Beiträge von TW-Trainer

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    Es soll ja schon Teams geben, bei denen Trainer Tricks trainieren lassen, bei denen der Schiedsrichter gar nicht anders kann, als Foul zu pfeifen!
    Hier mal 2 Beispiele:
    a. Angreifer täuscht mit einer Finte an der Strafraumgrenze den gegnerischen Verteidiger, kreuzt sofort dessen Laufweg. Sobald er
    im Strafraum ist, stoppt er und läßt den Verteidiger auflaufen. Egal, ob der Verteidiger den Stürmer nun berührt, der Stürmer
    täuscht einen "Auffahrunfall" vor und fällt.


    b. Noch dreißster ist der hin und wieder erfolgreiche Versuch im Augenblick, in dem der gegnerische Verteidiger den Ball annehmen
    will, dessen Arm zu ergreifen und sich damit ins Gesicht zu schlagen, um einen Elfmeter zu bekommen.


    Bei der U 17 Junioren-WM in Mexiko wird soetwas momentan radikal mit gelben Karten bestraft! (Oder sind die Jungs nur noch nicht perfekt genug?)


    Manchmal hat man auch das Gefühl, das die Schiedsrichterpfiffe sich an den Bedürfnissen von Zuschauern orientieren. Wenn die Fanatiker einen Elfmeter wollen, dann sollen sie eben einen bekommen!


    Manchmal liegt`s aber auch einfach am Namen. Da fällt mir ein "Kurzzeit-Nationalspieler" ein. Wenn der seinen Namen hört, versteht er offenbar nicht "Marco Marin", sondern "Marco fall hin"!

    Hallo Paul,


    können wir uns darauf einigen, das den deutschen Spielerinnen, dem Trainergespann und unserer Schiedsrichterin das Regelwerk wohl bekannt ist! Deshalb ist schon mal eine Grundvoraussetzung, wieder Weltmeister zu werden, gegeben!


    Wenn man nun als Erklärungsversuch, z.B. beim Handspiel im Strafraum als Ursache des ausgebliebenen Schiedsrichterpfiffs den kollektiven Schockzustand des Schiedsrichtergespanns ansetzt, (denn so offensichtlich hält niemand den Ball in die Hand) so wäre der Wahrheit doch genüge getan. Denn bei einem Schock bleibt einem ja die Luft weg, die man ja bekanntlich zum Pfeifen braucht! Damit würde bewiesen, das die Schiedsrichterin das Regelwerk kennt und in der Regel auch pfeift, aber eben nur in der Regel. Die aber war gerade ausgeblieben, weil das "Ei" genau in die Arme eine Spielerin sprang, die dachte, der Ball sei aus dem Tor zurück gesprungen und müsse nun zum Mittelkreis getragen werden.
    Auch der Versuch der Brasilianerin "Martha", sich einen Ball durch Schiebung anzueignen, geriet nur deshalb außer Kontrolle, weil sie das sonst nur Männern zugedachte Vergnügen, so lange fummeln zu dürfen, bis er drin ist, nacheifern wollte.


    Man kann auf unterschiedliche Art und Weise über den Vergleich zwischen männlichem und weiblichem Fussball diskutieren. Mal ist er ein Fluch, mal ein Segen! Ich finde, er hat eine eigene Perspektive verdient und man sieht, wie der Frauenfussball versucht sich freizuschwimmen. Das das unter den kritischen Blicken der Frauenfussballversteher nicht immer einfach ist, mag verständlich sein. Sich aber mit einer gehörigen Portion Humor selbst nicht ganz so ernst zu nehmen, zeigt doch, das man die Dinge ganz und gar unter Kontrolle hat. So ist mir also nicht bang darum, das der Frauenfussball seinen Weg beharrlich und erfolgreich weitergehen wird.
    Und seien wir doch mal ehrlich: ist es nicht weitaus interessanter den Frauenfussball zu beobachten, als diesen ständig lamentierenden, rotzenden, schauspielernden männlichen Egoisten bei der Verrichtung ihrer finanziell viel zu hoch eingestuften Leistungen, der sich seit Pele technisch kaum verbessert hat, gelangweilt zuzuschauen?

    Sorry, wenn das Thema schon ein wenig abdriftet, möchte ich auch einen zum Besten geben.


    Eine weitere, von der Schiedsrichterin nicht geahndete Disziplin ist das beidarmige, offene Stoßen mit anschließender Bodenklatsche der Gegenspielerin (Spiel: Brasilien . /. Norwegen durch "Martha" vor dem 1 : 0). Schließlich wäre sie sonst nicht an den Ball gekommen und die Schiedsrichterin hatte schon unnötig lange auf das erste Tor gewartet!


    Interessant ist auch die Abseitsregelung. Danach ist nicht die Position beim Abspiel, sondern die Postion bei der Ballannahme maßgeblich fürs Abseits. Die haben ganz offensichtlich den Zeitpunkt der Abseitsbeurteilung und den Zeitpunkt des Abseitspfiffs durcheinander gebracht!


    Ferner greift eine Schiedsrichterin die Vorteilsauslegung erst dann, wenn die einzige noch stehende, ballführende Spielerin keine Anspielstation mehr findet, weil der Gegner schon alles, was in der Nähe war, umgehauen hat!


