Beiträge von TW-Trainer

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    Wir trainieren 1x die Woche zusammen mit der männl. B-Jugend, ......


    Hallo Jenni,


    Mädchen und Jungen im B-Junioren-Alter gemeinsam trainieren lassen - das geht gar nicht! Denn bis auf das Alter könnten sie unterschiedlicher gar nicht sein! Was sollen die Mädchen denn beim Spiel mit oder gegen die gleichaltrigen Jungen lernen? Die Chancenlosigkeit im Zweikampf gegen einen körperlich weit überlegenen Gegner? Denn, wenn es doch mal jemand probiert, besteht die große Gefahr, dass es was auf die Socken von den Herren der Schöpfung gibt! Klar ist man Gentlemen, wenn gerade die Trainerin zuschaut. Aber alles hat seine Grenzen! Denn sollte es mal einem Mädchen gelingen, einen Zweikampf zu dominieren, wird auch vor der Blutgrätsche nicht zurück geschreckt! Schließlich will man sich nicht als "Schattenparker" degradieren lassen.


    Auch ist das Spiel der B-Junioren sehr viel dynamischer und paßt so rein gar nicht zum taktisch ausgefeilteren Fussballspiel mit deutlich geringerer Dribblingquote und weniger Körperkontakt der Mädchen. Ist dir das denn gar nicht aufgefallen?


    Nur mal so zum Vergleich: die Frauen aus der 2. Bundesliga suchen sich C-Jungen-Teams als Trainingspartner aus, weil sie gegen B-Junioren-Teams bereits chancenlos wären! Es ist schon viele Jahre her, da hat mal die Frauen-Nationalmannschaft gegen ein U 17 Junioren-Team ein Testspiel betritten, welches die Jungen einseitig gestalteten konnten und mit 6 : 0 gewannen!


    Wenn du deine Mädels nicht in der B-Juniorinnen-Bundesliga spielen und du unbedingt gegen Jungs spielen lassen möchtest, dann suche dir als Trainingspartner D-Junioren-Teams aus. Das passt dann besser!

    Andre und Günter


    Prima Beiträge von euch beiden, in der auch für Dritte die Situation und die Möglichkeiten sehr realistisch beschrieben wird.


    Zweifellos steckt der Sohn der Beitragsverfasserin in einer Situation, die für ihn im Augenblick unbefriedigend ist! Welche Ursachen es dafür gibt (immer sind die Anderen schuld), wissen wir nicht! Wird er jedoch gezwungen, in seinem Hobby Fussball auch noch Stress zu erleben, indem seine Eltern und Trainer nicht nachgeben, dann wird er spätestens zum Ende der Saison mit dem Vereinsfussball sowie dem Stützpunkttraining aufhören. Er wäre übrigens nicht der erste Fall!


    Mit dem "Burn-Out-Syndrom" hat das eher nichts zu tun, weil der Junge anscheinend gerne, aber nicht so häufig Fussball spielt, sondern mit der Unnachgiebigkeit seiner Trainer, die jeweils auch dann auf seine Anwesenheit bestehen, wenn er gerade gar keinen Bock darauf hat. Niemand will verstehen, das er dann einfach nur seine Ruhe haben möchte und spontan das machen möchte, was ihm in den Sinn kommt!


    Nun kann ich durchaus die Ängste verstehen von Eltern, die ihr Kind auf einem für sich "guten Weg" zum Erfolg sehen, das das Kind jetzt ganz abdriftet! Jedoch sind diese Ängste fast immer unbegründet! Aber man muß sich daran gewöhnen, dass man sich seine Kinder nicht so backen kann, wie man sie gerne hätte. Das bedeutet, man muß ihnen stückchenweise das Vertrauen schenken, damit sie langsam selbständig werden. Das beinhaltet auch, dass sie sich in anderen Dingen ausprobieren können! Die dabei gesammelten Erfahrungen helfen später, die richtigen Entscheidungen zu treffen! Denn die Welt besteht nicht nur aus Fussball oder Vereinen!


    Unlängst sagte mir ein Professor, er habe seiner Tochter nach dem Abitur zu einem sozialen Jahr geraten, statt zur unverzüglichen Aufnahme eines Studiums. Auf meine Frage, warum er dies nicht für Zeitverschwendung hielt, meinte er lapidar, er sei sozial völlig unreif nach dem Studium auf die Menschheit losgelassen worden. Dieses Los wolle er seiner Tochter ersparen! Die einfache Erkenntnis daraus ist, dass es immer mehr als einen Weg gibt, für sich erfolgreich zu sein! Und nicht immer ist der gerade Weg auch der Beste! Basis dafür ist gegenseitiges Vertrauen! Zeige also deinem Sohn, dass du ihm vertraust! Beobachte, wie er sich entscheidet und gibt ihn einen Rat, wenn er es wünscht! Freiwillige Korrekturen aus eigener Erkenntnis sind nachhaltiger, als permanente Bevormundung! Nur dann, wenn er sein Handeln sehr deutlich nicht überschauen kann, bedarf er der Obhut seiner Eltern. Aber darin kann ich momentan noch nichts erkennen.

    Guten Morgen Marcel,


    du bist ja wirklich schon früh auf den Beinen!


    Durch deine Beschreibung des Trainings läßt sich einigermaßen gut ablesen, warum dir einige Spieler durch Zuspätkommen oder andere Faxen zeigen möchten, dass da im Training noch mehr geht!


    Bitte streiche als Erstes das Dehnen aus deinem Warmmachprogramm, denn das brauchen E-Junioren (noch) nicht. Ansonsten müßtest du uns mal beschreiben, wie Dehnen mit Ball geht?
    Der Bewegungstrieb für E-Jugend-Spieler ist so ausgebildet, dass sie gleich nach dem Betreten des Trainingsplatzes (hoffentlich mit Ball am Fuss) mit dem Laufen beginnen, sodass über die Pulsbeschleunigung alle Muskeln und Sehnen gut auf das anschließende Training vorbereitet sind.


