Beiträge von TW-Trainer

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    Eine Posse, wie sie sich überall in Deutschland abspielen könnte, hat nun ein vorläufiges Ende gefunden.


    Denn seit dem "Bosman"-Urteil, welches das Recht auf die Freiheit des Berufsortes als höher ansah als das Recht an der käuflichen Leistung eines Profis, gibt es allerlei Versuche von Anwälten, sich mit dem Fussball einen Namen zu machen. So auch 2 Anwälte aus dem Deister (bei Hannover), die für einen Streitwert von 600,- € Ablösesumme für einen 15-Jährigen Kicker, der vom Dorfverein Kirchrode zu Arminia Hannover wechseln wollte, jedoch weder Hannover noch die Eltern des Jungen diese Ausbildungsentschädigung an den Heimatverein zahlen wollten. Die Anwälte sahen darin das Grundrecht zur Handlungsfreiheit verletzt und stellten Antrag auf Klage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.


    Im Link: http://www.haz.de/Nachrichten/…icht/Anpfiff-in-Karlsruhe ist der gesamte Beitrag nachzulesen. Hier ein kurzer Ausschnitt:
    - Diese Regelung ist nicht hinnehmbar“, sagte Scholz vor zahlreichen Medienvertretern in Hannover. „Es wird die allgemeine Handlungsfreiheit verletzt, da der Spieler nicht selber entscheiden kann, wo er spielt.“ Da die Ablösesumme in den meisten Fällen nicht vom neuen Verein, sondern von den Eltern aufgebracht werden müsse, sei die Regelung zudem diskriminierend. Kinder aus ärmeren Familien würden gesperrt werden, Kinder aus reicheren Familien könnten sich hingegen freikaufen. „Da wird der Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt“, sagte Hüttl. -


    Der NFV als zuständiger Verband nimmt nun in seiner neuesten Journalausgabe kurz Stellung zum Antrag der beiden Anwälte:
    "In der Augustausgabe des Fußball-Journals hatte ich die sehr medienwirksam initiierte Einreichung einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht seitens zweier Hannoverscher Anwälte kommentiert.
    Sinn und Zweck der Beschwerde war die Fragestellung, ob die Vereinswechselbestimmungen des DFB/NFV im Juniorenbereich verfassungskonform sind. Überraschend schnell hat das Bundesverfassungsgericht nunmehr entschieden, die Beschwerde gar nicht erst zur Verhandlung zuzulassen. Ohne in Spekulationen zu verfallen, darf man davon ausgehen, dass diese Entscheidung der offensichtlichen Erfolglosigkeit des Begehrens geschuldet ist. Umso mehr überrascht die in der Presse veröffentlichte Aussage des Prozessbevollmächtigten RA Scholz, der alle Eltern animiert, sich weiterhin gegen die Vereinswechselbestimmungen im Jugendfußball „zur Wehr zu setzen“. Eine solche Aufforderung ist abenteuerlich. Abenteuerlich deshalb, weil Eltern und / oder Vereine in aussichtslose Prozesse mit entsprechendem Kostenrisiko getrieben werden. Es ist bedauerlich, dass RA Scholz offensichtlich nicht willens oder in der Lage ist, eine Niederlage zu akzeptieren und mit ihr entsprechend umzugehen.
    Ich wiederhole noch einmal, dass das gesamte Regelwerk in den Verbänden ein dynamisches ist. Hierzu gehören auch und insbesondere die Vereinswechselbestimmungen. Wenn es Handlungsbedarf
    gibt, entsprechende Anträge an die zuständigen Gremien gestellt werden und demokratisch legitimierte Mehrheiten Änderungen beschließen, ist dies der richtige aber auch der einzig richtige Weg. Mit dem
    Kopf durch die dicke Wand des Bundesverfassungsgerichts hat es erfreulicherweise nicht funktioniert."


    Auch, wenn die beiden Anwälte aus ihren Augen geschilderte Praxis anprangern, scheinen mir die Anwälte doch ein falsches Fazit aus dieser Sache gezogen zu haben. Denn hier geht es um eine Lapalie von 600,- €. Dagegen geht es beim SV Wilhelmshaven mitlerweile um über 150.000,- € als Jugend-Ausbildungsentschädigung eines ausländischen Spieler , für den der zahlungsunwillige Verein vom DFB zum zweiten Male einen 6 Punkte Abzug hinnehmen mußte!


    Das Ganze wird um so problematischer als das normalerweise mit Jugendlichen gar keine Verträge abgeschlossen werden, weil diese nach dem BGB noch nicht voll geschäftsfähig sind und deshalb nur Verträge schließen dürfen, die frei von dauerhaften Verpflichtungen sind. Es stellt sich deshalb nicht die Frage, ob und wie hoch Ablöseforderungen sein dürfen, sondern ob das Recht des Jugendlichen auf freie Ortsbestimmung für seine Hobby-Ausübung (denn Berufsspieler = Profi ist er ja nicht), höher anzusehen ist als das Vereinsinteresse an den Hobby-Leistungen des Jugendlichen.


    Diese Frage ist dann soweit vom Bosman-Urteil nicht entfernt! Denn wenn die freie Ortswahl bereits für Profis nach Ablauf ihres Vertrages gilt, dann könnte diese auch für Hobbysportler ohne Vertrag gelten. Man kann von heute auf morgen seine Vereinsmitgliedschaft kündigen. Aber warum sollte man nicht sein Hobby von heute auf morgen an einem anderen Ort betreiben dürfen?


    Diese Klärung hat m.E. rein gar nichts damit zu tun, in welchen Sportgremien wie und wo demokratisch Entscheidungen über Wechselmodalitäten von Vereinen untereinander abgestimmt werden. Auch ist es nicht relevant, wie in über 200.000 Fällen abgestimmt wurde, sondern das Gericht an den Einzelfall zu prüfen. Ob dann daraus ein Präzidenzfall wird, an dem sich viele ähnlich gelagerte Einzelfälle ableiten lassen, ist danach erst zu klären.


    Ich vermute, da ist trotz der Ablehnung durch Karlsruhe noch nicht das letzte Wort gesprochen - denn im Sinne der Kinder und Jugendlichen ist das nicht immer, was sich die Vereine und deren Verbandsvertreter ausgedacht haben. Aber die Kinder haben ja leider keine Lobby und sollen (müssen) das hinnehmen, wie andere (die Vereine) über sie entscheiden. Nur gut, das sehr häufig die Vernunft siegt und man sich untereinander einigt!

    @Uwe
    Deine sinngemäßen Zitate könnten fast aus dem Munde einer Britta Carlson stammen. Wer sie mal kennengelernt hat, wird in großem Respekt von ihr sprechen und bemerkt haben, das sie nicht nur über jede Menge Fussballwissen, sondern auch über sehr viel Power verfügt! Ich denke, von ihr können die Talente sehr viel lernen! Aber auch die etablierten Trainer sollten ruhig mal hinschauen, was sie zu sagen hat!


