Beiträge von TW-Trainer

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    „Geschafft“ hat es doch der, der im Fußball auf seinem Niveau Spaß beim kicken hat.

    Das drückt es sehr präzise aus. Wobei ich mit "geschafft" meine, dass man dort, wo man sich wohlfühlt spielt. Das hat manchmal aber längst nicht immer etwas mit der Liga zu tun! Denn irgendwann entwickelt das Kind andere Pläne, die sich nicht unbedingt mit denen seiner Eltern und Trainer decken müssen.


    Ich bin deshalb davon abgewichen, mich über Früh- oder Spätentwicklung zu unterhalten. Denn solange wir nur die zählen, die unsere Norm erfüllen und nicht fragen, warum Andere an diese Normen abgeprallt sind, läßt sich keine für alle nachvollziehbare Begründung von Früh- oder Spätentwicklung erkennen. Solange der Einfluß von Trainer und Mannschaftskameraden in Abhängigkeit mit dem Leistungsdruck in der jeweiligen Liga nicht auch die Bedürfnisse dieser Talente berücksichtigt, kann keine dauerhafte positive Entwicklung prognostiziert werden. Denn bei ständig wechselnden Rahmenbedingungen basierend auf Trainer-, Jugendkoodrinatorwechsel einerseits, so wie einer starken Fluktuation in der Mannschaft andererseits, entscheidet nicht unbedingt die fussballerischen Fähigkeiten eines Talents, sondern die Fähigkeit mit Streß am besten umgehen zu können. Wenn dann noch überehrgeizige Eltern die Wünsche ihres Kindes nicht richtig deuten können, dann ist eine vorzeitige Beendigung der Fussballkarriere als "Notbremse" zu sehen.


    Ich würde sogar soweit gehen, das es Früh- oder Spätentwickler nur deshalb zu geben scheint, weil wir keine ganzheitliche und damit objektive Bewertungsmerkmale gefunden haben. So liegt es in erster Linie an den Betrachter, in welcher Entwicklungsphase er ein Talent sieht. Daraus erklärt sich schließlich, warum es immer wieder Spieler sich bis in höchste Ligen empfehlen konnten, die man am Anfang gar nicht auf dem Zettel hatte. Dies deckt sich mit den Aussagen einiger Profis, die meinen, es hätte in ihrer Jugend bessere Talente gegeben. Aber sie hätten sich durchgesetzt, weil sie, ihre Eltern und Freund immer daran geglaubt hätten, weitgehend frei von Verletzungen bleiben und das Glück hatten, in den entscheidenden Schritten genau der zu sein, den man dort gerade brauchte. Wenn denn also der Faktor Glück eine große Rolle spielt, wer will denn dann von Früh- oder Spätentwicklern sprechen?

    Einige von euch sind echt "arrogantes Pack"!


    Ihr habt das Mädel längst vertrieben!

    So kann man es natürlich auch sehen.


    Aber es war nur einer dabei, der sie als "Nachwuchsmöchtegerntrainer" beschimpft hat.


    Alle anderen haben mit vernünftigen Argumenten erklärt, warum es besser wäre, zunächst als Co-Trainerin zu starten. Das sehe ich als Entscheidungshilfe an, auch wenn sie vielleicht andere Erwartungen gehegt hat und zunächst überrascht war.


    Alle waren Ratgeber, aber letzendlich trifft sie gemeinsam mit ihren Eltern und dem Verein eine Entscheidung.

    @Goodie


    Daa deckt sich mit meinen Erfahrungen, wonach sich Spieler kaum noch langfristig an ihren Heimatverein binden lassen wollen, sondern ihren Wert durch Aufwandsentschädigungen, Auflauf- und Erfolgsprämien und allerlei geldwerte Vergünstigungen bei Sponsoren des Vereins ziehen.


    Nachdem einige Vereine sich die Abwerbung von Talenten für den Jugendbereich durch Handgelder oder geldwerte Vorteile erleichtern, wird bereits dort kräftig an der Kostenschraube gedreht. Immer mehr Eltern wollen wissen, wieviel denn der Sohn bekommt, wenn er den Verein wechselt?


    Dieses ganze Prozedere hab ich als "Dorfbundesliga" beschrieben, weil die jeweiligen Entscheidungsträger in Pseudo-Rollen schlüpfen, es es den großen Idolen nachzutun und sich schon selbst als eine Art von Profi vorkommen, weil sie ja schließlich Geld damit verdienen.


