Beiträge von TW-Trainer

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    GodOfSheep


    Zunächst einmal hab ich mal eine Frage? Darf man in Östereich (ohne Erlaubnis aller Eltern) der Spieler Video´s im Internet veröffentlichen? Ich kann ja noch verstehen, dass der Filmer gerne für seinen Sohn (Nr. 4) als Erinnerung an schöne Zeiten ein paar bewegte Bilder aufnimmt, aber stell dir mal vor, einer aus deinem Team wird später mal richtig gut, er möchte wechseln und dann sehen die Verantwortlichen seine "Fussballkünste" per Video-Botschaft?


    Ich nehme mal an, dass auf der Tribüne lediglich alkoholfreies Bier ausgeschenkt wurde, um den Jugendlichen ein gutes Vorbild zu geben oder?


    Das "blaue" Team war von der Spielanlage her etwas weiter als die "Gelben"!


    Ich sehe solche Spiele nicht oft, weil ich mehr im Leistungsfussball zu tun habe. Deshalb halte ich mich bei TW-Analyse zurück.


    Als angenehm habe ich die beiden Trainer empfunden, die zwar mit ihren Teams mitgefiebert haben, jedoch nicht ins Spiel hineingebrüllt haben. Auch die Zuschauer gefielen mir, weil sie die Teams mit sehr viel Applaus bedacht haben. Einzig der Vater von "Dennis" schien nicht begriffen zu haben, dass Fussball eine Mannschaftssportart ist!


    Fazit: Wenn du deine Jungs weiterentwickeln willst, studiere das Spiel der "Blauen"!

    lukas


    Ich denke, du hast schon sehr viele gute Ratschläge bekommen, wie du deinem Sohn als guter Ratgeber zur Seite stehen kannst. Denn genau das erwartet er von dir! Entscheiden muß er sich schließlich selbst. Ein Punkt wurde m.E. noch vergessen! Das ist die Trainerfrage. Denn nicht nur im Erwachsenen, sondern auch im Jugendbereich können gute Trainer in hohem Maße dazu beitragen, ob sich Spieler dort wohlfühlen.


    D.h. ist abzusehen, dass dein Sohn mit einem Trainer große Probleme bekommt (z.B. sehr autoritär, wenig Fachwissen), dann kann sich eine Situation rasch negativ entwickeln, bzw. dein Sohn macht große Fortschritte und gewinnt noch deutlich mehr Spaß am Fussball, wenn er einen für seine Ansprüche guten Trainer bekommt.


    Guten, wie auch schlechten Trainern eilt meist ihr Ruf vorraus! Also erkundige dich (z.B. bei Eltern oder ehemaligen Spielern), welcher Trainer dein Sohn in seine "Fittiche" nehmen wird und gebe ihm eine entsprechende Empfehlung, wenn sich sehr deutliche Unterschiede in der Qualität der Trainer ergeben sollten.

    Dass man Angreifer mit geringem Aktionsradius, die nur auf einen Abpraller vom gegnerischen Verteidiger oder Keeper warten, zukünftig ihr Tor nicht anerkennt, finde ich O.K.


    Nicht O.K. finde ich hingegen die Verschärfung der bisherigen Regelung beim Torwart! Wer soll denn bitteschön bei den "Schwalbenkönigen" noch entscheiden, ob es tatsächlich eine Notbremse war? Hinzu kommt, dass so eine künstlich herbeigeführte Aktion dann einen taktischen Hintergrund haben kann (z.B. dass der Gegner keinen guten Ersatzkeeper hat) Die Schwächung der Mannschaft durch den Platzverweis ihres Keepers wiegt fast immer mehr Nachteile als der Platzverweis eines Feldspielers.
    Besonders problematisch wird die Sache im 5-m Raum. Einerseits darf der Torwart hier nicht angegangen werden, andererseits besteht die Gefahr, dass auch hier der Schiedsrichter beim dominanten Versuch an den Ball zu gelangen, dies als Notbremse gegen den Torwart gewertet werden kann?
    M.E. ist eine Verschärfung nicht notwendig, da der Torwart ausserhalb des Strafraums bereits heute wie ein Feldspieler behandelt und ggf. auch des Feldes verwiesen werden kann. Jetzt soll er jedoch auch fürs Abtauchen, Hechten oder die Fussabwehr im Falle einer Gegnerberührung des Feldes verwiesen können! Das würde in der Konsequenz bedeuten, dass der Keeper nur noch zuschauen darf, wenn der ballführende gegnerische Angreifer in Körperkontaktnähe herankommt! Ich verstehe auch nicht, wie man in dieser Situation Handungsbedarf sehen kann? Denn meist ist es doch so, dass die Torleute verletzt werden, weil der gegnerische Angreifer mit gestrecktem Bein noch in den Ball hineingeht und die TW-Verletzung billigend inkauf nimmt, um ggf. einen Tick vor ihm an den Ball zu kommen. Für mich wäre das gestreckte Bein eher ein Anlaß die Rote Karte zu zeigen!