    Kopfballtraining kann man im E-Jugend-Bereich allerhöchstens als Partnerübung durchführen, denn beim Flugkopfball ist Ballstreuung bei einer durchschnittlichen E-Jugend-Mannschaft viel zu groß und deshalb die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Torabschluß sehr gering!


    Das Salz in der Suppe ist selbstverständlich die Übung mit Torabschluß! Allerdings nicht in der Form, dass alle in Reihe und Glied an der Perlenschnur aufgestellt sind, der Trainer am 16-er steht und jedem den Ball zurückpaßt, sondern in intelligenten Passformen, bei der im Doppelpass Flanken aus dem Halbfeld geschlagen werden. Das kann man dann von rechts wie von links machen. Wenn der TW den Ball fängt, rollt oder passt er den Ball zu einem neben dem Tor postierten Mitspieler, der dann zum Angreifer aufs gegenüberliegende Dribblingtor paßt, wo er dann durchs Tor dribbelt.


    Diese abgewandelte Torabschlußübung ist dann spielnah, weil sie eine typische Spielsituation simuliert! Bei jeder Aktion sind 5 Spieler beteiligt, so dass es kaum Wartezeiten gibt. Durch das Flanken und Schießen mit rechts und links wird die Beidfüssigkeit trainiert. Der Torwart trainiert defensive Aufgaben (z.B. Stellungsspiel, Sprung- und Fangtechnik) und offensive Aufgaben (z.B. Ball in den Fuß oder in den Lauf rollen, werfen, passen)


    So, nun noch etwas zu den Liegestütz und Platzrunden. Trainingszeit ist kostbare Zeit, die man nicht damit verschwenden sollte, Platzrunden oder Liegestütz zu absolvieren. Dafür bist du nicht vom Verein als Trainer beauftragt worden und dafür zahlen die Eltern auch nicht die Beiträge für ihre Kinder. Wenn du ein interessantes und abwechselungsreiches Training vorbereitest, werden die Jungs ganz heiß auf dein Training sein. Es wird dadurch in ihrer Priorität, unbedingt dabei zu sein, steigen! Bis auf das normale, aber sehr kurze Kaspern als Auflockerung nach einer körperlichen/geistigen Anstrengung wirst du auch keine Autoritätsprobleme bekommen.
    Autorität muß man sich erarbeiten und viel dafür tun, um es zu erhalten. Man kann sie nicht (Kraft eines Traineramtes) erzwingen! Dein jetziges Training ist (noch) nicht gut genug in den Augen der Kinder, weshalb sie sich teilweise undiszipliniert benehmen. Aber Kinder sind nicht nachtragend und reagieren sofort auf positive Veränderungen! Ich würde das mit den Platzrunden oder Liegestütz sein lassen, sondern ganz kurz erklären, warum ein Verhalten vom Spieler X gerade nicht paßt. Kinder haben (noch) einen besonders gut ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Deshalb werden sie deine Anmerkungen verstehen. Nutze die kostbare Zeit lieber für den gemeinsamen Spaß am Fussball.


    Wenn du weiterhin auf Bestrafung (Formen der Erniedrigung) bestehst, läufst du Gefahr, ausschließlich deine eigenen Fehler als Bagatellen anzusehen und die der anderen als Beleidigung zu empfinden!!! Daraus erwächst die Konsequenz, dass du den Kindern etwas Falsches vorlebt, aber von ihnen das Richtige erwartet! Ich hoffe, du erkennst den Verhaltenswiderspruch? Du findest zum Thema: falsches Verhalten von Trainer, Eltern, Funktionäre hier im Forum z.B. etwas im Thema KIFU!


    Ich erkenne an deinen Mails, dass du sehr engagiert bist! Auch hast du erkannt, das du Unterstützung benötigst. Einen Teil kannst du dir hier im Forum oder aus dem Internet holen. Allerdings empfehle ich dir, zusätzlich Kurzschulungen vom DFB in deiner Nähe zu besuchen. Die sind für dich kostenlos. Wenn du dir noch mehr Wissen angeeignet hast, wirst du vielleicht sogar die Trainerlizenz machen wollen. Häufig werden die Lizenzkosten vom Verein bezahlt!

    Günter
    Wie mir scheint, handelt es sich beim Trainertyp A um den klassisch ausgebildeten Trainer mit entsprechendem Erfahrungsschatz. Beim Trainertyp B handelt es sich scheinbar um einen Trainer, der seinen Spielern individuelle Handlungsschnelligkeit und -sicherheit vermitteln möchte und darüberhinaus sehr großen Wert darauf legt, Tore nach reproduzierbarem Muster zu erzielen, statt nach der Methode einer "Boden-Luft-Rakete" Marke "fyre and vorget" Kraftstrotze auszubilden, die mangels taktischem Wissens immer und im Laufdueell und Zweikampf ihr Glück versuchen müssen!


    Je nach späterer Ligazugehörigkeit im Seniorenbereich wird eher die Zweikampfstärke (Breitensport) oder die individual-, gruppen- und mannschaftstaktischen Stärken (Leistungssport) benötigt.


    Momentan ist das schnelle Kombinationsspiel der Spanier Weltspitze, aber vielleicht wird die Körperathletik wieder eine Rolle spielen? Wer weiß das so genau? Denn auch Ticki-Tacki hat seine Schwächen! Denn bei dieser Taktik werden kaum Tore aus ruhenden Situationen (Ausnahme 11-Meter) erzielt und das Kopfballspiel wird ebenfalls als Torabschlußmöglichkeit vernachlässigt! Fussball ist ständig in Bewegung und nichts hat endgültige Bedeutung!


    Schauen wir uns heute Abend mal die DFB-Halbfinalspiele an und vergleichen sie dann mit den nächsten Championliga-Duellen der deutschen und spanischen Spitzenmannschaften?

