Ein perfekt geleitetes Spiel wird es wohl auch in Zukunft nicht geben, denn der Mensch neigt zu Irrtümer. Aber krasse Fehlentscheidungen könnten durch die technische Unterstützung vermieden werden, sodass Aussagen wie: "wir sind heute verpfiffen worden" schon bald der Vergangenheit angehören könnten!

    Die Entwicklung des schwachen Fußes ist nach meiner Erfahrung aber isoliert zu betrachten.

    Das gebe ich dir recht! Hab sogar schon erlebt, wie Senioren als Trainer ihren "schwachen Fuß" entdeckt haben. (Vermutlich weil ihr Feinkostgewölbe sie dazu zwang unnötige Bewegungen beim Umlaufen des Balls zum starken Fuss hin zu vermeiden :D !



    Ich glaube, dass das menschliche Gehirn viel zu komplex und zudem individuell verschiedenartig ist, um es mit einfachen Kniffen zu überlisten.

    Als sicher scheint wohl nur, dass wir ca. 90 % vom Hirn gar nicht verwenden. Leider wissen wir nicht mal, was man mit ihnen alles anfangen könnte :D ?


    Vermutet wird ja, dass Kinder beim Start in den KIndergarten sich für eine Seite entscheiden, mit der sie malen und/oder die sie zum Führen von filigranen Spielgegenständen verwenden. Auch andere, angeborene Bewegungsmöglichkeiten (z.B. einzelne Zehen unabhängig zu bewegen) verkümmern, wenn sie nicht trainiert werden.


    Durch die Bequemlichkeit mit der selben Hand nahezu alles machen zu können, macht das Verständnis alles gleichermaßen gut einzusetzen schwierig. Heutzutage können Kinder erst Lesen und Schreiben, haben jedoch Probleme beim Klettern, wo beide Hände und Füße gleichermaßen bewegt werden müssen. Deshalb soll im Bambini-Bereich die Beweungseinschränkungen durch die frühe Verschulung durch Bewegungsspiele korrigiert werden.



    Wer von euch kann mit der linken und rechten Hand (natürlich nicht mit beiden gleichzeitig ;-)) sich die Zähne putzen oder schreiben? Da höre ich schon, so ein Unsinn wann brauche ich das? Meine Antwort: z.B. wenn du die Schreibhand gebrochen hast.Wie sieht es beim Handball, Volleyball oder Tennis aus?

    Ich denke, mit dieser Erkenntnis ist man schon auf einem guten Weg! Denn wer nicht versteht, wozu es von Vorteil ist, alles was man hat, gleichermaßen zu trainieren, um es dann, wenn man braucht, benutzen zu können, der wird es trainieren. Er wird es trainieren, um nue Fähigkeiten zu erwerben und sie durch Wiederholugen zu behalten.


    Einfüssigkeit, Einhändigkeit bedeuten Sackgassen für eine perspektivische Entwicklung. Man muß nicht alles gleich gut machen, aber einfache Dinge sollte man machen können. Aber, was heißt schon Sackgasse, wenn selbst ein Messi fast den schwachen Fuß nur zum Bierholen benutzt :D ? Wer aber kein Messi ist, der hat durchaus Vorteile durch das Training der Beidfüssigkeit.


    Für eine TW ist das Trainng beider Körperhälften von enormer Bedeutung. Denn man trainiert die Nervenreize in den Hand- und Fuß-Bewegungen ja mit der gesamten Körperhälfte. Inwieweit der Keeper eine "schwache Seite" hat, bei der die Koordination, die Muskelunterstützung deutlich geringer ist, das ist ebenfalls von der "Ein- oder Beidfüssigkeit" abhängig. Ob ein TW mit dem linken oder rechten Fuß abspringt oder seinen Sprint startet, ist auch abhängig vom Grad der Ein- Beidfüssigkeit!


    Hab mal vor Jahren einen TW-Test entwickelt, mit dem man den Grad der Einfüssigkeit messen kann.


