Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Mesut


    Erst mal danke für die Erläuterungen.


    Den Rat von Günter kann ich dir auch empfehlen! Es ist besser selbst gute Trainerarbeit zu leisten, als sich über die Arbeit von Kollegen negativ auszulassen. Aufmerksamen Vorstandsmitgliedern wird nicht entgehen, wer die meiste Trainingsarbeit leistet. Die Meinungen der Spiel ergänzen dieses Bild!


    Sollte sich trotz eindeutiger Belege deiner guten Trainerarbeit dennoch keiner vom Verein bei dir melden und dir Traineraufgaben für die nächste Saison antragen, so wirst du spätestens während der Ausbildung zur C-Leistungslizenz (zu der ich dir schon jetzt viel Erfolg wünsche) über Trainerkollegen weitere Kontakte zu anderen Vereinen finden.

    Mesut


    Ich bin da auf ein paar Widersprüche gestoßen, die du näher erklären könntest.


    1. Tabellenposition
    Du schreibst, ihr seit auf dem 1. Tabellenplatz. In deinem ersten Beitrag an Zolidak schreibst du, das du dich in einer ähnlichen Situation befindest. Zolidak schreibt: " ...nach 11 Spielen stehen wir 9 Punkte hinter einem Aufstiegsplatz - 4 Siege 4 Unentschieden 3 Niederlagen! ..."


    2. Trainerlizenz (Trainerkompetenz)
    Habt ihr beide die C-Breitensportlizenz oder die C-Leistungslizenz? Wenn Breitensport, wodurch unterscheiden sich eure Taktikkenntnisse?


    3. Ansprechpartner
    Ist es in eurem Verein so, das die Spieler den Trainer bestimmen oder entscheidet darüber der Vorstand?

    Liebe Trainerkollegen,


    zwar ist es mit dem Talent so wie mit der Intelligenz. Niemand behauptet von sich, er habe zu wenig davon abgekommen! Dennoch wäre es von Vorteil, wenn die Wogen nicht immer gleich so hoch schlagen. Macht es einfach wie ich, die Beiträge eines gewissen Users zu ignorieren. Ansonsten besteht die Gefahr, das auch dieses Forum irgendwann zu einem der vielen Mobbing-Foren verkommt.
    Deshalb möchte ich auch Admin: Uwe gerne einmal bitten, eine User-Identität zu prüfen und mal hoffen, das es sich hier um ein "echtes Thema" handelt.


    Zur Aufklärung der Sichtung bei NFV kann ich insofern beitragen, das es Kreistrainer gibt, die in der F-Jugend für die Kreisauswahl sichten und Stützpunkttrainer, die im älteren E-Jugend-Jahrgang für den DFB-Stützpunkt sichten. Manchmal sind die Trainer sowohl als Kreis-, wie auch als Stützpunkttrainer tätig, weshalb der Eindruck erweckt werden kann, es handele sich um ein die gleiche Förderung. Die Kreisauswahl gibt es weitaus länger als das DFB-Stützpunktsystem. Obwohl es keine Bezirksauswahl mehr gibt, finden immer noch Bezirkssichtungen statt. Bei den Jungen ist es so, das ein Großteil der bereits seit der F-Jugend geförderten Kreisauswahl-Kinder den Sprung in den DFB-Stützpunkt schaffen. Bei den Mädchen wird die Kreisauswahl noch jahrgangsübergreifend geführt, weil die Mädchen häufig später mit dem Fussball beginnen und es sich deshalb lohnt, noch später mit dem Fördertraining zu beginnen.


    Die Kreisauswahl wie der DFB-Stützpunkt sollen jedoch "offen" sein. Dieses Prinzip stellt sich aufgrund der häufigen Aufgabenübeschneidungen (in Verein, Kreisauswahl und Stützpunkt) als schwierig da. Die Entscheidung zu treffen, ob es besser ist, nur eine Aufgabe zu übernehmen und anderen Kindern (z.B. im Heimatverein) kein qualitativ gutes Training zu geben, erscheint schwierig. Von Nachteil ist die aktuelle Situation für die Talente insofern, weil für die Sichter nicht genügend Zeit, um in ihrem Zuständigkeitsgebiet eine aktuelle Talentübersicht zu haben. Auch das Sichtungssystem ist ein zu grobes Raster, durch das immer wieder Talente hindurchschlüpfen. Deshalb sind die Kreistrainer und Stützpunkttrainer auf die Unterstützung von engagierten Trainern und Eltern angewiesen!


    Der Vorschlag, im Zweifelsfall das Kind mal nach tel. Absprache mit dem Auswahltrainer (aufgrund des Alters wäre das der Kreisauswahltrainer) zu einem Probetraining mitzubringen, ist auch O.K.! Die Chancen aufgenommen zu werden, sind sogar gar nicht so schlecht. Denn je nach Zeitpunkt können schon einige Kinder (aus unterschiedlichen Gründen) abgemeldet worden sein, so das Ausbildungsplätze freigeworden sind. Man darf auf die Erfahrung der meist gut ausgebildeten Trainer vertrauen, das ein sehr hoch veranlagtes Kind auch als Talent entdeckt wird. Doch selbst, wenn der Auswahltrainer sagt, es wäre noch zu früh für eine zusätzliche Förderung, sollte man dem Kind keinen Leistungsdruck spüren lassen, es müsse jetzt rasch Defizite aufholen (koste es was es wolle)!


    Aus diesen Gründen kann ich besorgten Eltern empfehlen, mehr auf ihre Kinder zu vertrauen, statt sich unnötige Sorgen zu machen.

    Peter Pan


    Zunächst einmal sollte ich das Mißverständnis aufklären, das du deinen Keeper nicht auszutauschen brauchst. Denn ich zweifle an den Beschreibungen auf den Lehrfolien des DFB, wonach eine wesentliche Voraussetzung für diese Position die besondere psychische Stärke wäre. Wenn, dann sollte diese Eigenschaft bei allen Menschen, die besonders im Fokus der Öffentlichkeit stehen, gelten.

