Beiträge von TW-Trainer

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    siebener
    Hast ja ganz recht, das die Diskussion darüber, wer wann und warum mitsingen soll, nicht nur beim Fussball völlig unerheblich ist.


    Warum soll ein normal denkender Mensch für ein Fahne oder eine Hymne kämpfen? Das hatten wir doch schon und haben eigentlich auch daraus gelernt, hoffe ich wenigstens? Es ist doch lediglich ein gewohntes, schmückendes Beiwerk, der dem Fussball eine internationale Bühne verleiht. Im Mittelpunkt aber muß der Fussball stehen bleiben.


    Der Nationalkicker möchte als einer der besten Spieler seines jetzigen Heimatland mit seiner Mannschaft einen Erfolg erringen! Jeglichen Versuchen den Sport in die Politik zu vereinnahmen, ihn zu ge- oder zu mißbrauchen, sollte kategorisch entgegengetreten werden.

    Bei meiner Analyse wollte ich weder Balotelli besser machen, als er ist. An dessen Karriere glaube ich nicht, es sei denn, er wechselt nach England, da halten die sich ganz gerne durchgeklnallte Typen. Auch wollte ich Neuer nicht schlechter machen, denn im deutschen Team gehörte er sowohl in der Quali als auch im Turnier zu den besten Spielern. Allerdings muß sich Neuer bei solchen Turnieren in den Vergleich mit anderen Spitzenkeepern stellen, wobei dann nicht nur seine Vor-, sondern auch seine Nachteile verglichen werden. Ich bin davon überzeugt, das er sich noch weiterentwickeln wird! Ein Ika Cassillas hat übrigens sehr viel von Bodo Illgner gelernt. Ihm wurden anfangs aufgrund seiner Schwächen bei hohen Flanken keine Top-Keeper-Qualitäten bescheinigt! Für Manuell gibts in Deutschland keine aktiven Vorbilder mehr, da muß er schon ins Ausland schauen! Macht er das nicht, werden ihn Keeper aus der "jungen Garde" wie Zieler, Ter Steegen und andere, deren Stellungsspiel noch besser an den modernen Angriffsfussball angepaßt ist, schon bald den Rang ablaufen!


    Uwe meinte ja, ich würde es allein auf die Bayern schieben! So ist es sicherlich nicht, wenngleich ich bereits vorm Spiel angemerkt hatte, das es gerade bei einem "engen Spiel" auf die Psyche der Spieler ankommt, ob sie an sich glauben und mit letztem Einsatz kämpfen oder nicht an ihre Chancen glauben. Dabei haben gerade die Bayern in der abgelaufenen Saison durch entscheidende Niederlagen deutliche Dämpfer bekommen, die ihr Selbstbewußtsein angekratzt haben. In einem Turnier reicht es nicht, gute Einzelspieler zu stellen, mit einer guten Taktik auf die Gegner einzustellen. Man braucht auch die Leute auf den Platz, die an sich glauben und alles geben, wenn es gefordert ist!


    Man kann nur vermuten, das Jurgi und sein Team es versucht haben, in Anbetracht dessen, das bislang alle Gegner mit mehr oder weniger Mühe und Aufwand geschlagen wurden, mit möglichst vielen Spielern und Vereinen nach der EM gut kooperieren zu können. Löw hat mehr als einmal gezeigt, das er Spieler, die im Verein nicht Top-Leistungen bringen, diese in der Nationalmannschaft aber abrufen können. Mit einem Schweini hat man doch gehofft, das er nach seiner Verletzung rasch wieder zu alter Form zurück findet! Auch Toni Kroos, der noch nicht so viele Einsätze hatte, hat man ein gutes Spiel gewünscht. Aber beide blieben blass, wie auch andere Bayern. Es gewinnt und verliert aber immer nur die ganze Mannschaft!


    Für die Bayern, die nach wie vor das internationale Aushängeschild sind, wird eine schwierige Saison beginnen. Denn keiner ihrer Stars konnte in der deutschen noch in ausländischen Teams besonders auf sich aufmerksam machen. Für den deutschen Fussball ist indes die "Spitze breiter geworden". Nicht alle Neuen haben gestochen und manche "Alte" haben gezeigt, das sie ihren Leistungszenit überschritten haben. Auch, wenn es wieder nicht zum Titel gereicht hat, darf man Jurgis Team insgesamt eine gute Arbeit bescheinigen und ihnen die etwas unglückliche Mannschaftsaufstellung nachsehen.