    Mit der Einführung von Transferzahlungen im Kinder (älterer D-Jugend-Jahrgang) hat der DFB ein weitere Pulverfass eröffnet, um schon dort kräftig an der Kostenschraube zu drehen. Denn der eigentliche Wunsch, dass die Kinder entweder im Heimatverein bleiben oder aber der Verein für deren Ausbildung entschädigt wird, der ist nur sehr selten in Erfüllung gegangen. Darüberhinaus werden Kinder maßgeblich daran gehindert, sich dort wo sie es wollen, sich auszuprobieren. Denn beim Transfersystem errechnet sich die Summe nicht nach den tatsächlich entstandenen Ausbildungskosten, sondern nach der Liga, in der die 1. Mannschaft des neuen Vereins spielt. Ob das Kind dort irgendwann man spielen wird, mag ein Wunsch sein, der jedoch sehr selten eintritt.


    Das theortische Modell der Kannzahlung ist m.E. sehr praxisfremd. Oder kennt jemand einen Fall, in dem für einen älteren D-Jugendspieler, der in die C-Jugend (kann ja auch die C 4 sein) eines Bundesligisten wechselt und der abgebende Verein dafür 1.500,- € bekommen hat?


    Dennoch hat der Transfermarkt von A-Jugendspielern und Senioren ein wachsendes Schattendasein im Breiensport erhalten. Wurden früher die tatsächlichen Gründe eines Vereinswechsels publik, so heißt es heute formell, man habe sich im beiderseitigen Einvernehmen getrennt, was eigentlich nichts anderes heißt, als das fürs Stillschweigen Geld gezahlt wurde. Manchmal sogar über die Beendigung der Vereinszugehörigkeit hinaus. Sobald jedoch ein Sponsor erfährt, dass sein Geld für offene Forderungen von bereits nicht mehr im Verein aktiven Spielern/Trainern erfährt, werden die Verantwortlichen zum Gespräch gebeten. Dem ist es zwar egal, ob Mitgliedsbeiträge "verbrannt" werden, nicht hingegen seine Werbungskosten, die er ja auch anderweitig steuerlich mindernd einsetzen könnte.


    Nur solange alle Beteiligten schweigen, kann das System des Söldnertums funktionieren.


    Mißwirtschaft in den Vereinen ist allenthalben die Folge von zu hohem Risiko. Aber weil es ja nicht das eigene Geld ist und eine vorsätzliche, fahrlässige Schädigung eines Vereins nur schwer nachzuweisen ist, stellt meist lediglich das Finanzamt Forderungen an den Verein, die Steuern für Spieler und Trainer nachzuzahlen.


    An der Stelle hab ich mal eine Frage an euch: kommt davon irgendwas im DFB-Video vor oder wird dort auf "heile Welt" gemacht?

    AUSSCHUSS

    Das hört sich zwar auf den ersten Blick wie die "unterste Schublade" an, wenn es denn von Leuten kommt, die gerade mal wissen, wie Fussball geschrieben wird, muß aber auf den 2. Blick nicht immer in diese Schublade gesteckt werden.


    So hab ich einen Fall in der Erinnerung, indem ein besonders talentierter Trainer einen langen "Leistungsschatten" gezogen hat. D.h. bis auf 1 - 2 aus seinem über 2 Jahre lang trainierten Kader sind alle Spieler nach der D-Jugend in den Leistungsfussball gewechselt. Der Trainer ebenfalls. Die Trainer der C-Jugend waren davon natürlich nicht so begeistert und meinten, sie wären doch keine Betreuer der "Resterampe" die sich um die kümmern, die niemand haben wollte. Sie wollten vom Verein wissen, warum man sich so wenig um den Verbleib vom talentierten Trainer und Mannschaft bemüht hatte? Als dieses Feedback ausblieb kündigten einige C-Jugend-Trainer beim Verein.


    M.E. gehört es zu einer guten Vereinskultur, so zu kommunizieren, als das jeder damit etwas anfangen kann. Dabei hilft "Ausschuss" nicht wirdklich weiter. Weder als Ausdruck von Defiziten noch als Ansporn von Verbesserungsoptionen.

    das Sie sich (als einziges Mädchen in der Mannschaft) selber unter Druck setzt

    Das ist auch der Grund ihrer gelegentlich auftretenden Übelkeit!


    Sie kann das selbst nicht steuern, weshalb ihr darauf achten müßt, ihr den selbstauferlebten Leistungsdruck zu nehmen.


    Denn Übelkeit oder auch Kopfschmerzen kommen in diesem Zusammenhang leider häufiger vor, wenn sich der Körper in besonderen Streßsituationen wehrt.


    Eine erste Maßnahme könnte sein, dass sie zunächst einmal nicht an Wettkämpfen teilnimmt, um eine mentale Distanz aufzubauen. Sie kann andere dabei beobachten, wie sie Spaß dabei erleben und sieht im Spaß und nicht mehr in ihrer Leistung die eigentliche Motivation.