    Jedoch halte ich diese Merkmalsbeschreibung für einen Keeper im unteren Jugendbereich für gänzlich ungeeignet. Denn die psychische Stärke muß noch mit dem Selbstverwußtsein im Laufe der Jahre wachsen und kann deshalb nicht vorausgesetzt werden. Vermutlich stammt die Merkmalsbeschreibung noch aus einer Zeit, als man versuchte die TW-Eigenschaften von Seniorenkeepern zu beschreiben. Vielleicht wäre es mal an der zeit, das zu verändern?


    Doch nun zu den gewünschten Trainer-Hilfen, die allerdings sowohl bei stillen als auch schwatzhaften Keepern als nützlich erweisen können:


    Häufig werden beim TW-Training die defensiven und offensiven Aufgaben getrennt trainiert! Besser ist es, auch komplette TW-Aktionen zu trainieren. Nachfolgend ein paar Beispiele:


    defensive Reaktion (Parieren eines Torschusses) und offensive Aktion (Spieleröffnung)
    1. TW bekommt (flach, halbhoch, hoch) Schuß aufs Tor - TW nimmt Ball auf und spielt (schießt, rollt, wirft) ihn sofort (in den Fuß / in den Lauf) eines Mitspielers
    (Statt eines Mitspielers kann ein Törchen, Hütchentor, ein Zielquadrat fürs Training eingesetzt werden. Ansonsten kann auch ein 2. Torwart die Aufgabe eines Mitspielers übernehmen.)

    Bei dieser Übung ist lediglich ein engeres Sichtfeld für die TW-Entscheidung erforderlich



    2. TW bekommt Eckball (hoch), Flanke von der Grundlinie - TW nimmt Ball auf und spielt (Schuß, Wurf auf Törchen, Zielquadrat, durch Hütchentor) in sofort (in den Fuß / in den Lauf) eines Mitspielers


    Wichtige Trainerhilfe: der TW soll sich daran gewöhnen, das die komplette Aktion erst mit einer guten Spieleröffnung abgeschlossen ist.



    In der D-Jugend klappt es meist schon ganz gut. In der E-Jugend geht es um die Vermittlung von Basiswissen und Grundtechniken. Dazu gehört zunächst einmal die Vermittlung von Techniken im praxisnahen Zusammenhang von defensiven und offensiven Aufgaben. Die kann man als Einzel- und Kombinationsaufgabe je nach Leistungsstand des Keepers stellen, so das eine Unter- oder Überforderung weitgehend ausgeschlossen werden kann.


    Aber dein Keeper wird mit Sicherheit nicht der Einzige im E-Jugend-Bereich sein, der komplette Abläufe sicher und in der gewünschten Schnelligkeit absolviert. Auch stellt sich die Frage, ob ein Keeper, der den Ball zwar schnell abspielt, aber selten den Mitspieler erreicht, seine Aufgaben besser löst? Gerade deshalb hat es aber auch etwas mit Mentalität zu tun! Wenn du dem Keeper ermutigst, das im Training Erlernte im Spiel auszuprobieren, dann wird er seine Erfahrungen sammel können und auch daraus lernen.


    TW-Kritik vor der Mannschaft (altersunabhängig)
    Natürlich ist das Vertrauensverhältnis gegenüber dem Trainer sehr wichtig! Eine TW-Kritik vor der Mannschaft stört nicht nur den Aufbau eines solchen Verhältnisses, es macht auch keinen Sinn! Denn die Mannschaft kann die Fähigkeiten des TW gar nicht beurteilen, weil die Mitglieder weder über das Wissen noch über vergleichbar antrainierte Fähigkeiten verfügen. Das hat überhaupt nichts mit "Samthandschuhen anfassen" zu tun. Leider können auch viele Mannschaftstrainer die Fähigkeiten ihrer Keeper nur unzureichend beurteilen, weil sie die gesamte Angriffsaktion auf den gegnerischen Torerfolg reduziert betrachten. Deshalb wirkt Kritik am TW vor der Mannschaft bei den Torleuten meist als das Abreagieren von Trainerfrust über Gegentore oder zu wenig geschossener Tore, für den man einen Sündenbock sucht. Es gehört dann in die Kategorie der nutzlosen TW-Erfahrungen, weil keinerlei Hilfen, die zu TW-Verbesserungen führen könnten, angeboten werden.


    Hier ist Geduld und Gelassenheit, die fast immer mit der Trainererfahrung kommt, von Vorteil. Günstig dabei ist es, sich Inhalte von altersgerechten TW-Training und TW-Coaching anzueignen! Hier im Forum nach Hilfen zu fragen ist schon mal ein guter Weg, weil man erkannt hat, das die bisherigen Erkenntnisse allein nicht weiterhelfen.

    Wenn man das gemeinsame Glück nicht permanent strapazieren will, ist es von Vorteil, wenn man sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen und Freizeitaktivitäten akzeptiert. Vor Vorteil können gemeinsame Hobbies sein. Man muß aber nicht alles gemeinsam machen. Dann ist es aber wichtig, das jeder die Dinge gerne und ohne ein schlechtes Gewissen machen kann. Wer liebt, könnt dem anderen die gleiche Freiheit, die man sich selbst wünscht!
    Du kannst nichts dafür, das deine Freundin jetzt nicht mehr um die Ecke wohnt, weshalb ihr euch jetzt nicht mehr so häufig sehen könnt. Deine Freundin kann nichts für dein Hobby Fussball, zu der sie sich vor 3 Jahren dazu gesellt hat.


    Mit "Au`weiha" habe ich deshalb betitelt, weil ich es von großem Vorteil erachte, das man sich erst mal richtig austoben darf, bevor man "die Ringe zu tauschen" gedenkt. Entweder übersteht eure Beziehung dein Hobby, bis die Fussballschuhe irgendwann an den Nagel gehangen werden (um durch die Trainer-Jacke ausgetauscht zu werden) oder es führt zu der Erkenntnis, das andere Mütter auch hübsche Töchter haben!


    Die Entscheidung liegt ganz allein bei euch!

    Jungs, erst mal vielen Dank, das ihr wieder "runter gekommen" seit! Ich habe das Forum hier kennengelernt, das jeder versucht dem anderen zu helfen!


