Beiträge von TW-Trainer

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    Günter


    Manchmal kann ja der Glaube wahre Wunder bewirken. Meist aber liegen Ursache und Wirkung eng verbunden an der richtigen Dosierung der Maßnahmen.


    Wer also meint, das seine Kreisklassentruppe nach den Stabi-Übungen plötzlich viel besser Fussball spielt, der irrt! Das wäre genauso, als wenn ich 1 Woche lang zu Deutschlands renoumiertester Brain-Tuning-Bude fahre, mich für 1027,- € Kursgebühr "auf Vordermann bringen" lasse und dann meine, den direkten Durchmarsch von der Kreisliga bis in die Bundesliga machen zu können. Ohne das nötige Fussballwissen, den richtigen Verein und geeignete Spieler wird das nämlich nichts!


    Auch und gerade im unteren Jugendbereich erlebt man Woche für Woche filmreife Szenen auf und am Spielfeldrand. Wer ein gutes Thema für einen lustigen Kinofilm braucht, da kann man sich jede Menge Inspirationen dafür holen!


    Wäre das nicht mal ein tolles Thema, wo doch der Karneval gerade vorbei ist :D ?

    Man hat es hier mit einem "freiwilligen LZ" zu tun, der sich nicht an die DFB-Vorgaben halten muß. Nach außen hin erweckt man jedoch (vermutlich aus Imagegründen) den Eindruck, es würde sich um ein LZ handeln.
    Mich würde einfach nur interessieren, wie ihr die Fragen nach den Rechten und Pflichten des LZ und seiner Talente beantworten würdet?

    Sindi


    Hier lesen auch Neulinge ohne Trainerlizenz mit. Könntest du bitte erläutern, ob du die 4-er Kette bei dir spielen läßt und an kurzen Beispielen taktisch ihr Verhalten beim Abwehr-, Mittelfeld- und Abgriffspressing erläutern?

    Erst mal Danke für die ersten Kommentare!


    Gigt es nach eurer Meinung im LZ Spielerrechte oder haben diese im Sinne des Leistungsgedankens keine Bedeutung?


    Welche Interessen sollten im LZ abgebildet werden?


    Spieler:
    1. Ist das Training oder das Spiel im Leistungszentrum wichtiger?
    2. Ist es dem Leistungsspieler egal wo er am Wochenede spielt?
    3. Braucht der Leistungspieler eine Mannschaftszugehörigkeit? Wenn ja, von welcher Mannschaft?


    LZ:
    1. Soll es vor der Aufnahme im LZ einen Interessensaustausch zwischen LZ und Talent und dessen Trainer oder LZ und Talent und Vereinsvorsitzenden geben?
    2. Spielt es für das LZ eine Rolle, in welcher Liga der Heimatverein seines Talents spielt?
    3. Muß jedes ausgesuchte Talent im LZ in mindestens zweites Spiel eingesetzt werden oder gilt allein die Leistung als Berechtigung für einen Einsatz?
    4. Wie sollte die Entscheidung lauten, wenn ein Spieler in die nächste Jugendaltersklasse kommt? Lieber erst mal für ein Jahr in den Heimatverein zurück oder in einen tiefer spielenden Verein schicken und dann im älteren Jahrgang wieder ins LZ zurück holen? Oder sollte er seiner Leistung entsprechend erst mal auf die Reservebank und dann nach Ausfall von Stammspielern oder entsprechendem Spielergebnis hin und wieder zum Einsatz kommen?


    Beide:
    Gelten für das LZ die gleichen Entscheidungsprämissen, wie bei den Profis?

