Beiträge von TW-Trainer

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    Willi


    Erst mal ein Tipp: weil es selbstverständlich ist, dass man mit Torwart spielt, wird dieser bei der Spielformation einfach weggelassen. Dann wird z.B. aus 1 : 4 : 4 : 2 ein 4 : 4 : 2. O.K.?


    Natürlich ist es von Vorteil, wenn über den Jugendzeitraum eine einheitliche Taktik gelehrt wird, weil die Positionen teilweise mit unterschiedlichen Funktionen belegt sind und die jungen Spieler dann jeweils "umlernen" müssen. Allerdings gibt es nach m. E. weitaus häufiger die Situation, dass man im Durchschnittsverein 1 - 2 Trainer hat, die Wert auf den ballorientierten Fussball leben und auch über das nötige Taktikwissen verfügen, während der große Rest eher "kick and rush" spielen läßt. Deshalb muß man auch die Kirche im Dorf lassen, wenn mal jemand abseits der Norm andere Systeme ausprobiert.


    Willi, mach das ruhig weiter, wenn es deinen Jungs gefällt. Denn dann können sie später eher auf ein anderes ballorientiertes System umstellen, als wenn das alles während ihrer Jugendzeit unbekannt bleibt. Denn das Spiel über die Außenbahnen, bei der Zweikämpfe weitestgehend vermieden werden und das Risiko bei Ballverlust nicht so hoch ist, man den Tempovorteil vor dem gegnerischen Strafraum nutzen, lassen sich damit gut vermitteln.
    Man sollte eben nur nicht zu viel machen, weil sonst nur ein paar Leute in der Mannschaft das Spiel lesen können. Denn wichtig ist auch, ob man eine Aktion postiv oder negativ bewerten kann. Das hängt nicht immer nur vom Gegner, sondern auch von der Idee, die dahinter steckte, ab.

    Günter


    Natürlich muß man auch die Antrittsschnelligkeit aus dem Stand erlernen. Denn bevor man sich bewegt, steht man ja! Dennoch zeigt ein Spieler, der über einen längeren Zeitraum steht, dass er "nicht im Spiel" ist, sondern auf den "Zuschauermodus" umgeschaltet hat!
    Im modernen Spiel ist sehr viel mehr Bewegung als es im früheren gegnerorientierten Spiel der Fall war. Wenn sich der Stürmer nicht bewegte, brauchte es der Manndecker auch nicht.


    War eigentlich Gomez dein Nachfolger, denn der ist ja auch ein Verfechter der These, möglichst viel aus dem Stand heraus zu machen? :thumbup:

    Mourinho_für_arme


    Vor diesem Problem stehst nicht nur du allein, denn anfangs wollen die meisten Keeper einen flachen Ball mit dem Fuss abwehren und nur einen halbhohen oder hohen Ball fangen.


    Mal vorausgesetzt, sie soll keinen scharfgeschossenen, flachen Ball aus kurzer Distanz mit dem Fuss abwehren, kannst du deine Torhüterin das Abkippen und Hechten in folgender Prozedur vermitteln:


    1. Abrollen über die Hüfte üben: Torhüterin sitzt
    Trainer rollt der auf dem Boden sitzenden Torhüterin den Ball an die rechte bzw. linke Seite (ca. 1 m Abstand) zu. Dabei läßt sich die Keeperin ganz einfach seitlich fallen, streckt die Arme schräg nach vorne aus und fängt den Ball mit beiden Händen gleichzeitig.


    2. Abrollen über Oberschenkel und Hüfte üben: Torhüterin kniet
    anrollen des Balles wie unter 1., jedoch nimmt die Keeperin an der Seite, an der der Ball angerollt kommt, das Knie ein kleines Stückchen vor, bevor sie wie unter 1. sich seitlich fallen läßt und den Ball schräg vor dem Körper fängt. Dieser kleine seitliche Versatz des Rumpfes erleichert das Abkippen und verhindert dadurch ein dumpfes, evl. schmerzhaftes Auftreffen der Hüfte auf den Boden.


    3. Abkippen üben: Torhüterin begibt sich in Hockposition
    Du stellst dich mit einem Ball in den Händen (eine Hand liegt darauf, eine darunter) ca. 1 m vor deine Keeperin, die sich in Hockposition befindet. Auf Trainerkommando reckt sich die Keeperin vor, ergreift den Ball mit beiden Händen und rollt sich wie unter 1. und 2. beschrieben seitlich ab. Das richtige Abkippen wird nicht gleich beim 1. Versuch funktionieren. Jedoch ist die Verletzungsgefahr (z.B. Prellung) deshalb gering, weil aufgrund der Hockposition der Abstand zum Boden gering ist.


    3. a. dito, jedoch in tiefer TW-Grundstellung
    wie 3, jedoch macht die Keeperin einen Schritt in die Richtung des Balles. Die Fallbewegung erfolgt nun über die Fußspitze, erst in Schräglage eine kleine Drehung in Körperachse und zum Abschluß das Abrollen über Oberschenkel und Hüfte.