    Wenn ihr einfach nur wartet, weil ihr glaubt es wäre keine Steigerung mehr möglich, kann es dennoch zu einer Verschlimmerung kommen. Das Kind kann dann die Nacht vor einem Wettkampf nicht mehr schlafen und ist schon fix und fertig, wenn ihr zum Treffpunkt kommt. Wenn es ihr auch früher Spaß gemacht hat mit den Jungen zu kicken, werden hier nun aber die Gesprächspartner fehlen, mit denen sie sich austauschen kann. Deshalb wird sie sich zunehmend von der Mannschaft abkapseln. Geschieht dann immer noch nichts, wird sie euch vor vollendete Tatsachen stellen, in dem sie euch sagt, dass sie keine Lust mehr auf Fussball hat. Sie wird mit den Achseln zucken, wenn ihr sie fragt, warum sie keinen Bock mehr hat. Denn sie glaubt, ihr versteht es eh nicht, weil ihr es vorher auch nicht verstanden habt.


    Ich denke mal, deine Tochter ist dir das wichtigste, weshalb man auch stolz sein kann, wenn sie nicht überall die Beste ist. Mit diesem Gedanken vertraut zu sein, macht es für dich wie für deine Tochter leichter. Wenn sie wieder mehr Fussball möchte, dein ist es gut, aber wenn sie etwas anderes möchte, dann ist es genauso gut!

    @thomasg


    Das ist fast normal, das die Mädels dem neuen Spielgerät mit Skepsis begegnen. Hinzu kommt, dass dieses Spielgerät eine andere Art von Fussball verlangt. Ist das Spiel in der Halle sowieso aufgrund des begrenzten Raumes intensiver, dann wird die Intensität noch dadurch erhöht, als das durch das Kurzpaßspiel weitaus mehr Ballkontakte erforderlich sind. Viele Mädels im Breitensport sind reine "Bodenscanner", d.h. wenn sie im Ballbesitz sind, sehen sie das Spielgerät, ihre Füße und einen Quadratmeter drumherum. Weil der Futsalball jedoch nicht so leicht verspringt, müssen sie sich erst daran gewöhnen, nun auch ihre Umgebung beobachten zu können und rasch eine Entscheidung zu treffen, anstatt erst mal loszulaufen, bis sich durch Gegnerkontakt von allein eine Entscheidung ergibt.


    Man kann durchaus das Warmmachen mit normalen Bällen starten, macht aber die Übungen mit dem Futsalball. Besonders viel Freude macht es den Mädels, wenn sie erkennen, dass sich der Futsal-Ball sehr gut dazu eignet, andere Techniken (z.B. Ball mit der Sohle führen) auszuprobieren. Für die Übungen und Spielformen kann man kleinere Felder aufbauen, weil die Ballmitnahme und der präzise Paß einfacher werden.


    Ich will damit sagen, es liegt auch ein stückweit am Trainer selbst, inwieweit er die Impulse so setzt, dass sie für die Spielerinnen interessant werden.


    Wenn man versucht, mit dem Futsal-Ball den gewohnten Fussball zu spielen, dann werden die Mädels natürlich den Fussball bevorzugen. Schon allein deshalb, weil man da auch mal kräftig drunter hauen kann.

    Erst einmal vielen Dank für eure Beiträge, aus denen ersichtlich wird, das schon auf den ersten Blick vieles im Argen liegt, wofür es Lösungen braucht.


    Je nach dem, wo der Schuh am meisten drückt, muß es von einer Mehrheit getragenen Lösung geben. Andernfalls wird man vom Mitglied zum Konsumenten. Sehr gut beschreiben wurde es von @Das_Huhn, indem er zum Fazit kommt, dass es dort schon eine klare Trennung des Engagements zwischen Mannschaft und Verein gibt, aus dem sich die Entscheidungen von Eltern ableiten lassen, ohne lange zögern zu müssen, den Verein zu wechseln.


    Nun mag man denken, dass Konkurrenz auch unter den Vereinen zum Geschäft gehört. Aber auch die Vereine befinden sich ja nicht auf Elfenbeintürmen, sodass sich Kinder in ihrer Freizeitbeschäftigung unbedingt Vereinen anschließen müßten. Denn es gibt sehr viele andere Möglichkeiten, die durch eine höhere Mobilität und größeren finanziellen Möglichkeiten entstanden sind. Allein der heutige Style der Kids bringt die vielfältigen Interessen zum Ausdruck.


    Wie ich bereits erwähnte, hat es vor Jahren einen Umbruch im niederländischen Vereinsfussball gegeben. Der wurde nicht freiwillig, sondern auf sanften Druck der Kommunen initiiert. Die Sportstätten wurden zu Treffpunkte der Generationen umfunktioniert. Der zuvor einzige Grund: aktive oder passive sportliche Betätigung wurde durch den Wunsch miteinander zu kommunizieren, wann immer man möchte, ausgetauscht. So ist es ganz normal, dass man sich auch über andere gesellschaftlichen und kulturellen Themen unterhält und sich nebenbei ein wenig besser kennenlernt. Man redet wieder mehr miteinander statt übereinander.