    Man kann nicht immer gut spielen, aber kämpfen geht eigentlich immer! Daran hat es gestern am meisten gemangelt!

    Ich habe diese Frage einmal provokativ gestellt, denn kann der Fusball überhaupt in die Persönlichkeitsbildung eingreifen? Oder ist es zunächst einmal das Elternhaus, später der Kindergarten (wo den Kindern erst mal erzählt wird, das Papa und Mama lügen, weil es gar keinen Osterhasen oder Weihnachstmann gibt), die Schule, in der sie neue Freunde finden, aber auch Mobbing kennenlernen. Oder ist es die Phase der Berufsausbildung, in der sich wieder eine neue Welt öffnet, der junge Mensch sich erstmals ein Weltbild mit festen Bestandteilen baut, das er für die Zeit seines Lebens kaum noch ändert. Ob es die Vorliebe in der Musik, die politische Meinung, das Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen ist!


    Die Persönlichkeitsbildung ist in der Elteförderung ja nicht neu, denn man hat verstanden, das man ein Talent nicht auf seine sportlichen Fähigkeiten reduziert betrachten darf, sondern ihn als ganzen Menschen akzeptieren muß. Jedoch ist Akzeptanz nur eine Vorstufe von Persönlichkeitsformung!


    Es wird zwar immer wieder die Vorbildfunktion des Trainers genannt, der dem Kind Werte wie Fairness im Umgang miteinander vermitteln soll. Aber reicht das allein schon aus, um die Persönlichkeit eines Menschen nachhaltig zu formen? Oder sind wir vielleicht doch die falschen Adressaten und können lediglich einen bescheidenen Beitrag leisten, weil wir nur ein kleiner Teil des sozialen Umfelds der jungen Menschen sind? Vielleicht können wir, wenn wir uns zu einer Oase für die jungen Menschen entwickelten, den Bedürfnissen ein wenig näher kommen. Doch dies scheitert allzuhäufig unter dem zu hohen Leistungsdruck, den uns die Vereinsverantwortlichen und wir selbst uns setzen!


    Wenn aber die jungen Menschen ihre Persönlichkeit ohnehin nicht am Stadioneingang abgeben können, was müßte geschehen, wenn die individuelle mentale Stärke der Spieler den Fussball voran bringen soll?

    Bittere Stunden mußte Jurgi Löb, der ohne das stets in minzgrün gekleidete Maskottchen Angela sein ohnehin großes Herz für Bayern-Spieler erweichen ließ und einer weiteren Umbettung der trübsalblasenden Wasserträger im Team der Münchener Gomez und Co. zustimmte. Wußte Jurgi doch genau, das diese Jungs das Finale ohnehin nur von der Reservebank sehen können. So war es dann auch nicht verwunderlich, das nicht wie mit der A-Elf das deutsche Team sein Spiel aufzuzog, sondern die tapferen Bayern es den Italienern bereits beim Spielaufbau leicht machten und so ein einziger Balla-Balotelli ausreichte, um die Deutschen wieder nach Hause zu schicken! Weil mein Interesse besonders den Torleuten gilt, muß ich festhalten, das ich bei der EM mindestens ein halbes Dutzend Keeper gesehen habe, die es an Effektivität mit unserem Manuell Neuer aufnehmen können. Das ist deshalb schade, denn auch ihm hat der Wechsel nach Bayern München nicht gut getan. Beim 2. Tor stand er lediglich 1 - 2 Schritte zu tief stand, um evl. beim gut plazierten Schuß eine Chance haben zu können, denn ein bekloppter Ballotelli lupft nicht, er läßt es krachen! Schlimmer fand ich sein Verhalten beim 1. Tor, wo er, wie im Bayern-Team wie auch in der EM leider zu häufig auf der Torlinie verharrte, statt sich zwischen Torlinie und 5-er zu positionieren, um Schüsse wie auch Flanke effektiv verteidigen zu können. Klar gab es jeweils dicke Patzer seiner Vorderleute! Darüber muß man nicht diskutieren, weil damit ein Keeper rechnen muß! Wenn ich Manuell`s Berater wäre, dann würde ich ihm unter der Vorraussetzung, das sich am Trainerstab der Bayern nichts ändert, den Wechsel in einen anderen europäischen Spitzenclub anraten, wo er wieder der "Alte" sein darf, der mit Mut zum Risiko den gesamten Strafraum verteidigt und wieder durch zielgenaue Würfe seine Vorderleute in opitmale Angriffspositionen bringt!


