Beiträge von TW-Trainer

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    Selbst im Leistungsbereich wird nicht "schwach" gegen "stark" gespielt, weil:
    - sich die vermeintlich Schwächeren im Training nicht anstrengen müssen, denn sie sind ja durch das Leibchen gekennzeichnet, das sie eh nicht spielen dürfen
    - sich die vermeintlich Stärkeren im Training nicht mehr anstrengen müssen, weil sie ohnehin per Leibchen für das Punktspiel gesetzt sind


    Durch das "Mischen" der Spieler während des Trainings wird sichergestellt, dass
    - sich jeder im Training bemüht und anstrengt, weil er auch im Punktspiel unter den ersten 11 sein möchte
    - auch die vermeintlichen Stammspieler wissen, das sie jederzeit auf die Bank kommen können, wenn sie sich nicht bei jedem Training voll reinhängen
    - es insgesamt eine bessere Mannschaftentwicklung fördert,
    - weil jeder im Training voll konzentriert bei der Sache ist
    -gleichstarke Teams sich gegenseitig deutlich mehr fordern

    Als Trainer wäre ich auch dumm, "schwach" gegen "stark" spielen zu lassen, weil sich schon morgen Spieler verletzt oder krank abmelden können. Wer dann keine nahezu gleichwertigen Spieler ausgebildet ausgebildet hat, ist selbst Schuld, wenn das Spiel nicht annähernd das gewohnte Niveau hat!

    teejay


    Es freut mich, das deine Neulinge so gute Fortschritte machen! Natürlich gibts auch soetwas wie Positionsinformationen. Aber mal ehrlich, welche Breitensportlerin ließt sich soetwas durch und vor allen Dingen, wer soll das verstehen und behalten, wenn er noch wenig Fussballerfahrung hat? Wenn jemand fragt, dann ist er schon neugierig! Es braucht aber auch eben seine Zeit, bis das theoretische und praktische Wissen soweit gereift ist, um das Fussballspiel von seiner jeweiligen Position heraus einigermaßen lesen zu können.


    Wenn es denn Theorie-Unterricht sein soll, dann gibts mehrere Möglichkeiten:


    1. abwischbare Folien
    Wer eine gute Handschrift hat, für den bieten sich abwischbare Folien (will jetzt keine Werbung machen, obwohl es die manchmal sogar als Werbegeschenke gibt) mit bereits aufgezeichnetem Fussballfeld an. Dort lassen sich Namen, Nummern und Spielzüge zeichnen. Man kann darüber hinaus Mannschaftstaktiken, Gruppen- und Individualtaktiken darstellen.


    2. Metalltafeln mit Magneten
    Hier muß man nicht andauernd wissen oder die Folien wechseln, sondern kann durch Verschieben der farbigen Magneten (die Spieler darstellen) Abwehr, Mittelfeld oder Angriffspositionsspiel demonstrieren


    3. Fussballpräsentationssoftware
    Da gibts unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen kann man sich selbst etwas basteln (z.B. Powerpoint), es gibt aber bereits fertige Softwareprodukte, die man auch als Demo-Version erhält.


    Dennoch sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis den Fortschritt der Spieler begleiten. Gerade bei den Anfängern ist erst mal Praxis von Vorteil, denn diese Erfahrungsbilder lassen sich einfacher einprägen, als thoretisches Fachwissen.


    Hinzu kommt, das man auch das Präsentieren erst mal üben muß, weil die Wahrnehmung nach bestimmten Mustern erfolgt. Dazu möchte ich gerne folgendes Beispiel anführen: Ein Professor mit einem Lehrstuhl für Jura lädt zur Fortbildung Richter und Staatsanwälte ein. Während seines Vortrags über Zeugenwahrnehmungen unterbricht eine Person, die dem Professor etwas übergibt, für einen kurzen Moment die Veranstaltung. Zum Ende des Vortrages bittet nun der Professor die Anwesenden um die Personen- und Handlungsbeschreibung der "störenden Person". Heraus kam, das die Person sowohl männlich als auch weiblich wahrgenommen wurde. Die Größe variierte zwischen 1,60 und 2 Metern. Auch bei der Haarfarbe war man sich nicht einig. Ganz zu schweigen vom vermuteten Alter zwischen 20 - 60 Jahren. Der übergebene Gegenstand der Übergabe könnte ein Zeigestock bis hin zur Schrottflinte so ziemlich alles gewesen sein. Hier sollte die Wahrnehmungsfähigkeit von Zeugenaussagen "am eigenen Leibe" demonstriert werden, was sich für die Teilnehmer als überraschend schwierig gestaltete. Obwohl doch die Damen und Herren schon Routine haben, weil sie täglich über Zeugenaussagen zu entscheiden haben.