    Bei uns aber muß alles streng "von oben" organisiert sein, statt eine Strategie gemeinsam zu entwickeln.


    Gerade das Beispiel der FPL aber zeigt, dass es durchaus besser sein kann, es von unten zu organisieren, um damit die Interessen der Mehrheit zu treffen. Denn nur dann, wenn man versteht, woraus die Verbesserungen für die Kinder bestehen, wird man sich dafür einsetzen.


    Allerdings sehe ich auch diese Hoffnung gefährdet. Denn neben der Abkapselung der Mannschaft vom Verein findet derzeit über die Bildung von Spielgemeinschaften mehrerer Vereine eine weitere Entfernung von der Jugendarbeit in den Vereinen statt. Man findet seitdem Vereine, die nur noch über eine Seniorenabteilung verfügen und ganz froh darüber sind, sich nicht mehr mit dem Gejammere aus dem Jugendbereich beschäftigen zu müssen. Man zahlt den ausgehandelten Betrag und hat seine Ruhe. Sollen doch andere sich für die Nachwuchsausbildung engagieren!

    @Goodie


    Sorry, wenn ich dir da wiederspreche. Es bezieht sich jedoch auf den Geo-Betrag, der inhaltlich nicht gut recherchiert zu sein scheint.


    Nun kenne ich den niederländischen Kinderfussball recht gut. Sehr viele Trainer in den Städten beklagen sich darüber, das sich die Kinder kaum noch bewegen. Der Satz im Geo-Beitrag: "Auch in der Schule der Zukunft machen sich die Kinder noch schmutzig. Zwei Dutzend toben am hellen Morgen über den Spielplatz vor der Digitalis-Schule im niederländischen Almere, dass es staubt, wühlen lustvoll im Sandkasten, klatschen sich beim Fangen ab" mag auf ländliche Regionen zutreffen, nicht jedoch auf eine Stadt wie Almere! Gerade, weil die Zahl der Sportler dort wesentlich geringer ist als hier, geht man andere Wege, um dem Zufall einer bestmöglichen Ausbildung nachzuhelfen.


    Aber vielleicht schweifen wir wirklich ein bißchen ab? Denn es gilt zunächst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren, anstatt die Probleme der Anderen gleich mit zu lösen!


    Wenn du jetzt allerdings meinst, die Ausbildung sei früher deshalb individueller zugeschnitten gewesen, weil sich ein Lehrer um mehrere Altersgruppen kümmern mußte, dann stimmt auch das nicht. Es gab lediglich mehr "Leerlauf", weil sich der Steißtrommler ja immer nur um eine bestimmte Altersgruppe kümmern konnte und die Anderen lediglich beschäftigt wurden, damit sie den Unterricht nicht stören.


    Wenn man soetwas mit ganz kleinen Gruppen sehen will, dann gibt es die Zwergschulen auch heute noch auf einigen Inseln. Meines Wissens jedoch nur als Grundschulen.


    Eine Klassifizierung der Mannschaft, die für die 1. Senioren taugt, gab es in dieser Form früher in den Dorfvereinen jedoch nicht! Hier spielten die, die trotz ihres Berufes etwas Zeit für den Fussball übrig hatten. Regelmäßiges Training konnten sich die meisten gar nicht erlauben. Früher konnten auch die kleinen Vereine sportlich auf sich aufmerksam machen und in höheren Ligen spielen. Heute sind es die, die das meiste Geld haben.


    Ich glaube nicht, dass es einen anderen Weg gibt, als zunächst einmal den eigenen Sumpf im Verein trocken zu legen. Habe im vergangenen Jahr von einem Verein, dem die Sponsorengelder mangels mehrjährigem sportlichen Mißerfolg weggeblieben ist, von einer Umstrukturierung gehört. Danach werden nach einem Punktsystem Umlagen verteilt, sodass die Chancen für eine sportliche Unterstützung für (fast) alle gleich ist. Bei den Jungen-Teams sieht man schon erste Erfolge. Nur die Mädels hinken hinterher, weshalb ich auch "fast" gesagt hab.

    Mit Torwarttraining kann eine Mini oder F allerdings leider noch nicht soooo viel anfangen


    Also das sehe ich anders. Denn nur weil sich in vielen Vereinen niemand für das Nachwuchs-TW-Training zuständig fühlt und die Verantwortlichen sich nicht oder nur unzureichend damit beschäftigen, muß es nicht für bestimmte Altersgruppen als überflüssig angesehen werden.