    Aber, es ist nicht die EM der Torwart-Philosophien, sondern die des Fussballs, die der Deutschland durch Überheblichkeit im Halbfinale ausgeschieden ist. Wir durften bis dahin über einen zum großen Teil erfrischenden, dynamischen Fussball erfreuen. Leider war das Taktik-Augenmerk zu sehr darauf gerichtet, gegen stark defensiv agierende Teams ein Tor zu erzielen. Es wurde (wie sich bereits im Griechenlandspiel andeutete) zu wenig darauf geachtet, das die Offensivabteilung sofort bei gegnerischem Ballbesitz den Gegner beim Spielaufbau erfolgreich stört. Dann kann die deutsche A-Elf, aber die B-Elf leider nicht. Einen Gomez, Podolski, Kroos und Müller, sowie schwächelnden Schweinsteiger und gelegentlichen Patzern heimgesuchten Badstuber und Boateng verkraftet auch ein deutsches A-Team nicht! Bender, Reus, Schürrle, ja selbst ein 34-jähriger Klose hätten jeden Gegner vor schwere Aufgaben stellen können. Wenn Jurgi spätestens nach dem 1 : 0 gleich reagiert hätte und die "Umgebetteten" zur Fortsetzung ihrer Fussballträume auf die Reservebank zurück beordert, dann hätte noch Aussicht auf Erfolg bestanden. Sicher, das wäre die Höchststrafe für diese Spieler gewesen. Wer aber zu spät reagiert, den bestraft ein Ballotelli!


    Bitte, diese Analyse nicht zu ernst nehmen. Denn es geht nur um Fussball, um sonst nichts!

    Wir sollten froh darüber sein, in einem Land leben zu dürfen, wo es sich jeder Nationalspieler aussuchen kann, ob er die Nationalhymne mitsingen will oder nicht. In den 70-er Jahren war der Anteil der Nationalspieler mit ausländischen Eltern geringer. Trotzdem hat kaum einer mitgesungen, nur bei den Schlagern taten sie sich leichter.


    Aber bei den meisten anderen EM-Teilnehmern mit betexteter Nationalhymne ist das nicht anders. Wer will und den Text kennt ("brüh im Glanze"), der sollte halt mitsingen! Ob der eine oder andere aus Respekt vor dem Heimatland seiner Eltern nicht mitsingen möchte oder ein anderes Motiv hat, das ist ganz allein seine private Sache und geht der Öffentlichkeit nichts an!


    Die haben doch alle das gleiche Tricot an, das sollte doch an Identifikation mit dem Land genügen !?!

    Wer nicht zwischen bierernst und Ernst seinem Bier unterscheiden kann, der ist doch selbst schuld! Das gehört eben auch zum Fussball! Allerdings bekomme ich jetzt gerade nicht den Übergang zwischen Effe seiner Frau und Stefan Strunz hin. Wer war jetzt noch mal für Frau Effe wie Flasche leer?


    Jetzt zu deiner Frau? Was hat sie denn falsch gemacht bei den Spielerfrauen, was du mühelos statt einer Trainingseinheit im Monat machen könntest? Nun mal raus mit der Sprache! In deinem Alter bedeutet doch 2 mal hintereinander 1 x im Frühjahr und 1 x im Herbst oder? Ich hoffe jetzt aber, das hier bestimmte Leute nicht mitlesen, sonst gehts mir/uns an den Kragen! =)

    Es wird nach dem Einmaleins der Spielerabwerbung gefragt. z.B. Rückdatieren auf dem Spielerpass beim abgebenden Verein, damit man auch nach dem 30.06. noch Spieler bekommt!
    Angesprochen sind die Trainer mit "Fernseh-Bundestrainer-Lizenz", die in ihrem Verein "Dorfbundesliga" spielen! Hier soll in die Geheimnisse von deren Abwerbe-Managements (Bluff, Bestechung, Diskriminierung) eingeführt werden!


    Leider hat sich keiner von Denen angesprochen gefühlt oder es sind vielleicht gar keine von diesem Typus im Forum?

