Beiträge von TW-Trainer

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    @Leverkusener


    Diese Links haben schon andere hier hinein gestellt. Ich habe dazu auch schon meine Erläuterungen, dass es sich hierbei um die Auslegung der gesetzlichen Regelungen für Vidoes aus dem Seniorenbereich von Spielen des oberen Amateurbereichs (Regionalliga, Oberliga) geht. Es ist verständlich, dass dort wo eine 3 - 4-stellige Zuschauerzahl als schmückendes Beiwerk einer Fussballpartie zu sehen ist, die Regelung für "Bewegtbilder" eine andere sein muß. Ferner geht es hierbei auch um eine Abgrenzung zu einer komernziellen Nutzung


    Unter ganz anderen Gesichtspunkten ist das Fimen eines Kinderfussballs zu sehen, in denen die Kinder und die einige Zuschauer zwangsläufig zu den Hauptakteuren im Film werden. Dieses bedarf einer vorherigen Einwilligung, wenn man keinen Ärger haben will.

    Du kannst die Filme online stellen. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, auch ein Jugendspiel.

    Nach dieser vereinfachten Darstellung dürfte Jeder, der sich in die Öffentlichkeit wagt, ohne Einwilligung fotografiert oder gefilmt werden. So ist es aber nicht. Auch in der Öffentlichkeit genießt das Individuum das Recht am eigenen Bild!


    Es sind die Einhaltung von Gesetzen anhand von Kausalitätsketten zu prüfen. Weil man danach zu unterschiedlicher Beurteilung gelangen kann, ist bei Streitigkeiten eine Einzelfall-Prüfung mit abschließendem Urteil unerlässlich, sofern man sich nicht vorher einigen kann.


    Im verlinkten Fall will ein ehemaliges Vereinsmitglied nicht mehr via Video in Zusammenhang mit seinem alten Verein gebracht werden, obwohl er zuvor seine Einwilligung dazu gegeben hatte. Im Video wird jedoch nicht nur eine Ansammlung von Personen gezeigt, sondern auch das ausgetretene Mitglied mit einer weiteren Person. Ferner ist das Video nachvertont, weshalb auch der Name des Ex-Mitglieds genannt ist.
    Es stellt sich nun die Frage, ob die vorher gegebene Einwilligung für die Video nachträglich widerrufen werden kann. Dazu erklärt der Anwalt, dass dies möglich ist, sofern nachträglich ein trifftiger Grund entstaänd, der zum Zeitpunkt der Einwilligung noch nicht vorhanden war. Es ist also zu klären, ob der Austritt aus einem Verein schon ein trifftiger Grund ist oder ob aus einem Allgemeininteresse heraus eine ehemalige Mitgliedschaft einen Widerruf nicht rechtfertigt? Leider gibt der Fall dazu keine konkreten Hinweise, ob es sich um ein "normales Ex-Mitglied" handelt oder ob er in leitender Funktion war und nach persönlichen Streitigkeiten seinen Austritt erklärt hat. Weil jedoch dieses Mitglied im Video namentlich genannt wird, könnte es sich um leitende Funktion gehandelt haben, sodass nachträglich ein trifftiger Grund entstand, mit der die weitere Veröffentlichung einen schädigenden Einfluß auf das Privatleben dieser Person haben könnte. Reine Auslegungssache wäre es dann, ob das Ex-Mitglied seinen Widerruf sofort nach dem Austritt erklärt hat oder es zunächst stillschweigend geduldet und durch eine konkrete Situation (z.B. leitende Funktion beim "sportlichen Erzfeind") herbei geführt wurde.


    Im Zusammenhang mit Privatpersonen kann durch eine stillschweigende Duldung nicht automatisch von einer Einwilligung gesprochen werden. Wie schon der Anwalt anführt, ist eine Genehmigung eine Grundvoraussetzung. Diesen Nachweis muß der Verbreiter des Video`s erbringen. Diese kann jedoch nachträglich aus wichtigem Grunde widerrufen werden. Dieser Nachweis muß vom Widerrufenden erbracht werden.

    Spieler gewechselt?
    Öztunali, Tah, Mustafi, Sidney Sam, Eric Maxim Choupo-Moting, Alex Meier

    Du hast es auf den Punkt gebracht. Die Ausbildung im NLZ ist eigentlich qualitativ gut genug, um Talente an den Kader der 1. Senioren heran zu führen. Aber man bringt nicht die Geduld auf und andere Vereine sind die lachenden Dritten. Ist es nicht erschreckend, wenn in 10 Jahren nicht ein einziges Talent aus dem NLZ zum Stammspieler in der eigenen Profimannschaft werden konnte?


    Da stellt sich natürlich die Frage, wer ist "man" und trägt dafür die Verantwortung?
    1. Ist es der Chefcoach, mit dem zwar ein Konzept vereinbart wird, aber in Wirklichkeit schon nach 3 Niederlagen am Stück zur Disposition steht?
    2. Sind es die Geldgeber, die sich nicht (mehr) für Vereinskonzepte interessieren, sondern sofort den Erfolg um jeden Preis wollen?
    3. Der Zuschauer, der sich nur noch für kurzfristige Erfolge interessiert?


    Ich habe mir diese Bachelorarbeit als Beispiel genommen, um aufzuzeigen wohin es führen kann, wenn man die Bedeutung der Nachwuchsförderung nicht erkennt und es im Verein keinerlei Mechanismen gibt, die eine Durchlässigkeit zwischen dem Junioren- und Seniorenbereich gewährleisten.