    @paulwurf


    Du hast die o.g. Aussage deiner 3 Jungs bereits einleuchtend als Blödsinn identiviziert, weil:
    - weil es hin und wieder passiert, das auch der Gegner besonders gut spielt
    - das Leistungsspektrum deiner Mannschaft (D2 = vermutlich viele im jüngeren Jahrgang) mit denen der Altersklasse zu vergleichen ist


    Den o.g. Kommentar hören die Jungs ja jedes Wochenende und sowieso nach verlorenen Länderspielen. Am Ohrläppchen oder an der Nasespitze zupfend darf sich der Zuschauer auf den Standardsatz: "Ich denke, wir haben das und das nicht gut gemacht ..." freuen. Ja toll, zu dieser Erkenntnis ist man doch nicht erst nach Spielschluß gekommen. Da hätte man das Fehlerverhalten doch schon vorher auf dem Platz korrigieren können!


    Da kann ich schon viel mehr mit der Aussage anfangen, das jeder so gut spielt, wie er sich gerade fühlt. Darin eingeschlossen ist die momentane physische und psychische Verfassung, aus der jeder Einzelne sein Bestes gibt. Oder habt ihr schon mal gehört, wie einer zu euch gesagt hat: "Trainer, heute spiele ich aber mal extra schlecht?"


    Wenn es also zur etwas zur nicht erfolgreichen Spielweise zu besprechen gibt, dann nicht nach dem Spiel, sondern beim nächsten Training. Das hat dann auch den Vorteil, das man es gleich üben kann, was noch nicht so gut funktioniert hat! Davon haben die Kinder mehr und davon habt ihr mehr!


    Ich weiß, dazu gehört ein wenig Disziplin, weil man in der emotionsgeladenen Stimmung sich vielleicht den Frust von der Seele sprechen möchte. Das ging diesen 3 Jungs vermutlich ähnlich. Aber es geht im Jugendfussball nicht um die Verteidigung einer Niederlage, sondern um eine systematische und perspektive Ausbildung der euch anvertrauten Kinder. Daraus ergibt sich, das es besser ist, an das Ziel zu Erfolgsprognosen bedurfen ein Konzept, aus denen Ableitungen zu Teilzielen gegeben werden können.


    Das hört sich vielleicht schwer an, ist es aber gar nicht! Wichtig ist zunächst, sich besonnen in solchen Momenten zu verhalten. Denn Hinweise sollten immer zur richtigen Lernphase passen. Ihr habt es mit Kindern zu tun und nicht mit kleinen Erwachsenen!

    Ich finde, die nachfolgende Beschreibung passt sehr gut zum Thema: Wie seriös ist das, weshalb ich nicht ein neues Thema eröffnen wollte!


    Habe unlängst folgende Konstellation mitbekommen:


    1. LZ sucht sich pro Leistungsmannschaft 20 Spieler incl. 3 Keeper aus einem Einzugsgebiet von ca. 60 km-Radius aus.
    2. Weil der Kader besonders groß ist, sollen alle Spieler regelmäßig Spielpraxis bekommen
    3. Weil nicht mehr als 15 Spieler auf einen Berichtsbogen passen, dürfen die nicht eingesetzten Spieler in ihren Heimatvereinen spielen


    Wie steht ihr dazu?

    Wenn Fussball zu den Hass-Sportarten von Müttern zählt, interessiert sie nur eines: ist mein Kind beim Fussball glücklich? Denn welche Mutter möchte nicht das Beste für sein Kind? Was hast du z.B. davon, wenn dir die Mutter zum dritten Mal erzählt, dass das Kind zum Geburtstag der Oma muß? Auch bei den anderen Verhinderungsgründen weißt du häufig nicht, ob es stimmt oder nur eine Ausrede ist! Warum also unnötige Zeit mit solchen Dingen verschwenden? Wer jetzt dabei ist, der ist wichtig!


    Renne also Niemandem hinterher, denn dann gerätst du zwangsläufig in die Rolle eines Bittstellers, der froh sein darf, das jemand bei ihm mitmacht! Oder macht es dir Spaß, vor jedem Spiel nicht sicher zu wissen, ob du eine Mannschaft zusammen bekommst?