    Allerdings bietet sich für die unteren Jahrgänge ein anderer Einstieg an, in der alle Teammitglieder die spezifischen Aufgaben kennenlernen können.


    Denn leider ist die Realität häufig die, dass sich der Trainer 1 - 2 Bambinis (meist die Faulen und Trägen) ausschaut und ist Tor stellt, damit sie die Anderen nicht beim Fussballspiel stören. Manchmal gibt es aber auch Torleute mit besonderem Bewegungstalent. Aber weil sich auch für die niemand zuständig fühlt, haben die meisten spätestens nach der D-Jugend keinen Bock mehr. Hier gehts letzendlich nur darum, kein Mitglied zu verlieren, weshalb man auf die Idee zur Rotation kommt. Denn die anderen Torhüter bekommen ebenfalls keine spezielle Unterstützung. Damit man die fehlende Unterstützung legitimieren kann, wird gern ein Satz zitiert: - "der Torwart trainiert die Mannschaft, die Mannschaft trainiert den Torwart"! Wenn aber der Torwart allein die Mansnchaft ausreichend trainieren könnte, wozu dann einen Trainer extra? Und woher sind denn bitteschön die Mannschaft etwas über das Torwarttraining wissen, wenn es denn schon der Trainer nicht weiß?


    Man spricht im Altersbereich von G - F-Jugend allerdings von Übungen und nicht von Training! Diese Übungen kann man ins normale Übungsprogramm für die gesamte Mannschaft integrieren.


    Bevor es los geht, sollten die Kids einige Sicherheitsübungen kennenlernen, womit sie sich vor schmerzhafter Bekanntmachung mit dem Ball schützen können. Danach geht es im Rahmen von Partnerübungen zu den Basics.


    Ziel soll es sein, dass jeder der Lust hat, diese Position kennenzulernen, sie von Anfang an mit Spaß kennenlernen kann.
    Realität auf vielen Nebenplätzen für den Nachwuchs scheint leider nach wie vor eine andere zu sein?


    In einem anderen Thread ( MichaelW98 - Erste Station) habe ich die Sicherheitsübungen beschrieben. Wenn du es mal ausprobiert hast, wirst du hoffentlich davon überzeugt sein, dass es nicht um Positionsspezialisierung, sondern um Positionsausbildung geht, so wie man die Kids auch auf allen anderen Positionen ausbilden kann.

    @Andre


    Ich verstehe deine Besorgnis durchaus, das man Kinder nicht überfordern darf und besser auf ihre Signale wartet, anstatt es so intensiv zu fordern durch eine Förderung, die auf Kosten und zu Lasten des jungen Individuums gehen.


    Auch ich sehe diese Gefahr durchaus, immer früher Prozesse im kindlichen Gehirn anzuregen, ohne sich Gedanken über eine nachhaltige Folgeschädigung zu machen.


    So sagte unlängst eine verantwortliche Schulleitung, dass Kinder mit den Fähigkeiten von 3 Schuljahren eingeschult werden. Aufgabe der Grundschule sei es binnen kürzester Zeit diese unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen auf einen möglichst hohen, aber gleichen Level zu setzen. Das diese Aufgaben in einem großen Klassenverband nahezu unmöglich seien, müßte eigentlich jedem normal denkenden Menschen klar sein. Man halte lediglich daran fest, weil es schon immer so war und bastele an Symptomen, wie z.B. die fehlende Notenvergabe.


    Aber gerade weil wir Erwachsene längst verlernt haben wie Kinder zu denken und zu handeln, ist eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit diesem Thema notwendig, um zu kindgerechten Entscheidungen zu gelangen.


    Auch mir recht die Aussage nicht, dass man große Entbehrungen zu leisten hat, wenn man später etwas Großes leisten will. Dies erscheint mir eher als eine Ableitung der der religösen Bedeutung von Arbeit als Mühe und Last und nicht als Freude und Selbstfindungsprozeß.


    Vielfach trauen wir uns einfach nicht, uns jenseits eingetretener Pfade zu bewegen aus vielerlei existenziellen Ängsten heraus. Viele brauchen einen Anstoß von außen, um aus der Reihe zu tanzen, weil es obrigkeitshörig erzogen wurden. Dabei wird die Welt erst dann wirklich bunt, wenn man sich selbst erlaubt, sie mit eigenen Augen zu betrachten. Das kann der Schlüssel dazu sein, auch Kindern die ausdrückliche Erlaubnis zu erteilen, sich so zu verhalten, wie sie es selbst gern wollen und lediglich dort, so ihnen Gefahren drohen, verantwortlich und besonnen einzugreifen.

    Allerdings lässt sich die Kundenmentalität - siehe DFB-Film - mit Zeitgeist erklären und hilft nicht weiter.