    Für den "Fussball-Unterricht" bleibt das Fazit: Wenn man den Fussball-Bildern der unterschiedlichen Situationen kaum trauen kann, wie soll man sich an den Sinn irgendwelcher Texte erinnern können?

    teejay
    Ich konnte mir bei deiner Schilderung das Grinsen nicht verkneifen! Aber ich aber es auch so erlebt, wie du es schilderst. Da mischt sich schon mal die ältere Schwester bei der Mannschaftsaufstellung ein oder schreiht ihre jüngere Schwester an, wenn sie einen Zweikampf den Ball zu lässig verloren gibt. Aber wehe, der Trainer sagt was ..., dann ist "Welpenschutz" angesagt! Oder da ist die Mutter, die es nicht versteht, dass ihre Tochter (Defensiv-Spielerin) nicht zum Schluß (für eine Offensivspielerin) eingewechselt wird und extra zum nächsten Training kommt, um Krach zu schlagen. Beim dem nächsten Spiel bekommt man dann ganz zufällig mit, wie sich Tochter und Mutter streiten, weil das Töchterlein die neuen Schienbeinschoner nicht tragen will , weil die Farbe nicht geil ist und die anderen darüber lachen könnten! Oder man hat gedankenlos die Mannschaftsaufstellung an den Spiegel gepinnt. Zunächst traut sich niemand, den Zettel herunter zu nehmen, um sich für Spiel zu schminken, bzw. die Frisur zu kontrolieren. Dann macht das ausgerechnet die Jüngste, diese freche Göre. Die wird nun angezickt und rennt kreischend nach draußen. Dort wird sie sogleich vom fürsorglichen Vater empfangen. Dieser wittert den Skandal und 5 Minuten vor Spielbeginn droht die halbe Mannschaft mit Streik!


    Wie harmlos sind dagegen doch die kleinen Scharmützel bei den Jungen?


    Es ist auch einfach die Erfahrung, das nicht alles so heiß gegessen, wie gekocht wird, die das Trainerleben später etwas einfacher machen. Dennoch ist der, der bereits vor der Saison für klare Verhaltensregeln schafft, im Vorteil, weil die Einzeldiskussionen fast immer zur falschen Zeit kommen, zu Nichts führen und beim Trainer einen "dicken Hals" hinterlassen kann.

    Voraussetzung, damit ein Spieler noch ein Jahr länger in der Altersklasse verbleiben kann, ist ein ärztliches Attest, aus dem die Benachteiligung körperlicher und/oder geistiger Art eindeutig hervorgehen muß.


    Die Staffelleiter versuchen die Gruppen möglichst so zusammenzustellen, das in etwa gleichstarke Teams gegen einander antreten. Denn es hat niemand etwas von 2-stelligen Ergebnissen. Das eine Team wird überfordert und das andere Team wird dabei unterfordert.
    Weil das aber nicht immer gleich gelingt, bestehen die Gruppen meist nur aus 5 - 6 Mannschaften, so das die Verweildauer in der Gruppenstaffel recht kurz ist und eine angemessene Neueinteilung wieder bessere Möglichkeiten bietet.
    Wichtig ist es aber in jedem Fall, an Staffeltagen teilzunehmen oder aber dem Jugendleiter präzise Informationen über die aktuelle Mannschaftsstärke zu geben.

    Zum Einen stellt es ein Problem dar, wenn Trainer mit im Ausland "erkauften" Lizenzen in Konkurrenz zu den in Deutschland erworbenen Lizenztrainern stehen. Trainer mit in Deutschland erworbenen Lizenzen genießen einen außerordentlich guten Ruf im Ausland, was einer guten und auch umfangreichen Ausbildung geschultet ist.


    Zum Anderen sind diese Trainer-Crash-Kurse für ehemalige, verdiente Spieler die letzten Sünden aus der Vergangenheit. So meinte man auch, die DFB-Stützpunkte rasch mit ehemaligen Spielern aus der Regionalliga aufwärts rasch und gut besetzen zu können. Doch wenn dem Ex-Spieler die pädagogische Ausbildung zur Vermittlung seines Wissens weitgehend fehlt, dann nützt auch der "gute Name" allein wenig! Wer meint, das charismatische Typen wie Kahn und Lehmann ohne umfangreiches und geprüftes Trainerwissen Mannschaften im obersten Leistungsbereich erfolgreich führen können, der wird Lehrgeld zahlen müssen. Denn der heutige Trainerjob ist weitaus mehr der Teamplayer gefragt, als dies noch in früheren Zeiten der Fall war.

    Wer kennt das nicht? Das Spiel ist spannend und auf des Messers Schneide. Dann kommt ein Vater, Mutter, Onkel oder Tante und labert dem Trainer "einen Knopf an der Backe"! Welcher Trainer, der emotional "voll unter Strom steht", kann sich in einer solchen Situation auf so eine Diskussion einlassen?


    Dennoch ist in der heutigen Zeit das deutlich stärker gewordene Interesse der Eltern richtig zu kanalisieren, denn man kann und sollte es nicht ignorieren! Welche Möglichkeiten hat ein Trainer?
    - er kann seinen Schützlingen das Vereins-Jugendkonzept für die Eltern mitgeben
    - er kann vor Beginn der Saison oder im Bedarfsfall vor einem Spiel die wesentlichen Punkte seiner Entscheidungen den Eltern vortragen
    - er kann in Situationen während des Spiels die fragenden oder kommentierenden Eltern darauf verweisen, beim nächsten Training, vor dem nächsten Spiel oder einen geplanten Treffen darauf einzugehen


    Die Eltern wollen, unabhängig von deren Fussball-Fachkenntnisssen ernst genommen werden! Es bringt allerdings wenig, sich generell auf Trainer-Fachebene Diskussionen zu führen. Denn, wenn schon 10 Trainer zu 11 unterschiedlichen Meinungen kommen, warum sollte nicht auch eine ziellose Diskussion zwischen Eltern und Trainern entbrennen.