    Wenn ich ehrlich bin, so habe ich ein gespaltenes Verhältnis zum kommerziellen Fussball im Breitensport. Daran beteiligt sind insbesondere die Trainer, wie die Eltern der Spieler im unteren Jugendbereich. Dort läßt man sich die Träume vom Fussballstar oder berühmten Trainer bezahlen. Darüberhinaus ist man Werbeträger, um weitere Kandidaten anzuwerben. Sicher, wir sind ein freies Land und niemand, der sich auf soetwas einläßt, darf bei diesen Unternehmen "barmherzige Samariter" vermuten.
    Auch die Vereine sehen zunächst einmal nur den Nutzen darin, über die kommerziellen Fussballcamps und Trainerseminare eine größere Vereinsbindung und ein Vervielfältigungseffekt zu bekommen, der ihrem Überleben dienst.
    Dennoch empfinde ich die Werbemthoden dieser kommerziellen Fussballunternehmen als besonders schlitzohrg, weil sie es ausschließlich auf die Klientel von besonders unerfahrenen "Fussballkunden" bedient! Insofern war der Hinweis auf das "sektenmäßige" gar nicht so verkehrt! Denn im Rahmen dieser Veranstaltungen wird suggeriert, das man nur dafür oder dagegen sein kann. Am besten dafür, weil man sich erst dann in der Gemeinde der Gleichgesinnten wohlfühlen kann. Doch gerade diese Meinungspolarisierung ist es, die manche tief in den Geldbeutel greifen läßt. Da wird dann eine alleinerziehende Mutter, die jeden Cent dreimal umdrehen muß, indirekt dazu gezwungen, auch ihre Buben mitmachen zu lassen, weil doch schon ihre Nachbarn und Freude, deren Eltern finanziell besser gestellt sind, bereits zugesagt haben.
    Da wird dem unerfahrenen Trainer suggeriert, das es zwar erst mal genügt, Geld für eine Wissensvermittlung zu bezahlen, er jedoch auch andere Kollegen beim nächsten mal mitbringen soll!


    Fussball als Breitensport darf nichts kosten! Denn hier geht es um Spaß und nicht um Wissens- oder Leistungsvorteile. Weitaus wichtiger ist das soziale Miteinander beim gemeinsamen Hobby. Dabei darf es keinen Unterschied machen, aus welcher sozialen Schicht die aktiven und passiven Vereinsmitglieder kommen.


    Erst am vergangenen Wochenende habe ich mich kostenlos als Trainer zur Verfügung gestellt, wo Kinder aus verschiedenen Ländern ungetrübte Freude am gemeinsamen Hobby Fussball erleben durften. Auch für mich war es ein Erlebnis, das man trotz unterschiedlicher Herkunft und Sprachen im Fussball ohne geringste Verständigungsprobleme miteinander eine schöne Zeit erleben durfte.
    Ich hoffe, das die Kinder und mitgereisten Eltern neue Freunde gefunden haben, damit die Bedeutung des Wortes "Respect" mit guten Inhalten gefüllt in der Heimat ankommt.


    Welche Werte vermitteln die kommerziellen Fussballunternehmen? Hört nicht da der Respect auf, wo der Geldbeutel zu schmal wird, um dabei sein zu dürfen? Darum: Fussball im Breitensport muß kostenlos sein!

    David
    Auf diese Weise läuft sie während des Mannschaftstrainings "außer Konkurrenz" mit, um sich fit zu halten. Beim Abschlußspiel holt sie die Trillerpfeife und übt schon mal mit ihrer Mannschaft ein bißchen! Wenn sie dann durch ihre Trainer unterstützt, das Gefühl bekommen hat, jetzt traue ich mch ein Spiel zu pfeifen, dann ist`s der richtige Moment, sie auf eine Schiedsrichter-Ausbildung zu schicken!

    Hätten die portugisischen Angreifer (Christiano Ronaldo an erster Stelle) ihre Torchancen genutzt, wäre es nach 90 Minuten ein verdienter Sieg gewesen! Sie haben Jurgis Taktikteam aber gezeigt, wie man gegen die Spanier taktisch spielen kann. Stört man die Spanier bereits im Spielaufbau, zeigen sie ihre Schwächen!


    Nun noch mal zur Startaufstellung. Also Poldi kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Obwohl er für mich der Einzige ist, der als "Maulwurf" beim vorzeitigen Verrat der Mannschaftsaufstellung nicht infrage kommt. Denn den versteht doch eh keiner!


    Aber heute gilt es erstmal die Italiener zu schlagen!