    Phsychisch kranke Menschen brauchen eine Hilfe von Fachleuten, ich denke da sind wir uns einig.


    Der mentale Bereich wird schon durch unser bloßes Dasein in der Trainingsgruppe in Anspruch genommen. Ob wir es wollen oder nicht! Gern würde ich jedoch diesen Grundsatzbereich, über den eigentlich schon genug Worte verloren wurden, verlassen und zum praktischen Nutzen kommen.


    Von "Peter Pan" wurde der Wunsch geäußert, ihm Tipps für einen besonders schüchternen Keeper seiner D-Jugend-Mannschaft zu helfen. Denn wenn er da im DFB-Handbuch für Torleute nachblättert, findet er als grundsätzliche Voraussetzung für die Eignung eines Torwarts die psychische Stärke. Danach kommen wir zum Schluß, das sein Keeper gänzlich ungeeignet ist und durch einen anderen Keeper mit besser psychischer Veranlagung ausgetauscht werden sollte.


    Meine Frage an die Forenteilnehmer lautet: hat der DFB recht oder irrt er?


    Wenn der DFB irrt, dann sind Torleute ganz normale Menschen, die genauso ängstlich sind, wie alle anderen Mannschaftsmitglieder auch. Sie haben allerdings gelernt, mit wohlkalkuliertem Risiko ihren Positionsvorteil nutzen, was als vermeintlichen besonderen Mut vom Mannschaftstrainer wahrgenommen wird.


    Als Torwarttrainer ist man es gewohnt, sich in die Psyche eines Keepers hinein zu versetzen. Nicht allein sein momentaner Leistungsstand ist wichtig, auch ist es von großer Bedeutung, das jeder Torwart ein wenig anders lernt. Dies hat zur Folge, das alle (wohlgemeinten) Hilfestellungen anders wahrgenommen werden.


    Habe ich nun einen besonders schüchternen Keeper in der D-Jugend, so brauche ich den nicht gleich auszutauschen. Manuel Neuer wurde im unteren Jugendbereich so schüchtern, das man ihm keine günstige Erfolgsprognose gab. Heute ist er zwar auch keine "Plaudertasche", hat aber schon eine Meinung zu den Dingen.


    Was als machen? Wichtig sind mehrere Dinge fördernd:
    1. Lob vor der gesamten Mannschaft. Auch bei kleinen Entwicklungsfortschritten.


    Lob stärkt das Selbstbewußtsein


    2. Kritik nur unter 4 Augen. Falsch sind endgültige Aussagen: "das hast du falsch gemacht - da warst du aber schlecht, usw." Besser sind auf das Zukünftige weisende Fragen, wie: "wie kann man es noch anders machen?" Natürlich wird zunächst nur Achsenzucken als Antwort kommen. Dann gibt man ihm Möglichkeiten, aus denen er sich eine aussuchen darf. Die wird dann trainiert. War es noch nicht die Bestmögliche, dann fragt man: "wollen wir mal das ... probieren"?


    Neugierde befreit von Ballast


    3. Wer als Trainer über sich selbst lachen kann, muß nicht auf Kosten anderer Späße machen. Das gemeinsame Lachen von Trainern und Mannschaft über mißglückte Aktionen lädt auch schüchterne Spieler dazu ein, darüber laut mitzulachen. So können sie sich immer ein Stückchen mehr in die Gruppe integrieren und in ihrer individuellen Genialität aufblühen. Das positive Denken ist dann ganz wichtig, sich und andere nur so ernst zu nehmen, wie es die Situation verlangt.


    Wer nicht über sich Lachen kann, für den ist es ernste Sache!


    Zum guten Schluß so jedoch nicht vergessen werden, das die Blockade von sportlichen Verbesserungen auch andere Ursachen (z.B. Konzentrationsprobleme) als die Schüchternheit haben kann. Insofern ist eine Hilfe ohne tieferes Wissen über die Person des Keepers ein wenig grob und oberflächlich. Andererseits hat das Kind jede Zeit der Welt, sich auf allen Positionen in der Mannschaft weiterzuentwickeln. Jeglicher Druck sollte deshalb von ihm ferngehalten werden.

    Hallo Andre,


    selbst ein Bundestrainer wird nicht darauf bestehen, wenn ein Spieler aus privaten Gründen an einem Spiel nicht teilnehmen möchte. Wenn allerdings ein Talent häufiger Einladungen aus persönlichen Gründen nicht annimmt, so solche man einem anderen, förderungswürdigen Talent diesen Ausbildungsplatz übertragen. Denn icht jedes Talent, was von einer großen Karriere träumt, will auch etwas in die Träume investieren!


    Für den Fall von Terminkollision zwischen Vereins- und Auswahlmannschaften regeln beim NFV die § 42, 43, 44, 45 und 46 auf dem Papier die Dinge. Nicht ohne Grund sollen die Fördermaßnahmen Priorität genießen.


    Weder der Verein noch die Verantwortlichen für die Fördermaßnahmen sollten bei der individuellen Betrachtung eines solchen Falles die Interessen des Talents außer acht lassen.


    Die Velegung von Punktspielterminen ist aufgrund des Fehlens von Spielern für Fördermaßnahmen ist eng beschränkt. Zwar macht die Bundesliga "Pause", wenn am Wochenende ein Länderspiel stattfindet. Wenn aber z.B. ein Junior oder eine Juniorin bereits bei den Profis spielt und für eine U-Junior/innen-Nationalmannschaft auf Reisen ist, so gibt es selbstverständlich keine Pause im Profi-Punktspielbetrieb.


    Viel wichtiger ist jedoch die Betrachtung eines solchen Termins aus Sicht des Talents. Was hat das Talent, wenn es bei einem "normalen Punktspiel" teilnimmt und welche Erwartungen darf das Talent an einer Fördermaßnahme (Funktionsspieltag, Bezirks-, Verbands oder DFB-U-Nationalmannschaftsmaßnahmen verknüpfen?