    4. Hechten (zusätzlicher, kurzer Sprung über die Fußspitze)
    Um der Torhüterin das Hechten gleich in die richtige Richtung zu vermitteln, sollte man in die spätere Hechtrichtung ein paar Hütchen plazieren, die schräg nach vorne aufgestellt sind.
    Zum Start der Hechtübung plaziert sich die Keeperin ca. 2 m neben dem Torpfosten. Auf Trainerkommando rennt sie zum Pfosten, stößt sich davon ab und rennt sofort schräg nach vorne in die andere Richtung. Dort steht der Trainer, der einen Ball ca. 50 cm über den Boden in Richtung Tor wirft. Diesen Ball soll die Keeperin über die in Pkt. 3 erlernte Hechtbewegung, aber mit kurzem Sprung über die Fußspitze und anschließender Abrollbewegung


    Mit etwas Geduld wird sie die Technik erlernen und nunmehr sogar Spaß daran haben, nach einem Ball auch dann zu hechten, wenn man ihn genauso gut hätte anders aufnehmen können.


    Weitaus schwieriger ist es da, einem Keeper, der das Abkippen und Hechten nicht über die Fußspitze, sondern durch seitliches Abspringen erlernt hat. Die wundern sich zwar, warum sie ihre Waden bei trockenem Untergrund aufschrammen und manchmal im Bogen über den Ball springen, können diesen erlernten Bewegungsablauf nur schwer korrigieren.

    Ich sehe es ähnlich wie Günter. Statt mitt "wissenschaftlich schwerer Kost" zum nächsten Training zu starten, sollte man sich einfach mal ein paar Gedanken darüber machen, was häufig im Spiel vorkommt und daraus Übungs- und Spielformen bilden. Bei einem guten Spiel gibt es wenig Situationen, in denen der Spieler steht oder mit sehr langsamen Tempo unterwegs ist. Sehr viel häufiger ist er mit 100 % (Sprint bei gegnerischem Ballbesitz oder Sprint zum Ball) oder mit 80 % (Sprint mit Ball am Fuss) unterwegs.


    Probiert doch einmal folgende Übung:


    1. Zwei Kreise im Durchmesser von ca. 20 m durch Hütchen markieren
    1.a. dabei jeweils 2 Hütchen einer Farbe ca. 5 m voneinander plazieren
    2. Trainingsgruppe in 2 gleichgroße Teams aufteilen
    3. die Spieler jeweils an das hintere Hütchen plazieren
    3.a. nur der ballführende Spieler einer Gruppe plaziert sich am vorderen Hütchen
    4. jeder Gruppe (zunächst) 1 Ball geben.
    5. die Aktionen wie folgt präsentieren


    Start::
    1. Spieler dribbelt mit dem Ball zum hinteren Hütchen
    1.a. Spieler, der den Paß bekommen soll, läuft zu seinem vorderen Hütchen
    2. Spieler paßt zum Mitspieler und läuft nach
    3. Angepaßter Spieler dribbelt vom vorderen zum hinteren Hütchen, paßt zum Mitspieler und läuft nach.
    4. dito, bis alle zum Ball gelaufen, gedribbelt, gepaßt und nachgelaufen sind


    Übung:
    Bei der Übung darauf achten, dass alle Spieler:
    - zum Ball (also vom hinteren zum vorderen Hütchen) laufen,
    - beim Dribbeln den Ball eng am Fuss halten,
    - der Mitspieler vorausahnend rechtzeitig zum vorderen Hütchen rennt,
    - den Ball eng am hinteren Hütchen präzise zum Mitspieler passen,
    - unmittelbar nach dem Paß auf die Position des gepaßten Mitspielers nachlaufen


    Wettbewerb:
    Nachdem diese Übung sowohl rechtsherum als auch linksherum (Beidfüssigkeit) geübt wurde, kann man einen Wettbewerb daraus machen. Dabei kommt es darauf an, dass nach dem Start jeder möglichst schnell einmal herum wieder auf seine ursprüngliche Position kommt.


    Trainiert wird bei dieser Übung die Konzentrationsfähigkeit, das Sprintvermögen, die Drbbling- und Passtechnik. Und wenn man sich das Spielfeld mal nicht wie ein Rechteck, sondern wie einen Kreis oder Oval vorstellt, weil die äußeren Ecken eher selten benutzt werden, dann hat man sehr häufig vorkommende Spielsituationen, in denen lediglich der Zweikampf fehlt, dafür aber schnelle Dribbling und Paßstaffetten trainiert werden, auf denen man dann einige Jahre später wieder aufsetzen kann, wenn es um die Grundprinzipien (Vermeidung von Zweikämpfen durch schnelles, präzises Kurzpaßspiel) des ballorientierten Spiels geht.


    Viel Spaß bei dieser Übung, die man alters- und spielstärken-gerecht vereinfachen oder vom Schwierigkeitsgrad erhöhen kann. Man sollte sie jedoch immer in der Bewegung ausführen lassen, denn "Standfussball" ist nun wirklich nicht perspektiv und trainingswürdig!

