Beiträge von TW-Trainer

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    siebener


    Herzlichen Dank für deine Antwort. Bei euch scheint es ja im Großen und Ganzen zu funktionieren.


    Nun zu deiner Frage zu Punkt 6:
    Wenn ein Trainer von einem Sponsor oder vom Verein Geld für "Söldner" in die Hand bekommt. Diese auswärtigen Spieler haben keinerlei Identifikation mit dem Verein und dort eigentlich im Breitensportbereich nichts zu suchen. Darüberhinaus blockieren sie die Plätze, die eigentlich den jungen Talenten aus der A-Jugend gehören sollten. Das Motiv ist hier klar: man möchte um jeden Preis den schnellen sportlichen Erfolg. Was danach geschieht, das interessiert niemanden. Denn wenn`s klappt, ist man der Held, wenn nicht, "fliegt" man als Trainer sowieso, sofern die Vorgabe "Aufstieg" bzw. "Wiederaufstieg" lautete!

    Liebe Trainerfreunde,


    wie sind eure Erfahrungen beim Übergang der Jugendlichen in den Seniorenbereich im Breitensportbereich?


    1. Gibt es bei euch jährlich eine genügend große Anzahl von gut ausgebildeten Jugendlichen, die den Sprung ins Seniorenteam schaffen oder gelingt es kaum einem jungen Spieler, sich dort zu etabieren?
    2. Finden bei euch rechtzeitig Gespräche mit den Jugendlichen, die zur kommenden Saison aufgrund ihres Alters im Seniorenbereich spielberechtigt sind?
    3. Dürfen bei euch die talentierten Jugendlichen bereits im letzten A-Jugendjahr bei den Senioren mittrainieren?
    4. Bekommen bei euch diese Spieler bereits vereinzelt Einsätze?
    5. Wer hilft in eurem Verein, dass möglichst viele Jugendliche in den Seniorenbereich wechseln?
    6. Wer blockiert diesen Wechsel in den Seniorenbereich aus welchen Motiven heraus?
    7. Gibt es weitere, wichtige Punkte, die in diesem Zusammenhang genannt werden sollten?

    @bailleys3


    Ich find es O.K., wenn der Trainer bemüht ist, sein Training auf die Anforderungen und Erwartungen seiner Spielerinnen anzupassen. Hier ist der Sonderfall, dass die Trainingsbeteiligung von > 90 % deutlich über dem Normalfall liegt. Natürlich kann sich das rasch ändern, denn diese Damenteams sind fragile Konstrukte, bei der es sogar zu Auflösungserscheinungen kommen kann, wenn der Streitpunkt überhaupt nichts mit dem Fussball zu tun hat. Wenn soetwas eintritt, dann kann man über ein gemeinsames Training nachdenken. Denn ein Abschlußspiel mit 4 - 5 Spielerinnen macht vermutlich keinem so richtig Spaß!

    betreuer72


    Es ist zwar schon ein wenig her, aber ich habe es noch in Erinnerung, wie die G-Junioren-Teams aus einem anderen Bereich, die 2 x wöchentlich trainiert wurden, die anderen Teams, in denen 1 x wöchentliches Training stattfand, quasi an die Wand gespielt haben. Dort fand auch in der F-Jugend 2 x wöchentlich das Training statt, während in der anderen Region damit erst ab der E-Jugend begonnen wurde. Das erste Resümee in der D-Jugend war ernüchternd. Denn die scheinbaren Vorteile zu Beginn des Vereinssports hatten sich ausgeglichen. Scheinbar kommt es nicht allein darauf an, wie häufig man trainiert, sondern auch was man während des Trainings macht!


    Bei den G-Junioren soll es der Spaß an der Bewegung sein. Wenn die Übungen in kleine Geschichten verpackt werden, lernen die Kleinen eigentlich alles, was sie brauchen. Wie am Beispiel zu erkennen ist, gleich es sich irgendwann aus, wenn im weiteren Verlauf der Jugend keine guten Trainer beschäftigt werden.