    Günter
    Wir Älteren sehen das Ganze ja etwas gelassener!


    Wie ich aus dieser Diskussion entnehme, gibt es bald nicht nur militante Raucher- und Nichtraucher, sondern auch militante Duscher und Nichtduscher mit der Konseqeuenz, wer im Auto beim Riechen erwischt wird oder einen "fahren läßt" (wäre doch auch mal ein Extra-Thema wert!!!) flegt raus und kann die restlichen 30 km zufuss gehen!


    Diese Generation von Spießern haben wir an unsere Vaterbrust aufgezogen :thumbup: !

    siebener


    Bitte schau dir doch mal das Kapitel Coaching in www.dfb.de an und gleiche es mit deinen Wertvorstellungen ab. Du wirst dann feststellen, dass es gar nicht uns Dreinreden geht, sondern darum, dass man die Eltern mit ins Boot holt, in dem man sie ernst nimmt und sich nicht reinreden läßt und ihnen damit für ein und alle mal "das Maul verbietet"! In einem anderen Thread wird noch deutlich, wohin dieses Denken führt. Man ist dann nicht mehr der Trainer der Mannschaft, sondern gleichzeitig auch ihr Führer, was soviel heißt: wer nicht für mich ist, der ist gegen mich! Genau das habe ich auch gemeint mit "Verstand abmelden am Stadiontor"!
    Wie Andre, Günter und einige Andere schon bemerkten, handelt es sich hier um ein sensibles Thema, wenn Kinder, Jugendliche oder Erwachsene aus anderen Kulturen stammen. Hinzu kommt insbesondere bei den Mädels, das hier in der Werbung massiv Schönheitsideale normiert werden. Wenn man selbst das Gefühl hat, dieser Norm nicht zu entsprechen und die Mannschaftskameradinnen einem noch neu sind, dann wird das Schamgefühl höher sein als der Wunsch des gemeinsamen Duschens! Auch könnten deutliche Altersunterschiede schon grund genug sein, vom gemeinsamen Duschen erst einmal Abstand zu nehmen.


    Diese Werte sind höher anzusiedeln als das persönliche Hygiene-Emfinden. Ich finde "Milky" hat es sehr gut beschrieben, indem sie sagt, wenn ich mich nicht geduscht habe, fühle ich mich dreckig! Jeder fühlt sich so, wie er sich fühlt! Der eine fühlt sich äußerlich dreckig, wenn er sich nicht duscht, der Andere fühlt sich innerlich dreckig, wenn er sich vor anderen duscht!


    Mein Wunsch wäre es, bevor man mit der Mannschaft über derlei Reglementierung spricht, sich zunächst selbst in die Lage jedes einzelnen Spielers/Spielerin hinein zu versetzen und dann vielleicht zu einer Regelung zu kommen, die da lauten könnte: "Ich finde es toll, wenn ihr euch nach dem Spielen duscht. Es kann auch vorbeugend gegen Erkältungen sein. Ich stelle es jedoch jedem anheim, ob er das Angebot wahrnimmt. Niemand wird deshalb von mir bevorzugt oder benachteiligt werden!"


    Siebener, nicht das du es jetzt falsch verstehst! Ich nehme durchaus zur Kenntnis, das du aus deinem Blickwinkel mit deinen persönlichen Trainererfahrungen im Kinderfussball sicherlich gute Erfahrungen gemacht hast. Ich sehe lediglich die Gefahr einer Verallgemeinerung, die aus subjektiven Erfahrungen abgeleitet wird!

    Liebe Kollegen,


    mit dem Blick auf die "Gurkentruppenlizenz" für die Jugendtrainer kommen wir vermutlich nicht weiter, wenn wir den Blickwinkel in der Diskrepanz bei der Bewertung der Trainerarbeit im Jugendbereich durch Vorstände und Sponsoren schärfen wollen!


    Warum? Weil im unteren Seniorenbereich fast ausschließlich Trainer tätig sind, die noch nicht mal die "Gurkentruppenlizenz" besitzen, weil auch Fortblidung für sie ein Fremdwort ist! Oder seit ihr bei euren Trainerfortbildungen schon häufig auf solche Seniorentrainer getroffen?


    Dennoch sind gerade die Trainer der 1. Seniorenmannschaft von besonderer Bedeutung! So wird allenfalls als Randnotiz davon berichtet, wenn im Jugendbereich ein ausgebildeter und lizensierter Trainer geholt wurde, aber von den "Null-Ahnung-Seniorentrainern" findet man jede Menge bebilderter Kommentare.