    Kein Foul und die Absicht den Ball zu spielen, ist auch dann gegeben, wenn man mit ausgestreckten Beinen in die Richtung springt, in die der Ball vermutet wird! Wenn die Gegnerin dann dazwischen sprintet, so ist das eben Pech!


    Desweiteren haben die Engländer ganz offensichtlich eine besondere Torwartschule, wo neben David "Flutschfinger" Seaman auch engliche Torfrauen soweit ausgebildet werden, das sie bei einem direkt auf sie zukommenden Schuß abtauchen und zum seitlichen Hechtsprung ansetzen. Es kann natürlich auch daran liegen, dass in den Trinkflaschen traditionell leckerer schottischer Wiskey ist und mit Zunahme der Spieldauer die klare Sicht zunehmend abnimmt?


    Und zum Schluß: Birgit Prinz kann nicht mehr spielen, weil sie sich nach ihrer Auswechselung beim gegenseitigen Abklatschen mit Trainerin und Auswechselspielerinnen sämtliche Finger gebrochen hat.

    Was bei den meisten 4-jährigen nicht funktioniert, kann man bei 3-jährigen erst recht vergessen. Sobald der Lärmpegel steigt wollen die Kleinsten sofort auf Mama`s Arm! Da wollen die auch nicht eher wieder runter, bis es ruhig geworden ist.


    Außerdem, wie soll das denn im Training funktionieren? Willst du auch noch zwischendurch Windeln wechseln? Ganz zu schweigen davon, das diese kleinen Küken nicht den Hauch einer Chance gegen doppelt so alte 6-jährige hätten.


    Bambinis mit 5 und 6-jährigen Kindern funktioniert. In Ausnahme mal mit einem 4-jährigen Kind. Aber darunter kannste vergessen!

    Sicherlich ist schon genug über ballorientierte Mannschaftstaktik geschrieben worden. Dennoch ist es wichtig zu wissen, für welche Zielgruppe es bestimmt ist.


    Denn es ist schon ein Unterschied, ob man es mit einer Umstellung von gegner- auf ballorientiertes Spiel zu tun hat oder ob man sein ballorientiertes Spiel verfeinern möchte.


    Nur mal ein Beispiel: bei einer "Anfängertruppe" würde ich versuchen, den gegnerischen Aussenbahnspieler auch die Außenbahn frei zu geben, um ihm dort den Ball abzulaufen. Bei einer "Fortgeschrittenengruppe" würde der Außenverteidiger den gegnerischen Aussenbahnspieler nach innen abdrängen, um ihn dort mit ballnahen 6-er doppeln und Ballgewinn zu erzielen. Bei einer Anfängergruppe macht man das meist deshalb nicht, weil die Teams nicht homogen sind und im Zentrum häufig deutlich stärkere Angreifer lauern, die auf keinen Fall den Ball bekommen sollen. Denn wenn z.B. der ballnahe 6-er zu weit weg ist, beim Doppeln beide Spieler zu sich gegenseitig abzudecken auf gleicher Höhe stehen, der tornahe Verteidiger, statt der torentfernte Verteidiger attackiert, so ergibt sich gleich eine gute Torchance für den Gegner.


    Zu bedenken ist auch, das die 4-Linientaktik des 4 : 2 : 3 : 1 für die Defensivaufgaben sehr gute Möglichkeiten bietet, aber offensiv häufig zu umständlich agiert wird. Die beiden 6-er übernehmen Schlüsselfunktionen. Gelingt ihnen kein schnelles Umschalten neutralisiert man sich häufig im Mittelfeldbereich. Für den Jugendbereich eignet sich deshalb auch ein 4 : 3 : 3 gut. Es fallen zwar mehr Tore, dafür werden aber auch mehr geschossen, weil die Taktik insgesamt offensiver ausgelegt sind. Für den Nachwuchsbereich ist es aber eine sehr gute Möglichkeit durch eine überschaubarere Mannschaftstaktik besser auch in die individuellen Aufgaben zu wachsen. Denn die gute Individualltaktik bildet nun mal die Voraussetzung für Gruppen- und Mannschaftstaktik. Über die Vorzüge des 4 : 3 : 3 wurde aber noch viel zu wenig geschrieben! Es wäre mal an der Zeit .... für jemanden, dem soetwas Spaß macht und der die Geduld hat soetwas niederzuschreiben?!?

    Wenn du ausschließlich im Breitensportbereich ein Traineramt ausüben möchtest, dann würde natürlich auch die C-Breitensportlizenz reichen.
    Wenn du aber selbst in der Bezirksklasse gespielt hast, dürfte zumindest das technische Eigenkönnen ausreichen. Um das aber auch beim Eignungstest seine Technik demonstrieren zu können, bedarf es einer gewissen Grundfitness.
    Man kann im Fussball nicht zu viel wissen, deshalb probier es ruhig mit der C-Leistungslizenz!


    Viel Glück dabei!

