Beiträge von TW-Trainer

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    @AKjfv und @Skriwer
    Dank euch Beiden. Besser hätte ich es nicht formulieren können.


    Ich habe den Kollegen @addi73 vor einiger Zeit gebeten, seine Kommentare entweder sachlich zu formulieren oder ansonten darauf zu verzichten, weil gar nichts konstruktives dabei zu erkennen war, sondern es lediglich darum ging Andersdenkende für ihr Gedankengut zu beleidigen.


    Ich sehe das Erscheinungsbild des DFB differenziert. An der Basis wird hier sehr viel gute Arbeit in Kooperation mit den Verbänden geleistet. Hier verweise ich auch immer wieder Trainer-Neulinge auf die DFB-Dokumentationen für ein altersgerechtes Training. Auch die Mannschaftstrainerausbildung funktioniert in weiten Bereichen hervorragend.


    Andererseits geht es mir bei der Weiterentwicklung guter Ideen dort einfach zu langsam voran, weil der Entscheidungsweg träge ist und so manche Entscheidung eher den Machtverhältnissen aus einer Lobby zu beurteilt werden kann als sie der Logik sachlicher wie wirtschaftlicher Überprüfung entspricht.
    Auch das Beispiel einer unzureichenden Unterstützung des DFB bei der flächendeckenden Umsetzung der FPL für einen konfliktfreieren Nachwuchsfussball zeigt, dass man darum kämpfen muß, weil der Nachwuchs-Breitensport mehr Aufmerksamkeit verdient.


    Ferner würde ich mir mehr Transparenz aus der Führungsetage wünschen. Denn durch die nach wie vor ungekräten Umstände, mit der die WM nach Deutschland geholt wurde, in die auch die DFB-Spitze verstrickt war (u.a. trat Wolfgang Niersbach zurück), hat es einen Vertrauensverlust gegeben. Gerade die breite Masse der Sporttreibenden möchte doch im DFB die Dachorganisation sehen, deren Regeln mit Stolz auf den Platz getragen werden. Wenn dann aber eine Schlüsselposition eines Sportdirektors fortlaufend neu besetzt werden muß, weil geeignete Personen für sich keine positiven Veränderungen erkennen können, dann ist das Grund genug für mich darüber zu diskutieren.


    Gerade dieses Forum zeichnet sich durch eine besondere Meinungsvielfalt aus. Sehr viele Teilnehmer gehen trotz unterschiedlicher Ansichten respektvoll miteinander um. Das ist nicht selbstverständlich und man muß bereit sein dafür zu kämpfen.

    Sorry, aber das lasse ich so alles nicht gelten. Der DFB-Sportdirektor ist Führungskraft. Das heißt, dass er doch bitte entsprechende Strukturen zu schaffen hat, diese coached und nur punktuell Aufgaben selbst übernimmt.

    So würde es in jedem vernünftigen Wirtschaftsunternehmen laufen, weil dort jeder weiß, das ein Funktionsträger auch mal wechseln kann. Nicht aber beim DFB, wo man scheinbar erst in zweiter Linie Funktionsträger ist und in erster Linie einer Machtkoalition angehören muß, will man überhaupt irgendetwas bewegen. Diese Lobbyarbeit ist eher mit der Politik als einem Wirtschaftsunternehmen zu vergleichen. Denn ohne starke Interessensvertreter im Rücken bleibt leider häufig nicht sehr viel Substanz von dem übrig, was das Besondere einer Idee war. Da muß schon ein erdrutschartiges Ereignis (wie seinerzeit das vorzeitige Ausscheiden des DFB-Teams in der Vorrunde einer EM) daher kommen, ehe man sich von den Pfründen seiner Macht trennt. Wir erinnern uns noch alle an den "Heißsporn" Sammer, der unverzüglich ein 9-er Team für die D-Jugend forderte. Zunächst einmal erklärte man ihm, dass der DFB dies nicht einfach so fordern könnte, sondern zunächst einmal die Verbände nach ihrer Meinung befragen müßte. Als man dann endlich eine Einigung darüber erzielt hatte, wollten Vereine mit NLZ dies nicht umsetzen.


    Selbst die von Vorgänger verbockten falschen Entscheidungen (z.B. Transferzahlung und Spielsperre auch für den Breitensportbereich für Kinder ab der D-Jugend, die sich in einem anderen Verein ausprobieren wollen) können kaum korrigiert werden, solange noch dessen Seilschaften in Amt und Würden sitzen.


    Da ist es sehr viel einfacher in einem Verein mit entsprechender Kompetenz eigene Vorstellungen zu realisieren, als wenn man in unendlichen Sitzungen ohne wirkliche Resultate fragt, wo man diese Zeit besser verbringen könnte?


    Sehr viele gute Ansätze verschwinden wieder in der Schublade. Die Akademie, in der das man das Fussball-Know-How der Experten bündeln wollte, ist ins Stocken geraten. Es gibt nach wie vor keine normierten Inhalte für eine Torwarttrainerausbildung, weshalb es auch keine Lizenz gibt. Es fehlt an Personal für eine praxisorientierte Mannschaftstrainer-Ausbildung. Das E-Learning für die Trainer-Theorie-Ausbildung steckt seit Jahren fest, weshalb ein Teil der Interessierten keine Lizenz erwerben kann.


    Man könnte die Reihe noch weiter ausführen. Als Argument, warum es momentan nicht weiter geht, wird jeweils die kommende EM oder WM genannt, auf die man sich mit voller Kraft stürzen müßte.

    @let1612
    Fast jede TW-Technik beinhaltet ein Verletzungsrisiko. Wer also nicht weiß, wie er einen Ball aufnehmen oder sichern kann, ohne dabei auf die Ellenbogengelenke zu fallen, der riskiert eine Prellung und ggf. eine Zerrung im Schulterbereich.


    @Skriwer
    Umgeknickte Finger, Daumen sind selbstverständlich auch beim Fussballtorwart ein Thema. Denn wenn die Fang- und Lenk, Fausttechnik nicht erlernt wird, läuft ein Keeper Gefahr, einen Ball mit hohem Druck auf die Fingerspitzen zu bekommen. Dies war der Grund, warum man Anfängern Fingersafe-Torwarthandschuhen verkauft, obwohl die lediglich für erwachsene Keeper eine kurzfristige Hilfe sein sollte, wenn sie eine kleine Verletzung an der Außenseite der Finger zu schützen hatten.