    Bei meiner abschließenden Frage wollte ich die Trainerkollegen bitten, einmal in ihren Verein zu schauen, wie es dort mit der Durchlässigkeit zwischen dem Junioren- und Seniorenbereich bestellt ist? Gibt es ein Konzept mit langfristigen Zielen, in denen der Übergang der eigenen Jugend in den Seniorenbereich ein fester Bestandteil ist. Findet ein vereinsinterner Verjüngungsprozeß statt, in dem eigene Talente ausscheidende, ältere Spieler ersetzen oder müssen sich die Jugendlichen nach ihrer Ausbildung andere Vereine suchen bzw. ihre Karriere an den Nagel hängen?

    Liebe Trainerkollegen,


    manchmal kann es sich lohnen, den Wert einer wissenschaftlichen Arbeit (heir die Bachelorarbeit von Jan-Hendrik Schmidt) nach einem halben Jahrzehnt erneut anzuschauen. Der Autor betrachtet dabei im besonderen
    Eine Analyse der Umsetzung der Vorgaben des DFB am Beispiel des Bundesligavereins Hamburger SV"


    Er kommt in seinem Fazit zu der auf den ersten Blick erschreckenden Ausage: "Die Ausbildung des Hamburger SV hat aber ein großes Defizit: die Durchlässigkeit zwischen Junioren- und Seniorenbereich. Von den Talenten, die in den letzten zehn Jahren ausgebildet wurden, hat sich keines beim HSV langfristig durchgesetzt."
    (mittel- und langfristig meint, dass zu Messzeitpunkt kein einziges Talent durch 50 und mehr Spielteilnamen in der 1. Bundesliga) sich einen Platz als Stammspieler erkämpfen konnte)


    Wer sich die gesamte wissenschaftliche Arbeit anschauen möchte, kann unter dem nachfolgenden Link: https://monami.hs-mittweida.de…ndex/year/2012/docId/2095
    auf der rechten Seite per Download die Arbeit auf seinen PC herunterladen.


    Wie sieht die Durchlässigkeit vom Junioren- in den Seniorenbereich eigentlich in euren Vereinen aus? Also ich meine nicht, ob mal ein Spieler ein paar mal eingesetzt wird und dann in einen anderen Verein wechseln muß, um dort beserere Spielchancen zu erhalten, sondern wo man wirklich den eigenen Talenten soviel Vertrauen schenkt wie auswärtigs ausgebildete Spieler?

    Was soll so eine Ankack-Veranstaltung bringen? Demotivation? Schuldzuweisungen? Es muss eine Lobeshymne werden: Besonders toll finde ich es das die meisten pünktlich kommen. und vielen Dank an alle die sich zuverlässig abmelden, das macht es leichter zu planen. Lass das Gemoser einfach weg. Dann kann das was werden.

    Ich finde deinen Ansatz durch dosiertes Lob positiver Verhaltensweisen auch die zu erreichen, die ebenfalls gern gelobt werden wollen.



    C-Jugendliche sind hier ein äußerst interessantes Alter. Schließlich wird Ihnen jeden Tag 8 Stunden erzählt, wie die Welt funktioniert, und sie realisieren, dass man nicht alles glauben kann ;-).

    Genau das ist der Punkt, warum Vorhaltungen, Ermahnungen oder ein Strafenkatalog selten lang anhaltende Wirkung besitzt. Hinzu kommt, dass die Zuhörer sofort einen Abgleich zum Trainerverhalten machen.


    Ein wenig mühsamer ist es an Hintergrundinformationen über Verspätungen und Absagen zu gelangen. Wer ein vertrauensvolles Verhältnis zu seinem Team hat, der wird diese Antworten bekommen.


    Mir fällt es allerdings sehr schwer, hier aus Erfahrungen zu sprechen, weil ich nie wirklich Probleme damit hatte. Denn die Freude am Fussball kann man gar nicht erzwingen. Entweder sie entsteht und man kann sie gemeinsam wachsen lassen oder sie kann sich nicht entwickeln, wenn der Trainer der Falsche für diese Mannschaft ist oder vielleicht besser gar keinen Trainerjob übernehmen sollte, weil ihm die dafür notwendige Sensibilität für ein gutes Verhältnis fehlt. Wer glaubt, der müsse den Entertainer spielen, der darf sich dann nicht wundern, wenn sich seine Spieler wie Konsumenten verhalten. Denn dann stellt sich die regelmäßige Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb in ganz anderen Dimensionen da.


    Wenn ich also feststelle, das Unpünktlichkeit oder viele Absagen vorhanden sind, dann würde ich zunächst einmal mich und dann die Mannschaft fragen, wie wir das gemeinsam besser machen können?
    Auf diese Weise gibt man den Spielern die Möglichkeit ihre Rolle in der Mannschaft selbst zu beschreiben, anstatt weiterhin jedes Detail per Anweisung vorzugeben.


    Sich als Mitglied einer Mannschaft zu fühlen und dabei wachsende Verantwortung zu übernehmen, ist nicht selbstverständlich. Dazu braucht es auch die Unterstützung des Trainers zum Aufbau eines gegenseitigen Vertrauensverhältnisses


    Wer etwas gern macht, für den hat es eine besonders hohe Priorität. Wer es aus Gewohnheit macht, der wird aus der Routine heraus teilnehmen. Wer hingegen nur hingeht, weil andere (z.B. Eltern, Freunde) es so wollen, der wird nach Gründen seiner Abwesenheit suchen. Aber jeder Trainer hat die Chance, die überall vorhandene Neugier zu wecken. Wem das nicht gelingt, der sollte sich zunächst einmal selbst die Frage stellen, was er besser machen kann?