    Mourinho für arme


    Zunächst einmal möchte ich dich zu dieser Herausforderung beglückwünschen.


    Weil die Mädchen vermutlich ebenso wenig Verfahrungen im Fussball haben wie du, könnt ihr zu Beginn auch noch so gut wie gar nichts falsch machen.


    Am einfachsten erlernt man den Fussball noch beim Fussballspielen, weil auch die besten Übungen der Fussball selbst schreibt. Versuche also möglichst viele Trainingstestspiele hinzubekommen. Das können auch ruhig C-Mädchen-Teams oder Jungenteam (max. D-Jugendkreisklasse) sein! Lass deine Spielerinnen auf alle Positionen spielen.


    Je nach dem, ob ihr als 11-er, 9-er oder 7-er Mannschaft spielen wollt, ergeben sich günstige Konstellationen, in der man entweder etwas defensiver, ausgeglichen oder etwas offensiver spielen kann. Jedoch allein das eigene Tor mit allen Leuten zu verteidigen, weil man sonst immer die Bude voll bekommt, bringt es auch nicht. Genauso wenig sollte man glauben, dass man sie möglichst nur in der gegnerischen Hälfte aufhalten sollte, damit der Gegner nichts von der schwachen Verteidigung mitbekommt. Das wird er vermutlich schon nach dem 2. Konter wissen.


    Bei den Mädchen ist die Kondition besonders wichtig, denn sie müssen mit ihrer geringeren Muskelmasse besser haushalten als ihre gleichaltrigen männlichen Kollegen. Man sollte bei jedem Training ca. 10 - 15 Minuten den Schwerpunkt auf Konditionsverbesserung und -erhalt legen. Dies jedoch nicht durch "ödes Rundenlaufen", sondern möglichst mit Ball am Fuss! Übungen mit Tempowechsel eignen sich besonders gut dafür. Wenn es sich jedoch um Neulinge handelt, sollte man zunächst einmal noch nicht soviele Übungen mit Tempo- und Richtungswechsel machen. Denn hierbei besteht die Gefahr von Bandverletzungen (Fussgelenk und Knie).


    Weil es (noch so gut wie) keine speziellen Übungen für Mädchen gibt, kann man bei einer Neulingsmannschaft Übungen von Schwierigkeitsgrad der E und D-Jugend im Internet suchen. Vielseitig und abwechselungsreich ist es dann, wenn du eine gute Mischung zwischen Einzel-, Partner- und Trainingsgruppen-Übungen hast, bei der das Dribbling wie auch das Paßspiel trainiert wird. Auch hier findest du reichlich Anregungen im hier im Forum oder auch in der Trainings-Online-Datenbank des DFB.


    Bei Mädchenteams besteht ein noch stärkeres Bedürfnis nach Harmonie als bei den Jungenteams. Harmonie ist nur dann vorhanden, wenn möglichst alle auf ihre Kosten kommen und gelegentliche Meinungsverschiedenheiten auf den im ca. 4-wöchigen Abstand gelegenen kleinen Mannschaftsfeten untereinander ausgeräumt werden können.


    Wenn du es dir nicht mit den Mädels vergraulen willst, dann achte darauf, dass du keine Verbindung zwischen Spaß und Spielergebnis ziehst! Denn für die Mädels zählt nur der Spaß! D.h. für dich eher antizyklisches Führen. Das bedeutet, wenn ihr mal einen Sieg eingefahren habt, kannst du mal kurz erwähnen, das "noch Luft nach oben" ist. Bei einer Niederlage solltest du den generellen Spaß am Fussball in den Vordergrund deiner Beobachtung setzen. Emothionale Aufforderungen, den Gegner härter anzugehen, sind bei den Mädels verpöhnt, weil sie eher das körperlose Spiel bevorzugen. Dafür sind die Mädels auf andere Ebene deutlich härter drauf wie die Jungen. Ich will jetzt die Schimpfworte für die Gegnerinnen nicht alle aufführen! Manchmal lohnt es sich wegzuhören, hin und wieder sollte jedoch vor weiterführenden und noch stärker herabwürdigenden Äußerungen gewarnt werden.


    Weil Mourinho ein Mann ist, solltest du nicht einfach so in die Mädchen-Umkleidekabine tapsen, sondern z.B. mit der Mannschaftsführerin vereinbaren, dass sie dich zur Mannschaftsansprache holt, sobald alle Spielerinnen umgezogen sind.


    Wenn ihr eine Frauen-Mannschaft daraus machen wollt, habt ihr schon mal ein prima Saisonziel, das da lautet: wir legen in dieser Saison die Basis, um in der nächsten Saison "anzugreifen"!

    Willi


    Im Juniorenbereich sollte ein gut funktionierendes ballorientiertes Spielsystem ca. eine Liga ausmachen. Zunächst einmal gilt es die Basis für die teil anderen Funktionen beim ballorientierten Spiel zu erläutern. Danach sollten die Reihen mit dem Verschieben bei eigenem und gegnerischen Ballbesitz trainiert werden. In der nächsten Phase kann man die Variablität der Angriffsspielzüge (z.B. das Hinterlaufen des AV beim Außenbahnspieler) trainieren. Wenn nun jeder Spieler (mit Ausnahme des Torwarts) mindestens in 2 unterschiedlichen Positionen spielen kann, sollte es an die Verfeinerung der ballorientierten Taktik gehen.


