Beiträge von TW-Trainer

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    Also, ich muß wieder was tun!


    Wenn ihr Bock auf eine weitere Laber-Viertelstunde über`n Fussball und drumherum habt, dann sollten wir uns für den nächsten Freitag-Nachmittag verabreden!

    Bei uns ist es laut Jugendordnung gestattet, die Jungs in junterschiedlicher Körpergröße auszutauschen. Die Hauptsache ist, sie sind gleichalt! Mädchen dürfen auch älter sein!

    paulwurf_mauli


    Bei uns im Norden ist eine Fahne lediglich ein Zeichen, das jemand betrunken ist! Ich wußte gar nicht, dass man in Bayern, sorry in Franken dann sogar welche aufstellt! Aber man wundert sich ja nur, je weiter man gen Süden kommt. Neulich war ich mit meiner Frau auf nem Berg. Da kamen uns seltsam aussehende Leute entgegen und riefen "Grüß Gott"! Meine Frau schaute mich verduzt an und meine nur: "Was so hoch sind wir schon?"

    Kann natürlich sein, dass der Trainer auch ne Brille braucht, wir kennen ihn ja alle nicht!


    Wenn das nichts hilft, dann würde ich bei Werder Bremen anrufen und dort man nach Verteidigern fürs nächste Spiel nachfragen. Schaaf e sollen geduldiger sein als kleine Kinder.

    Heute Nachmittag wird hier nur noch Blödsinn im Forum geschrieben!


    Dazu passend folgende Kommentare während des TW-Trainings:


    1. Ansage an meine Torhüterinnen: "alle ausziehen" Großes Raunen. Ich ergänze: "Natürlich die Torwarthandschuhe"
    2. heute lernt ihr bis an "die Latte" zu fassen. Ein vergnügliches Quiken dringt an mein Ohr! Ich ergänze: "Natürlich an die Torlatte"
    3. hier müßt das Ding schon richtig stramm in den Händen halten! Ich erkenne das Mißverständnis an darauf folgenden Handbewegungen und ergänze: "den Ball selbstverständlich"!


    Zwar ist Humor auch, wenn man auch über sich selbst lachen kann, aber von meiner Seite soll es nun genug der eindeutigen Zweideutigkeiten gewesen sein!

    Bei F-Jugendlichen kann eine Freigabe noch gar nicht verweigert werden. Dementsprechend gibt es keine Wartefristen, sofern die vollständigen Wechselunterlagen dem Verband vorliegen! Also zum Trainer gehen, Spielerpass verlangen. Damit zum neuen Verein dackeln und abgeben. Den Rest macht der neue Verein!


    Richtig ist das allerdings nicht, dass man deshalb den Verein wechselt, ohne es nicht wenigstens versucht zu haben, eine Änderung der Situation herbei zu führen! Der der Vereinswechsel bedeutet, das sich das Kind an eine neue Umgebung gewöhnen muß! Und was ist, wenn man dort irgendwann auch auf Probleme stößt? Soll dann wieder gewechselt werden?


    Mit eurem "leistungsorientieren F-Jugend-Trainer" sollte man allerdings in einen vernünftigen Dialog gehen, sonst wird das Problem der viel zu frühen Positionsfestlegung ja nicht behoben! Ich vermute auch, dass der Jugendobmann und andere Vereinsverantwortliche nicht einmal im Traum davon ahnen, was der Trainer deines Jungen da macht? Also nachschauen, wer in eurem Verein der Jugendobmann ist, anrufen, einen Termin machen und die Sache klären. Der nimmt dann Kontakt zu eurem Trainer auf, sagt ihm was Sache ist und dann gehts weiter!


    Leider kein Einzelfall, dass im unteren Jugendbereich Trainer mit "Bundestrainer-Fernseh-Lizenz" arbeiten, die ihre Jungs schon mal auf die nächsten Länderspiele vorbereiten wollen?

    Vermutlich hast du dem 100 Jährigen noch eine Kapitallebensversicherung verkauft, deren Auszahlung zu seinem 150. Geburtstag erfolgt. Widerspruch wir nicht geduldet nach dem Motto:


    Ich habe meine Meinung! Bitte verwirren Sie mich jetzt nicht mit Tatsachen!


    Ich hoffe ja, dass sich jetzt nicht noch mehr angesprochen fühlen!