    @Beide
    Es geht bei den Sicherheitsübungen erst einmal darum für die häufigsten Situationen der Torwart-Anfänger einen Schutz zu vermitteln. Bei später erlernten weiteren Techniken sollte ein guter Torwarttrainer selbstverständlich auch zum Schutz der Torwartgesundheit darauf achten, das die Torwart-Gesundheit oberste Priorität hat.


    @Alle
    Darf ein Torwart vom Angreifer während des Sprungs zum hohen Ball "angegangen" werden, so hat der Keeper ein hohes Verletzungsrisiko, weil er aufgrund der lang ausgestreckten Arme seinen Körper nicht schützen kann.
    Ein Hauptgrund für die vorzeitige Beendigung einer Torwartkarriere im Seniorenbereich sind nicht vollständig ausgeheilten Rippen-, Schulter- und Rückenverletzungen, die aus diesen Situationen resultieren. Denn während der Angreifer seine Arme zum eigenen Schutz anwinkelt, aber seinen Gegner damit verletzen kann, muß ein Torwart beim hohen Ball seine Arme nach oben strecken, sodass ihm dieser Schutz am Körper fehlt.Geht ein Keeper mit angewinkeltem Knie in den Luft-Zweikampf, dann besteht widerum eine Verletzungsgefahr beim gegnerischen Angreifer, manchmal sogar beim Mitspieler. Je nach Anlauftempo gab es teilweise schlimme Szenen, bei denen manchmal Spieler sogar kurzfristig bewußtlos waren und/oder die Zunge verschluckt hatten.
    Zwar lassen sich Verletzungen bei einer Kampfsportart wie dem Fussball nie ganz ausschließen, man kann jedoch durch ein ausgewogenes Regelwerk die Gesundheit aller Beteiligten schützen und ihnen dadurch lange Freude am Fussball schenken.
    Mir wäre es am liebsten, wenn der Torwart sein Knie nicht anwinkeln darf, (Ohne angewinkeltem Knie kann er sogar noch etwas höher springen) und die Mannschaftsspieler den Keeper im Luftkampf im Strafraum nicht angehen dürfen. Gerade das Schlagen mit dem Ellenbogen führt auch bei Luftkämpfen unter den Feldspielern zu blutenden Verletzungen und sollte m.E. härter bestraft werden.


    Ich denke, dass auch für den Zuschauer der Fussball, der durch solche Körperattacken jeweils länger unterbrochen werden muß, davon profitiert. Gleichzeitig hoffe ich, dass nach der Einführung des Videobeweises alle Übeltäter gefunden werden. Denn wenn man sicher sein kann, dabei erwichst zu werden, dann läßt man es am ehesten!


    In diesem Sinne sollte jeder Torwart, der an Wettkämpfen teilnimmt eine Mindestausbildung besitzen, um seine eigene Gesundheit und die der Anderen zu schützen. Denn es gibt ja nicht nur das Beispiel des angewinkelten Knies, bei dem einem Angreifer, der es wagt zu nahe zu kommen, eine schmerzhafte Verletzung zugefügt wird. Leider gibts auch Torleute, die mit den Beinen voran beim 1 vs 1 in den Gegner hineinspringen und dabei üble Verletzungen billigend inkauf nehmen.


    Ich denke mal auf nicht ausgebildete Torleute, die anderen Zähne mit dem Knie ausschlagen oder via "Torwartgrätsche" Knochenbrüche, Bänder- und Sehnenverletzungen zufügen, können wir im Fussball gut verzichten. Sie sind auch kein gutes Beispiel für Kinder, die den Fussball erlernen wollen.


    Was meint ihr? Sollte man diese Form des "körperbetonten" Fussballs, bei der es ein erhöhtes Verletzungsrisiko gibt, anders als bisher bewerten?

    Liebe Trainerkollegen,


    wie ein Paukenschlag drang die Nachricht über den Rücktritt des DFB-Sportdirektors durch die Gazetten. Dabei war schon bei Amtsübernahme allen klar, dass dieses Amt so gar nicht mehr funktionieren kann, weshalb auch Flicks Vorgänger resigniert aufgegeben hatten.


    Die "Süddeutsche" bringt das ganze Dilemma auf den Punkt, in dem sie schreibt, dass es zuviele Aufgaben für eine Person sind. Hier mal ein Ausschnitt: "Flicks Abschied weist aber auch auf jenes grundsätzliche strukturelle Problem hin, das bereits Flicks Vorgänger entnervt hat. Das Amt des Sportdirektors ist in seinem aktuellen Zuschnitt zu groß für einen einzigen Mann. Talentförderung, Trainerausbildung, Installation einer Spielidee, Begleitung von Juniorenteams und deren Trainerstäben, Strategiesitzungen mit den Verantwortlichen der A-Nationalelf, inhaltliche Planung der Akademie, Kommunikation mit den Bundesliga-Klubs und deren Leistungszentren, Vertretung des DFB in der Öffentlichkeit und in aller Welt - wer diesen Job rechtschaffen ausüben möchte, darf nicht mal 15 Nächte pro Jahrzehnt zu Hause verbringen, und er müsste zudem sicher sein, dass all jene Ressorts, um die er sich in dieser Sekunde gerade nicht kümmern kann, derweil in guten Händen sind. Das ist es, was einen DFB-Sportdirektor offenkundig zahlreiche Nerven kostet: das Gefühl, dass eine Struktur fehlt, die so eine naturgegebene Überforderung auch mal auffangen kann - was Sportdirektoren wie Flick oder Verantwortliche der A-Nationalelf wie Oliver Bierhoff gerne mal als fehlendes Bekenntnis der Verbandsspitze zum Leistungssport interpretieren. Horst Hrubesch soll den Job nun erst mal bis Herbst übernehmen, danach soll ein neuer Sportdirektor kommen. Hansi Flick hat der DFB-Spitze aber schon mal den kostenlosen Rat hinterlassen, dass man - bevor man über Personen redet - erst mal die Strukturen anpassen sollte."


    Es wird klar: das dieses Amt nur dann sinnvoll sein kann, wenn die Belastung auf mehrere Schultern verteilt wird und gleichzeitig mehr Kompetenz erhält. Denn seien wir mal ehrlich: wäre die DFB-Elf und wären nicht die Top-Teams der Liga so erfolgreich gewesen, man hätte längst für bessere Strukturen gesorgt. So aber sah man keine Veranlassung nach dem Motto weiter so "sich selbst zu verwalten", weshalb zuletzt immer mehr gute Ideen einfach in den Schubladen verstaubten bzw. Kompromisse, die in der Praxis kaum etwas bewirkten, die Mühen und das Engagement einzelner Personen zunichte machten.
    Selbst der Skandal um die 6,7 Mio. für eine WM in Deutschland konnte nicht dazu beitragen, nunmehr gemeinsam an einen Strang zu ziehen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und die DFB-Zentrale für die Zukunft fit zu machen.