    Hallo Michael,
    ich habe mir gerade mal eure Abschlußtabelle angesehen. Bei einem Torverhältnis von 9 : 167 und 0 Punkten scheint es mehr als eine Baustelle in eurer Mannschaft zu geben.
    Es stellt sich für den Betrachter natürlich auch die Frage, ob der Spieler mit den 10 Eigentoren auch 9 mal ins gegnerische Tor getroffen hat? Dann sieht seine Negativbilanz von nur noch 1 Tor schon sehr viel besser aus. Auch wäre er der mannschaftsinterneTorschützenkönig! Wenn du das deinen anderen Spielern erklärst, werden sie begreifen, das man keine Minute auf eure "Torkanone" verzichten kann.


    Nimm`s mit Humor, zieht deine Lehren daraus und geh mit vollem Optimismus in die neue Saison!

    Hallo Sarah,


    erst mal herzlich willkommen im Forum.


    Es gibt kaum Übungen und Spielformen, über die es noch mehr Informationen gibt.



    Mal ein paar Tipps:


    Mit einfachen Übungen anfangen und dann nach und nach schwieriger gestalten.


    Fürs Aufwärmen würde ich ein Hütchen-Viereck aufbauen und den Kindern lediglich die Vorgabe machen, mit welchen Fuß der Ball geführt werden soll. Nach 2 - 3 Minuten soll der Ball mit dem anderen Fuß geführt werden. Da hast du schon beides (Ballführung und Dribbling) mit drin. Denn der Spieler führt zunächst den Ball, wohin er möchte. Dann kommt irgendwann die 4-Ecksbegrenzung und er muß den Ball so führen, das er die Richtung wechselt, um im Feld zu bleiben. Irgendwann ein Mitspieler entgegen, den er umspielen (umdribbeln) kann. Das in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnte Fintieren ist eine bestimmte Form des Dribblings. Man täuscht durch eine Aktion seinen Gegner, um ihn für einen kurzen Moment aus dem Gleichgewicht zu bringen. Diesen Moment nutzt man, um mit dem Ball am Gegner vorbei zu kommen.


    Eine weitere Aufwärmübung wäre, wenn man 2 Hütchen-Vierecke mit je einem Team darin aufteilt. Jeder Spieler bekommt eine Nr. Wenn der Trainer z.B. "3" ruft, müssen die jeweiligen Spieler mit der Nr. 3 so schnell wie möglich mit dem Ball ins Nachbarfeld dribbeln (dribbeln deshalb, weil vermutlich eigene Spieler im Wege sind, die es zu Umkurven gilt, um Rasch ins Zielquadrat zu gelangen). Beim Kommando "alle" müssen alle Spieler des einen Quadrats in das andere wechseln.


    Für die Übungen der Ballführung kann man einen Parcours aufbauen, den man ggf. nach und nach etwas schwieriger gestaltet. Eine sehr einfache Übung wäre den Ball durch Tore, die unterschiedliche Abstände, Breite und Richtungswechsel haben, zu führen. Auch keine Hindernisse, bei denen der Ball leicht gelupft werden muß, sind möglich. Der Richtungswechsel des Balles mit dem Innen- und Aussenspann ist ebenfalls eine Möglichkeit. Es soll dabei jeweils auf eine enge Ballführung geachtet werden.


    Beim Dribbling kannst du den Parcours soweit verändert, das auch gegnerische Aktivitäten simuliert werden. z.B. einen einfachen Übersteiger als Aufgabe, bevor ein Törchen durchquert wird. Dannach kann man z.B. eine Gasse bilden. Die Spieler sollen nun gleichzeitig mit dem Ball auf den Gegner zudribbeln, eine Körpertäuschung machen, um dann am Gegner vorbei zu dribbeln.


    Das sind nur ein paar Möglichkeiten - es gibt Unzählige davon - such dir einfach die aus, die dir am besten gefallen und zur Altersgruppe passen. Welche die Übungsteile nicht zu rasch und achte darauf, das sie einigermaßen korrekt ausgeführt werden. Wenns bei einem nicht klappt, stoppe die Trainingsgruppe, demonstriere es entweder selber oder lass es durch ein Kind, was es besonders gut kann, zeigen.


    Viel Spaß dabei!

    Ganz ohne Frage steht wohl, das Kinder sich gern im Wettkampf messen. Siegen, wie das Verlieren sind wichtige Lebenserfahrungen, die richtig verstanden werden müssen.
    Ganz ohne Zweifel sind wir Trainer meist mit sehr viel Emotionen bei der Sache. Wir lassen uns manchmal gehen, obwohl wir es gar nicht wollen, denn wir sind alle keine Heiligen, sondern normale Menschen.
    Obwohl wir kaum aus unserer Haut herauskönnen, blicken die Kinder zu uns emphor und wollen geführt werden. Gerechtigkeit und Faierplay bilden dabei den Sockel, der für die weitere menschliche, wie sportliche Entwicklung wichtig ist. Wenn in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnen soll, dann muss man auch Anfänge zur Ausgrenzung ernst nehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eigene Mitspieler oder Gegner handelt.


