Beiträge von TW-Trainer

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    @Fussballbaron


    Wenn das so ist, wie du schreibst, dann gibts im Land des 3-maligen Fussballweltmeisters fast nur noch "Ponyhof" und wir gehen düsteren Zeiten entgegen, weil nur noch in ein paar bayrischen Orten richtigen Fussball für die 6 - 8 Jährigen gespielt wird! Obwohl wir durchaus die Verdienste des Fussballs in unseren Nachbarländern anerkennen! Aber ganz so blöd sind wir hier auch nicht, das wir blindlinks in unser Verderben rennen und den Kindern zu spät das Fussballspielen beibringen. Aber vielleicht hast du es nur noch nicht verstanden? Es ist lediglich ein Unterschied in der Methode, den Fussball kindgerecht zu vermitteln!

    Germancoach


    Nun komm mal wieder runter! An welcher Stelle habe ich gesagt, das ich die Bambini-Übungen von "Fussballbaron" für altersgerecht halte? In einer späteren Altersphase passen die beschriebenen Übungen sehrwohl! Aber ich sehe genügend anderen Unfug, den meist unbedarfte Trainer mit Kindern dieser Altersstufe veranstalten. Im Bambinialter sollte noch kein fussballspezifisches Training gemacht werden, sondern lediglich koordinative Fähigkeiten spielerisch eingebunden erworben werden. Leider klettern die Kinder heutzutage nicht erst auf Bäume, sondern erlernen zunächst die Fernbedienung aller Elektronikgeräte im Haushalt! Deshalb besteht zunächst einmal Nachholbedarf!
    Erst im älteren Bambini-Jahrgang lassen sich hier und da einfachsten Übungen mit dem Ball ins Training einflechten. In dieser Altersstufe hat das freie Spiel Vorrang vor Positionszwängen! Fussball soll den Kindern Spaß machen und nicht als Leistungsdressur empfunden werden. An anderer Stelle habe ich es noch deutlicher beschrieben, als dass jeglicher Leistungszwang innerhalb der Jugend kontraproduktiv ist, weil es freiwillig viel einfacher geht. Denn wer Spaß am Fussball hat, ein grundweg positives Feedback von seinen Trainern bekommt, der kann auch Spaß an seiner Leistung finden. Wird ihm der Spaß am Fussball genommen, so wird er nie erfahren, zu welchen Leistungen er jemals fähig gewesen wäre! Die Zeiten, in denen man meinte, mit Pingeligkeit an allem etwas auszusetzen zu haben, kommt bei den Kids nicht mehr an! Die Kinder sollen selbständiger werden, also müssen wir sie darin auch bestärken! Dazu zählt es, ihnen den Mut zum Risiko zu geben, der Fehler enthält, aus denen sie lernen können. Aber das dürfte eher dein Fachgebiet sein oder?


    Mein Denkanstoß (Betriebsblindheit) ging vielmehr in die Richtung, dass wir Trainer meist zu sehr auf eine Altersgruppe spezialisiert sind und dann meinen, möglichst schnell die gewünschten Erfolge (in Form von Siegen und Meisterschaften) feiern zu müssen. Doch das ist nicht unsere Aufgabe. Sie besteht von Anfang an in einer chancengleichen altersgerechten, systematischen und abwechselungsreichen Ausbildung. Die fängt nun einmal bei den meisten Kindern im Bambini-Alter an! Insofern kann jeder etwas für sich mitnehmen, denn wenn man den Anfang nicht kennt, ist es schwer die Ziele der Jugendausbildung zu beschreiben!

    Folgendes Wochenprogramm bietet sich an :


    montags: Bodybuilding in der Mutter-Kindgruppe
    dienstags: Videoanalyse des letzten Punktspiels, ggf. Strafarbeit, z.B. 1000 x den Satz schreiben: "Ich darf nicht verlieren, um meinen Trainer und die Eltern nicht zu enttäuschen" und anschließendes Straftraining
    mittwochs: Bullenreiten als Alternativ-Sportart
    donnerstags: Halbmarathon zwecks Konditionsverbesserung
    freitags: Speed-Dating mit den Mädels, weil am Wochenende sovieso wieder sportlich nichts läuft


    Isses so recht :D ?

    Wer etwas für sich mitnehmen möchte, sollte zunächst einmal offen für Neues sein! Wer etwas Neues hat, sollte auch die Meinung der traditionellen Methoden respektieren! Fast immer macht es die gute Mischung aus gesicherten nund neuen Erkenntnissen, denn Stillstand bedeutet auch im Fussball Rückschritt!


    Ich denke, es ist auch in vielen anderen Diskussionen über den Fussball deutlich herausgearbeitet worden, dass Methoden des Leistungssports nicht 1 : 1 für den Breitensport zu übertragen sind, weil dahinter unterschiedliche Ziele definiert werden. Dennoch gibt es einen "Graubereich", in denen Erfahrungen aus dem Leistungsbereich für den Breitensport wertvoll sind!


    Der Leistungsbereich hat die Aufgabe und die Verantwortung dafür, Neues auszuprobieren! Selbstverständlich gewinnt man auch hier wichtige Erkenntnisse aus Irrtümern, wenn man mit guten Kontrollmechanismen analysiert! Wenn Neues favorisiert und gleichzeitig für deren Kontrolle verantwortlich, dann macht man den Bock zum Gärtner! Daran mußte ich denken, als die liberale Denkweise der Japaner beschrieben wurde, die auf der einen Seite immer neue Ideen hervorbringt und auf der anderen Seite die Probleme aus Fukushima immer noch nicht realsisiert hat! Aber das nur Nebenbei, weil Erfolge auch immer in einem geeigneten Rahmen betrachtet werden sollten.