    DanielOcean
    Es geht nicht darum, ob ein Schiri die Situation richtig oder falsch beurteilt, sondern darum, das insbesondere der Jungschiedsrichter in der Umgebung von unterfahrenen Trainern und Eltern dann überfordert ist, wenn man sich über eine Entscheidung streitet! Gibt es keinen Schiedsrichter, dann gibt es auch einen Streit über Schiri-Entscheidungen - so einfach ist das! Im Zweifelsfall müssen sich die beiden direkt nebeneinander in der Coachingzone befindlichen Trainer einigen. Man darf davon ausgehen, das ein gegenseitiger Respekt zumindest die Hemmschwelle zum falschen Benehmen erhöht! Auch müssten sich die Eltern dann ggf. gegen die Entscheidung ihrer Mannschaftstrainer stellen. Weil man sich aber auch nach dem Spiel noch in die Augen schauen möchte, wird auch hier die Gelassenheit gefördert, statt der unbedingte, lautstark unterstützte Wille, mit allen Mittel das eigene Team mit dem eigenen Sohn zum Sieg zu schreien!


    In der Vergangenheit wurde übrigens immer wieder als Argument gegen die Einführung der FPL von Gegnern angeführt, das Trainer und Eltern weggesperrt würden und Schiris als Feinde des Fussballs dargestellt üurden. Obwohl all diese Argumente entkräftet werden konnten, werden sie immer wieder ins Feld geführt! Man ist geneigt, bei diesen Leuten als Motiv den individuellen "Machtverlust am Spielfeldrand" zu sehen. Denn um die Förderung des Kinderfussballs als Breitensport mit hohem Spaßfaktor für die Kinder kann es dabei ja kaum gehen!

    DanielOcean
    Die FPL kann nicht das falsche Verhalten von Erwachsenen (Trainern und Eltern) ändern. Selbst nach der Einführung wird es nicht alle, die sich bislang falsch verhalten haben, überzeugen können. Es kann lediglich dazu beitragen, das es häufiger am Rande von Kinderfussballspielen auf Vereinssportplätzen ruhiger zugeht!


    Auch ist die Ursache nicht immer alleine darin zu suchen, das streßgeplagte Erwachsene im Fussball ein Ventil suchen, um ihre Aggressionen abzubauen. Es ist auch der Druck, der aus der Schule und der Arbeitswelt kommt, das nur der Beste eine Chance bekommt. Wenn dann die individuelle Klasse nicht reicht, dann ist man eben nur dann besser, wenn die Konkurrenten (Gegner) mit fairen und unfairen Mitteln schlechter gemacht wird!


    Mit dem Begriff des Breitensports, indem an alleroberster Stelle der Spaß steht, können viele unerfahrene Trainer wenig anfangen! Andre hat seinen Sinneswandel während der Trainer-Lizenz-Ausbildung beschrieben. Hier hat man als Trainer wenigstens die Zeit, um in Ruhe das eine oder andere von mehreren Seiten zu betrachten und abzuwägen! Aber wie sind die Impulse, die von einer Kurzschulung durch DFB-Stützpunkttrainer ausgehen? Hier soll innerhalb von ein paar Stunden elementare Lehrinhalte mittels anspruchsvoller Demo-Trainingseinheit vermittelt werden. Neun von zehn teilnehmende Trainern können damit kaum etwas anfangen, weil sie im Verein auf eine ganz andere Trainingsgruppe treffen, die zum Spaß und weniger der sportlichen Leistung willen kommen. Wenn diese Trainer dann "voll motiviert" aus der Fortbildung kommen und meinen, sie müßten das gleich mal 1 : 1 und notfalls mit Druck umsetzen, dann geht das häufig in die Hose!


    Erfahrene Stützpunkt-Trainer bekommen das gut hin, aber für die Neulinge ist es eine Gratwanderung!


    Jetzt komme ich zum Aspekt zurück, wonach eine Trainer-Lizenz-Ausbildung die Voraussetzung sein sollte, um im Verein Kinder trainieren zu dürfen! Wenn es dem DFB nicht einmal gelingt mit einem 7-stelligen, jährlichen Budget ausreichend qualifizierte Trainer für ihre Stützpunkte zu finden, wer mag dann ernsthaft erwarten dürfen, das die Vereine eine Wahl haben, sich zwischen Trainern mit und ohne Lizenz entscheiden zu können. Wobei dann der von Andre genannte Aspekt, das die Trainer in der jetzigen Form der Trainerausbildung keinen realen Streßsituationen des Punktspielbetriebs mit ihrer Mannschaft ausgesetzt sind. Genau das führt dann dazu, das manche Trainer nach dem Lizenzerwerb schon schnell wieder in gewohntes Verhalten zurückfallen! Gerade letzteres führt zum Streit und zu einer sehr hohen Trainerfluktuation! Mal sind es die Trainer, die sich gegenüber den Kindern, Eltern und Trainerkollegen daneben benehmen, mal sind es die Eltern oder Trainerkollegen, die sich gegenüberden Kindern oder Trainern daneben benehmen!