    Kinder befinden sich heutzutage unter einem sehr großen Leistungsdruck in der Schule. Um diesem Streß abzubauen, sucht man sich äußere Feinde, auch "MOFs" (Menschen ohne Freunde) genannt. Obwohl man selbst nicht gemobbt werden möchte, ist die Hemmschwelle sehr niedrig, dies mit anderen zu machen ohne überhaupt selbst zu begreifen, wie tief verletztend dies ist.
    Wenn Kindern dann in ihrer Freizeit bei ihrem Hobby ein ähnlicher Leistungsstreß abverlangt wird, dann wird auch hier die Hemmschwelle (z.B. Gegner nicht mehr akzeptieren, gegnerische Spieler vorsetzlich verletzen) sehr niedrig sein.


    Beim Fussball gehts um Siegen und Verlieren und um ein Solidaritätsgefühl in der Mannschaft in guten, wie in schlechten Momenten. Man kann sich gemeinsam freuen oder ärgern. Es geht aber nicht um die Demütigung und Vernichtung. Diese inhumanen Begriffe sind eindeutig einem Krieg um Leben und Tod zuzuordnen. Sport sollte aber eher Brücken bauen, um neue Freunde zu gewinnen!

    Begriffsdefinition: Torwart ./. Torspieler
    Eigentlich müßte man von der Ausbildung eines Torspielers sprechen, denn im Unterschied zum früheren Torwart, soll der Torspieler
    die Teilaufgaben des früheren Liberos übernehmen. D.h. vom Gegner gepaßte Flanken ablaufen oder vom Mitspieler zurück gepaßte Bälle richtig verarbeiten können. Genügte es früher, dem Torwart als Linienakrobat genügend Sprungvermögen und Reaktionsfähigkeit anzutrainieren, so muß der moderne Torspieler auch ein guter Fussballspieler sein. Will man aus einem jungen Torwarttalent einen guten Torspieler machen, so sollte von Anfang an auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Übungen und Spielformen mit dem Ball an der Hand und dem Ball am Fuß geachtet werden. Weil aber in der heutigen Sprache der Begriff des Torwarts weitaus geläufiger ist, kann dieser auch weiterhin als Synonym für den Torspieler gebraucht werden.

    Weil Hajnal zurecht darauf aufmerksam macht, das TW-Trainer-Laien in der Startphase zu schnell zu viel wollen und die ersten Schritte überspringen, habe ich nachfolgend ein paar Orientierungshilfen angeführt. Man kann sich zu den einzelnen Stufen Übungen mitlerweile auch aus dem Internet holen. Für weitergehende Fragen gibts u.a. ja auch dieses Forum.


    1. Stufe: Verhinderung von Torwartspezifischen Verletzungen (Prellungen, Stauchungen)
    Sepzielle Demonstration und Übungen zur Vermeidung von Verletzungen. (Zwar sind es gerade die Kleinsten, die durch falsche Arm- und Handstellung Bälle auf die Fingerkuppen bekommen oder bei falscher Hechtlandung sind das Knie in den Bauch rammen, aber auch für altere Einsteiger sollte soetwas an den Start gelegt werden, damit die Torwarttalente mit viel Spaß und wenig Schmerz loslegen können.)


    2. Stufe: Vermittlung von Techniken
    Gerade beim Start ist es wichtig, sehr großen Wert auf 3 Dinge zu legen:
    a. Beidfüssigkeit (alle Übungen mit rechts und mit links gestalten), damit beide Körperhälften koordinativ weiterentwickelt werden
    b. Vorbereitung für eine gute Fangtechnik (zwar brauchen die kleinsten noch keinen geschossenen hohen Ball über der Kopfhöhe
    zu fangen, man kann aber durch präszise Ballgewöhnungsübungen zu späteren guten Fangtechniken hintrainieren
    c. Richtiges Fördern und Fordern (Nur dann, wenn der TW immer eine reelle Chance hat, an den Ball zu kommen, wird sein
    Können erweitert!)


    3. Stufe
    Vermittlung von Taktiken
    Hier gehts zunächst um so einfache Dinge, wie die Entwicklung einer torwartspezifischen Situationsbeobachtung. Z.B. Positionsanpassung, wenn der gegnerische Spieler den Ball von der rechten zur linken Seite führt. Oder ein paar einfache Hilfen bei der Spieleröffnung beim Abstoß, Abschlag, Abrollen (wohin soll ich abspielen).


    Die Stufen 4 - 6 werden nur der Vorständigkeit halber genannt, denn sie haben in der Startphase noch nichts zu suchen.


    4. Stufe
    Kombination von Technik- und Taktik
    Vermittlung der defensiven und offensiven Torwartaufgaben
    5. Stufe
    Vermittlung von Korpersprache (wie dirigiere und motiviere ich meine Defensive)


    6. Stufe
    Entwicklung der Persönlichkeit (individuelle Anpassung an die Fähigkeiten des Keepers)


    Bei diesem, zugegebenermaßen sehr groben Raster gehen Dinge der einzelnen Stufen ineinander über. Sonst wäre es ja auch langweilig. Wer haben meint, den zweiten Schritt vor den Ersten machen zu können, der wird meist Schiffbruch erleiden. Wenn der neue Keeper noch nicht gelernt hat, sich sicher abzurollen, dann bringt es wenig, mit ihm das Hechten nach hohen Bällen zu trainieren.


    Leider und da muß ich dir ein wenig wiedersprechen, Hajnal, gibt es aber fast nur TW-Trainer-Laien im Breitensport. Insofern sind die Torleute auch auf solche Trainer angewiesen. Sehr hilfreich ist allerdings dein Vorschlag, junge Keeper ab der B-Jugend fürs TW-Training mit ins Boot zu holen.