    Ich denke, wir sind uns da einig, das unter normalen Bedingungen der Nutzen einer Fördermaßnahme für das Talent höher anzusetzen ist, als ein normaler Punktspieleinsatz.


    Trainer, die diese Talente dann nicht freistellen wollen, handeln meist aus kurzfristigen, egoistischen Interessen heraus, weil ihnen die Entwicklung von Talenten nicht allzusehr am Herzen liegt.

    paulwurf_mauli


    Sinnvolles Mentaltraining im Fussball zum Nutzen der Spieler unterschiedet sich von Manipulation des Unterbewußtseins zum Zweck der negativen Fremdsteuerung.


    Im Breitensporbereich gibt es sicherlich nur wenige Bereiche, in denen es sich lohnt, das Unterbewußtsein in der Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft zu berücksichtigen. Denn hier geht es nicht, wie im Profibereich darum, die letzten Prozente an Leistung aus jedem einzelnen Spieler herauszuquetschen, sondern den Spaßfaktor beim Fussball zu erhöhen. Dabei sollen Hemmungen und Beklemmungen, die den Spaß einschränken, aus dem Wege geräumt werden.


    Hier mal ein 2 Beispiele:
    1. Übertriebene Nervösität mindern durch "Innere Meisterstimmung"
    Wenn ich einem TW, der besonders nervös ist, unmittelbar vor dem Spiel sage, er solle sich einmal an eine Situation erinnern, die im schwierig vorkam, die er jedoch mit Bravour gemeistert habe, dann kann ihm das helfen, seine Nervösität schneller abzulegen.


    2. Kommuniktion verbessern
    Es gibt Trainer, die werden in ihrer Mannschaftsansprache einfach nicht fertig. Nie kommen sie auf den Punkt, weil sie Angst haben, sie könnten etwas vergessen. Wenn ihnen jemand sagen würde, das sie sich auf die wesentlichen Punkte (max. 3) beschränken sollten und diese gestenreich untermalen, dann hätten Trainer und Mannschaft einen Nutzen davon.


    Sicherlich gibt es noch eine Reihe praktischer Tipps. Mit den "Taliban" sollen sich dann andere Foren beschäftigen!

    Es stellt sich immer wieder die gleiche Frage beim sportlichen Wettstreit: Wie Konflikte vorzubeugen sind und wie man sie lösen kann?


    A. Konflikte vorbeugen
    1. Elternchoaching
    Zivilcourage braucht es, die Zuschauer (im Jugendbereich) meist Eltern ein wenig darauf vorzubereiten, was auf sie zukommt. Denn viele Eltern kennen diesen Sport kaum, bevor sie ihren Sprössling zum ersten mal zum Spiel begleiten. Ein wenig Regelkunde kann nicht schaden. Noch viel wichtiger ist jedoch der Fairplay-Gedanke, mit dem das Kind nicht nur beim Sport aufwachsen sollte. Mal Sieger, aber mal auch Verlierer zu sein, sich freuen und manchmal auch trösten zu dürfen, ein nützlicher Teil der Fussballgemeinde zu sein, das sollte Ziel dieses Eltern-Coaching sein.


    2. Vorbildfunktion für Eltern und Kinder
    Mit fachlichem Wissen und modernen, pädgogisch wertvollen Umgangsformen Vorbild zu sein, ist ein wichtiges Ziel für Trainer auf ihrem Weg zum Erfolg. Vorbilder als "Ersatz-Erziehungsberechtigte" können und wollen wir nicht sein. Denn dazu braucht es einer weitaus häufigeren und persönlicheren Ansprache, die allein die Aufgabe der Eltern ist. Wir sind Trainer und keine "Ersatz-Eltern". Selbst dann, wenn aus der Lebenserfahrung der eine oder andere Rat erfolgversprechend klingt, sollte man sich mit ungebetenen Ratschlägen zurück halten.


    B. Konflikte lösen
    Gerade im unteren Jugendbereich sind die Eltern auch Teilnehmer beim Training. Diese Zeit kann man nutzen, um am Rande eines Abschlußspiels hier und da mit den Eltern ein Wort zu wechseln, damit es nicht während des Spiels zu unerwarteten negativen Gefühlsausbrüchen kommt. Sicher, nicht jedem ist euer Rat etwas wert und manchem ist nicht zu helfen. Dann aber muß sofort und konsequent mit einer Sportstättensperre reagiert werden. Denn genauso selbstverständlich, wie der Schiedsrichter nicht beschimpft oder beleidigt werden darf, genießen auch die Gäste (Spieler, Trainer, Eltern) das Gastrecht, auf was man selbst auch großen Wert legen würde.


    Optionen
    Nicht einer allein kann das schaffen, sondern die Trainer sind gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen in der Pflicht, für einen geordneten Spielablauf zu sorgen. Sie dürfen nicht erst warten, bis die abzusehenden Konflikte eskalieren, sondern müssen vorbeugend agieren. Wird das vernachlässigt, wird man sie bald nicht mehr brauchen, weil die Kinder den Krawall einfach nicht mehr ertragen können.
    Die Fairplay-Liga ist lediglich eine Option, die ihr mit dem gewünschten Leben ausfüllen könnt. Also behandelt eure Gegner so, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt! Dann seit ihr alle Vorbilder!

    @7Heby


    Zunächst einmal freut es mich, das du hier im Forum praktische Hilfen gefunden hast, die dir deine Trainerarbeit erleichtern und für dich und deine Mannschaft den Spaßfaktor erhöhen. Bitte setze dich und deiner Mannschaft weiterhin keinen Druck aus und stelle nicht gleich nach einer Niederlage alles infrage.


    Ich Anregung von "Der Neue" auf die Einbindung der Mannschaft zu achten, finde ich prima. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, das es dort von beiden Seiten nicht so ganz freiwillig zugeht und man komplizierte Umwege braucht.