    PeterL


    Es besteht absolut kein Grund zur Panik. Für die theoretische Prüfung bekommst du ausreichend Informationen von deinen Ausbildern. Die Unterlagen dazu bekommst du während der Ausbildung. Warte es einfach erst mal ab, bis es soweit ist.

    renek


    Entweder spielt der neue Verein nicht mit offenen Karten oder du hast da etwas mißverstanden? Im ersten Fall läßt es auf eine hohe Trainerfluktuation schließen, weshalb hier Masse vor Klasse geht.


    In der C-Jugend-Bezirksliga ist der Traineraufwand schon hoch. Das fängt schon mit der Sichtung und Selektion von geeigneten Spielern an. Das fängt schon mit der Planung einer 3 - 4 wöchigen Vorbereitung, Testspielen, ggf. mit Trainingslager an. Weil es in der Bezirksliga nicht üblich ist, gegen die Teams, gegen die anschließend Punktspiele ausgetragen werden, zu testen, können die Fahrten schon mal etwas weiter werden.


    In cer C-Jugendbezirksliga sollten mindestens 2 Trainer und 1 Betreuer das Trainerteam bilden. Davon sollte mindestens 1 Trainer entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen mitbringen. Denn diese Jugend wollen und sollen auch rasch dazu lernen, wenn sie nicht als Punktelieferant und Schießbude der Liga die Saison zuende spielen wollen.


    Vielleicht hast du ja noch weitere Infos vom neuen Verein erhalten? Wenn nicht, dann würde ich mir die Sache noch mal überlegen, bevor dich schon beim Start in den neuen Verein der Frust packt, weil man dort nur nach "Trainerfrischfleisch" gesucht hat?!?

    @Robert1982


    Nach deinen Beschreibungen hat das Kind weder unter den Mannschaftskameraden noch unter dem Trainer zu leiden. Aufgrund der Rücksprache mit den Eltern kennst du nun die Ursache. Es ist für Kinder wichtig, sich ausprobieren zu können. Deshalb finde ich es prima, wie diese Eltern damit umgehen. Denn da gibts auch noch die Kategorie Eltern, die ihrem Kind auf den Weg geben: was man anfängt, dass muß man auch zuende führen. Sie zwingen ihre Kinder selbst dann noch zum Training und den Spielen zu gehen, wenn die schon gar keine Lust mehr haben. Das Ergebnis ist fast immer das Gleiche. Spätestens in der D oder C-Jugend sagen diese Kinder dem Fussball auf immer Adieu. Damit das nicht geschieht, kannst du dem Kind und seinen Eltern auf den Weg geben, dass es jederzeit, wenn es wieder Lust auf Fussball hat, zurück kommen kann. Denn so, wie man sich verabschiedet, begrüßt man sich beim nächsten Mal!

    Engel89


    In Deutschland ist die überwiegende Zahl der Trainer im Breitensport (leider) ohne Lizenz. Oder spielt bei euch die B 2 in der Bezirksliga und höher? Was hat den Verein dazu bewogen, eine Trainerlizenz zu verlangen?


    Dann noch eine Frage: du sagst, du schaffst es zeitlich nicht, eine Lizenz zu machen. (Das ist übrigens die Ausrede Nr. 1 für Leute, die zwar ein grundsätzliches Interesse haben, aber sich aus unterschiedlichen Gründen dazu nicht aufraffen können.) Es gibt unterschiedliche Varianten in der Ausbildung. Du kannst sie in deiner Wohnortnähe machen. Falls du einen oder mehrere Termine nicht wahrnehmen kannst, so kannst du dies über spezielle Hausarbeiten vom Ausbilder nachholen. Handelt es sich um eine größere Anzahl an Fehlstunden, so kannst du diese beim nächsten Kurs nachholen und dort die Prüfung ablegen. Auch gibt es die Möglichkeit beim Verband die Lizenzausbildung "im Block" (meistens während der Schulferienzeit) zu absolvieren. Eine dieser Möglichkeiten paßt fast immer!