    Also drehst du den Spieß um, wenn du das Training und die Spiele für die Kinder so interessant und abwechselungsreich gestaltet, dass jedes Kind unbedingt dabei sein will. So bekommt der Fussball einen sehr hohen Stellenwert. Dadurch entsteht eine Umkehr zwischen Dabeiseinmüssen und Dabeiseinwollen bzw. Dabeiseindürfen. Denn welche Mutter möchte nicht in die strahlenden Augen ihres Kindes blicken?


    Weil mir nur der Fussball gefällt, der mir als Trainer Spaß bereitet, möchte ich, das die Kinder diese Freude mit mir teilen. Allein das ist doch schon Grund genug, sich mit den schönen Dingen des Fussballs ausgiebig zu beschäftigen, findet ihr nicht? Denn dann gewinnt man immer!

    Zodiak


    Was für den Einen unerlässlich ist, kann für den anderen nahezu nutzlos sein.
    Gerade jetzt sieht man sie wieder, die Herren aus der Bolzplatzliga, wie sie vor der "Muckibude" parken! Selbstverständlich im richtigen Muskeldress, man weiß doch, auf was es ankommt! Denn was die Profis können, das können die "Dorfbundesligaspieler" schon lange! Da wird jedes Folterinstrument genußvoll ausprobiert, bis die Schwarte kracht!


    Alles hat seine Grenzen:
    Als Timm Wiese zu Werder Bremen wechselte, war seine Körpermuskulatur nahezu perfekt aufgebaut. Dennoch war er ständig verletzt, bis er den Rat eines Fachmann bekam, doch zunächst einmal die überschüssige Muskelmasse abzubauen.


    Trainingszeit kann man nur einmal verplanen
    Wie heißt noch grad die Sportart, für die man sich verbessern möchte? Richtig, der Fussball ist`s! Ja, gibt es denn keine Trainingsübungen, mit denen man Kraft und Schnellingkeit trainieren kann, sich vor Muskelverletzungen schützt und gleichzeitig seine Fähigkeiten in der Technik und Taktik verbessert? Natürlich gibts die massenweise! Wer aber zusätzlich noch etwas machen möchte: wie wäre es mit Wohnung/Haus aufräumen, Holz hacken, zu Fuss einkaufen gehen, usw.? Da hat man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Der Japaner sagt: warum müßt ihr Deutschen immer sitzen oder stehen, bewegt euch doch einfach! Aber halt: was wird dann aus dem Fitness-Gewerbe und der Sportbekleidungsindustrie :thumbup: ?

    @paulwurf


    Du hast die o.g. Aussage deiner 3 Jungs bereits einleuchtend als Blödsinn identiviziert, weil:
    - weil es hin und wieder passiert, das auch der Gegner besonders gut spielt
    - das Leistungsspektrum deiner Mannschaft (D2 = vermutlich viele im jüngeren Jahrgang) mit denen der Altersklasse zu vergleichen ist


    Den o.g. Kommentar hören die Jungs ja jedes Wochenende und sowieso nach verlorenen Länderspielen. Am Ohrläppchen oder an der Nasespitze zupfend darf sich der Zuschauer auf den Standardsatz: "Ich denke, wir haben das und das nicht gut gemacht ..." freuen. Ja toll, zu dieser Erkenntnis ist man doch nicht erst nach Spielschluß gekommen. Da hätte man das Fehlerverhalten doch schon vorher auf dem Platz korrigieren können!


    Da kann ich schon viel mehr mit der Aussage anfangen, das jeder so gut spielt, wie er sich gerade fühlt. Darin eingeschlossen ist die momentane physische und psychische Verfassung, aus der jeder Einzelne sein Bestes gibt. Oder habt ihr schon mal gehört, wie einer zu euch gesagt hat: "Trainer, heute spiele ich aber mal extra schlecht?"