    Wer aber die Beiträge von "Fussballbaron" genauer liest, der wird auch Wissen für sich mitnehmen können! Denn er spricht hier von Erfahrungen, die die reine Altersgewichtung bei der Leistungseinteilung, überlagern können. Natürlich ist es schwierig hier zwischen 4 und 6-jährigen Kindern für uns Erwachsene klare Unterschiedsmerkmale für den Fussball herausfiltern zu können. Dennoch gebe ich ihm recht, dass der unterschiedliche Erfahrungsreichtum im Fussball eine vielfach unbedachten Einfluß hat.


    Wer nicht Fussball spielt, der kann es auch nicht lernen. Genau deshalb bietet auch der Fussball die besten Beispiele für Übungen! Am Beispiel des RAE-Effekts, der auch mitlerweile nachgewiesen werden kann, konnte verdeutlicht werden, dass man mit den Kindern, die in den ersten Monaten eines Jahres geboren wurden, aufgrund ihres physischen und psychischen Vorteils gegenüber den Spätgeborenen des Jahres zwar kurzfristig mehr Erfolg hat, das Geburtsdatum aber in einer späteren Phase keine Rolle mehr spielt, weil sich diese Vorteile mehr und mehr ausgleichen, bis sie im Seniorenbereich schließlich keine Rolle mehr spielen!


    Wenn man aber zu der Erkenntnis gelangt ist, dass die Erfahrung jeweils in einem Zeitfenster zu betrachten ist, dann sollte man die reine Alteszuordnung über den gesamten Jugendzeitraum überdenken! Denn wenn der eine Spaß daran hat, nahezu jeden Tag Fussball zu spielen, während der Andere mehr als 1 - 2 mal Training pro Woche nicht verträgt, dann ist die momentane Altersklassenbestimmung doch nicht opitmal! Warum soll man einen "Gelegenheitskicker" mit B-Jugend-Alter nicht in der C-Jugend spielen lassen? Und warum geht es nicht, dass ein Jugendlicher gleichzeitig in der C und B-Jugend spielt? Leider wird diese Erfahrungseinstufung im heutigen Fussball im Breiten- wie im Leistungsbereich ausschließlich aus der Vereinsbrille in Richtung einer Ergebnisbeeinflussung betrachtet, nicht zuwenig aus der Sicht der Fussballspieler! (Aber illegal findet es trotzdem Woche für Woche beim Manipulieren der Spielberichtsbögen mit Wissen der Vereinsverantwortlichen statt.) Wäre es nicht Zeit, die Erkenntnisse an die Realität anzupassen?


    Zu viel und zu lange Fussball macht leicht betriebsblind! Deshalb auch mein Appell an die "Experten", laßt auch mal neue Gedanken auf euch wirken, anstatt das Abnorme sofort als Teufelswerk abzutun! Für Neues offen zu sein, hilft Altes bei Zeiten über Bord zu werfen. "Fussballbaron" mag ja in der Form seiner Darstellung polarisieren, aber in allem hat er gewiss nicht unrecht!

    @Xedo


    Das Geschnattere gibt es auch bei den Mädchen! Zwar wird dann immer vorgegeben, die Übung müsse anders laufen, aber im Kern gehts immer wieder darum, das Ausreden dafür gesucht werden, warum sie eine technisch etwas anspruchsvollere Übung nicht hinbekommen.


    Einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Training bei den Jungen und Mädchen gibt es schon! Während die Jungs gleich mit Volldampf zu Sache gehen, dann aber kontinuierlich mit der Ermüdung ihre Konzentrationsfähigkeit nachläßt, halten sich die Mädels erst einmal zurück und entwickeln nach und nach den Mut, Neues auf Trainergeheiß auszuprobieren.


    Deshalb ein Tipp für dich:


    Mach die technisch anspruchvollen Übungen sofort nach dem Warmmachen! Dann ist das Interesse und die Konzentration am höchsten! Achte auf die gute Ausführung und lege dann eine Pause ein, wenn du das Gefühl hast, das die Jungs es nicht mehr so gut hinbekommen. Dann kann es gelingen, dass dein Geduhlsfaden für Diskussionen innerhalb der Mannschaft nicht überstrapaziert wird.


    Viel Glück dabei!

    @Uwe


    Verstehe ich nicht! Habe ich gesagt, es hätten Vorgänger-Trainer 4-Jährigen etwas Falsches beigebracht? Ich denke mal von dem wenigen, was bereits bei 4-Jährigen hängen bleibt, ist nach 10 Jahren (also in der C-Jugend) nichts mehr vorhanden ist. Da kannst du noch nicht so viel falsch machen. Aber in späteren Jahren kann man als Trainer durchaus viel falsch machen, wenn man`s selbst nicht besser weiß!


    Deshalb habe ich vom Jugendfussball insgesamt gesprochen und die Aussage getroffen, dass im unteren Jugendbereich (Bambini bis D-Jugend) unzureichende Fähigkeiten vermittelt werden und teilweise auch etwas Falsches beigebracht wird!


    Im Eingangsthread beschwert sich ein Trainerkollege, warum seine Jungs nicht ordentlich gegen den Ball treten und ihm seinen Spaß verderben! Der Mann braucht doch Hilfe oder nicht? Da erachte ich den Hinweis schon richtig, erst einmal mit dem "Einmaleins" des Fussballs zu beginnen (1 + 1 = 2) als hilfreich!


    Mag sein, das mir der Rundumschlag um die Unzulänglichkeiten des deutschen Jugendfussballs nicht gut gelungen ist! Ich wollte lediglich aufzeigen, dass wir Trainer uns erst mal ein die eigene Nase fassen sollten, statt mit dem Zeigefinger auf Bambinies, die gerade erst mit dem Fussball anfangen und deshalb im besonderen Maße von guter Trainerarbeit profitieren! Ich denke, den Wink mit dem Zaunpfahl dürfte doch jeder verstehen oder?

    Eigentlich war dieser Thread ja damit gestartet, was ein "Fortgeschrittener" Bambini-Trainer beim Erreichen des vorletzten Turnierplatzes auf der "Pressekonferenz" sagt!