    Eines der wichtigsten Grundregeln hierfür gilt, wirklich jede Übung mit dem rechten und linken Fuß durchzuführen. Denn sonst kann sogar vorhandene Beidfüssigkeit verloren gehen.

    ch bin aus fester Überzeugung Konzepttrainer da ich alle Erfolge und Vorteile auch bereits jetzt an meiner Mannschaft sehe (nach einem Jahr).

    Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass Training in einer angstfreien Umgebung keine Ausrede ist für Lari-Fari-Fussball, sondern eine wichtige Grundvoraussetzung, mit der man sofort eine positive Veränderung der Leistungen innerhalb der Mannschaft einleitet.


    Ausbildung und sportlicher Erfolg stehen bei mir nicht im Widerspruch. Widersprüche lösen bei mir lediglich Methoden aus, bei denen die Mittel zum Sieg nicht auf Basis von Ausbildung erzielt werden, sondern das Fairplay als Mittel zum Sieg ignoriert wird.


    Wer die Ausbildung ohne Leistungsdruck als Entschuldigung für schlechtes Fussballspiel betrachtet, der hat nicht verstanden, dass er als Trainer der Verursacher dieser Misere ist. Denn hier sind es Defizite im Training, die keine wirklcihe Verbesserung erwarten lassen. Allerdings drückt die Tabelle nicht immer auch den tatsächlichen Leistungsstand aus. Denn es kommt jeweils auf die Phase der Umstellung sowie der jeweiligen Liag an. Denn es gilt auch der Respekt vor der guten Leistung anderer Teams und ihrer Trainer! Leider werden in diesem Zusammenhang manchmal Ausbildungs-Zeitpläne ohne tieferes Wissen erstellt. Dann hat man eine gute Idee, aber ein schlechte Umsetzung!


    Mir gefällt im übrigen der Begriff: "Konzepttrainer" sehr gut, weil er im Gegensatz zum Begriff "Erfolgstrainer" einen konkreten Plan als Basis für den Erfolg beinhaltet. Wenn also Nachwuchstrainer einem (hoffentlich guten) Konzept folgen, so darf eine nachhaltige Verbesserung aller Spieler als Ziel verstanden werden, was insgesamt, aber nicht in jedem Zeitpunkt, den sportlichen Erfolg garantiert! Denn den Zeitpunkt bestimmen auch die Gegner mit!

    Mein Hintergrundgedanke ist - das meine Spieler noch sehr oft nach einem Pass stehenbleiben und nicht weiterspielen.

    Ich nenne das Stehenbleiben: "auf Zuschauer-Modus" umschalten!


    Für mich ist das ein Grund, warum der Torabschluß nicht ans Ende, sondern in die Mitte einer Übung gehört. Denn damit vermeide ich beim Torwart einen "künstlichen" Aktionsbruch zwischen der defensiven Aktion (z.B. Ball fangen) und der offensiven Aktion (z.B. Ball zu Mitspieler werfen). Erst, wenn der Bewegungsablauf als eine vollständige Aktion verstanden wird, erfolgt die Optimierung in dieser TW-Aufgabe.


    Selbst der "ruhende Ball" erfordert schnelles Handeln. (So kann man z.B. bei Manuel Neuer beobachten, dass der den Balljungen schon nach einem neuen Ball ruft, sobald er erkennt, dass der gegnerische Schuß weit genug ans Tor vorbei oder drüber geht!)