    Es geht hier deshalb mehr darum, Klarheit zu schaffen!


    Das kann in einer Begründung liegen, wonach auch die Eltern sich während des Spiels wie Zuschauer verhalten. Das kann darin liegen, als das man sich im 4 - Augen Gespräch in ungezwungener Athmosphäre kurz über die sportliche Situation und Perspektive des Kindes in der Mannschaft unterhält.

    Zunächst muß ich noch was zu meinem letzten Beitrag ergänzen. Manchmal kann man durch bewußte Übertreibungen versuchen die Dinge etwas deutlicher darzustellen. Allerdings habe ich nicht mit dem "Trainer alter Schule" ältere Trainer gemeint, sondern das altersunabhängige Selbstverständnis als Trainer!


    Nicht so ganz gelungen scheint mir auch die Darstellung des Spielerselbstverständnisses. Natürlich wird in der Eliteförderung im Training nicht jedes Lamentieren oder kleinere Foul unterbrochen, weil dies auch nicht im Spiel gewünscht wird. Es gibt allerdings ein ziemliches Problem mit Talenten, die etwas introvertierter sind als andere. Ich hatte sie als "Wohlfühl-Fussballer" bezeichnet. Gerade durch die Medien ging ja auch die "Bayern-Robben-Story", wo der Spieler angekündigt hatte, seinem Trainer eine DVD zu geben. Darin könne man erkennen, wie erfolgreich der Stürmer wäre, wenn man ihm etwas mehr Freiheit lassen würde. Für jeden autoritären Trainer ein Affront, der unverzüglich bestraft gehört. Jupp Heynckes aber gibt sich betont zurückhaltend und meint, er wäre als Trainer auch besser gereift, weil er heute mehr Kreatität bei seinen Spielern zulasse als früher. Man darf sich auch sicher sein, das van Gaal und etliche weiter Spitzentrainer anders reagiert hätten. Mag gut sein, das sich Miroslav Klose, Gomez, Arne Friedrich und Co. auch deshalb in den unteren Ligen besser entwickelt haben, weil sie sich hier weitgehend vom Druck befreit spielen konnten?


    Zum einen Talent gehört immer das Können und das Wollen. Das sportliche Leistungsvermögen läßt sich einigermaßen objektiv prüfen. Bei der Eigenmotivation sieht das schon schwieriger aus! Zum einen hat der Stützpunkttrainer nicht so viel Kontakt zum Einzelspieler, um dessen Aussagen jeweils richtig einordnen zu können und zum Anderen fehlt ihm auch eine entsprechende Ausbildung, um das jeweils Gesagte und Gemeinte richtig einordnen zu können.


    Leider kommt es während der Jugendförderung auch noch zu häufig vor, das Trainer diese Talente durch Gängelung von ihrer Leistungsentfaltung abhalten. Das richtige Coaching und die Mannschaftsführung ist auch erst in jüngster Vergangenheit zum Trainer-Ausbildungsthema geworden.


    Wenn wir aber die Besten in der Elite sehen wollen, dann gehören auch die hochveranlagten und introvertierten Talente dazu! Das fängt schon bei der richtigen Auswahl der Talente an und zieht sich durch die gesamte Entwicklung!

    Generationen verandern sich, die Trainer auch?


    Der Trainer "alter Schule" versteht sich als Befehlsverteiler mit Unfehlbarkeitsanspruch. Er kommentiert auch während des Spiels seine Akteure, kritisiert im Nachhinein die Fehler einzelner vor allen Beteiligten. Er fühlt sich dann sicher, wenn zwischen ihm und dem besten Spieler seines Teams noch ein großes Stück Autorität liegt. Was im Training nicht geübt wurde, wird auf dem Platz per Kommando-Anweisung nachgeholt. Er identifiziert sich nahezu ausschließlich über den sportlichen Erfolg und dem Tabellenplatz. Er sagt auch nicht, "wir haben heute verloren", er sagt: "ich habe heute gewonnen"! Disziplin ist für ihn der Erfolgsgarant! Zum Lachen geht er am liebsten in den Keller!


    Der Trainer "neuerer Schule" ist ein Coach, der sich mit den Interessen der Altersgruppe von dem ihm anvertrauten Kindern auseinandersetzt. Er arbeitet interaktiv mit seiner Trainingsgruppe an Verbesserungen. Er nutzt die Neugierde der Kinder und Jugendlichen für eine ganzheitliche Ausbildung und definiert die Ziele an den Fortschritten einer weitestgehend homogenen Mannschaft. Er ist Teamplayer in einer Gruppe von Trainern, deren Vereinsjugend-Konzept ineinandergreift, so das es keine Widersprüche, sondern alters- und leistungsgerechte Ergänzungen gibt. Er priorisiert sinnorientiertes Training und läßt genügend Raum zum Experimentieren und Ausprobieren. Er bestimmt nicht das Ziel seiner Spieler vor, sondern begleitet sie ein Stück ihres Weges.


    Guenter und Schimmi sind trotz gleicher Zielverfolgung zu unterschiedlichen Ursachen gekommen. Während Günter glaubt, das Fussball ohne Leidensfähigkeit individuell nicht zur obersten Spitze führt, meint Schimmi, das die geringe Erfolgsquote am nicht ausreichend durchdachten Jugendförderkonzept liegt!