    Günter


    Es muß ja mal gesagt werden: nur dir würde ich es zutrauen, dass du selbst noch an Eskimos (sorry ich meinte Inuit) noch Kühlschränke verkaufst, die Wüstensöhne der Tuareg mit Staubsaugern versorgst, den Ostfriesen Weinberge und den Versicherten Reichtümer, sobald sie denn erst mal tod sind!


    Wenn Mutti Angela mal abtritt, dann wählen wir dich! Kannst schon mal die Voting-Box einrichten!

    Centman


    Aus deinen Schilderungen entnehme ich, dass die Kinder deine Freunde sind, nicht hingegen alle Erwachsenen. Der Vater eines gegnerischen Spielers attackiert dich ja nicht einfach so. Wenn man einen D-Jugend-Spieler als "Täter" abmahnt, dann dürfen sich seine Erziehungsberechtigten als"Tätereltern" fühlen! Versetz dich einfach mal in die Situation dieser Erwachsenen und versuche zu verstehen, wie sie diese Situation empfinden!


    Sollten hier gerade die Anbieter der Vereinsmanager-Ausbildung mitlesen, bitte zukünftig Situationslösungs-Training von Interessenskonflikten im Verein ins Programm integrieren!


    Ansonsten kann ein Fortbildungsseminar in der "Konfliktsteuerung" empfehlen. Es hilft dann auch im Beruf zu gemeinsamen Lösungen und für beide Seiten guten Kompromissen zu kommen!


    Aus der Lebenserfahrung heraus kann ich dir raten:
    Denn was nützt dir ein Weg, den du unbedingt zuende gehen willst, wenn er sich immer wieder als Sackgasse herausstellt? Nur der kluge Mensch ist wandelbar und ändert seine Meinung! Das andere sind Hornochsen, die sich ihre Hörner solange abstoßen, bis nur noch die blanke Haut zu sehen ist. Die ist weitaus empfindlicher, weshalb du danach fast immer der Leidtragende bist!

    @Frühlingssonne


    Es freut mich, dass du mit den Worten etwas anfangen konntest. Vielleicht ist es dir in der momentanen Situation, bei der deine Famile über 3 Jahre aufgrund des Fussballs eures Sohnes auch auf sehr viel verzichten mußte, wenn ich dir von folgender Geschichte erzähle.


    Es handelt von einem hochbegabtem Mädchen, dass sich selbst immer stärker unter Druck setzte, weil ihre Konkurrentinnen entweder Angreifer oder Torwart waren, sie hingegen als Abwehrspielerin sind selten in spielentscheidenden Situationen wiederfand. Man spürte, wie ihr der Fussball immer weniger Spaß machte. Auch ihre Mutter berichtete davon, dass das Kind kaum noch "abschalten" könne! Dies steigerte sich darin, dass sie vor den Spielen Magenschmerzen und danach Kopfschmerzen bekam.


    Wir vereinbarten eine Pause, wobei ihr versichert wurde, dass sie jederzeit wieder zurückkehren kann, wenn sie es möchte! Denn wie gesagt, Talent war reichlich vorhanden, aber sie wollte und konnte momentan ihre Leistungen nicht abrufen.


    Es steht zu vermuten, dass diese Pause noch gerade rechtzeitig für das Mädchen kam, denn sie ist mitlerweile eine erfolgreiche Spielerin in der 1. Bundesliga geworden. Wäre man nicht auf die Situation des Kindes eingegangen, sondern hätte lediglich die Leistung (Verein) und die Karrriere (Eltern) im Kopf gehabt, so hätte die junge Frau den Fussball vermutlich für immer den Rücken gekehrt!


    Solange Kinder die Tragweite ihrer Entscheidungen noch nicht selbst vollständig überblicken können, sind es die Erwachsenen (Eltern, Trainer), die im Sinne und zum Wohle des Kindes die Entscheidungen treffen müssen. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich um eine kurzfristige Laune oder um ein anwachsendes Problem handelt! Ferner ist die Entscheidungsmaxime auch nicht danach zu suchen, was andere Eltern mit ihren Kindern machen!


    Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dir dein Junge, egal ob er wieder zum Leistungsfussball zurück kehrt oder nicht, eines Tages dafür dankbar sein wird, dass du ihm die große Last von den Schultern genommen hast und ihm so eine Chance eröffnet hast, in seiner Freizeit mit Freunden etwas zu machen, was ihm mehr Spaß macht!


    Wenn er eine Rückkehr wünscht, dann wird er es euch schon signalisieren! Aber dann ist er vermutlich soweit, dass er selbst entscheiden kann und nur noch einen elterlichen Rat braucht!