    Nur so ein Beispiel: seit vielen Jahren stehen die Spieler (jung und alt beiderlei Geschlechts) vor dem Spiel oder zu Beginn eines Trainings im Kreis und schieben sich gegenseitig den Ball zu. Wenn sich mal jemand bewegt, dann nur, um den Ball nach einem schlechten Pass wieder zu holen! Und wann kommt soetwas im Spiel vor? Na, allerhöchstens im Standfussball! Aber den will keiner sehen. Deshalb sagt Britta zu Recht: Übungen nicht aus dem Stehen, sondern aus der dynamischen Bewegung heraus sind besser fürs Fussballspiel.

    @Mohammed
    Du beschreibst das Dilemma vieler Trainer sehr gut! Auf der einen Seite möchten sie gerne Jedem eine Chance geben, auf der anderen Seite auch lieber den bequemeren Weg mit einem festen Torwart gehen! Das hätte dann auch den Vorteil, das der feste Keeper sich durch die häufige Praxis beim Training und im Spiel selbst einiges beibringt, weil sein Trainer entweder keine Zeit oder keine Ahnung vom Torwartspiel hat. Doch das Ergebnis ist in den meisten Fällen, das die Keeper, die bis zur D oder C-Jugend vernachlässigt wurden und sich nunmehr immer häufiger auch versteckte oder offene Kritik gefallen lassen müssen, frustriert ihre einstmalige Lieblingsposition aufgeben, aufs Feld wechseln oder sich eine andere Sportart suchen. Diesen Prozeß bekommen die Trainer auch mit, glauben jedoch so richtig gehandelt zu haben, weil die "neuen Torhüter" schon nach kurzer Zeit bessere Leistungen als die "Alten" bringen!


    Ein weiteres Problem mit dem "festen Torwart" besteht darin, das besonders die in den letzten Monaten eines Jahres geborenen Keeper aufgrund ihrer physischen Unterlegenheit gegenüber die fast 12 Monate alten "festen Keeper" sehr oft die Reservebank drücken müssen, weil viele Trainer lieber gewinnen, als allen Spielern gleiche Chancen zur Verbesserung ihrer Leistungen zu gewähren.


    Und wie bereits beschrieben, legt der DFB hierbei die Hände in den Schoß, weil für sie der Standard im Breitensport der Trainer ohne Lizenz ist, von dem man nicht erwarten darf, das er über fundiertes Wissen einer systematischen Ausbildung aller Mannschaftsmitglieder verfügt! Dieses Nichthandeln des DFB in der TW-Trainer-Ausbildung setzt sich über die fehlende Kompetenz im Leistungs- und Profibereich fort. So wurde bislang kein einziger DFB-TW-Trainer auch selbst vom DFB ausgebildet, sondern ausschließlich von den Vereinen! Aber solange wir die weltbesten Keeper in den Vereinen besitzen, besteht ja kein Handlungsbedarf. Sollen doch jährlich ein paar Tausend Nachwuchskeeper frustriert die Handschuhe in die Ecke werfen, solange man sich über ein halbes Dutzend deutscher Torleute mit überragenden Leistungen an jedem Bundesligawochenende oder bei Länderspielen erfreuen kann!


    Die aufkeimende Hoffnung über ein bundesweites TW-Trainerausbildungskonzept scheint schon wieder in den Schubladen des DFB zu verstauben, denn für den Basisbereich gibt es zu wenig Ausbilder und im Leistungsbereich ist aufgrund der nicht exakt genug auf TW-Trainer fixierten Voraussetzungen die Nachfrage so gering. So müssen angekündigte Seminare abgesagt werden und die Interessenten durch halb Deutschland zum nächsten Ausbildungsort reisen. Dort dürfen sie bislang frustiert erkennen, das sie mit Mannschaftstrainern ohne spezielle TW-bzw. TW-Trainerkenntnisse eine Woche lang interessante, aber ineffektiv abgearbeitete Themen bearbeiten. Die dritte Stufe für den Profibereich wurde erst gar nicht weiter verfolgt!


    Was kann man also machen? Zunächst einmal sollte man Ausbildungsmultiplikatoren finden! Wenn dazu vom DFB zu wenig Unterstützung kommt und man nicht noch Jahre warten will, dann man in kleinem Maßstab soetwas für seine Umgebung gestalten.
    A. TW-Trainer als Ausbilder im Verein oder Umkreis suchen
    So werden z.Zt. 2 Keeper (22 Jahre, 30 Jahre) in der Form geschult, das sie die Techniken und Taktiken nicht nur gut demonstrieren, sondern gründlich verstehen lernen. Denn letzteres versetzt sie in die Lage, später einmal junge Leute in ihrem Verein bzw. Umkreis auszubilden. Bislang verlief TW-Training von erwachsenen Keepern für Kinder häufig wie Training für kleine Erwachsene, in der nach bewährte Art geübt, aber kaum korrigiert und so gut wie nicht erklärt wurde. Das soll bei dieser Methode korrigiert werden. Nach wenigen Monaten bin ich selbst überrascht, wie große Fortschritte Beiden machen! Allerdings mit dem kleinen Nachteil, das der jüngere Keeper bereits die Begehrlichkeiten von höher spielenden Clubs geweckt hat, weil er neben seinen guten athletischen Anlagen nunmehr sein Stellungsspiel und das Dirigieren seiner Vorderleute sehr verbessern konnte. Denn er lernt zu verstehen, nicht nur auf Fehler seiner Vorderleute zu reagieren, sondern durch geschicktes Stellungsspiel und aufmerksames Beobachten Fehler seiner Mannschaft zu vermeiden oder doch die Folgen nicht zu Gegentoren werden zu lassen. Beim TW-Training von einst wurden fast ausschließlich defensive Elemente, die eine Reaktion des Keppers erforderten, vermittelt. Das moderne TW-Training beinhaltet in deutlich stärkeren Maße die offensiven Elemente, in der sich der Keeper im richtigen Moment agierend einschaltet.


    Wenn der DFB es (noch) nicht schafft, den Bedarf an TW-Trainern zu decken, dann kann man in seinem Umfeld auch selbst aktiv werden!


    Wer daran interessiert ist oder mehr Infos darüber möchte, bitte per PN melden.


    B. Mehrere Wege zur Leistungsförderung finden
    Ein anderes Projekt wird derzeit mit B-Junioren, von denen vorher so gut wie niemand einen Stützpunkt gesehen hat, gestartet. Es soll zeigen, ob ausschließlich durch Frühförderung Leistungsförderung auf höherem Niveau möglich ist oder ob man dies auch zu einem späteren Zeitpunkt nachholen kann. Weil ein Teil dieser Jungs hat noch vor einigen Wochen in der 2. Kreisklasse gekickt und versetzt momentan im Bereich die Experten ins Stauen, wenn sie selbst Landesliga-Spitzenclubs in die Schranken weisen. Auch dabei spielt der TW natürlich eine Rolle. Denn wer vorher nicht viel gelernt hat, kann auch wenig Falsches gelernt haben. Der Fussball verändert sich, aber leider die Kenntnisse der Trainer nicht. Gerade ab der A-Lizenz bedarf es einer permanenten Auseinandersetzung mit den Fortschritten in und um den Fussball. Im Vereinsbereich gibt es einen Konkurrenzdruck, der zur Weiterbildung zwingt. Beim DFB-Nachwuchs-Elitekonzept findet jedoch lediglich eine Austausch ohne Qualitätskontrolle statt, weil die meiste Arbeit nach wie vor in den Vereinen gemacht wird.