    Nunmehr gibt es 2 Alternativen: Entweder die Installation eines weiteren Papiertigers nach dem Motto "der Nächste bitte" oder eine grundsätzliche Veränderung der Kompetenz des DFB-Sportdirektors und der Verteilung der Aufgaben von einer Person auf ein Gremien, sodass man den verschiedenen Aufgben zeitlich und inhaltlich gerecht werden kann.

    Vielen Dank für die Ideen! Unsere Spielidee ist, auf Ballbesitz zu spielen und den Gegner zu "dominieren". Insofern bin ich auf Befürworter eines Positionsspiels. Es wird wahrscheinlich schwierig sein, in der kurzen Zeit einen anderen Spielstil zu vermitteln.

    Jeder Trainer sollte eine Spielphilosophie haben, um daraus eine Vision zur mittelfristigen Weiterentwicklung abzuleiten. Wenn man wie du auf Ballbesitz setzt, dann erfordert dies ein hohes Maß an Technik für die Ballzirkulation, für das dein Team jetzt genau im richtigen Alter ist.


    Ich bin auch voll bei dir, wenn du sagst, das Entwicklungs- vor Ergebnisfussball gehen soll. Jede Entscheidung sollte also eine nachhaltige Wirkung beinhalten. Darin unterscheidet sich die Arbeit in einem NLZ deutlich oder anderer Auswahl-Arbeit deutlich vom großen Rest, wo meist lediglich für eine Saison geplant wird.


    Dein 2 : 1 : 1 eignet sich jedoch auch für ein Konterspiel in der Halle. Denn es spielt gar keine große Rolle, ob beide Spieler auf einer Höhe sind, sondern ob sie sich gegenseitig variantenreich unterstützen. Gerade beim Spielaufbau über 3 Linien kann der Ball sehr gut flach, präzise und dem gewünschten Druck gespielt werden.


    Ob und wie gut diese Umstellung vom reinen Ballbesitzspiel auf ein gelegentlichen Kontern (wenn der Gegner höher steht) gelingt, kann man am besten durch Ausprobieren im Training und dem Wettkampf heraus finden.


    Ballbeistzspiel und schnelles Umschalten sind für mich kein Wiederspruch. Denn ein langsames, behäbiges Umschalten zur Vermeidung von Fehlern im Spielaufbau gibt dem Gegner gleichzeitig die Zeit "fallen zu lassen" und sich für einen Angriff zu sortieren. Dann braucht es eine indiviuduelle Überlegenheit und Geduld, um mit dieser Taktik gleichzeitig erfolgreich zu sein.


    Zum Umschalten gehört für mich nicht nur die Balleroberung, sondern den schnellstmöglichen Angriff, um den Gegner nicht die Möglichkeit zu bieten, sich zu sortieren. Ein Widerspruch mag sich allenfalls dort ergeben, wo man zwecks Ballzirkulation ausschließlich ein Kurzpaßspiel möchte. Denn hierbei gibt es kaum Raumgewinn und der Gegner braucht lediglich den Raum nach hinten zu verengen und auf einen Fehlpaß zu warten. Ein reines Defensivpressing bekommen auch schwächere Teams hin, sodass die vermeintliche Überlegenheit durch eine hohe Ballbesitzrate sich nicht auch in Ergebnissen ummünzen läßt.

    Hallo Ralf,


    vielen Dank für den Link.


    Besonders aufgefallen ist mir der nachfolgende Absatz:

    "Fairplay auf Zuschauer und Fans übertragen
    Ziel der Regeln, die bereits seit vier Jahren in den Altersklassen Bambini bis E-Jugend in Essen umgesetzt werden, ist die Förderung von Kreativität, Mut, Spiel- und Entscheidungsfreude sowie Selbstvertrauen. Kinder, die Fairplay aktiv leben und erleben, haben es mit zunehmendem Alter leichter, auf dem Platz die emotionale Balance zu halten und die eigene Verantwortung für das Gelingen eines gemeinsamen und fairen Spiels wahrzunehmen.
    Zusätzlich lernen sie, dem Schiedsrichter später mit mehr Gelassenheit und Respekt entgegenzutreten. Diesen Fairplay-Gedanken übertragen sie auf die Zuschauer und Fans."


    Ist es dort wirklich so, als dass in der G, F und E-Jugend nach den Regeln des FPL gespielt wird (anstatt wie sonst nur in der F-Jugend)? Wenn ja, welche Erfahrungen gibt es dort über einen größeren Altersbereich in der FPL?

    Hier kann man die Problematik bei Ballbesitz Stuttgart gut sehen:

    Allerdings zeigt es auch, dass der Gegner (Stuttgart) individuell deutlich stärker sein muß, um bei einem tiefstehenden Gegner mit genügend Geduld zum Torerfolg zu gelangen. Würde Dortmund bei Balleroberung sofort nach vorn passen, anstatt die Zweikämpfe zu suchen, könnte das Ergebnis durchaus umgekehrt lauten.


    Wie wichtig bei einem Spiel mit 4 Feldspielern die Rolle des Torwarts sein kann, möchte ich nachfolgend ein wenig erläutern.
    Der Suttgarter Keeper bindet sich ins Überzahlspiel (mit Torwart) ein. Seine Schwächen sind jedoch die mangelnde Beidfüssigkeit und Antizipation für schnelle, kluge Pässe zu den Mitspielern. So muß er selbst präzise flache Rückpässe seiner Mitspieler zunächst stoppen, um danach zu schauen, wohin man den Ball spielen kann. Besser wäre es, wenn er bereits unmittelbar vor dem Ballkontakt weiß, wohin er den Ball passen möchte und nicht mehr noch estra an- und mitnehmen muß.
    Weil Dortmund jedoch ständig den Ball hinterher laufen muß, läßt die Konzentration schließlich nach, weshalb Stuttgart vermehrt zu Torchancen kommt. Es wird sogar das Zentrum für einen (erfolgreichen) Torabschluß durch den Stuttgarter Keeper freigegeben.