    Zitat: "Die Veröffentlichung von Foto- und Videoaufnahmen bei Sportveranstaltungen sind zulässig, wenn durch ihre Verbreitung keine berechtigten Interessen der Darbietenden verletzt werden."

    Na, das meint es eben, dass im oberen Amateurbereich jeder Sportler damit rechnen muß, dass dort fotografiert oder gefilmt wird. Hat jedoch der Verein ein berechtigtes Interesse daran, über die Filmrechte selbst entscheiden zu können und ggf. dafür einen kommerziellen Vertrag ausgehandelt, so dürfen keine Dritten ohne Erlaubnis des Vereins Bilder und Videos veröffentlichen. Egal, ob sie dadurch Umsätze erwirtschaften oder nicht.


    Der Wikipedia-Auszug bezieht sich


    Schutzbefohlene Kinder genießen eine Reihe von Sonderrechten, weil ihre Erziehungsberechtigten in aller Regel nicht vor Ort sind und somit die zeitlich bezogene Verantwortung von Trainer und Betreuer nicht die Möglichkeit haben, stellvertretend für die Eltern alle Entscheidungen zu treffen. Dazu zählt sicherlich auch die Online-Stellung von Bildern oder Videos von Kindern ohne Einwilligung der Eltern.


    Aber selbst bei Kindern kann es Ausnahmen geben. Will z.B. eine Schule bei einer Großveranstaltung Bilder publizieren, auf die eine große Menge an Kindern zu sehen sind, so benötigt sie hierfür nicht die vorherige schriftliche Einwilligung der Eltern. Soll hingegen eine kleine Gruppe von Schülern für besondere Leistungen fotografiert und mit Namen betitelt werden, so wird die schriftliche Erlaubnis benötigt.


    Als Faustregel kann also die Anzahl der abgebildeten Personen angesehen werden. Je mehr darauf zu sehen sind und je weniger man sie im Detail erkennen kann, je geringer ist die Gefahr einer Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

    Blödsinnige Kommentare helfen hier weder dem Kind noch den Eltern

    Du hast natürlich vollkommen recht. Aber dieser Kommentar stammt von einer 13-Jährigen.


    Ich verstehe es so, dass nicht Jeder eine Chance auf eine Talentförderung bekommt. Wenn aber die Eltern die Förderung ihres Kindes nur deshalb verweigern, weil sie ein Mädchen ist, dann könnte ihre Eltern später dafür hassen. Natürlich gibt es solche Fälle. Früher noch sehr viel mehr als heute. Auch haben es Mädchen in manchen Sportarten, so auch im Fussball sehr viel schwerer, weil einerseits die Strukturen noch nicht so gefestigt sind und andererseits Vorurteile gepflegt werden, dass richtiger Fussball nur von richtigen Kerlen gespielt werden könnte.


    Ich habe aber nicht den Eindruck, dass der Vater grob fahrlässig gehandelt hat, in dem er seine Tochter zu früh in die Talentförderung geschickt hat. Auch hat er sofort reagiert, als es Anzeichen dafür gab, dass es noch etwas Zeit braucht, weil neben der sportlichen Entwicklung auch die soziale Kompetenz gereift sein muß.


    Eher würde ich die Sportlichen Leiter zur Verantwortung ziehen, denn ihnen liegen über die Jahre Vergleichswerte vor, nach denen ihre Entscheidungen mit höherer Wahrscheinlichkeit auch den Wünschen der Kinder entsprechen können. Allerdings fehlt diesen Stabsverantwortlichen aufgrund der Positionsfluktuation meist selbst die Erfahrung, solche Entscheidungen sicher zu treffen.


    Wenn Kinder mit schlechten Erfahrungen von Fördermaßnahmen heimkehren, dann werden sie in späteren Jahren Abstand von solchen Einladungen nehmen.
    Leider werden solche Statistiken einer schädlichen Überforderung nicht geführt, weil man sich ausschließlich auf die wenigen konzentriert, die sich der Beliebigkeit ihrer Trainer bereitwillig ausgesetzt haben.
    Denn es ist für die Verantwortlichen bequemer, sich ausschließlich mit dem Kreis der Willigen zu beschäftigen, statt sich kritischen Fragen der manchmal nicht kindgerechten Methoden zu stellen.


    Leider dringen die wissenschaftlichen Erkenntnisse kaum in den Fussball ein, weil sie dort auf einen in sich geschlossenen Kreis von traditionellen Denken treffen. Er hat sich längst abgekoppelt, gibt sich eigene Gesetze, die selbst dann befolgt werden sollen, wenn sie gegen Zivilrecht verstoßen. Aber noch schwerer wirkt die seelische Gewalt kraft Autorität, denen Kinder manchmal über Jahre durchgesetzt werden, weil man schließlich für seine Karriere alles aufgeben muß.


    Wollte man hier wirklich eine Verbesserung erreichen, so müßte es flächendeckendes Netz neutraler Beratungsstellen geben, in denen sich Minderjährige und ihre Eltern über die Möglichkeiten im Fussball beraten lassen können. Das dies vom DFB nicht gewollt wird zeigt deutlich, dass sie die Vereine als Lobbyvertreter ansieht und sich nicht für den Nachwuchs verantwortlich fühlt.