    Richtig ist, das Die mit der großen Klappe meistens einen Vorteil haben. Selbst bei etwas schlechteren Leistungen, drängen sie sich erfolgreich vor! Aber, wie im Beruf, wird einer nur so lange befördert, bis er seine eigene Unfähigkeit einsieht. Er fällt dann von ganz oben nahezu ungebremst bis nach ganz unten! Kommen wir also zu den "Wohlfühl-Spielern" a la Gomez und Klose! Sie gelangen nur dann an ihr Leistungslimit, wenn sie weitestgehend vom Druck befreit werden! Das begreifen aber die wenigsten Trainer und Vereinsverantwortlichen, weshalb dieser Charaktertyp nur selten im Profibereich anzutreffen ist.


    Schon beim Start in die Talentförderung besteht die Auswahlmannschaft aus physisch dominanten Spielern der ersten Jahrgangsmonate, ergänzt durch Spieler mit`ner großer Klappe. Daran ändert sich ja kaum etwas, weil andere Typen nicht gefördert werden!


    Einen guten Trainer erkennt man daran, das er seine Kandidaten da abholt, wo sie gerade stehen. Dazu zählt aber nicht nur die Beurteilung der sportlichen Leistungen, sondern auch die spezifischen Belange der jeweiligen Altersgruppe und der einzelnen Charaktere. Der Mensch definiert sich nicht allein als Produkt seiner Umgebung, er ist einzigartig und will auch in dieser Individualität akzeptiert werden. Seinen Willen hat jeder, aber nicht jeder kann es angemessen kommunizieren. So manch einer braucht dabei Hilfe, denn das, was er sagt, entspricht nicht immer dem, was ermeint!


    Ferner sollte der Trainer eine Athmosphäre der Angstfreiheit schaffen, denn wer Angst vor Fehlern haben muß, der macht sie dann auch! Vom Fehlerdruck befreit gehts mit Spaß ans Fussballspielen. Auch dann gelingt nicht alles, der macht seine Sache meist besonders gut!


    Dennoch sind wir Trainer in der Fülle der Aufgaben ständig überfordert, wir versuchen aber stets unser Bestes zu geben. Denn mit Gewalt läßt sich der Erfolg selten erzwingen und noch seltener erhalten!

    Günter
    Wir Trainer sind weder Ersatz-Erzieher noch Volkstribune, wird sind lediglich Menschen aus Fleisch und Blut! Deshalb braucht es auch nicht mehr als Zivilcourage, in einer unmittelbaren Gefahrensituation ohne die Gefährdung des eigenen Lebens und Gesundheit unverzüglich die benötigten Informationen an die zuständige Stelle weiterzugeben.


    Es ist also nicht mehr als ein Handy-Anruf und hat absulut nichts mit Denuziation zu tun, sondern die Abwendung von unnötigem Leid Unschuldiger! Andre hats schon sehr gut erklärt. Natürlich gibts auch anders gelagerte Fälle, weshalb ich dafür plädiert habe, die häufigsten Probleme auf oder neben dem Fussballplatz von geeigneten Lehrpersonen in Kurzschulungen und Trainerlizenzen einzubinden.


    Über Erste-Hilfe-Maßnahmen beklagt sich auch niemand - hier ist es Erste-Hilfe für Menschen, die sich aus anderen Gründen selbst nicht wehren können!

    Fast gebetsmühlenhaft wiederholt der DFB die Errungenschaften des Stützpunktkonzepts und gibt dies als Entschuldigung dafür an, das die Klose`s, Gomez und Co. ja deshalb früher nicht entdeckt werden konnten. Leider ist auch das heute Talentsichtungsraster so großmaschig, das noch zu viele Talente hindurchrutschen. Man kann sich der Situationsbeschreibung allerdings auch nicht nähern, wenn man feststellt, das nach dem Juniorenbereich so gut wie keiner den Sprung in den Profikader schafft! Denn man geht nicht an die Ursachen dieser Talentverschwendung ein. Nachfolgend sind ein paar Gründe aufgeführt, bei denen es m.E. Optimierungsmöglichkeiten gibt:


    1. Der RAE-Effekt: es werden nicht die Talente nach ihrem Potential ausgewählt, sondern die in den ersten Monaten eines Jahres geborenen Kinder, weil die den Spätergeborenen physisch ein paar
    Monate voraus sind. Nirgendwo findet man aber einen Hinweis, das das Geburtsdatum ein Talentmerkmal ist. Als Beweis dieser These läßt sich zeigen, das der RAE-Effekt im Laufe der Jahre nahezu
    ganz verschwindet. Er verschwindet aber deshalb nicht ganz, weil teilweise die falschen Talente gefördert wurden und die mit mehr Potential nicht entdeckt und nicht gefördert wurden. Die physischen
    Eigenschaften dienen hier dem kurzfristigen Gewinndenken des Trainers, nicht aber der Talentauswahloptimierung!