    Auch beim Dortmunder Keeper lassen sich technische Schwächen mangelnder Beidfüssigkeit erkennen. Hierbei wird im Bewegungsablauf deutlich, dass er in seiner schwächeren Torseite leicht nach hinten fällt, weil der Bewegungsablauf langsamer ist, sodass er mehr Zeit braucht, um seine Hände an den Ball zu bekommen. 2 der 3 Gegentore sind auch auf diese technische Schwäche zurück zu führen. In einem Fall muß er den Ball mit dem Außenrist ins Aus schlagen, weil er seinen schwächeren Fuß umläuft.


    Bei in etwa gleichstarken Teams wäre die Taktik der Dortmunder sicherlich erfolgreicher. Allerdings nur dann, wenn im Moment der Balleroberung sofort ein Mitspieler in den freien Raum sprintet, um aus einem sofort zugepaßten Ball eine Großchance zu gestalten.

    Auf Gefahrenpotential nicht hinzuweisen wäre fahrlässig. Ich würde sogar sagen wir haben die Pflicht auf diese Gefahren hinzuweisen.Da wo es "nur" um Ballverluste oder Gegentore geht besteht keine direkte Gefahr für die Gesundheit, daher egal. Aber wenn wir wissen es besteht eine Gefahr, dann müssen wir das sagen.

    Das sehe ich genauso!


    Allerdings nützt diese Einsicht wenig, wenn Fachkenntnisse im Grundlagenbereich der TW-Ausbildung fehlen und man deshalb keine andere Möglichkeit sieht als das Verletzungsrisiko billigend inkauf zu nehmen.


    Hier wird darauf verzichtet, den Ball "begreifen" zu lernen, sondern vorausgesetzt, dass das alles ja so schwierig nicht sein kann, da man ja selbst ein stückweit vom erlittenen Schmerz und der Verletzung eines Keepers erfernt ist. Wenn dann einer nicht mehr mutig genug ist, nichts ahnend und dumm genug in den nächsten Ball hinein zu rennen, dann heißt es eben: "der Nächste bitte". Wenn dann schließlich niemand mehr "freiwillig" ins Tor will, sind natürlich die Spieler schuld.


    Derzeit liefert der DFB in seiner Mannschaftstrainer-Ausbildung reichlich "Schützenhilfe" für einen guten Torwart. Dort heißt es, der Torwart müsse besonderen Mut besitzzen. Wenn sich also nach einem schmerzhaften Ballkontakt nicht mehr ahnungslos und dumm in den nächsten Ball wirft, ist demnach ein Feigling! Die Entwicklung von Spielintelligenz mit Abwägung von Risiken für sich und das Spiel ist dort noch nicht angekommen.


    Wenn also schon der DFB Torwartverletzungen als notwendige Folge des besonderen Mutes beschreibt, dann darf man sich nicht wundern, dass es an Verständnis für die Torwart-Schlüsselposition mangelt. Es wundert dann nicht, dass man zwar wahrnimmt, dass ein Torwart einen Ball fangen oder fausten soll, aber es braucht keine extra Übungen, weil ja allein der Mut es zu tun vollkommen ausreicht. Wenn dann schief geht, wars Pech oder ein Torwartfehler!

    Spiele dieser Art, habe ich im Bambini-Alter viel angeboten. Mittlerweile muss ich sagen, dass ich fast ausschließlich fußballspezifische Spiele anbiete. Grundsätzlich gefällt mir die Idee ganz gut, allerdings weiß ich das die Kinder im Turnunterricht der Schule sowie beim wöchentlichen Kinderturnen viele Ballspiele spielen und somit diesbezüglich geschult werden.


    Ich glaube, dass man in diesem Alter ruhig schon ein bisschen spezifischer arbeiten/spielen kann.

    TW-Trainer: Der Kommentar hat mich geärgert ("Tja, da sieht man mal wieder wie wichtig eine Trainer- und Torwarttrainer-Ausbildung ist! Es reicht leider nicht das lesen, sondern man muß es auch verstehen! Die Unterschiede zwischen G- und F-Jugend sind riesig."). Er beinhaltet eine "negative" persönliche Wertung.


    Mir stellt sich die Frage, welche Übungen aus Post 2 von Skriwer für eine G-Jugend nicht geeignet sind und warum bzw. warum sie für eine F-Jugend geeignet sind.

    Es geht um altersgerechte Übungen für die F-Jugend. Also nicht für die G-Jugend als reine Bewegungsübung ohne Tor und auch nicht für die E-Jugend mit kürzeren Entscheidungszeiten und höheren Erfolgsanforderungen (z.B. Belohnung für Ball halten), wie er im 2. Beitrag beschrieben wurde.. Das war Auslöser meiner kritischen Bemerkungen.


    Und dann stellt sich mir noch die Frage, warum ich eine falsche Technik den Kindern zeigen soll ("Zeigen (mit einem Ball), dass man sich die Finger prellt, wenn man sie in Ballrichtung streckt.").

    Sinn und Zweck der Sicherheitsübungen ist es eine Grundlage dafür zu schaffen, die Torwartposition von Anfang an ohne schmerzhafte Berührungen und erhöhtem Verletzungsrisiko kennenzulernen. Aber selbst wenn man die Gefahr von schmerzhaften Ballkontakten und Verletzungen geringer einschätzt, ist es Aufgabe des Trainers sich über häufige Fehler und deren Korrekturen Gedanken zu machen, um den Spielern während des Trainings dort wo sie allein nicht weiterkommen helfen zu können


    Wenn man einem Kind lediglich zeigt, wie es "richtig" ausschaut, wird es meist nicht lange dauern, bis der natürliche Spieltrieb und die Neugier es Glauben machen läßt, man könnte auch anders machen. Der Schock der Schmerzerfahrung kann dazu führen, dass es genug von der Torwartposition hat und so die Chance verpaßt, auch diese Position wie alle Feldspielerpositionen mit Spaß kennen zu lernen.


    Leider gibt es im Breitensportbereich nur sehr wenig Ausbildungsunterstützung, weshalb hier ein Versuch mit einer Hilfe zur Selbsthilfe gestartet werden soll. Um es für Torwarttrainer-Laien einigermaßen übersichtlich zu halten, beschränken wir uns derzeit auf die F-Jugend.


    Das Torwartübungen in der G-Jugend und der E-Jugend anders ausschauen können, hatte ich ja bereits erwähnt. Man macht ja auch in der G- und E-Jugend nicht das Gleiche mit den Feldspielern. Ich hoffe, es ist nunmehr einigermaßen klar für dich geworden und deine anfängliche Verärgerung wird nun als Herausforderung verstanden, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.


    Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, seine Sichtweise vom Mannschaftstrainer mit Schwerpunkt auf die Feldspielerpositionen auf den Schwerpunkt der Torwartsposition zu verlagern. Das ist gar nicht so einfach. Da fordert der Kollege seine F-Jugendspieler dazu auf in seiner Übung einen Ball zu fausten. Dabei setzt es voraus, dass die Spieler die Technik des Faustens erlernt haben. Sonst besteht die Gefahr einer schmerzhaften Berührung mit den Handknöcheln oder einer Zerrung an der Handwurzel. Mal ganz zu schweigen davon, als das der Ball nach dem Kontakt mit der Faust unkontrolliert abprallt.


    Gern möchte auch ich dich davon überzeugen, dass regelmäßige Torwartübungen für die ganze Mannschaft in der F-Jugend eine Bereicherung darstellen, weil auch der Torwart als Teil der Mannschaft eine Unterstützung durch den Traienr verdient hat und der Trainer darüber hinaus selbst mehr lernt die spielentscheidenden Situationen zu verstehen und zu optimieren. Mit Methoden von gestern (für den Torwart braucht man nicht extra was mache, denn das bißchen lernt sich von ganz allein) kaommt man jedoch nicht weiter!

    @personalityX


    Ich möchte die Ausführungen von @Sir Alex noch durch ein paar Anmerkungen ergänzen.


    1. Bei Balleroberung sofort nach vorn passen.
    Wenn die in deiner Grafik aufgezeichnete Positionssituation entstehen kann, dann nur, wenn ihr nach Balleroberung zu viel Zeit für die Einleitung eines eigenen Angriffs benötigt. Es ist schon "draußen" schwer genug mit Ballbesitz-Spiel aus normalen Situationen heraus Tore zu erzielen, denn dazu braucht es meist grobe Abwehrfehler des Gegners. In der Halle wird das Ballbesitzspiel augrund des geringeren Raumes noch schwieriger. Denn es braucht nur einen unpräzisen Paß oder zu wenig Balldruck und schon kann der Gegner euch auskontern, weil ihr weit in die gegnerische Hälfte aufgerückt seit. Es braucht dann auch nur 1 - 2 gegnerische Spieler für einen Konter, weshalb der Gegner bei Ballverlust immer noch das eigene Zentrum gut zustellen kann.


    2. Gegner läßt sich nicht "locken"
    Wenn man jedoch bereits in Rückstand geraten ist und der Gegner diesen Vorsprung über die Zeit bringen will und nur noch auf Konter lauert, dann muß man das Risiko erhöhen. Dazu kann es von Vorteil sein, wenn die beiden Abwehrspieler den Raum schaffen, um einen flachen Paß mit Druck ins Zentrum (in den Lauf eines Angreifers) zu schlagen. Je nach Situation kann der Angreifer direkt zum Torabschluß gelangen oder der 2. Angreifer "kreuzt". Dabei genügt es, wenn lediglich einer der beiden gegnerischen Angreifer die Situatin zu spät antizipiert, zu spät startet oder falsch läuft, weil er spekuliert.


    Nur mit Tempo kann man im gegnerischen Drittel erfolgreich sein. Denn bleibt nur einer deiner Angreifer stehen, so gibt er dem Gegner die Zeit um sich für die neue Situation zu sortieren.


    Zweiter Ball als Option
    1. Ballverarbeitungsfehler
    Wenn ein gegnerischer Abwehrspieler einen scharfen Paß nicht verarbeiten kann, weil er vom eigenen Angreifer sofort unter Druck gesetzt wird, ergibt sich fast immer eine Großchance, weil der Raum dahinter miest offen ist


    2. Torwart kann Ball nicht festhalten
    Weil dem Keeper beim Hallenfussball häufiger die Sicht versperrt ist bzw. aus näherer Distanz geschossen wird, kann er nicht jeden Ball "festhalten". Daraus lassen sich Abstaubertore erzielen. Denn kaum ein Torwart ohne Ausbildung weiß, wie er schnell genug wieder auf die Beine kommt und/oder einen Lupfer, einen Schuß gegen die Laufrichtung erfolgreich abwehrt.


    3. Standards als Torchance
    Man kann auch aus Ecken, Einwürfen, Einkick oder Freistößen Tore erzielen, wenn man diese Standards trainiert. Dabei reicht es häufig schon, wenn 1 Spieler mit einer "Lauffinte" einen freien Raum schafft, den ein Mitspieler für sich nutzen kann.


    Wichtig ist aber nach einem Rückstand nicht "kopflos" zu reagieren, sondern taktisch klug zu agieren. Denn sobald der Ausgleich geschafft ist, wird auch der Gegner keinen Beton mehr anrühren können und seinerseits auf Torejagd gehen können.


    Wer in der Halle erfolgreich sein möchte, der sollte allerdings gut in der eigenen Hälfte verteidigen. Denn dann hat er nach Balleroberung auch den gewünschten Raum für Großchancen mit schnellen Kontern. Aufgrund des jeweils vorhandenen Zeitdrucks sollte zügig der Torabschluß gesucht werden.


    Das schwierigste dabei ist, seinen Spielern im Training zu vermitteln, dass sie gleichzeitig laufen und denken sollen. Denn nur durch das hohe Tempo geistiger und körperlicher Impulse lassen sich gute Torchancen erarbeiten und gegnerische Chancen auf ein Mindestmaß reduzieren.


    Natürlich muß man bei einem 2006-er Jahrgang "die Kirche im Dorf lassen", weil bei einer Tempoerhöhung individuelle technische und taktische Fehler noch deutlicher zutage treten. Dies sollte jedoch als Chance und Herausforderung verstanden werden, auch diese Defizite zu reduzieren. Dass auch Fingerspitzengefühl, Lob und viel Geduld dazu gehören, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.


    Zum Schluß möchte ich anmerken, dass es auch in der Halle durchaus sinnvoll aus den Positionen heraus zu agieren. Denn wie will man gemeinsam defensiv oder offensiv agieren, wenn man die Positionen und Laufwege seiner Mitspieler nicht kennt? Ich sehe darin auch keinen Widerspruch zu einem variantenreichen Pressing- und Konterspiel. Das hängt dann vom Leistungsniveau von Mannschaft und Trainer ab.