    Hier Erkenntnisse zu gewinnen, erachte ich deshalb als wichtig, weil viele vermeintlichen Talente in der B-Jugend bereits wieder "zuhause" sind, während andere bislang noch nicht einmal zeigen konnten, wie gut sie Fussballspielen könnten, wenn man sie denn mal ließe. Denn genau, wie in der Schule, sollte es im Fussball nicht nur einen, sondern mehrere (Aus)Bildungsalternativen geben. Das Problem derzeit ist aber, das sich kaum ein Scout oder Leistungstrainer in die unteren Ebenen des älteren Jugendfussballs verirrt, weil man bislang fest daran glaubte, bereits vorher das gesamte Leistungspotential heraus gefiltert zu haben. Wie bereits in früheren Beiträgen berichtet, gibt das deutsche Stichtags-Leistungsmessungssystem Anlaß für Zweifel.


    Dazu möchte ich erst wieder Stellung beziehen, wenn die erste Saison rum ist und man auf bestätigte Erkenntnisse zurückgreifen kann. Dann man sollte selbstkritisch genug sein, um sich nicht von Zufälligkeiten lenken zu lassen.


    C. Gemeinsames TW-Training für Jugend und Erwachsene
    In einem weiteren Projekt werden Mädchen (ab ca. 13 Jahren) gemeinsam mit Frauen-Torleuten trainiert. Weil die Pubertät bei den Mädchen früher einsetzt und bei den Frauen hormonelle Veränderungen (breiteres Becken) fussballerische Beeiträchtigungen mitsich bringt, soll getestet werden, ob aus dem Problem, das es ohnehin zu wenig qualifizierte Trainer und TW-Trainer im Mädchen- und Frauenbereich gibt, hier eine Verbesserung der Situation erfolgt. Die Ergebnisse sind durchwachsen. Denn, wenn nach ca. 3 Wochen eine 14-Jährige bereits sichtbar für ihre Trainingspartnerinnen bessere Leistungen erzielt, als eine Keeperin, die ohne TW-Training schon seit über 15 Jahren traditionell auf dieser Position spielte, dann bringt das zusätzliches Konfliktpotential, welches nur mit zusätzlichen, aber nicht vorhandenen Kräften gelöst werden kann.


    Wie bereits beschrieben, hat diese Methode Vor- und Nachteile und kann lediglich einen kleinen Teil des TW-Trainingsbedarfs abdecken. Es ist mehr als nichts!


    Manches davon gibt es bereits in gut geführten Vereinen. Anderes bedarf noch weiterer Analyse. Hier sind auch die Uni`s aufgerufen, ihre Studenten auf noch wenig erforschte Gebiete zu schicken, statt sich unermütlich um die wissenschaftliche Bestätigung von Vorgaben aus der DFB-Zentrale zu kümmern.


    Falls also "Sport"-Studenten bzw. Studenten mit dem Studienschwerpunkt "Trainingslehre" hier forschen möchten und einen Erfahrungsaustausch wünschen, bitte per PN!


    Und an meine lieben Trainerkollegen gerichtet: noch wichtiger als darüber reden (was auch mal sein muß) ist handeln! Wartet nicht immer ab, bis von irgendeiner Stelle ein O.K: oder Veto kommt, sondern macht es einfach und versucht eure Ideen auf dem Platz auszuprobieren. Selbst, wenn meistens Quatsch dabei herauskommt, lohnt es sich für die wenigen Dinge, die euch dann weiterhelfen und Meilensteine in euer Trainerentwicklung werden! Dazu bedarf es nicht einmal einer Lizenz, sondern nur die Neugier und die Begeisterung für den Fussball!

    Gerade, weil die Mädchen den Fussball nicht ganz so gerne wie die Jungen als Kampfsport betreiben, ist Andres beschriebenes Spiel hervorragend geeignet, um den stärkeren Körpereinsatz zu fordern und zu fördern.


    Ein Vorschlag zur Erweiterung:
    1. Der Ball darf statt mit der Hand auch mit dem schwachen Fuß oder per Kopfball selbst oder von einem Mitspieler vorgelegt werden


    Wichtig ist der Hinweis eine Markierung in ca.5 m Entfernung zum Tor anzubringen, von wo aus aufs Tor geworfen, geschossen oder geköpft werden darf. Dann macht es den Torleuten auch Spaß und die bereits beschriebene Verletzungsgefahr an den Torpfosten wird minimiert

    @7Heby


    Falls du nach dem Abi einige Monate bis zur Ausbildung oder zum Studienbeginn Zeit hast, dann empfehle ich dir den Erwerb der C-Lizenz Breitensport. Dort bekommt man nicht alles, aber z.B. wie man eine Trainingseinheit im Jugendbereich des Breitensports plant und durchführt.


    Bis dahin findest du nachfolgen einige Stichpunkte für die Trainingsgestaltung:


    Grundsätzliches:
    Training sollte interaktiv sein! D.h. die Teilnehmer deiner Trainingsgruppe sollen durch Fragen aktiv eingebunden werden. Du kannst ihnen Aufgaben stellen, in denen sie in kleinen Teams ganz oder teilweise selbständig Lösungen erarbeiten. Aufgrund dieser Beschreibung läßt sich bereits sagen, das man bei der Sportart Fussball weitestgehend das Spielgerät ins Training einbindet. Runden- oder Waldläufe sind dann eher etwas für Langstreckenläufer oder Jogger. Als Motivationshilfen kann man kleine Wettbewerbe z.B. ... wer ist als Erster, ... wer hat die meisten Treffer, usw. einbinden. Bitte darauf achten, das Lob sinnvoll (für besondere Leistungen auf die Person bezogen) angewandt wird. Mit Kritik sparsamer als mit Lob umgehen. Autentisch, d.h. glaubwürdig in seiner Art der Interaktion mit der Trainingsgruppe bleiben.


    1. Ansprache: max. 5 Min. Inhalt ist die kurze Beschreibung des heutigen Trainingsschwerpunkts (was will ich üben lassen und ggf. während der Saison kurz warum)


    2. Aufwärmen: max 10 Min. (meistens reichen 5 - 7 Min., um den Kreislauf auf Trab zu bringen und die Konzentrations fürs Training herzustellen)


    3. Übungen: ca. 20 Min. (passend zum Trainingsschwerpunkt)


    Die Reihenfolge lautet:
    - erst Übungen mit hohem Konzentrationgrad, dann Übungen zur Kraft und Konditionsverbesserung


    Innerhalb der Übungen lautet die Reihenfolge:


    Vom "Einfachen" zum "Schweren", vom "Bekannten" zum "Unbekannten"
    Wenn du das Gefühl hast, es ist noch zu schwierig, vereinfache es! Umgekehrt kannst du bei Unterforderung den Schwierigkeitsgrad erhöhen) Wenn was nicht funktioniert, bzw. einzelne Spieler es nicht inbekommen, kannst du es demonstrieren bzw. von Spielern, die die Übung gut beherrschen demonstrieren lassen.