    Wenn es also zur etwas zur nicht erfolgreichen Spielweise zu besprechen gibt, dann nicht nach dem Spiel, sondern beim nächsten Training. Das hat dann auch den Vorteil, das man es gleich üben kann, was noch nicht so gut funktioniert hat! Davon haben die Kinder mehr und davon habt ihr mehr!


    Ich weiß, dazu gehört ein wenig Disziplin, weil man in der emotionsgeladenen Stimmung sich vielleicht den Frust von der Seele sprechen möchte. Das ging diesen 3 Jungs vermutlich ähnlich. Aber es geht im Jugendfussball nicht um die Verteidigung einer Niederlage, sondern um eine systematische und perspektive Ausbildung der euch anvertrauten Kinder. Daraus ergibt sich, das es besser ist, an das Ziel zu Erfolgsprognosen bedurfen ein Konzept, aus denen Ableitungen zu Teilzielen gegeben werden können.


    Das hört sich vielleicht schwer an, ist es aber gar nicht! Wichtig ist zunächst, sich besonnen in solchen Momenten zu verhalten. Denn Hinweise sollten immer zur richtigen Lernphase passen. Ihr habt es mit Kindern zu tun und nicht mit kleinen Erwachsenen!

    Germancoach


    Diese Übung ist ein prima Vorschlag. Quasi ein Selbstläufer, weil man als Trainer sehr wenig eingreifen muß! Auch kann man die meist nicht genau vorhersehbare Anzahl der Spieler gut einbinden. Weil aber die Ansprüche der Ausbilder Landesliga-Niveau haben sollen, werden die sich nicht damit zufrieden geben, das der Proband das Ganze in Ruhe von außen anschauen kann. D.h. man erwartet noch andere Varianten!
    A. Vorschläge bei Defensiv-Pressing
    1. Variante: Balleroberung im Defensivzentrum, Spielaufbau über Pass nach außen (auf AV oder Außenbahnspieler)
    2. Variante: Balleroberung über Außenbahn im Defensivbereich, Spielaufbau mit Spielverlagerung über 4-er Kette


    B. Vorschlag bei Mittelfeld- oder Offensiv-Pressing
    3. Variante: Balleroberung über 10-er oder offensiven 6-er bei gegnerischem Spielaufbau,
    3.1. Pass auf Außenbahnspieler
    3.2. Pass auf Mittelstürmer


    Zur Unterstützung des Lerneffekts in der Übungsform kann man die beiden Außenbahnen mit Hütchen abtrennen und mit je 1 Spieler besetzen.


    In Richtung spielnahes Training läßt sich gut argumentieren, nach Balleroberung das Spiel zunächst breit zu machen, um rasch Platz für den Angriff zu schaffen. Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff heißt: unverzüglich nach Balleroberung mit möglichst wenig Pässen, bei sicheren Lauf- und Passwegen zum Torabschluß kommen.

    Zodiak


    Ob jetzt die Kinder oder Eltern die Entscheidung darüber treffen, wer ihre Kohle bekommt, spielt letzendlich nur dann eine Rolle, wenn du es einzig auf das Geld abgesehen hättest.


    Sei froh, dass es so gekommen ist und ärgere dich nicht! Fussballschulen kennen sich aus im dem Spagat zwischen vermeintlich sportlichen Leistungen für die Eltern und Kinderanimationsspaß! Hier geht es darum, jedem das zu erzählen, was er gerne hören will. Das hätte sich mit deinen Vorstellungen über den Spaß am Fussball widersprochen, bis du eines Tages im Spiegel den "Zodiak" nicht mehr erkannt hättest, weil du dich für eine Sache verkauft hättest, mit denen du andere Inhalte verknüpft hast.


    Dass die Fussballschule versucht hat, dich "einzukaufen", liegt doch auf der Hand. Denn dadurch hätte man sich des einzigen Mitbewerbers, der evl. den Preis gedrückt hätte, entledigt. Aber jetzt hat es ja auch ohne dich geklappt.