    Weil die Vorstände und Sponsoren lediglich die Trainer der 1. Seniorenmannschaft wahrnehmen und im besonderen Maße auch die Medien darüber berichten, dann ich doch wohl klar, dass der Jugendbereich eigentlich nur noch mit "durchgezogen" wird! Wenn dem so ist, dann ist es doch eine Frechheit von diesen geldgeilen Jugendtrainern für etwas, was keine Sau interessiert, auch noch Geld zu verlangen. Da reicht es doch wohl aus, wenn der Jugendtrainer eine kostenlose Dauerkarte für das Herrenteam? Schließlich ist vom Sponsor eher Geld für eine neue Bierzapfanlage, als für Kinderkram rauszulocken.


    Nun möchte ich mal einen (gewagten) Bogen zu weitaus höheren Ligen spannen: im verganengen Jahr hat der Hamburger SV seine Frauenmannschaft nicht nur aus der 1. Bundesliga abgemeldet, nachdem man bereits im Jahr zuvor die 2. Mannschaft aus der 2. Bundesliga abmeldete, nein man zog sich damit auch komplett aus dem Frauenprofibereich zurück. Zwar besitzt man nun wieder ein Team in der 1. B-Juniorinnen-Bundesliga. Diese wird jedoch wie eine normale Jugendmannschaft beführt.


    Begründet wird die Entscheidung beim HSV damit, dass man keine Querfinanzierung von nicht attraktiven Sportsegementen innerhalb des Vereins möchte. D.h. die finanzielle Unterstützung jeder Mannschaft, jedes Spielers muß strengen Amortisationsregeln unterliegen. Es kann übrigens in den Medien wie auch im Umfeld des Vereins keine Entrüstung über diese Entscheidungen gegeben, bei der für eine ganze Spalte soviel Geld eingespart wurde, dass man sich danach gerade mal 1 Reservebank-Spieler fürs Team der 1. Bundesliga-Mannschaft kaufen konnte.


    Daraus folgt für den Dorfverein: über eine neue Bierzapfanlage kann ich mehr leckeres, weil wohltemperiertes Bier verkaufen! Eine größere Würstchenbude bringt mir mehr Umsatz!


    Beim Jugendfussball gibt es hingegen nur Theater mit Trainern, Eltern und Kindern. Genauso ist das mit den Mädchen und Frauen! Lass das doch die anderen Vereine machen!


    Haben sie recht?

    Sir Alex


    Ich habe das Beispiel mit der Schule deshalb gewählt, weil sich sicherlich mehr Forenmitglieder darunter etwas vorstellen können, weil die meisten vermutlich nicht in der Talentarbeit beschäftigt sind.


    Auf der anderen Seite wollte ich auf die Wechselwirkung zwischen positiven und negativen Feedback aufmerksam machen. Denn je jünger die Spieler sind, je mehr nehmen sie uns Trainer als Vorbilder. Es ist deshalb von großer Bedeutung, dass wir jeden Spieler als Partner respektieren und ungeachtet seinem Rang in der Trainingsgruppe ernst nehmen.


    Alle Trainerhaudegen wie Otto Rehagel, aber auch Jupp Heynckes haben nicht unbedingt die modernsten Trainingsmethoden gehabt, sie wußten jedoch jeden einzelnen Spieler das Gefühl zu vermitteln, dass sie besonders wichtig für ihn und die Mannschaft sind.


    Ich habe als Trainer die Wahl, einen Spieler für eine gute Aktion zu loben oder aber für eine schlechte Akton zu tadeln! Daraus resultiert die Frage, womit ich ihn am meisten motivieren kann, sich zu verbessern und damit auch für die Mannschaft immer wertvoller zu werden.


    Darin sehe ich keine Eindimenionalität, sondern lediglich eine subjektive Veränderung der Betrachtungsweise auf den Ausbildungserfolg!


    ich bin mir darin auch vollkommen bewußt, teilweise gegen Ausbildungsrichtlinien des DFB zu verstoßen, weil nicht die fehlerhafte Aktion ansich für mich einen Grund darstellt, eine Übung oder Spielform zu unterbrechen, sondern ich erst einmal abwarte, ob es zufällig falsch (oder auch richtig) gemacht wurde. Erst, wenn ich erkenne, dass ein zusätzlicher Impuls gebraucht wird, schalte ich mich ein, indem ich z.B. eine Frage stelle, damit wir gemeinsam und damit auch für den Spieler nachvollziehbar an Verbesserungen arbeiten. Ferner kommt bei meinem Entscheidungsprozess hinzu, dass ich versuche zu erkennen, wie weit der Spieler noch von der neuen Herausforderung körperlich und geistig entfernt ist. Denn es bringt nichts, jemanden zig-mal eine Übung machen zu lassen, bei der er noch überfordert ist.