    Auch die Defensive wird sensibilisiert, wenn der Torabschluß nicht ans Ende, sondern in der Übung eingebaut ist. Sonst wird es passieren, dass die meisten Abwehrspieler in Tornähe nach dem gegnerischen Torabschluß bereits "auf Zuschauermodus" umschalten und zuschauen, wie der Nachschuß ins eigene Tor landet! (siehe EM: Italien ./. Spanien beim Tor nach dem Freistoß)


    Vermittelt man Kindern den Fussball als interaktive 1 - N - Beziehung, so kann man die Konzentrationszeiträume verlängern. Regenerationsphasen gibt es ohnehin (z.B. Einwurf, Eckball, Freistoß, Anstoß, Auswechselung) aufgrund des Regelwerkes genug. Das permanente Verschieben zum Ball ist wird nicht von einen Tag auf den Anderen verstanden. Das braucht zuvor eine gründliche Ausbildung, bei der verstanden wird, dass Stehenbleiben und Zuschauen fast immer die schlechteste aller Lösungen ist.

    In meiner letzten Mannschaft war es beispielsweise der mit Abstand talentierteste Spieler, der den schwachen Fuß meidet wie der Teufel das Weihwasser. Ein anderer war nach der Saison mit beiden Füßen fast gleich gut.

    Man sagt: ein schlaues Pferd springt immer nur so hoch, wie es muß! Dein größtes Talent hat vermutlich immer Zeit genug gehabt, um in jeder Situation seinen starken Fuß benutzen zu können? Genau deshalb wäre es günstig, wenn dieses Talent zusätzlich im Auswahlbereich trainiert. Denn dort muß es sich weiterhin anstrengen und beide Füße benutzen, wenn es nicht den Anderen beim Fussballspielen nur zuschauen will!


    Aber natürlich kann es auch andere Gründe geben, warum eine Entwicklung stockt? Häufig sind es Veränderungen im sozialen Umfeld (Familie, Freunde, Schule, usw.), die zum Stillstand führen können. Aber es gibt auch den umgekehrten Fall, dass Kinder aufgrund von Problemen im sozialen Umfeld den Fussball als Ersatzfamilie entdecken.


    Was ich damit sagen möchte ist, das es nicht immer schon hilft die Hintergründe zu kennen, weil man sie nicht immer auch als Trainer korrigieren kann. Man sollte die Kinder so nehmen, wie sie sind und nicht den Anspruch erheben, alle gleich machen zu wollen.

    Aber deine Ausführungen beziehen sich nun wieder auf den langfristigen Erfolg. Meine Aussagen waren auf die aktuelle Trainersituation bezogen.

    Glaub mir, ich würde mich nicht zu solchen Aussagen hinreißen lassen, wenn ich es nicht schon oft genug mit eigenen Augen gesehen hätte. Es lassen sich bereits in wenigen Monaten sehr große Verbesserungen erzielen, wenn man sein Training dahingehend verändert, zu hohe Forderungen durch Leistungsdruck durch interessantes und abgewechelungsreiches Trainng zu ersetzen. Denn dann kann es gelingen, das Fordern und Fordern durch perspektivische und nachhaltige Ausbildung in ein gutes Gleichgewicht zu bringen.


    Der "Schleifer" ist immer nur für kurze Zeit erfolgreich, weil er den Kindern und Jugendlichen außer Spielergebnissen kaum etwas Interessantes bieten kann. Die Ausbildung sollen mal Trainerkollegen machen!
    Wenn es dann Niederlagen gibt, bricht das Team insich zusammen und der Trainer zieht weiter zum nächsten Verein, wo der widerum mit kurzfristigen sportlichen Erfolgen lockt! Jeder kennt diese "Wandervögel", die eigentlich nichts als Ärger machen.


    Die besten Talente wird der "Schleifer" mit seiner Methode ohnehin nicht halten! Denn die werden zu höher spielenden Vereinen wechseln, um sich dort besser entwickeln zu können.


    Wenn du also kurzfristige Erfolge unbedingt willst, dann fang zunächst bei dir an und frage ich, was du besser machen kannst! Erst dann lohnt sich ein zweiter Blick auf die Mannschaft, die von deiner Arbeit provitieren kann, weil du besser geworden bist! Je mehr du weißt und verständlich präsentieren, je weniger mußt du Kinder zu etwas motivieren. Denn ihr Antriebsmotor ist die große Neugier!