    In der insgesamt gereizten Athmosphäre kann - die FPL ein wenig Ruhe und Gelassenheit hinbringen - aber selbst das ist schon eine große Herausforderung, bei der es Förderer bedarf. Denn ohne erfahrene Trainer und Vereinsverantwortliche, die in kritischen Momenten schlichtend und klug abwägend eingreifen, wird es nicht zu aller Freude funktionieren! Allein die Regeln sind es nicht, sondern die Menschen, die die Regeln mit Leben füllen!

    @ Günter und TRST


    Ihr seit beide Spielverderber in der Diskussion, ob man auch mit weniger Fähigkeiten und Verstand ans Ziel kommt! Und wie beschrieben, ist Beides in Niederbayern nicht erforderlich, vielleicht gar nicht erwünscht! Wenn ihr Beiden nicht ins Gehege gekommen wärst, dann hätte ich noch die Empfehlung ausgesprochen, sich für das Bewerbungsgespräch etwas Vollbusiges mitzunehmen, dann braucht der Vorstand nicht soviel nachzudenken und sieht sofort die Vorteile einer Trainerverpflichtung!


    ich hoffe doch, unser Avilio läßt sich durch euch nicht ins Boxhorn jagen? Meinen Beitrag dazu hat er ja schließlich auch überlesen!

    tobn
    Ich sehe es ähnlich wie du! Aber Jurgi ist ein Fuchs, der seine Jungs ganz gut kennt! Sämtliche Bayern-Spieler hatten in dieser EM hin und wieder unerklärliche Fehler, was daran liegen mag, das sie noch in keiner Saison so durch 2. Plätze gedemütigt wurden! Mit dem Wechsel von Klose, Reus und Schürrle kam Leben in den Angriff! Jurgi weiß aber auch, das es ohne die individuelle Qualität der Bayern-Spieler nicht geht! Dennoch sind die Alternativen so stark, das man auch jedes Spiel "von der Bank" gewinnen kann, wenn man punktuell etwas ändern möchte. So kann ich mir durchaus vorstellen, das Jurgi mit Bayern-Spieler startet (z.B. Gomez für Klose), um nach der Halbzeit zu wechseln! Dadurch gibt er den Spaniern weniger Möglichkeiten, sich im Endspiel auf das Spiel der Deutschen einzustellen. So stark sie ihr Angriffsspiel aufziehen können, so haben sie doch ihre Schwächen in der Abwehr. Die konnten bislang häufig über den für mich derzeit weltbesten Keeper Ika Casillas verborgen werden. Ein Keeper, der kaum an Effektivität zu übertreffen ist!


    Dennoch glaube ich fest an unseren Sieg, wenn die Italiener überzeugend geschlagen werden können! Wirds eine Zitterpartie gegen sie, dann kann es passieren, das das Quäntchen fehlenden Selbstvertrauens gerade bei den Bayern Spielern im Endspiel nur für eine knappe Niederlage reicht!

    Zwar ist es beim NFV schon etwas länger her, als das der Eignungstest nur pro-Forma gemacht wurde. Es war aber auch teilweise eine andere Situation und man dachte seinerzeit auch anders darüber! Seinerzeit war es sehr viel wichtiger, in welcher Liga der Trainerkandidat gespielt hatte. Ob der dann wirklich in der Lage war, im Leistungsbereich technische Übungen zu präsentieren, statt unter einem anderen Stern. Es gab sogar die "Crashkurse" für Profis, in denen es kaum möglich war, denen ausreichendes Wissen über eine normale Trainingseinheit zu vermitteln.


    Dann gibt es immer wieder den Diskussionspunkt: wodurch unterscheiden sich Trainerkandidaten, die zwar aktive Leistungsspieler waren, aber aufgrund von Sportverletzungen nicht mehr Übungen präsentieren können, von denen, die es zum Zeitpunkt der Ausbildung noch konnten und dies erst später durch Verletzungen oder altersbedingten Einschränkungen nicht mehr möglich ist?


    Es wird wohl eine nicht endenwollende Diskussion bleiben, denn wirklich ausschließen kann man das Eine, wie das Andere! Besser wäre eine individuelle Prüfung durch den DFB, wobei alle Faktoren berücksichtigt werden.