    @Ersatzbank


    Danke für die Hilfe! Ja, das sind die "Sicherheitsübungen" Prima "ausformuliert". Daran erkenne ich, dass du sie verstanden hast.
    Wwelche Erfahrungen konntest du mit diesen Übungen machen?



    Jau, das sind die Übungen. Wenn man diese noch um ein paar Fotos ergänzen könnte wäre es perfekt...


    Zeigen dass man sich die Finger prellt wenn man sie in Ballrichtung streckt... damit ist wahrscheinlich gemeint, dass man die Handflächen nach vorne/außen hält und die Finger nach oben, oder?


    Und was ich auch nicht verstehe ist bei der letzten Übung... der Spieler sprintet Richtung Hütchen und dann wirft der Trainer den Ball entgegen der Laufrichtung?

    Immer wenn ich auf Fotos und Videos angesprochen werde, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Das liegt daran, dass ich noch viel zu gerne aktiv bin, anstatt mich mit einer Kamera zu bewaffnen. Ähnlich sieht es mit Texten (Übungen, Spielformen, Erklärungen) aus. Da gibts eine sehr umfrangreiche "lose Sammlung", die mal jemand sortieren müßte, der genügend Fachkenntnisse mitbringt die Unterlagen so aufzubereiten, dass sie auch für Dritte verständlich sind.


    So, aber nun zu deinem Verständnisproblem bei der Übung:


    Der Torwart soll:
    1. bei der Positionsanpassung gleichzeitig die (zu haltende) Torfläche verkleinern, indem er schräg (bei 8 m Distanz ca. 15 Grad) nach vorn sprintet.
    2. über die Fußspitze des hinteren Beines zum Ball hechten, weil er so mit maximaler Sprungkraft, lang gestrecktem Körper, den kürzesten Weg zum Ball hat
    3. den Ball vor dem Körper mit fast ausgestreckten Armen gleichzeitig mit beiden Händen fangen
    3.a. das Fangen wird erleichert (Federweg), wenn die Finger der Hand gespreizt werden
    4. die Landung geschieht durch Abrollen über Oberschenkel, Hüfte, Schulter
    4.a. die Landung bei hohen Bällen kann vereinfacht werden, wenn man sich leicht auf den Rücken dreht
    5. selbst wenn der Ball nicht sofort gefangen werden konnte, ist der Keeper blitzschnell wieder in der Lage sich für einen Nachschuß zu positionieren.


    Im Vergleich dazu häufig beobachtete Fehler im TW- Bewegungsablauf
    1. der TW springt seitlich (statt über die Fußspitze) mit beiden Füßen gleichzeitig ab (der Bewegungsablauf ähnelt der einer "Bahnschränke")
    1.1. Je nach Flugwinkel besteht die Gefahr von Hüft- Schulterprellung. Bei flacherem Winkel erkennt man Schürwunden an den Waden.
    2. TW läuft parallel zur Torlinie (statt schräg nach vorn)
    2.1. Je nach Balldruck und Präzision kommt der TW zu spät zum Ball, weil die Torfläche zu groß und die Absprungkraft zu gering ist. Die Gefahr einer Kopf- oder Körperverletzung am Torpfosten besteht hier unabhängig davon, ob der Ball zunächst erfolgreich abgewehrt werden konnte.
    3. der TW geht nicht mit beiden Armen gleichzeitig zum Ball - es fehlt das seitliche Übergreifen, sodass er nicht genügend Handfläche/Gegendruck auf den Ball ausüben kann und der Ball danach unkontrolliert (ins Tor oder zurück zum Gegner) abprallt


    Beim Hechtsprung ala "Bahnschranke" gibt es eine Reihe weiterer Nachteile, auf die jetzt nicht im Detail eingegangen werden soll.


    Vielleicht macht sich @Ersatzbank ja wieder die Mühe das Ganze in schöne Sätze zu kleiden:) Wäre doch super oder?

    @addi73


    Das sehe ich genauso. Anstatt zu einer vernünftigen Lösung zu gelangen und endlich die "Leichen aus dem Keller" zu holen, versucht man lediglich die Fehler der Vergangenheit "auszusitzen"! Allerdings dürte der Spaß teuer werden, weil der SV Wilhemshaven vermutlich nicht der einzige Verein ist, dem vom Verband, DFB oder FIFA sanktioniert wurden, obwohl es dafür keine rechtliche Handhabe gab.


    Was das Ganze aber noch schlimmer macht: das OLG Bremen hat in seinem Urteil festgestellt, dass der vor Jahren eingeführte Transferrechner für den Jugendbereich gegen geltenden Recht verstößt. Gegen dieses Urteil hat auch der DFB keine Berufung beim BGH eingelegt. Das kann zur Folge haben, das Gelder zurück gezahlt werden müssen und für Sperren Entschädigungen zu zahlen sind.


    Bin mal gespannt, wie ein Verband reagiert, wenn die Eltern eines Jugendspielers ohne Einhaltung einer Sperre und ohne Transfergeldzahlung den Verein unverzüglich wechseln und das Spielrecht notfalls einklagen?


    Zwar hat der DFB von Anfang an darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei diesem "Kindertransfer" um eine Kannlösung handele, aber das hat Vereine nicht davon abgehalten in nach ihrer Meinung begründeten Fällen dei Sprerre oder Geldzahlung als Druckmittel einzusetzen, um einem Kind oder Jugendlichen Steine in den Weg zu legen, wenn es sich woanders ausprobieren möchte.


    Zumindest im Falle einer Sperre könnte es auch zu einer Verbandshaftung kommen, weil nur er fürs Spielrecht zuständig ist.


    Zwar hat das BGH klargestellt, dass ein Verein Klarheit haben muß, wenn er einen Jugendlichen verpflichten möchte. Es stellt jedoch klar, dass die Gesetze des Fussballs mit Landesrecht übereinstimmen müssen.


    Man darf gespannt sein, wieviel negative Presse der DFB noch vertragen kann, bis man sich besinnt und eine Korrektur des Transfer- und Spielrechts für den Kinder- und Jugendfussball sowie für den Erwachchenen-Breitensportbereich schafft. Denn die Korrektur ist dringend nötig, weil die Vereine durch Sperre und Transfergeldforderung einseitig bevorzugt wurden.

    Die Übertragung in die Praxis finde ich interessant, selbst wenn ich mit Torwartspiel nicht so bewandert bin, oder gerade deswegen.

    Genau deshalb habe ich diesen Artikel gewählt.