    Über- wie Unterforderung setzt Kenntnis wie Verständnis voraus und ist deshalb Basis eines fairen und partnerschaftlichen Trainerverhaltens!

    Zobel


    Nun mal ehrlich, darauf hast du doch selbst schon eine gute Lösung oder?


    Was machen denn die hunderte von Lehrern, die auch ihre Kinder unterrichten?
    Was machen die Tausende von Chefs, in deren Betriebe auch ihre Kinder tätig sind?
    Was machen die Zehntausende von Trainern, in deren Mannschaft auch ihre Kinder spielen?


    Geht doch alles, wenn man sich Mühe gibt oder?


    Manchmal aber gibt es kurriose Geschichten, wie deine! Der Chef ordnet an, dass wenn die Frau des Trainers ihren Job noch länger behalten möchte, der Sohnemann gefälligt in der Mannschaft des Mannes der Mitarbeiterin zu arbeiten hat. Also eine Form von moderner Sippenhaft! Ähnlich sieht es dann auch, wenn der Mann dieser Angestellten den Chefsohn sanktioniert!


    Übrigens sind wir Deutschen nach den Italienern am koruuptionsanfälligsten! Ist doch klar, wie sich das Ganze weiterentwickelt oder doch nicht???


    Fussball ist wie FKK! Solange man keine Blösse vor dem Chef und dem bösen Nachbarn geben muß, mal es doch Spaß!

    Stefan67


    Zunächst einmal wollte ich das Thema aus der Sichtweise von Vereinsverantwortlichen starten, die sich über die immer geringer werdende Bereitschaft beklagen, kostenlos arbeitenden Jugendtrainer zu finden. Denn nach ihrem Verständnis ist ehrenamtlich (um der Ehre willen) eben auch kostenlos!


    Du bringst es aber sehr gut auf den Punkt, indem du sagt. wenn alle Trainer und Spieler für den Verein im Breitensport ehrenamtlich tätig sind, dann hast du auch kein Problem damit, deine Dienste kostenlos zur Verfügung zu stellen.


    Solange sich aber der Trainer und die Spieler der 1. Seniorenmannschaft die Taschen voll Geld stecken, hast du ein Problem damit. Denn es wird nach deiner Meinung von den Senioren ja gar keine bzw. viel zu geringe Gegenleistung dafür erbracht!


    Die Geldspirale im Breitensport würde demnach nicht im Jugend-, sondern im Seniorenbereich beginnen! Denn es bedurfte ja lediglich ein paar Indiskretionen, um das "money for nothing for the village gentlemen-team" zu entlarven und es war nur noch eine Zeitfrage, bis es sich bis zum letzen Bambini-Trainer herumgesprochen hatte.


    Gab es vor Jahren noch genug enthusiastische Jugendtrainer, die ihre Dienste gerne ehrenamtlich zur Verfügung stellten, wollen jetzt alle Jugendtrainer Kohle haben! Es kann ihnen gar nicht genug sein und der soziale Aspekt des Sports als Integrationsmittel rückt immer weiter in den Hintergrund.


    Wo endet die Geldspirale? Verliert nicht der Fussball im Breitensport durch die Geldgeilheit von Trainern und Spielern ihr Gesicht?

    Liebe Trainerkollegen!


    Erst mal herzlichen Dank für eure Beiträge!


    Ulkig fand ich die 60,- € Monatsbeitrag! Also ich kenne genügend Beispiele, in denen ein Dorfverein einen Jahresbeitrag von 18,- € (ne Kiste Bier) für Jugendliche verlangt. Ein Fall ist mir bekannt, wo man 6,- € (ne Packung Zigaretten) Jahresbeitrag verlangt. Doch man erkennt daran, dass Jugendarbeit nicht kosten darf, weil es in den Augen der Verantwortlichen auch nichts wert ist!


    Bei den zwangsläufigen Kosten im Jugendbereich hat man prima Lösungen gefunden. Für gelegentliche neue Tricots soll gefälligst ein Sponsor (der von Eltern oder Trainer kontaktiert wird) sorgen! Für neue Fussbälle läßt man eine kommerzielle Fussballschule in den Ferien kommen. Der Rest (Mannschaftsmeldung) wird über Kaffee- und Kuchenverkauf der Mütter reingeholt. Stadionpflege, Strom- und Wasserkosten sind von der Gemeinde zu tragen!


    Doch wie kommt man an die Jugendtrainer? Weil es immer schwieriger wird, Trainer für den mittleren und oberen Jugendbereich zu finden, gibts jetzt eine neue Masche!