    Hallo Marcel,


    ich drücke dir die Daumen für heute Abend. Wenn du den Müttern das Gefühl gibst, dass du gut zuhörst und auf ihre Einwände und Anregungen eingehst, dann wirst du sie für deine Jungs gewinnen können und sie werden dir helfen!


    Deine Keeper haben Probleme mit Abstößen? Da kann ich dir nur befristete Tipps geben, denn sobald ein körperlicher oder geistiger Schub einsetzt, muß man (fast) wieder von vorne anfangen, weil die Koordination nicht mehr exakt passt.


    Dennoch will ich dich nicht ganz im Regen stehen lassen und 2 Abstoßvarianten beschreiben.


    1. Sicherheitsabstoß (Ball fiegt hoch, aber nicht weit)
    Hierbei läuft der Keeper in einem breiten Bogen an und tritt mit dem Ballen des großen Zehs den Ball ziemlich weit unten, sodass der Ball steigt!


    2. Fast-Spannstoß (Ball fiegt weit, aber nicht hoch)
    Hierbei läuft der Keeper in einem flachen Bogen an und trifft den Ball im Dreieck zwischen dem Ballen und dem großen Zeh (also fast mit dem Vollspann)! Exat im Zeitpunkt des Abstosses soll der Standfuss eng neben dem Ball plaziert werden. Denn nur so kann die Kraft des gesamten Körpers auf den Ball übertragen werden.


    In beiden Abstoßvarianten geht es aber um 90 % Technik und 10 % Kraft, weshalb es Übung und entsprechende Korrekturhinweise der Trainer braucht. Der Abstoß ist für den Torwart eine der schwierigsten Techniken, weshalb er dafür sehr viel Zeit braucht.


    Deinem Keeper kannst du vermitteln, dass er Abstöße, Abschläge und Rückpässe zügig, aber nicht überhastet verarbeiten soll. Genauso wichtig sind aber auch die Anspielpartner des Keepers. Sie sollten sich beim Abstoß seitlich positionieren. Und zwar so, dass sie Ball und Gegner gleichzeitig im Blick haben. Dann können sie entscheiden, ob sie mit dem Ball einige Meter dribbeln oder ihn zu einem Mitspieler passen.


    Weite Abstöße sind erst bei älteren Jugendlichen ein taktisches Mittel, wenn der Gegner sehr weit aufgerückt ist. Bis dahin sollte man seiner Mannschaft einen guten Spielaufbau gönnen und der Keeper sollte dafür kurze, präzise Pässe in den Fuss oder in den Lauf spielen können.

    @Günther


    Günter, du bringst es ja auf den Punkt! Wenn es kein Geld ist, dann ist es eine Kompetenz, die Nutzen für den Verein bringen könnte. Wenn die aber nicht vorhanden ist, dann kann man sich mancherorts einen Einfluß über Geld erkaufen! Das funktioniert übers Sponsoring, wobei in den meisten Fällen vom Geldgeber andere Interessen (Werbung, Imageverbesserung) damit verfolgt werden.


    Aber lassen wir das! Zum Vereinsclown taugt er scheinbar ebenfalls nicht, denn gerade die Clowns müssen sich in der Ernsthaftigkeit ihres Anliegens besonders gut auszukennen. Dieser Clown will sich aber nur mit sich und nicht mit seinem Publikum beschäftigen. Wenn jemand klatscht, dann aus Mitleid! Aber das macht doch keinen Spaß oder?


    Im konkreten Fall scheint jedoch den Mitgliedern die pure Angst im Nacken zu sitzen, dass da ein neugewählter Funktionär anschließend alle Leute anmacht, die nicht so denken und handeln wie er.


    Ich meine, jeder hat ja so seinen Knall, aber die meisten wissen, wann es gut ist! :thumbup:

    Hallo Marcel,


    damit läßt sich schon etwas anfangen. Kleinere Kaspereien sind im E-Jugend-Alter normal. Du kannst es reduzieren, indem du auf folgende Punkte achtest:
    1. kurze, klare und einfache Anweisungen für die nächste Übung/Spielform (keine lange Reden!) Sie können sich noch nicht so lange konzentrieren und signalisieren das durch Albereien und Geschupse
    2. Übung/Spielform einfacher gestalten, wenn zu schwierig, bzw. Schwierigkeitsgrad erhöhen, wenn zu einfach
    3. Übung/Spielform unterbrechen oder beenden, wenn Spieler ermüdet (erkennt man daran, dass Pässe, Schüsse, usw. nicht mehr präzise sind) dann Trinkpause zwecks Regeneration einlegen


    Wenn du als Trainer allein bist, dann solltest du deine Trainngseinheiten mit möglichst wenig Trainingsmaterial planen. Denn dann kannst du die Hütchen/Stangen ect. in den Trinkpausen plazieren. Wenn du das alles vor dem Training machst, dann fliegen die Hütchen bereits durch die Gegend, bevor ihr zu dieser Übung kommt.


    Nun zum Torwart:
    Früher glaubte man, der Torwart würde automatisch vom falschen zum richtigen Bewegungsablauf gelangen, indem er seine Ergebnisse mit der jeweiligen Koordination abgleicht! Aber Kinder lernen auch nicht lesen und schreiben, in dem man ihnen einfach nur das Schreiben von Buchstaben und Zahlen beibringt!
    Deshalb braucht dein Keeper konkrete Hinweise dafür, wie er einen Ball richtig fangen soll. Und damit er die Fangtechnik für einen besseren Ballkontakt einfacher lernt, sollte er zum Erlernen der Grundtechnik die Handschuhe ausziehen!