    Na, da glaube ich nicht so ganz dran, sondern es wurde diese Mentalität zum Teil durch die Verantwortlichen in den Verein hinein getragen.


    Wenn ich mir z.B. die Sportanlagen in den Niederlanden anschaue, so stelle ich fest, dass sie dort zum Treffpunkt der Generationen geworden sind, währenddessen die Anlagen vom "Vereinsmeyer" als treuesten Anhänger des Vorstands in Beschlag genommen wurde. Wenn dann noch ein paar "Brüllaffen" eine Horde Kinder per Joystick über den Platz scheuchen und darüber noch martialische Berichterstattungen über Helden und Versager erfolgen, dann kann man wohl schwerlich von einem Zeitgeist sprechen, der Mitglieder zu Konsumenten gemacht hat. Dann muß man die Dinge auch beim Namen nennen.


    Für mich ist z.B. die FPL-Liga eine Folge von Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Kinderfussball und einem fairem Umgang mit Schiedsrichtern. Der Stolz auf seinem Verein wurde als Zweck zum bedingungslosen Sieg mißbraucht.


    Wo in diesem Film findet sich auch nur ein Satz darüber, dass der DFB, die Verbände und der Verein schuld daran tragen, das nur von der Weg zurück zu den Wurzeln bleibt? Stattdessen wird das Mitglied als Konsument beschimpft, dem man klar machen muß, was ein kleines Licht er ist und sich gefälligst in die Arbeitsliste einzutragen hat.


    Wenn man in den Niederlanden eine typische Sportanlage betritt, dann fühlt man sich dort als Gast. Aber wie sieht es hier aus? Meinst du, man kann durch eine "Vergatterung" zu Arbeitsstunden mehr Leute dafür begeistern, ehrenamtlich Arbeiten zu verrichten, für die sich die Vorstandsriege zu fein ist? Das wäre für mich eine kurzfristiges Verändern von Symptomen!


    Zurück zu den Wurzeln heißt für mich zunächst einmal das alle Vereinsmitglieder gleiche Rechte und Pflichten haben und jeder so freiwillig nach seinen Möglichkeiten Aufgaben für den Vereinverrichten darf.

    @Ersatzbank


    Also mit 13 Jahren darfst du noch nix ohne die Einverständniserklärung deiner Eltern. Ab 16 kannst du zwar einen Trainerschein (incl. Erste Hilfe) machen, aber als Trainer arbeiten darfst du ebenfalls nur mit dem Einverständnis deiner Eltern. Erst dann kann auch von einer Eignung gesprochen werden, durch die der Vorstand dem 16-Jährigen die Aufgabe übertragen kann, das Training eigenverantwortlich zu leiten.


    Man stelle sich auch einmal vor, ein 13-jähriges Kind kann nicht pünktilich zum Training erscheinen oder muß früher weg und soll seine Stellvertretung selbständig regeln. In seinem Kommunikationsnetzwerk werden normalerweise eher keine Freunde sein, die diese Aufgabe kurzfristig übernehmen könnten.


    Kann ein 13-jähriges Kind die von einem defekten Tor ausgehende Gefahr erkennen und beheben (z.B. Übungstor sicher verankern)?
    Auch kann es vorkommen, das Kinder nicht planmäßig abgeholt werden, aber die 13-jährige Tranerin selbst in Terminzwang ist, schulische Aufgaben zu erledigen.
    Hinzu kommen Aufgaben wie die Schlüsselgewalt über die Sportanlage, sofern dort nicht gleichzeitig andere Teams über die Übungsstunde hinaus trainieren.


    Weil Eltern für das grob fahrlässige Verhalten ihrer eingeschränkt geschäftsfähigen Kinder (7 - 18 Jahre) nach §106 BGB haften, würde ich dringend davon abraten, weil bereits der Punkt der Eignung infrage zu stellen ist. Denn Positionskenntnisse ersetzen keine Verantwortung als Leiter einer Übungsgruppe. Es ist ein Riesenunterschied, ob ich selbst trainiert werde oder andere trainieren soll!


    Ob man als Co-Trainer mit 13 Jahren arbeiten kann, dass hängt sicherlich von der inhaltlichen Formulierung der Aufgaben ab?
    Von Kinderarbeit könnte man sprechen, wenn auch als Co-Trainer Verpflichtungen erfüllt werden soll, für die es an gesetzlichen Grundlagen fehlt. Die sehe ich hier nicht, wenn der leitende Traner, der Verein und die Eltern eine für das 13-jährige Kind altesgemäße Regelung getroffen wird, wodurch mit ausreichender Sorgfalt der Erwachsenen darauf geachtet wird, dass die 13-jährige (ohne Zwänge) ausschließlich auf freiwilliger Basis kontrollierbare Aufgaben übernimmt. Dabei müssen Gesetze eingehalten werden.