    Nun ist das Thema "ein wenig breiter" diskutiert wurden, wofür ich sehr dankbar bin. Insbesondere war ich von einigen Beiträgen von "Fussballbaron" besonders angetan, der sich sehr viel Mühe gemacht hat, das Konzept seines Vereins transparent zu beschreiben. Leider wurde rund um die 1,6 % Erfolgsquote pro Jahrgang vergessen, über die Ziele des Jugendfussballs zu sprechen. Denn hier gilt es zwischen Breiten- und Leistungssport zu unterscheiden.


    Bei sehr vielen Trainern findet früh eine Spezialisierung (auf eine Altersgruppe oder dem männlichen bzw. weiblichen Fussball) statt, weshalb hier das Jahrgangsziel, nicht aber das Gesamtziel einer umfangreichen Ausbildung während der Jugendzeit im Fokus steht. Auch der DFB beschreibt dieses Ziel sehr wage, indem es von einem möglichst langen Spaß am Fussball spricht! Erst in jüngster Zeit traut man sich, die inhaltlichen Ziele der Jugendarbeit über die jeweiligen Nationalteams hinaus auch für den Breitensport zu präsentieren.


    Gerade deshalb empfinde ich den Hinweis: warum zunächst falsche Dinge (nur wegen der Erfahrung) im Training zulassen, statt ihnen sofort das Richtige zu vermitteln besonders wichtig! In der Schule lernen die Kinder ja auch gleich die korrekte Schreibung der Worte. Und es wird auch nicht gesagt, dass das Ergebnis von 1 + 1 irgendwas zwischen 1,5 und 2,5 ist, sondern nur die 2 als Ergebnis richtig ist!


    ich denke, jeder Verein hat das Ziel, die Qualität seines Jugendfussballs zu verbessern! Gerade im unteren Jugendbereich wird leider vielfach wertvolle Zeit vergeudet, weil die Kinder entweder zu wenig oder sogar Falsches erlernen. Es ist eine gute Idee, sich doch einmal ein paar Stunden das Training unterschiedlicher Teams in einem LZ anzuschauen! Natürlich sieht es dort einfacher aus, weil diese Kinder bereits mehr als doppelt so viele Trainingsstunden wie in euren Dorfvereinen auf dem Platz verbracht haben! Aber darum geht es gar nicht! Es geht darum, euer Training daraufhin zu hinterfragen und eurer Training interessanter zu gestalten!


    Schon seit einigen Jahren rede ich davon, dass wir in Deutschland mit unserer bisherigen Konzeptlosigkeit (bei der Talentsuche die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen) eine Talentvergeudung betreiben, weil bei uns ein qualitativer Leistungszuwachs vielfach über die aktive Abwerbung von Talenten aus anderen Vereinen betrieben wird! Hier sind uns die Schweizer, Österreicher und auch Niederländer weit vorraus, die erkannt haben, dass nur eine ganzheitliche Ausbildung über den gesamten Jugendzeitraum eine optimale Ausbildung garantiert! Schon längst kämpfen deren Nationalteams auf Augenhöhe gegen unsere Nationalmannschaft! Es wäre töricht und arrogant ihnen nicht zuzuhören!


    Leider erlebe ich in den letzten Jahren einen Rückgang an Fähigkeiten im unteren Jugendfussball! Ohne einen Umdenkprozeß wird sich dieser Prozeß fortsetzen! Gerade aus den Exzessen überehrgeiziger Trainer und Eltern haben wir gelernt, das nicht Spielergebnisse die Basisfähigkeiten sicherstellen, sondern eine altersgerechte, konzeptionelle Ausrichtung über den gesamten Jugendbereich. Kinder sind hierzulande viel zu sehr die Profilopfer von Werbekampagnen für ungenutzte Käuferschichten geworden. Wer interessiert sich denn wirklich dafür, wieviel Zeit es braucht, ihnen die wirklich wichtigen Dingen beizubringen? Vielfach werden sie von einem in den nächsten Kurs abgeschoben. So, wie auch in den Fussballverein!


    Unsere Kinder haben einen Anspruch auf eine bestmögliche Ausbildung. Es handelt sich hier um eine interdiszilinäre Aufgabe, die sich Eltern, Schule, Vereine und Trainer teilen. Doch leider schnürt nicht jeder erst einmal sein eigenes Säckchen, sondern schaut, was der Andere falsch gemacht haben könnte!


    @Fussballbaron


    In diesem Forum darf es mehr als eine Meinung geben und deshalb glaube ich, hast du hoffentlich noch lange nicht "fertig"!

    crow


    Du sagst, dein Sohn spielt in einem LZ! Selbstverständlich werden in einem Vereins-LZ noch keine F-Jugendlichen nach den Maßstäben der späteren U 14, u 15 ... geführt! Dennoch hat das Vereins-LZ einen Ruf zu verleren!


    Deshalb verstehe ich manches nicht::
    1. Der LZ-Verein sucht sich Trainer aus, die weder über eine Trainerlizenz noch erfolgreiche Erfahrungen verfügt?
    2. Der LZ-Verein zahlt nicht die Trainerlizenz, obwohl es normalerweise ein großes Intereresse daran hat, gute Trainer mittelfristig zu binden?


    Das paßt einfach nicht!


    Denn es schauen sowohl beim Training und den Spielen im LZ genügend Fachleute zu! Und sei es nur, weil man gerade auf dem Weg zu seinem eigenen Team ist und noch ein paar Minuten zeit hat. Auch kommt es gerade in solchen Vereinen vor, dass Kinder von Ex-Profis ihre ersten Schritte im Fussball machen. Diesen Eltern fällt doch sofort auf, wenn da einer an der Seitenlinie steht, der ganz offensichtlich fehlendes Fachwissen durch maximalen Lautstärke in der Trainerkehle auszugleichen versucht!


    Sollte es jemand auffallen, das ein Trainer sich nicht ans Nachwuchskonzept des Vereins mit LZ-Abteilung hält, dann ist der schneller draußen, als ihm lieb ist. Man will sich doch nicht zum Gespött der (Fach)-leute machen!