    Aber so ganz unrecht hat @das Huhn nun auch nicht. An der Tagung des BDFL nehmen Trainer ab A-Lizenz teil. Dazu gehören in aller Regel keine Torwarttrainer, die haben meist kein Interesse am Erwerb einer Mannschaftstrainerlizenz. Die Profi-TW-Trainer hätten den Vortrag vermutlich wesentlich besser gestaltet, weil ihre Sprache sehr viel präziser ist und so deutlich mehr Erkenntnisse mitgenommen werden können.


    Denn Erkenntnisse können jeweils nur dann mitgenommen werden, wenn die Beteiligten verstehen, worin die Besonderheit der Situation im Vergleich zu ähnlichen Situationen liegt.


    Hierzu mal ein paar Fragen zum 1. Bild (Freistoß-Standard an euch:


    1. Ist die Schußdistanz ein Faktor für das Stellen einer Mauer?
    2. Wie viele Spieler sollten wann eine Mauer bilden?
    3. Wo sollte sich ein TW positionieren
    b.a. Warum sollte der TW wissen, mit welchem Fuß der Freistoßschütze schießen will?
    3.b. Warum sollte der TW freie Sicht auf den Ball haben?
    3.a. Ist es sinnvoll, unmittelbar vor dem Schuß seine TW-Position zu verändern?

    Dieser Meinung bin ich auch. Allerdings bekomme ich regelmäßig einen "Rüffel" (auch von dir), wenn ich behaupte, dass sich Übungs- und Spielformen abwechseln und gegenseitig ergänzen sollten.

    Ich denke, man kann es nur im Zusammenhang verstehen.


    Die von mir genannten Sicherheitsübungen dauern für die komplette Mannschaft 10 - 15 Minuten. Darin enthalten sind bereits erste Technik-Grundlagen. Danach kann jeder (auch ohne Handschuhe ins Tor), ohne ein erhöhtes Verletzungsrisiko einzugehen.


    Mein Vorschlag für die F-Jugend war, in der Hinrunde 1 x mtl. ca. 10 - 15 Minuten Techniktraining mit allen Spielern zu machen und dabei bereits durch geschickte Fragestellungen gemeinsam erarbeiten, wann welche Technik eingesetzt werden sollte. Wenn dann ein wenig Grundlagen in TW-Technik und Taktik in der Hinserie gelegt wurden, kann man in der Rückserie mit dem gewohnten Wechsel von Übungs- und Spielformen starten.


    Aber ich würde keinen (egal wie alt er / sie ist) ins Tor stellen, der noch nicht weiß, wie er vor Verletzungen und schmerzhaften Ballkontakten schützen kann. Je höher die Altersstufe, je höher ist auch das Risiko von schwerwiegenden Verletzungen (z.B. Fingerkuppenprellung, Finger- bzw. Fingergelenkbruch, Handwurzelzerrung bzw. Handwurzelbruch, Magenprellung, Nasenprellung, Nasenbeinbruch, Sehnen- und Bänderverletzungen, Kreuzbandriss). Kollege Coeverfan meinte mal, wer seine Mannschaft ohne entwprechende Ausbildung dehnen läßt, der begeht Körperverletzung. Ähnlich sieht es m.E. aus, wenn Keeper ohne Sicherheitsübungen als Jugendliche oder Erwachsene ins Tor geschickt werden! Bei Kindern mag das Risiko noch nicht ganz so hoch sein. Hab aber auch dort schon von schlimmen Verletzungen gehört.


    Ich weiß leider auch nicht mehr, in welchem Thread ich die Sicherheitsübungen beschrieben hab? Vielleicht kann unser Administrator Uwe ja helfen?





    Das gilt für die G- und F-Jugend.

    Tja, da sieht man mal wieder wie wichtig eine Trainer- und Torwarttrainer-Ausbildung ist! Es reicht leider nicht das lesen, sondern man muß es auch verstehen! Die Unterschiede zwischen G- und F-Jugend sind riesig.



    (obwohl mir nicht klar ist, was das bei den Grundlagen für einen Unterschied macht)

    Im F-Jugend-Alter gibt es lediglich marginale Unterschiede, weil Mädchen im Regelfall beweglicher sind, während Jungen dynamischer agieren. Mädchen sind meist auch ein wenig vorsichtiger, während bei den Jungen häufig schon von Anfang an die Post abgeht.
    Sehr groß werden die Unterschiede mit dem Eintritt in die Pubertät. Aufgrund des früheren Einsätzen der Pubertät bei den Mädchen gibt es sogar einen Zeitkorridor, in der sie auf der TW-Position mehr leisten können als ihre gleichaltrigen Jungen. Doch dieser Vorsprung ist rasch aufgebraucht, wenn bei den Jungen mit Eintritt in die Pubertät die Länge und Muskelmasse deutlich zunimmt.


    Um nur ein Beispiel zu nennen:Aufgrund der biologischen Unterschiede haben fast alle weibliche Keeperinnen Probleme mit hohen Bällen, allerdings sind die Schüsse aufs Tor nicht so scharf wie im männlichen Fussball.


    Wir sollten uns jedoch hier lediglich auf das F-Jugend-Alter konzentrieren. Wenn am Wochenende jemand die Sicherheitsübungen gefunden hat, dann können wir gern Anfang nächster Woche mit der Technik und Taktik weitermachen.

    Ich denke mal, dieser Punkt paßt auch ganz gut, wenn man über die verschiedenen Facetten der Torwartausbildung unterhält. Dazu möchte ich euch gerne unter dem Link: https://www.bdfl.de/images/ITK/2016/daniel_roy_end.pdf in den Bereich von Torwartentscheidungen und -entscheidungsfehler einstimmen.


    Ich denke, es wir schon deshalb sehr interessant werden, weil selbst den besten Profi-Keepern deutlich mehr Entscheidungsfehler unterlaufen, als man annimmt. Es gibt hier eine ganze Reihe von Unterschieden. Mal sind es die Anzahl der zeitnahe Aktionen (defensiv oder offensiv), in denen mehr oder weniger gravierende Entscheidungsfehler auftreten können, mal sind es aber auch Entscheidungsfehler im Defensivblock, die nicht vollständig vom Keeper kompensiert werden können.


    Schließlich aber gelangt man zum Themenfeld des Spekulierens und Antizipierens!

    Wozu überhaupt videos zeigen? Das ist meiner Meinung nach verschwendete Zeit, lieber den Ball an Fuß und die taktiachen Dinge in Spielformen lernen.