    Na ich hoffe mal, du hast dir jetzt was dabei gedacht?


    Es gibt ein altes Sprichwort: "Schuster bleib bei deinen Leisten", was die Relation von Anforderungsvoraussetzungen ganz gut beschreibt.
    Natürlich kann es auch auf den Breitensport gemünzt eine gute, weil passende Form von Torwarttraining geben. Man sollte sich jedoch davor hüten Aussagen (hier: intensives TW-Training) zu treffen, die Leistungsfussball passen und sich ohne entsprechende Qualifikationen zum Gespött der Leute zu machen.


    Aber vielleicht hätte ich es etwas netter formulieren können?


    Andererseits ist die Traineraufgabe nicht unbedingt eine Frage des Alters. Es gibt erstaunlich junge, erfolgreiche Trainer genauso wie im Kopf jung gebliebene Alte.


    Mögen aber diese Altersgrenzen innerhalb dessen fließend sein, so erscheinen mir 13 Jahre zu jung für die Übernahme einer so großen Verantwortung. Aber warum sollte sie nicht die Chance ergreifen, die Aufgabe an der Seite eines/r erfahrenen Trainer/in zu lernen? Denn wenn wirklich großes Interesse dazu besteht, dann wäre dies der richtige Weg.

    Was schätzt ihr denn schwieriger ein? Einen guten Techniker schnell zu bekommen oder einem schnellen eine verbesserte Technik beizubringen.

    Na, diese Frage wurde ja schon beantwortet: es sollte ein "schneller Techniker" sein. Jedoch meint Schnelligkeit nicht allein (wie früher) die Maximalgeschwindigkeit eines Spielers, sondern auch die Handlungsgeschwindigkeit.
    Handlungsgeschwindigkeit setzt komplexes Denken voraus, wie durch die aktive oder passive Aktion der Mannschaftserfolg optimiert werden kann. Vieles wird zwar im Training geübt, aber weil sich jede Situation ein wenig anders darstellt, braucht es die Fähigkeit und den Mut blitzschneller Entscheidungen, deren Aufgaben am Ball, Gegner und Mitspieler mit der gewünschten Präzision ausgeführt werden. Weil sich permanent Menschen mit diesen Fragen beschäftigen, wird dem Glück ein wenig auf die Sprünge geholfen. Kann man denn mehr erwarten?


    Gern würde ich an dieser Stelle die Frage stellen, ob es unumstößliche Talentmerkmale gibt oder ob sie einem Wandel unterliegen?


    Dazu ein paar Anregungen und Denkanstöße:
    Gerade im taktischen Verständnis hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Denn die höhere Spieldynamik erforderte es, Situationen sehr schnell zu analysieren und gute Antworten darauf zu finden.
    Hinzu kommen jedoch aufgrund der unterschiedlichen Positionen (Offensive, Mittelfeld, Defensive) andere Schwerpunkte, die widerum unterschiedliche Fähigkeiten voraussetzen. Hat der Offensivspieler die Fähigkeit neue Räume zu erkennen, ist es die Aufgabe des Defensivspielers für den begrenzten Raum bestmögliche Abwehrsicherheit zu finden. Denoch müssen die Spieler nicht nur aus ihren Positionen heraus Lösungen finden, sondern immer dort aushelfen, wo der Gegner bzw. Mitspieler Lücken aufreißen.



    Ganz bewußt habe ich auch die Entwicklung von Eigenmotivation genannt. Sie mag jemanden mehr oder weniger zu eigen sein. Dennoch stellt sich die Frage, wie sie entwickelt wurde und wie man sich stärken kann, damit gerade dieses wichtige Element erhalten bleibt. Denn es gibt ja auch Merkmale eines gesellschaftlichen Wandels, was das Individuum in vielfacher Art und Weise in seinem Denken und Handeln beeinflussen kann.


    Überlegt man sich einmal, dass man heute Spieler ausbildet, die den Anforderungen in 10 Jahren genügen sollen und bedenkt man gleichzeitig, als das andere Ideen in fernen Ländern (wie zuletzt Chile mit der 3-er Kette) entstehen, so wird es schwierig zufriedenstellende Aussagen für so einen langen Zeitraum zu treffen.

    wir gehören zu den Eltern. Die unterstützen. Ohne Druck auszuübenAber manchmal bekomme ich einen Brechreiz, wenn es nur um Cliquen Wirtschaft geht.

    Na, dann ändere etwas daran, indem du selbst die Verantwortung für eine Mannschaft oder für den gesamten Jugendbereich deines Vereins übernimmst und es dann konsequent besser machst!