    Vorschläge für TW-Trainer-Einstieg
    Für den richtigen Einstieg würde ich ganz einfach mal fragen, was eure ersten Erlebnisse als Torwart oder als Trainer mit einem neuen Keeper aus dem unteren Jugendbereich waren?

    Beim Thema: "spiele im Feld, ich spiele im Tor" geht es primär um die Verhinderung einer zu frühen Positionsfixierung. Anhand einiger Beispiele soll gezeigt werden, wie Kinder in Alter von Bambini bis E-Jugend mit dem Ball am Fuss oder an der Hand trainiert werden können. Auch geht es darum den Trainern Hilfen an die Hand zu geben, um Elternwünschen nach Positionsfestlegung argumentativ entgegen treten zu können. Dass man auf so einer Kurzschulung kein spezielles TW-Training erwarten darf, ist klar. Dies würde ja auch dem DFB-Konzept, wonach für dieses Alter zwar sämtliche Feldspielerpositionen trainiert, aber kein spezielles TW-Positionstraining stattfinden darf, widersprechen. Auch gibt es kaum Stützpunkttrainer, die über ausreichendes Wissen verfügen, um differenziertes TW-Training incl. Korrekturen zeigen zu können. Denn im deutschen Lizenz-Trainerausbildungssystem wird das Thema TW-Training nur am Rande gestreift. Wenn es also auf oberster DFB-Ebene keine gesicherten Erkenntnisse über das Richtige und Falsche, bzw. Bessere und Schlechtere beim Torwartspiel gibt, wie soll man dann glaubhaft an der Basis wirken?

    Kürzlich ergab sich eine Situation am Rande der Veranstaltung anläßlich einer Demo-Trainingseinheit für Junioren durch den TW-Trainer von Werder Bremen. Hier gab der Leiter des zuständigen DFB-Stützpunkt-Lehrbereichs ein kurzes Statement zum Thema TW-Training. Sinngemäß meinte er, das gerade in den letzten Jahren erkannt worden sei, wie wichtig die TW-Ausbildung sei. Demzufolge sei ein TW-Training unerlässlich. Sein Vorgesetzter, der DFB-Koordinator sah das allerdings anders. Denn als dieser erfuhr, dass sich dieser Stützpunkt selbstätig um einen TW-Trainer gekümmert hatte, der obendrein sogar noch kostenlos arbeitete, sorgte der DFB-Koordinator für eine sofortige Beendigung des TW-Trainer-Engagements.
    Diese Entscheidung ist aus seiner Sicht wohl nachvollziehbar. Denn wenn sich herumsprochen hätte, das auf einem Stützpunkt ein TW-Trainer tätig ist, die Torleute deshalb bessere Leistungen zeigen, dann wollen andere Stützpunkte ebenfalls einen TW-Trainer haben. Weil aber vom DFB kein Budget dafür vorhanden ist und es sich nach deren Konzept sogar als nachteilig für die weitere fussballerische Entwicklung auswirken kann, wenn ein Keeper zu "früh" im Tor steht, würde man gegen sein eigenes Konzept verstoßen. Sollen die Leistungsvereine machen, was sie wollen. So lange sie uns ihre gutausgebildeten Keeper für unsere DFB-Auswahlen überlassen! Was stört uns die breite Masse darunter?
    Die Stützpunkte arbeiten aber in der Mehrheit mit Vereinen des Breitensports zusammen, wo es gar kein TW-Training gibt. Die Gründe sind vielschichtig: keine Zeit, keine Ahnung, was man machen kann, ect. Schließlich ist es so, das selbst lizensierte Trainer ohne TW-Hintergrund-Wissen zwar erkennen, wenn ein TW einen Fehler macht, aber nicht wissen, was man machen muss, um diesen Fehler zu korrigieren!
    Ermutigend ist, das es aufgrund privater Initiativen erstes Infomaterial im Internet gibt. In den Videoszenen mit der "blauen Wand" werden einige Ubungen demonstriert. Perfekt muß es nicht sein, aber zum Nachmachen geeignet. Deshalb ist es viel mehr als gar nichts und das ist das, was der DFB für den unteren Jugendbereich an TW-Übungen zu bieten hat.

    Natürlich ist ein schöner, gepflegter Rasen besser, das ist gar keine Frage. Allerdings sehe ich in den Spielresultaten (Hinspiel: 7:1, Rückspiel 0:1) nicht die gleiche Schlußfolgerung wie du. Ein eventuell niedrig ausfallender Sieg eures Teams wäre naheliegender gewesen. Ich kann mich daran erinnern, das Klaus Allofs mal nach einem Pokalspiel zwischen Werder Bremen und FC. St. Pauli der Kragen geplatzt ist, weil der Schiedsrichter das Spiel auf einer geschlossenen Schneedecke angepfiffen hatte.
    St. Pauli hatte auch Glück, aber insgesamt verdient gewonnen, weil sie ihre Stärken in die Waagschale geworfen und mehr gekämpft haben als die Werder Stars.
    Schlechte Fussballplätze liegen nicht immer an der Mißachtung der Pflegepflicht sondern auch an den fianinzellen Möglichkeiten und Dringlichkeiten, gerade in ländlichen Regionen mit geringerer Finanzkraft der Komunen. Für mich gibt es da wichtigeres (z.B. besser qualifizierte Trainer und gut bestücktes Trainingsmaterial, gute Vereinsunterstützung der Vereinsjugend, ect.)!