    Du hättest mit Sicherheit "das Rennen gemacht", wenn du ein berühmter Trainer oder Spieler gewesen wärst. Denn dann hätte man sich für sein Hänschen ein Idol geholt, das später den Ruhm der Eltern mehrt, weil es vom Hans persönlich quasi per "genetischer Talentübertragung" alles gelernt hat.

    Chriggi


    Die Auflösung deines Teamproblems besteht im falschen Verständnis der Positionsaufgaben. Im modernen Fussball gibt es nicht mehr die Aufteilung nach rein defensiven oder ausschließlich offensiven Aufgaben. Auf ein Angreifer hat defensive Aufgaben (z.B. Nachsetzen bei Ballverlust, Zustellen des Passweges zur Verhinderung des gegnerischen Spielaufbaus) und jeder Verteidiger hat offensive Aufgaben (z.B. Einschalten in den Angriff durch Hinterlaufen des Außenbahnspielers).


    Sehr gut bewährt hat sich zur Gewöhnung an unterschiedliche Aufgaben das 4 : 4 Spiel. Über sich rasch ändernde Situationen und einer hohen Anzahl an Ballkontakten erlernen die Spieler in der Offensive den Vorteil ihrer Mannschaft, wenn sie sich auch in die Defensivaktionen einschalten als auch die Defensiv-Spieler, wenn sie die Offensivbemühungen ihrer Angreifer unterstützen.


    Ansonsten gibt es hier im Forum, im Internet oder im Fachbuchbereich jede Menge gute Trainer-Unterstützung, die dich aus der Notlage befreien, unliebsame Defensiv-Positionen vergeben zu müssen, sondern alle Spielern deines Teams Spaß an sämtlichen Positionen zu vermitteln.

    Das Foul selbst ist unabhängig vom Ort zu werten! Wenn also eine Mannschaft wegen groben Fouls einen Spieler verliert und aufgrund der Mannschaftsunterzahl verliert, ist dies eine indirekte Auswirkung auf das Foul. Bei einem verwandelten Elfmeter und gleichzeitiger Hinausstellung eines Spieler wäre es eine direkte Auswirkung auf das Foul.


    Wenngleich gerade im Profi-Fussball die Qualität der Schiedsrichter besser geworden ist (weil man ihnen auch per Zeitlupe auf die Finger schaut), wäre mir eine klarere Auslegung der Folgen eines Strafraumfouls lieber. Nach meinem Empfinden wird hier immer noch zu leicht auf den Elfmeterpunkt gezeigt, weshalb Angreifer hin und wieder auch bei Schwalben erfolgreich sind.


    Auch beim Platzverweis (wie vor kurzem beim Spiel: BVB ./. HSV) muß man sich die Frage stellen, wäre dieser Spieler auch dann so hart bestraft worden, wenn nicht ein weiterer Gegenspieler "Theater gemacht" hätte?


    Natürlich bemerken die Spieler sofort, wenn Regeln von den Schiedsrichtern "großzügiger" ausgelegt werden und die Verfügung, mit Nachdruck für eine Schwächung des Gegners zu kämpfen, wird umso größer.


    Hier braucht es aber keine anderen Regeln, sondern eine bessere Einschränkung und engere Auslegung der vorhandenen Regeln.

    Steini


    Bezogen auf die Userfrage hier mal folgende Passage aus dem NFV-Forum " .... ich arbeitete knapp 4 Monate als kostenfreier Jugendtrainer einer "Zweiten", natürlich auf Vertrauensbasis, ohne "Vertrag". In der Zeit betreute ich bei allen Punktspielen das Team alleinverantwortlich u. erledigte sogar noch jeden Montag allein das Training für den Trainer der Ersten mit, der kein Fußballer war u. einiges an Technik, Taktik u.ä. verkehrt beibrachte. Als ich dies verändern wollte u. zudem der chaotisch konzeptlosen Jugendarbeit etwas einheitliche Struktur o. Qualität zu verleihen helfen wollte, wurde dafür von JL u. Kollegen gleich abgesägt, wo ich nur ein Vermittlungsgespräch erbeten hatte (O-Ton des JL zur angebotenen Konzeptpräsentation: auf so etwas habe ich "keine Lust")... "


    @Minikickerfußball Spielbetrieb einstellen?