    4. Trinkpause (ca. 5 Min.)
    Spätestens hier eine Trinkpause einlegen, sonst nimmt die Konzentration deutlich ab und das Verletzungsrisiko steigt. Nach kraftraubenden Übungen sollten jeweils 1 - 2 minütige
    Trinkpausen eingelegt werden. Besser weinger Übungen, aber dafür auf die vollständig korrekte Ausführung achten, statt mehr Übungen, aber schlechte Ausführung. Bei letzterem besteht die Gefahr, das sich falsche Techniken und Bewegungsabläufe automatisieren, was vermieden werden soll.


    4. Spielformen: (ca. 20 Min.)
    In den Spielformen soll das in den übungen Erlernte vertieft werden. Deshalb ist es hier besonders wichtig, das alle Teilnehmer der Trainingsgruppe genügend Möglichkeiten zur Übung bekommen. Von Vorteil ist die Bildung von Kleingruppen, von Nachteil die Bildung von Warteschlangen. Korrekturen durch den Trainer sind erforderlich. Dabei sollte er nicht einfach hineinrufen, sondern die Trainingsgruppe anhalten, die Korrektur für alle sichtbar und hörbar demonstrieren oder durch einen Spieler das zeigen lassen. D.h. nicht in Hektik verfallen, sondern in Ruhe an den Verbesserungen arbeiten.


    5. Abschlußspiel: (ca. 30 Min.)
    Das Abschlußspiel sollte mit der gesammten Trainingsgruppe stattfinden und wenige bis gar keine Vorgaben beinhalten. Denn man möchte nicht nur das Neue, sondern bereits das Erlernte weiter vertiefen. Es sind ausdrücklich Fehler erlaubt, denn es gehört immer auch ein Stückchen Mut dazu, Neues auszuprobieren. Diese Neugier gilt es zu wecken und nicht durch Hineinrufen zu stören. Denn dieses Hineinrufen führt zwangsläufig dazu, das die Spieler nachfolgend auf Trainerkommandos warten und so geringe Lernerfolge erzielt werden. Deshalb sollen beim Abschlußspiel anders, als bei den Übungen und Spielformen keine weiteren Korrekturen durch die Trainer erfolgen.


    Das Abschlußspiel gibt dem Trainer ein Feedback, wie gut das Geübte und in den Spielformen vertiefte Wissen über neue Techniken und Taktiken bereits umgesetzt werden kann. Über ein Lob für eine besonders gute Umsetzung freut sich natürlich jedes Kind, ansonsten sollen die Kinder aber ohen äußere Einwirkung spielen können. Nur in ganz seltenen Fällen, wenn sich z.B. die beiden


    Weil des nicht umsonst Abschluß heißt, ist danach "Feierabend" und kein Krafttraining mehr! Bei den älteren Jungendlichen kann man nach einer anstrengenen Trainingseinheit noch ein paar Dehnübungen machen oder auch ein kurzes Auslaufen, damit sich die Muskeln und Sehnen ein wenig Unterstützung bei der Regeneration erhalten. Aber, es handelt sich hier ja um Breitensport, weshalb sich normalerweise der Anstrengungsgrad in Grenzen hält.


    Die Zeitangaben für die Aufteilung der Trainingseinheit stellen lediglich ein Raster dar. Je nach Trainingsschwerpunkt und Leistungsstand der Trainingsgruppe kann man die einzelnen Elemente zeitlich variieren.


    Aber viel schöner, als ich es hier beschreiben kann, bekommst du es mit sehr viel praktischen Übungsmöglichkeiten geschmückt in der DFB-Trainerausbildung präsentiert! Wie das Erlernte in deiner Mannschaft später umsetzt, das ist dann widerum deine Sache!

    Normalerweise spricht man davon, dass Kondition die Grundvoraussetzung für Schnelligkeit, Technik und Taktik ist. Denn was nützen günstige Schnelligkeitsanlagen, ausgeprägte Technik und verinnerlichte Taktik, wenn man schon nach wenigen Metern zu müde ist und immer nur der Gegner als Erster den Ball erreicht?


    Den von Alex beschriebenen Fall interpretiere ich allerdings so, als das bei ihm 4 -5 Kinder zwar zum Fussballtraining kommen, aber doch irgendwo nur "in der 2. Reihe stehen"!


    Günter möchte ganz gerne bei diesen Jungs die Frage: entweder -oder ? in einer Art ""Wesensprüfung" (ist wenigstens Ehrgeiz vorhanden?) beantwortet wissen. Ich habe daran gewisse Zweifel, wenngleich ich nur über einen vergleichbaren Fall an Beispiel statt berichten kann. Dieser Fall ist aber so speziell, als das es lediglich als Beispiel, aber nicht als Präzidenzfall taugt.


    Ein übergewichtiger Junge stand zumeist herum, nahm an allen Übungen, bei denen es auf Schnelligkeit oder Ausdauer ankam, nur zögerlich teil. Er sah ganz einfach keine Chance, auch nur bei einer dieser Übungen irgendetwas so gut hinzubekommen, das er sich, seine Kameraden oder die Trainer von dieser Leistung überzeugen konnte.
    Irgendwann haben wir während des Winter-Hallentrainings zwei große Sprungmatten in die Hallenmitte aneinander gestellt und so eine Art Volleyball gespielt. Es kam dabei darauf ein, zunächst gut zu einem Ball, den man erst nach dem Überqueren der Matte sehen konnte, gut zu stehen. Dann sollte man den Ball mit einer geschickten Körperbewegung per Hand, Faust oder Unterarmen zu einem Mitspieler spielen oder den Ball über die Matte ins gegnerische Feld zu befördern. Weil es hierbei mehr auf das Reaktionsvermögen und Geschicklichkeit statt auf Körperbeschleunigung und Ausdauer ankam, konnte er hier seine Fähigkeiten besonders gut einsetzen. (Irgendwas kann ja jeder! Und irgendwas, außer die bunten Fan-T-Shirts muß ihn ja auch jahrelang zum Fussball getrieben haben.)


    Diesem vermeintlich faulen Jungen machte das soviel Spaß, das er gar nicht damit aufhören wollte und fortan Trainingszeitzugaben wünschte. Vor jedem Training fragte er fortan danach, ob wir nicht soetwas oder etwas ähnliches zum Abschluß machen könnten? Er nahm während der Wintermonate, wo die meisten Leute eher zunehmen, fast 20 kg ab. Auch seine anderen sportlichen Fähigkeiten verbesserten sich und spielte eine für seine Verhältnisse phantastische TW-Saison. Seine Eltern zeigten sich sichtlich überrascht, weil sich zeitgleich auch die schulischen Leistungen verbesserten (wie war das noch mal mit dem gesunden Körper und dem gesunden Geist? Hab da so meine Zweifel, aber manchmal scheint es zu stimmen!).


    Leider sah ich ihn 2 Jahre später in einem ähnlich erbärmlich Zustand, wie ich ihn kennengelernt hatte, bei einem anderen Trainer wieder. Auf meine Frage nach dem Jungen, abwinkte dieser gleich ab und meinte "dem fehlt einfach der innere Antrieb!"