    Hier ist das Gegenpressing ganz besonders erfolgreich. Denn Gegner, die diese Variante nicht beherrschen, werden bei Ballbesitz zunächst auf Ballkontrolle und dann erst auf den Spielaufbau setzen. Der Zeitpunkt der Ballkontrolle läßt sich sehr gut fürs Gegenpressing ausnutzen. Ganz besonders erfolgreich sind dabei die Ballrückeroberungen im oder am gegnerischen 16-m-Strafraum. Denn dort kann man etweder direkt oder durch einen einzigen Pass zum Torabschluß kommen. Diese günstige Situation resulitiert daraus, dass die Abwehr des Gegners nicht mit einem Gegenangriff auf den Ball rechnet, sondern wenn überhaupt, lediglich auf ein Zustellen zwecks Verzögerung des Spielaufbaus.


    Wenn du das mit deiner B-Jugend schon hinbekommen hast, dann kann man dir und deinen Jungs dazu gratulieren. Denn gerade in der B-Jugend gibt es hin und wieder "Einzelkünstler", die wenig diszipliniert spielen und bei Ballbesitz wie auch der Ballrückeroberung entweder aufs Dribbling setzen und dann den Ball rasch wieder verlieren oder einen unter Druck stehenden Mitspieler bewußt anspielen, damit dieser den Ball per Doppelpaß (mit ins zugestellte Zentrum) zurückspielt.


    Das ballorientierte Spiel verkürzt die Reaktionszeiten, denn der Spieler sollte bereits unmittelbar vor dem eigenen Ballbesitz wissen, was er machen will und seine Mitspieler müssen diesen Spielzug bereits erahnen können. Der Gegner bedankt sich, wenn da ein Abwehrspieler weiterhin zunächst einmal den Ball unter Kontrolle zu bringen und mit dem Ball "Meter machen" möchte, weil kein Gegenspieler in der Nähe ist. Denn diese Zeit kann er gut nutzen, um wieder Ordnung in die Abwehr zu bringen, wenn ein Gegenpressing nicht möglich ist.


    Nun ist ja die Saison fast schon zuende und man sollte nicht versuchen, zu schnell zu viel zu machen. Denn erst mal muß die Basis funktionieren. Wenn du aber wieder einen "guten Jahrgang" bekommst und die Jungs gut mitziehen, dann probier doch mal die 4 : 2 : 3 : 1 Formation bei eigenem Ballbesitz und das Umschalten auf 4 : 4 : 2 bei gegnerischen Ballbesitz. Bei dieser Variante kannst du hin und wieder sogar in gute Gegenpressing-Situationen im vorderen Mittelfeld kommen, weil du mit 2 Angreifern und zwei dahinter positionierten Viererreihen die gefährlichen Pässe in die Tiefe sehr gut verhindern und bei Balleroberung entweder wieder auf ein 4 : 2 : 3 : 1 (bei Balleroberung im eigenen Drittel) oder auch ein 4 : 4: 2 (Balleroberung oder Ballrückeroberung im gegnerischen Drittel) umschalten lassen kannst. Im Regelfall wird dies jedoch ein wöchentliches Extra-Training erfordern. Denn während der Analyse werden auch immer wieder individualtaktische Fehler (sehr häufig wird der ballführende Gegenspieler frontal statt seitlich angelaufen) zu korrigieren sein. Wer aber daran Spaß hat und eine Mannschaft, die Bock darauf hat vorfindet, der kann in einem Jahr deutliche Fortschritte beim taktischen Verständnis der Spieler erreichen.

    Andre


    Du sprichst immer wieder von "die da oben" (womit der Vorstand gemeint ist) und denen "da unten", womit du Deinesgleichen meinst. Fast alle Mitglieder dieses Forums stimmen dir zu, dass in vielen Vorständen die Interessen des Jugendbereichs nicht optimal vertreten sind und stattdessen die erste Herrenmanschaft als "Aushängeschild" des Vereins zu starke Bedeutung erlangt. Ja diese Arbeit manchmal sogar soweit in den Fokus gerät, dass der Verein in die Insolvenz muß!


    Um jedoch derlei Interessensschieflagen zu verändern gibt es die Möglichkeit, entweder selbst in diesen Verein einzutreten und dort als Mitglied durch Wahl geeigneter Kandidaten oder sogar als Vorstandsmitglied unmittelbar Einfluß zu nehmen.


    Nur, weil sich gerade im Moment eine Situation für dich ergeben hat, wo du als Nichtmitglied gerne eingreifen würdest, begründest du keine Statutenänderung. Wer hindert dich denn daran, dich privat mit einem zuständigen Vorstandsmitglied, der nach deiner Meinung für euer Fiasko verantwortlich ist, in der Sache auseinander zu setzen und ihn zu überzeugen? Dafür muß man noch nicht einmal Mitglied sein!