    Nachdem es eine Reihe von Meinungsäußerungen dazu gab, bleibt festzustellen, dass die Kinder gerne spielen, aber die Eltern sich dabei teilweise daneben benehmen. Weil man aber in der Halle keine räumliche Trennung vornehmen, scheint es nur ein paar Möglichkeiten zu geben:


    1. jeder Verein bzw. Trainer dieses Vereins ist für die Elternschaft verantwortlich. Wird er selbst darauf aufmerksam oder darauf aufmerksam gemacht, dass sich Eltern aus seinem Team daneben benehmen,
    muß er unverzüglich (also ohne Verzögerung) handeln. Es liegt zunächst am Verein, inwieweit es die Eltern auf ihre Rechte und Pflichten hinweißt!


    2. reagiert der Trainer nicht und/oder trifft er keine geeigneten Maßnahmen, durch die die Fairness-Regeln und Regeln des gegenseitigen Respekts wieder aufgenommen werden, sollte eine Disqualifikation
    ausgesprochen werden. Die Frage, ob dies öffentlich oder zwischen der Turnierleitung und dem entsprechenden Trainer bekannt gemacht wird, sei mal dahingestellt.


    Bei einer öffentlichen Disqualifikation dürfte die Wirkung jedoch größer sein, da sich Eltern unterschiedlicher Vereine kennen (z.B. Arbeitskollegen) und so ein deutlich größerer Druck auf die Vereine lastet, hier rasch aktiv zu werden. Weil jedoch Kinder dieses Alters bereits ein gut ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden besitzen, dürfte die Eltern der bestraften Mannschaft in Argumentationsnotstand geraten, diese Sache ihrem fragenden Kind zu erklären.


    Wenn man überhaupt eine Antwort auf die Eingangsfrage bezüglich der Einstellung eines Spielbetriebs im Minikickerfussball geben kann, dann denn, dass die Kinder bereits einen Spielbetrieb nach einfachsten Regeln gewährleisten können, ihre Eltern jedoch manchmal noch in den "Fussball-Vorschulkindergarten" müssen.

    Follkao


    Wenn es um die Klärung von Sachfragen geht, melden sich die Experten für den jeweiligen Themenbereich zu Wort.


    Wenn es jedoch um die persönliche Wahrnehmung rund um den Fussball geht, sollten unterschiedliche Usermeinungen einen Eindruck für die interessierten Leser verschaffen. Hier wäre die Wahrnehmung des NFV-Experten ja lediglich eine weitere Meinung, die das Bild abrunden, aber auch in eine bestimmte Richtung verändern kann. Ein ähnliches Verhalten wirst du feststellen, wenn es um Punkte geht, wo der Verband lediglich Empfehlungen gibt und die Kreise in Eigenverantwortung Regelungen treffen.


    Es kann auch nicht Aufgabe eines Forum-Moderators sein, zu jedem Thema seinen Senf abzugeben. Das macht Uwe hier auch nicht, sonst bekäme er vermutlich gar keinen Schlaf!

    Steini


    Du hast nicht ganz Unrecht mit deiner Bemerkung über das NFV-Forum. Aber was sollten die denn beim alten Forum machen, wenn dort ein User seitenlang über Zustände berichtet, die außer ihm scheinbar niemand kennt? Das neue Forum sollte mehr Sachlichkeit bringen.