    Die bei Männern gern benutzten Sinnbilder der Erfüllung in der Fussballwelt: "Elf Freunde müßt ihr sein, dann gewinnt ihr auch" oder "die Mannschaft ist nur so gut, wie die Stimmung auf der Bank" mögen als Idealvorstellungen herhalten, sind aber in der Praxis oft unerreichbare und deshalb auch kaum anstrebbare Ziele.
    Um aber trotzdem miteinander Spaß am Fussball - und das auch und nach dem Spiel zu haben - bedarf es Regeln, an die sich alle Spielerinnen zu halten haben. Da ist es weder O.K., dass sich eine Person (weil sie sich für einen Star hält) abkapselt, noch das eine Gruppe anderer Witze über die Person reißt, egal ob die Keeperin es nun direkt oder indirekt davon Wind bekommt!


    Leider ist das mit der Aussprache und/oder Ansprache bei den Mädels nicht so einfach, wie bei den Jungen und Männern. Da kann man frei weg das sagen, was einem im Augenblick auf der Zunge liegt. Selbst, wenn denn mal der Phonpegel dabei etwas höher ausfällt und man sich das eine oder andere an den Kopf wirft, hat das reinigende Gewitter meist einen guten Ausgang. Bei den Mädels heißt es diplomatisch zu sein, seine Wort zitierfähig zu benutzen, ansonsten kann aus einem Schwelbrand ganz schnell ein Flächenbrand werden. Nicht selten fällt dann so ein Team nach wenigen Monaten völlig auseinander. Häufig lösen die Mädels ihre Probleme untereinander besser, als wenn eine dritte Person dazwischen funkt. Meist gibt es auch eine Person im Team, die zwar nicht unbedingt die beste Spielerin ist, aber von allen aufgrund ihrer sozialen Kompetenz geachtet wird. Insofern stimme ich damit überein, die einflussreichste Spielerin ggf. im der Keeperin das Zimmer teilen zu lassen.


    Wenn du die Mannschaft die Mannschaft z.B. damit konfrontierst, auf wen man z.B. am ehesten verzichten könnte, werden sich alle rasch einig, das das die Torhüterin ist! Aber was hast du damit gewonnen? Das wäre dann soetwas wie "next Footballgirls on stage" nur mit dem Unterschied, das der Fussball zunächst einmal unwichtig wird und sportliche Leistung von der Person losgelöst betrachtet wird.


    Gute Torleute sind meist auch ein Stück weit durchgeknallt, weil sie zum einen Spezialisten sind und zum anderen Fehler ihrer Vorderleute im Spiel ausbügeln. Ihre soziale Kompetenz reicht selten, um als Mannschaftführerin akzeptiert zu werden. Als Trainer sollte man sich in der Aufgabe sehen, eine gegenseitige Akzeptanz (nach den gemeinsam gestalteten Teamregeln) aufrecht zu erhalten.


    Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mädels sind normal. Sie werden nur dann nicht offen ausgetragen, wenn man ein gemeinsames Opfer (hier die Torhüterin) gefunden hat. Das kann aber morgen schon eine andere Person sein. Ja, manchmal kommt man sich eher als Zirkusdrektor denn als Trainer vor, weil es leichter ist eine Horde Flöte zu hüten, als eine Mädchenrasselbande.

    Die Probleme über die Platzbeschaffenheit wirken sich in der Regel nicht so stark auf die Qualität der Spieler aus.


    Auf derartigen Untergrund lernen die Kinder in Afrika und Südamerika, aber auch in Südeuropa in aller Regel den Fussball in den untersten Ligen. Erst später dürfen die Talentiertesten von ihnen auf sattem, grünen Rasen spielen.


    Die Rasenpflege oblag früher den Vereinen. Die aber nahmen das Angebot der Gemeinden oder Städte zur Rasenpflege gerne an. Meist liegt es daran, ob der zuständige Gemeinde- oder Stadtsachbearbeiter oder Werkhofleiter ein Herz für den Fussball hat. Wenn nicht, dann kann der Platz schon mal ziemlich mies aussehen. Aber den Kindern interessiert das meist nicht, ob aufgrund des unruhigen Geläufs mal ein Ball verspringt. Denn wer Fussballspielen kann, kann es auf jedem Untergrund!

    Hi Tom,
    natürlich gehören immer 2 dazu, um sich streiten zu können. Ich glaube, Trainer 1 möchte den wahrgenommenen Unterschied zwischen Spaßkick und dem fanatischen Trainerwissen zum Siegen, wo und wie auch immer dokumentieren.
    Am Beispiel eines taktischen Fouls (Halten) wollte er den Beginn der Eskalation beschreiben. Ich denke schon, das es sich lohnt, das Ganze etwas näher zu betrachten, denn leider gibt es sollte Trainer, denen die Mittel zum Siegen gar nicht egoistisch genug sein können, noch zu häufig. Und wenn der Trainervater auch noch ehemals im Profi- oder Leistungsfussball tätig war, werden sogar vom Verein sehr gern beide Augen zugedrückt. Im Zweifel, ob dieser Trainer mehr nützt als schadet, einigt man sich darauf, das Renomé des Trainervaters zu nutzen, statt aus den Kindern anständige Fussballer zu machen.