    Seit einigen Jahren unterstütze ich eine Förderung, in der sich Kinder in einer angstfreien Umgebung entwickeln können. Die Ergebnisse haben mich einerseits überrascht, andererseits widerum frustriert. Überrascht war ich, dass eine größere Masse an Kindern einen sehr hohen un sogar höchstem Leistungslevel erreichen konnte. Frustiriert war ich, als sie sich meistens nicht im Wettbewerb gegen etabliert ausgebildten Talente durchsetzen konnten, weil sie sich nicht in den Dienst eines fremdgesteuerten, rücksichtslosen Konkurrenzkampfes stellen wollten. Sie sehnten sich nach Selbstverwirklichung, so das ihen Preis der Unfreiheit letzendlich zu hoch erschien.


    Wer also glaubt, es wäre ein ganz tolles Leben als Talent, der sollte ein wenig tiefer blicken, um sich nicht nur mit den Vor- sondern ggf. auch mit den Nachteilen vertraut zu machen.

    Meistens hat sich der Filmer nichts dabei gedacht, selbst wenn er es Online stellt.


    Zwar gibt das BGB grundlegende Hinweise über altersgerechte Rechte und Pflichten, die man 0 - 7 Jahre,7 - 14 bzw. 14 - 18 Jahren clustern kann, aber innerhalb dessen gibt es eine Reihe von Veränderungen, sodass man meistens nicht in einem Satz begründen kann, warum etwas zulässig ist oder nicht.


    In der Praxis dürfte z.B. ein Minderjähriger gar nich ohne Zustimmung seiner Eltern entscheiden, ob sein Bild veröffentlich werden darf. Selbst, wenn er kein Geld dafür bekäme.


    Der Link für das Filmen von Amateurspielen bezieht sich weitestgehend auf den Seniorenfussball im obersten Amateurbereich. Hier wollte man Richtlinien schaffen, um darin besondere Werbeinteressen zu schützen. Vorher konnte jeder dort längere Filme machen und sie ungefragt ins Netz stellen. Das sollte damit unterbunden werden. Mit Video`s im Kinderfussball und Online-Stellung hatte das nichts zu tun.


    Man kann zwar einmalig innerhalb des Vereins eine Einwiilligung von Bildern (mit Namensnennung) von den Eltern bekommen. Diese gilt jedoch nicht für den Gastverein!


    Andererseits ist es längst Alltag, dass mit Handys gefilmt wird und diese Bilder manchmal auch ins Netz online gestellt werden. Was noch erlaubt oder schon verboten ist, kommt wirklich auf den Einzelfall an.

    Ich denke man kann die Handlungsschnelligkeit mit diversen Übungen schulen.

    Da hast du sicherlich recht. Die Frage ist jedoch auch, in wieweit diese Schulung dann auch im Wettkampf umgesetzt werden kann? Wir hören in diesem Zusammenhang manchmal Begriffe wie "Trainingsweltmeister" oder die Ungeduld: " ... der muß endlich liefern ..."!
    Keine Angst vor dem Versagen zu haben, das haben naive Menschen auch. Denn eigentlich ist die Angst ein natürlicher Schutz vor unkalkulierbaren Risiken. Wenn jedoch die soziale Umgebung der Grund überhöhter Angst ist, dann kann sie die Entwicklung hemmen.
    Kinder, die nicht in einer angstfreien Umgebung ihrem Hobby Fussball fröhnen dürfen, weil ihre Trainer etwas anderes mit ihnen vorhaben, werden sich mehrheitlich langsamer entwickeln. Denn nur die Spieler, die dem Wunschbild ihres Trainers gesprechen, erhalten regelmäßig Lob und Erfolgserlebnisse. Der große Rest ist der Allmacht der Launen ihres Trainers preisgegeben. (Gerade erst wurde wieder ein Fall in England publiziert, in der der Verein Schweigegeld an einen Ex-Jugend-Spieler, der von seinem Trainer an allen Regeln der Kunst fertiggemacht wurde. Die körperliche und seelische Bestrafung endet fast nie ohne Folgen.)
    Mit fällt in diesem Zusammenlang immer wieder auf, dass wir allzusehr den Fokos einer Variablität in der Erlernbarkeit auf die Kinder legen, uns selbst jedoch kaum in der Frage sehen, wie wir uns als Trainer weiterentwickeln können?



    Daher sehe ich das Training eher als Animation und Beginn von neuem. Die meisten Wiederholungen holen sich die Kinder selbst (die meisten zumindest).


    So sehe ich Training auch. Denn wer glaubt, aus vielen Ballkontakten würden automatisch auch gute Ballkontakte, der unterliegt einem Irrtum. Denn durch reine Wiederholung wird man nie weiterkommen als bis zu der Stelle, bis zu der man ohne jegeliche Untestützung gelangt.
    Ein Lernprozeß kann immer nur durch die Bereichschaft von außen Impulse aufzunehmen, sie auszuprobieren und durch das experimentieren mit ihr kleine Fortschritte zu erzielen.
    Bei den Bambinis ist es noch sehr leicht. Denn dort kann man die Animation in kleine Märchen und Geschichten einbinden. Doch je älter die Spieler werden, je mehr haben sie das spielerische Erlernen durch die Traineranimation verlernt und sind fast nur noch mit sich selbst beschäftigt.
    Weil aber der Fussball nicht allein gespielt werden kann, liegt die Neugier in der immer wieder neuen Situation, die als Herausforderung begriffen werden kann. Dieser Deutung ist dann auch geschuldet, dass sich kein Spieler auf der Reservebank verbessern kann, denn das im Training als Animation zum Beginn eines Neuem bedarf der anschließenden Erprobung im Wettkampf. Wer Spieler nicht einsetzt, beraubt ihnen deshalb dieser Möglichkeit und ist mitverantwortlich an ihrer Stagnation in der Handlungsschnelligkeit.