    A. Verletzungsrisiko minimieren
    Dazu soll der Torwart seine Finger niemals in Ballrichtung strecken. Denn dann besteht die Gefahr, dass er den Ball auf die Fingerkuppen bekommt und eine schmerzhafte Prellung davon zieht. Die korrekte Stellung der Hände lautet deshalb als Verlängerung der Arme nach unten, nach oben, nach links oder rechts ausstrecken!


    B. Wo den Ball am einfachsten fangen
    Flache, halbhohe oder hohe Bälle sollten vor dem Körper gefangen werden.
    Grundsätzliche Beschreibung der Fangtechnik: Findet der Ballkontakt mit den Händen vor dem Körper (statt am oder über dem Körper) statt, so kann die Ballgeschwindigkeit durch das anschließende Heranziehen an den Körper entsprechend reduziert werden. (Du kannst es deinem Keeper ganz einfach zeigen. Lege ihm einen Ball in den Händen und sage ihm, er soll die Arme weit hochgerechen. Dann drückst du leicht von vorne gegen den Ball und er wird ihm über seine Hände nach hinten entgleiten. Dann gibts du ihm wieder den Ball. Diesmal sagst du ihm, er soll den Ball vor den Körper in Schulterhöhe halten. Dann versuchst du wieder, ihm durch Drücken mit einer Hand den Ball nach hinten hin aus den Händen wegzudrücken, was jedoch nicht gelingen wird)


    Spezielle Beschreibungen:
    1. Flachen Ball fangen: Beide Arme sollen vor dem Körper sein. die Hände sind nach unten gerichtet, Finger bis auf den Boden und die Daumen zeigen in gespreizter Form aufeinander. In der Beinstellung gibt es zwei Techniken.
    Die parallele Beinstellung: der Vorteil besteht darin, dass sie leicht zu erlernen ist. Ein Nachteil ist, dass bei nicht korrekter Ausführung (z.B. Hände sind am Körper) der Ball zwischen den Beinen hindurch rollt.
    Seitliche Bein-/Fussstellung: Dabei wird zu der Seite gekniet, vor man der Ball mit beiden Händen fangen will. Das hat den Vorteil, dass ein nicht gefangener Ball am Bein oder Fuss abprallt und im Nachfassen aufgenommen werden kann. Nachteil: es bedarf ein wenig Übung, bis der Keeper die Koordination zu beiden Seiten hin gleichmäßig gut hinbekommt.


    2. Mittelhohe Bälle
    Allgemeine Beschreibung: bei den mittelhohen Bällen gilt es zu unterscheiden, ob der Ball von oben fallend, frontal gerade aus oder von unten aufsteigend kommt. Davon abhängig sind unterschiedliche Fangtechniken anzuwenden.
    Sorry, habe gerade gemerkt, die Geschichte wird jetzt echt zu lang und interessiert vermutlich längst nicht alle! Wenn du gestattest, werde ich entweder dir per PN darauf antworten!


    3. Mal werfen sie sich hin und mal nicht
    Vermutlich haben viele Trainer mit diesem Phänomen ihrer Torleute "zu kämpfen". Mal wirft sich ein Keeper hin und mal läßt er es! Die meisten Keeper sind "einbeinig"! D.h. sie bekommen die Koordination zur einen Seite deutlich besser hin als zur Anderen. Man erkennt dies daran, dass sie auf der schwächeren Seite auf den Bauch fallen, statt seitlich hinab zu gleiten. Fast immer ist der Bodenkontakt schmerzhaft. Mal hat sich der Keeper das Knie in den Bauch gerammt, mal hat er den Ball in die Magengrube bekommen und mal knallt er mit dem Gesicht auf die Erde.
    Generell kann man den Rat geben, alle Übungen mit rechts, wie mit links machen zu lassen. Der Bewegungsablauf führt über des seitliche Abgleichen aus der Sitz-, zwei- und einbeinigen Knieposition, über das Abkippen hin zur Hechtparade. Spezielle Probleme wieder per PN!

    4. Stellungsspiel
    Ein nicht korrektes Stellungsspiel beobachtet man häufig in dieser, aber auch späteren Altersklassen in 2 Situationen.
    A. Der Keeper unterläuft den Ball
    Korrektur: Hier gibt es einen kleinen Trick! Man setzt dem Keeper ein Hütchen auf den Kopf und gibt ihm die Aufgabe, das Hütchen während der Übung immer auf dem Kopf zu balancieren. Zunächst wirft man ihm einen hohen Ball zu, bei dem er stehen bleiben kann. Nach 2 - 3 Wiederholungen wird das Hütchen nicht mehr vom Kopf fallen. Dann wirft man ihm einen kürzeren, hohen Ball zu. Jetzt muß er einige Schritte nach vorne machen, um den Ball zu fangen. Dabei wird ihm das Hütchen nach vorne vom Kopf fallen. Nach 2 - 3 Wiederholungen wird er jedoch bemerken, dass er bei aufrechtem Oberkörper und gerade ausgerichtetem Kopf auch diesen Ball gut fangen kann, ohne das ihm das Hütchen vom Kopf fällt. Zum Schluß wirft man ihm einen langen, hohen Ball zu, bei dem er einige Schritte rückwärts machen muß, um den Ball zu fangen. Nun wird ihm das Hütchen nach hinten vom Kopf fallen, weil er in eine Rückwärtsbewegung gelangt. Weil der Bewegungsablauf dafür etwas komplexer ist, wird er mehr Versuche benötigen, bevor es ihm gelingt, das Hütchen auf dem Kopf zu ballancieren. In der Bewegungsstartphase hilft ihm das Hütchen. Denn sobald der Keeper den Ball nicht mehr unter dem Hütchenrand sehen kann, wird er automatisch mit der Rückwärtsbewegung starten. Damit das Hütchen auf dem Kopf bleibt, wird er die Distanz in kleinen Rückwärtsschritten zurücklegen. Um nicht in Rücklage zu geraten und das Hütchen zu verlieren, wird der Oberkörper und Kopf gerade oder sogar leicht vorwärts orientiert ausrichten. Ist die Distanz gut zurück gelegt, wird der Keeper einen Ball, den er vorher nur zufällig mal gefangen und nicht unterlaufen hat, durch Korrektur des Bewegungsablaufs unter Zurhilfenahme eines kleinen Tricks (Hütchen) leichter Fangen erlernen können.