    Oder hast du vielleicht hast, dass deine Fitness oder dein Eigenkönnen nicht ausreicht? Bei der C-Breitensportlizenz ist dies gar nicht Prüfungsthema, weshalb du dir darüber gar keine Sorgen machen mußt. Selbst Leute mit körperlichen Behinderungen können diese Ausbildung machen.


    Wie meine Vorredner bereits sagten, ist diese Lösung auf Basis einer Momentaufnahme mit tauglich für eine perspektivische Ausbildung. Diese sollte in Übereinstimmung mit dem Verein getroffen werden. Macht braucht wohl nicht extra darauf aufmerksam zu machen, dass es keinen perfekten Verein gibt. Oder kennt jemannd einen? Es geht immer darum vernünftige Kompromisse zu fiden.

    Ich sehe bei alledem die Gefahr, das der Trainer im unteren Jugendbereich, der in erster Linie der Kümmerer sein sollte, übermotiviert an die Sache herangeht! Denn es wird auf einen Dressurakt hinauslaufen, will man tatsächlich konkrete Ziele von einer Arbeitsunterlage, die gar nicht für diesen Alters- und Leistungsbereich gedacht ist, ableiten. Leicht kann der Spaß dabei auf der Strecke bleiben, wenn der durch Zwang zur Perfektion hinzukommt.


    In diesem Altersbereich spielt die Motivation und der Spaß noch eine weitaus dominantere Rolle im Breitensportbereich. Falls es signifikante Unterschiede innerhalb der Mannschaft gibt, kann man die Trainingsübungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestalten.


    Wenn ihr es schafft, den Kindern den Spaß am Fussball zu vermitteln, dann kommt die Leistung von ganz allein. Wenn ihr versucht, die Leistung der Kinder zu messen, womöglich noch miteinander zu vergleichen, dann wird die Kreativitätsentwicklung darunter leiden.


    Der Bogen bei ausreichender Erfahrung hilfreiche Informationen zur Selbstanalyse geben, wenn man sich zusätzliches Fachwissen im Fussball aneignen will. Doch gibt es z.B. bei www.dfb.de in der Online-Datenbank bereits hilfreiche Hinweise, welche Fähigkeiten in welcher Altersgruppe trainiert werden sollten. Man muß das Rad also gar nicht neu erfinden.

    @raiccon


    Wie wäre es, wenn du nur für dich allein Notizen über deine Spieler machst?


    Im Laufe der Jahre wirst du feststellen: manche Daten kann man gebrauchen, andere sind hingegen zu vernachlässigen.


    Ob deine Arbeit erfolgreich ist, das signalisieren dir deine Kids, deren Eltern und die Vereinsverantwortlichen. Und ob deine Erwartungen größtenteils erfüllt werden, dass siehst du Woche für Woche auf und neben dem Platz.

    @ST84


    Vielen Dank für deine Ergänzungen. (Ich hatte in diesem Fall die Verurteilung zur Massenvernichtung gemeint!) Es zeigt einmal mehr, dass wir es nicht mit einem mitelalterlichen Gedankengut, sondern mit einem aktuell und kontrovers diskutierten Thema zu tun haben, was uns vermutlich noch einige Jahre begleiten wird.

    Liebe Trainerfreunde,


    es war und ist nicht zu erwarten, dass auf Basis sehr unterschiedlicher Betrachtungsweisen und Weltanschauungen eine große Übereinstimmung zu erzielen ist.


    Am Sonntag jährt sich der Tag, an dem in Auschwitz unter anderem wegen Homosexualität zur Massenvernichtung eingesperrte Menschen befreit wurden. Es hat schon viel zu lange gebraucht, bis wir erkannt haben, dass es grenzenlos Freunde gibt! Das man Menschen nicht aufgrund ihrer Rasse, nicht aufgrund ihrer Religion und nicht aufgrund ihrer Sexualität einstufen darf, sondern das jedes Leben gleich viel wert ist.


    Vielleicht ist gerade dieser Tag dafür geeignet, um seine innere Stimme danach zu befragen, ob man allen Menschen gleich behandelt oder ob es noch Vorurteile gibt, für die es nur ein wenig Mut zur Überwindung braucht?