    Die Verantwortlichen sollten allein die sportliche Fairness und den gegenseitigen Respekt in den Vordergrund stellen, so dass letzendlich alle Beteiligte erhobenen Hauptes als Sieger hervorgehen können. Die Abschaffung von Punktregeln ist ein Hilfsmittel, aber die FPL sind m.E. besser geeignet.


    Wenn man sich aber derzeit das Gebrülle bei den Hallenturnieren anhört, dann sollte man auch hier über ein paar einfache Regeln nachdenken. Z.B. Trainer und Eltern über "Verhaltenskontext" (Lob und Applaus erwünscht, Hineinrufen verboten) informieren. Wer durch sein Verhalten dagegen verstößt, darf unverzüglich seine Sachen packen. Damit keine Mißverständnisse aufkommen, wird per Hallenlautsprecher kurz über die Disqualifikation informiert.

    Günter


    Es gibt einige Beispiele, in denen Sportler sogar in 2 Disziplinen erfolgreich Leistungssport betrieben haben. Ich meine Patrick Owomojela (Ex-Nationalspieler) spielte bis zur Regionalliga noch parallel Handball.


    Stell dir mal vor, soetwas wäre verboten! Dann müßten wir Wintersportarten, wie die "nordische Kombination" und Biatlon und dem 7 oder 10-Kampf bei den Sommerspielen verzichten!


    Soetwas kann doch wohl kein von Vernunft geprägter Mensch mit Sportsgeist wollen oder?

    Das Bambini-Fussballspiel läßt sich im wesentlichen in folgenden Punkten beschreiben:


    1. Das Bambini-Fussball bieten sich nur solche Regeln an, die diese Kinder auch verstehen.


    2. Die Mannschaftsgröße und Spielfeldgröße sollte so gewählt werden, dass möglichst viele Ballkontakte entstehen.


    3. Spielergebnisse sind unwichtig, weil diese Kinder jede Aktion für sich als ein Erlebnis wahrnehmen.


    4. Alle Kinder dieser Altersgruppe wollen viel und sofort gelobt werden! Alsodarf es auch keine Verlierer, sondern nur Gewinner geben!

    Auch der DFB scheint dahinter gekommen zu sein, dass der Fussball nur dann neue begeisterte Fans findet, wenn sie Alle von Anfang an auf dem Sportgelände gut benehmen.


    Es ist gut zu wissen, dass es unter günstigen Bedingungen auch ohne FPL funktionieren kann. Aber auch dort tritt keine Verschlechterung für die Rahmenbedingungen der Kinder ein, wenn die FPL bundesweit eingeführt wird.

    Stefan70


    Egal, wie du es anstellst, eine optimale Regelung für den Spieleinsatz gibt es bei einem so großen Kader nicht! Denn neben den von dir bereits angeführten sportlichen Grund (Zweitspielrecht) können vermutlich die meisten Eltern Gründe (z.B. mehrere Kinder müssen für Freizeitaktivitäten gefahren werden) anführen, wonach Sonderregelungen greifen sollen.


    Deshalb habe ich auch von vorübergehender Regelung gesprochen, bis sich die Mannschaftsgröße (z.B. durch Aufteilung in 2 Mannschaften) im üblichen Rahmen verändert hat.


    Allerdings sprichst du einen speziellen Punkt (Mädchen in Jungenmannschaft mit Zweitspielrecht) an, der eigentlich separat gehändelt werden müßte. Wer sich dafür entscheidet, der muß zunächst einmal mit einem erhöhten Zeitaufwand für Training und Spiel rechnen. Inwieweit das Training mit den Jungen oder den Mädchen eine bessere Unterstützung ist, kann nur individuell im Zusammenwirken beider Trainer und Vereine gemeinsam mit Kind und Eltern entschieden werden. Im unteren Jugendbereich würde ich mit dieser Zweitspielregelung besonders sorgsam umgehen, damit es nicht in der D-Jugend den "Drop-Out-Effekt" gibt, wo das Kind den Spaß am Fussball deshalb verloren hat.