    Sicherlich sind Wiederholungen die einzige Möglichkeit der Festigung von Fähigkeiten, weil hierbei Erfahrungen gesammelt werden. Wichtig hierbei ist dennoch die Unterstützung durch den Trainer, die eine Entwicklung fördern kann, sobald man die Situation verändert. Veränderung bedeutet eine Steigerung der Herausforderungen, also vom einfachen zum schweren und vom gewohnten zum ungewohnten. Je mehr Analysefähigkeiten und Improvisationsvermögen bei der Verbalisierung der Trainer besitzt, je besser scheint die Entwicklung von Handlungsschnelligkeit.


    Doch bevor man sich auf eine gemeinsame Reise begibt, dessen Ziel weder Spieler noch Trainer wirklich kennen, sollte der Start gut überlegt sein. Denn bevor ein Spieler etwas von seinem Trainer lernen kann, muß der Trainer sehr viel von seinem Spieler lernen, um den für ihn individuellen Lernweg, bei der er am besten versteht, herauszufinden. Hierbei ist auch die Mentalität ein entscheidender Geschwindigkeitsfaktor, denn das Talent als Voraussetzung für Handlungsschnelligkeit wird sehr häufig überschätzt.

    @Don Quijote


    Hab das zwar mal gelernt, aber mein Schwerpunkt war ein Anderer. Deshalb bin ich nicht absoluter Laie. Nach meiner Lesart würde ich das Filmen einer überschaubaren Anzahl von Personen mit anschließender Internet-Schaltung ohne Genehmigung der Eltern sein lassen. Es kann Ärger geben, wenn Eltern daran Anstoß nehmen.


    Es gibt Vordrucke für Eltern, in denen per Unterschrift die Publikation von Bildern und Namen genehmigt wird. Allerdings muß hier auch der Zweck eindeutig angegeben sein.

    Einige werden in den Gedanken-Schnelligkeit nie das Niveau von anderen erreichen.

    Das würde ich so nicht behaupten wollen. Denn aus biologischer Sicht entwickelt sich das "Entscheidungszentrum" im Gehirn (vordere Stirnlappen), in denen die im Kurz- und Langzeitgedächnis gespeicherten Bilder mit der aktuellen Situation abgeglichen werden und zur Entscheidung führen erst im Alter von 15 - 20 Jahren auf ihre entgültige Größe. Allerdings scheint die Entscheidungsgeschwindigkeit ein wenig trainierbar zu sein. Man sollte also schon ein wenig Geduld haben und nicht zu voreiligen Entscheidungen gelangen, wo erst noch in einer Reihe von Jahren eine Entwicklung stattfindet.


    Eine allgemeine Intelligenz wird ja eh nicht verlangt, sonst hätte ich z.B. der damalige Fohlen-Trainer, Hans Meyer nicht zu der Aussage hinreißen lassen: "...wenn meine Spieler nicht so gut Fussball spielen könnten, müßte wohl die Hälfte von ihnen unter Brücken schlafen ..". Man kann auch in der Nationalmannschaft spielen und Autofahren ohne Führerschein. Auch die Trainer brauchen kein Übermaß an nachgewiesener Intelligenz, wenn sie besonders erfolgreiche Fussballer waren.


    Auch habe ich noch niemanden getroffen, der von sich aus behauptet hat, er hätte zu wenig Intelligenz mitbekommen und man müsse ihm seine Dummheit schon verzeihen.


    Da macht es doch wenig Sinn, die Gründe lediglich bei den Spielern zu suchen, solange man die Dummheit ihrer Trainer nicht ausschließen kann :thumbup:

    Also ich würde es nicht darauf ankommen lassen und die Eltern der Kinder vorher fragen.


    Denn die gesetzliche Regelung bezieht sich ausschließlich auf sportliche Großveranstaltungen oder andere Formen einer Versammlung, bei denen der Grund lediglich schmückendes Beiwerk ist und somit als Bilder der Zeitgeschichte angesehen werden können.


    Wird ein Fussballspiel einer Kindermannschaft gefilmt und anschließend ohne Einwilligung der Beteiligten (hier der gesetzlichen Vertreter) ins Netz gestellt, so kann hier nicht die Ausnahme der § 23 Absatz 1 Nr. 1 KunstUrhG oder § 23 Absatz 1 Nr. 3 KunstUrhG definierten Regeln zum Recht am eigenen Bild geltend gemacht werden. Denn zum einen ist die Anzahl der zu sehenden Akteure begrenzt, sodass ihre Handlungen keine Nebenerscheinung im Bild ist. Das Problem bei der Interpretation von Gesetzen ist leider, dass sie für Juristen verfasst wurden und nicht in der Sprache von Otto-Norml-Bürger abgefasst sind.


    Wer Ärger vermeiden will, der sollte vorher dem Filmen nachfragen und vor allen Dingen wahrheitsgemäß über den Zweck der Aufnahmen Auskunft angeben.