    Noch bevor man in einigen Wochen mit dem Finger nach Russland zeigt, wo homosexuelle Athleten nicht erwünscht sind, sollten wir unser eigenes Gewissen befragen. Denn dort fängt es immer an!

    AKjfv


    Ich gebe dir in weiten Teilen recht. Nur ist es nicht euer Verband, sondern der DFB, der das Förderalter bei den Mädchen ungefähr 1 Jahr nach Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga herab gesetzt hat.


    Ein besonderes Problem bestand darin, dass in dieser "Hauruck Aktion" überhaupt nicht komplett nach unten bis in die Kreise kommuniziert wurde. Dort sind die Übergänge in der Jahrgangsförderung noch immer "schwammig", sodass in Turnieren teils unterschiedliche Jahrgangsteams gegeneinander antreten.


    Vermutlich wäre es besser gewesen, wenn auch Vertreter aus den unteren Stufen der Förderung als Entscheidungshilfen vor einer Verabschiedung einbezogen worden wären?


    Denn die Förderung der Mädchen im unteren Jugendbereich kann man gar nicht mit denen der Jungen vergleichen. Die Mädchen fangen in aller Regel etwas später mit dem Fussball als Vereinssport an. Auch findet man die Talente sowohl in Jungen- als auch in reinen Mädchenteams. Die Sichtungsaufgabe ist deshalb sehr viel intensiver zu betreiben als bei den Jungen, da aufgrund dieser Konstellation immer wieder Talente wie "Pilze aus dem Boden" wachsen. Die Entwicklungszeit verläuft hier sehr viel rasanter als bei den Jungen. Ein Mädchen, dass heute noch bei einer Kreisklassen-Mannschaft bei den Jungen nicht entdeckt wurde, kann nach der Sichtung innerhalb von ein- bis zwei Jahren bereits den Trainerinnen der Jahrgangs-Juniorinnen-Nationalmannschaft präsentiert werden.


    Ich bin für die frühere Förderung der Mädchen, damit man eine größere Breite von talentierten Mädchen für höhere Aufgaben entwickeln kann. Denn gerade im Juniorinnen-Nachwuchsbereich klaffen noch Riesenlücken, die geschlossen werden sollten.


    Was aber 20 Jahre lang versäumt wurde, kann man nicht mal eben "per Federstrich" nachholen!


    Um in diesen großen Bereich der Mädchen- und Jungenmannschaften die potenziellen weiblichen Talente zu sichten, fehlt es fast überall an Personal. Leider findet man geeignete Mädchen-Auswahltrainer nicht so oft, wie die für die Jungen! Das wird vermutlich noch Jahre dauern, bis flächendeckend geeignete Trainer, diese gegenüber den Jungen weitaus umfangreichere Arbeit verrichten können.


    Ein typisches Beispiel dieser "DFB-Hauruck-Aktion" ist auch die von dir beschrieben "Intensiv-Sichtung" im Verband! Man verwandte einfach die bereits bekannten Selektionsmethoden. Die aber waren für jeweils 1 - 2 Jahre ältere Mädchen gedacht! Für die jüngeren Mädels müßten sie zunächst einmal angepaßt werden. Denn es ist nicht nur die geringere Kraft, sondern auch die kürzere Konzentrationszeit und die etwas andere Ansprache, auf die sich die Trainer einstellen müssen. Soetwas kommt eben dabei heraus, wenn weit von der Basisarbeit entfernte Entscheidungsträger mal eben auf Basis einiger Statistiken aus dem Mädchen-Elitebereich Beschlüsse.


    Meist ist es ja so, dass es nach einer Veränderung zunächst einmal schlechter und danach besser wird. Ich bin mir jedoch sicher, dass bei dem kennengelernten hohen Engagement der Verbandsverantwortlichen diese Fehler abgestellt werden.