    Günter


    Wenn der Geldhahn erst einmal fließt, sollte ab der F-Jugend ein Spielerberater mit der weiteren Karriere betraut werden. Nicht, das einem da ein Angebot vom FC Barcelona durch die Latten geht. Weil Schweizer Konten seit der Selbstanzeige von Ulli auch nicht mehr sicher sind, kommt als Depot der Schwarzgelder evl. wieder Opa`s Strumpf unter der Matraze infrage. Spätestens mit 14 sollte dann die erste eigene Yacht im Hafen von Monaco geankert haben. :thumbup:

    Warum denn nicht auch mal an sich denken, statt immer nur an die sportliche Entwicklung der Kinderchen? Für angehende Trainer empfehle ich das Jodeldiplom! Denn sollte es mal ein Bambini wagen, nicht den "tödlichen Pass auf den Trainersohn" zu schlagen, sich vor einem Flugkopfball drücken oder sonst wie die Befehlsanweisungen seines Trainers zu mißachten, so nützt in jedem Fall die Prüfung im Jodeldiplom, ggf. gekoppelt mit den sonarischen Fähigkeiten einer Fledermaus, um den aktustischen Anforderungen gegenüber den Eltern der zukünftigen Nationalspieler gerecht zu werden. Evl. nützt auch das Werk: "Krieg und Frieden" statt einer Trainerlizenz, um sich auf die wirklichen Herausforderungen des heutigen Fussballs im unteren Jugendbereich bestmöglich vorzubereiten?


    Auf das uns an Pfingsten ein Licht aufgehen möge!:D

    Schaut man sich in den Vorräumen zu den Umkleidekabinen um, dann findet man nicht nur Trainingsjacken, Hosen, Stutzen, Schienbeinschoner, sondern besonders viele Fussballschuhe. Wenn hier eingeräumt wird, dass Schuhe besonders wichtig sind, warum werden sie dann achtlos vergessen und nicht einmal wieder zurück geholt?


    Mein Sohn, bereits in der C-Jugend Schuhgröße 47, hatte sich einfallen lassen, bei einem Auswärtsspiel nur 1 Fussballschuh mitzunehmen. Der Gegner wollte helfen, aber man fand so schnell niemand mit Schuhgröße Marke "Waldbrandaustreter"!. So stand er mit "Straßenschuhen" im Tor, rutsche einige Male beim Abschlag weg, aber sonst gab es kaum Unterschiede zu beobachten. (Ach ja, meine Frau war danach fürchterlich sauer, weil ein Schuh einen Riss bekommen hatte.)


    Mein Neffe wuchs in Südamerika auf. Dort spielte er bis zur U 12 ohne Fussballschuhe! Die "Treter", die er danach bekam, waren ihm zu groß. Erst, als er mit 14 zu einem Erstliga-Club wechselte, bekam er richtiges Schuhwerk. Aber auch ohne den heutigen, mitteleuropäischen Standard von guten Schuhwerk hat er doch das Fussballspielen gelernt und das sogar besser als die meisten Kicker deutscher NLZ!


    Beim Beach-Football (in Südeuropa bekannter als hier) wird ohne Schuhe gespielt. Und das, obwohl der sandige Boden noch viel unebener ist als die solide Grasnarbe deutscher Sportstätten.


    Fazit:
    Gutes und passendes Schuhwerk ist von Vorteil. Aber die Welt geht nicht davon unter, wenn es zeitweilig nicht vorhanden ist

    Also Leute, ich finde 1 Euro viel zu wenig in Anbetracht dessen, was der Stürmerstar mal in der Bundesliga verdienen wird. Das ist doch für ihn gar kein richtiger Anreiz! Ich denke bei den Bambinies reichen 10 Euro pro Tor, aber danach sollte es schon ein Ansporn sein, sich sein Handy oder seine Playstation selbst mit Torprämien verdienen zu können. Die Kohle den Neidern in die Mannschaftskasse zu stecken, nein das kommt überhaupt nicht in Frage! Ich bin der Beste, das weiß mein Vater ganz genau! Sollen die anderen doch vor mir nach jedem Tor niederknien und meine Füße küssen! Hahaha! :thumbup:

    Andre


    Vereinsmitglieder können nach dem deutschen Vereinsrecht selbständig entscheiden, wen sie aufnehmen und wen nicht. Wenn dann ein Herr X nicht in den Verein aufgenommen werden soll, weil per Abstimmung die Mehrheit dagegen ist, dann will man Herrn X auch nicht über die "Hintertür", als Stellvertreter seines Kindes, welches Vereinsmitglied ist, im Verein Abstimmungs- und Entscheidungsrecht zugestehen! Das ist doch eigentlich simpel oder?


    Der Verein bzw. seine Mitglieder ist auch nicht Herrn X gegenüber eine Rechenschaft schuldig, warum sie ihre Vorsitzenden gelangweilt gewählt hat und andere Themen viel interessanter fanden.