    Dynamische statt statische Übungen


    Mögen kurze statische Übungen (z.B. als Gassenform) ganz gut dazu dienen, eine neue Technik zu erlernen, so ist für die Anwendung der Technik das Erlernen von den dazu gehöriger Taktik unerlässlich. Denn wird die Technik isoliert trainiert, so kann man nicht wirklich erwarten, dass alle Spieler von sich aus darauf kommen, die erlernte Technik damit zu verbinden.


    Beschäftigen wir uns also mit einer einfachen Spieleröffnung durch den Torwart.


    1. Statische Spieleröffnung und Ursache
    Der Torwart erobert den Ball. Zunächst einmal schaut er sich um, wohin er den Ball spielen könnte. Endlich hat er eine Anspielstation gefunden und paßt den Ball dorthin. Sein Mitspieler registriert das Anspiel und wartet auf den Ball.


    Der Gegner hat sich durch den relativ langen Zeitraum zwischen Balleroberung und Spieleröffnung organisieren können und alle Anspielstationen im Blick, sodass ein rasche Rückeröberung des Balles mit einer guten Torabschlußsituation wahrscheinlich ist.


    Ursache dieser statischen Spieleröffnung ist, dass sehr viele Übungen mit dem Torabschluß endeten und dadurch eine "künstliche Pause" zwischen Torabschluß und Spieleröffnung erzeugt wurde. Für Spieler und Torwart ist die Situation nach dem Torabschluß erst einmal beendet. Es beginnt eine neue Situation, wenn der Torwart den Ball kontrolliert hat und zu einem Mitspieler passen möchte. Weil der Torwart jedoch erst noch überlegen muß, ist für die Mitspieler der Zeitpunkt des Abspiels genauso ungewiss wie der Anspielpartner, der den Ball zugepaßt bekommen soll. Der Gegner hat also genug Zeit, um einen Vorteil für sich aus dieser künstlichen Pause zu schaffen.


    2. Dynamische Spieleröffnung und Urasche
    Während der Torwart den Ball aufnimmt laufen bereits mehrere Spieler in freie Räume, sodass der Torwart die Situation der Balleroberung und Spieleröffnung gleichzeitig realisiert und für ihn die Aktion erst mit einer sofortigen, klugen Spieleröffnung abgeschlossen ist. Die Ursache für dieses Verhalten liegt darin, als dass die Übungen variabel und spielnah gestaltet sind. D.h. im Fall er Balleroberung wird sie mit einer Spieleröffnung fortgesetzt. Dadurch sind seine Mitspieler in der Lage nicht vorzeitig auf Zuschauermodus als passive Beobachter umzuschalten, sondern auch im Moment der Balleroberung aktiv mitzuwirken. Das gilt sowohl zur Verhinderung von "Abstaubern" des Gegners als auch für das Freilaufen als Anspielpartner.


    3. Verständnis für eine gute Spieleröffnung entwickeln
    Warum die Auftaktbewegung auch in der Halle gegen taktisch gut organisierte Teams nichts bringt?
    Wenn der Keeper Zeit für die Spieleröffnung benötigt, weil er den Ball erst noch holen muß, beobachtet man gelegentlich eine Auftaktbewegung von einem der beiden Außenverteidiger. Ziel dieser Auftaktbewegung soll es sein, seinen Gegenspieler zunächst mitzuziehen und dann blitzschnell zurück zu laufen, um anspielbar zu sein. Beim gegnerorientierten Mitspieler mag diese Auftaktbewegung erfolgreich sein. Der ballorientiert ausgebildete gegnerische Angreifer wird jedoch lediglich den Paßweg zustellen und durch den "Fehlpaß"aufgrund der Auftaktbewegung sofort in eine Großchance gelangen. Der ruhende Ball sollte deshalb ins seitliche Mittelfeld in die Nähe der Mittellinie gespielt werden. Dort ist meist genug Raum für einen erfolgreichen Angriff. Gelangt er dort versehentlich beim Gegner, so befinden sich genügend eigene, zentrale Mitspieler hinter dem Ball, sodass der Gegner einen eventuellen Vorteil duch den Fehlpaß nicht ausnutzen kann.


    4. Erfolgreiche Varianten trainieren
    Jeder kennt eigentlich den Seitenwechsel nach Balleroberung durch den Keeper. Aber allein der Seitenwechsel schafft kaum Raumgewinn. Wird nicht sofort ein Anspielpartner gefunden oder dribbelte der Paßnehmer zu lange, so ist der Vorteil schnell dahin.
    Erfolgreicher kann man agieren, wenn der Ball sofort flach und mit Druck zur anderen Seite auf einen Angreifer gepaßt wird. Der Ball sollte deshalb flach gepaßt werden, damit er nicht erst noch kontrolliert werden muß. Der Druck ist erforderlich, damit der Gegner weder den den Paßweg sprinten kann, noch rechtzeitig zum Angreifer gelangt. Dieser Pinalty-Paß kann bereits von einem pfiffigen F-Jugend-Keeper gespielt werden.