    2. Es wird keine dynamische Talentsichtung (welche Fortschritte erzielt das Talent im Messzeitraum), sondern eine statische Talentsichtung (was kann das Talent zum Messzeitpunkt) gemacht. Eine
    Auswahl sollte demnach erst nach der einheitlichen Leistungsanalyse im definierten Messzeitraum vorgenommen werden. Die heutige Messung von Talenten, die bereits auf dem Stützpunkt sind,
    ist deshalb ein Schritt zu spät, weil es sich hierbei nur noch um eine statistische Talentverwaltung handelt.

    3. Die Stützpunkttrainer sind nicht unabhängig und haben häufig zusätzliche Aufgaben als Vereinstrainer. Die fehlende Neutralität läßt sich immer dann erkennen, wenn es einen Stützpunkttrainerwechsel gibt.
    Denn dann kommen die Talente plötzlich aus anderen Vereinen. Auch gibt es eine Beeinflussung durch die größeren Vereinen, die ihre gute Jugendarbeit in der Anzahl der Stützpunktspieler sehen. Ihnen
    geht es aber in erster Linie darum, Talente in ihre Jugendteams zu locken. Durch die gleichzeitige Schwächung der gegnerischen Mannschaften, denen um Leistungsträger beraubt wurden, gelingen
    Meistertitel noch einfacher. Dass sich die Talente aber nicht entwickeln können, wenn sich bei 2-stelligen Ergebnissen kaum gefordert werden, wird gerne verschwiegen.
    Mit dem Leistungsvermögen der Talente diese Verbindung zwischen Stützpunkttrainer und Vereinen nichts zu tun! Auch gibt keine Erkenntnisse darüber, das der Wohnort und Heimatverein eines Talents
    etwas über dessen späteres Leistungspotential aussagt.


    4. Konzeptprobleme:
    4.1. Auffüllen der Talentjahrgänge auf Mannschaftsstärke
    Nach dem derzeitigen Konzept werden die Jahrgänge der Stützpunkte unabhängig vom individuellen Leistungspotential auf Mannschaftsstärke aufgefüllt. Dadurch sind Stützpunkttrainer gezwungen, ihre Trainingszeit auch mit solchen Spielern zu verbringen, bei denen die Erfolgsprognosen sehr gering sind. Als Beleg dafür mag die bedeutende Quote der Spieler gelten, die auch nach 4 Jahren Leistungsförderung nicht das Interesse von Vereinen im Leistungs- und Profibereich wecken konnten. Zwar wurde die Förderung der beiden älteren Jahrgänge bereits zurück gefahren, doch ist dadurch nicht das Problem behoben, das hier keine effektive Sichtung mehr stattfindet.


    4.2. Aufgaben der DFB-Stützpunkttrainer verändern!
    Schon die Analyse der DFB-Talentförderung belegt Talentverschwendung. Wie groß die Dunkelziffer ist, läßt sich nur erahnen. Zwar kennt das im Nachbarland tätige Twente Enschede auch keine Erfolgsgarantie, dennoch schaffen sie es Jahr für Jahr eine deutlich höhere Quote an Jugendlichen für den Profifussball auszubilden. Hier wird flächendeckend im Umkreis intensiv gescoutet, im Sichtungszeitraum die Kinder mit Talentpotential handverlesen ausgewählt und in einem perspektivisch und ineinandergreifenden Konzept über den gesamten Jugendbereich ausgebildet.
    Eine Chancenerhöhung, Talente mit besserem Potential flächendeckend zu entdecken, könnte sich durch die Veränderung der Aufgaben ergeben. Es sollte ein Sichtungsprogramm im Punktspielbetrieb für den Jahrgang im Zuständigkeitsbereich erstellt und honoriert werden. Zusätzlich sollte ein finanzieller Anreiz für die Stützpunkttrainer für das Entdecken und Fördern von Talenten geschaffen werden. Denn leider wandern noch viel zu viele hochqualifizierte Stützpunkttrainer in Vereinsaufgaben ab, weil ihre Arbeit vom DFB nicht ausreichend anerkannt wird.


    Fazit: Solange wir noch genügend Talente mit dem bisherigen Systemen fördern, wird kein akuter Änderungsbedarf gesehen. Es muß wohl erst mal wieder eine vermasselte Europa- oder Weltmeisterschaft herhalten, damit die grauschläfigen Herren in der Teppichetage des DFB einen Stromstoß spüren! Denn anders als im gewöhnlichen Alltag, wo es zwei Schritte vor und Einen zurück geht, gibt es hier Karriereleitern, bei denen sich jeder die unteren Stufen selbst absägt hat. Aber gerade erst wurde der Taktstock am Sprossenende übergeben. Schau` wir mal ...!