    Was ich damit sagen möchte ist folgendes: man hat als Trainer die Verantwortung für die gesamte Gruppe. Es ist nicht immer einfach, zu jedem einzelnen Spieler den "richtigen Draht" zu finden. Da ist es immer schwer, sich um bestimmte Spieler, die noch eine weitere Unterstützung brauchen, zu kümmern.
    Was man allerdings machen kann ist ein flexibles und abwechselungsreiches Training, bei der sogenannte "Ausgleichssportarten" integriert werden können. Denn, was gut für den Körper ist, ist fast immer auch gut für den Fussball. Manch einer entdeckt nicht beim Jagen hinter dem Ball sein besonderes Interesse und Fähigkeiten zum Fussball, sondern erst über einen Umweg!


    Manchmal spielt ja auch der Zufall Pate - selbt wenn es nicht garantiert ist, das dies von Dauer bleibt!

    So, wie ich deine langen, aber lückenhaften Infos lese, bist du, was allein schon des Alters wegen nicht aussergewöhnlich wäre, momentan noch ein bißchen überfordert. Das meiste Trainerwissen scheint aus Informationsquellen, die du dir im Selbststudium angeeignet, zu stammen. Man braucht aber auch Zeit, um ihre praktische Wirkung auf deine Mannschaft hin auszuprobieren.


    Entweder man kennt den Weg und läßt sich vom Ziel überraschen oder man kennt das Ziel, aber der Weg dorthin birgt noch Überraschungen.


    Das Bild am Anfang einer Saison muß längst nicht immer mit dem am Ende der Saison übereinstimmen!


    Chris hat schon ein paar Beispiele (Mannschaftstaktik, Waldlauf) angeführt, die man (z.B. häufige Tempowechsel mit Ball am Fuss zur Verbesserung der Antrittsschnelligkeit) noch ergänzen könnte. Es hilft aber nicht allein, ein paar von erfahrenen Trainern mitgeteilte Hebel umzulenken, wenn man noch nicht genug Erfahrung "auf dem Rasen" hat, um die Auswirkungen ausreichend interpretieren zu können. So kann man sich nicht nur auf einem "Holzweg" befinden, sondern manchmal vor lauter "Wald die Bäume nicht mehr sehen"!


    Ich denke, es wird deinem Team sicherlich mehr bringen, wenn du an dieser Stelle mal nicht über die Fehler deiner Spieler spricht, sondern dir und ihnen ehrlich eingestehst, das auch du noch eine Zeit brauchst, in der du dein Trainerwissen vertiefen möchtest. Nimm in dieser Phase ruhig die Wünsche deiner Kids nach einem abwechselungsreicheren Training an. Der Phantasie sind da nahezu keine Grenzen gesetzt, sofern es zum Fussball paßt. So nimmst du dir und deiner Mannschaft den Druck, den Fussball nicht als Siegenmüssen, statt Siegendürfen zu begreifen. Wenn der Spaß am Fussball zurück kommt, kehrt meist der Spaß an der eigenen Leistung auch wieder ein.


    Wichtig ist aber auch, den Tabellenplatz (der sich aus dem Verhältnis aller Mannschaften in der Staffel zusammensetzt) nicht mit dem Lernerfolg der einzelnen Spieler deines Teams zu verwechseln. Deshalb ist es auch falsch, den allein Tabellenrang mit Erfolg oder Mißerfolg der Trainerarbeit zu verbinden.


    Nimm diese Saison als deine "Lehrsaison" hin und versuche weder dich noch deine Jungs unnötig unter Erfolgsdruck zu setzen. Wie du schon selbst erkannt hast, ist die Kreisliga Breitensport, wo der Spaß immer Vorrang haben sollte.


    So bleibt auch mehr Zeit für dein Abi, was ja für deine weitere berufliche Karriere auch nicht ganz unwichtig sein sollte!


    Gruß


    TW-Trainer

    Kalinka


    " ... und das mit dem speziellen Fußballtraining sehe ich komplett anders."


    Kein Problem damit! Wir sprechen uns in ein paar Jahren wieder. Auch ich wollte früher einmal aus Minikickern eine Profitruppe machen. Heute kann ich darüber schmunzeln.


    Nicht nur die Kinder, auch Trainer sollte die Chance haben aus seinen Erfahrungen zu lernen und wenn es an der Zeit ist, seine Ansichten zu ändern. So wünsche ich dir noch viele schöne Jahre im Kinderfussball!

    @Uwe
    Wie soll man mit Gewalt die Gewalt abschaffen? Wer überzeugt wird, versteht sein (falsches) Verhalten und kann es aus Überzeugung korrigieren!


    Am Beispiel zur Einführung der Fairplayliga zeigt sich m.E., das man es mehrheitlich nicht mit begriffsstutzigen Leuten im Kinderfussball zu tun hat. Letzteres ereifern sich mit ein wenig Diplomatie eher dazu, sich mit einem neuen Abenteuer zu beschäftigen, als wenn man sie dazu zwingt!


    Aber in einem gebe ich dir Recht! Alle wird man nie überzeugen können. Mit dieser Restquote wird unsere Gesellschaft leben müssen!

    In der G-Jugend soll es kein spezielles Fussballtraining geben, sondern Bewegungsspiele, bei denen u.a. auch der Fussball als neues Spielgerät ins Spiel kommt.


    Wer dabei im Tor steht und was der dann macht ist erst mal ohne Belang! Es geht erst mal darum, den Kindern im Training Impulse zu geben, damit sie Erfahrungen sammeln dürfen. Den Erfolg dieser Erfahrungen beschreiben Kinder in diesem Alter während und nach dem Spiel ganz anders als wir Erwachsenen. Denn kaum ist das Spiel vorbei, da glaubt jeder gewonnen zu haben und dabei der Beste gewesen zu sein. Selbstverständlich ist auch, das man später mal Nationalspieler wird!


    Diese Hinweise mögen für den unbedarften Trainer im ersten Moment als eine Irreführung gesehen werden. Treibt es ihn doch im Spiel Schweißperlen auf die Stirn, wenn der Keeper oder ein Verteidiger den Ball nicht so weit wie möglich nach vorne schießt, damit das runde Leder erst mal aus der eigenen Gefahrenzone befördert ist! Ein zufällig gelungener Pass sollte nicht mit einem planmäßigen Kombinationsspiel verwechselt werden. Das kommt später. Mal wird der Ball weggeschossen, weil das Tor irgendwo in der Nähe gesichtet wurde und mal wird vor den Ball gekickt, weil es sonst ein anderer machen würde! Also mach dir nicht unnötig den Kopf darüber, was deine "Kurzen" da auf dem Platz treiben. Genieße es! Denn es wird noch früh genug der Tag kommen, wir die Heranwachsenden ins taktische Korsett gepackt werden und neben ihren eigenen, auch gruppen- und mannschaftsspezifische Aufgaben zu erfüllen haben. Aber bis dahin lass sie Schritt für Schritt wachsen und gedeihen!