    Der eine Keeper braucht mehr, der andere weniger Zeit! Wichtig ist jedoch, dem Torwart viel Mut zu geben und zu Loben. Falls etwas nicht sofort klappt, sollte man an der Stelle unterbrechen, eine Pause einlegen und ggf. andere Übungen machen. Wenn man das Gefühl hat, der Keeper hat jetzt in anderen Übungen gute Fortschritte gemacht, dann gibt das dem jungen Kerl auch den nötigen Mut und das Selbstvertrauen, wieder an einer für ihn schwierigen Aufgabe weiter zu üben!

    @marcel1994contwig


    Ich hatte vermutet, dass er immer etwas falsch macht, es erkennt und Hilfe fordert! Trainer sehen häufig, wie es falsch und wie es richtig aussieht. Aber die wenigsten kennen den Weg, um von einem falschen Bewegungsablauf zu einem korrekten Ablauf zu gelangen.


    Was macht er denn bei welcher Übung falsch. Bitte versuche es präzise zu beschreiben!

    @Günther


    Vereine, die der Gemeinnützigkeit unterstehen, bedürfen bestimmter Satzungsrahmen. Da hast du vollkommen recht! Wäre im konkreten Fall die "Not so groß" gewesen, man hätte einem geeigneten Wunschkandidaten sofort ein Mitglieds-Antragsformular zur Unterschrift vorgelegt und er wäre unter tosendem Beifall von den anwesenden Personen gewählt worden.


    Hier aber lag nach dem Ermessen der anwesenden Personen scheinbar keine Not vor. Denn die Frage, ob man einen Kandidaten ohne Vereinsmitgliedschaft für ein Aufgabenamt benötigt, ergab sich durch das Abstimmungsergebnis.
    Wenn man jedoch gar keine Stimmen bekommt, dann sollte man sich auch mal die Frage nach dem warum stellen? So, wie ich das sehe, hätte der Kandidat lediglich bei gleichzeitiger Übernahme als Hauptsponsor geneigtes Interesse empfangen können. Man könnte auch sagen: gegen ein entsprechendes Schmerzensgeld hört sich der Vorstand das Geschwafel hin und wieder an! Hauptsache, er ist nicht ständig am Platz und vergrault Spieler, Eltern und Zuschauer! Soetwas ist ja in den Dorfvereinen längst üblich, wenn der Sponsor, der keine Ahnung von Fussball hat, gebauchpinselt werden will, damit er ein paar Kröten locker macht!

    @marcel1994contwig


    Für das Wegschießen des Balles durch den Nachwuchs-Keeper möchte ich mal die aus meiner Erfahrung häufigsten Gründe anführen


    1. Die von dir angegebene Übung hat er schon zum zigsten mal gemacht; sie kommt ihm Spiel eher selten vor; er sieht keinen Sinn mehr darin, dass immer noch weiter zu üben


    2. Die Wahl deiner Übungen ist immer so, dass der Torwart nie im Mittelpunkt steht und deshalb auch kein Lob bekommt


    3. Er kann sich (noch nicht länger) konzentrieren und signalisiert seinem Trainer dies durch Wegschießen des Balles (d.h. ich will und kann jetzt nicht mehr)


    4. Probleme/Frust im sozialen Umfeld (Familie, Schule, Freunde), die im Freizeitbereich ihr Ventil suchen


    Manchmal ist es auch eine Kombination aus mehreren Ursachen. Aber um das Herauszubekommen, würde ich entweder nach dem Training, aber noch besser vor dem nächtsten Training das Gespräch mit dem Jungen suchen. Kannst du mit seinen Antworten (noch) nichts anfangen, bitte die Mutter oder den Vater dazu. Das Gespräch ist wichtig, denn der Junge will ja durch seine Mißfallensbekundung sagen, dass sich etwas ändern soll!

    @marcel1994contwig


    Ich glaube, es hat dir schon eine ganze Menge Mut gekostet, hier dein Problem zu beschreiben.


    Auf der einen Seite hast du als 19-Jähriger noch nicht so viel Lebenserfahrung, um auch in aussergewöhnlichen Situationen angemessen reagieren zu können. Aber so außergewöhnlich ist das von dir Beschriebene gar nicht!


    Kinder im E-Jugend-Alter wollen sich ausprobieren. D.h. heißt, sie wollen wissen, wie weit sie gehen können? Dabei brauchen sie auch keinen "Welpenschutz" von den Eltern, weil die im Regelfall wenn überhaupt, nur bei den Spielen noch dabei sind.


    Wie jetzt also in Situationen, wo sich 2 Spieler an den Kragen gehen wollen, umgehen. Solange das ganze verbal abläuft und lediglich ein kurzer Wortwechsel zu erwarten ist, gehört soetwas dazu! Sobald jedoch mit Prügel gedroht wird oder die Beschimpfung außergewöhnlich beleidigend wird, muß der Trainer jedoch einschreiten. So kann man die beiden Streithähne zwecks "Abkühlung" für ein paar Minuten neben dem Trainingsfeld platznehmen lassen. Danach sollten sie sich für alle sichtbar die Hand der Versöhnung reichen und damit ist die Sache gegessen. Man ist ein Team, in dem es zwar mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann, die aber sofort ausgeräumt werden, denn sonst nutzt der Gegner die eigener Zerstrittenheit beim nächsten Spiel aus.


    Zur Prävention oder Folge von Streitigkeiten innerhalb des Teams eignen sich Teambuildingmaßnahmen (gibts hier im Forum auch genügend Angebote)!