    Nachfolgend ein paar Daten der Talentförderung, die unter http://www.fvm.de/tagungsberichte.html nachzulesen sind


    - das Durchschnittsalter zum Wechsel in ein Nachwuchsleistungszentrum betrug 14,82 Jahr
    - aus dem 22-köpfigen Nationalmannschaftsteam wechselten 6 aus dem F/E-Jugendbereich, 9 in der D/C-Jugendspanne und 8 ab B-Jugend und älter in einen Bundesligaclub
    - nur etwa die Hälfte nahm an Fördermaßnahmen des DFB-Stützpunktkonzepts teil


    hier noch ein paar Zahlen:
    - Manuell Neuer kam bereits zur U 6 zu Schalke 04 (war sein Heimatverein), wurde zunächst aber für zu leicht befunden und immer wieder in untere Jahrgangsmannschaften zurück geschickt
    - Mario Gomez schoß bis zur U 17 bei Ulm die Tore und wechselte dann zu den jungen Wilden des VFB Stuttgart
    - Mesut Özil wechselte zur U 18 von RW Essen nach Schalke 04 und Stefan Kiesling im gleichen Alter von Bamberg nach Nürnberg
    - Cacau getraute sich in der U 21 von Türk Gücü München zu den Amateuren des 1. FC Nürnberg
    - Arne Friedrich und Miro Klose feierten bis zur U 22 lieber mit den Kumpels bei Verl bzw. SC Blaubach die Siege ab
    - Jörg Butt glaubte erst ab der U 24 an seine Torwartfähigkeiten und wechselte von Oldenburg zum HSV


    Über kaum etwas wird mehr gestritten als über Talente und deren zukünftiges Potential. Je nach Interessensgruppe glauben die einen daran, das ausschließlich in ihrem Verein die bestmögliche Förderung möglich wäre, andere widerum meinen mit den begleitenden Landes- und Bundesfördermaßnahmen das geeignete Mittel gefunden zu haben. Die dritte Gruppe glaubt, mit einem effektiven Scoutingsystem die Talente handverlesen zu können.


    Diese deutsche Talentbeurteilungen hören sich für den Außenstehenden so an, als sei am Ende immer alles gut, beziehungsweise: wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht am Ende!


    Vergessen dabei wird, das der Start in den Fussball zunächst eher aus einer Zufälligkeit heraus stammt. Genauso gut hätte das Kind zum Handball, Tischtennis oder Judo angemeldet werden können. Als weitere Zufälligkeit bestimmt die Wohnortnähe zum Verein die weitere Entwicklung im unteren Jugendbereich. Auch das Sichtungsraster der DFB-Stützpunkte hat so grobe Maschen. Denn wer sich nicht meldet, sich nicht traut, wird auch nicht berücksichtigt!
    Auch die Scouts sind nur dort anzutreffen, wo bereits eine Leistungsverdichtung stattgefunden hat. Das Talentpotential auf dem "flachen Lande" wird unberücksichtigt gelassen, weil dort die Straßen so schlecht geteert sind! Schließlich werden in den Leistungsbereichen Talente, für die die Zeit noch nicht reif ist, verheizt, weil man schon zu früh zu viel von ihnen verlangt!


    Jeder sucht die Stecknadel im Heuhaufen! Ein Erfolgsrezept hat aber niemand. Gerade der späte Wechsel von über einem Drittel der Nationalspieler in den Profibereich im und nach dem B-Jugend-Bereich müßte zu denken geben, das man auch mit noch so viel Fördermaßnahmen den Reifeprozeß von Talenten nicht maßgeblich verändert kann.


    Wer also glaubt, aufgrund seiner Fussballkünste irgendwann von alleine entdeckt zu werden, der kann wie beschrieben, einem Irrtum zum Opfer fallen! Allerdings besteht deshalb kein Grund zur Hektik, das Talent in Ruhe und seinem sozialen Umfeld des Amateurvereins einige Jahre reifen zu lassen, um dann, wenn es an der Zeit ist, den Wechsel in einen Profiverein zu wagen.


    Leider gibt es kaum fundierte Aussagen über den Frauen-Profibereich. Meine Erfahrungen sind jedoch mit denen der Jungen-Altersgruppierungen überhaupt nicht zu vergleichen. Schon allein der Start ist anders. Entweder kicken die Mädchen in den ersten Jahren bei den Jungen oder fangen über den Schulfussball bzw. über Freundinnen mit dem Fussball an. Während sich bei den Jungen die fussballerischen Fähigkeiten langsamer entwickeln gibt es bei den Mädchen in der Pubertätsphase eine rasante Leistungsentwicklung. So ist es nicht verwunderlich, das bereits B-Juniorinnen mancherorts zu Leistungsträgerinnen mutieren. In Testspielen zeigen sich leistungsorientierte B-Juniorinnen den Oberliga- und Regionalliga-Frauenteams teilweise als überlegen, aber zumindest ebenbürtig. Aber genauso, wie die Leistungsentwicklung früher beginnt, endet sich auch einige Jahre eher. Denn Frauen über 30 findet man kaum im Profi- oder Leistungsbereich.


    Speziell auf die Torleute bezogen heißt das, das Mädchen zwischen 13 - 15 Jahren höheres Leistungspotential besitzen als ihre gleichaltrigen Jungen. Sie könnten bei entsprechender Trainingsförderung, ihre Frauenteams verstärken, ohne von einem "Verheizen" zu sprechen. Bei den Feldspielerinnen gibt es diese Situation jedoch nur im abgeschwächtem Maße. Dennoch lohnt es sich für die Verbände und dem DFB, sich mit der Thematik der etwas anderen Leistungsentwicklung intensiver zu beschäftigen, um angemessenere Rahmenbedingungen zu schaffen.