    Denn mir kommt das so vor, als gäbe es "Beim Neuen" 2 ungeschriebene Gesetze, die da lauten:


    § 1: der Trainer hat immer recht.
    § 2: wenn der Trainer mal nicht recht hat, tritt automatisch § 1 inkraft



    Deshalb habe ich ein paar Fragen:


    1. Was war der Anlaß, das Training eures Trainers zu kritisieren?
    2. Warum mußtet ihr eure Anregungen (anonym) in schritlicher Form erfassen und konntet es nicht mündlich vor der Trainingsgruppe erläutertern?
    3. Warum hat er euch gebeten, die entsprechenden Übungen dafür zu gestalten?
    4. Was macht ihr, wenn es regnet und das Papier naß wird? Dürft ihr dann nichts anmerken?

    Follkao


    Beim Aufnahmetest für die Leistungstrainerlizenz wird seitens des DFB schon geschaut, ob beim Kandidaten die Aussicht besteht, das dieser später einmal im Leistungsbereich tätig sein kann! Andererseits wird auch keinem Trainer die Leistungslizenz wieder aberkannt, wenn er einerseits an den Fortbildungen teilnimmt, andererseits aber nur noch im Breitensport tätig ist und deshalb kaum über Praxiserfahrungen verfügt.


    Ähnlich verhält es sich mit dem sportlichen Aufstieg von Trainern ohne oder mit Breitensportlizenz. Man kann weder vom Verein noch von diesen Trainern verlangen, das sie bei sportlicher Qualifikation für den Leistungsbereich (ab Bezirksliga) parallel zum Beruf und der ehrenamtlichen Traineraufgabe auch noch unverzüglich die Leistungslizenz nachholen soll. Ohnehin ist der Leistungszunterschied zwischen der Kreisliga und Bezirksliga meist so groß, das viele qualifizierte Aufsteiger gleich wieder absteigen.


    Schließlich sind es noch die Vereine, die zwar gerne ausschließlich lizensierte Leistungstrainer beschäftigen würden, aber aufgrund des geringen Trainerangebots in ihrer Umgebung manchmal darauf verzichten müssen.


    Was nützt also eine Forderung nach Leistungstrainern für den Leistungsfussball, wenn es sie in der Praxis nicht flächendeckend und in ausreichender Zahl gibt?


    Wo du widerum recht hast, ist die ungeschützte Begriffsbestimmung eines "Leistungszentrums"! Zwar möchte man gerne eine Zertifizierung, aber es gibt keinen Zwang dazu. Deshalb darf sich jeder so nennen, ohne Gefahr zu laufen, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wenn du also ein "Kräuterwacholder-Leistungszentrum" für hochtalentierte Ü-30-iger gründen willst, dann hält dich niemand davon ab! Leider gibt es auch Ex-Profis, die ihren guten Namen für weniger gute Qualität von sogenannten "Fussballschulen" hergeben. Auch mich stört diese Intransparenz, in denen Eltern vorgegaukelt wird, man könne sich hier "Talentförderung erkaufen"! Allerdings sollte man auch erwähnen, das es durchaus seriöse Fussballschulen gibt, die dann allerdings weniger mit ihren Kontakten zum Profibereich werben.

    Follkao


    Zunächst einmal bekommst du Ärger, wenn du im Jugendbereich für Alkohol "Leistungszentrum Kräuterwacholder" Werbung machst.


    Deine Frage, warum der DFB keine Abgrenzung vornimmt, ist durchaus berechtigt. Sie setzt jedoch voraus, das daran bestimmte Bedingungen verknüpft sind. Also in Leistungsligen nur Trainer mit Leistungslizenz tätig sein dürfen. Solange das nicht der Fall ist, weil nicht genügend "Fachpersonal" vorhanden ist, macht eine Definition über den DFB wenig Sinn.


    Andererseits stellt sich die Frage, ob nicht gerade beim Fussball jährlich genügend Trainer beweisen, warum man für Fussballtrainer aus Leidenschaft mit "Naturtalent" nicht auch Ausnahmen machen sollte?

    CoachDanny



    Wie lange spielen deine Mädchen schon Fussball?
    In welcher Liga kickt ihr?
    Wie ist denn dein Training aufgebaut, bzw. was trainierst du denn an Feinheit und Taktik?


    Man darf nicht erwarten, das im Spiel Feinheit und Taktik gezeigt werden, die man nicht vorher so trainiert hat, das es das Team einigermaßen beherrscht! Manche Trainer meinen auch, das man das, was im Training versäumt wurde, durch Hineinrufen während des Spiels nachholen könnte.


    Nicht alles, was du als lustig empfindest, wird auch so wahrgenommen. Mädchenfussball ist emotionaler mit stärker ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. Die Skala von "himmelhoch jauzend" bis "zu Tode betrügt" ist deutlich kleiner. "Schwalben" oder Vortäuschung von Verletzungen sind ihnen fremd. Verbale oder nonverbale Äußerungen sind nicht immer wörtlich zu nehmen, sondern meist zweckbestimmt. Sie zeigen an, das sie mehr oder anders wahrgenommen werden wollen. Es nervt sie etwas, aber Ursache und Auslöser durch die getätigte Äußerung stehen nicht in unmittelbarer Verbindung. Aus den vorgenannten Gründen kann deshalb eine "lustige Bestrafung" als eine vom Trainer eingeleitete Form der Ausgrenzung wahrgenommen werden.


    Irgendwann macht jeder Mädchen-/Frauentrainer mal seine Erfahrungen. So habe ich mal die Vorgabe für eine Spielform gemacht, das keine Spielerin länger als 2 Sekunden stehen bleiben darf. Wer das trotzdem macht, muß bis zum Torerfolg der gegnerischen Mannschaft stehenbleiben. Das fanden die anderen Mädchen ganz toll und haben absichtlich daneben geschossen, als ich die erste Spielerin aufforderte, ihre Strafe "abzustehen". Das durch meine "Bestrafung an den Pranger gestellte" Mädchen hat mir das ziemlich übel genommen, wenngleich es einige Zeit gedauert hat, bis sie es mir sagte.


    Es bringt deshalb weitaus mehr, wenn du dein Training abwechselungsreich gestaltest. Damit weckst du die Neugierde der Mädchen und sie sie wollen die neu gelernten Dinge gleich im Abschlußspiel ausprobieren.