    Zwar kann man bei 8-Jährigen bereits bestimmte Anlagen erkennen, dennoch ist eine Postionsrotation zwecks Vermittlung von Grundkenntnissen im unteren Jugendfussball unerlässlich.


    Um es mal in die Kurzform zu bringen: Einen guten Heimattrainer erkennst du daran, das der Spieler auf seiner Lieblingsposition sehr gut spielt. Ein Talent erkennst du daran, wie schnell er sich auf den anderen Positionen zurecht findet. Wenn ich also einen "Positionsidioten" ausbilde, dann kann es nur 2 Gründe geben: 1. das Kind hat kein ausrechendes Talent, 2. der Trainer hat keine Ahnung. Sucht euch was aus!

    @Uwe
    Wenn es für die Unternehmen so einfach wäre, ein geeignetes Marketing für jedes Produkt zu finden, würden sicherlich nicht so viele in die Pleite gehen! Der DFB hat ein sehr breites Spektrum an Interessen abzudecken. Hier prangere ich an, dass m.E. der infrage kommende Trainerkreis sich auch zu wenig mit den Angebotsmöglichkeiten beschäftigt!


    Manches gehört sicherlich auf den Prüfstand. So z.B. der Aufwand für die C-Breitensport-Trainerlizenz! Dort gibt es einige Themen-Überschneidungen (z.B. Trainerverhalten)! Auch erachte ich das Fussballspielen unter den Teilnehmern im Rahmen des Lizenzerwerbs für überflüssig! Denn wer bis dahin nicht mit der runden Kugel umgehen kann, der lernt es dort auch nicht! Auch gehört das Eigenkönnen gar nicht zum Ausbildungsinhalt der C-Lizenz-Breitensport! Ich denke, der DFB könnte mit etwas Mut das zeitliche Volumen auf ca. 2/3 zusammen streichen.


    Ferner ist man beim DFB noch nicht beim E-Learning weitergekommen! Die Vorschläge, den theoretischen Teil der Lizenzausbildung von zuhause aus via Internet zu vermitteln, liegen seit Jahren in den Schubladen des DFB!


    An Kurzseminaren in den Abendstunden könnte sich hin und wieder jeder Trainer einmal neue Anregungen für sein Training holen! Seine Mannschaft wird`s ihm danken! Für viele Trainer sind die dort gegebenen Anregungen auch Start für ein spätere Lizenztrainer-Laufbahn.

    @Uwe


    Mir geht es ähnlich wie dir! Auch ich sehe manches beim DFB kritisch und mir geht es allzuhäufig nur um ein paar Elitekicker. Dennoch besitze ich kein flächendeckendes Musterkonzept, was immer und überall bestmöglich funktioniert! Allerdings komme ich nicht auf die Idee, für alles, was im Verein nicht funktioniert, dem DFB anzuhängen! Denn selbst, wenn überall gute Konzepte vorhanden wären, müssen diese erst zum Leben erweckt und gehalten werden, wenn überall die Vernunft einkehrt, nichts ohne den ausdrücklichen Willen des Nachwuchses machen zu wollen. Denn die Mißverhältnisse entwickeln sich meist dann, wenn bestimmte Interessensgruppen ihre Rechte über denen der Anderen stellen (z.B. "Dorfbundesliga")!


    Allein mit Geld ist es auch nicht getan! So scheitert es häufig auch an ausreichend geeignetem Personal! So hat man schon längst den Nutzen erkannt, die angehenden Lizenz-Fussballtrainer von ihren Ausbildern auch während es Punktspielbetriebs zu begleiten. Es fehlt jedoch an ausreichendem Fachpersonal an hauptamtlichen DFB-Trainern, sodass diese Ausbildungsmethode noch Wunschdenken entspricht!


    Kommen wir zu den Regionalverbänden! Ihr Ausbildungs- und Förderprogramm wächst ständig! Dennoch ist die Resonanz in den Vereinen auf das Angebot mäßig! Teils mögen zeitliche Gründe eine Rolle spielen, teils liegt aber auch Desinteresse der Breitensporttrainer als Ursache zugrunde. In diesem Rahmen hat mir der Vorschlag von "Andre" sehr gut gefallen, mit mäßigem Druck dafür zu sorgen, dass eine Honorierung der Trainerarbeit nur in Kombination mit einer "freiwilligen Weiterbildung" in Aussicht gestellt wird.


    Wenn Freizeit immer kostbarer wird, dann sollte auch die Bedeutung der Traineraufgaben in einem anderen Rahmen gesehen werden! Denn die Trainer-Dinosaurier, die sich alles gefallen lassen, um hin und wieder durch strahlende Kinderaugen entlohnt zu werden, gibt es immer weniger!

    Soweit mir bekannt ist, werden in der Bambini und der F-Jugend noch keine Selektionsmaßnahmen nach Talentmerkmalen vorgenommen. Dementsprechend werden auch noch keine Talente ins LZ geholt! Als gängig wird in dieser Altersklasse das Ausprobieren auf allen Positionen empfunden.


    Nun noch einige Infos über die deutschen LZ, die im Jahr 2002 gegründet wurden:


    Aus DFB-NEWS-Meldung vom 23.08.2012


    "... Der Betrieb eines Leistungszentrums ist seit zehn Jahren Lizenzierungsvoraussetzung im deutschen Profifußball, zuletzt investierten die Klubs in diesem Bereich mehr als 90 Millionen Euro pro Saison. Darüber hinaus betreiben 12 Vereine der 3. Liga und der Regionalligen ein Leistungszentrum.


    Rolle des familiären Umfeldes gestärkt
    Darüber hinaus soll die Vereinbarung auch die Persönlichkeitsentwicklung von Nachwuchsspielern schützen. So sollten Spieler erst ab der Altersstufe U 16 in Internate aufgenommen werden. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn das Leistungszentrum an eine vom DFB zertifizierte Eliteschule angeschlossen ist und der Spieler dort aufgenommen werden kann. "Unser Ziel ist eine ganzheitliche und dadurch optimierte Entwicklung der Talente. Der Schlüssel hierfür ist ein gut funktionierendes Verbundsystem von Schule, Verein und Verband", sagt Ulf Schott, Direktor beim DFB. Darüber hinaus stärkte die Kommission Leistungszentren die Rolle des familiären Umfeldes, indem bei Gesprächen über mögliche Vereinswechsel keine Dritten anwesend sein sollten.


    Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit in den Leistungszentren des deutschen Profi-Fußballs. Die Klubs, die schon jetzt beträchtliche Summe in die Ausbildung der Stars von morgen investieren, sorgen mit dieser Regelung für mehr Transparenz und klare Maßstäbe im Umgang mit Talenten. Davon profitieren sowohl Klubs als auch junge Spieler, die sich noch mitten in der Persönlichkeitsentwicklung befinden, aber mit Blick auf die weitere Karriere eine wesentliche Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Bundesliga bilden sollen", sagt Andreas Rettig als Vorsitzender der Kommission Leistungszentren."


    @Fussballbaron
    Du kannst schon erkennen, dass der deutsche LZ-Bereich sich in der Hauptsache mit der Elite (ab U 16) beschäftigt, für die es bereits Bewährungen in den jeweiligen Junioren-Nationalmannschaften gibt. Es würde mich nicht wundern, wenn die Schweizer uns Deutschen auch hier ein Stück voraus wären bei der Leistungsbeschreibung von den Bambinies bis zur U 15 in den LZ! Wenn ja, würde es sicherlich nicht nur mich interessieren!

    crow
    Deinen Entschluß zur Abmeldung deines Kindes finde ich O.K.!


    Es zeigt einmal mehr das Dilemma der LZ, die auf der einen Seite gutes Grundlagentraining für den Altersbereich der F-Jugend auf dem Programm stehen haben, auf der anderen Seite jedoch permanent auf der Suche nach erfolgshungrige Trainern für ihren Jugendleistungsbereich sind! Leider ist das nicht nur in den LZ der Vereine so, sondern auch im unteren Bereich der DFB-Nachwuchsförderung. Auch hier wird immer wieder betont, wie unwichtig die Ergebnisse bei der erfolgreichen Förderung sind. Andererseits werden die Trainer der Sieger der Vergleichsturniere besonders gelobt! (Ich finde, dass nur die Trainer, die mit ihren Team über Jahre hinweg nur auf dem letzten Platz landen, sich Gedanken über ihre Trainingsmethoden machen sollten. Ansonsten hängt ein Erfolg im Elitebereich im unteren Jugendbereich meist vom Zufall ab, ein paar besonders hochveranlagte Talente im Zuständigkeitsbereich zu haben.)


    Wer als Trainer vorwärts an die "dicken Geldtöpfe" kommen will, der ignoriert dann ganz einfach mal ein paar Grundprinzipien für die ihm anvertraute Altersgruppe. Durch das zögerliche Verhalten des DFB bei der Einführung des KIFU zeigt, dass es noch längst keine Einigung innerhalb des DFB gibt. So hält der konservative Bereich daran fest, dass aus den Talenten nur etwas werden kann, wenn sie von Anfang an mit Kritik im Sinne von dokumentierten Fehlverhalten konfrontiert werden, während der moderne Block sehr viel mehr Erfolgschancen ohne Druck und nur auf Basis von Motivation und Lob sieht!


    Das Thema, welches Crow durch seinen persönlich teils sehr nahegehenden Beitrag angestoßen hat, ist sehr viel breiter und tiefer zu betrachten! Nicht nur im Breiten-, sondern auch im Leistungsfussballbereich!


    Scheinbar braucht es mehr Beispiele, in denen mutige Eltern den LZ die "rote Karte" zeigen, in denen Kinder noch nach konservativem Methoden ausgebildet werden sollen! Denn dort, wo nicht altersgerechte Trainingsmethoden (statt Positionsfestlegung in der F-Jugend) und freies Spiel (statt kollerische Anfälle des Trainers bei nicht erfolgreichen Aktionen) noch nicht praktiziert wird, kann nur Einsicht aufgrund von Verweigerung durch Kinder und ihrer Eltern entstehen!

    @coach_mm ....


    Habe grad nicht soviel Zeit, weshalb ich erstmal nur den 1. Teil kommentieren möchte!


    Zunächst finde ich dein Zeitlimit sehr gut, weil dadurch alle Beteiligten gezwungen sind, zügig und präzise ihre Pässe zu spielen.


    Gerade, weil es sich um Landesliga-Niveau handelt, solltest du die Übungen nicht aus dem unteren Profibereich holen.


    Ein paar Beispiele, die die Komplexivität verdeutlichen sollen:


    1. Spieleröffnung durch TW auf AV
    In der Grundordnung sollten die beiden IV an der äußeren Strafraumgrenze und die beiden AV an der Mittellinie stehen. Geht der Pass direkt auf den ca. 40 m entfernten AV, so hat es der Gegner leicht, einen nicht präzisen zu erlaufen.
    Tipp: Spieleröffnung aus ruhendem Ball zum IV, der dann zum AV weiterleitet


    2. Spieleröffnung über das Zentrum
    Natürlich soll das ein Landesliga-Team erlernen, aber einen Pass diagonal durchs Zentrum auf den ballentfernten 6-er zu spielen, wird in der Praxis unter Gegnerdruck dazu führen, dass entweder der ballferne gegnerische AV oder ein offensiver gegnersischer 6-er den Passweg zustellt, sodass spätestens bei Übungswiederholung diese Variante evl. nicht mehr erfolgreich wird. Wenn also der ballnahe AV zugestellt ist, dann kann der IV auf den ballnahen 6-er spielen, der denn in den Lauf des ballnahen AV passt. Eine andere Variante ist der Doppelpass des IV mit dem 6-er. Allerdings müßte dafür die Kette fast auf einer Linie stehen, damit eingerückt werden kann und kein Loch entsteht bei Ballverlust im Spielaufbau. Erfahrungsgemäß ist beim Spielaufbau übers Zentrum die Gefahr des Ballverlusts am größten, weil zu wenig Bewegung für ein erfolgreiches Kurzpassspiel im eigenen Team vorhanden ist.