    Die Altersangaben sind so korrekt! Wobei der Radius ums Zentrum etwas variiert! Ab der C-Jugend gibts allerdings immer mehr einen Trend, außergewöhnliche Talente aus dem Ausland ins Leistungszentrum zu holen. Dafür fliegt man auch schneller raus, wenn die Leistungskurve kurzfristig nach unten zeigt. Normal ist allerdings, das man einem Spieler 2 Jahre Zeit gibt, sich als Stammspieler zu etabieren. Wie aber schon die Bewerberzahlen zeigen, ist das äußerst schwierig und die Wahrscheinlichkeit Profi zu werden sehr gering! Wenn man`s aber nicht probiert hat, kann man auch nicht sagen, ob man eine Chance hat. Wichtig dabei ist trotz Ehrgeiz und Unterstützung aus dem Elternhaus immer ein "Plan-B"! Das meint allerdings nicht den Wechsel in ein anderes Leistungszentrum und, sobald es auch dort Probleme gibt, einen weiteren Verein. (Wenn man sich die Vereinshistorie mancher A-Jugendliche anschaut, dann haben die bis zu ihrem 18. Lebensjahr schon ein Dutzend Vereine hinter sich!) Das Leben hat ausser Fussball-Karriere noch viel mehr Lohnenswertes zu bieten. Zum Beispiel Fussballtrainer :P

    Erst mal herzlichen Dank an Andre, das du als Fachmann die Situation sachlich erklärt hast.


    Leider ist der Alkohol als "Volksdroge" gar nicht so weit entfernt vom Fussballplatz. Auch die Vereinsheime bieten neue Möglichkeiten, wo der Genuß manchmal zur Droge werden kann! So wird man unfreiwilliger Beobachter und ist in dieser Situation häufig überfordert. Was soll man als Trainer machen? Die Augen davor verschließen geht nicht! Aktiv eingreifen? Natürlich, möchte man einem Vater, der seine Frau schlägt, unter Alkoholeinfluß am Straßenverkehr teilnimmt, am liebsten was aufs Maul geben, um ihm vor allen Leuten zu zeigen, was für ein armseeliges Würstchen er ist, das er sich an Schwächere vergreift und das eigene Recht auf Alkoholkunsum über das Recht der Anderen auf körperliche Unversehrtheit stellt! Aber der Verstand sagt einem, dass das nicht die Lösung sein kann. Denn dieser Mensch braucht Hilfe und zwar sofort! Kaum ein Trainer, Betreuer oder Obmann ist aber darauf vorbereitet.


    Aus den vorgenannten Gründen ist es m.E. sinnvoll diese Rechtsfragen ins Kurzschulungsprogramm und die Trainerlizenz-Ausbildung einfließen zu lassen.

    Sofern es ausschließlich um eine Beurteilung durch die DFB-Gerichtsbarkeit geht, können andere Fälle oder ein festzustellender Trend berücksichtigt werden. Bei der juristischen Beurteilung ist immer von einer Einzelfallprüfung auszugehen.


    Der Versuch der Medien, den Trainer gleich als Anstifter zu verurteilen, schlug allerdings fehl. Soetwas hatte Ewald Lienen seinerzeit auch versucht, als er übelst gefoult wurde und unmittelbar danach auf den gegnerischen Trainer zurannte, um ihn der "Brandstifterschaft" zu beschuldigen. Wenn von Zweikampfaggressivität gesprochen wird, so meint man den Körpereinsatz beim Kampf um den Ball, nicht die billigende Herbeiführung von Körperverletzungen des Gegners! Einen Fussball, bei dem der Trainer seine Spieler vor die Wahl stellt, entweder durch brutale Fouls die Gegenspieler verletzt vom Platz tragen zu lassen oder gekündigt zu werden, läßt sich bei näherer Betrachtung auch im aktuellen Fall nicht feststellen! Es gibt klare Grenzen, sowohl in der Definition der Beschreibung des fussballerischen Zweikampfverhaltens als auch in der Situationsbeurteilung durch den Schiedsrichter.


    Fussball ist ein Sport mit Körperkontakt, bei der es zu Verletzungen kommen kann. Beim Verdachtsfall ist zu prüfen, ob die Verletzung vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt wurde, so daß bei der Kausalitätsprüfung von einer billigenden Verletzung als Folge festgestellt wird. Ist eine Körperverletzung im juristischen Sinne festgesteltl worden, so können sich bei der Strafmaßbeurteilung frühere Vergehen belastend auswirken.


    In diesem Zusammenhang versteht sich jeder Trainer auch als Anwalt seines Spielers, unabhängig davon, ob dieser Spieler intern anders beurteilt wird.


    Für den Fussball in Deutschland ist zu wünschen, das Trends zur übertriebenen Härte, z.B. Ellenbogenchecks rasch entgegen gewirkt werden. Unbelehrbare Einzeltäter gehören allerdings, unabhängig von ihrem sportlichen Potential, nicht auf den Fussballplatz.

    Hallo Markus,
    du hast schon das Richtige herausgesucht! Hier trägt in der einfachsten Form das offensive Mittelfeld mit dem Sturm Angriffe vor. Die 4-er Kette arbeitet entsprechend den Aufgaben gegen Ball. Im nächsten Teil opieriert die komplette Defensive (4-er Kette und zwei 6-er) und zum Schluß wird mit 10 gegen 10 aggressives Pressing im Mittelfeld taktisch trainiert.