    Wenn die Mädchen nicht nur zu bolzen kommen, sondern was Neues auszuprobieren, dann hast du doch auch erreicht, was du willst oder?

    Stefan70


    Vielen Dank für deine Erläuterungen, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Mein Sohn war auch mal Keeper in dieser Altersgruppe und so habe ich manches noch gut in Erinnerung. Allerdings war es meist so, das er bei seinen Aktionen nicht nur den Ball zu fassen bekam, sondern gleich die Gegenspieler und manchmal auch die eigenen Kameraden seinen "heißen Atem" zu spären bekamen. Insofern mußte ich mehr Angst um die anderen Spieler haben als um meinen Sohn. In diesem Alter ist aber kein Kind bewußt und aus eigenem Antrieb unfair, sondern nur unerfahren und ungeschickt. Ähnlich ist das mit Laienschiedsrichtern! Sie sind unerfahren und ungeschickt. Manchmal soll es sogar vorkommen, das sie in ihrer Hilflosigkeit andere Spielteilnehmer beschimpfen. Leider gibt es sogar Fälle, in denen sich die Streithähne bereits im unteren Jugendfussball vor dem Sportgericht wieder treffen.


    Die pfeifen meist nur 1 mal, wenn sie erkennen, das ihre Leistungen nicht gleichermaßen anerkannt werden. Wer hat schon Spaß am Streß mit gegnerischen Eltern? Ein weiterer Vorteile der unteren Jugendligen besteht darin, das man pro Saison in 2 Staffeln spielt und so auch andere Gegner bekommt.


    Ich würde mich im Nachhinein nicht so sehr über diesen Laienschiedsrichter aufregen, sondern (wie du es schon sehr gut selbst beschreibst) mich schöneren Dingen zuwenden und mich auf meine Traineraufgaben konzentrieren.


    Es wird immer mal wieder vorkommen, das man sich über das Verhalten vom Gegner oder dem Schiri ärgert. Wichtig ist aber, das man nicht
    Über Zeit, die man mit Ärgern verbringt, ärgert man sich hinterher am meisten!

    Hallo CoachDanny,


    Mädchen sind in dem Alter nicht so wehleidig wie die Jungen, "Schwalben" sind ihnen fremd. Wenn sich ein Mädchen gefoult erst mal liegen bleibt, dann hat sie sich auch tatsächlich verletzt. Da ist es normal, das man erst mal vorsichtiger wird, statt sich gleich wieder was auf die "Socken" hauen zu lassen.


    Gib ihr also etwas Zeit und dränge sie nicht, agressiver in die Zweikämpfe zu gehen. Wenn du in Mädchenteams etwas verlangst, was sie nicht wollen, sagen sie das nicht unbedingt sofort. Aber sie zeigen es durch deutlich geringere Trainings- und Spielteilnahme.


    Wenn ich deine Beschreibung aber richtig interpretiere, dann möchtest du auch gerne, das deine beste Spielerin wieder wie zuvor, den Gegner quasi im "Alleingang" besiegt? Sieh es mal so: nun bekommst du die Chance, deiner Mannschaft mehr Elemente des Fussballspiel zu vermitteln, damit die anderen Spielerinnen mehr Anteile am (erfolgreichen) Spiel haben. Dazu gehört auch das Passspiel und die Ballzirkulation. Denn wer das gut kann, der braucht sich nicht in unnötige Zweikämpfe beim Spielaufbau einlassen und bekommt auch weniger "auf die Socken"!
    Spätestens, wenn ihr aufsteigt, kommen stärkere Gegner, die es auch im Zweikampfverhalten mit deinen besten Spielerinnen aufnehmen können. Da ist es von Vorteil, wenn man auch schon ein bißchen was anderes trainiert hat.

    Sir Alex
    Du hast natürlich recht, das es Beispiele, z.B. von Bundesliga-Nachwuchsteams gibt, die versuchen bereits am der D-Jugend Talente zu scouten und auszubilden. Doch dies sind Ausnahmen, manchmal auch zeitlich befristete Projekte. Auch sollte man nicht Turniere oder einzelne Spiele "auf Augenhöhe" mit einem Ligabetrieb vergleichen. Bei den Leistungsvereinen hängt es auch immer ein wenig davon ab, wie weit NLZ entfernt liegen und wie gut DFB-Stützpunkte in der Nähe arbeiten.


    Die Bundesligavereine sind die "Formel 1" im Fussball-Geschehen. Dort wird unverzichtbare Entwicklungsarbeit geleistet. Eine "experimentelle Nutzung" von Kinderleistungen darf aber nur unter besonderer Berücksichtigung des sozialen Umfelds geschehen. Sonst sind die Erkenntnisse von geringem Wert.


    Ein Problem des deutschen Fussballs ist sicherlich, das es einen zu hohen Spezialisierungsgrad bei der Trainerarbeit gibt. Denn es ist wichtig, den gesamten Ausbildungsprozeß zu kennen und nicht nur Erfahrungen aus dem unteren, mittleren oder oberen Jugendbereich zu kennen. Wenn du wissen willst, was für Blüten deine Blume einmal tragen wird, dann mußt du dich mitden Wurzeln beschäftigen, denn dort liegen die gesamten Informationen verborgen! In den Niederlanden ist es die Aufgabe eines Trainerteams aus dem gesamten Jugendbereich, sich für die Aufnahme von bestimmten Talenten zu entscheiden. Dementsprechend gibt es dort auch eine deutlich geringere Fluktuation, weil man dort auch bei Leistungsschwankungen als Verursacher die Trainer in Betracht zieht.


    Die D-Jugend Landesliga in den Niederlanden hat sich als nachhaltiges Ausbildungsmodell etabliert, weshalb ich es angeführt habe. Was ich davon halte, ist allerdings eine andere Sache!