    Nun zum Torwart! Es ist nur ehrlich, wenn er zu seinem Trainer sagt, dass Trainingsübungen, die immer nur auf die Feldspieler fixiert sind, ihm wenig bis gar nichts bringen. Da erlebt man schon allerlei Quatsch, selbst auf den DFB-Stützpunkten. So sollte in einer Übung der Flugball aus kürzester Distanz Volley aufs Tor gedroschen werden. Natürlich war der Torwart bei dieser Aktion dann chancenlos und die Gefahr, schmerzhaft getroffen zu werden, relativ groß. Andere Ausdauerübungen eignen sich ebenso wenig. Denn während sich die Torschützen nach 10 - 15 Versuche so langsam warmgeschossen haben, ist der Torwart bereits aufgrund seiner Aktionen ohne Regenerationsphase weitgehend ermüdet. Er kann sich jetzt noch so anstrengen und kommt nicht mehr hin zu Ball. Der Trainer und die Mitspieler haben nun das Gefühl, der Keeper ist ein Looser und lachen ihn vielleicht sogar noch aus! In Wirklichkeit ist es aber sein Trainer in dieser Phase!


    Was kann man machen? Bis einschließlich dem jüngeren E-Jugend-Jahrgang empfehle ich ein paar Torwartübungen für die gesamte Mannschaft ins Training zu integrieren. Innerhalb einer Saison sollte man mit Ballhandling-Übungen beginnen, um spielerisch Fangtechniken zu erlernen. Danach kann man einfache Bewegungsabläufe, wie die das 1 : 1 mit anschließender Spieleröffnung (Rollen, Werfen, Abstoß, Abschlag). Je nach Fortschritt und Spaß der Trainingsgruppe an diesen Übungen kann man das Abtauchen, Abkippen bis zum Hechtsprung üben. Das Schöne dabei ist, man muß diese Dinge nicht präsentieren können. Es genügt, wenn man sie kurz erklärt. Denn gerade im E-Jugend-Alter möchten die Kids sehr gerne Dinge einfach mal ausprobieren. Sie lernen sehr gut voneinander und brauchen nur dann Trainerhilfe, wenn es einfach nicht klappen will!


    Als Buchtipp kann ich "Gehalten" empfehlen. Wer erst mal nur mit ein paar Übungen beginnen möchte, kann mir gerne auch per PN seine Wünsche schreiben. Ansonsten gibt es hier wie auch im Internet bereits Übungen, die teilweise sogar als Video z.B. "blaue Wand" hinterlegt sind.

    Hallo Dario,


    ich hoffe, du wirst deinen Entschluß Trainer zu werden so lange nicht bereuen, bis du dir eines Tages voller Zufriedenheit sagen kannst, jetzt ist es Zeit für Andere platz zu machen!


    Leider geben sehr viele "Jungtrainer" bereits nach einer Saison wieder auf, weil sie sich nicht schnell genug das dafür notwendige Wissen angeeignet haben und es in den Verein längst noch nicht überall selbstverständlich ist, die Jungtrainer besonders zu unterstützen. Natürlich kann man fragen und bekommt auch meist Antworten. Aber, wie bereits erwähnt, gibt es unter den etwas erfahreneren Trainern auch solche, von denen man nicht unbedingt lernen sollten. Ganz besonders kritisch sind die rein ergebnisorientierten Trainer zu sehen, die nach jeder Saison die "schlechten Spieler" hinauswerfen und sich mit legalen oder illegalen Mitteln von anderen Mannschaften mit "besseren Spielern" versorgen. Denn die eigentlich Qualitätsverbesserung im Training vermögen sie nicht zu leisten!


    Weil die Kernaufgabe eines Trainers in der Qualitätsverbesserung seiner Mannschaft zu finden ist, solltest zu zumindest zur Erlangung der Grundlagen von Trainerwissen Fortbildungsveranstaltungen besuchen. Nach ca. 3 - 6 Monaten weiß man, ob einem der Trainerjob spaß macht. Dann ergibt sich die Entscheidung, ob man sie eher zum Breitensport- oder zum Leistungssport hingezogen fühlt. Meist wird es die Breitensportlizenz sein. Parallel dazu ist es je nach Altersstufe von Bedeutung, ob man mehr der Kümmerer und Organisator (unterster Jugendbereich) oder mehr Zeit in die technisch-taktische Ausbildung investiert.


    Man kann nicht alle Eventualitäten durchexerzieren und darauf vorbereitet sein! Dennoch hören viele Jungtrainer nicht deshalb auf, weil ihnen das Training keinen Spaß macht, sondern weil sie während des Spiels mit ebenfalls unerfahrenen Spielereltern konfrontiert werden, nichts vom Elterncoaching gelernt haben und sichließlich dieser Drucksituation nicht mehr gewachsen sind. Gerade zu diesem Thema kannst du hier im Forum sehr viele Tipps finden, wenn du zum "KIFU-Thema" suchst!


    Falls du in den Seniorenbereich starten willst, dürften deine letzten Erfahrungen als Spieler gute Dienste leisten. Allerdings ist es anfangs gar nicht so einfach, von der Spieler- in die Trainerrolle zu schlüpfen.


    Im Regelfall solltest du dir ca. 2 Jahre zeit geben, um dich mit dem nötigen Wissen und dem Grunderfahrungsschatz biem Coaching auszustatten. Danach wird es dann auch Zeit, eine andere Mannschaft zu übernehmen, um sich weiterzubilden. Denn auch beim Trainer besteht die Gefahr, bei zu langem Verharren in einer Mannschaft "betriebsblind" zu werden. Es sei denn, man hat schon den Idealjob gefunden!

    @teenay


    Die Testspiele zwischen Männern und Frauen finde ich interessant! Ich kannte bislang nur Testspiele in der Vorbereitung gegen Jungen-Mannschaften aus der C oder D-Jugend!


