guenter
Das was du beschreibst, passiert wöchentlich tausendfach in Deutschland. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es ein Fussballplatz, eine Kegelbahn, ein Spielplatz, ein Tierpark oder sonst wo vorkommt. Sobald man Kindern ein Stückchen mehr Freiheit gibt, kann es zu fehlerhaftem Verhalten kommen. Soll man deshalb sämtliche Freizeitaktivitäten streichen? Wie will man Kinder sonst selbständig werden lassen, wenn man sie nicht stückchenweise selbst entscheiden läßt? Andre wird in seinem Beruf dutzende Fälle kennen, aber trotzdem seine Kinder nicht in einem "goldenen Käfig" halten. Man kann als Erwachsener nach bestem Wissen und Gewissen handeln, mehr nicht! Eine 100 %-ige Sicherheit gibt es nicht!
Bei meiner Regel erspare ich Eltern und Kindern auch Ausreden, warum sie gerade keine Lust zum Training haben. Das sind doch keine Profis und werden es zu 99,95 % nicht werden. Wozu dann dieser Druck?
Seit euch aber auch gegenwärtig, das eine mangelnde Trainingsbeteiligung ein Problem ist, von dem ihr ein Teil seit. Bei einem abwechselungsreichen Training ist es nahezu automatisch, das sich Kinder durch besondere Leistungen hervorsticht! Das meinte ich mich: jedes Kind ist ein "potentielles Talent". Kinder sind von Natur aus neugierig! Werden sie darin beschränkt, so verlieren sie rasch ihre Lust. Warum also nicht mal einen Freund mitbringen dürfen? Das ist ein potentieller neuer Spieler für dein Team oder deinen Verein. Bei den Mädchen ist das übrigens die häufigste Form der ersten Kontaktaufnahme mit Fussball als Vereinssport!
Ihr beschwert euch häufig über die verkrusteten Denkstrukturen des DFB und habt meist damit Recht! Aber, ihr könnt auch einen kleinen Teil in eurem unmittelbaren Umfeld ändern, damit es kindgerechter zugeht! Wenn es denn schon gezwungen wird, in die Schule zu gehen, u.U. noch Nachhilfeunterricht zu nehmen, eine Religion anzunehmen, ein Musikinstrument zu erlernen, ect., dann soll es doch wenigstens in seiner Freizeit eine Wahl haben! Findet ihr nicht?