    Andre


    Das Juristendeutsch ist für uns Normalbürger nur schwer zu verstehen. Auch ist das Vereinsrecht nicht allein für den Fusballverein, sondern für alle möglichen Vereine entwickelt worden.


    Auf deine Frage bezogen, warum Eltern, die nicht Mitglieder sind, für ihr minderjähgies Kind Stimmrecht haben sollten, möchte ich dir mal folgenden Fall schildern:


    Moritz ist leidenschaftlicher Angler. Endlich ist der 16 Jahre alt geworden und darf seine Anglerprüfung machen. Seine Eltern melden ihn im örtlichen Anglerverein an und Moritz erhält seine Anglerkarte. Unverzüglich radelt er zum Dorfteich, um seine Angelrute auszuwerfen. Da kommt der zuständige Gewässerwart und bittet ihn, sich auszuweisen. Weil Moritz noch nicht volljährig ist, wird er vom Gewässerwart unverzüglich von der Angelstelle verwiesen.
    Zuhause angekommen berichtet er seinen Eltern davon. Mutter, wie auch Vater fallen aus allen Wolken. Hat doch der Junge ein viertel Jahr lang dafür gebüffelt, ist nunmehr Mitglied geworden und soll jedoch doch nicht sein Hobby ausüben dürfen? In der darauf folgenden Woche ist Generalversammlung, für die der Junge eine Einladung erhalten hat. Die Eltern denken sich, wir sind die gesetzlichen Vertreter und werden stellvertretend dort erscheinen, um "denen die Liviten zu lesen"!
    Nun sind Angler von Natur aus geduldige Menschen und hören sich den längeren Vortrag der Eltern bis zum Ende an. Die Eltern fordern, das Moritz wie auch alle anderen minderjährigen Vereinsmitglieder ab sofort angeln gehen dürfen. Der Vereinsvorsitzende antwortet: möchten Sie, dass ihr Kind über das Leben von Tieren (Fischen) schon allein entscheidet? Oder sollte es dazu nicht besser von Erwachsenen weiter ausgebildet werden, damit es dem Tier keinen unnötigen Schmerz zufügt? Deshalb darf Moritz bis zur Volljähigkeit nur in Begleitung eines erwachsenen Mitglieds mit gültiger Angelerlaubnis im Vereinsgewässer angeln!


    Die Eltern kannten den Fisch bislang nur auf dem Teller fertig zubereitet und hatten sich aufgrund ihrer fehlenden Fachkenntnisse gar keine Gedanken darüber gemacht! Erst durch diese zusätzliche Information wurde ihnen klar, dass es über die formale Mitgliedschaft und dem Erwerb von Fachwissen hinaus eine Übertragung von Verantwortung gibt, die gewissenhaft ausgeübt werden muß.


    Nur dann, wenn es um eine nur auf die Person des Kindes bezogene Angelegenheit (die hier nicht gegeben ist, weil auch andere Minderjährige nicht ohne erwachsene Begleitung angeln dürfen) können die Erziehungsberechtigten ihren Einfluß geltend machen.


    Um eine Überleitung zum Vereinsfussball zu finden: Wenn es um eine Entscheidung geht, die ausschließlich das Kind betrifft, können die Eltern stellvertretend handeln. Wenn die Veränderungen jedoch nicht nur das eigene Kind betreffen, entscheiden die erwachsenen Vereinsmitglieder, bzw. ihre gewählten Stellvertreter. (Der Richter am Amtsgericht beginnt seine Urteilsverkündung mit den Worten: "im Namen des Volkes", aber nicht "im Namen von Hernn Meier, Müller oder Schulze"! Zur Basis unserer Demokratie gehört auch die Stellvertreterposition.)

    Steini


    Ich weiß schon wie das läuft :P Trotzdem danke für deinen Beitrag, denn du hast vollkommen recht! Es gibt genügend Trainer, die ihre Talente nicht melden! Auch gibt`s Talente, die zwar können, aber nicht wollen. Das muß man dann akzeptieren. Dann haben andere, talentierte Kandidaten das Recht dort gefördert zu werden.


    Richtig ist auch, dass nach der allgemeinen Verbandssichtung die beiden älteren Stützpunktjahrgänge (C-Jugend) zwecks Trainingsoptimierung an zentralen Orten stattfinden. Hier sollen die Talente, die noch keinen Leistungsverein gefunden haben, weiterhin ein wöchentliches, zusätzliche Fördertraining erhalten. Dies sollte bundesweit eingeführt werden. Ob es allerdings schon überall realisiert ist, kann ich nicht sagen.

    penaten


    Sponsoren für einen Ortsverein im Breitensport zu gewinnen ist ein komplexes Thema. Denn selbst, wenn das Unternehmen nur einen einzigen Betrieb im Ort hat, kann der Unternehmer dazu gedrängt werden, nicht nur beim Verein X als Sponsor (durch Stadionwerbung) publik zu werden. Denn wenn seine Auftraggeber ebenfalls Freunde eines anderen Vereins sind, könnten sie die Auftragsvergabe von einer Spende an diesen Sportverein abhängig machen. Es kann dabei sogar die Konstellation geben, dass der Betrieb im Wirtschaftsbereich des Nachbarorts und -vereins deutlich mehr Umsätze erwirtschaftet als am Stammsitz im Heimatverein!