    4. Dynamische Übungen für die Mannschaft.
    Die einfachste Form kennt eigentlich jeder. Sie lautet: passen und nachlaufen. Nunmehr sollte der Trainer jedoch darauf achten, dass der Paßnehmer dem Ball entgegen kommt. Desweiteren sollte der Ball nicht "totgestoppt", sondern entweder mit dem ballfernen Fuß mitgenommen oder sogar direkt weiter gepaßt werden. Hier gibt es zig Varianten beginnend von einer Kreisform über Paßvarianten, bei der zwischen Kurz- und Langpaß gewechselt wird. Damit kombiniert werden können schnelle Sprints durch die Koordinationsleiter.
    Zweck dieser Übungen soll es sein, dass jeder Mitspieler zunächst einmal im Geist die Teile seiner Aktion sortiert, um sie anschließend in der korrekten Reihenfolge ohne künstliche Pause abzuarbeiten.


    5. Taktische Überlegungen
    Wer lediglich die Techniken und Laufwege trainiert, nicht aber auf spielnahe Anwendbarkeiten eingehkt, wird sich wundern, warum er im Wettkampf wenig davon sieht? Deshalb bietet es sich an, die Übungen in Spielformen zu kleiden. Beispielsweise könnte man die Paßstationen in Spielformen kleiden, in den man nach Balleroberung zunächst zum Torwart zurück paßt, der dazu animiert wird, sofort mit einem öffnenen Paß (Seitenwechsel oder Paß ins Halbfeld der Spitze) das Spiel eröffnet (statt wie früher den Ball zunächst zu stoppen, zu warten und zu überlegen)!


    6. Kontern, aber richtig!
    Statt den Gegner bereits in seiner Hälfte zu stören, sollte man sich sofort nach Ballverlust in die eigene Hälfte zurück ziehen und den Gegner bis zur Mittellinie kommen lassen. Bei Balleroberung sollen 2 Dinge rasch erfolgen:
    a. beide Angreifer sprinten in die gegnerische Hälfte.
    b. Spieler, der den Ball erobert hat, paßt sofort in die Spitzze


    Weil der Gegner bis zur Mittellinie aufgerückt ist, genügt es, wenn einer der beiden eigenen Angreifer freien Weg zum Tor hat und so eine Großchance entsteht. Wer in der Halle erfolgreich sein will, der muß gar nicht auf Ballbesitz besonderen Wert legen, sondern auf ein erfolgreiches Konterspiel.


    Viel Spaß dabei!

    Die Torhüterwahl kann ich übrigens nicht so richtig nachvollziehen.

    Das geht nicht nur dir so! Man sucht sich auch auf dieser Position Talente aus, ohne das man weiß, worauf es ankommt. Weil man in den meisten Fällen aber sowieso kein qualifiziertes Torwarttraining anbietet, hören diese Talente meist gefrustet von allein auf, wechseln manchmal sogar die Sportart. Hab gerade einen konkreten Fall, in der ein talentierter Keeper zum Junioren-Nationalspieler ernannt wurde. Allerdings im Volleyball! Aus dieser mißlichen Situation heraus werden häufig in der C-Jugend ganz neue Keeper ausgebildet, die dann nach kurzer Zeit schon bessere Leistungen bringen, weil die "alten Keeper" aufgrund fehlender Unterstützpunkt stagnierten. Werden jedoch die Keeper im oberen Jugendbereich ebenfalls nicht qualifiziert trainiert, droht ihnen ein ähnliches Schicksal. Es werden zwar noch genug hochqualifizierte Keeper ausgebildet, aber ihre Zahl wird jährlich geringer und damit auch die Leistungsunterschiede signivikanter.


    Bin mal gespannt, ob es im nächsten Jahr wirklich eine Reform beim DFB gibt, wenn ein Nachfolger gefunden ist?

    Ich finde es nur schade, das man, wenn man anderer Meinung ist, gleich als arrogantes Pack betitelt wird.

    Das gefällt mir auch nicht. Insbesonders nicht, aber es sind nur Ausnahmen. In der Regel zeichnet sich dieses Forum dadurch aus, als das man sich gegenseitig helfen möchte und sich jeder das heraus suchen kann, was für ihn wichtig ist.


    Denn eine eigene Meinung kann man sich am besten bilden oder ändern, wenn es unterschiedliche Ansichten von verschiedenen Leuten gibt und jeder auch den Mut haben kann das zu sagen, was er denkt.
    Mit ein bißchen Mühe kann man das auch so gestalten, dass der gegenseitige Respekt gewahrt wird, egal ob man sich nur zu kennen glaubt oder nicht.


    Ich bin froh darüber diesem Forum beitreten zu sein. Denn immer wenn denkt, man habe nun eine Detailansicht für sich gefestigt, kommt mindestens einer daher, der gute Gründe ausweißt, es noch einmal in Frage zu stellen.


    Wenn man mit dieser Offenheit an die Themen herangeht, dann kann es nur von Nutzen sein, anderen gut zuzuhoren, um sich nach reiflicher Überlegung den Ansatz für sein Team heraus zu suchen. Ob es dann auch so klappt, ist widerum etwas anderes und hängt im Wettkampf natürlich auch vom Gegner ab.

    in Richtung ballorientiertes Verhalten tendiert, empfehle ich American Football und Rugby in ihrer Urform oder Kinderform

    Warum nicht? Um mal ein paar Beispiele zu nennen, benutze in bei den Torleuten Sprungtechniken (Schmettern oder Block) aus dem Volleyball, weil die besser sind für die Sprunghöhe und Stabilität in der Luft. Aus dem Handball kommen kurze Bewegungsabläufe mit hoher Dynamik, sowie die Taktik nur die nicht durch Mitspieler zugestellten Torflächen zu sichern.