    @Ersatzbank
    Na, dann hab ich dich ja doch richtig verstanden. Zurück zu den Wurzeln heißt, der Vorstand soll gefälligt das umsetzen, was die Mitglieder wollen und die Mitglieder sollen sich nicht mehr als Kunden sondern als Mitglieder fühlen.


    Dennoch stellt sich die Frage, wie es zur notwendigen Humanstrukturanpassung kommen konnte?
    Istannalyse: Wer hat den Vorstand veranlaßt Entscheidungen zu treffen, durch die die Mitglieder zu Kunden wurden?
    Sollzustand: Wie sollte der Verein strukturiert sein, um wieder zu den Wurzeln zurück zu kehren
    Kontrolle: Wie kann sicher gestellt werden, dass der Verein sich permanent wandelt, jedoch langfristige Ziele nicht durch andere, kurzfristige Ziele ausgetauscht werden?

    alles natürlich auf den Breitensport bezogen

    Hättest du diese Einschränkung gleich gemacht, dann hätte sich vermutlich niemand über deine Aussage bezüglich intensivem Torwarttraining gewundert. Denn intensiv meint eben nicht eine Torwartbeschäftigung ohne das Ziel einem bestimmten Qualitätsstandard (technische und taktische Ausbildung) zu erreichen, um über eine systematische Ausbildung leistungsorientiert Torwartaufgaben zu erfüllen.
    Als wichtigste Voraussetzung hierfür ist die nötige Qualifikation als Torwarttrainer. Aber genau dort liegt in Deutschland der Hund begraben. Denn hier darf sich jeder Torwarttrainer nennen. Der DFB hilft sogar durch die Verleihung von Urkunden (die jeder Teilnehmer bekommt, der seine Seminar-Gebühren bezahlt) mit, den Schein eines Sandards vorzugaukeln, den es noch gar nicht gibt. Die eigentliche Ausbildung findet in den NLZ der Profi- und Leistungsvereine statt. Dort und nicht beim DFB liegt auch die Kompetenz zuverlässig gute Torleute auszubilden.


    Aber dort scheinst du ja nicht zu spielen? Vielleicht verstehst du nun, warum ich bei intensives Torwarttraining ein wenig die Nase gerümpft habe?


    Aber ja, du bist erst 13 Jahre alt, da hat die liebe Goodie wohl recht, das man es deshalb nicht so eng sehen sollte.


    Dennoch würde ich dir von einer eigenverantwortlichen Aufgabe schon deshalb abraten, weil du es nicht nur mit Kindern, sondern auch mit deren Eltern und anderen erwachsenen Vereinsverantwortlichen zu tun hast.
    Aber in die Rolle einer Co-Trainerin kann man sich sehr gut Traineraufgaben kennenlernen, um später eigenverantwortlich handeln zu können. Darüber gibts hinreichend gute Erfahrungen und der Vorteil liegt darin, dass man den Trainerjob in einer gewohnten Umgebung von der Pike auf erlernen kann, anstatt direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden.

    @Goodie
    Ja, von so etwas ähnlichem berichtete mir ein guter Freund. Er war vor zig Jahren in einen Angelverein eingetreten. Er schätzte die Ruhe und die Gemütlichkeit in den gelegentlichen Treffen. Auch die jährliche Generalversammlung war voll besetzt. Doch nachdem ein neuer Vorstand gewählt wurde und die "Jüngeren" das Ruder übernahmen. Hier wurde gar nicht mehr gefragt, wer denn ein Anglerheim haben wollte, sondern es wurde nur gefragt, wer den dagegen ist. Und als sich dann doch jemand traute wurde ihm untestellt, er wolle sich ja nur vor der Eigenleistung drücken. Das Angeln selbst wurde nach und nach zur Nebensache. Von den 500 Mitgliedern seien nur noch 30 - 40 regelmäßig am Angeln, sodass auf 5 Angler ein Aufpasser (Vereinsmeier) kommt.


    Auch ich beobachte, dass es häufig einfacher ist, ein paar Tausend Euro für eine neue TV-Anlage im Vereinsheim zu bekommen, als wenn es um ein paar Euro für eine Jugendmannschaft geht.
    Vielleicht hat Geld den gesellschaftlichen Charakter eines Vereins verdorben, weil Äußeliches allzuseh in den Mittelpunkt rückte und der Mensch sich nur noch als Konsument einigermaßen wohlfühlen konnte?

    Ich selber hatte ein intensives Torwarttraining

    Also erst mal würde ich versuchen bei der Wahrheit zu bleiben! Wo in Deutschland gibt es denn für ein 13-jähriges Mädchen ein intensives Torwarttraining. Wobei man unter intensiv nicht nur häufig, sondern auch qualitativ hochwertig verstehen sollte?