    Ob allerdings die Entscheidungsträger des DFB ihre Lehren daraus gezogen haben, vermag ich nicht zu sagen. Auch hätte sich einmal einer der Herren aus Frankfurt die enttäuschten Gesichter dieser "Kurzschul-Jahrgänge" sowie ihrer stolzen Eltern anschauen müssen, denen man sagen mußte, dass schon nach kurzer Zeit für die, die noch nicht den Schritt in die höhere Förderstufe geschafft hatten, jetzt erst mal Schluß mit dem Fördertraining ist."


    Ich hätte mir einen besser geplanten und auf einen längeren Zeitraum gestreckten Übergang gewünscht. Aber ganz ohne Probleme wäre wohl auch das nicht abgegangen!

    AKjfv


    Aber in unserer Gesellschaft kann jeder seine Religion und Sexualität ausleben, insofern er nicht andere in ihren be" recht" tigten Rechten tangiert.


    Kann er das wirklich? Warum war dann das "Coming out" von Thomas Hitzelsberger (auch für die Medien) von besonderer Bedeutung?


    In der Politik und anderen Bereichen mag es mitlerweile so sein, wie du sagst, aber im Sport sind wir wohl noch nicht so weit! Da müssen immer noch Sportler mit Sanktionen rechnen, wenn sie sich "outen"! Dagegen gilt es zu kämpfen!


    In diesem Forum werden Themen von sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten aus betrachtet. Das macht es interessant und darin sehe ich einen großen Vorteil! Denn so kann jeder etwas für sich mitnehmen.


    Das Schlimmste, was dabei passieren kann, ist das die ehrliche Meinung eines Users als minderwertig verworfen wird. Ja ich würde sogar den Schritt gehen, dass "Andre" andere User dazu gebracht hat, es einmal aus Blickwinkel des Glaubens zu betrachten. Denn welche andere Gründe, wenn nicht reliöse Tabus, werden angeführt, um das garantierte Recht auf die eigene Sexualität einzuschränken?


    Der bescheidene HInweis, dass man trotz Religiösität im festverwurzelten Glauben, sich nicht daran hindern lassen sollte, auch mit anderen Ansichten darüber auseinander zu setzen, hätte es getan. Ja, vielleicht wäre man dadurch sogar auf den Gedanken gekommen, dass die Wertevorstellungen der Völker und Kulturen sich sein Tausende von Jahren kaum verändert haben. So darf dann auch vermutet werden, dass dies der Grund dafür ist, warum die Kernaussagen des menschlichen Miteinanderlebens zwischen den Weltreligionen nahezu identisch sind.


    Wenn wir uns über Homosexualität im Rahmen des Fussballs unterhalten, dann macht es keinen Sinn, signivikante Entscheidungsbildungen auszuklammern! Selbst, wenn man zu keiner einhelligen Meinung gelangt, ist der Austausch für die, die hier schreiben oder auch nur mitlesen, wichtig für ihre eigene Entwicklung.


    Sei es als Bestätigung der bisherigen Meinung oder sei es als Änderung auf Basis anders bewerteter Informationen.

    Toto2


    Was soll ich noch sagen? Wenn die C-Leistungslizenz alle Erkenntnisse einer modernen Mannschaftstaktik vermitteln würde, dann könnte man sich die B, A und auch das Studium zum Fussballlehrer sparen? Wenn man auch so jeden Job machen kann, wozu überhaupt die ganzen Schulen, Berufsschulen und Universitäten? Ist doch sowieso alles Zeitverschwendung?


    Ich wollte mit meinen Beiträgen zum Ausdruck bringen, dass es aus verschiedenen Gründen nichts bringt, sich mit Themen, von denen der Trainer wie die Mannschaft und die Liga zu wenig versteht, auseinander zu setzen.


    Ich denke, die Trainer, die lange genug im Leistungs- oder Profibereich gearbeitet haben, wird niemand die Ausbildung infrage stellen. Ob und wie dann später dieses Wissen vermittelt wird, dass ist wie in jedem anderen Beruf, eine individuell zu betrachtende Frage!