    Man sucht bevorzugt nach "Junggesellen" als Trainer. Denn diese Spezies weiß ja mit ihrer Freizeit ohnhin nichts anzufangen. Weil Mitgliederbeiträge für den Verein sehr wichtig sind, meldet man zur neuen Saison zunächst einmal alle Jugendmannschaften an und kümmert sich danach um die Trainer. Findet man für eine Mannschaft keinen freiwillig, kostenlos arbeitenden Coach, geht man zum Junggesellen. Notfalls unter zur Hilfenahme von reichlich Alkohol wird der Junggeselle bequatscht, auch noch eine zweite Mannschaft zu trainieren!


    Eine weitere Masche ist bei den "Ja-Sagern" zu finden. Das sind Leute, die den Meinungsaustausch falsch verstanden haben, weil sie mit ihrer Meinung ins Gespräch mit dem Vorstand gehen, dann aber mit deren Meinung wieder nach Hause gehen!
    Weil diese "Ja-Sager" ihre Schwäche, nicht "Nein" sagen zu können, aber kennen, kommt diese Klientel auch selten bis gar nicht zu den Generalversammlungen! Wie aber kommt man an diese Leute heran? Ganz einfach, man läßt zum Kartenspiel, Grillparty, Sportwochen, ect. und lauert die Ahnungslosen auf! Dort lockt man sie unter irgend einem Vorwand mit ins Vereinsheim, wo man ungestört auf die "Tränendrüse" drücken kann, um schließlich das "Ja" für die Trainerarbeit zur kommenden Saison heraus zu kitzeln.


    Kennt ihr weitere, erfolgreiche Maschen, wie man an kostenlos arbeitende Trainer kommt?

    Sir Alex


    den obigen Satz möchte ich gerne für eine breitere Masse erläutern, weil sich nicht jeder etwas unter den persönlichen Empfindungen eines besonders hoch veranlagten Fussballtalent vorstellen kann. (Ich auch nicht immer, obwohl ich schon viele Jahre mit Talenten arbeite)


    Deshalb möchte ich es mal anhand eines Beispiels im Schulalltag erklären! Wenn du nun in eine neue Klasse kommst, bekommst du meist auch neue Lehrer! Alle Mitschüler und auch du fangen quasi wieder bei Null an! Nun bekommst du deine erste Klassenarbeit zurück und du freust dich wahnsinnig über deine Eins in Mathe! Du freust dich deshalb besonders, weil du beim vorherigen Lehrer immer nur Vieren und Fünfen bekommen hast und dir Mathe gar keinen Spaß mehr machte. Jetzt beim neuen Lehrer macht die Mathe Spaß und du rechnest zuhause sogar schon einige Seiten weiter aus deinem Mathebuch. Schon wieder gelingt dir eine Eins in der Klassenarbeit. Auch über deine mündliche Beteiligung ist dein Lehrer sehr erfreut! Dann aber wechselt dein Mathe-Pauker die Schule! Der Neue ist einer aus der "Alten Schule" und ist fest davon überzeugt, dass Mädchen nicht rechnen können! Er nimmt dich im Unterricht kaum noch dran und deine erste Mathearbeit bei ihm ist gleich ne Vier-Minus. Beim Elternsprechtag sagt er deiner, du wärst so still und die Leistungen würden stark nachlassen! Eine Qualifkation fürs Gymnasium könne er ihr deshalb nicht geben! Überhaupt sei das für Mädchen auch nicht so wichtig, weil die ja später meist sowieso heiraten.


    Fazit: Wirst du für deine Leistungen gelobt, spornt es dich an! Bekommst du jedoch ein negatives Feedback, dann verlierst du zuerst den Spaß und deine Leistungen sinken immer weiter ab.

    Steini


    Du hast noch nie eine gemischte Mannschaft oder eine Mädchenmannschaft trainiert, stimmt`s?


    Wenn du den Mädchen, die gerade in die Pubertät kommen, erklärt sie müssen sich vor anderen in der Umkleidekabine ausziehen, um sich zu duschen, dann wirst du entweder von den Mädels oder von den Müttern "gesteinigt"!


    Zu bedenken nemen möchte ich ferner, dass die Kinder teilweise aus anderen kulturellen, religiösen Elternhäusern stammen, wo man mit dieser Gleichschaltung (alle müssen duschen) Kinder wie Eltern vor Probleme stellen kann, die mit dem Fussball überhaupt nichts zu tun haben.


    Die Körperhygiene fällt eindeutig in den Entscheidungsbereich der Eltern, nicht der Trainer! Mich erinnern gerade die fanatische Bekenntnisse zum Duschen ans Pausenhofmarschieren während meiner Grundschulzeit!


    Dem ein oder anderen Trainer würden Auslandsturniere helfen, um andere Kulturen kennenzulernen und dabei mal ein wenig über den Tellerrand zu schauen, mehr Toleranz zu üben, statt "darüber wird nicht diskutiert" die eigene Wertvorstellung als Dogma vor der Umkleidekabine zu verkünden!