    Ein weiterer Knackpunkt ist die Verwertung der Sponsorengelder. Denn auch den Unternehmern ist nicht verborgen geblieben, dass die Breitensportverein in den letzten Jahren jede Menge Geld verbrannt haben, weil sie "Dorfbundesliga" spielen wollten und dafür auswärtigen Spielern nicht nur Fahrtkosten erstattet, sondern auch Sieg- und Meisterschaftsprämien gezahlt haben. Dementsprechend wurden dann sogar Sendengelder verwandt, um "Altlasten" zu begleichen. Ob es sich dabei um die Verlängerung der Biertheke, die zweistöckige Würtchenbude oder die Erhöhung des Stadionzaunes um 3 Meter handelt, spielt keine Rolle. Denn für den Spendengeber bedeutet das nur, das dieses Geld sofort nach der Überweisung schon wieder pfutsch ist!


    Leider gibt es auch Fälle von Gelderveruntreuung. Weil die Finanzprüfung lediglich von Laien geschieht, werden solche Dinge manchmal erst nach Jahren aufgedeckt. Werden sie jedoch bekannt, dann dauert es u.U. Jahre, bis Spender wieder Vertrauen in diesen Verein gefunden haben.


    Sehr kompliziert wird es auch, wenn der Sendengeber direkten Nutzen aus Vereinsaktivitäten erzielt, wenn z.B. der Autohändler X pro verkauften Fahrzeug die Summe Y spendet und seine Fahrzeuge dazu auch noch auf dem Vereinsgelände präsentiert werden.


    Probier es doch mal so:
    Weitaus einfacher kann es deshalb sein, wenn der edle Spender anoym bleibt. Denn er möchte vermutlich gerne der Jugendabteilung deines Vereins mit finanziellen Mitteln unterstützen und diese Kosten als Werbemittel absetzen können. Dazu benötigt er lediglich die Quittung des Vereins.

    Günter


    Zwar kann man sagen, das Sport im gewissen Maße auch die Konzentration zuträglich ist. Jetzt aber zu sagen, eine bestimmte Sportart (z.B. Tischtennis) würde eine andere Sportart (z.B. Fussball) besonders positiv beeinflussen, darüber liegen m.E. keine gesicherten Erkenntnissse vor, weshalb ich mich an derlei spekulativen Aussagen auch nicht beteiligen möchte.

    Günter
    Kein Mensch geht ins Spiel, weil er sich sagt, heute spiele ich mal extra nicht so gut wie ich es kann! Wenn soetwas vorkommt, dann ist meist der Trainer die "sportliche Handbremse"!
    Die Spieleinstellung, Spaß haben zu wollen, halte ich für richtig. Es gibt auch keine Bessere! Denn Spielfreude, Risikobereitschaft und Kreativität lassen sich nicht erzwingen. Wer Angst vor dem Versagen hat, wird nicht an seine sportliche Grenzen gelangen.


    Baert
    Die Vergabe von Ausbildungsplätzen für die Talentförderung orientiert sich nach Maßstäben. Natürlich zählt dazu auch die Bereitschaft. Es ist übrigens ein Normalzustand, das pro Jahr ein paar Talente aus persönlichen Gründen auf dem Stützpunkt aufhören. Auch gibt es Nachsichtungen, in denen sich dann andere Talente qualifizieren können. Wenn ich es aber richtig interpretiert habe, dann hat Max ein Problem mit den Vereinstrainern, nicht mit dem Stützpunkttrainer.

    tobn und marcel1994


    Die Überschrift lautete "Vorurteile"! Darunter wollte ich allgemeine Vorurteile verstanden wissen. Man nennt sie deshalb Vorurteile, weil man sie ungeprüft übernimmt und sie sich bei näherer Betrachtung als falsch herausstellen! Gehe auch gerne zu, dass ich früher auch von Torwartfehlern gesprochen habe, um mich dann von guten TW-Trainer-Ausbildern eines Besseren belehren zu lassen!


    Im unteren Jugendbereich sollen die Keeper "den Ball begreifen" lernen!


    1. Version "Ball begreifen"
    Zum Einen erlernen sie beim Ballhandling (unterschiedliche Formen des Ballkontakts) die Bewegungsabläufe. Begreifen heißt hier: wie fasse ich den Ball richtig an, um ihn zu kontrollieren, ohne mich dabei zu verletzen?


    2. Version "Ball begreifen"
    Zum Anderen arbeiten wir interaktiv daran, wann welche Technik des Ballkontakts günstig ist. Begreifen heißt hier: welche Bewegungsabläufe und Techniken wende ich zur Torverhinderung und Spieleröffnung an?