    1. Gibt es D-Jugend-Leistungsfussball?
    Für mich gibt es in Deutschland keinen D-Jugend-Leistungsfussball, weil es keine Leistungsstaffeln dafür gibt. Selbst, wenn sich ein Verein ausschließlich aus DFB-Stützpunktspielern bedient, um das Leistungsniveau zu heben, so schwächt er gleichzeitig die Gegner, gegen die er anschließend seine Punktspiele austrägt. Wenn z.B. Nachwuchsteams der Bundesliga ihre D1 in der C-Jugend-Liga anmeldet, so geschieht dies im allgemeinen im Breitensportbereich.
    In den Niederlanden gibt es eine Art Landesliga, in denen sich die Talente "auf Augenhöhe" messen können. Dort wird in der D-Jugend auch 4 - 5 x wöchentlich trainiert. Entsprechend eng sind die Maßstäbe für die Talentselektion. Ob man das allerdings für richtig erachtet, das diese Kinder meist noch fremdgesteuert schon so früh ihr soziales Umfeld verlassen, ist eine andere Sache.


    2. Gibt es Homogene Mannschaften?
    Fachleute mögen immer Qualitätsunterschiede in einer Mannschaft entdecken. Es stellt sich trotzdem die Frage, wie groß müssen die Qualitätsunterschiede sein, um noch von homogenen Teams bzw. nicht mehr homogenen Teams sprechen zu können? Diese Aussage ist nicht möglich, solange es dafür keine Messmehhoden gibt. Auch der DFB hat sich bei der Auswertung seiner Eliteförderung lediglich statistischer Methoden bemüht, um genäherte Aussagen treffen zu können, z.B. wie hoch ist der Prozentsatz an jeweils überdurchschnittlicher Leistung bei bestimmten Übungen. Weil aber schon "König Otto" wußte, das nur "auf dem Platz" wichtig ist (d.h. wie werden die Talentanlagen und die Leistungsförderungen technisch, taktisch kreativ umgesetzt?) läßt sich lange und intensiv über den Nutzen solcher Aussagen über den Nutzen solcher Ausagen streiten! So bleibt die nüchtere Erkenntnis, das es hierbei weder eine vollständig richtige als auch falsche Aussage gibt, solange nicht die beste Mannschaft der Welt mit auf allen Positionen besten Spielern der Welt eine homogene Mannschaft bilden können! Doch selbst diese "fremde Ziel" nützt im Fussball nichts, weil sie schon Zeitpunkt der Zielfestlegung von anderen Spielern anderer Teams überholt werden können. Nur dem kann geholfen werden, der sich mit einer reativen Aussage über einen Momentzustand zufrieden gibt.


    3. Trainerarbeit mit nicht homogenen Mannschaften
    Auf dem Dorf, das sind die Leistungsunterschiede gewaltig, so hört man immer. Trainer leiden teilweise darunter, das sie trotz größter Mühe nicht alle ihrem Leistungsvermögen entsprechend fördern können. Es geht ihnen wohl wie den Dorfschullehrern, die sich mal ärgern und mal freuen können und trotzdem das Ziel nicht aus den Augen verlieren, selbst über die Jahre immer ein Stückchen besser zu werden.


    Erfolge und Mißerfolge beschreiben - und Konsequenzen daraus ziehen:
    Manchmal gelingen aber Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte, ja noch nicht einmal richtig erklären kann. Vor einiger Zeit hatte ich u.a. von einem Projekt berichtet, in der eine B-Jugend-Mannschaft als "Nachrücker" in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Aufgrund zufälliger Gegebenheiten kickt in diesem jetzt ein Großteil mit, die bis zu den Sommerferien noch in der 2. Kreisklasse gespielt hat. Als weiteren Zufall sind dort jetzt 2 sehr erfahrene Trainer aus dem Leistungsbereich am Werk. Binnen kurzer Zeit wurde das ballorientierte Spiel vermittelt und der Anteil an Individual-, Gruppen- und Mannschaftstaktik ist verhältnismäßig groß. Dies ist erforderlich, weil die individuelle Stärke bei vielen Spielern nicht vorhanden ist. Obwohl nur 2 x wöchentlich trainiert wird (die meisten anderen Teams trainieren 3 x) mischt dieses Team die Bezirksliga auf, weil sie taktisch sehr diszipliniert spielt. Es gibt dort keine "Stars", auf dessen Befindlichkeit Rücksicht genommen werden muß. Die Motivation in diesem Team zu kicken und endlich auch mal zeigen zu können, wie gut man Fussballspielen kann (wobei Fussballspielen hier etwas anders definiert ist, als die "Dribbelei"-Schule nach klassischer Art). Daraus können Vereinstrainer doch sehr viel flexibler reagieren, als ein auf Jahre ausgelegtes Trainingskonzept beim DFB.



    Fragen zur Leistungsentwicklung:
    Natürlich stellt dieses Team und diese spezielle Konstellation eine Ausnahme da. Aber es tauchen Fragen auf, warum die meisten anderen Mannschaften, von denen sehr viele Spieler eine zusätzliche DFB-Stützpunktförderung erhielten, nicht (mehr) mithalten können? Wo hoch ist der Anteil an Motivation zu sehen? Wurden dort zu lange falsche Schwerpunkte gesetzt - die "goldenen Lehrjahre" vergeudet, weil zuviel "Dribbeleien" und zuwenig Passspiel trainiert? Oder ist es allein als Trost für diejenigen zu sehen, das man Ausbildungsschritte auch nachholen kann und dort, wo gar nichts geschult wurde, auch nichts Falsches automatisiert wurde?


    Nun noch ein paar Worte zur Leistungsphilosophie:
    Denn, wenn man sich mit der Frage: was ist Leistungsfussball im Jugendbereich auseinandersetzt, dann gilt es sich auch mit den qualitativen Trainingsmethoden auseinandersetzen. Dabei fällt auf, das es nicht allein darauf ankommt, wie häufig man trainiert, sondern was man trainiert! Denn, wenn Training bereits für sehr junge Menschen zur Arbeit wird, findet ein Dropout statt. Es bleibt weniger Zeit zur Regeneration, bleibt weniger Zeit für einen Ausgleich mit Freunden und Famile! Wer als Trainer versucht, nur den nutzbaren Teil für das Fussballspiel bestmöglich zu entwickeln, wird deshalb an Grenzen stoßen, weil es nicht alle Ansprüche und Erwartungen des Individuums zufriedenstellend erfüllen kann. D.h. ein Nutzen entsteht nur dann, wenn er sich auf partnerschaftlicher Vertrauensbasis entwickelt. Unabhängig von der Liga gilt es deshalb jeglichen Leistungsdruck vom jugendlichen Fussballspieler fernzuhalten. Ein guter Trainer ist deshalb auch immer ein guter Coach!

    tobn
    Ja, ich denke ab der C-Jugend könnte man ab Bezirksebene von Leistungsfussball sprechen, weil ab hier nicht mehr nur der Spaß am Fussball, sondern auch der Spaß an der eigenen Leistung eine Rolle spielt.