    Liebe Trainerfreunde,


    nicht nur beim Fussball, sondern auch bei allen anderen sportlichen Altiviäten geraten Kinder ins Schwitzen! Nur im Vereins- und Schulsport und natürlich den Bädern gibts die Möglichkeit zum Duschen!


    Wenn ich mir da einige Beiträge durchlese, dann bekomme ich das Gefühl, die Menschheit hätte eigentlich aufgrund unzureichender Hygiene schon aussterben müssen! Dabei haben viele Allergien ihre Ursache gerade in der übertriebenen Hygiene! Hinzu kommt, dass die Parfümindustrie vorgibt, was als Wohlgeruch bezeichnet werden darf. Ein natürlicher Korpergeruch wird dementsprechend als stinkend wahrgenommen! Mich erinnert das Ganze irgendwie ans 17 - und 18. Jahrhundert, als beim Adel das Waschen verpönt war und man sich stattdessen puderte! Das war genauso ein Unsinn!


    Ich denke, ob ein Kind duscht oder nicht, sollte man entweder ihm selbst oder seinen Erziehungsberechtigten überlassen. Wenn`s sich um ne Mannschafts-Duschpartie handelt, könnte man ja im weitesten Sinne noch um eine Teambildungsmaßnahme sprechen. So aber sind all die Argumente doch eher von der aktuellen Modewelt geprägt, die doch gerne noch mehr Kosmetika unters Volk bringen möchte und sehr an der Verbreitung solcher Klischee`s interessiert ist.


    Für einen jungen Menschen mag dies zunächst uneinsichtig sein. Wenn man jedoch erst einmal alt genug ist und schon ein paar mehr Verrücktheiten mitgemacht hat und weiß, dass schon morgen mit der selben inbrüstigen Überzeugen schon wieder etwas Anderes als unbedingt notwendig propabiert wird, dann wird man gelassener!

    Liebe Trainerkollegen,


    beim Start meines Beitrags wollte keinem "ohne" oder mit einer bestimmten Trainerlizenz "auf den Schlips" treten, sondern lediglich ein langläufiges Denkschema aufgegriffen!


    Mir geht es vielmehr darum von euch zu erfahren, ob ihr das Trainer-Ehrenamt noch als zeitgemäß anseht oder ob ihr glaubt, dass wenn sich im Senioren-Breitensport die Trainer und Spieler die Taschen mit Geld vollstopfen, obwohl hier eigentlich der Spaß im Mittelpunkt stehen sollte, auch im Jugendbereich nach irgendwelchen Merkmalen Trainer-Aufwandsentschädigungen zu entrichten sind?


    Denn ab dem mittleren Jugendbereich sind es eher selten die Väter oder Mütter, die die Mannschaft trainieren und es stellt sich unter anderen Gesichtspunkten die Frage: für wen macht man es?

    Liebe Trainerkollegen,


    vor jeder Saison stehen die Vorstände wieder vor der gleichen Aufgabe: Trainer gehen und es muß für Ersatz gesorgt werden. Im unteren Jugendfussball lassen sich fast immer rasch Eltern finden, die auf mehrfaches Trängen, so die Mannschaft ihres Kindes abmelden zu müssen, ihre Zusage geben. Diese Eltern sind auch besonders leidensfähig, wenn es um die vernachlässigte Einweisung ins Traineramt geht. Sogar Beleidigungen von Kollegen oder Vorständlern nehmen sie inkauf, nur damit ihr Kind seinem Hobby frönen kann.


    Anders sieht es im mittleren und oberen Jugendbereich sowie im unteren Seniorenbereich aus! Da werden Trainer benötigt, die sich schon etwas besser im Fussball auskennen. Was früher noch ehrenamtlich war, soll heute vom Verein bezahlt werden! Wo kommen wir denn da hin, wenn jemand es nicht allein als eine Ehre ansieht, in seiner Freizeit für den Verein kostenlos Leistungen zur Verfügung zu stellen. Wenn nur ein Verein den Anfang macht und nur einen Cent dafür verschwendet, dann wird sich die Kostenschraube unaufhörlich drehen!


    Aber immer weniger Trainer sind bereit, den teuren Sprit aus eigener Tasche zu bezahlen und darüberhinaus sich mit frechen Jugendlichen abzugeben, die ihren Befehlen keinen Gehorsam leisten. Hinzu kommt, das so manch ein Trainer mit seiner Gurkentruppenlizenz (gemeint ist die C-Breitensportlizenz) Kohle machen will!


    Wie denkt ihr darüber? Soll man im Zweifelsfall lieber die Mannschaft abmelden oder den geldgeilen Trainern das geben, was sie verlangen?