    Nun noch eine Frage zum Balldruck? Hierbei habe ich desöfteren bemerkt, dass sich die Mädels bevorzugt Bälle ausgesucht haben, die nicht ganz so stark aufgepumpt waren! Besonders, wenn`s mal Kopfballtraining gab, wurde bei hart aufgepumpten Bällen schon mal eher "gekniffen" oder es wurde nicht mit der Stirn geköpft!


    Natürlich wollen die auch nicht mit halbplatten Bällen spielen!


    Aber mich würde mal interessieren, wie deine Erfahrungen zum Balldruck für den Mädchen- und Frauenfussball sind?

    Hallo Michael,


    natürlich möchten dir alle helfen! Wenn aber die Angaben noch unpräzise sind, kann der ein oder andere schon mal was hineindeuten. Das ist aber bestimmt nicht böse gemeint!


    So, wie du die Situation jetzt schilderst seit ihr in einer Staffel, in der alle Mannschaft stärker, teilweise sogar deutlich stärker sind als ihr. Jetzt möchtest du wissen, ob es ein "Zaubermittel" gibt, binnen weniger Wochen (wieder) auf die Ergebnis-Erfolgsstraße zu gelangen.


    Einen kleinen Teil hast du schon selbst erkannt, in dem du feststellst, dass da 2 Spieler in deinem Team deutlich besser spielen können als der Rest. Wenn aber deine Gegner nur aus Spielern bestehen, die sich so lauffreudig und aktiv ins Spiel einbringen, dann kannst du den großen Rest deiner Mannschaft auf ihren Positionen belassen oder sie rotieren lassen, es würde sich kurzfristig gar nichts ändern! Denn in der F-Jugend dominieren noch individuelle technische Fähigkeiten. Das Passspiel findet bei den meisten Spielern noch zufällig statt! Es gibt wenig individuell-taktisches Verständnis und geringes gruppentaktisches Verständis in dieser Altersgruppe. So sieht man häufig, dass entweder alle Abwehrspieler auf den ballführenden Gegner zurennen oder aber alle auf ihrer Position verharren, bis der Gegner zu ihnen kommt. Je nach Mannschaft und Überlegen-/Unterlegenheit wollen alle den Ball haben und schreihen oder alle verstecken sich und keiner sagt einen Ton.


    Durch einen Wechsel in eine etwas schwächere Staffel könnte euer Team gegen in etwa gleichstarke Mannschaften spielen, wodurch dann die Positionsrotation mehr Bedeutung bekäme, als in eurer momentanen Situation. Insofern ist das, was hier über die mittelfristig, posivite Auswirkung in der Positionsrotation nicht falsch.


    Nicht ohne Grund sind die F-Jugend-Staffeln sehr klein und werden nach einem viertel Jahr neu gemischt, damit die deutliche Niederlagen oder Siege vermieden werden. Denn davon hat weder der Sieger noch der Verlierer etwas. Der Sieger nicht, weil ihm die Herausforderung fehlt und der Verlierer nicht, weil die Herausforderung viel zu hoch für ihn ist.


    Man kann von seiner Mannschaft im Spiel das erwarten, was man auch so trainiert hat! Wenn jedoch eine Mannschaft deutlich schwächer ist als die anderen Teams in der Staffel, dann klappen Dribblings und Pässe nur bei den gleichschwachen Trainingspartnern im Training, nicht aber gegen deutlich bessere Gegner im Spiel! Aus diesem Grund verzweifeln manchmal unerfahrene Trainer, wenn die Dinge im Trainingsspiel klappen, aber im Spiel nicht!


    Weil das Spiel die Zeit ist, in der man die im Training erworbenen Fähigkeiten ausprobieren kann, wäre ein Ansatz das Training zu analysieren. Evl. gibt es Möglichkeiten zur Optimierung, die dir hier von erfahrenen Trainern im Forum gegeben werden können?


    Fangen wir mal ganz einfach an:
    Du schreibst, ihr versucht mit 3 Trainern ein abwechselungsreiches und kindgerechtes Training anzubieten. Dazu ergeben sich folgende Fragen:
    1. Welche Trainererfahrungen bringen ihr 3 mit?
    a. wie lange schon Trainer
    b. in welcher Altersgruppe
    c. in welcher Liga
    d. welche Trainerausbildung (Trainerlizenz)


    2. Kannst du vielleicht mal eine typische Trainingseinheit in Stichpunkten beschreiben?


    3. Wie häufig und wie lange trainiert ihr?


    4. Teilt ihr die Trainingsgruppe auf oder steuert ihr zu Dritt die Trainingsgruppe?


    Wir wollen nicht besserwissserisch sein, sondern dir helfen!

    Andre


    Gerade das ist es ja: wenn man einen neuen Job annimmt, dann startet man mit sehr großem Engagement und möchte am liebsten gleich alles, was nicht gut funktioniert, sofort ändern! Dabei übersieht man ganz, das alle aus ihrer Sicht der Dinge ebenfalls das Beste wollen. Wenn man sich ein wenig langsamer herantastet, sodass die Gesprächspartner für sich den Bedarf erkennen können, ihr Handeln zu überdenken, dann hat man einen guten ersten Schritt gemacht!
    Wenn du jemanden vor die Wahl stellst: du machst es so, sonst setzt es Ärger, denn ist es so, als würdest du ihn in eine Ecke drängen, aus der er ohne Gesichtsverlust nicht herauskäme. Wenn du ihm aber die Wahl läßt, sich auch für das Bessere entscheiden zu können, dann hast du nicht nur den Bedarf geweckt, sondern einen Trainerkollegen, der die Notwendigkeit seiner Änderung selbstbewußt vertritt. Dann hast du auch einen Multiplikator deines Wissens geschaffen, der widerum selbst ein dankbarer Gesprächspartner für andere unerfahrene Trainer ist.