    Allerdings sind die Lehrbeispiele aus der U 17 Nationalmannschaft. Davon ist das dem von SuKi Heimatteam und seiner Trainingsgruppe für die Lehrprobe vermutlich meilenweit entfernt. Das habe ich ihm zu verstehen gegeben!


    ich bin allerdings noch nicht davon überzeugt, das es SUKI wirklich ernst meint mit seinem Anliegen!

    Hallo Rene
    Erstmal willkommen zurück! Um dir rasch helfen zu können, werden noch ein paar Infos gebraucht. Bis jetzt wissen wir nur, das du einen brauchbaren 10-er hast. Welche Stärken und Schwächen besitzen die anderen Spieler? In welcher Liga kickt ihr? Wie häufig und wie lange trainiert ihr? Wie hoch ist die Trainingsbeteilgung? Ist es eine gewachsene Truppe oder eher ein wild zusammengewürfelter Haufen?


    Es ist deshalb wichtig, um zu erkennen, ob es mehr bringt, in kleinen Gruppen individualtaktische Verbesserungen zu trainieren oder ob es an der noch nicht optimalen Raumaufteilung deiner Mannschaft liegt.

    Hallo Suki!
    Bei deiner Leerprobe fehlt so einiges! Halb so schlimm ist das Fehlen der Platzabmessungen.


    Aber verrate uns mal, nach welcher Taktik die Angreifer agieren sollen? Wie sollen die Angriffe vorgetragen werden? Mit Spielaufbau aus der 4-er Kette heraus oder soll ab dem offensiven Mittelfeld taktisch agiert werden?


    Als nächstes wäre zu klären, wie denn deine 4-er Kette reagieren soll? Wissen die einzelnen Spieler etwas über Deckungsschatten, so das sie sich gegenseitig überlappend abdecken? Wie rücken die anderen Spieler ein, wenn z.B. aus der Innenverteidigung jemand an einen zentralen Angreifer heranläuft? Kennen deine Defensivspieler etwas vom Doppeln an den Außenpositionen (dazu braucht man übrigens die 6-er) und wissen deine Außenverteidiger auch, wie sie sich beim Doppeln verhalten sollen? Wie und warum rücken die ballentfernten Spieler aus der Kette vor, zurück und ein - wann befinden sie sich in der Reihe? Welche Formen beschreiben sie bei den jeweiligen gegnerischen Angriffskonstellationen, wann variieren die Abstände innerhalb der Kette aus welchen Gründen? Wie schalten sie sich ins eigene Angriffspiel ein?


    Anders formuliert? Was weißt du über das ballorientierte Spiel oder oder möchtest du dich vor deiner Gruppe lächerlich machen? Das 4 : 4 Spiel mit/ohne Torwart eignet sich prima zum Erlernen von Individualtechniken bis hin zum gruppentaktischen Überzahlspiel. Dabei sollte man es dann auch bewenden lassen.


    Oder bist du mal wieder einer von der Sorte, die uns hier verulken wollen, weil du dich noch nicht wieder zu Wort gemeldet hast?


    Das 4 : 4 mit/ohne Torwart eignet sich prima, um das einfaches Positions- und Überzahl-Spiel zu trainieren. Deshalb befürchte ich, das dein Ding in die Hose geht!

    Wenn du nicht "Stecknadel" im Heuhaufen berichten möchtest, gibts einen idealen Ort, wo du Gesprächspartner finden könntest. Das sind die Vergleichswettbewerbe der Verbandsauswahlen in Duisburg. Dort kreuzen die Zukunftshoffnungen sportlich ihre Klingen. Da sind Spieler mit unterschiedlichster Nachwuchsförderung und individuellen Erfolgswegen. Auch sitzen dort nicht nur Leute vom DFB, sondern auch Scouts aus den Profiligen.


    Ich halte dasThema: "Frischfleisch für die Liga" allerdings für langweilig, weil schon genügend in den Printmedien darüber berichtet wurde, solange das Talent im "Licht des Interesses" steht. Sobald das Talent scheitert, interessiert sich ohnehin kein Schwein mehr dafür! Dieser Fall tritt bei 99,5 % aller Stützpunktspieler ein und wird sich aufgrund eines TV-Berichts nicht wesentlich verändern lassen. Was ist die Motivation fürs Thema?

    Ich muß mich berichtigen. Mit der joggenden Trainingsgruppe hatte ich eigentlich die Seniorenmannschaft aus der Regionalliga gemeint!


    Damit ist "tobn`s" Frage ebenfalls beantwortet: das Tempo beim Runden- oder manchmal auch Waldlauf ist so, das man dabei gemütlich quatschen kann.


    Wer eignet sich als Mädchen-/Frauentrainer? Dazu habe ich mich bereits an anderer Stelle geäußert. Selbst der Versuch ein Buch darüber zu schreiben, würde im Ergebnis scheitern. Hätte doch der Schreiber nur einen winzigen Bruchteil dessen, was einem Blühen kann, beschrieben. Was sind schon Erfahrungen wert, wenn sich das Heute schon morgen ganz anders darstellt? Was bedeutet Fachwissen, wenn gerade das nicht gefragt ist? Aber gerade der, der sich auf Überraschungen einstellt, wird seine Freude finden! Er wird, je länger er dabei ist, von dieser Sportart begeistert sein und nur schwer davon lassen können.


    Man kann es auch nicht beschreiben, man muß es machen!