    Sind Traineraufgaben ab dem mittleren Jugendbereich bis zum unteren Seniorenbereich:
    1. ehrenamtlich
    2. gegen Spendenquitung (je nach Verdienst und Steuerklasse bekommt der Trainer dann einige Euro. Schüler, Studenten und sonstige Arbeitslose natürlich nix)
    3. gegen Erstattung der Fahrt- und Telefonkosten
    4. Aufwandserstattung qualifikationsabhängig (z.B. Trainerlizenz)
    5. Erfolgsabhängiges Honorar nach erreichtem Tabellenplatz
    6 Sonstiges


    zu leisten?

    @FB


    Weil auch ich bei diesem Beitrag das Gefühl habe, dass "Hexe" die Sache nicht ganz neutral beschreibt, habe ich mich rausgehalten! Allerdings vermag ich deiner Deutung, es würde sich hierbei um ein Beispiel von "Kampfeltern" handeln, nicht folgen. Wenn ja, dann muß man aber genauso davon ausgehen, dass der Trainerkollege von Hexe (auch wenn er immer netter wird) einen gewaltigen Dachschaden hat, wenn er bereits in der F-Jugend in seinem Kaff eine leistungsbezogene Unterteilung in der F-Jugend will. Es hat hier allein um den Spaß am Fussball bei der Vermittlung von Grundlagen und nicht um die Ertüchtigung von "Schnuller-Profies" durch selbsternannte Profitrainer (weil so einer kann keine Trainerausbildung haben)!


    Auch ich höre jede Menge Naivität aus "Hexe`s" Beschreibungen der Realität heraus, sodass ich mir eine Beurteilung nicht zutraue!


    Zur Bedienung von langläufigen Vorurteilen gegenüber "Kampfeltern" taugt "Hexe`s" Beitrag jedoch nicht. Ich sehe hierin das ehrliche Bemühen, gute Ratschläge zur Lösung ihres Problems mit dem Wunsch des Kindes Fussball zu spielen, zu finden.


    Mag sein, dass es in der Schweiz anders läuft, aber in Deutschland werden jährlich einige Tausend unbedarfter Eltern von den Vereinen damit erpresst, dass ihr Kind nur dann spielen kann, wenn sich Vater oder Mutter als Trainer bereit erklären. Denn weil ja alles ehrenamtlich ist, muß der Verein auch keine Trainer zur Verfügung stellen. Diese unbedarften Eltern werden rasch die harten Ellenbogen von den selbsternannten Lokal-Profi-Trainern mit "Bundestrainer-Fernsehlizenz" konfrontiert.


    Leider gibt es nach wie vor viele Dorfvereine, die sich kaum für den Nachwuchsbereich interessieren, weswegen es einen Wildwuchs gibt, in der es nur in Ausnahmefällen mal um die Kinder geht. Häufig gehts daraum, wer recht hat und recht behält!

    Anna


    Auch Manuel Neuer wurde zunächst immer wieder zurück geschickt, weil er denen zu still und zu schmächtig war. Physische wie phsyische Zurückhaltung sind ebenfalls Merkmale nicht ausgewählt zu werden. Talentanlagen sind eben nur auf den zweiten Blick zu erkennen. Dafür muß man sich genug Zeit nehmen!


    Sir Alex
    Vielen Dank für deinen Beitrag, der aufzeigt, wie die Verantwortlichen im Jugendleistungsbereich wirklich ticken! Spätgeborene fallen eben nicht im heutigen Bewertungssystem auf! Warum soll ich einen physisch schwächeren Spätgeborenen mit Talentanlagen, die erst mittelfristig aus ihm einen besseren Spieler machen werden, einem Kandidaten vorziehen, mit dem ich sofort gewinnen kann?


    Auch der viel zu große Kader (20 Spieler) sowie die bewußte Gestaltungsfreiheit Spieler je nach Manschaftsgröße in andere U - Mannschaften unterzubringen zeigt die Mißstände nur allzudeutlich auf!


    Was ebenfalls auffällt ist die Verschiebung bei den Heimatvereinen der Talente. Heutzutage wechseln sehr viel mehr Talente bereits zur U 15 zu den NLZ der 1. Bundesliga als noch vor 10 Jahren. Auch dadurch ergibt sich eine Verschiebung in der Qualität der Ausbildung, da Erstligaclubs meist einen höheren Etat für die Jugendarbeit zur Verfügung stellen können. Es zeigt aber auch die Ungeduld auf, in der über die weitere Förderung von Talenten entschieden wird. So zeigte sich unlängst ein Kollege tief enttäuscht darüber, das man ihm ein 15-jähriges TW-Talent aus Polen vor der Nase weggeschnappt hätte. Ob man einen 15-jährigen in ein fremdes Land, dessen Sprache nicht einmal kennt, ins Internat steckt, stört nun wirklich niemand! Es stellt sich auch nicht die Frage, ob dieser Jugendliche auch mit 19 oder 20 hätte geholt werden können. Nein, man will ihn sofort, damit ihn sonst niemand bekommt! Wenn er dann nach 1 - 2 Jahren seine Vorzüge verbraucht hat, dann weg mit ihm und her mit "Frischfleisch"!