    Das Beispiel zeigt einmal mehr, warum der Fussball in den unteren Ligen in den letzten Jahren leider immer mehr zu einem "Stellvertreterkriegsschauplatz" für Trainerväter oder Eltern geworden ist, die ihren beruflichen oder privaten Frust auf dem Fussballplatz austragen und dort ihre Ersatzerfolgserlebnisse finden wollen. Fussball wird nicht als Sieg, Remis oder Niederlage erlebt, sondern als gnadenlose Vernichtung des Gegners!


    Genau aus solchen Erfahrungen ist es wichtig, das die KiFu-Regeln so rasch wie möglich flächendeckend eingeführt werden. Denn Kifu ist kein Feind der Erwachsenen, sondern ein Freund der Kinder!

    Stevo
    Dein Frauen-Team wird nach der Sommerpause zum ersten mal am Punktspielbetrieb teilnehmen. Desweiteren möchtest du weitere Spielerinnen für deine Mannschaft gewinnen!
    Deshalb finde ich die Idee, auch über die Sommerferien hinweg 1 x wöchentlich weiter zu trainieren gar nicht so schlecht. Beim freiwilligen, zweiten Training habe ich so meine Bedenken. Denn wenn ihr Mädchen und Frauen zum Fussball anlocken wollt und da sieht eine, wie gerade 4 - 5 Spielerinnen irgendwelche Dinge, die einfach noch nicht klappen wollen, ohne Trainer hinzubekommen, dann wird das eher abschreckend sein. Alternativ könnte man sich ca. 1 - 2 Stunden vor den Spielen der deuten Frauen-WM-Mannschaft zum gemeinsamen Kicken treffen und anschließend ein paar schöne Stunden im Vereinsheim beim Public-Viewing mit evl. interessierten, neuen Spielerinnen verbringen.
    Wer unsere Frauen-WM-Team in den letzten Vorbereitungsspielen gesehen hat, der traut ihnen vieles zu! Warum also nicht die Euphorie der Fussball-WM für seine sportlichen Ziele nutzen?

    Pippi
    Ich denke, du hast es richtig gemacht! Wenn der Spaß irgendwann ganz weg ist, dann sollte man seine private Freizeit besser mit anderen Dingen, die mehr Freude machen, verbringen.


    Vielleicht können dich meine (etwas ironischen) Beiträge beim Thema "Wie bekomme ich einen Ball konstruktiv aus der Abwehr" über die Geburtswehen einer Mädchen- oder Frauenfussballmannschaft etwas aufmuntern. Vermutlich entdeckst du, das du mit deinen Problemen als Trainerin im weiblichen Fussball nicht ganz allein dastehst.


    Aber vielleicht und das ist meine große Hoffnung, packt dich eines Tages der Mut und du krempelst die Arme noch einmal hoch. Denn, wenn man die Talsohle der emotionalen Niederschläge und Enttäuschungen einmal durchschritten und funktionierende Regeln gefunden hat, dann kann das Ganze sehr viel Spaß machen und der sportliche Erfolg kommt zwangsläufig.

    Der Plan, auch im Breitensport für die Spezialisten ein Torwarttrainingsangebot zu schaffen, ist lobenswert. Er wird vermutlich auf sehr große und breite Anerkennung stoßen. Spätestens dann, wenn die ersten Früchte der Arbeit zu erkennen sind, weil bei gleich starken Teams das mit dem besseren Keeper (der Heimmanschaft) für den Unterschied sorgt.


    Auch, wenn das nicht der erste Schritt sein muß, bieten die Verbände bereits eine Ausbildung TW-Trainer C-Breitensport an. Es ist ein guter Einstieg für solche, die über wenig eigene Erfahrungen verfügen.


    Als besonders geeignet haben sich ehemalige Torleute oder Quereinsteiger mit einem besonderen Febel für das Torwartspiel heraus kristallisiert. Im Gegensatz zu den Feldtrainern ist die körperliche Belastung etwas höher, weil der Keepertrainer aktiver im Geschehen eingebunden ist. Nach Möglichkeit sollte der Trainer beidfüßig sein, um rechts- wie linksfüßig reale Spielsituationen präzise simulieren zu können. Auch sollte er mit einer guten Wurfkraft und -präzision ausgestattet sein. Der Keeper wird nur dann richtig gefordert und gefördert, wenn jeder Torschuß oder -wurf so ausgeführt wird, das er eine reale Abwehrchance hat. Schlussendlich gibt es weitere Fähigkeiten, wie gute Beobachtungsgabe, gute Erklärungen und eine Engelsgeduld. Wenn dann noch ein Herz für die Torleute vorhanden ist, dann wird es was gutes werden.
    Wer im Training viel erklärt, braucht es während des Spiels nicht zu sagen. Er kann sich dann ganz darauf konzentrieren, was wie umgesetzt wird, d.h. ob der Keeper unsicher, fast sicher oder schon sicher in bestimmten Situationen agiert. Die Ausbildung der Techniken ist alters- und leistungsspezifisch bedingt zu betrachten. Dann kann sich der Keeper viel besser aufs Spiel konzentriert. Und schließlich ist es ja auch das Ziel, einen Keeper der selbständig seine Aufgaben erfüllen kann, auszubilden.