    Was erwarten die Kleinen von dir? In diesem Alter ist der Trainer das große Vorbild! Sie wollen aber nicht brüllend herumkommandiert werden, sondern einen großen, starken Freund in jeder Lage an ihrer Seite wissen. Ob es um das Schnüren von losgelösten Fussballschuh-Bändern geht, das Öffnen einer Getränkeflasche, wenn die zu fest zugedreht wurde, ob es ums Trösten nach einem Schupser geht oder ob es um die Organisation rund ums Spiel geht!


    Kinder- und Jugendzeit ist eine Zeit der Ausbildung, in der die jungen Menschen ihre Erfahrungen sammeln müssen. Hier ist der Trainer Impulsgeber, der die Kinder fordert und dadurch auch fördert!


    Wenn man bedenkt, das selbst die besten Berufsspieler (Profis) nur dann ihre optimale Leistung erreichen, wenn sie Spaß an ihrer Arbeit haben, dann wir klar, warum der Spaß allemal das wichtigste Ziel ist! Wenn die Kinder ihren Spaß haben, hat es der Trainer fast immer auch.


    Man kann selbst den Kleinen schon etwas vom Torwartspiel vermitteln. Z.B., wenn man für die gesammte Mannschaft mal ein Torwarttraining macht. Hierbei geht es zunächst darum, die Kinder einfachste Bewegungsabläufe zu zeigen, die vor unnötigen schmerzhaften Erfahrungen mit dem Spielgerät, den eigenen oder gegnerischen Extremitäten zu schützen.


    superstar_01: Wenn du hier bißchen surfst, dann wirst du sicherlich nach TW-Übungen für die Kleinsten fündig! Ansonsten kann du nach dem Stichwort "blaue Mauer" surfen. Dort finden sich neben den Erklärungen auch kurze Videos-Demonstrationen. Natürlich kannst du mir auch per PN schreiben, falls du ganz spezielle Fragen hast. Ansonsten findest du auch bei www.dfb.de Hinweise zum altersgerechten Training. Nur den Quatsch: "die Mannschaft trainiert den Torwart; der Torwart trainiert die Mannschaft" mußt du dir nicht unbedingt durchlesen!

    Unter einem Meinungsaustausch verstehe ich nicht, seine Meinung wegzuwerfen und gegen die des Anderen auszutauschen, sondern Argumente zu reflektieren. Überzeugen ist hier allemal besser als mit gegenseitigen Vorwürfen zu hantieren!


    Eine Theorie (hier nach dem richtigen Weg im Kinderfussball) taugt nur etwas, wenn sie sich in der Realität beweisen kann! d.h. unter welchen Bedingungen funktioniert es gut, wann nicht und schließlich wie sind diese Bedingungen qualitativ zu gewichten?


    Hilfreich empfinde ich dabei die Frage nach der Beschreibung der Gegnerstärke und der Anpassung der Spielereinsätze im eigenen Team! Denn vor einer Saison weiß man doch gar nicht, ob man mit seiner Mannschaft zu den "Titelanwärtern" oder zu den "Kandidaten für die Rote Laterne" gehört. Ergo paßt die Beschreibung der geplanten Spieleinsätze von stärkeren und schwächeren Spielern gar nicht. So könnten auch die stärksten Spieler einer schwachen Mannschaft überfordert sein, wenn die Gegner allesamt deutlich stärker sind. Umgekehrt könnten die schwächsten Spieler des eigenen Teams noch zu stark für die meisten Gegner sein. Aufgabe der Staffelleiter ist es, in etwa gleichstarke Teams und geografische Nähe in Einklang zu bringen. Manchmal gelingt das, manchmal nicht. Um Korrekturen vorzunehmen ist die Gruppenstärke im Kinderfussball auch geringer als beim Jugendfussball.


    Wenn sich denn schon die Staffelleitungen größte Mühe damit geben, gleichstarke Mannschaften in Gruppen zu vereinen dann sollten auch die Trainer nach m.E. ihre Aufgabe darin sehen, möglichst vielen Spielern eine gute Ausbildung im Training und im Spiel zu gewähren. Selbst, wenn es kurzfristig deutliche Leistungsunterschiede geben sollte, sollte die mittel- und langfristige Planung, Kinder altersgerecht für den späteren Einsatz im Seniorenbereich auszubilden, Vorrang vor Saisonzielen haben!


    Alson noch mal zur Kernfrage zurück: Verstehe ich mich als Trainer lediglich als neutraler Dienstleister zwischen den Interessen der Mannschaft, der Eltern und des Vereins gleichermaßen oder habe ich eine eigene Meinung? Wenn ja, welche?


    Die Einführung der Fairplay-Ligen zeigt doch, das es nur mit der Freiwilligkeit der Trainer funktioniert! Sich damit auseinander zu setzen, lohnt allemal!

    Peter Pan
    Es gibt auch unter den engagierten Trainern eine Reihe von Zweiflern, die mit dem Spiel ohne Schiri nichts anfangen können. Nicht jeder hat den Mut, es einfach mal auszuprobieren. Da braucht es Unterstützung von Trainern, die bereits Erfahrungen damit haben. Gerade die Lösung (egal ob jetzt optimal oder nicht) von strittigen Situationen interessieren. Aber auch die Beschreibung der Traineraufgabe, in der man sich auf die Beobachtung ohne aktives Eingreifen ins Spielgeschehen beschränkt!


    Gibt es nicht genug Trainer, die das, was sie im Training vergessen haben, meinen im Spiel (durch Hineinrufen) nachholen zu müssen? Und seien wir mal ehrlich, wie funktioniert das? Die Kinder machen es dann zwar, so wie der Trainer es will, weil sie beeinflussbar sind und keinen Ärger haben wollen. Aber verstehen sie, während sie sich voll auf das Spiel konzentrieren, auch warum? Spricht: hat das Hineinrufen eine nachhaltig positive Auswirkung auf das Leistungsvermögen des Kindes? Oder kommt es einem drittklassigen Pädagogen gleich, der seine Schüler schwören läßt, ab jetzt nie mehr ein Wort falsch zu schreiben?


    Fazit:
    1. Vertrauen können.
    Man muß nicht nur seinen Kindern, sondern auch denen des Gegners vertrauen! Dann wird eine gute Sache daraus!


    2. Selbstdisziplin
    Das Training ist die richtige Zeit zum korrigieren. Im Spiel soll das im Training Erlernte ausprobiert werden. Fehler werden ausdrücklich gestattet. Denn ein Spieler, der Angst vor Fehlern haben muß, der macht sie und wird sich kaum weiterentwickeln können.


    3. Wohin entwickelt sich soetwas
    Rennt also nicht hinter den Kindern her, sondern laßt sie zu euch kommen, wenn sie es wollen. Sie werden es wollen, weil ihr für sie einen unschätzbaren Wert habt! Ein klein wenig als Trainer, aber weit mehr als Mensch, der ihnen Gutes tut!


    4. Ziel
    Ziel ist die Entwicklung von selbständig denkenden und handelnden Fussballspielern. Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis bei dieser Entwicklung. So wird fast zwangsläufig aus Spaß am Fussball auch Spaß an der eigenen Leistung. Wie weit das Ganze geht, entscheidet es Kind selbst.


    Allein kann es das nicht schaffen. Es braucht euch dazu, vergesst das nie!

