Don Quijote
Ja, so wie du es schreibst, kann man es sehen.
Für die sportliche Entwicklung eines Kindes ist es besonders wichtig, früh gutausgebildete Trainer zu haben. Andersherum ist der Schaden, der dadurch entsteht, wenn diese nicht vorhanden sind, schwer messbar. Es besteht lediglich die Gefahr, das man bei den frühen Förderprogrammen mal übersehen wird, weil diese Trainer gar nicht mit ihren Teams auf den Sichtungsveranstaltungen erscheinen.
Es würde aber gerne noch einmal zu den veranlagten Talentfähigkeiten kommen. Wenn also beobachtet wird, das ein Talent besonders schnell ist, während seine Eltern und Geschwister diese Fähigkeit nicht besitzen, dann ist es eine bestimmte Form der Veranlagung, die aber offensichtlich nicht allgemein vererbbar ist! Allein diese Erkenntnis würde nicht weiterhelfen, wäre da nicht der Faktor, das andere, gleichaltrigen Spielkameraden sich im Training noch so anstrengen können, aber trotzdem niemals diese Schnelligkeit erreichen werden. Zum Glück ist es dann in einer späteren Phase so, das das hochveranlagte Talent mit Sportkameraden, die ähnliche Anlagen besitzen, kickt. Sonst würde noch irgendwer auf die Idee kommen, das Schnelligkeit nichts anderes wäre, als die Geschwindigkeit, in der der Gleichgewichtssinn auf eine Körpergewichtsverlagerung reagiert, den Impuls zur Korrektur gibt und Muskeln und Sehnen diese Korrektur bis in den Ruhestand ausführen. Also: Maximalgeschwindigkeit berechnet sich aus der maximalen Ruhegeschwindigkeit.
Die Erkenntnis, das Fussball als Spitzensport aber nur für einen geringen Teil geeignet ist, der diese Veranlagung besitzt, hilft aber schon weiter. Denn es wird nicht der bestraft, der zu spät (zum Ball) kommt, sondern der belohnt, der diese Voraussetzungen erfüllt.
Gerade läuft im derzeit teuersten Trainingszentrum der Welt eine Versuchsreihe an, in der alle 5 - 6 jährigen Jungen im Land auf ihre besonderen Fähigkeiten für den Fussball getestet werden. Man erhofft sich pro Jahrgang ca. 3 Typen vom Schlage eines Christiano Ronaldo zu entdecken und entsprechend zu fördern.
Tja, da hab` ich`s wohl leichter als TW-Trainer. Wenn sie gut sind, dürfen sie ruhig groß, aber auch klein, schnell oder etwas langsamer, frech, aber auch ein bißchen lieb sein, wenn sie nur ausreichend "durchgeknallt" sind und Spaß daran haben, mit mir einen Weg auf ein noch unbestimmtes Ziel zu gehen. Das, was andere dann als besondere Leistungen feststellen, ist dann einfach nur das Ergebnis von Spaß ohne Leistungsdruck. Positives Feedback kann auch geeigneter sein, als nach den Ergebnissen der akribischen Messungen junge Menschen in 2 Gruppen (geeignet - ungeeignet) einzuteilen. Gerade die jüngsten Resultate der Überforderung im Spitzensport sollten zeigen, das es kein erstrebenswertes Ziel sein kann, den perfekten und fehlerlosen Menschen zu "züchten"! Auch wissenschaftliche Erkenntnisse dürfen nicht einem Selbstzweck dienen, sondern immer in Verbindung mit Werte- und Moralvorstellungen der Gesellschaft stehen.