    Zusammenfassung:
    "Den Ball begreifen" heißt einfach nur, ihn gut kennen zu lernen, um Spaß mit ihm zu haben.


    Wenn ein Torwart den Ball noch nicht ganz begreift
    Unsichere Aktion beruhen entweder auf noch zu geringe Praxis mit Ballhandling oder auf noch nicht oder noch zugeringer Anzahl beherrschbarer Techniken. Beides ist ein Entwicklungsprozeß, bei dem in der Jugendzeit ein sehr großes Programm abzuarbeiten ist. Er hört jedoch niemals ganz auf, weil man Wissen und Technik am sich ständig wandelnden Fussball in Detailarbeit anpaßt. Und sei es, dass man sich einen anders fliegenden Ball aussucht!


    (Das mit dem "Ball begreifen" habe ich mir ausgedacht, falls es jemand versucht in diesem Zusammenhang zu googeln! Dieser Begriff erscheint mir für geeignet, den Einstieg in die TW-Position und das TW-Training auch für Laien auf das Wesentliche zu beschreiben. Kann mich da aber auch irren!)


    Jeder Spieler, der etwas über die Torwartposition im unteren Jugendbereich lernen möchte, weil er Spaß daran hat, soll sich unabhängig von seiner Wettbewerbsleistung darin ausprobieren dürfen! Besonders vorteilhaft dabei ist es, wenn er nicht von seinem Trainer mit Vorwürfen, wie "das war ein Torwartfehler" konfrontiert wird! (Denn fast jeder Torwartaktion geht eine unsichere Offensiv- oder Defensivaktion eines Feldspielers voraus! Sonst bekommt ja der Keeper auch nichts zu tun und darf nicht sein Können unter Beweis stellen.)

    Günter


    Häufig wird der Fehler gemacht, dass 12 jährige Kinder das Spiel genauso wahrnehmen wie ihre erwachsenen Trainer! Dem ist nicht so! Während beim Erwachsenen das Spielergebnis positiv wie negativ stärker in Erinnerung bleibt, ist es für das Kind jede einzelne Aktion, an der es beteiligt war! Beleg dafür ist, dass es sich an das Spielergebnis, ja selbst an den Namen des Gegnervereins schon bald nicht mehr erinnern kann! Sein Trainer kann sich meist noch an jedes Tor oder Gegentor erinnern!


    Die Reaktion "Chillen" als Alternative zum Fussball auch nicht wortwörtlich, sondern sinngemäß zu sehen. Sie bedeutet in diesem Zusammenhang m.E. nichts anderes, als das man nicht mehr gewillt ist, in genau dieser Art weiterhin mit diesen Trainern gemeinsam Fussball zu trainieren, weil der Spaß zu sehr auf der Strecke bleibt.


    Es ist deshalb auch nicht damit zu verwechseln, dass ein Spieler eine Pause wünscht/braucht, weil er bereits vor dem Training Kopfschmerzen oder Magenkrämpfe bekommt, aus Angst davor, die viel zu hoch gesteckten Erwartungen nicht mehr erfüllen. (Hier werden aufgrund fehlender Gespräche die eigenen Erwartungen mit denen der Trainer gleichgesetzt)


    Etwas anderes ist es, mit dem Verbandstrainer über die perspektivische Weiterentwicklung zu diskutieren. Denn nur selten kann sich das ein hoch veranlagtes Talent nach der D-Jugend im Dorfverein optimal weiterentwickeln. Allerdings sollte dennoch ein Wechsel mit Augenmaß erfolgen. Dazu können die Verbandstrainer zwar einen Rat geben, aber entscheiden müssen es die Eltern mit dem Kind selbst.


    In beiden Fällen ist jedoch zunächst einmal der Wille des Kindes zu prüfen und erst auf dieser Basis nach der bestmöglichen Lösung zu suchen. Manchmal kommt der Spaß ja auch beim Spiel. Talente brauchen Raum zur Kreativität. Wird sie durch "Trainingsdrill und Gewinnen müssen" genommmen, dann bleibt ein Goldener Käfig zurück. Selbst wenn er aus Gold ist, es bleibt aber ein Käfig, wenn sich das Kind darin gefangen sieht!

    Günter


    Falsch!!! Ich glaube, du stellst Spaß und Erfolg im Widerspruch. Für mich gehören sie unabdingbar zusammen, denn überragende Leistungen lassen sich niemals erzwingen.


    Es gehören dann andere Trainer auf den Stützpunkt, denn sie verstehen es ganz offensichtlich nicht, den Talenten den Spaß am Fussball zu vermitteln, sodass sie ihre Leistungen gerne abrufen!


    Weil gerade das Spielergebnis unwichtig ist, spielen die Talente in Turnieren fast immer ohne Schiedsrichter! Sie sollen dadurch an sportliche Fairness herangeführt werden, die nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen beinhalten.


    Der DFB und die Verbände kontrolliert in Zukunft stärker Stützpunkttrainer, denen Siege vor Ausbildung geht und wird diese durch geeignete Kandidaten austauschen! Ich denke, deutlicher kann man die Position kaum erklären!