    Liebe Trainerkollegen,


    wenn den Kindern die Zeit genommen wird, die sie zur Regeneration brauchen, dann sind die negativen Spätfolgen vorhersehbar! Der berufliche "Burn-Out" wird der Gesellschaft mehr und mehr belasten, weil die Arbeit aufgrund fehlender Jahrgänge auf immer weniger Menschen verteilt wird. Immer steigende Anforderungen ohne Rücksicht auf die Beteiligten läßt schon heute das Pensionsalter der Lehrer sinken, die dem allgemeinen Schulstress nicht mehr gewachsen sind! Das G8 Turbo-Abitur ist ein weiterer Faktor in der Spirale der stetig steigenden Anforderungen. Hier kann man nur durch eine Verlängerung der Ausbildungsdauer entgegen wirken. Ob diese nun an der Schule, dem Lehrbetrieb oder der Universität stattfindet, spielt nicht so sehr die Rolle! Für mich ist es ein falscher Weg aufgrund der demografischen Entwicklung die Dauer der Lebensarbeitszeit zu verlängern, um den Anforderungen der Wirtschaft zu entsprechen.


    Aber dies ist kein Problem des Fussballs, er ist lediglich wie andere Freizeitsportarten davon betroffen!


    Ansonsten sollte zwischen Trainer und Spielern ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, indem man ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, den Abwesenheitsgrund sagen kann!

    Hallo Xedo,


    ich finde es erst mal toll, dass du dich um einen geeignetes TW-Training kümmerst! Leider gibt es genügend Beispiele, wo die Torleute beim Spiel gefälligst auf der Linie zu stehen haben, gelobt werden, wenn der Ball gehalten wurde und beschimpft werden, wenn der Ball ins Tor geht. Nach dem Training, welches ausschließlich Mannschaftstraining ist, dürfen sie dann noch "Mannschaft-Diener" spielen und die Hütchen und Bälle einsammeln!
    Deshalb war die Anmerkung von Addi73 gar nicht so verkehrt, erstmal kurz beim TW-Training zuzuschauen. Denn, wenn ältere Torleute früher TW-Training bekamen, dann sah das so aus, dass denen pausenlos die Bälle aufs Tor geknallt wurden. Das hat mir sogar ein Torwart, der bis Anfang der 80-er Jahre in der 1. Bundesliga im Tor war, bestätigt! Seitdem hat sich das TW-Training jedoch stark verändert! Sogar Andi Köppke, selbst noch Torwart "alter Schule" sagte unlängst über den Torwart: früher wurden die Torleute durch ihre Erfahrungen immer besser, heute kommen sie mit einer sehr guten Ausbildung aus dem Nachwuchsbereich.


    Wenn du oder dein TW-Trainer Literatur benötigen, dann kann ich das Buch: "Gehalten" empfehlen, weil hier der Breitensport-TW-Bereich umfangreich und verständlich erklärt wird. An Fortbildungsmöglichkeiten gibt es:
    - Kurzseminare an den DFB-Stützpunkten
    - DFB-TW-Trainer Breitensport = 2 x je 3 Tage Grundlagen und Aufbau in den Verbandslehranstalten (weitere Infos dazu in www.dfb.de)
    - DFB-TW-Trainer-Leistungssport = 1 wöchiges Seminar an ausgesuchen Bildungsstätten (weitere Infos in www.dfb.de)

    Karl
    Wenn das nur der einzige Widerspruch wäre, dann ginge es ja noch!


    Trainer im Leistungsbereich und Breitensporttrainer, die potenzielle Kandidaten für den Leistungsbereich in ihren Teams haben, kennen die von "Frühlingssonne" beschriebene Situation aus eigenen Erfahrungen!


    Unerfahrene, teils übermotivierte Eltern glauben, das Kind müßte unverzüglich in einen anderen Verein, um nur keine kostbare Minute der fussballerischen Verbesserung zu versäumen. Dabei wird leicht vergessen, dass nicht nur der Fussball, sondern sich auch der kleine Mensch als Ganzes weiterentwickeln soll! Wenn jedoch die emothionale Entwicklung auf der Strecke bleibt, weil keine Zeit mehr für Freunde bleibt, dann wird dem kleinen Jungen, der immer mehr als ein Fussballtalent sein wollte, aber die Erwartungen seiner Eltern nicht enttäuschen wollte, ein immer enger werdender Stacheldraht um seine Seele gebunden. Gerade aber mit dem letzten Beitrag hat die Mutter gezeigt, dass sie ihren Jungen um mehr als alle Fussballerfolge in der Welt liebt und für ihn das Beste will!