    Gute Torwarttrainer erkennt man daran, das sie auch dann, wenn ein Weiterentwicklungsstillstand eintritt, nicht aufgeben, sondern an den individuellen Fähigkeiten weiterarbeiten. Es lohnt sich fast immmer!


    Speziielle Mädchentorwarttrainer können bis zur U 15 parallele Inhalte zum Jungen-TW-Ausbildungsprogramm trainieren. Danach gibt es jedoch eine unterschiedliche Entwicklung (Jungen = deutliche Muskelzunahme, Mädchen = weibliche Rundungen) im Körperbau als unterschiedliche Spielweisen (Jungen = dynamisch mit hohem Körpereinsatz, Mädchen = taktisch disziplinierter mit weniger Körpereinsatz), die eine Anpassung der Trainingsschwerpunkte für die Keeper erforderlich machen. Während bei den Jungen u.a. sehr an der Verkürzung der Reaktionszeit, um auch härtere Schüsse präzise parieren zu können, gearbeitet wird, brauchen Mädchen-/Frauenkeeper ein sehr präzises Stellungsspiel, um Bälle weitestgehend ablaufen zu können oder aufgrund ihrer geringeren Körpergröße bei hohen Schüssen sich optimal zum Ball zu bewegen.


    Gute Torwarttrainer erfreuen nicht nur die Torleute und die Vereine. Sie sorgen auch dafür, das das angestaubte Image eines besseren Ballwiederholers verschwindet.


    Leider gibt es noch sehr wenig unterstützende Literatur, weil der weitbester Torwart seit Jahren aus Deutschland kommt und die Anderen deshalb zu vernachlässigen sind. Es kann jedoch auch über Foren, wie dieses durchaus Wissen transportiert werden. Manchmal sind es die kleinen Schritte, die einen großen Schritt noch perfekter machen. Man muß nur anfangen, wie das beim Heimatverein von "Tricottausch" jetzt der Fall ist.


    Ich wünsche euch viel Erfolg dabei!

    Es wurde hier schon sehr viel Richtiges und Wichtiges gesagt, weshalb ich lediglich ergänzen möchte.


    Derzeit erfolgt ein Projekt mit hauptberuflichen Trainerausbildern, in der die angehenden C-Breitensporttrainer vornehmlich in ihren Vereinen bei ihren Mannschaften weitergebildet werden. D.h. weniger Theorie - mehr Praxis. Man möchte herausfinden, ob die Quote der Trainer mit über mehrere Jahre messbaren, besseren Leistungen hierbei höher ist. Abschließendes läßt sich aber noch nicht sagen. Auch wird es schwierig flächendeckend zu realisieren sein, weil nicht überall ausreichend Trainerausbilder zur Verfügung stehen, da für die dezentrale Ausbildung im Verein des Trainerkandidaten mehr Trainerausbilder gebraucht werden.


    Auch das E-Learning steckt in einer ganz frühen Phase. Angedacht ist, einen Teil der theoretischen Ausbildung via Internet bereit zu stellen. Damit könnte man zeitunabhängig Trainerkandidaten mit ungünstigen Arbeitszeiten die individuelle Lerngeschwindigkeit geben. Wunsch wäre, das in dieser Phase ein erfahrener Trainer, lizensierter Vereinstrainer dem Trainerkandidaten zur Seite steht und ihm bei den ersten Schritten hilft.


    Die soziale Komepetenz ist in allen Trainerstufen wichtig. Sie ist auch in die Ausbildung integriert, wird jedoch nicht explizit geprüft. Es ist auch deshalb sehr schwierig, weil einige Trainerkandidaten während der Ausbildung ihre Ego zurück stellen, aber nach der Prüfung wieder in alte Gewohnheiten verfallen. Auch wird die C-Breitensportlizenz als Übergangsphase gesehen, in denen der Trainer noch Erfahrungen sammeln muß und erst über die Fortbildungen und Reifezeit zu der notwendigen Trainerkompetenz heranreift.


    Mit der Trainerlizenz Geld verdienen!?! Weil die C-Lizenz Breitensport den gesamten Bereich, also auch den im Seniorenbereich abdeckt, kann damit auch Geld verdient werden. Wer ein besonderes Talent zeigt, kann auch an der Seite eines höher lizensierten Trainers im Leistungsbereich bestimmte Aufgaben, für die er entlohnt wird, übernehmen. Wer sein Hobby zum Beruf machen möchte, der muß in den Leistungslizenzbereich einsteigen, in dem er seine Erfahrungen und Können permanent unter Beweis stellt. Die meisten wollen aber lediglich ein Basiswissen bekommen, um in ihrem Heimatverein Spaß an der Trainerfunktion zu haben. Das spielt das Geld, wenn überhaupt, nur eine sekundäre Rolle.