    Bestes Beispiel hierfür sind die TW-Trainer! Weil der DFB hier bis heute nicht durch eine formale TW-Trainer-Ausbildung regulierend eingegriffen haben, hat es in den vergangenen 40 Jahren zu keiner Phase Qualitätsprobleme mit Keepern in den höchsten Ligen gegeben. Denn die Vereine konnten so individuell entscheiden, wen sie für den geeignetsten TW-Trainer für ihre Mannschaft halten!


    Sollte das nicht Anstoß zum Nachdenken sein, ob man die formalen Bedingungen bei der Zulassung von Mannschaftstrainern auf den Prüfstand stellt? Denn auch, wenn sie als bewährt gelten, kann es durchaus Potential geben, was deshalb für unseren Leistungsbereich ungenutzt bleibt, weil insbesondere die Regeln für das Eigenkönnen aufgrund des komplexer gewordenen Fussballspiels eine geringer gewordene Bedeutung erlangt hat!

    Avilio
    Wie bereits zu lesen war, werden die Tests von Verband zu Verband etwas unterschiedlich durchgeführt. Beim NFV wird z.B. der Eignungstest vor der eigentlichen Ausbildung gemacht. Ich persönlich finde die Variante, bei der der Eignungstest nach 1 Woche stattfindet, besser. Denn das Eigenkönnen sollte immer mit einer möglichen Trainerperspektive gemeinsam betrachtet werden. Denn die Entscheidung, eine Trainerlaufbahn einzuschlagen, hat wohl jeder gemacht, der sich dort anmeldet. Weil ein Großteil der Theorie zwischen der C-Lizenz-Breitensport und der C-Lizenz-Leistungssport identisch ist, kann man dieses Ausbildungsmodul sowohl für die eine wie auch für die andere Lizenz brauchen.
    Ganz wichtig ist der Hinweis, das sich jeder Trainer zunächst einmal selbst die Frage beantworten muß, ob er sich eher im Breitensport oder im Leistungssport sieht! Zwar wird erst ab der Fussball-Lehrer-Lizenz ein Fachoberschul-Abschluß verlangt, jedoch tun sich erfahrungsgemäß Hauptschüler besonders schwer, wenn es bei der Ausbildung im Leistungsbereich um die Taktik geht! Wer bereits im Leistungsbereich als Spieler aktiv war, hat es natürlich leichter. Auch sind hier die Jüngeren eher im Vorteil gegenüber den Älteren, denn es gilt eine Menge Lehrstoff zu verarbeiten.


    Wer sich nicht sicher ist, ob das Eine oder das Andere für ihn besser ist, körperlich noch fit ist, der dann sich auch den den Verbands-Ausbildungstrainern des Leistungsbereichs beim Eignungstest beraten lassen.

    Günter, du bist aber auch gegen alles Moderne :D ! Jetzt sei doch mal ein bißchen lockerer!


    In diesem Zusammenhang mache ich gern mal in der Teambuildingphase oder zum Saisanabschluß eine Aufgabe mit der Trainingsgruppe, der sich wie folgt beschreiben läßt:
    1. Alle Teilnehmer jongieren mit dem Ball am Fuss
    2. Plötzlich bekommt einer eine Frage von mir gestellt (z.B. sein Geburtsdatum oder Tefonnummer)
    3. Der Ball muß weiter jongliert werden, während diese Frage richtig beantwortet werden muß


    Ergebnis bem Geburtsdatum: bei den Jungen konnte bei der Frage nach dem Geburtsdatum fast jeder sofort den Ball nicht mehr jonglieren, bei den Mädchen wars kein Problem
    Ergebnis bei der Telefon-Nr.: bei den Jungen wars wieder das Gleiche, aber bei den Mädchen ließen erstaunlich viele dabei den Ball vom Fuss rutschen


    That`s live and kinetic?


    Für mich und die Kids ist`s ein Spaß, wenn ich den Eindruck habe, die Trainingsgruppe ist zu "steif bei der Sache"! Die Interpretation, ob Jungen eher nicht "multitaskingfähig" sind oder ob Mädchen im bestimmten Alter zwar ihr Geburtsdatum, aber nicht so leicht ihre Telefon-Nr. preisgeben, überlasse ich dabei gerne anderen!