    Habe den Beitrag erst jetzt gelesen, weil momentan wenig Zeit!


    Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde ein Lizenztrainer (C-Breitensport ?) entlassen, weil er mit einer E 2 eines ganz normalen "Wald- und Wiesenvereins" lt. Meinung des Jugendleiters sportlich nicht erfolgreich und deshalb überfordert sein soll?


    Gemeint ist dann: die stärkeren Spieler (Sohn des Jugendleiters) immer spielen lassen und die Schwächeren (Sohn des Trainers) nur einsetzen, wenn man hoch führt!


    Natürlich kann ich die Enttäuschung verstehen, aber in jeder Enttäuschung steckt auch eine End-Täuschung, also das Ende einer Täuschung! Leider gelingt es, wenn man sehr mit dem Herzen dabei ist, nur selten, mit rationalem Verstand die Gesamtsituation zu erfassen und vermutet in alles und allem Böswilligkeiten. Dabei ist das Handeln meist aus Naivität mangels besserem Wissen gesteuert. So besteht auch das Ende einer Täuschung darin, seinem Gesprächspartner mehr Verstand zugemutet zu haben, als tatsächlich vorhanden war. Denn die Argumente dieses Jugendleiters würden in einer fachlichen Diskussion schon nach wenigen Minuten pulverisiert werden.


    Statt sich zu ärgern, könnte man den Spieß umdrehen!
    Wenn der Jugendleiter nun die Arbeit des E2-Trainers macht, dann wird doch bei der Posten eines Jugendleiters frei! "Ein Schelm ist, wer nun böses dabei denkt!"


    Nein, natürlich sollte ein Jugendtrainer, der bittere Erfahrungen in seiner 1. Station macht, nicht noch mehr (unnötige) Energie in ein Projekt stecken und wohlmöglich noch einen Kleinkrieg auf den Rücken der Kinder anzetteln. Besser ist es, wenn es wieder Spaß macht, nach einer neuen Trainer-Herausforderung zu suchen.


    Leute mit der Einstellung dieses Jugendleiter wird es immer geben. Die wird man selbst nach der bundesweiten Realisierung des Fairplay-Fussballs nicht ganz ausmerzen können. Aber was kümmert es dann die "deutsche Eiche", wenn sich eine Sau daran reibt?

    Erst mal willkommen im Forum!


    Du machst dir sehr viele Gedanken darüber, wie du deine Jungs bestmöglich zu sportlichen Erfolgen führen kannst und wie du dich dabei am besten herantasten kannst.


    Umfangreiche Informationen und Tipps findest du zum altersgerechten Fussball in www.dfb.de in der Rubrik Training-Online. Ca. 90 % deiner Fragen wirst du dort beantwortet finden. Viele nützliche Hinweise können dir auch erfahrene Trainer aus eurem Verein geben, die diese Altersgruppe bereits trainiert haben. Denn dann wirst du feststellen, das dich die Jungs nicht nur für den Fussball, sondern ganz besonders als Ansprechpartner für das "Drumherum" brauchen. Je schneller du das gut organisiert bekommst, je mehr Zeit bleibt für den Fussball.


    Ich wünsche dir schon mal viel Spaß mit deiner Mannschaft und viel Erfolg für die neue Saison!

    Andre und Günter


    Genau deshalb, weil Tausende von meist uninformierten Eltern jährlich den gleichen Fehler machen und ihre Kinder zu früh aus ihrer gewohnten Umgebung reißen, sprechen wir darüber!


    Man kann die Motive der Jugendförder-Vereine wie folgt beschreiben


    1. man kann viel Geld mit dem späteren Verkauf von Talenten verdienen (manchmal Millionen)
    2. das Talent soll möglichst früh in den Verein wechseln, sonst könnte ein Konkurrent ihn vor der Nase wegschnappen
    3. die jährlichen Saisonziele lassen sich mit weniger Risiko über auswärtige Talente erreichen
    4. Image-Maßnahmen für den Verein sorgt für zusätzliche Identifikation mit dem Verein
    5. weitere Gründe, die sich auf die geografische Lage beziehen und auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll


    Natürlich sollen hier nicht alle Vereine über einen Kamm geschert werden!


    Die Punkte 3. und 4. sorgen für eine hohe Fluktuationsquote im Jugendbereich und widersprechen dem Konzept einer kontinuierlichen Jugendförderung in großen Teilen.


    Zu Andre`s Frage: wie erkenne ich ein Talent? Kann ich das nicht nur erkennen, wenn ich es mit bereits bekannten Talenten vergleiche?


    Lieber Andre, wenn das so einfach wäre, dann könnte das (fast) jeder! Selbst bei vermeintlichen, großen Talenten streiten sich die Geister! Hatte kürzlich einen "Fall", bei dem der Verbandstrainer große Zweifel hatte und die Leistungen eher im erweiterten Landeskader einstufte. Der DFB erkannte das Talent sofort bei der 1. Sichtung und berief es in seine Fördermaßnahmen und in die Nachwuchs-Nationalmannschaft.


    In einem weitern Fall konnte ich nur den Kopf schüttern. Dieser 22-Jährige hat nie einen Stützpunkt gesehen. Er entwickelt sich trotz des fortgeschrittenen Alters in einer rasenden Geschwindigkeit, die auch einen erfahrenen Trainer ins Stauen versetzt! Der ist einfach durch`s Sichtungsraster gefallen, weil er gerade nicht zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle (Sichtung) war oder weil es andere Spieler gab, die dank besserer Vereinstrainer zu diesem Zeitpunkt mehr fussballerische Elemente präsentieren konnten als er! Oder weil er physisch (in den letzten Monaten des Sichtungsjahres geboren) bzw. psychisch (z.B. wegen Umzug und/oder Schulwechsel gerade sehr schüchtern) gerade nicht in einer günstigen Situation war.


    Nun zum Vergleich mit den "bestätigten Talenten". Wenn du das dann manchmal mit den Leistungen in den großen Stadien vergleichst, dann schwillt dir der Kamm und du fragst dich: kann der nicht oder will der nicht?


    Ein Riesenproblem besteht darin, als das sich die unterschiedlichen Hierachien der Kreise, Bezirke, Verbände, der DFB im Laufe der Jahre unabhängig von den Vereinen weiterentwickelt haben und die Verzahnung nicht gewährleistet ist. Es wird Bewährtes nicht übernommen und nachweislich Negatives nicht eleminiert. Aber häufig weiß der eine nicht, was der andere macht. Leider steht dabei längst nicht immer das Talent im Mittelpunkt. Kritik bewirkt wenig, weil sie meist rasch von der sachlichen auf die persönliche Ebene übertragen wird.


    Gründe genug, um Chris und Andere gut zuzuhören, wenn sie vor einer Überbewertung von Erfolgsprognosen (z.B. durch Stützpunktteilnahme) bei sehr jungen Talenten warnen. Träumen muß erlaubt sein, aber nur, wenn man auch die Augen für die Realität öffnet!


    Es ist eben ein Riesenproblem für die Kinder und deren Eltern, weil die Transparenz fehlt und es keine Stelle bzw. Ansprechpartner gibt, die neutral berät!