    Der Trainerstammtisch kann eine sinnvolle Einrichtung in einem Verein werden, wenn er mit Leben (Kollegen, die nicht auf die Fehler der Anderen herumreiten, sondern über das Eingeständnis früherer, eigener Fehler geänderte Erkenntnisse kommunizieren) erfüllt ist!

    Andre
    Je nach Vereinsgröße kann eine Beschreibung und Präsentation nützlich sein. In einem Verein mit 15 Trainern muß man sicherlich nicht den Kommunikationsaufwand betreiben wie mit über hundert Trainern.


    Ein Trainerstammtisch, der sich keinen strengen Regeln unterwirft kann auch den Vorteil haben, dass man sich zunächst einmal ganz locker an die Themen heranwagt. Denn gerade die unerfahrenen Trainer haben viele Fragen und hören ohne ein entsprechendes Feedback von erfahrenen Trainern häufig schon nach einer Saison auf!


    Wir entdecken es ja auch hier im Forum immer wieder! Anfangs glaubt man ganz unterschiedliche Meinungen zu erkennen. Aber dann klärt es sich nach und nach auf, dass man gar nicht so weit auseinander liegt. Aber während des Prozesses der Auseinandersetzung mit dem Thema lernt man gleichzeitig voneinander. So werden Ansichten auf den Prüfstand gestellt und ggf. geändert, wenn man von davon überzeugt ist.


    Selbst, wenn über das gemeinsame Hobby als Fussballtrainer neue Freundschaften entstehen, hat sich die Sache doch schon gelohnt?


    Im Mittelpunkt dieses Trainerstammtisches sollten deshalb die Menschen stehen, die sich in ungezwungener Athmospähre unterhalten können. Die Gesprächsthemen ergeben sich von ganz allein.

    Natürlich ist es wichtig, mit Werbung auf unterschiedlichen Ebenen Mädchen und deren Eltern überhaupt für den Fussball zu begeistern! So finden die Freundschaftsspiele bei der Herren-Nationalmannschaft imemr zu den besten Sendezeiten statt. Die Länderspiele der Frauen werden nachmittags auf Sportkanälen gezeigt. Klar, das Interesse ist deutlich geringer, aber man kann es auch pushen, indem man ihm mal einen besseren Sendeplatz gönnt.


    Zusätzlich zu den Werbeaktivitäten der Vereine solten Schulen auch den Mädchen mehr Angebote zum Fussballspielen bieten und dazu ihr Lehrpersonal fortbilden. Gerade in den Grundschulen ist der Bedarf besonders hoch, weil hier überwiegend Lehrerinnen aktiv sind.


    Der Mädchenfussball kann an aber auch Attraktivität gesteigert werden, wenn man ihn (z.B. durch Spielfeld- und Torverkleinerung) anpasst!

    IV-Trainer


    Ich gehe mal davon aus, dass du soviel Erfahrungen im Seniorenbereich hast, dass dir die Schwierigkeiten der Spieler in der Übergangsphase vom Jugend- in den Seniorenbereich bekannt sind. Die Beurteilung über eine Position ist deshalb in dieser Altersklasse etwas anders zu betrachten, als wenn ich es mit einem gestandenen Seniorenspieler zu tun habe, den plötzlich der Hafer sticht, indem er glaubt nur noch als Torwar oder Mittelstürmer agieren zu wollen, obwohl ihm die Erfahrungen wie auch das Talent dazu fehlen.


    Wenn man also Spieler bekommt, die sich in einer Orientierungsphase innerhalb der Mannschaft befinden, dann ist es nur in seltenen Fällen möglich, ihre Leistungen bereits nach 1 - 2 Spielen auf einer Position zu beurteilen.


    Um zukünftig voreilige Positionszuordnungen zu vermeiden, solltest du in der Saisonvorbereitung deine Spieler zunächst auf mehreren Positionen ausreichend Praxiserfahrungen sammeln lassen. So fallen positonsschwache Spieler dann meist nicht auf, wenn sie zwischen besonders starken Mitspielern positioniert werden. Andere Spieler entwickeln sich erst dann, wenn sie auch wirklich gefordert werden und Verantwortung übernehmen müssen.


    Der Trainerjob übt ja gerade deshalb einen besonderen Reiz aus, weil man nie ganz genau voraussagen kann, was passieren wird!

    greinar


    Hier im Forum ist es sicher leicht, weil man über die Anonymität geschützt ist. Im Verein steht man aber mit seiner Person im Fokus. Je nach Größe des Vereins, aber nach nach dem Wissens- und Bildungsgrad des Trainerkollegiums kann man mit einem ungebetenen Rat sich schon mal schnell unbeliebt machen!


    Ein Trainerstammtisch ist sicherlich eine gute Idee, wenn sich dahinter ein lockeres Treffen (wer kommt, der kommt) verbirgt. Soetwas ins Leben zu rufen funktioniert nur, wenn Bedarf danach da ist oder dazu geweckt werden kann. Auch kostet es zusätzliche Zeit, dies am Leben zu halten. Auch sollte der Jugendobmann mit ins Boot geholt werden, damit es keine Mißverständnisse gibt.


    Über was ihr euch dann unterhaltet, ist doch wohl klar: über Fussball, bei der jeder seine eigene Meinung hat und die für ihn zunächst einmal optimal ist. Weil aber Fussball die zweitwichtigste Nebensache der Welt ist, kann so ein Stammtisch mal rasch nach ein paar Bierchen zur Tratschbude werden, bei der Dritte, nicht anwesende Personen aufs Korn genommen werden.


    Ob mit deinen Ideen zum modernen Fussball Einfluß ausüben kannst, liegt deinem Wissen, der Kommunikationsfähigkeit und dem Vertrauen in deine Person.


    Ob es funktioniert, kannst du nur wissen, wenn du es ausprobiert hast!