    Man kann, man soll, ja man darf auch Talente zu nichts zwingen! Ohnehin entwickeln sie sich sehr viel besser, wenn sie Spaß an ihrer Leistung in ungezwungener Athmosphäre empfinden dürfen. Im Verdrängungswettbewerb gewinnen fast immer die Emothionslosen. Einer jungen Frau, die mit 16 ihr Abitur und mit 19 ihr Studium abschloss, erweckte mein Mitleid, weil sie sich nur noch mit ihrem Reitpferd unterhalten konnte, denn die Welt um sie herum hatte sie nur als Feinde, die besiegt werden mußten, kennengelernt!


    Ob und wann der richtige Zeitpunkt zu einem Wechsel eines Kindes in einen Leistungsverein gekommen ist, dass ist eine ganz individuelle Entscheidung, bei der sämtliche Faktoren im sozialen Umfeld eine Rolle spielen sollten, nicht aber die Zeitspanne für diese Entscheidung.


    Schon seit Jahren wünsche ich mir eine unabhängige Beratungsstelle, damit man solche Fälle zumindest in der Anzahl deutlich reduzieren kann. Denn angenehm ist das für alle Beteiligten nicht, sich im Nachhinein sagen zu müssen, es war falsch, weil zu früh ...! Ganz schlimm emfinde ich immer Beiträge, in denen Leute behaupten, ein Kind müsse entweder sofort Spitzenleistungen abrufen und dazu in Spitzenteams wechseln oder es würden auf alle Zukunft hin sämtliche Chancen vertan werden!


    Danke für die Offenheit und Bereitschaft die Situation zu schildern, in der jährlich vermutlich Tausend Kinder und ihre Eltern stecken! Aber viele trauen sich nicht darüber zu sprechen! Vielleicht bist du durch das Lesen dieser Beiträge auch darauf gekommen, warum manche in einer Form von Erfolgsdenken behaftet sind?


    Dieses Kind wird vermutlich wie viele andere zunächst einmal in ein emothionales Loch fallen, weil es die Erwartungen von Trainer und Eltern nicht mehr erfüllen will und kann. Aber mit behutsamer Unterstützung der Eltern wird es nach und nach wieder die von früher gewohnte Lebensfreude zurückfinden. Diese Entwicklung wird einher gehen mit der Pubertät! Es wird ihm helfen, bei späteren Konfliktsituationen ein klareres Bild davon zu bekommen, was für ihn richtig und wichtig ist! Denn nur das zählt!

    Anhand der inhaltlichen Beschreibung erkennt man einen großen Nachholbedarf an Wissen über das TW-Training (was leider nach wie vor unzureichend während der Lizenz-Ausbildung vermittelt wird)


    Xedo, ohne dir jetzt irgendwie was zu wollen, aber mit dem Linienspiel ist der TW ruckzuck durch. Denn auf der Linie hat er nur beim Elfmeter zu stehen. Wenn du mal genauer hinschaust, dann mogeln die meisten Keeper selbst in dieser Situation, indem sie sich bereits vor dem Schuß zunächst 1 - 2 Schritte nach vorne bewegen, um die Torfläche zu verkleinen und dadurch etwas erfolgreicher zu werden.


    Ansonsten hält er sich der moderne Keeper im Torraum auf und soll während seiner Ausbildung sämtliche defensiven und offensiven Aufgaben kennenlernen.


    Der Hinweis mit dem Torwart als Torwarttrainer ist in sofern wichtig, als das Torleute als Trainer geeignet sind, wenn sie:
    a. ihr Wissen auch verständlich an die Nachwuchstorleute vermitteln können
    b. nur Übungen, die sie selbst fehlerfrei beherrschen, präsentieren sollten (denn sonst erlernen die Nachwuchskeeper die Fehler gleich mit)!


    Andererseits bin ich weniger skeptisch als addi73, denn TW-Training bringt fast immer was! Und sei es, dass sich der Torwart über die "Try and Error - Methode" selbst ein paar Dinge aneignet!
    Außerdem gehe ich mal davon aus, dass es sich hierbei um den Breitensportbereich handelt, bei der es weniger um Leistung als um Spaß geht!