    PS Videos selber machen und zeigen kann schon ganz gut sein, ich würde aber die Zeit trotzdem lieber anders nutzen und die meisten Spieler garantiert auch.

    Ich denke mal, das hängt jeweils ganz vom Team und den Engagement des Trainers ab. Je älter die Jahrgänge und je höher die Liga, je häufiger können mediale Mittel eine sinnvolle Unterstützung sein.


    Im unteren Jugendbereich (den du vermutlich meinst) bringen Videos sicher wenig!

    Und wenn du das entsprechend interessant "verkaufst", verlangen die Spieler das sogar wiederkehrend und sehen das nicht als ungenutzte Zeit.

    Da bin ich voll bei dir, wenn das Team eine entsprechende Qualität besitzt, so dass die Videos mit großem Interesse und anschliendem Spaß bei der Umsetzung "auf dem Platz" als Unterstützung eingesetzt werden.

    - schneller Ballgewinn
    - Konter
    - Pressing
    - Spieleröffnungen

    Du kannst es mal unter folgendem Link probieren: https://www.bdfl.de


    Das Ding ist jedoch, dass deine C-Jugendspieler vielleicht schon über eine gute Technik verfügen, jedoch taktisch noch nicht in der Lage sind, das Spiel der Profis gut genug lesen zu können. Wenn aber die Lücken sehr groß sind, dann hat es auch ein Trainer sehr schwer die jeweiligen Zusammenhänge so erklären zu können, als das man zeitnah Fortschritte erzielen kann.


    Wenn du es dir als Trainer ein wenig erleichtern möchtest, dann fang erst einmal mit einem Defensiv-Pressing an. Denn dabei ziehen sich nach Ballverlust erst einmal alle deine Spieler zurück, um die Paßräume nach hinten für den Gegner zu verengen. Weil der Gegner dabei häufig sehr hoch aufrückt, hat dein Team bei Ballgewinn im eigenen Drittel genügend Raum zum kontern. Andererseits ist beim Defensivpressing ein Ballverlust nicht immer tragisch, wenn sich meist noch genügend Spieler in der zentralen Achse hinter dem Ball befinden.


    Wenn deine Jungs das drauf haben, dann kannst du mit dem Mittelfeld- und Angriffspressing beginnen.


    --------------------------------------------------------------------------
    Weil nun jedoch noch "Hallenzeit" ist, gibt es dir die Möglichkeit mit deinem Team in kleinen Teams sehr viele Situationen zu simulieren. So kannst du mit zwei 5-er Teams schon eine ganze Reihe von unterschiedlichen Systemen simulieren, wie:


    3 : 2,
    2 : 3,
    3 : 1 : 1
    2 : 1 : 2
    2 : 2 : 1
    1 : 2 : 2
    1 : 3 : 1
    1 : 1 : 3
    2 : 1 : 1 : 1
    1 : 2 : 1 : 1
    1 : 1 : 2 : 1
    1 : 1 : 1 : 2
    1 : 1 : 1 : 1 : 1


    Hab ich noch was vergessen?


    Sollte das noch nicht als Varianten reichen, dann kannst du das Spielfeld mit Hütchen breiter oder schmaler machen. Ferner kannst du durch Provokationsregeln (z.B. Anzahl Ballkontakte in der eigenen bzw. gegerischen Hälfte, Nach Ballverlust in eigene Hälfte zurück ziehen, nach Ballgewinn Rück- oder Querpaß nicht erlaubt, nach Ballgewinn Rückpaß zum TW) eine Steuerung übernehmen, in denen viele oder auch wenige Tore erzielt werden sollen.


    Dabei wirst du feststellen, dass es nicht nur im taktischen Bereich jede Menge "Baustellen" gibt, sondern auch in der Technik (z.B. Ballmitnahme, enge Ballführung, präzise Pässe mit dem richtigen Druck) weitere Baustellen zu bearbeiten sind. Ein Ziel kennen nützt nur dann etwas, wenn man auch die Entfernung zum Ziel realistisch einschätzen kann. Da ist es häufig besser, sich zunächst einmal Etappenziele zu setzen, anstatt gleich den "großen Wurf" zu probieren.


    Das Anaschauen von Videos mag zwar mal ne gute Abwechselung sein, kann jedoch das Sammeln eigener Erfahrungen nicht ersetzen.


    Bevor es in deinem Team auch nur ansatzweise so ausschaut, wie bei den Profis, wird jede Menge Schweiß geflossen sein und deine Geduld als Trainer so manches Mal auf die Probe gestellt werden.

    Liebe Trainerfreunde,


    selbst nach 9 jährigem Streit sowie eindeutiger Urtele des Oberlandesgerichts Bremen und des Bundesgerichtshofes ist kein Ende in Sicht.


    Denn wie die TAZ am 16.12. schreibt, interessieren dem DFB rechtsstaatlich erstrittene Urteile, sondern sie folgt lediglich ihren eigenen Gesetzen. Dieser Konflikt erinnere ans Mittelalter, als man sich um weltliche und geistige Macht stritt. Denn der DFB will sich nur dann den rechtstaatlichen Gesetzen stellen, wenn sie dem eigenen Schutz dienen. So z.B. verkündet es, dass sie der FIFA dann keine Rechenschaft zu leisten habe, wenn die eigenen Landesgesetze dies nicht erlauben.


    Wie nun der SV Wilhelmshaven meint, gebe der DFB wissentlich falsche Informationen an die Presse, weshalb man sich nunmehr an Herrn Grindel zwecks endgülitgem Abschluß wendet. Ausführliche Infos unter: http://www.svwilhelmshaven.de/…offener_brief_grindel.pdf


    Mit Frist zum 31.03. wll nun der SV Wilhelmshaven in die Regionalliga zurück kehren. Man darf gespannt sein ....!

    Ich habe hier keine richtige Antwort. I

    Da gibt es wohl auch keine einzige Antwort, sondern lediglich Einschätzungen. Je jünger das Talent ist, je weniger ist eine Erfolgsprognose möglich. Und wie ein Kollege schon sagte, solange man nicht genauso gut erklären kann, warum es Talente nicht geschafft haben, nützen auch die Erläuterungen über die Talente, deren Wünsche in Erfüllung gingen, wenig!


    Eine positive Lebenseinstellung kann aber helfen, Angebote über neue Aufgaben als Herausforderung zu sehen, so dass auch im Falle eines Scheiterns nicht gleich die Welt zusammenbricht, sondern sachlich analysiert weitere Wünsche durchaus realisiert werden können.