    Wir befinden uns hier zwar in einem Forum für den Breitensport. Hin und wieder zieht es aber auch engagierte Trainer darüber hinaus und äußern Hoffnungen und Erwartungen. Insbesondere übers Geld! Man sagt zwar, das man nirgendwo so schnell so viel Geld verdienen kann, wie im Fussball. Das sagt aber leider noch nichts darüber aus, wer denn nun als zukünftiger Großverdiener infrage kommt?


    Da gibt es die einen, die meinen, das es über den Trainer-Lizenzerwerb funktionieren müßte und die anderen, die meinen, ohne entsprechende Erfahrungen als aktivier Trainer wäre das so gut wie ausgeschlossen.


    Ich will`s mal so formulieren: hätte unser "Loddar" nicht 150 Länderspiele gemacht, bei den Spitzenclubs in Deutschland und Europa gespielt, sondern irgendwo in der 2. Bundesliga ein Durchschnittsspieler gewesen wäre, dann würde ihn vermutlich kaum ein 5.-Ligist als Trainer anheuern! Hätte nicht Kloppi trotz durchschnitttlicher 2-Liga-Spieler-Karriere so eine "große Fresse" gehabt, aus der aber auch immer gute Ideen kamen, dann wäre er nicht zum 2-fachen deutschen Meistertrainer gekürt worden!
    Weder das Eigenkönnen noch die geistige Auffassungsgabe und charakterlichen Qualitäten allein machen einen Top-Trainer mit großem Gehalt aus, sondern die Mischung aus Allem! Und selbst dann gehört sehr viel Glück dazu, gute Förderer zu finden, die die ersten Schritte auf der Karriereleiter begleiten und über die richtigen Kontakte verfügen.


    Wenn du bereits als Spieler einen "Namen" hattest, ist das ein Eintrittsgeld, eine Garantie ist es aber nicht! Auch gibt es Kuriositäten, wo einer als Physioterapeut einsteigt, den kranken Co-Trainer vertritt und später mal zum Cheftrainer mutiert! Aber diese verschwindend kleine Zahl lohnt nicht, sich über solche Wege ernsthaft Gedanken zu machen.


    Insofern weiß ich auch nicht, was an der Darstellung von Chris so falsch gewesen sein soll! Wer im Profifussball Gerechtigkeit erwartet, der wird sie genauso wenig finden, wie in anderen Berufen, wo sehr viel Geld verdient wird!

    tobn
    Ich gehe mir dir einig, das der "griechische Beton" auch in den ersten 30 Minuten ziemlich flüssig war! Nützt uns beiden aber nix, wenn das die Spieler unserer Nationalmannschaft anders sehen und ein uns andere mal den Ball wieder zurück spielen oder aber nicht, wie vom Trainer gefordert mit Tempo über außen in den torgefährlichen Raum eindringen. Mich hat dieser Übergang von nach dem Abseitstor in den Standfussball fast den letzten Nerv geraubt! Taktik hin - Taktik her! Die beiden Tore der Griechen sind für mich auch Zeichen dafür, das man statt im gesamten Team das Tempo über 90 Minuten hoch zu halten, sich dem Spiel der Griechen teilweise angepaßt hat. Jurgi hat mit Sicherheit keinen langweiligen Spielabend erlebt, denn zur Halbzeitpause gab es keinen Grund, sich mehr als nur über das 1:0 zu freuen!


    Zum ersten griechische Tor: für mich sah es so aus, als das der Torschütze zunächst Boateng kurz am Tricot hielt, Schwung nahm und an unserem Verteidiger vorbei in freie Schußposition kam. In der Beurteilung des zweiten Tores der Griechen bin ich mir mit dir einig. Man kann es als "Hand" pfeifen, muß es aber nicht!


    Gegen die Italiener wird das schon ne ganz andere Hausnummer werden! Davon darf man nach den bisherigen Spielen ausgehen. Sie haben gezeigt, das sie nicht nur im Defensivverbund gut stehen und mit Buffon ein altes Schlitzohr im Tor haben, sondern schnell umschalten, mit Pirlo über einen genialen Passgeber verfügen und in der Spitze schnell genug ist, um unsere Innenverteidigung und Keeper ins Schwitzen zu bringen. Es wird darauf ankommen, welches Team in den wenigen, entscheidenden Situationen weniger Fehler macht, denn über ausreichend Stärken verfügen beide Teams.


    Für mich ist dennoch Deutschland der Favorit, weil wir nahezu auf allen Positionen gleichstark besetzt sind und weil endlich mal wieder nach Deutschland soll! Und wärs nicht aus gut für den Kinder- und Jugendfussball?