    @st84


    Prima Beitrag, dem nur noch hinzu gefügt werden sollte, dass fast alle ihren Glauben von ihren Eltern geerbt haben! Was als eigene, innere Überzeugung dargestellt wird, ist oft nicht mehr die unkritische Übernahme kindlicher Naivität ins Erwachsenendasein. Darauf soll man dann stolz sein? Mir sind die Brüder und Schwestern mit einem guten Charakter am liebsten. Das es ausländische, religiöse oder homosexuelle Feinde gibt, daran mag ich nicht mehr glauben. Idioten kennen diese Grenzen nicht!


    Die Älteren unter euch werden sich vielleicht noch erinnern können? Als in den 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts der Irak den Iran mit seinen modernen Waffen überfiel, gelang es der Überzahl an iranischen Soldaten schließlich, den Feind zurück zu drängen. Was sich jedoch als schwierig erwies, waren die angelegten Minenfelder der Iraker. Zunächst versuchte man, Esel hindurch zu treiben, um eine minenfreie Schneise zu bekommen. Aber sobald die erste Mine explodierte, rannten alle Esel immer wieder sofort zurück. Schließlich suchte man Freiwillige und versprach ihnen den Märtyrertod. Davon fanden sich besonders viele junge Leute, die ihr Leben eigentlich noch vor sich hatten. Fazit: Manchmal sind Menschen sogar dümmer als Esel!

    Andre


    Ne, gewiss mache ich dir keinen Vorwurf. Denn wie ich schon einige Beiträge zuvor geschrieben habe, gönne ich jedem seine Welt!


    Aber man wird doch noch denken dürfen. Neulich hatte ich Besuch von ein paar Zeugen Jehovas. Weil sie ja nun sehr streng nach ihrem Glaubensregelungen leben und sich deshalb sehr gut in der Bibel auskennen, fragte ich sie, ob denn das "goldene Kalb", um das die Juden seinerzeit getanzt hatten, ein weibliches oder ein männliches Kalb gewesen ist? Nachdem diese Frage nicht hinlänglich beantwortet werden konnte, ging es dann um die Frage der Menschheit. Dazu wußten sie, dass alle Menschen in den Bodensee passen würden, wenn sie sich eng zueinander stellen. Ich antwortete, das ich dann lieber am Ufer stehe, was ihr Erstauen hervor rief. Sie meinten, wir Menschen wären doch sehr gesellig? Ich erwiderte, dass ich für diesen Fall lieber aufs Ertrinken verzichte und am Ufer warte, wer sonst noch so nachdenkt und angeschwommen kommt. Es waren übrigens sehr nette Menschen, die ich jederzeit gerne wieder in mein Haus bitten würde, wenn es die Zeit erlaubt!


    Schon vor ein paar Hundert Jahren wollte man jeden Menschen nach seiner Weltanschauung glücklich werden lassen. So richtig hat es nie lange funktioniert. Merkwürdig ist nur, dass die, die dann Hass und Streit anzetteln, ihre Gegner meistens sehr gut kennen. Es geht dabei auch nicht darum, welcher Gott nun der Wahre ist, sondern Gott ist die Ware, über die man vollkommene Macht erlangen möchte. Leider lassen sich zuviele von Zukunftsversprechen blenden, erkennen zu spät, dass sie nur Handlanger sind. Schon deshalb sollte kritisch betrachtet werden, was einer sagt und was er damit im Schilde führt!


    Wir brauchen jedoch gerade diese kulturelle Vielfalt! Denn sie bietet als einzige die Gewähr dafür, dass wir uns nicht einens Tages selbst ausrotten.


    Wir sind in dieser Diskussion ein wenig davon weg gekommen, was Thomas Hitzelsberger mit seinem "Coming Out" erreichen wollte. Denn er hätte es auch in seinem privaten Umfeld bekannt geben können. Er wollte jedoch mit Vorurteilen im Sport aufräumen. Wie man sieht, ist das auch dringend notwendig, solange Angst und Verdrängung deshalb besteht, weil Menschen gerne anders leben wollen. Ich würde mir wünschen, dass er als Spitzensportler und Vorbild bei möglichst vielen Menschen, die den Fussball lieben, Vorurteile abbauen konnte.