    Steini
    Ich möchte mal aus dem Förderkonzept von VFL Osnabrück zitieren:


    "Die Konkurrenz der verschiedenen Heimat- oder Profi-Vereine, von Schulmannschaften, DFB-Stützpunkten und Kreisauswahl soll damit zumindest in Osnabrück vorerst ein Ende haben. Die Gründe: zu viele Egoismen im Wettstreit um die Besten, sowie zu wenig Transparenz für Kinder und Eltern. Stattdessen soll der Fußballnachwuchs erst dann zielorientiert gefördert werden, wenn es tatsächlich sinnvoll ist.


    Konkret heißt das: Bis zu einem Alter von zehn Jahren wird der Nachwuchs gemeinsam in Vereinen und Schulmannschaften stark gemacht, danach soll er im Junioren-Leistungszentrum des VfL aktiv weiter spielen und professionelle Schulung erhalten. Sportartspezifisches, individuelles Training zum richtigen Zeitpunkt und eine altersgemäße Förderung sind Grundlagen des Gesamtkonzeptes."


    Mit der Entscheidung zur Aufnahme in die D-Jugend widerspricht der VFL-Osnabrück sein Konzept, nicht mehr Vereins-Egoismen zu folgen selbst. Denn zum einen werden die Talente in diesem Alter weiterhin auf dem DFB-Stützpunkt gefördert und zum anderen gibt es gar keine D-Jugendleistungsliga, wo diese Talente auf "Augenhöhe" im sportlichen Wettstreit stehen.


    Das Konzept des Jugendleistungszentrum in Meppen wurde nach dem Vorbild von Osnabrück erstellt. Allerdings werden die Talente dort erst ab der C-Jugend in den Verein geholt, damit eben keine konkurrierenden Egoismen die Förderarbeit behindern.


    Ob jetzt allerdings der Leiter des Osnabrücker Junioren-Leistungszentrums deshalb zum Saisonstart nach Meppen gewechselt ist, kann ich nicht sagen. Denn auch das Meppener Konzept hat neben Stärken und Schwächen.

    Andre,
    das hast du vollkommen recht, wenn du sagst, man soll das gute Traditionelle nicht wegwerfen, nur weil es etwas Neues gibt. Dennoch gilt es, sich den Wandlungen der Kinderinteressen anzupassen, um Erwartungen zu erfüllen. Diese Interessen sind, wie im Beispiel von thomasg beschrieben, nicht bei allen deckungsgleich. Wie groß die Quote der Unzufriedenen ist, läßt sich nicht ermittelt, weil auch "Schweigende"


    Wenn die Kinder in den Verein kommen, bewegen sie sich noch in einer kleinen Welt. Sie glauben zwar nicht mehr an den Weihnachtsmann und den Osterhasen, aber ansonsten bewegen sie sich in ihrer Freizeit noch in einem sehr begrenzten Umfeld. Auch sind sie bemüht, in der Schule und im Sport die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen.


    Ungefähr im Alter der D-Jugend beginnen die Kinder ihr Hobby (hier Fussball) zu hinterfragen und nicht mehr alles ohne Vorbehalt so zu machen, wie es die Eltern oder auch die Trainer von ihnen wollen. Es beginnt mit Fragen, setzt sich in Protest fort und endet mit Austritt, wenn sie das Gefühl haben, hier läuft etwas schief und das möchte ich nicht so! So mancher Jahrgang wurde fast pulverisiert, weil die Kommunikation zwischen Trainer und Spieler nicht mehr funktionierte. Das hatte lt. meinen Erfahrungen mit den sportlichen Leistungen häufig nichts zu tun.


    Ich denke, das hat "thomasg" auch erkannt und möchte jetzt mit seiner Trainerkollegin sprechen, damit sie eine gemeinsame Lösung finden können. Denn weiter so hieße, die Mädchen würden vergrault und sich ein neues Hobby und/oder einen neuen Verein suchen.

    Bislang wurde der "schwarze Peter" dem Schiedsrichter zugeschoben, wenn der bei strittigen Entscheidungen für den Gegner pfiff. Damit war man als Trainer "aus dem Schneider" und hatte gleich für die Kinder und deren Eltern den "äußeren Feind" in Form des parteiischen Schiedsrichters und in dessen Anhang selbstverständlich auch den unfairen Gegner gefunden.


    Beim Fairplay geht das nun nicht mehr! Beide Trainer sollen bei strittigen Entscheidungen gemeinsam agieren. Das ist nicht so einfach! So mancher möchte sich ganz gerne drücken! Andere spekulieren darauf, das der gegnerische Trainer sich großzügig zeigt und widerum andere sehen ohne Schiri die Chance, sich ein wenig mehr Vorteile durch lautstarke Dominanz zu verschaffen.


    Niemand hat behauptet, es gäbe bei den Fairplay-Regeln keine Probleme mehr, die gelöst werden müssen. Jedoch sind es jetzt die Spieler und deren Trainer, die in der Verantwortung stehen, strittige Entscheidungen nach dem Gebot der Fairness zu lösen.

    Liebe Trainerfreunde,


    der Heimatverein ist nur selten so gut ausgestattet, wie der Stützpunkt oder Nachwuchs-Leistungszentren. Dennoch kann man mit ein bißchen Improvisationstalent fast alles auch in "Handarbeit" herstellen, wie diese Dummy`s fürs Freistoßtraining oder auf den Boden gelegte Bänder als Ersatz für eine Koordinationsleiter.


    Bei aller Euporie für den Erfindergeist sollte jedoch beachtet werden, das nicht die Hilfsmittel, sondern der Fussball mit den altersgerechten Trainingsinhalten vermittelt werden. So sollte man berücksichtigen, das falsch vermittelte Automatismen später sehr viel schwieriger zu korrigieren sind.


    Deshalb habe ich mal eine Frage:
    Wozu wollt ihr eine "künstliche Mauer" bilden? Damit euer Schütze darüber hinweg das Leder unter die Torlatte jagt? Was ist, wenn der Gegner dann einen schlauen Trainer hat, der gar keine Mauer stellt, sondern den Keeper mittig postieren läßt und eure Freistöße einfach mal hält, faustet oder ablenkt? Denn eine Mauer stellen, bedeutet :
    - dem Keeper wird die freie Sicht auf den Schützen und den Ball genommen,
    - er muß sich in eine Ecke postieren, weshalb der Weg zur anderen Ecke viel länger ist
    - die "Mauer" kann hochspringen und der Ball geht unter die Mauer hindurch
    - die "Mauer" die Köpfe einziehen, so das der Schuß in Kopfhöhe hindurch geht


    Wenn ein 8 - Meter - Ball von einem gut trainierten Keeper meistens abgewehrt werden kann, warum nicht auch ein Freistoß aus weiterer Entfernung? Genügt nicht auch 1 Abwehrspieler (statt Mauer), der aufpaßt, das der Gegner nicht über einen Kurzpass zum Mitspieler in eine günstigere Torabschlußposition kommt?


    Ich möchte jetzt damit nicht jahrelange Praxis infrage stellen, sondern nur die Kreativen unter euch dazu ermutigen, mal andere Alternativen auszuprobieren.