    Auch, wenn es sich um gehobenes Niveau handelt, sollten die taktischen Übungen relativ sicher vorgetragen werden können, sodass das Zeitlimit von 8 - 10 Sekunden locker eingehalten werden kann! Deshalb auf lange Pässe verzichten und lieber aufs Kurzpasspassspiel setzen!

    @Fussballbaron


    Meine Erfahrungen stimmen im Großen und Ganzen mit deinen Aussagen überein. Ganz besonders mußte ich bei deinen Beschreibungen über die Video-Mitschnitte über vermeintliche Talente schmunzeln! Wenn ich diesen Mist unbedingt sehen will, dann kann ich mir das stundenlang über Youtoube anschauen!


    Sehr wichtig sind die Eltern als wirkliche Berater! Denn auf dem Weg zum Profi gibt es weitaus mehr Türen, die das junge Talent besser nicht aufmachen sollte, weil sich dahinter falsche Freunde verbergen!

    Remko


    Jedes Kind ist so, wie es ist! Deshalb will es auch von uns Erwachsenen genauso akzeptiert werden. Bei meinem Sohn war es genau umgekehrt! Der war erst 4 Jahre alt, als er sein erstes Bambini-Training besuchte. Wir wollten eigentlich nur ein paar Minuten von seinem Temperament Ruhe haben und dachten uns, beim Fussball kann er sich gut austoben. Leider war er nicht so rücksichtsvoll mit seinen Mitspielern. Denn er trieb nicht nur den Ball, sondern auch seine Mitspieler mit Begeisterung vor sich her. Der Trainer wußte sich schließlich keinen anderen Rat mehr und steckte ihn ins Tor. Damit hatten die anderen Spieler erst mal ihre Ruhe. Vielleicht dachte sich der Trainer, dass mein Sohn rasch den Spaß am Fussball verliert. Doch weit gefehlt! Schon bald genügte sich nicht mit der Rolle als "Torlinienarthist"! Ganz besonders hielt es ihn nicht zwischen den Pfosten, wenn sich ein Getümmel vor seinem Kasten aufgebaut hatte. Ohne Rücksicht auf Verluste stürzte er sich dazwischen und verschaffte sich rasch gebührenden Respekt! Nach der ersten Saison stand er dann gleich für 2 Teams im Tor, weil es ihm sonst zu langweilig wurde. So hatten wir dann noch ein paar freie Minuten extra! Irgendwann ist er dann ruhiger geworden!


    Weil scheinbar die Summe aller Laster immer gleich Ein ist, hat er sich in jungen Jahren ausbetobt und ist heute ein friedliebender Zeitgenosse!


    Man kann sich seine Kinder nicht "backen", sondern sie nehmen wie sie sind! Je eher man akzeptiert, dass sie eigene Wesen mit ganz individuellen Charakteren sind, je leichter gelingt es! Vermutlich wird dein Sohn seine Angst vor dem Gegner und insbesondere davor, unangenehme schmerzhafte Erfahrungen mit den Geschossen des Gegners zu machen, ablegen. Wenn nicht, dann wird er scih spätestens Ende der D-Jugend ein anderes Hobby suchen. So what? Es ist seine Entscheidung!


    Falsch kannst du als Vater nur dann etwas machen, wenn du ihn in seiner Freizeit zu etwas drängst, was er gar nicht will!

    @Milky


    Du sprichst mit deinen Aussagen sehr vielen Trainern von Mädchenmannschaften aus dem Herzen!


    Für Trainerlaien ergeben sich dort Situationen, aus denen sie sich zunächst gar keinen Reim machen können. Denn während bei den Jungen nach mehreren Erfolgen die Trainingsbeteiligung zunimmt, nimmt sie bei den Mädchen ab. Während bei den Jungen nach mehreren Niederlagen die Trainingsbeteiligung abnimmt, kann sie bei den Mädels zunehmen. Dennoch gibt es eine einfache Erklärung: ein Mädchen denkt sich, wir haben gewonnen, also bin ich gut gewesen und kann mal das Training schwänzen, wenn es gerade "wichtigeres" zu tun gibt. Wenn aber die Mannschaft verloren hat, denkt das Mädchen, ich muß schlecht gewesen sein, also gehe ich mal lieber zum Training. Sonst sitze ich wohlmöglich beim nächsten Spiel auf der Bank und die "Hexe X" spielt auf meiner Lieblingsposition!


    So wie dir, geht es jährlich Hunderten von Mädchentrainern, die meist daran zerbrechen, dass die Trainings- und manchmal auch Spielbeteiligung zu gering ist.


    Jetzt möchtest du aber gerne Antworten haben, wie man das Team vielleicht doch noch in fast aussichtsloser Situation "auf Vordermann" bringen kann?


    Dazu bedarf es ein paar Fragen, die du zunächst dir selbst stellen solltest?


    1. Wann bist du am liebsten zum Training gegangen?
    - wenn ein paar Spielerinnen da waren
    - wenn immer andere Spielerinnen da waren
    - wenn immer fast alle Spielerinnen da waren


    2. Was hat dir beim Training am meisten Spaß?
    - wenn du immer das machen sollst, was dir dein Trainer sagt
    - wenn dir die Übungen Spaß machen
    - abwechselungsreiches, interessantes Training


    Ich könnte den Fragenkatalog noch weiter spezifizieren, will aber zum Punkt kommen! Bereits mehrfach stand ich vor einer Situation, in der ich von Vorgängerinnen Teams übernahm, die fast schon "kaputttrainiert" worden waren. D.h. die Trainingsbeteiligung war sehr gering, weil:
    - die Trainer ihren Worten keine Taten folgen ließen
    - die Trainer Probleme mit einzelnen Mädchen nicht oder viel zu spät gelöst haben
    - die Trainer immer Leistung vor den Spaß gestellt haben


    Nur dann, wenn deinen Mädchen das Training spaß macht, wird es auch dir Spaß machen! Vergiß die Leistungsziele zunächst und orientiere dich zunächst am Spaßfaktor deiner Übungen! Wenn die Begeisterung stimmt, dann kommen die Leistungen ganz automatisch. Dazu muß dein Training eine besonders Priorität bei den Mädels bekommen. Jede, die nicht dabei war, muß sich ärgern, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Dann brauchst du dir über deine Trainingsbeteiligung keine Gedanken mehr zu machen.