    Natürlich kann es "Grauzonen" in Übergangsphasen geben, in denen man über geänderte Rahmenbedingungen vom Breitensport in den Leistungsbereich wechseln möchte. Der Leistungsbereich sollte jedoch nicht mit dem Profibereich verwechselt werden. Der Profibereich kann nach einer Ausbildung im Breitensport und im Leistungsbereich erreicht werden. Auf Mischformen zwischen Amateur-, Halbprofi-, und Profistatus soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.


    Wiederholt wurde bemerkt, das nicht der Erfolg (durch Tabellenrang) maßgeblich für die Zugehörigkeit im Leistungsbereich definiert werden kann, sondern die in der jeweiligen Liga die Trainingsintensität und die damit beabsichtigten sportlichen Ziele die Zugehörigkeit zum Breitensport (bis Kreisliga) und zum Leistungssport (ab Bezirksliga) beschreiben.


    Über den sportlichen Wettbewerb, d.h. durch Auf- und Abstieg könnten sich zeitweilige Grauzonen ergeben. D.h. trotz eines Abstiegs wird auf dem gleichen Niveau wie zuvor trainiert, um einen Wiederaufstieg zu schaffen. Grauzonen kann es auch auf Spielerebene geben, wenn z.B. ein Spieler aus Zeitgründen nicht mehr so häufig trainieren kann und deshalb vorübergehend in ein anderes Team des Vereins, welches im Breitensportbereich aktiv ist, wechselt.


    Es ist, wie man schon mitbekommen hat, ein sehr umfassendes Thema, wobei manchmal aufgrund der nahtlosen Übergänge zwischen Breiten- und Leistungsbereich gar keine genaue Klärung möglich ist.

    Das Thema lautet: Was ist Leistungsfussball im Jugendbereich?


    Es ist bereits weitgehend abgearbeitet. Allerdings ist noch die Frage zu klären, ab welchem Alter Leistungsfussball beginnt? Hier wurde bereits die Meinung geäußert, das das wohl in etwa mit 15 Jahren der Fall wäre. Um sich der Begründung zu nähern, erscheint es sinnvoll, sich auch mit dem Fussball im unteren Jugendbereich auseinander zu setzen.


    Zu klären ist dabei, ob ein Leistungsfussball nur eigen- oder auch fremdgesteuert betrieben werden kann?


    Während von der G bis zur E-Jugend die Kinder bemüht sind, die Erwartungen von Erwachsenen (Eltern und Trainern) bestmöglich zu erfüllen, ändert sich dieses Bild in der D-Jugend. Aufgrund zunehmender eigener Einsichten wird schließlich die Gesamtsituation hinterfragt und selbst entschieden, ob man weiterhin Fussball betreiben möchte oder zukünftig mehr Zeit für ein anderes Hobby verwenden möchte. Die Antwort auf diese Frage mag aus den unmittelbaren Rahmenbedingungen beeinflußt sein, letzendlich findet sie jedoch inidividuell statt.


    Erst ab der C-Jugend kann man also davon sprechen, das der junge Mensch auf eigenen Wunsch hin verstärkte Bestrebungen für seinen unternimmt und sich zu diesem Zweck in anderen (Leistungs-)teams ausbilden lassen möchte. Der Traum von einer (Profi-)karriere ist hierbei nichts anderes als Träume von anderen Berufen. Ob die Träumereien irgendwann real werden und ob man sich auch dann noch damit identifiziert, spielt in dieser Phase aber keine Rolle für den Begriff des Leistungsfussballs.


    Es ist schon ein paar Jahre her, als einige osteuropäische und asiatische Staaten beim Turnen oder beim Eiskunstlauf Kinder asu dem unteren Jugendbereich, deren Wachstumsphasen noch längst nicht abgeschlossen waren, ohne Rücksicht auf Spätfolgen in Erwachsenen-Disziplinen an den Start schickten, um mehr Medaillen für das Land zu holen.


    Anhand dieser Beispiele ist zu erkennen, das Leistungssport sowohl eigen- als auch fremdgesteuert funktionieren kann. Betrachtet man jedoch Leistungssport unter interdisziplinären Gesichtspunkten, dann kommt z.B. auch die Ethik ins Spiel, wo Leistungssport ausschließlich eigengesteuert wünschenswert wäre.


    Die Frage, ab welchem Alter unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile die Empfehlung zu geben wäre, das Hobby fortan als Leistungssport zu betreiben, ist individuell. Das kann beim Einen schon in der C-Jugend sein, wenn ein behutsamer Leistungsaufbau gewährleistet ist und beim anderen erst mit 25 Jahren, weil noch kein ausreichendes Selbstbewußtsein vorhanden ist.

    Stefan70


    Natürlich kann ich dir nicht deine Fragen beantworten, weil ich nicht dabei war!


    Wenn du dir ein Feedback von Trainerkollegen einholen möchtest, dann solltest du die Szenen etwas genauer beschreiben. Insbesonders interessieren die Zuhörer auch, ob und wann du erstmals beim Spiel mit welchen Worten (sinngemäß= den Schiedsrichter zurecht gewiesen hast? Meistens schaukelt sich so etwas hoch, denn auch Schiris sind nur Menschen und Laienschiedsrichtern fehlt zu dem die Erfahrung, in solchen Situationen souverän gegenüber jedermann zu handeln.


    Du möchtest ja vermeiden, das dir soetwas nicht noch einmal passiert und erwartest Hilfen hier im Forum?!?