    Insgesamt läßt sich festhalten, dass die Ausgestaltung der Richtlinien für den Jugendleistungsfussball die Interessen der Talente nur in sehr bescheidenem Umfang vertreten werden. Es geht eindeutig mehr ums schnelle Geschäft als um die Ausbildung.

    Günter


    Mir ist die Namensbezeichnung auch nicht so wichtig! Mir kommt es vielmehr um eine Anpassung in der Funktion es präventiven Verhinderns von Streitigkeiten an. Man muß sich mit den Realitäten auf und am Platz auseinander setzen und wissen, was man will!


    Mit gelben und roten Karten allein kommt man da nicht weiter. Die heizen meist erst die dann aufkommende schlechte Stimmung nochmals an!


    Hier müßte sich die Aufgabenstellung des Schiedsrichters in der Weise verändern, das er die Spieler und Trainer mehr ins Boot holt, um ein für alle Seiten faires Spiel zu gewährleisten.


    Das beginnt schon mit der Begrüßung, zu den alle Beteiligten (nicht nur die Eltern, sondern auch die Trainer, Betreuer und die paar Zuschauer) zur Feldmitte gebeten werden und sich dort und Handreichen ein faires Spiel wünschen!


    Danach sollten Trainer, Betreuer und Zuschauer gemeinsam (und nicht wie heute in 2 Fronten) das Spiel genießen. Denn wer sich kennt und wer die Nähe positiv empfindet, wird auch den Kern ders Fussballs als Spaß am Spiel für alle verstehen lernen können. "Kravallmacher", die den Fussball für ihre private Frustbewältigung mißbrauchen wollen, finden so erst gar keine Bühne!


    Ralf
    Du hast so tolle Sachen für den Kinderfussball erfunden! Warum kann es nicht soetwas auch für den mittleren und oberen Jugendbereich geben?

    Ralf


    Zwar gestehst du nun den Wunsch zur Veränderung des Bisherigen, in der die Entscheidung, wer den Einwurf bekommt, die Spieler treffen. Nur dann, wenn sie sich nicht einig werden, sollte der Schiedsrichter zum Zwecke der Spielfortsetzung eingreifen. Das wird solange klappen, als dass die Spielentwicklung für beide Teams keine Drucksituation (ein Team ist in Rückstand geraten) ergibt.


    Klar ist doch aber auch, dass die fairen Spieler und Trainer dann endlich eine Plattform bekommen. Das ist der Anfang einer Revolution (ups) von unten.


    Ohnehin warten Schiedsrichter meist darauf, wer den Ball zwecks Einwurf in die Hand nimmt, weil sie darauf vertrauen, dass dies der Tatsache entspricht! Die von dir eingeleitete Veränderung wäre also kaum wahrnehmbar. Auch würde der zurückhaltende, stille und körperlich unterlegene Spieler seinem Gegner, der unberechtigerweise den Einwurf ausführen will, nicht davon abhalten. Ob dies nun ungerechtfertigt war, wird nicht mal der Trainer wissen, sofern dies nicht in seiner unmittelbaren Nähe geschah.


    Welche Bühne werden die fairen Trainer bekommen, wenn es nur um Lappalien wie Einwurfentscheidungen geht, die sich ohnehin zum überwiegenden Teil eindeutig aus der Situation ableiten lassen? Von einer Mitbestimmung zu einem fairen Fussballspiel ist nur eine Kleinigkeit, die sogut wie keinen Einfluß auf das ergebnisorientierte Denken von Trainern, Spielern und Eltern im Breitensport hat, kann deshalb kaum die Rede sein.


    Deshalb wäre mir ein "Spielbegleiter" statt eines Schiedsrichters heutiger Prägung lieber. Der Spielbegleiter, der insbesondere eine soziale Kompetenz (z.B zum Coaching von Trainern, Spielern und Eltern) besitzen sollte, tritt lediglich dann in Aktion, wenn sich die Parteien nicht einigen können, damit das Spiel unverzüglich fortgesetzt werden kann. Ansonsten benötigt er lediglich eine Pfeife, um das Spiel pünktlich an- und abzupfeifen! Das wäre dann fast so, wie ein Schullehrer auf dem Pausenhof, der eine Horde Kinder, die sich beim Fussball vergnügen, beaufsichtigt!