    Für ein gutes "Betriebsklima" sind regelmäßige, gemeinsame Freizeitaktivitäten bei den Mädchen unerlässlich, um das besondere Harmoniebedürfnis zu befriedigen. Und wenn es nur ein kleines Treffen im Vereinsheim ist! Hierbei regeln die Mädels kleinere Reibereien mühelos untereinander.


    Ein paar Trainertricks gibt es auch, wenn "ansonsten in der Mannschaft alles in Butter" ist!


    1. Richtige Kadergröße
    Das ist das A und O im Mädchenfussball. Sind zu wenig da, stellt sich die Mannschaft von allein auf. Sind zu viele da, gibts sofort Streit und schon nach den ersten 1 - 2 Punktspielen steigen Mädchen aus, ohne das der Trainer überhaupt dahinter kommt, wer sich mit wem warum gefetzt hat!


    2. Probetraining während der Saison
    Fremde Mädchen beim Probetrainiing mögen die Mädels gar nicht! Die könnten einem die Lieblingsposition streitig machen. Da kommt man am besten sicherheitshalber wieder regelmäßig zum Training!


    3. Erst mal auf der Reservebank schmoren lassen.
    Auch mag es ein Mädchen, was sich selbst als Leistungsträgerin (als fast alle Spielerinnen) der Mannschaft ansieht, in der ersten Halbzeit auf der Reservebank schmoren muß!



    Nun zum Schluß noch etwas. wenn du die momentane Situation gemeistert hast, dann wirst du daraus besonders gestärkt hervor gehen! Also probier es einfach noch mal, indem du deinen "Tacho" noch mal auf Null zurückdrehst!


    Viel Spaß dabei :]

    crow


    Nach deinen Beschreibungen widerspricht sich der Einsatz von U 9 Spielern mit dem, was ich bislang an Grundsätzen in den Jugendabteilungen von Profi-Vereinen weiß! Bist du dir denn sicher, dass es sich hierbei um eine vom DFB lizensierte Jugendleistungsabteilung handelt und nicht wieder um irgendeinen Verein, der den ungeschützten Begriff Leistungszentrum verwendet? Denn da gibt es schon einen wesentlichen Unterschied!


    In den lizensierten LZ ist es üblich, dass bis zur E-Jugend jeder, der Lust darauf hat, ins Tor kann. Aber es wird niemand auf die Torwartposition gezwungen! Erst ab der E-Jugend wird geschaut, ob sich unter denen, die Spaß an der Torwartposition haben, auch Talente befinden. Ab da gibt es auch 1 - 2 mal wöchentlich kurze Torwarttrainingseinheiten!


    Niemand muß auf einer Position spielen, auf die ihn Andere für talentiert halten. Mir ist ein Fall (Name fällt mir leider momentan nicht ein) eines Talents in Erinnerung geblieben, der es sogar auf mehrere Einsätze in der Junioren-Nationalmannschaft gebracht hat. Irgendwann hat er sich aber gesagt, dass das auf Dauer nicht sein Ding ist. Er wechselte aufs Feld und ist seither ein überdurchschnittlicher Angreifer in der 2. Bundesliga!


    Günter: Vielleicht hilft dir das ja auch bei deinem Sohn! Egal welches Alter und welche Liga: niemand muß eine Position auf Dauer bekleiden, wenn er es nicht selber will! Denn, wer keinen Spaß mehr an seinen Aufgaben empfindet, der kann selbst bei besonderen Fähigkeiten nicht die (Fort-)Schritte machen, die es braucht, um ganz noch oben zu gelangen.


    Etwas anderes ist es allerdings, wenn Spieler oder Eltern sind in die Mannschaftsaufstellung einmischen möchten! Da kann es leicht mal zu Mißverständnissen kommen!



    Mein Rat: sprich noch einmal in Ruhe mit dem Trainer deines Sohnes, insbesondere über seine Meinung zur Postionsfestlegung innerhalb der Mannschaft. Wenn ihr dann auf keinen "gemeinsamen Nenner" kommt, sprich mit dem Jugendleiter. Üblicherweise haben die in LZ Sprechstunden. Aber man kann sie in dringenden Fällen auch telefonisch erreichen. Erst, wenn du dir ein Gesamtbild machen kannst, entscheide gemeinsam mit deinem Sohn!

    Wenn es die Elterntrainer nicht gäbe, dann müßten sehr viele Kicker im unteren Jugendbereich auf den Vereinsfussball verzichten! Sie sind ein wichtiger Eckpfeiler im Breitensportbereich! Allerdings kann es hier zu "Startproblemen" kommen, wenn man sich zu sehr auf "Nebenschauplätzen" begibt oder eben die Mannschaft nicht als Ganzes mit klaren Grenzen betrachtet, sondern eine "Schubladenwelt" aus einem Gebilde von Gesagtem, Gehörten und Geahntem bildet, die dann immer wieder umsortiert werden muß! Dabei soll gar nicht verhehlt werden, wie es die unterschiedlichsten "Zuschauer-Eltern" gibt es auch die unterschiedlichen Trainereltern gibt. So ist bei der Talentanmeldung fast immer auch der Sohn oder die Tochter der Trainereltern dabei! Wenn man das weiß, warum darüber aufregen! Selbstverständlich gibt es Zuschuaer-Eltern, die etwas an der Mannschaftsaufstellung oder den Einsatzzeiten zu bemeckern haben! Wenn man das weiß, wozu noch extra darüber aufregen! Doch bis dahin ist ein längerer Weg zu bestreiten, indem man manchmal ohne es zu ahnen, Öl ins Feuer gißt! Denn man ist nicht nur selbst noch unerfahren im Trainerjob, man hat es vielfach auch mit unerfahrenen Zuschauer-Eltern zu tun!


