Wie du schon richtig bemerkst, wird man nicht allein schon deshalb eine Mannschaft, nur weil sich alle Feldspielerin das gleiche Tricot überstreifen. Auch ein sportlicher Aufstieg dank guter Einzelspielerinnen hilft nicht, eine Mannschaft zu werden und sich auch während der gesamten Zeit als Mannschaft zu fühlen.
Schon allein deshalb, weil jede Spielerin andere Charaktermerkmale mit ins Team bringt, gibt es Kommunikationsbedarf. Wenn ihr euch ca. alle 4 Wochen lockere Treffen gestaltet, dann habt ihr Zeit und Gelegenheit eure Wünsche im Team entweder gemeinsam oder mit den jeweiligen Mannschaftskolleginnen zu besprechen. Man lernt sich so ganz einfach besser kennen und gegenseitig vertrauen.
Nachfolgende ein kleines Beispiel für die gegenseitige Vertrauensbildung.
1. Ihr bildet einen engen Kreis, in deren Mitte die mutigste Spielerin aus eurer Mannschaft steht.
2. diese mutige Spielerin schließt nun ihre Augen, macht ihren Körper ganz steif, bis sie sich entschließt, sich nach hinten, zur Seite oder nach vorne fallen zu lassen
3. damit sich jedoch nicht hinfällt wird sie von anderen Spielerinnen schon direkt nach dem Abkippen mit ausgestreckten Armen wieder aufgerichtet.
Das schöne Gefühl für diese Spielerin ist der Moment, indem man nach dem Abkippen von seinen Mannschaftskameradinnen vor dem Umfallen aufgehalten und wieder gerade gestellt wird. Es ist Zeichen dafür, dass man sich aufeinander "blind versteht und blind verlassen kann"! Dieses Verständnis für einander braucht erst einmal Mut den ersten Schritt zu machen. Deshalb soll auch die mutigste Spielerin voran gehen, bis zuguterletzt die ängstlichste Spielerin all ihren Mut zusammen nimmt und sich ebenfalls traut, sich in die Mitte zu stellen und sich fallen zu lassen.
Natürlich gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten, mit denen du deine Mannschaftskameradinnen Mut geben kannst. Eine wäre z.B. auch mal mit eurer/m Trainer/in darüber zu sprechen! Denn die gehört schließlich zur Mannschaft und kann meist über ihre Lebenserfahrung einiges dazu beitragen!
Ansonsten ist es nun einmal auch so, dass die sportlichen Ergebnisse überwiegend von den Gegnern beeinflußt werden. Sonst würde es ja auch gar keinen Spaß machen, in einen gemeinsamen Wettstreit zu treten, wer die meisten Tore schießt! Es ist sehr leicht, gewinnen zu lernen, aber mit dem Verlieren haben manche so ihre Probleme. Doch genau das ist wichtig, um sportliche Fairness zu erlernen und dem Gegner zu seiner Leistung zu gratulieren! ![]()