    Aber das wäre eigentlich schon ein eigenes Thema wert! Findest du nicht auch?



    Ich werde es mit meiner D-Jugend, erstmal mit einer 3er Reihe ausprobieren, da wir defensiv nicht mit einer 4er Kette spielen wollen (ist mir zu defensiv).

    Klar kannst du die Übung für die D-Jugend anpassen. Spielnahes Training sollte die Richtschnur sein. Aber für die Kids ist es wichtig auch die Schritte dorthin zu verstehen, weshalb es in dieser Phase noch nicht so sehr darauf ankommt, ob ihr mit einer 3-er oder 4-er Kette spielen wollt, sondern welche Unterschiede zu finden sind, ob man sich an der Positionsveränderung des Gegenspielers oder an der des Balles und der Mitspieler orientiert.


    Allerdings wirst du dich darüber wundern, wie schnell deine Kids das raushaben, welche Vorteile durch das Verschieben zum Ball hin bietet. Meist werden diese Vorteile zunächst von der Defensive erkannt und die Offensive muß noch daran arbeiten, wie man so eine Kette am besten knackt, wenn keiner der Defensivspieler mehr Fehler beim Verschieben macht.


    In dieser Übung stecken bereits viele Elemente, die nur deshalb nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, weil es hier von erwachsenen Profis zelebriert wird.


    Fang mit einem Abstand von 2 - 3 Metern untereinander an. Wenn du merkst, dass die zu wendig Pässe klappen, dann vergrößere den Abstand, damit man mehr Zeit gewinnt und die Paßpräzision nicht ganz so hoch sein muß. Denn gerade für neue Übungen ist es wichtig, dass die Kids ihre Erfolgserlebnisse bekommen, weshalb sie immer auch ein gute Chance haben müssen die gewünschten Ziele zu erreichen.

    Mir gefällt die Übung deshalb gut, weil hier Anzahl Spieler - Gegner und Raum zu ständig neuen Ideen der Trainingsteilnehmer führen.


    Wenn man wie hier 6 : 6 auf so engen Raum das Ballbesitzspiel trainieren läßt, dann ergeben sich durchaus eine Reihe von Lerneffekten. Das fängt schon bei der Entscheidung: Ballmitnahme oder Direktpaß zum Mitspieler an. Entscheidet sich der Spieler für die Ballmitnahme, dann wird er nur dann Zeit für den anschließenden Paß finden, wenn er den Ball in den freien Raum mitnimmt. Diese Situation kommt im Spiel häufig vor. Trainiert wird jedoch häufig lediglich die Ballmitnahme mit Sichtkontakt zum Mitspieler ohne zu berücksichtigen, ob dieser bereits unter Gegnerdruck steht. Ebenfalls sehr gut im Video erkennbar ist, der früher weitaus häufigere "Blindpaß" zum Mitspieler. Dieser Paß wird heute nur noch selten gespielt, weil der Paßgeber gar nicht erkennen kann, inwieweit sich die Situation ausserhalb seines Sichtfeldes verändert hat. Im Video ist der Gegner sofort am Ball, sodass der Blindpaß zum gegnerischen Ballbesitz führt.


    Besonders gut gelungen finde ich jedoch die Hilfsmittel der räumlichen Positionsabtrennung. Denn das Verengen von Paßräumen will gelernt sein. Je nach Distanz zum Ball (und Tor) braucht es einen größeren oder kleineren Deckungsschatten. Leider im Video nicht immer gut zu sehen (weil die Tore fehlen)!


    Die Abstände sollten vom Alter und Können her gestaltet sein, um eine Unter- oder Überforderung auszuschließen.


    Was mich jedoch bei diesen Übungen stört ist der fehlende Torabschluß. Denn Tore sind nun mal das Salz in der Suppe. Deshalb dürfen m.E. Pässe nicht allein dazu führen, dass der Gegner nicht in Ballbesitz gelangt, sondern sollen primär das Ziel des erfolgreichen Torabschlußes verfolgen. Hätte man hier z.B. an den 4 äußeren Ecken kleine Tore plaziert, so könnte man dieser Übung einen noch tieferen verleihen.


    Aber vermutlich wird diese Paßform noch um das Element des Torabschlusses erweitert, bzw. läßt sich erweitern.

    Sie möchte gern den Nachwuchs trainieren.. also Möchtegernnachwuchstrainer!

    Eigentlich schade, dass so ein interessantes Thema über die Trainereignung so einen Verlauf nimmt?


    @Constantin Ich teile deine Meinung, dass man die Aufgaben eines Co-Trainers so formulieren kann, dass sie auch auf ein 13-jähriges Mädchen passen. Denn fast der Chefcoach mal nicht zum Training kommen kann, muß nicht zwangsläufig der Co-Trainer einspringen. Es kann auch ein anderer Cheftrainer machen oder aber Eltern nehmen verantwortliche Aufgaben als "Kümmerer" ein. Und wenn das alles nicht klappt, dann kann man auch mal ein Training ausfallen lassen. Denn davon würde die Welt auch nicht untergehen.


    In gut geführten Vereinen werden Jugendliche ab der C-Jugend angesprochen, ob sie als Co-Trainer in den Bereich von G - D-Jugend einsteigen möchten? Bei Interesse und Talent zahlt ihnen später (16 Jahre) der Verein die Trainerlizenz und sort über diesen Weg dafür, dass sie ihren Trainerbedarf weitgehend innerhalb des Vereins decken können.