    Meistens wird ja die Suppe nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Deswegen geht man aus solchen Situationen, auch gestärkt hervor!


    Zum Schluß noch ein gutgemeinter Rat! Ein offenes Ohr sollte man schon haben, aber nicht, um das Gras wachsen zu hören!


    Ob sich die Wege der Trainereltern und Kinder trennen oder nicht, liegt häufig auch an den unterschiedlichen Erwartungen und Talenten. Meistens sind die Kinder talentierter als ihre Eltern, aber manchmal ist es auch umgekehrt =) ! Wer sich dabei nicht angesprochen fühlt, soll sich melden!

    @Fussballbaron


    Also um meinen Sohn ging es dabei nicht, sondern um eine seltsame Regelung, in der sich Verantwortliche eines LZ ihre Arbeit leicht machen wollten. Die haben ihren Irrtum aber zwischenzeitlich eingesehen und wollen nun die Kaderstärken der LZ-Teams auf ein vernünftiges Maß reduzieren, sodass jeder Spieler die realistische Chance hat, mindestens jedes 2. Spiel eingesetzt zu werden. Es ist somit alles auf einen guten Weg gebracht! Vielen Dank für eure Meinungen dazu!


    Ein anderes Thema, was ebenfalls in den Bereich der Seriösität gehört ist die "seriöse Erfolgsprognose"! Selbstverständlich wollen die Profivereinen den Eltern von Talenten vorgaukeln, dass ihr Kind nur dann eine Chance hat, später einmal Profi zu werden, wenn es am besten bereits in der Pampas-Liga in ihren Verein wechselt! Wäre das so, dann hätten nicht immer mehr Spieler Berater, die sich für ihre Interessen einsetzen und dafür gutes Geld verdienen. Natürlich muß man auch hier zwischen seriösen und unseriösen Beratern unterscheiden, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.


    Wer meint, die Scouts der Vereine würden sich die Klinke in die Hand geben, wenn irgendwo im Dorfverein ein Talent nur darauf wartet, entdeckt zu werden, der irrt! Solche Legenden werden zwar gerne gebildet, aber selbst für einen Spieler aus der Landesauswahl heißt es Klinken beim Probetraining zu putzen. Über den dann anstehenden gnadenlosen Verdrängungskampf wurde an anderer Stelle bereits nachvollziehbar berichtet.


    Doch nach wie vor scheint es immer noch genug Leute zu geben, die sehr gerne davon träumen, dass ihr Kind mit dem Besuch des Stützpunkts oder eines LZ oder NLZ bereits die Vorstufe zum späteren Profifussball erreicht hat! Nein, wenn die Eltern des Kindes nicht einen guten Berater finden, dann ist die Chance trotz vorhandenen Ausnahmetalents einen seriösen Leistungsvertrag zu bekommen, sehr gering. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.


    Aber vielleicht ist die Welt ja noch in der Schweiz in Ordnung? In einem längeren Gespräch mit Verantwortlichen des Schweizer Nationalstabs zeigte mir zwar, dass ihr in mancher Hinsicht (z.B. Torwartrainerausbildung) weiter seit, aber dennoch sehr viele ausländische Spieler in der ersten Liga spielen, weil ein Teil vor dem 13. Lebensjahr entdeckten Ausnahmetalente schon wieder zuhause vor dem Fernseher sitzen! Nur sehr selten verläuft die fussballerische Entwicklung linear, auch ist die Ungeduld in den Vereinen sehr groß, weshalb so manch ein U 19 Spieler bereits ein Dutzend Vereine hinter sich hat. Das waren gewiss nicht immer lustige Zeiten!
    Deshalb kommen die größten Talente sehr selten ans Ziel, sondern die, die dem harten Fussballgeschäft die richtigen Ellenbogen haben und sich weder durch Verletzungen noch durch mehrfach abgegebene negative Erfolgsprognosen vom Weg abbringen lassen.

    @Tobi1987


    Wer kennt solche Situationen nicht? Man glaubt, ihm Training alles Wichtige vermittelt zu haben. Das Team kickt beim Abspiel mit Biss. Dann kommt der erste Gegner und zeigt einem die Grenzen auf! Im ersten Moment glaubt man nach er ganzen Arbeit der Vorbereitung, man müßte jetzt wieder nur an ein paar Schräubchen drehen und schon hat man auch diese Hürde genommen!


    Wenn unser Trainerjob so einfach wäre, dann könnte es ja Jeder machen! Aber wir sind ja auch nicht Keiner :D , um in der Schalker-Sprache zu bleiben! Also fällt uns auch etwas ein. Zum Beispiel grübeln wir darüber, wer denn den Gegenspieler wohin hat laufen lassen? Wenn diese Übertäter ermittelt sind, gibt gleich mehrere Möglichkeiten:


    1. Man befragt sie beim nächsten Training danach!
    Häufig wird dann gesagt: ich dachte, der X-Spieler nimmt ihn (womit die Verantwortung gleich mal deligiert wäre)


    2. Man setzt den Trainingsschwerpunkt auf das Zweikampfverhalten
    a. Umstellung von Offensive auf Defensive von
    - dem einzelnen Spieler in Ballnähe
    - der Offensiv, bzw. Defensiv-Gruppe
    - der gesamten Mannschaft
    (falls du auf Anhieb keine passenden Übungen findest, mach zunächst ein 4 : 4 und unterbreche die Übung, wenn ein oder mehrere Spieler Fehler in der Umschaltbewegung machen)


    Weil aber "Die Schalker" nicht so schnell lernen ;( , sollte das fürs Erste genügen.